Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

Hardback
4.319
Bis Zum Bitteren EndeBiografiePolizeiMachmalauter

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Description

Über dreißig Jahre deutsche Rockgeschichte
«Hier kommt Alex», «Alles aus Liebe», «Zehn kleine Jägermeister» oder «Tage wie diese» – wer kennt sie nicht, die großen Hits der Toten Hosen? Diese Band hat Geschichte geschrieben.
Ihr Aussehen war zum Davonlaufen. Ihr Benehmen nicht akzeptabel. Ihre Musik dröhnte. Vier von fünf konnten kein Instrument spielen. Wie konnte aus diesen Typen die erfolgreichste Rockband Deutschlands werden?
Herbst 2013: Die Toten Hosen haben das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte hinter sich, sie haben mehr Platten verkauft als jemals zuvor, sie haben auf ihrer Tournee vor mehr Menschen gespielt als je eine andere Band in diesem Land.
Als Punks gründeten sie ihre Band und spielten für eine Minderheit. Heute ist ihre Musik überall zu hören und auch in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Doch das wollten sie eigentlich nie. Die Band hat sich in den letzten 30 Jahren verändert, alle Mitglieder sind inzwischen über fünfzig Jahre alt – aber auch Deutschland hat sich verändert.
In ihrem Buch weichen sie schwierigen Fragen nicht aus: Sie erzählen ihre persönliche Geschichte, berichten von ihren Anfängen und ihrem sagenhaften Aufstieg, erinnern sich an ihre Kindheit und Jugend, berichten von ihren Abenteuern, Kämpfen und Abstürzen und geben unerwartete Einblicke in das Innenleben einer Rockband. Ein Buch über das Erwachsenwerden, über große und kleine Lebenskrisen und über eine große, aber komplizierte Freundschaft. Ein ehrliches Porträt. Ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte.

«Man zieht sich ganz langsam aus. Plötzlich steht man nackt da. So ist das mit diesem Buch. Trotzdem fühlt es sich irgendwie gut an, wie in einer Therapie …»
(Campino)

«Ich hoffe, dass zumindest meine Familie, insbesondere meine Kinder und die Polizei, diese Biographie nie zu Gesicht bekommen …»
(Kuddel)

«Ich habe Dinge über uns erfahren, die ich so zumindest noch nicht wusste. Wahrscheinlich geht es den anderen genauso.»
(Andi)

«Es geht um mehr als nur ein paar Anekdoten. Man kann hinter die Kulisse sehen, wenn man einfach mal wissen will, wie eine Band funktioniert, egal ob man was mit den Toten Hosen anfangen kann oder nicht.»
(Breiti)

«Philipp really reminded me of how much I dislike those bastards …but don’t quote me on that.»
(Vom)

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Arts & Entertainment
Format
Hardback
Pages
384
Price
20.60 €

Author Description

Philipp Oehmke, 40, ist seit 2006 Kulturredakteur beim SPIEGEL. Davor war er Redakteur beim Magazin der «Süddeutschen Zeitung» und Herausgeber der 50-bändigen Pop-Anthologie «SZ Diskothek. Ein Jahr und seine 20 Songs». Sein erstes Interview mit der Band führte er am Rande einer Großdemonstration gegen die neue Asylgesetzgebung 1992, damals noch für die Schülerzeitung. Das zweite folgte 1995 für die Zeitschrift TEMPO. Viele weitere Treffen kamen über die Jahre hinzu, bis Oehmke 2008 für den SPIEGEL ein langes Porträt über Campino schrieb und dafür den Sänger und die Band wochenlang begleitete. Seitdem steht er mit den Toten Hosen in engem Kontakt. Inzwischen hat er mehr als 30 Konzerte besucht, ist mit den Bandmitgliedern verreist und hat für dieses Buch mehr als 50 Stunden lang Gespräche mit den Musikern, Verwandten, Weggefährten, Freunden und Gegnern geführt.

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Brillant recherchierte Bandbiografie, die mehr ist als Musikgeschichte – auch für Nicht-Fans absolut fesselnd.

