Die unerzählte Geschichte

Die unerzählte Geschichte

Hardback
4.444
BenachteiligungCecilia Payne-GaposchkinLise MeitnerGood Night Stories For Rebel Girls

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Description

Frauen veränderten schon immer die Welt:

Sie waren nicht nur «die Ersten ihrer Art», sie waren die Ersten überhaupt. Sie forschten, schrieben Weltliteratur und läuteten neue Epochen in der Kunst ein. Vera Weidenbach macht endlich sichtbar, welchen Anteil Frauen an unserer modernen Welt haben. In Wahrheit schuf nicht Walt Disney den ersten Trickfilm, sondern Lotte Reiniger. Rosalind Franklin beschrieb die DNA, Ada Lovelace das erste Computerprogramm und Lise Meitner die Kernspaltung. Camille Claudel prägte die Bildhauerei der Moderne, und Margarete Steffin brachte die Stimmen der kleinen Leute in die weltberühmten Stücke von Bertolt Brecht.

«Diesem Buch geht es nicht um Erfolgs- oder Held*innengeschichten. Und das ist gut so. Vera Weidenbach braucht kein Pathos und keine Verklärung der westlichen Moderne, um sie mit scharfem Blick und klarer Sprache umzuschreiben und zu zeigen, was in den meisten Büchern bis heute fehlt: die Geschichte ihrer Frauen.»
Şeyda Kurt

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
352
Price
22.70 €

Author Description

Vera Weidenbach, 1990 geboren, studierte Philosophie, Biologie und Politik und besuchte die Deutsche Journalistenschule. Sie ist freie Journalistin und Kolumnistin. Als Reporterin berichtet sie für table.briefings über Bundespolitik und den Nahostkonflikt. Zuvor war sie im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin tätig, hat Nachrichten gesprochen und macht Podcasts. Zusammen mit ihren Kollegen von der Produktionsfirma ikone media wurde sie 2020 für den Podcast «Affäre Deutschland» mit dem Reporterpreis ausgezeichnet. Ihr erstes Buch «Die unerzählte Geschichte» erschien 2022 im Rowohlt Verlag.

Posts

8
All
4

Sehr gute Aufarbeitung einer „weiblichen“ Geschichte im (vorwiegend) deutschsprachigen Raum bzw. Kontext, super Ergänzung zu Schölers „Beklaute Frauen“.

Gekauft habe ich mir das Buch als Ergänzung zu „Beklaute Frauen“ und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegensatz zu Schölers Buch wird hier unsere Geschichte kontinuierlich und aus weiblicher Sicht erzählt. Lesende erfahren, wie sich bestimmte Situationen abgespielt haben - und welche Rolle Frauen dabei gespielt haben. Das Buch konzentriert sich sehr auf die Geschichte vor, während, zwischen und nach den beiden Weltkriegen. Für mich war das sehr interessant zu lesen, denn alles was ich damals in der Schule darüber gelernt habe war, dass es viele schlaue großartige Männer gab (und wir natürlich auch nur arme Opfer waren… äh… ja. Das ist zum Glück in den 1990er endlich angesprochen worden, aber Österreich hat sich schon sehr lange als Opfer und nicht Täter gesehen). Ich hatte einen guten Lesefluss, auch weil die Geschichten der einzelnen Frauen so gut im Kontext zueinander bzw. in Verbindung gebracht wurden. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

5

Frauen waren immer ein Teil der Geschichte. Ein aktiver Teil, der für den Vorschritt beigetragen hat. Aber ihre Geschichten werden nur selten erzählt. In diesem Buch sind die Biographien verschiedener dieser vergessenen Frauen erzählt und für die Nachwelt festgehalten.

Eine unbedingte Lese- oder Hörempfehlung! Die Autorin stellt den Verlauf der Geschichte sehr übersichtlich dar, man kann ihr gut folgen. Nach dem Hören bin ich für meine eigene Zukunft inspiriert. An die Autorin: riesengroßes Dankeschön!

