Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
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Description
Das Buch zum Film unter der Regie von Simon Verhoeven, mit Bruno Alexander in der Hauptrolle sowie mit Senta Berger, Karoline Herfurth, Tom Schilling u. a.
Der dritte Teil der Bestsellerserie »Alle Toten fliegen hoch«: Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg.
Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken.
Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt.
Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!
Book Information
Author Description
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Posts
Im dritten Teil des sechsteiligen Zyklus schreibt der Autor über seine Schauspielausbildung und den Aufenthalt bei den geliebten Großeltern während dieser Zeit. Meyerhoff jongliert meisterhaft mit Worten ,sein Schreibstil ist par excellent. Zum Lachen komische Szenen wechseln mit nachdenklichen oder traurigen Episoden ab. Eigentlich eine Schnellleserin,musste ich hier Tempo rausnehmen,um den eigenwilligen Wortkreationen gerecht zu werden. Die Protagonisten sind alle sympathisch und zugänglich gezeichnet. Einfach ein tolles Buch! Leseempfehlung!
Autobiographische Reise durch die Schauspielschule und das Leben bei den Großeltern. Phasenweise musste ich laut auflachen (erntete verständnislose Blicke vor allem im Bus auf dem Weg zur Arbeit), passiert mir sonst nicht allzu häufig! Die Beschreibung der Schauspielausbildung hatte ihre Längen, dass ich schon rein wegen dieser keine Ausbildung in diese Richtung in Betracht ziehen würde.
"Was, überlegte ich, braucht eigentlich mehr Kraft, mehr Mut: etwas durchzuhalten oder etwas abzubrechen?"
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ist eine Autobiografische Erzählung von Joachims Zeit bei seinen Großeltern und in der Schauspielschule mit lustigen Rückblenden aus seiner Kindheit. Es wird so grandios erzählt, jede Kleinigkeit wird erwähnt, ohne, dass es zu viel würde. Eine ganz neue Art, wie Szenen erzählt werden, eine ganz neue Perspektive. Es scheint fast, als führe jemand Tagebuch, aber sei selbst nicht wirklich anwesend, sondern beobachte nur. Dazu kommen noch wunderbare, beinahe schon philosophische Gedankengänge durch die Beobachtungen, über die man erstmal nachdenken muss. 💭 Dieses Buch war traurig, witzig, mitreißend und einfach schön und unterhaltsam. "Vielleicht ist ja das ganze Leben so, dachte ich: Man hinterlässt eine Spur. Dann überholt einen die eigene Spur. Und von da an verfolgt man sich selbst, versucht immer genau in dieser Spur zu bleiben, weil man sicher ist, das sei für einen der richtige, der einzig sichere Weg." 👣
🥃Hätte ich doch lieber mit dem Großeltern Whisky getrunken 🥃
Joachim Meyerhoff – Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Meyerhoff beschreibt Theaterproben, die sich lesen wie ein nie endender Improkurs, bei dem alle schwitzen, niemand etwas lernt und am Ende trotzdem alle so tun, als wäre große Kunst entstanden. Seine Tagesabläufe wirken, als hätte jemand „Alltag“ auf Slow Motion gestellt und dann vergessen, wieder auf Normaltempo zu drücken. Der Humor ist da, klar – aber manchmal muss man ihn zwischen zwei Seiten Proben-Geschwurbel ausgraben wie einen Schatz im Sandkasten. Irgendwann habe ich beschlossen, das Buch früher zu beenden. Nicht aus Bosheit, sondern aus Selbstschutz: Ich wollte nicht noch eine weitere Szene lesen, in der jemand bedeutungsvoll schweigt und alle so tun, als wäre das ein künstlerischer Durchbruch. Trotzdem: Meyerhoff bleibt ein guter Erzähler. Nur diesmal war mir der Weg zur Pointe einfach zu lang.
🎭👵🏻Coming of Age per Treppenlift.
