Generation Angst

Generation Angst

Hardback
4.155

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Description

Die deutsche Ausgabe des «New York Times»-Nr.-1-Bestsellers «The Anxious Generation»

Drei technologische und mediale Megatrends bestimmten die frühen 2010er-Jahre: Smartphones, Social-Media-Plattformen und die Selfie-Kultur. Das Ergebnis: Eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen verwendete mehrere Stunden am Tag darauf, durch die Beiträge von Influencer:innen und mehr oder weniger fremden Nutzer:innen zu scrollen, statt sich mit Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld auseinanderzusetzen, mit ihnen zu spielen, zu sprechen oder auch nur Blickkontakt aufzunehmen. Die Mitglieder der Generation Z, die als Erste ihre Pubertät mit den neuen Medien in der Tasche durchlebten, wurden so zu Testpersonen für das Aufwachsen in einer radikal umgestalteten, zunehmend digitalen Umgebung.

Die Folgen dieses Experiments waren, wie Jonathan Haidt auf Grundlage umfangreichen Datenmaterials zeigt, katastrophal – und sie betreffen auch die heute Heranwachsenden. Die schnellste und allumfassendste Neuverdrahtung menschlicher Beziehungen führte dazu, dass sich die mentale Gesundheit der Kinder und Jugendlichen rapide und dauerhaft verschlechtert hat. Dieser Entwicklung müssen wir jetzt entgegentreten: Haidt erklärt, was Regierungen, Schulen und Eltern tun können, um Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Personal Development
Format
Hardback
Pages
448
Price
26.80 €

Author Description

Jonathan Haidt ist Sozialpsychologe und Professor an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. Die Macht der Moral, Ergebnis jahrzehntelanger Forschung und zahlreicher Studien zum Thema, erschien im englischen Original 2012 und wurde in den USA zu einem Bestseller. Haidts Buch Generation Angst (2024) stand direkt nach Erscheinen auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste, weltweit wurden mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft.

Posts

21
All
4

Das Buch beschäftigt sich mit dem deutlichen Anstieg von psychischen Erkrankungen, v.a. Ängste und Depressionen, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2010. Dazu werden zunächst die Entwicklungsvorgänge im Gehirn und damit zusammenhängende Bedürfnisse beleuchtet. Dies erfolgt anschaulich und gut nachvollziehbar. Im folgenden geht es um die Veränderungen im aufwachsen von Kindern seit Beginn der 2000er Jahre, die zunehmende Verfügbarkeit von Internet und Social Media und den Rückgang der „spielbasierten Kindheit“ und die Auswirkungen dieser Veränderungen im Hinblick auf die o.g. Vorgänge und Bedürfnisse. Der Autor sieht hier einen wesentlichen Zusammenhang mit dem Anstieg der psychischen Erkrankungen und legt das ausführlich und Geschlechter differenziert dar. Er zitiert viele Studien, ergänzt diese aber auch durch konkrete, teilweise persönliche Beispiele. Abschließend geht es um eventuelle Ansatzpunkte für aus seiner Sicht sinnvolle Veränderungen, z.B. im Hinblick auf Unternehmen, Politik und Gesellschaft. Hier wird die Ausrichtung an der amerikanischen Lebensweise besonders deutlich, auch wenn Überlegungen und Ideen grundsätzlich interessant und auch für andere Länder übertragbar sein könnten. Insgesamt informativ und interessant, vor allem die Erklärungsmodelle waren git und nachvollziehbar dargestellt. Von den individuellen Anregungen hätte es etwas mehr geben dürfen.

4.5

Wie wirkt sich eine Smartphonebasierte Kindheit auf das Individuum und die Gesellschaft aus? Dies ist der Inhalt dieses Buches und jeden Interessierten / jede Interessierte kann ich die Lektüre nur empfehlen. Alles wird mit Studien belegt (und für etwaige Änderungen oder neue Belege, gibt es sogar eine Website, die den Inhalt des Buches fortführt bzw. stetig ergänzt (sehr löblich). Einziger Kritikpunkt: einige Wiederholungen und die Tatsache, dass es sich vor allem auf die Situation in den USA bezieht (wovon unsere Gesellschaft jedoch nicht weit entfernt ist). Tipps und Hilfsvorschläge runden das Ganze ab. Am Ende liegt es jedoch an jeder / jedem Einzelnen zu Handeln (im Interesse nachfolgender Generationen).