3.5

Mehr feministische Literatur in den Geschichtswissenschaften!📜

Disclaimer: Diese Kritik steht im Kontext historisch wissenschaftlicher Arbeit. Vera Weidenbach ist keine Historikerin, sondern eine geschichtsinteressierte Journalistin und das merkt man dem Buch an. Als Historiker gehe ich mit einer persönlichen Erwartungshaltung an Geschichtsbücher heran. Deshalb hätte ich mir in den einzelnen Biographien mehr Tiefe und Objektivität gewünscht. Aber das ist reine Geschmackssache, denn meine Kritik hat die Autorin sogar vorweggenommen und gegen Ende begründet. Das macht das Buch aber nicht weniger aufschlussreich. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur multiperspektivischen Geschichtsschreibung. Wir brauchen mehr Autor*innen, die sich weg von der Vergangenheit des alten weißen Mannes bewegen. Das Buch regt also zu neuen historischen Themen an und bietet eine gute Grundlage, sich mit den einzelnen Biografien weiter zu beschäftigen.

5

Die unerzählte Geschichte der beklauten Frauen

Ein halbes Jahr, nachdem ich "Die unerzählte Geschichte" von Vera Weidenbach gelesen hatte, habe ich auch "Beklaute Frauen" von Leonie Schöler gelesen, das eine ähnliche Thematik hat, weshalb dieser Beitrag beiden Büchern gilt: Beide Bücher sind absolut lesenswert, wichtig und toll geschrieben. Vera Weidenbach hat eine chronologische Herangehensweise gewählt, während Leonie Schöler ihr Buch nach Themen strukturiert hat, um die männlich- und weißgeprägte Geschichtsschreibung zu durchleuchten. Beide beginnen (mit einem anfänglichen Blick in die Steinzeit) in der Mitte des 19. Jahrhunderts und erzählen die Geschichte Europas neu. Bestimmte Lebensgeschichten werden natürlich von beiden Autorinnen behandelt, insgesamt bilden ihre Bücher aber eine gute Ergänzung zueinander – und machen die unerzählte Geschichte der beklauten Frauen sichtbar.

Die unerzählte Geschichte der beklauten Frauen
5

Absolute Liebe zu diesen Buch

Eigtlich müssten wir unser geschitslehrern sagen diese Buch muss behandelt werden. Absulute leseempfelung

4.5

Super interessant und gut zu lesen

Ist das Buch eine Sammlung perfekter Biografien? -Nein! Sind alle wichtigen Frauen der Moderne aufgeführt? - Absolut nicht! Ist es das einzige Buch, was man jemals zu dem Thema gelesen haben muss? -Auf gar keinen Fall! Ist es richtig und wichtig? -Sowas von. Das Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die komplette Abdeckung der Gesamtsituation aller Frauen, die jemals wichtig gewesen waren oder sind. Und genau darum geht es: In dem sehr viele Biografien unterschiedlicher Frauen der verschiedensten Profession erzählt werden, erkennt man beim Lesen Muster in den geschilderten Erfahrungen. Dabei erzählt das Buch hauptsächlich, eine tiefe Deutung der Autorin findet nicht statt. Das wäre in meinen Augen auch unnötig gewesen. Die Fakten und Geschichten sprechen für sich. Das Buch ist super, insbesondere für alle geschichtlich Interessierten. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir noch den ein oder anderen Fakt für die Vollständigkeit mehr gewünscht (bspw. Werden nur die männlichen Pseudonyme von 2 der Brontë-Schwestern erwähnt, dabei hat die 3. auch unter einem geschrieben). Daher einen halben Stern Abzug, ansonsten sehr empfehlenswert.

5

Wissenswertes in kleinen Dosen

In chronologischer Reihenfolge zeichnet die Autorin die Geschichte nach, die die meisten wohl in der Schule gehört haben, und verbindet sie mit Geschichten, die dort mindestens genauso viel Raum einnehmen sollten. Sie verbindet die Biographien von Frauen, die Großes geleistet haben, aber dann vergessen oder unsichtbar gemacht wurden. Und sie zeigt, warum das alles Methode hat. Und wem dieses Buch gefällt, empfehle ich auch „Beklaute Frauen“ von Leonie Schöler. Die beiden Bücher ergänzen sich gut, auch wenn sich einige wenige Namen überschneiden.

5

Herzzerreißend und herzerwärmend zugleich!

Beim lesen bekommt man gemischte Gefühle. Zum einen spielt ständige Hoffnung, von den tollen Entdeckungen der Frauen, eine große Rolle. Zum anderen wird diese Hoffnung einem ständig wieder entrissen, da alle Frauen schlussendlich doch im Patriarchat feststecken. Ich bin sehr dankbar für das Buch, da es ein kleiner Teil ist, der dazu beiträgt die wahre Geschichte darzulegen. Nämlich, dass Frauen ein Teil dieser sind.

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