"Es konnte passieren, dass sie wie von einem tiefen Schmerz durchdrungen den Blick in die Ferne schweifen ließ, so langsam die Arme hob, dass nicht einmal die goldenen Armreife aneinanderklackten, und erst, als sie sicher war, dass alle am Tisch zu ihr sahen, sagte: »Moooahhhh...«, und dann, nach einer spannungsgeladenen Pause, »der Brie ist ja ein Gedicht heute Abend.«" Demnächst im Kino und schon ewig auf meinem SUB: Nachdem mir kürzlich der Filmtrailer als Werbung eingeblendet wurde, bin ich doch neugierig geworden auf diesen Bücherschrank-Fund. Ein orientierungsloser Abiturient wird überraschend an der Schauspielschule angenommen und zieht dafür ins mondäne Haus seiner Großeltern. Zwar hat "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" nicht nur Lücken, sondern auch ein paar Längen, aber diese werden durch die wunderbar kauzigen Großeltern absolut wettgemacht. Obwohl diese mir in Person vermutlich noch nicht einmal sympathisch wären, beschreibt sie Joachim Meyerhoff mit so viel Liebe, dass man sie einfach nicht nicht mögen kann. Er lässt kleine Geschichten ganz groß werden und große ganz klein – ganz in derem Sinne also. Die Schauspielschul-Anekdoten waren mir teilweise ein bisschen zu abgedreht, aber ich mochte die innere Zerrissenheit und Deplaciertheit des Protagonists. Und ganz zum Schluss trieb es mir dann auch noch die Tränen in die Augen... denn wer seine Großeltern verloren hat, der versteht, welche unwiederbringliche Lücke sich mit dem Abschied auftut und wie diese doch gleichzeitig für immer so präsent sind. 💔 Ein schönes Buch für zwischendurch und ich bin gespannt, wie dies als Film umgesetzt wurde, denn den muss ich jetzt natürlich auch sehen. 😉

Der dritte Teil der Bestsellerserie »Alle Toten fliegen hoch«: Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
Joachim Meyerhoff stellt in seinem Roman die skurrile Beziehung zwischen ihm und seinen Großeltern als auch sein Bemühen in der Schauspieler Ausbildung literarisch und unbeschwert dar – mit blumigen Worten, großer Detailverliebtheit und bemerkenswerter Authentizität. Dabei bleibt sein hervorragender Witz stets präsent, ohne der Tiefe des Erzählten Abbruch zu tun. Alle Charaktere sind emotional vielschichtig und wunderbar gezeichnet. Besonders die Großeltern bestechen durch farbenfrohes, entzückendes und bisweilen seltsam-exzentrisches Verhalten, das beim Lesen gleichermaßen berührt wie amüsiert. Der Protagonist – ein ehrlicher, selbstreflektierter, untalentierter, sympathischer Tölpel – trägt die Geschichte mit charmantem Ungeschick und großer Menschlichkeit. Ein herzerwärmender, komischer und kluger Roman über das Erwachsenwerden, familiäre Nähe und den Zauber des Alltags.
Unterhaltsam und sehr berührend!
Als großer Fan von Joachim Meyerhoff war dieses Buch für mich ein Muss! Allerdings habe ich vor dem Buch mir den Kinofilm angeschaut, der buchgetreu hervorragend von Simon Verhoeven umgesetzt wurde. Dieses Buch handelt autobiografisch von den jungen Jahren Meyerhoffs an der Falkenbergschule in München. Da er für sich keine bezahlbare Unterkunft fand, zog er für 3 1/2 Jahre zu seinem Großeltern in deren Nymphenburger Villa. Die Episoden sind sehr unterhaltsam und sprachlich ein Genuss zu lesen, wenn es auch die eine oder andere Länge für mich gab. Dieses Buch „klingt nach“, für mich absolut lesenswert!
Dieser Meyerhoff hat mich erwischt.
Vielleicht weil ich auch als Jugendliche bei den Großeltern gelebt habe, vielleicht weil er tatsächlich besser geschrieben war als die anderen beiden, es is mir auch egal. Den Teil hab ich geliebt, der hat mich berührt. Eines der schönsten Dinge, was einem jungen Menschen passieren kann, ist seinen Großeltern nahe zu stehen.

Der klassische Meyerhoff Humor mit vielen vielen langen Theater Szenen
Die Schreibweise und der Humor von Meyerhoff haben mich wieder abgeholt, vertraut wie in seinen anderen Büchern. Die Theater Szenen voller Aufwärmübungen waren mir aber leider viel zu lang und dominant, stattdessen hätte ich mir mehr zu Joachims Familie gewünscht.
Dank diesem Buch habe ich mich an meine Großeltern erinnert.