4

Dieses Buch entlarvt, wie Social Media & Co. unsere Psyche heimlich zerstören – ein Weckruf, den wirklich jeder gelesen haben sollte!

Als ich „Generation Angst“ zur Hand nahm, war mir bewusst, dass es kein leichtes, sondern ein dringendes Buch sein würde. Dass es sogar auf Barack Obamas Leseliste 2024 stand, zeigt schon, wie sehr es den Nerv der Zeit trifft. Der Autor legt eindrücklich dar, wie die technologische Entwicklung – von sozialen Medien bis hin zur allgegenwärtigen Digitalisierung – nicht nur unsere Gesellschaft formt, sondern sich tief in unsere Psyche eingräbt. Besonders spannend fand ich die Perspektive auf die Gen Z: eine Generation, die mit dem Smartphone in der Hand aufgewachsen ist und dadurch völlig andere Prägungen erfahren hat. Da ich selbst dieser Generation angehöre, konnte ich vieles sofort nachvollziehen und habe mich in manchen Kapiteln regelrecht wiedergefunden. Gleichzeitig bleibt das Buch keineswegs auf eine Altersgruppe beschränkt. Auch ältere Generationen erhalten wertvolle Einblicke, etwa wenn es um Veränderungen in der Erziehung geht – Stichwort Überbehütung. So schafft es der Autor, die Themen nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch gesellschaftlich relevant aufzubereiten. Besonders gelungen fand ich den Schreibstil: Trotz des sachlichen Inhalts ist das Buch leicht verständlich, beinahe erzählerisch geschrieben. Grafiken und kurze Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels erleichtern den Lesefluss zusätzlich. Allerdings empfand ich den letzten Teil des Buches als etwas langatmig und schwächer im Vergleich zu den vorherigen Kapiteln – deshalb vergebe ich „nur“ vier Sterne. Fazit: „Generation Angst“ ist ein brandaktuelles, aufrüttelndes Werk, das ich ohne Zögern weiterempfehlen kann. Es hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt eindringlich, wohin uns der ungebremste technologische Wandel führen könnte. Wer verstehen möchte, warum unsere Zeit so von Unsicherheit geprägt ist – und was wir dagegen tun können – sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Dieses Buch entlarvt, wie Social Media & Co. unsere Psyche heimlich zerstören – ein Weckruf, den wirklich jeder gelesen haben sollte!
4

Wichtiges Buch in unserer jetzigen Zeit

Nur 4 Sterne statt 5, da es ja immer alle paar Jahre neue Erkenntnisse gibt … generell eine gute Lektüre , die viele der heutigen Probleme aufgreift, die durch den nicht mehr zu vermeidenden Medienkonsum entstehen. Menschen die vor 1990 geboren sind, haben meist keine dieser Probleme, haben aber Überschneidungen durch Interaktionen mit jüngeren Menschen. Diese sehen das Ganze natürlich völlig anders, weil unter anderen Bedingungen aufgewachsen, alle Generationen können aber denke ich nachvollziehen, was woraus resultiert und das tollste ist, das zu jedem Problem gleich die Lösung mitgeliefert wird. Die Lösungen klingen zum Teil verrückt einfach-die Umsetzung in unserer digitalen Welt ist allerdings eine Herausforderung. Fazit: Was man vorlebt funktioniert. Wenn Eltern den ganzen Tag online sind, sind Tadel bei den Kindern fehl am Platz.

5

Hörbuch. Es geht um eine großes gesellschaftliches Thema.

