Kästner, Kraftwerk, Cock Sparrer
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Description
Von Erich Kästner über seine »Opel-Gang« bis zu Billy Bragg – Campino spricht als Heinrich-Heine-Gastprofessor über Lyrik, das Songtexten und die Wirkung von Musik. Dabei wird er politisch und persönlich, erzählt von Düsseldorf und Kunst, vom Einfluss des englischen Punk, von deutscher Nazi-Vergangenheit und dem eigenen Älterwerden. Seine Gedanken sind ein inspirierender, leichtfüßiger Gang durch die deutsche Zeitgeschichte und die eigenen, in vierzig Jahren entstandenen Texte. Der Band enthält alle vorgetragenen Songs und Gedichte und wird ergänzt um exklusive neue Texte und Passagen.
Book Information
Author Description
Campino, der mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt, wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Er ist der Frontmann der Düsseldorfer Band "Die Toten Hosen", zu deren Gründungsmitgliedern er auch gehört. Als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter wuchs er in Düsseldorf auf, verbrachte aber viel Zeit bei seiner Verwandtschaft in England und ist seit Jahrzehnten glühender Fan des Liverpool FC, dessen Spiele er regelmäßig im Stadion verfolgt.
Posts
Nicht nur für Fans Etwas ! 🖤
Ich bin großer Fan von den Toten Hosen. Daher konnte ich gar nicht anders als das Buch zu lesen. In dem Buch geht es darum, dass Campino an einer Universität Gastprofessor war, und berichtet quasi darüber. Er redet darin über unter anderem zeitlose Musik und Gedichte jeder Art. Das Buch ist definitiv nicht nur was für Fans von Campino oder den Toten Hosen, sondern auch für Leute, die sich für Lyrik interessieren.🖤

Auch wenn ich Toten Hosen Fan der (meiner) ersten Stunde bin und ihre Lieder schon lange mein Leben begleiten, hatte ich Campinos neues Buch nicht so richtig auf dem Schirm. Obwohl ich "Hope Street" wirklich gelungen fand und gerne gelesen habe. Mit dem Zusatz diesen Buches "Eine Liebeserklärung an die Gebrauchslyrik" hat man mich aber tatsächlich nicht gecatched. Umso froher bin ich, das Buch geschenkt bekommen zu haben. Was mir nämlich nicht klar war, dass eine Gastprofessur von Campino an der Hochschule Düsseldorf dem zugrunde liegt. Es sind zwei verschriftliche Vorlesungen von ihm zum Thema Texte und Kommunikation. Und das liest sich tatsächlich flüssig, kurzweilig und auch für Nicht-Toten-Hosen-Fans bestimmt nicht uninteressant. Campino erzählt von seinen Inspirationen und setzt diese immer wieder in einen Kontext zu seinen eigenen Werken und dem Zeitgeist. Er berichtet über Stolpersteinen und missglückte Text-Kommunikation und setzt sich durchaus kritisch mit seinem Schaffen auseinander. Dabei wirkt er gerade im zweiten Teil deutlich reflektierter als manch anderer "alter weißer Mann" seiner Generation. Das Buch hat mir wirklich ein paar schöne Lesestunden beschert.

Selbstreferenzielle Nabelschau
Versucht man im ersten Teil wenigstens noch, dem Vorwurf des Etikettenschwindels zu entgehen und erörtert halbwegs gelungen die Stärken und Schwächen deutscher Gebrauchslyrik, handelt es sich bei der zweiten Hälfte um eine weitestgehend mühsame Quälerei in den trostlosen Geröllhalden des Zeitgeists. Alles sehr auf das eigene Schaffen bezogen und mit spärlichen Erkenntniswert gekrönt
Seine Lesung in der Uni in Düsseldorf, die er als Gastdozent halten konnte. Campino hat sie so wie er sie gehalten hat, als Buch raus gebracht. Was ich ziemlich interessant und gut finde. In der ersten Lesung erzählt wie er Texte für Lieder schreibt. Was da der unterschied zu einem Dichter ist. Wie er das erste Mal mit Lyrik in Kontakt kam und auch offen zugibt dass er der Lyrik lange den Rücken gekehrt hat, weil es in der Schule mit ihr einfach nicht funktionieren wollte. Er dann aber doch seinen Weg fand. Auch Lieder, die ihn inspiriert haben in seiner Jugend und Anfangszeit als Musiker stellt er in diesem Teil des Buches vor. Gerne auch mal mit den Songtexten. In der zweiten Lesung geht es um die Kakophonie. Beginnend mit der Verbreitung durchs Internet z. B. In fake News und die Kommentare die eine eigene Dynamik entwickeln. Auch dazu hat er Liedtexte. Auch Beispiele, wie sich so etwas wie ein kleines Lauffeuer verbreiten kann und wie die Seiten einzelne Sätze aus Kontext ziehen, um damit etwas regelrecht für die Klickzahlen zu generieren. Aber auch Kommentar die er zu einem Bericht über seine Lesung bekommen hat, hat er gezeigt. Campino hat hier zum Nachdenken anregen können aber auch zum schmunzeln. Man sieht vieles was man bestätigen und wo man erstaunt schauen kann. Mir hat diese kurze Reise in seine Gedanken sehr gefallen, weshalb ich hier gerne 4 Schmetterlinge vergebe.
Es ist einfach schön, dass Campino auch als "alter weißer Mann" nur Dinge schreibt, die ich so unterschreiben kann. Er reflektiert sich selbst und seine Texte und man kann viel über seine Inspirationen und Parallelen zu bekannten Schriftstellern und Lyrikern lernen. Sicher nicht nur für Fans interessant, aber doch vor allem für Fans.
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Von Erich Kästner über seine »Opel-Gang« bis zu Billy Bragg – Campino spricht als Heinrich-Heine-Gastprofessor über Lyrik, das Songtexten und die Wirkung von Musik. Dabei wird er politisch und persönlich, erzählt von Düsseldorf und Kunst, vom Einfluss des englischen Punk, von deutscher Nazi-Vergangenheit und dem eigenen Älterwerden. Seine Gedanken sind ein inspirierender, leichtfüßiger Gang durch die deutsche Zeitgeschichte und die eigenen, in vierzig Jahren entstandenen Texte. Der Band enthält alle vorgetragenen Songs und Gedichte und wird ergänzt um exklusive neue Texte und Passagen.
Book Information
Author Description
Campino, der mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt, wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Er ist der Frontmann der Düsseldorfer Band "Die Toten Hosen", zu deren Gründungsmitgliedern er auch gehört. Als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter wuchs er in Düsseldorf auf, verbrachte aber viel Zeit bei seiner Verwandtschaft in England und ist seit Jahrzehnten glühender Fan des Liverpool FC, dessen Spiele er regelmäßig im Stadion verfolgt.
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Nicht nur für Fans Etwas ! 🖤
Ich bin großer Fan von den Toten Hosen. Daher konnte ich gar nicht anders als das Buch zu lesen. In dem Buch geht es darum, dass Campino an einer Universität Gastprofessor war, und berichtet quasi darüber. Er redet darin über unter anderem zeitlose Musik und Gedichte jeder Art. Das Buch ist definitiv nicht nur was für Fans von Campino oder den Toten Hosen, sondern auch für Leute, die sich für Lyrik interessieren.🖤