Dieses Buch hat bei mir völlig unterschiedliche Eindrücke hinterlassen. Einerseits habe ich die Seiten über seine Erinnerungen an seine Großmutter und seinen Großvater sowie an deren Jugend und gemeinsames Leben mit großem Vergnügen gelesen. Andererseits lösten seine langwierigen Selbstsuche und inneren Kämpfe irgendwann eine gewisse, ich würde sagen, Niedergeschlagenheit bei mir aus. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass er natürlich auch tragische Zeiten beschreibt, die mit dem Verlust seines Bruders verbunden sind. An manchen Stellen hatte ich sogar das Bedürfnis, das Buch beiseitezulegen, weil seine inneren Gefühle mir sehr zäh vorkamen, wenn man so sagen kann. Doch die Passagen über seine Großeltern sind ohne Zweifel großartig.

Die Großeltern sind herrlich lustig! Aber ich finde, Meyerhoffs „Lücke“ hat schon seine Längen 🫣 Manches aus der Schauspielschule fand ich weniger interessant. Es ist theoretisch Teil 3 einer 6-teiligen Biografie, kann man aber komplett unabhängig voneinander lesen. Ich hab Teil 2 einfach ausgelassen, weil darin sein mittlerer Bruder stirbt und mir das immer zu traurig ist.
Rezension in einem Satz: In Teil 3 seiner autofiktionalen Reihe begleiten wir Meyerhoff bei seiner fast unfreiwilligen Ausbildung an einer Schauspielschule in München und seinem Einzug und Leben im schicken Haus seiner Großeltern in einem Nobelviertel und erfahren erneut Geschichten aus seiner Jugend und von seiner Familie, die oft bittersüß und meist doch auch absolut komisch sind. Empfehlung? Ja! Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Reihe nicht gefällt. 👍
Meyerhoff und seine Bücher wurden recht groß angepriesen. Alle Welt (so fühlt es sich an) spricht über seine Bücher, alle Welt hat mindestens eins gelesen und sie alle sind begeistert. Alle, bis auf mir (wie gesagt, es fühlt sich so an)
Ich weiss garnicht so recht, was ich zu dem Inhalt sagen kann, denn in meinen Augen hat es kaum welchen. Der Erzählstil ist toll, mit viel Humor. Die Characktere sind große klasse! Philosophie und Wissen ist auch dabei. Eigentlich ein gutes Päckchen, für mich jedoch inhaltslos: was ist denn nun die Geschichte? Was möchte Meyerhoff sagen? Ich habe ihn und seine Großeltern kennen lernen dürfen. Ich verstehe, warum er den Drang hatte über sie zu schreiben. Das sind Persönlichkeiten, über die man viel erzählen und schmunzeln und staunen kann. Ja das habe ich alles verstanden und doch fehlt einfach die Geschichte. Deshalb bin ich aus dem Hype raus. Ich fühle es nicht. Ich habe eher eingestehen müssen, dass ich meine wertvolle Lebens-Lesezeit verschwendet habe. Leider ein totaler Reinfall dieses Buch!
Meiner Meinung nach ist das erste Buch der Reihe immernoch das beste. Das zweite war nicht mehr ganz so gut und dieses hier fand ich noch etwas schlechter. Wahrscheinlich weil ich den ersten Teil am witzigsten fand. Natürlich ist auch Band 3 super geschrieben, sprachlich top und es gibt einige Stellen zum Lachen. Aber irgendwas hat mir gefehlt. Ein bisschen Spannung vielleicht. Auch wenn ich nicht mehr ganz so begeistert bin, wie am Anfang, werde ich Teil 4 auch noch lesen!