3.5

Eine smartphonebasierte Kindheit - Ihr Grundstein und die daraus resultierenden Probleme (psychischen Ursprungs)

Ein Sachbuch welches wirklich "drastisch" und kritisch die Ursprünge der fortschreitenden Technologien beäugt. Hierbei wird Bezug auf vor allem das Nutzen von Smartphones mit Social Media und Co. auf die heranwachsende Generation (Z) Stellung genommen. Bezug dazu was dies mit der jeweiligen Generation und ihrer physischen und psychischen Gesundheit auf Dauer macht. Zu den Groben oberen Themenpunkten, bei denen jeweils sowohl auf die Jungen, als auch auf die Mädchen in separaten Kapiteln eingegangen wurden, konnte sich mir einiges schon vorher erschließen. Es handelt sich hierbei um nichts "Neues" oder "Bahnbrechendes" was man dort liest. Vor allem könnte ich mir jedoch vorstellen, wenn man zu der Generation evtl. auch noch gehört, wird einem bewusst, wie schlecht sich vieles durch diese smartphonebasierte Zukunft noch entwickeln kann/wird. Gerade im Bezug auf psychische Erkrankungen (z.B. Angststörungen, einhergehende Depressionen) Natürlich gibt es in den letzten Kapiteln genaue Ansätze, Ratschläge, Vorschläge und vom Autor eigene Erfahrungsberichte, um die Zukunft "besser" gestalten zu können. Welche ich grundlegend super finde, jedoch glaube ich braucht dies für z.B. bereits bestehende/werdende Eltern enorm viel Mut diese durchzusetzen. Gerade wenn ich daran denke, wie "normal" es in unserer immer mehr gestressten Gesellschaft geworden ist mit dieser "so zum greifen nahe" schnellen Technik bei Kinder für unmittelbare Ablenkung zu sorgen. Eine kleine Kritik meinerseits wäre, dass lediglich auf die Missstände in den USA zu dem Thema eingegangen wird. Wobei wir hierbei nicht weit entfernt desselben Schicksals sind und einiges daraus herzuleiten ist. Was mir dennoch sehr positiv aufgefallen ist, dass der Autor das Buch stets und ständig weiterführen wird. Hierzu sind in dem Buch einige Websites markiert, indem der Autor das Buch auf den aktuellsten Stand halten wird. Auch geht er unter Anderem minimal und kurz am Ende auf die aktuelle Debatte zu den "Geschlechterrollen" ein. Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass dieses Buch für diejenigen zu empfehlen ist, die entweder der besagten Generation Z angehören, werdende/bereits Eltern, Lehrer und z.B. Menschen in sozial - und pädagogischen Berufen, Menschen die diese Thematik generell interessant finden, oder all diejenigen die ihren Konsum zu besagten Plattformen (Instagram, TikTok und Co.) gern hinterfragen und überdenken würden.

Eine smartphonebasierte Kindheit - Ihr Grundstein und die daraus resultierenden Probleme (psychischen Ursprungs)
4

Informativ und augenöffnend!

In Generation Angst analysiert der Sozialpsychologe Jonathan Haidt, wie gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte – insbesondere der Einfluss sozialer Medien, übermäßiger Schutz von Kindern und veränderte Erziehungsmuster – dazu geführt haben, dass viele junge Menschen heute ängstlicher und weniger resilient auf das Leben reagieren. Haidt verbindet wissenschaftliche Studien mit eindrucksvollen Beispielen und zeigt zugleich Wege auf, wie Eltern, Schulen und die Gesellschaft insgesamt zu mehr seelischer Stärke und Selbstständigkeit beitragen können. 💬 Ich empfand das Buch als sehr informativ und augenöffnend. Viele der vorgestellten Gedanken und Empfehlungen habe ich als wertvolle Hilfestellungen erlebt und möchte versuchen, einige davon in unseren Familienalltag zu integrieren. Besonders die praktischen Ansätze zur Förderung von Eigenverantwortung und digitaler Achtsamkeit fand ich überzeugend. 🙌🏻 Allerdings hatte das Buch stellenweise Längen – einige Inhalte wiederholten sich, und die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels empfand ich persönlich als überflüssig. Dennoch überwiegt für mich der positive Gesamteindruck: Generation Angst ist ein wichtiges und aufrüttelndes Buch, das zum Nachdenken anregt und konkrete Impulse für ein bewussteres, mutigeres Aufwachsen bietet. 👌🏻

4

Sehr wichtige Auseinandersetzung mit den Folgen von Smartphones und Social Media seit den 2010er Jahren auf die Generation Z.