Auch wenn ich Toten Hosen Fan der (meiner) ersten Stunde bin und ihre Lieder schon lange mein Leben begleiten, hatte ich Campinos neues Buch nicht so richtig auf dem Schirm. Obwohl ich "Hope Street" wirklich gelungen fand und gerne gelesen habe. Mit dem Zusatz diesen Buches "Eine Liebeserklärung an die Gebrauchslyrik" hat man mich aber tatsächlich nicht gecatched. Umso froher bin ich, das Buch geschenkt bekommen zu haben. Was mir nämlich nicht klar war, dass eine Gastprofessur von Campino an der Hochschule Düsseldorf dem zugrunde liegt. Es sind zwei verschriftliche Vorlesungen von ihm zum Thema Texte und Kommunikation. Und das liest sich tatsächlich flüssig, kurzweilig und auch für Nicht-Toten-Hosen-Fans bestimmt nicht uninteressant. Campino erzählt von seinen Inspirationen und setzt diese immer wieder in einen Kontext zu seinen eigenen Werken und dem Zeitgeist. Er berichtet über Stolpersteinen und missglückte Text-Kommunikation und setzt sich durchaus kritisch mit seinem Schaffen auseinander. Dabei wirkt er gerade im zweiten Teil deutlich reflektierter als manch anderer "alter weißer Mann" seiner Generation. Das Buch hat mir wirklich ein paar schöne Lesestunden beschert.

Selbstreferenzielle Nabelschau
Versucht man im ersten Teil wenigstens noch, dem Vorwurf des Etikettenschwindels zu entgehen und erörtert halbwegs gelungen die Stärken und Schwächen deutscher Gebrauchslyrik, handelt es sich bei der zweiten Hälfte um eine weitestgehend mühsame Quälerei in den trostlosen Geröllhalden des Zeitgeists. Alles sehr auf das eigene Schaffen bezogen und mit spärlichen Erkenntniswert gekrönt
Seine Lesung in der Uni in Düsseldorf, die er als Gastdozent halten konnte. Campino hat sie so wie er sie gehalten hat, als Buch raus gebracht. Was ich ziemlich interessant und gut finde. In der ersten Lesung erzählt wie er Texte für Lieder schreibt. Was da der unterschied zu einem Dichter ist. Wie er das erste Mal mit Lyrik in Kontakt kam und auch offen zugibt dass er der Lyrik lange den Rücken gekehrt hat, weil es in der Schule mit ihr einfach nicht funktionieren wollte. Er dann aber doch seinen Weg fand. Auch Lieder, die ihn inspiriert haben in seiner Jugend und Anfangszeit als Musiker stellt er in diesem Teil des Buches vor. Gerne auch mal mit den Songtexten. In der zweiten Lesung geht es um die Kakophonie. Beginnend mit der Verbreitung durchs Internet z. B. In fake News und die Kommentare die eine eigene Dynamik entwickeln. Auch dazu hat er Liedtexte. Auch Beispiele, wie sich so etwas wie ein kleines Lauffeuer verbreiten kann und wie die Seiten einzelne Sätze aus Kontext ziehen, um damit etwas regelrecht für die Klickzahlen zu generieren. Aber auch Kommentar die er zu einem Bericht über seine Lesung bekommen hat, hat er gezeigt. Campino hat hier zum Nachdenken anregen können aber auch zum schmunzeln. Man sieht vieles was man bestätigen und wo man erstaunt schauen kann. Mir hat diese kurze Reise in seine Gedanken sehr gefallen, weshalb ich hier gerne 4 Schmetterlinge vergebe.