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist mein erstes Buch vom hochgelobten Autor Joachim Meyerhoff. Um dieses Buch bin ich lange herumgeschlichen, schließlich sind die Amazon-Bewertungen fast durchweg sehr gut. Doch trotz all dieser guten Meinungen und Rezensionen hat mich die Geschichte rund um den jungen Joachim nicht wirklich überzeugen können. Die einzelnen Facetten, die dieses Buch zu bieten hat, fand ich recht überzeugend, schließlich ist es eine Biographie, die mich interessiert hat. Der Tod des Bruders, die Frage, ob Medizinstudium oder Schauspielschule, der Einzug bei den Großeltern mit ihrem absonderlichen Verhalten und merkwürdigen Tagesplänen, die Überforderung hinsichtlich seiner Berufswahl. Das alles hörte sich großartig an, nach viel Potenzial, einigem an Lebenserfahrung und Zweifel, aber trotzdem habe ich mich fast durchgängig gelangweilt. Die Geschichte konnte mich nicht wirklich berühren oder ansprechen. Schuld daran sind nicht die Personen, die im Leben von Joachim eine Rolle spielen (seine Großeltern haben doch eine gewisse Würze in die Geschichte gebracht), auch nicht unbedingt der Schreibstil. Es passierte mir in dem Buch einfach viel zu wenig. Es hatte für mich leider kaum Unterhaltungswert. Die ständigen Wiederholungen des Tagesablaufs der Großeltern, das ständige Hadern mit sich selbst, die ständige Frage, warum die Schauspielschule ihn bei seinen miserablen Leistungen nicht einfach rauswirft bzw. warum er nicht selbst geht, wenn er sich mit der Schauspielerei nicht besonders wohl fühlt. Das alles war für mich eine ständige Wiederholung der gleichen Problematik, ohne, dass daraus ernsthafte Konsequenzen oder Veränderungen gezogen wurden. Ebenso die Komik – von der in vielen anderen Rezensionen gesprochen wird – konnte mich nicht wirklich packen. Manchmal wirkte sie mir sogar zu aufgesetzt (gerade im Bezug auf den Tod des Großvaters). Das positive an der Geschichte war die Moral, die trotz der biografischen Darstellung doch recht deutlich hervortrat. Mit dem Verlust eines geliebten Menschen geht jeder anders um. Jeder hat seine eigene Art und Weise den Tod zu verarbeiten und einen Weg zu finden, damit zu leben. Jedoch ist es meist keine gute Entscheidung, Gefühle wie Trauer und Kummer zur Seite zu schieben, sie zu verdrängen, statt sie zu verarbeiten. In Joachims Fall hat ihn das gebremst, in seiner beruflichen und persönlichen Entwicklung, aber auch in seinem Selbst(wert)gefühl. Fazit Selten ist es mir so schwer gefallen, ein Buch wie dieses zu bewerten. Der Kontrast zwischen einem anfangs sehr einnehmenden Schreibstil, dem Potenzial an biografischen Umständen und der meiner Einschätzung nach schwächelnden Ausführung lässt mich doch sehr hilflos und gelangweilt zurück. Das Buch hat sicher eine Chance verdient – für mich war es leider nichts.
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Das Buch zum Film unter der Regie von Simon Verhoeven, mit Bruno Alexander in der Hauptrolle sowie mit Senta Berger, Karoline Herfurth, Tom Schilling u. a.
Der dritte Teil der Bestsellerserie »Alle Toten fliegen hoch«: Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg.
Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken.
Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt.
Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!
Book Information
Author Description
Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Posts
Im dritten Teil des sechsteiligen Zyklus schreibt der Autor über seine Schauspielausbildung und den Aufenthalt bei den geliebten Großeltern während dieser Zeit. Meyerhoff jongliert meisterhaft mit Worten ,sein Schreibstil ist par excellent. Zum Lachen komische Szenen wechseln mit nachdenklichen oder traurigen Episoden ab. Eigentlich eine Schnellleserin,musste ich hier Tempo rausnehmen,um den eigenwilligen Wortkreationen gerecht zu werden. Die Protagonisten sind alle sympathisch und zugänglich gezeichnet. Einfach ein tolles Buch! Leseempfehlung!
Autobiographische Reise durch die Schauspielschule und das Leben bei den Großeltern. Phasenweise musste ich laut auflachen (erntete verständnislose Blicke vor allem im Bus auf dem Weg zur Arbeit), passiert mir sonst nicht allzu häufig! Die Beschreibung der Schauspielausbildung hatte ihre Längen, dass ich schon rein wegen dieser keine Ausbildung in diese Richtung in Betracht ziehen würde.
"Was, überlegte ich, braucht eigentlich mehr Kraft, mehr Mut: etwas durchzuhalten oder etwas abzubrechen?"