Große Learnings des Buches: Seit 2010 haben sich zwei Dinge maßgeblich verändert. Die spielbasierte Kindheit wurde eingeschränkt und die smartphonebasierte Kindheit ungefiltert eingeführt. Das Resultat: Angststörungen, Entwicklungsstörungen und Depressionen bei Heranwachsenden - der Generation Z. Zunächst startet das Buch mit vielen Studien, die die Auswirkungen emprisch stützen. Die Psychologie Heranwachsender wird erläutert und Ansätze entwickelt, wie man die Entwicklungen dieses problematischen Zweigestirns durchbrechen kann. Eine sehr informative und kurzweilige Lektüre, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Social Media ist einfach Murks und ich bin gespannt auf das nächste Buch des Autors über die demokratischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Einzig die vielen Wiederholungen und Regieanweisungen (Im Folgenden werde ich ...) empfand ich als störend.

5

Wow. Super wichtiges Buch! Absolute Leseempfehlung - vor allem für alle Eltern!!!

5

Das Buch behandelt den Zusammenhang zwischen extremer Gefahrenabwehr im echten Leben, soziale Medien, die ohne Einschränkungen genutzt werden können und die daraus resultierenden Gesellschaft. Es ist sachlich geschrieben und viele Punkte kann ich nachvollziehen, aber ich würde die modernen Technologien nicht so stark beschränken, wie er es möchte, sondern einen sicheren Umgang ermöglichen. Denn 16 finde ich für ein Smartphone viel zu spät.

4.5

Wichtiges Buch, kommt leider schon viel zu spät. Wir gehen viel zu leichtfertig mit dem Thema Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen um, sowohl in Schulen als auch zu Hause. Die Folgen sind bereits sichtbar. Der Autor zeigt viele Statistiken, Beispiele und auch Lösungsansätze.

3.5

Sehr aufschlussreich

Da ich für dieses Thema sehr brenne, kann ich das Buch empfehlen. Es gibt viele Beispiele aus dem Alltag und Tipps, wie man die Problematik angehen kann. Da es ein Sachbuch ist, liest es sich natürlich nicht so spannend wie einen Roman. Leider bezogen sich alle Statistiken nur auf den amerikanischen Raum, allerdings glaub ich nicht, dass es hier anders ist…

4

Rezensionsexemplar | 4⭐️ Als Teil der Gen Z und angehende Lehrerin hat mich „Generation Angst“ besonders interessiert. Nichts ist aktueller als Social Media und ihre Einflüsse auf uns Menschen, weshalb ich unbedingt erfahren wollte, was die Forschung dazu sagt. „Generation Angst“ hat mir in einigen Aspekten die Augen geöffnet, mir dabei geholfen, mich und meine Mitmenschen besser zu verstehen und in mir den Wunsch erweckt, eine Veränderung für die zukünftigen Generationen zu vollziehen. Danke an die Empfehlung von @learnlearningwithcaroline auf Instagram für dieses Buch, ich werde es nicht so schnell vergessen!

5

Ein Muss-Buch für zukünftige Eltern, Erzieher, Pädagogen und Menschen, denen der optimale Verlauf der Kindheit und Jugend am Herzen liegt!! Der Autor schildert überzeugend und eindrucksvoll, wie sich das Leben der Kinder und Jugendlichen mit der Einführung des Smartphones verändert hat, und er sieht direkte Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Mich hat es überzeugt: Back to the roots - Lasst Kinder spielen- ohne Bildschirme 👍😊

4

Ein sehr wichtiges Buch. Auch Erwachsene können für sich daraus Tipps ziehen. Es regt zum Nachdenken und Umdenken hat, bestärkt eine bildschirmfreie Kindheit und zeigt die Gefahren der sozialen Medien gut auf. Tatsächlich fand ich es als Hörbuch noch mal packender als geschrieben, da die Schrift mir oft zu klein war. Man kann gut hören und parallel immer wieder mitlesen/ wichtiges markieren

4.5

Eines der besseren Bücher in diesem Themengebiet

Jonathan Haidt hat es geschafft, dieses komplexe Thema sehr gut zu beschreiben und mich an das Buch zu binden. Ich denke, dass dieses Buch ein Augenöffner für viele Eltern sein kann!

