Middlesex
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Description
Dieser Cal Stephanides ist es, der uns von der mehr als siebzig Jahre umspannenden Lebens- und Liebesgeschichte seiner griechischen Einwandererfamilie erzählt. Er berichtet von Seidenraupen und Rumschmuggel und einer Klarinette, die auf der Haut eines Mädchens schmachtende Töne erzeugt. Er erzählt vom heiligen Christophorus, der Miltons Leben rettet, und von der Niederlage des Nebenbuhlers Father Mike. Vor allem aber erzählt er von dem, was sich die griechischen Götter nicht haben träumen lassen: von Vererbung und der Achterbahnfahrt eines Gens, von den Verworrenheiten des Geschlechts.
Mit überbordender Phantasie schöpft Jeffrey Eugenides aus einem Reichtum an Geschichten, bündelt sie zu einer virtuosen Mischung aus modernem Gesellschafts- und pikareskem Abenteuerroman. Sein als literarisches Ereignis gefeiertes Buch ist «ein zutiefst berührendes Porträt einer leidenschaftlich ins 20. Jahrhundert Amerikas verstrickten Familie», schrieb die New York Times, «ein Roman von turmhoher Kraft».
Book Information
Author Description
Jeffrey Eugenides, geboren 1960 in Detroit/Michigan, bekam 2003 für seinen weltweit gefeierten Roman „Middlesex“ den Pulitzer-Preis und den „Welt“-Literaturpreis verliehen. Sein erster Roman „Die Selbstmord-Schwestern“ wurde 1999 von Sofia Coppola verfilmt. Außerdem veröffentlichte er die Anthologie „Der Spatz meiner Herrin ist tot. Große Liebesgeschichten der Weltliteratur“ und den Roman „Die Liebeshandlung", für den er den Prix Fitzgerald und den Madame Figaro Literary Prize erhielt. Er lehrt als Lewis and Loretta Glucksman Professor Amerikanische Literatur an der New York University in New York.
Posts
Heute möchte ich euch das Buch „Middlesex“ von Jeffrey Eugenides, erschienen im Jahre 2002, vorstellen. Die deutsche Übersetzung ist von Eike Schönfeld. Es handelt sich hierbei um eine Familiensaga, die 2003 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und 2015 in die BBC-Auswahl der 20 besten Romane von 2000 bis 2014 aufgenommen wurde. Calliope Stephanides wurde mit einem genetischen Defekt geboren und findet im Laufe ihres Lebens heraus, dass sie intersexuell ist. Ihre persönliche Identitätssuche wird mit der Geschichte ihrer griechisch-amerikanischen Familie, die von den 1920er Jahren bis in die 1970er Jahre reicht, verknüpft. Es werden Themen wie Geschlecht, Identität und kulturelle Anpassung erforscht, während es zugleich die epische Familiengeschichte erzählt. Der Stil des Buches ist eine Mischung aus realistischer Erzählweise und literarischem Epos. Der Autor verwendet eine dichte, poetische Sprache, kombiniert mit Humor und einer tiefen emotionalen Sensibilität. „Middlesex“ ist reich an historischen und kulturellen Details, wobei es oft zwischen persönlicher Introspektion und groß angelegten Erzählungen der Familiengeschichte hin- und herwechselt. Der Schreibstil des Romans ist fließend, detailreich und lyrisch, mit einer Tendenz zu langen, kunstvollen Sätzen. Jeffrey Eugenides verwendet humorvolle und ironische Elemente, um die komplexen Themen zu durchdringen, und verbindet dabei ernste Inhalte mit leichten, unterhaltsamen Passagen. Er wechselt zwischen sachlicher Beschreibung und tiefen, emotionalen Reflexionen und schafft es, sowohl intime Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere als auch eine epische Erzählung der Familiengeschichte zu bieten. Besonders hervorzuheben ist die Ausarbeitung der intimen Identitätsfindungsgeschichte. Eugenides gelingt es, diese komplexen Themen, wie Geschlecht, genetische Vererbung, Migration und kulturelle Anpassung miteinander zu verweben, ohne dass eines davon oberflächlich bleibt. Die einfühlsame Darstellung von Calliopes intersexueller Identität und der damit verbundenen inneren Konflikte ist beeindruckend, da sie auf respektvolle und tiefgründige Weise behandelt wird. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Meisterwerk und kann es nur Allen empfehlen! Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen. ✨️

Als halbe Griechin/halbe Deutsche war es vom ersten Moment an ein superschönes, fesselndes 📖. Vielen Dank „Jeffrey Eugenides“ das du in deinem Meisterwerk „Middelsex“ auf 733 Seiten, deine geschichte des Familien Stammbaumes mit uns teilst. Die unterschiedlichen emotionalen Perspektiven der 3 Generationen und die teilweise lang verwobenen Sätze, haben mir einiges an Konzentration abverlangt und einige Tränen entlockt. Trotzdem würde ich es immer wieder lesen und jedem empfehlen.