Vier Düsseldorfer Jungs, eine 40-jährige Freundschaft und ein Stück deutsche Gesellschaftsgeschichte „Hier kommt Alex“, „Alles aus Liebe“, „Zehn kleine Jägermeister“, „Tage wie diese“ – wer in Deutschland aufgewachsen ist, kennt die großen Hymnen der Toten Hosen. Doch wie wurde aus vier Düsseldorfer Jungs mit Punk-Attitüde, dröhnender Musik und der schamlosen Tatsache, dass vier von fünf von ihnen am Anfang nicht einmal ihre Instrumente spielen konnten, die erfolgreichste Rockband Deutschlands? SPIEGEL-Reporter Philipp Oehmke hat genau diese Geschichte aufgeschrieben. Über mehrere Jahre hinweg hat er die Band begleitet, mehr als 30 Konzerte besucht, über 50 Stunden Gespräche mit Campino, Kuddel, Andi und Breiti geführt und auch deren Verwandte, Manager, Weggefährten und sogar Gegner zu Wort kommen lassen. Herausgekommen ist ein 400-seitiges Porträt einer Band, die mehr ist als nur Musik – sie ist ein Stück deutscher Gesellschaftsgeschichte der letzten 40 Jahre. Ehrlich gesagt: Ich bin keine eingefleischte Toten-Hosen-Fan. Klar, ein paar Hits begleiten mich, ich kenne die wichtigsten Songs, aber CD-Sammlung und Konzertbesuche habe ich nicht im Lebenslauf. Genau deshalb war es für mich umso interessanter zu sehen, ob das Buch auch jemanden packt, der die Band eher aus der Außenperspektive betrachtet. Mein Fazit nach den 400 Seiten: Ja, absolut. Oehmke schreibt so klug, dass es nicht primär um die Band geht, sondern um Phänomene – Erwachsenwerden, Freundschaft, Identität, Erfolg, deutsche Mentalität. Die Toten Hosen sind das Vehikel, aber die Geschichte ist universeller. Genau diese Qualität macht das Buch zu so viel mehr als einer Fan-Biografie. Wer sich für Musikgeschichte, deutsche Popkultur oder einfach für die Frage interessiert, wie aus einer Bewegung der 80er-Jahre ein gesellschaftliches Phänomen werden konnte, findet hier eine spannende Lektüre. Du musst kein Hosen-Hörer sein, um an diesem Buch Freude zu haben. Was dieses Buch wirklich besonders macht: Oehmke ist kein klassischer Musikjournalist, sondern einer der besten Reporter seiner Generation. Er schreibt seit Jahren für den SPIEGEL über Popkultur, Politik und Literatur, war Korrespondent in New York. Man merkt das auf jeder Seite. Die Recherche ist exzellent, die Erzählweise hochprofessionell, die Einordnung in größere gesellschaftliche Kontexte gelingt mühelos. Sein Stil ist erkennbar Reportage-geprägt – pointierte Beobachtungen, kluge Verknüpfungen, ein scharfer Blick für Details. Manchmal liest sich das Buch wie eine lange, gut konstruierte Magazin-Reportage in mehreren Kapiteln. Das ist Geschmackssache, mir hat es ausgesprochen gut gefallen. Wer literarisch ausgefeilte Prosa erwartet, könnte vielleicht etwas weniger zufrieden sein – wer fundierten Journalismus auf höchstem Niveau schätzt, wird hier abgeholt. Eine clevere Entscheidung von Oehmke: Er erzählt die Bandgeschichte nicht klassisch chronologisch, sondern thematisch. Statt sich von Album zu Album, von Tour zu Tour zu hangeln, ordnet er die Geschichte nach Themen, Persönlichkeiten und Phasen. Das verhindert das ermüdende Muster vieler Musiker-Biografien, die immer demselben Schema folgen – Songwriting, Studio, Veröffentlichung, Tour, wiederholen. Stattdessen bekommst du Kapitel über die Freundschaft der vier Bandmitglieder, über den Aufstieg, über den Umgang mit dem Mainstream, über persönliche Krisen, über Verluste, über die deutsche Gesellschaft, in die die Band hineingewachsen ist. Diese Struktur ist erfrischend und macht das Buch zu mehr als einer Faktensammlung – sie macht es zu einem kulturhistorischen Porträt. Was mich besonders berührt hat: Wie nah Oehmke an die vier Bandmitglieder herankommt. Campino, Kuddel, Andi und Breiti sind hier nicht die öffentlichen Personas, die man von Bühne und Interviews kennt, sondern Menschen mit Brüchen, Zweifeln, Verletzungen. Sie erzählen über ihre Kindheit, ihre Jugend, ihre Abstürze, ihre Krisen, ihre Freundschaft. Diese Ehrlichkeit ist erstaunlich, und für eine Band, die seit 40 Jahren im Rampenlicht steht, alles andere als selbstverständlich. Besonders Campino bekommt viel Raum, was angesichts seiner Rolle als Frontmann und öffentliches Gesicht der Band Sinn macht. Aber auch die anderen drei werden vielschichtig porträtiert – Kuddel mit seiner zurückgezogenen Art, Andi als der innere Botschafter der Band, Breiti mit seiner pragmatischen Haltung. Diese Charakterisierungen machen die Toten Hosen als Gruppe greifbar und nachvollziehbar. Das Spannendste an „Am Anfang war der Lärm“ ist nicht die Bandgeschichte als solche, sondern die größere Geschichte dahinter. Wie wird man als Punk