4

Augenöffned, obwohl es mich zunehmend verärgert hat wie der Autor das Smartphone an sich und Social Media gleichsetzt. Durch die Familenfreigabe auf iOS lässt sich klar steuern welche Apps das Kind installieren kann. Ein Smartphone ist auch für Lernspiele, Kinderspiele, etc. da, der Autor geht aber dauernd davon aus, dass das Smartphone und Instagram eins ist.

5

Sehr informativ und kurzweilig geschrieben.

4

Super wichtiges Buch, vor allem für Eltern und alle, die mit Kindern und Jugendlichen zutun haben. Mich haben besondere die Hintergründe und Auswirkungen der intensiven Smartphone Nutzung interessiert. Im letzten Teil geht es dann vor allem darum, was Eltern tun konnen. Einziger Kritikpunkt sind die vielen Wiederholungen.

4.5

„Was wir unseren Kindern mit dem Smartphone wirklich antun“

Generation Angst von Jonathan Haidt ist kein gemütliches Lesebuch, sondern ein Weckruf – vor allem für Eltern, Lehrer:innen und alle, die mit jungen Menschen zu tun haben. Haidt zeichnet nach, wie sich Kindheit in den letzten 10–15 Jahren radikal verändert hat: weniger freie Zeit draußen, weniger echte Abenteuer, mehr Überbehütung – und gleichzeitig ein Leben, das sich immer stärker im Smartphone und auf Social Media abspielt. Er verbindet Studien, Statistiken und Psychologie mit vielen anschaulichen Beispielen und kommt zu einer unbequemen Botschaft: Diese „digitalisierte Kindheit“ macht viele Jugendliche ängstlicher, unsicherer, depressiver – besonders Mädchen. Zugleich bleibt er nicht im Alarmmodus hängen, sondern macht konkrete Vorschläge: spätere Smartphones, deutlich weniger Social Media, phonefreie Schulen, mehr echte Freiheit und Verantwortung im Alltag der Kinder. Man muss nicht jede seiner Thesen zu 100 % teilen, um sich ertappt zu fühlen. Das Buch stellt sehr direkte Fragen: Wie wollen wir, dass unsere Kinder aufwachsen? Und was sind wir bereit, dafür zu ändern? Es ist unbequem – aber gerade deshalb wichtig.

Wie sich die Kindheit in den letzten 30 Jahren verändert hat

Haidt und sein Team argumentieren, dass sich seit den 1990er Jahren das Aufwachsen der Kinder durch zwei Trends maßgeblich verändert hat. 1. Safetyism/ Überbehütung 2. Die zunehmende Digitalisierung Diese Veränderungen führen u.a. zu einem Anstieg an psychischen Problemen bei Kindern und Jugendlichen. Kinder und Jugendlichen verbringen immer mehr Zeit alleine, zuhause vor einem oder mehreren Bildschirmen. Diese Zeit fehlt ihnen, um wichtige Erfahrungen im realen Leben mit Gleichaltrigen zu machen. Dadurch kommt es zu Entwicklungsverzögerungen und einer mangelnden Sozialisation, die allerhand Probleme verursachen. Diese Probleme begleiten die Kinder und Jugendliche ihr Leben lang und verändern unsere Gesellschaft grundlegend. Wenn Kinder nicht mehr lernen miteinander zu reden, zu diskutieren und Konflikten zu lösen, werden sie es als Erwachsene auch nicht können. Am Ende des Buches sammelt Jonathan Haidt Forderungen an die Politik und die Tech Unternehmen, um Kinder und Jugendliche besser vor den negativen Auswirkungen der sozialen Medien und Videospielen zu schützen. Gleichzeitig appelliert er an Eltern und Schulen, den Kindern und Jugendlichen wieder mehr Gelegenheiten zum gemeinsamen freien Spiel zu geben. Am besten unbeaufsichtigt an der frischen Luft im Grünen.

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