Am Anfang war ich beim lesen ziemlich frustriert. Weil die Übergänge der Geschichte mir zu schnell gingen und ich nicht wusste in welcher Zeit ich gerade bin ( Bei den Eltern, Großeltern, Gegenwart). Die Geschichte war für mich sehr realistisch geschrieben. Ich musste nachschauen ob es eine wahre Geschichte ist.
Die hermaphrodite (fiktive) Hauptfigur Cal(liope) Stephanides erzählt als erwachsener seine Lebens- und Familiengeschichte. Die Familiengeschichte ist in drei Teile aufgegliedert. Es startet kurz nach dem ersten Weltkrieg mit seinen Großeltern. Die von Griechenland nach Amerika ausgewandert sind. Geht weiter mit der Geschichte seiner Eltern und im dritten Teil geht es um die junge Calliope. Jedes Kapitel startet mit dem gegenwärtigen Erzähler Cal.

Großartig geschrieben, lehrreich, sensibel und berührend.
Middlesex heißt das Haus in dem die Protagonisten teilweise leben. Es soll die Moderne in der Architektur einläuten. Gleichzeitig ist es auch eine Anspielung auf Hermaphrodismus, der eine tragende Rolle in diesem Roman hat. Jeffrey Eugenidis führt deine Leser:innen beinah einhundert Jahre in die Vergangenheit an den Ursprung seiner Geschichte. Was als biologische Abhandlung über rezessiv vererbte Gene anfängt, die die üblichen Geschlechter Vorstellung aufbrechen, wird kurz darauf zur Geschichte über Migration, den USA und dessen politisches Wirken. Jede Generation der Familie Stephanidis wird dabei so lebhaft erzählt, dass man manchmal vergisst, ob es in dieser Geschichte einen Protagonisten gibt. Wir hüpfen in der Zeit und kennen den ausgewachsenen Cal, der deutlich mehr erzählen kann, als er eigentlich erlebt haben kann. Eugenidis nutzt dabei beinah filmische Erzählmethoden, die diese unglaublich realistischen Rückblenden amüsant und organisch wirken lassen. Am Ende ist Middlesex ein Roman, der viel mehr erzählt, als die Geschichte eines Hermaphroditen. Eine Leseempfehlung für alle!
Lefty und Desdemona Stephanides leben als Bruder und Schwester in einem kleinen Bergdorf oberhalb von Smyrna, das damals zu Griechenland gehörte. Als die türkischen Truppen näher rücken und die Stadt niederbrennen, fliehen die beiden nach Amerika. Auf der Überfahrt gestehen Sie sich ihre mehr als verwandschaftlichen Gefühle und heiraten. In Detroit leben sie als Frau und Mann, (fast) niemand kennt ihre Vergangenheit als Bruder und Schwester. Aus dieser Ehe kommen zwei Kinder und ein Enkel. Der Enkel erzählt diese, seine Geschichte. Die ersten vierzehn Jahre lebt der Enkel als Mädchen, Calliope, doch dann entdeckt er, dass er eigentlich eher ein Junge ist. Cal hat weibliche und männliche Geschlechtsmerkmale, er ist ein Hermaphrodit. Eine nicht alltägliche, facettenreiche Geschichte, die auch ein Bild der USA zwischen 1920 und 1970 zeigt. Eine Familiensaga aus der Sichtweise eines besonderen Familienmitgliedes. Das letzte Drittel des Buches, die eigentliche Geschichte von Cal, ist packend. Die ersten zwei Drittel, sozusagen die Vorgeschichte, ist teilweise etwas langatmig.