erwachsen? Wie hält eine Freundschaft 40 Jahre? Wie geht man mit dem Spagat zwischen Underground-Identität und Mainstream-Erfolg um? Wie verändert sich Deutschland, und wie verändert sich man selbst darin? Genau diese Fragen verhandelt Oehmke, ohne sie je explizit zu stellen. Wenn die Toten Hosen mit über 50 noch immer auf Bühnen stehen und gleichzeitig damit hadern, dass ihre Musik mittlerweile sogar auf CDU-Wahlkampfveranstaltungen läuft, ist das ein zutiefst deutsches Phänomen. Punks, die in der gesellschaftlichen Mitte angekommen sind, ohne es zu wollen. Diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einer klugen kulturhistorischen Analyse. Was mich emotional am meisten gepackt hat: die Beschreibung der Freundschaft zwischen den vier. Sie kennen sich seit der Jugend, sie sind durch Höhen und Tiefen gegangen, sie haben Krisen überstanden, sie haben Streit gehabt, sie haben Trauer geteilt. Diese Freundschaft ist nicht idealisiert, sondern komplex, manchmal anstrengend, manchmal wunderbar. Und sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Band überhaupt 40 Jahre besteht. Wer schon einmal versucht hat, mit den gleichen Menschen über Jahrzehnte hinweg zusammenzuarbeiten, weiß: Das ist die eigentliche Leistung der Toten Hosen. Nicht die Hits, nicht die Tourneen, sondern die Tatsache, dass sie es geschafft haben, als Freunde zusammenzubleiben. Oehmke zeigt, wie hart das war und immer noch ist, und gibt damit auch denen etwas mit, die nichts mit Punkrock anfangen können. Eine Sache, die mir aufgefallen ist: Oehmke ist erkennbar Fan, kein neutraler Beobachter. Das gibt dem Buch Wärme und Nähe, führt aber auch dazu, dass besonders heikle Themen – etwa die Auseinandersetzung mit den Böhsen Onkelz – nicht in der Tiefe behandelt werden, wie sie es bei einem distanzierteren Autor würden. Das schmälert die Begeisterung nicht, ist aber etwas, das man wissen sollte: Du bekommst eine wohlwollende, kluge Biografie, keine investigative Abrechnung. Mir persönlich hat das nichts ausgemacht – Oehmke ist auch in seiner Bewunderung kritisch und scheut keine schwierigen Fragen. Aber wenn du komplette Schonungslosigkeit erwartest, solltest du das berücksichtigen. Für mich überwiegen die Stärken so deutlich, dass es bei der vollen Sternzahl bleibt. Mein Fazit: „Am Anfang war der Lärm“ ist eine der besten Musiker-Biografien, die ich je gelesen habe, und das, obwohl ich kein Toten-Hosen-Fan bin. Philipp Oehmke schreibt mit der Brillanz eines Top-Reporters und macht aus einer Bandgeschichte ein kulturhistorisches Porträt einer ganzen Generation. Wer sich für deutsche Popkultur, für Freundschaft, für Erwachsenwerden im Punkrock oder einfach für gute Reportage-Literatur interessiert, sollte unbedingt zugreifen. Das Buch macht sogar Lust, die Musik der Hosen mit neuen Ohren zu hören. Ein perfektes Geschenk für Fans, aber genauso für alle, die kluge, gut geschriebene Sachbücher lieben. Mein klarer Tipp: Auch wenn du dachtest, das Thema sei nichts für dich – gib dem Buch eine Chance. Du wirst überrascht sein. Empfehlenswert selbstverständlich für eingefleischte Toten-Hosen-Fans, die alles über ihre Band wissen wollen. Aber genauso für Menschen, die sich für deutsche Pop- und Musikgeschichte interessieren, für Fans guter Reportage-Literatur, für alle, die kluge Sachbücher über Freundschaft, Erwachsenwerden und gesellschaftlichen Wandel schätzen. Auch ein hervorragendes Geschenk zum Geburtstag, Vatertag oder Weihnachten für musik- und kulturinteressierte Menschen jeden Alters. Eher nichts für Leser:innen, die literarisch ausgefeilte Prosa erwarten – das Buch ist klar Reportage-geprägt, nicht romanhaft. Auch nichts für dich, wenn du investigative, schonungslos kritische Biografien suchst – Oehmke ist wohlwollender Beobachter, kein anklagender Aufdecker. Wer sich ausschließlich für reine Faktensammlungen wie Diskografie oder Tourdaten interessiert, sollte zu Standardwerken oder Nachschlagewerken greifen.

5

Als Tote Hosen Fan ein muss!

Das Buch war klasse und man hatte viele Einblicke wie es hinter der Bühne so läuft. Wirklich interessant. Habe nichts zu meckern an diesem Buch.

4

Diese Biographie ist nicht nur ein Muss für jeden Tote-Hosen-Fan, sondern aus sehr interessant für "Gelegenheits-Hörer". Ich selbst würde mich eher als zweiteres bezeichnen und lese kaum Sachbücher, doch diese Biographie hat mich mehr gefesselt, als so mancher Roman, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Trotz vieler Zeitsprünge kann man dem Inhalt problemlos folgen, da eher darauf geachtet wird, dass thematisch alles zusammenpasst.

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