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Dieser Cal Stephanides ist es, der uns von der mehr als siebzig Jahre umspannenden Lebens- und Liebesgeschichte seiner griechischen Einwandererfamilie erzählt. Er berichtet von Seidenraupen und Rumschmuggel und einer Klarinette, die auf der Haut eines Mädchens schmachtende Töne erzeugt. Er erzählt vom heiligen Christophorus, der Miltons Leben rettet, und von der Niederlage des Nebenbuhlers Father Mike. Vor allem aber erzählt er von dem, was sich die griechischen Götter nicht haben träumen lassen: von Vererbung und der Achterbahnfahrt eines Gens, von den Verworrenheiten des Geschlechts.
Mit überbordender Phantasie schöpft Jeffrey Eugenides aus einem Reichtum an Geschichten, bündelt sie zu einer virtuosen Mischung aus modernem Gesellschafts- und pikareskem Abenteuerroman. Sein als literarisches Ereignis gefeiertes Buch ist «ein zutiefst berührendes Porträt einer leidenschaftlich ins 20. Jahrhundert Amerikas verstrickten Familie», schrieb die New York Times, «ein Roman von turmhoher Kraft».
Book Information
Author Description
Jeffrey Eugenides, geboren 1960 in Detroit/Michigan, bekam 2003 für seinen weltweit gefeierten Roman „Middlesex“ den Pulitzer-Preis und den „Welt“-Literaturpreis verliehen. Sein erster Roman „Die Selbstmord-Schwestern“ wurde 1999 von Sofia Coppola verfilmt. Außerdem veröffentlichte er die Anthologie „Der Spatz meiner Herrin ist tot. Große Liebesgeschichten der Weltliteratur“ und den Roman „Die Liebeshandlung", für den er den Prix Fitzgerald und den Madame Figaro Literary Prize erhielt. Er lehrt als Lewis and Loretta Glucksman Professor Amerikanische Literatur an der New York University in New York.
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Heute möchte ich euch das Buch „Middlesex“ von Jeffrey Eugenides, erschienen im Jahre 2002, vorstellen. Die deutsche Übersetzung ist von Eike Schönfeld. Es handelt sich hierbei um eine Familiensaga, die 2003 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und 2015 in die BBC-Auswahl der 20 besten Romane von 2000 bis 2014 aufgenommen wurde. Calliope Stephanides wurde mit einem genetischen Defekt geboren und findet im Laufe ihres Lebens heraus, dass sie intersexuell ist. Ihre persönliche Identitätssuche wird mit der Geschichte ihrer griechisch-amerikanischen Familie, die von den 1920er Jahren bis in die 1970er Jahre reicht, verknüpft. Es werden Themen wie Geschlecht, Identität und kulturelle Anpassung erforscht, während es zugleich die epische Familiengeschichte erzählt. Der Stil des Buches ist eine Mischung aus realistischer Erzählweise und literarischem Epos. Der Autor verwendet eine dichte, poetische Sprache, kombiniert mit Humor und einer tiefen emotionalen Sensibilität. „Middlesex“ ist reich an historischen und kulturellen Details, wobei es oft zwischen persönlicher Introspektion und groß angelegten Erzählungen der Familiengeschichte hin- und herwechselt. Der Schreibstil des Romans ist fließend, detailreich und lyrisch, mit einer Tendenz zu langen, kunstvollen Sätzen. Jeffrey Eugenides verwendet humorvolle und ironische Elemente, um die komplexen Themen zu durchdringen, und verbindet dabei ernste Inhalte mit leichten, unterhaltsamen Passagen. Er wechselt zwischen sachlicher Beschreibung und tiefen, emotionalen Reflexionen und schafft es, sowohl intime Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere als auch eine epische Erzählung der Familiengeschichte zu bieten. Besonders hervorzuheben ist die Ausarbeitung der intimen Identitätsfindungsgeschichte. Eugenides gelingt es, diese komplexen Themen, wie Geschlecht, genetische Vererbung, Migration und kulturelle Anpassung miteinander zu verweben, ohne dass eines davon oberflächlich bleibt. Die einfühlsame Darstellung von Calliopes intersexueller Identität und der damit verbundenen inneren Konflikte ist beeindruckend, da sie auf respektvolle und tiefgründige Weise behandelt wird. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Meisterwerk und kann es nur Allen empfehlen! Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen. ✨️

Als halbe Griechin/halbe Deutsche war es vom ersten Moment an ein superschönes, fesselndes 📖. Vielen Dank „Jeffrey Eugenides“ das du in deinem Meisterwerk „Middelsex“ auf 733 Seiten, deine geschichte des Familien Stammbaumes mit uns teilst. Die unterschiedlichen emotionalen Perspektiven der 3 Generationen und die teilweise lang verwobenen Sätze, haben mir einiges an Konzentration abverlangt und einige Tränen entlockt. Trotzdem würde ich es immer wieder lesen und jedem empfehlen.

Am Anfang war ich beim lesen ziemlich frustriert. Weil die Übergänge der Geschichte mir zu schnell gingen und ich nicht wusste in welcher Zeit ich gerade bin ( Bei den Eltern, Großeltern, Gegenwart). Die Geschichte war für mich sehr realistisch geschrieben. Ich musste nachschauen ob es eine wahre Geschichte ist.
Die hermaphrodite (fiktive) Hauptfigur Cal(liope) Stephanides erzählt als erwachsener seine Lebens- und Familiengeschichte. Die Familiengeschichte ist in drei Teile aufgegliedert. Es startet kurz nach dem ersten Weltkrieg mit seinen Großeltern. Die von Griechenland nach Amerika ausgewandert sind. Geht weiter mit der Geschichte seiner Eltern und im dritten Teil geht es um die junge Calliope. Jedes Kapitel startet mit dem gegenwärtigen Erzähler Cal.

Großartig geschrieben, lehrreich, sensibel und berührend.
Middlesex heißt das Haus in dem die Protagonisten teilweise leben. Es soll die Moderne in der Architektur einläuten. Gleichzeitig ist es auch eine Anspielung auf Hermaphrodismus, der eine tragende Rolle in diesem Roman hat. Jeffrey Eugenidis führt deine Leser:innen beinah einhundert Jahre in die Vergangenheit an den Ursprung seiner Geschichte. Was als biologische Abhandlung über rezessiv vererbte Gene anfängt, die die üblichen Geschlechter Vorstellung aufbrechen, wird kurz darauf zur Geschichte über Migration, den USA und dessen politisches Wirken. Jede Generation der Familie Stephanidis wird dabei so lebhaft erzählt, dass man manchmal vergisst, ob es in dieser Geschichte einen Protagonisten gibt. Wir hüpfen in der Zeit und kennen den ausgewachsenen Cal, der deutlich mehr erzählen kann, als er eigentlich erlebt haben kann. Eugenidis nutzt dabei beinah filmische Erzählmethoden, die diese unglaublich realistischen Rückblenden amüsant und organisch wirken lassen. Am Ende ist Middlesex ein Roman, der viel mehr erzählt, als die Geschichte eines Hermaphroditen. Eine Leseempfehlung für alle!
Lefty und Desdemona Stephanides leben als Bruder und Schwester in einem kleinen Bergdorf oberhalb von Smyrna, das damals zu Griechenland gehörte. Als die türkischen Truppen näher rücken und die Stadt niederbrennen, fliehen die beiden nach Amerika. Auf der Überfahrt gestehen Sie sich ihre mehr als verwandschaftlichen Gefühle und heiraten. In Detroit leben sie als Frau und Mann, (fast) niemand kennt ihre Vergangenheit als Bruder und Schwester. Aus dieser Ehe kommen zwei Kinder und ein Enkel. Der Enkel erzählt diese, seine Geschichte. Die ersten vierzehn Jahre lebt der Enkel als Mädchen, Calliope, doch dann entdeckt er, dass er eigentlich eher ein Junge ist. Cal hat weibliche und männliche Geschlechtsmerkmale, er ist ein Hermaphrodit. Eine nicht alltägliche, facettenreiche Geschichte, die auch ein Bild der USA zwischen 1920 und 1970 zeigt. Eine Familiensaga aus der Sichtweise eines besonderen Familienmitgliedes. Das letzte Drittel des Buches, die eigentliche Geschichte von Cal, ist packend. Die ersten zwei Drittel, sozusagen die Vorgeschichte, ist teilweise etwas langatmig.