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ist eine Autobiografische Erzählung von Joachims Zeit bei seinen Großeltern und in der Schauspielschule mit lustigen Rückblenden aus seiner Kindheit. Es wird so grandios erzählt, jede Kleinigkeit wird erwähnt, ohne, dass es zu viel würde. Eine ganz neue Art, wie Szenen erzählt werden, eine ganz neue Perspektive. Es scheint fast, als führe jemand Tagebuch, aber sei selbst nicht wirklich anwesend, sondern beobachte nur. Dazu kommen noch wunderbare, beinahe schon philosophische Gedankengänge durch die Beobachtungen, über die man erstmal nachdenken muss. 💭 Dieses Buch war traurig, witzig, mitreißend und einfach schön und unterhaltsam. "Vielleicht ist ja das ganze Leben so, dachte ich: Man hinterlässt eine Spur. Dann überholt einen die eigene Spur. Und von da an verfolgt man sich selbst, versucht immer genau in dieser Spur zu bleiben, weil man sicher ist, das sei für einen der richtige, der einzig sichere Weg." 👣
🥃Hätte ich doch lieber mit dem Großeltern Whisky getrunken 🥃
Joachim Meyerhoff – Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Meyerhoff beschreibt Theaterproben, die sich lesen wie ein nie endender Improkurs, bei dem alle schwitzen, niemand etwas lernt und am Ende trotzdem alle so tun, als wäre große Kunst entstanden. Seine Tagesabläufe wirken, als hätte jemand „Alltag“ auf Slow Motion gestellt und dann vergessen, wieder auf Normaltempo zu drücken. Der Humor ist da, klar – aber manchmal muss man ihn zwischen zwei Seiten Proben-Geschwurbel ausgraben wie einen Schatz im Sandkasten. Irgendwann habe ich beschlossen, das Buch früher zu beenden. Nicht aus Bosheit, sondern aus Selbstschutz: Ich wollte nicht noch eine weitere Szene lesen, in der jemand bedeutungsvoll schweigt und alle so tun, als wäre das ein künstlerischer Durchbruch. Trotzdem: Meyerhoff bleibt ein guter Erzähler. Nur diesmal war mir der Weg zur Pointe einfach zu lang.
🎭👵🏻Coming of Age per Treppenlift.
"Es konnte passieren, dass sie wie von einem tiefen Schmerz durchdrungen den Blick in die Ferne schweifen ließ, so langsam die Arme hob, dass nicht einmal die goldenen Armreife aneinanderklackten, und erst, als sie sicher war, dass alle am Tisch zu ihr sahen, sagte: »Moooahhhh...«, und dann, nach einer spannungsgeladenen Pause, »der Brie ist ja ein Gedicht heute Abend.«" Demnächst im Kino und schon ewig auf meinem SUB: Nachdem mir kürzlich der Filmtrailer als Werbung eingeblendet wurde, bin ich doch neugierig geworden auf diesen Bücherschrank-Fund. Ein orientierungsloser Abiturient wird überraschend an der Schauspielschule angenommen und zieht dafür ins mondäne Haus seiner Großeltern. Zwar hat "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" nicht nur Lücken, sondern auch ein paar Längen, aber diese werden durch die wunderbar kauzigen Großeltern absolut wettgemacht. Obwohl diese mir in Person vermutlich noch nicht einmal sympathisch wären, beschreibt sie Joachim Meyerhoff mit so viel Liebe, dass man sie einfach nicht nicht mögen kann. Er lässt kleine Geschichten ganz groß werden und große ganz klein – ganz in derem Sinne also. Die Schauspielschul-Anekdoten waren mir teilweise ein bisschen zu abgedreht, aber ich mochte die innere Zerrissenheit und Deplaciertheit des Protagonists. Und ganz zum Schluss trieb es mir dann auch noch die Tränen in die Augen... denn wer seine Großeltern verloren hat, der versteht, welche unwiederbringliche Lücke sich mit dem Abschied auftut und wie diese doch gleichzeitig für immer so präsent sind. 💔 Ein schönes Buch für zwischendurch und ich bin gespannt, wie dies als Film umgesetzt wurde, denn den muss ich jetzt natürlich auch sehen. 😉

Der dritte Teil der Bestsellerserie »Alle Toten fliegen hoch«: Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
Joachim Meyerhoff stellt in seinem Roman die skurrile Beziehung zwischen ihm und seinen Großeltern als auch sein Bemühen in der Schauspieler Ausbildung literarisch und unbeschwert dar – mit blumigen Worten, großer Detailverliebtheit und bemerkenswerter Authentizität. Dabei bleibt sein hervorragender Witz stets präsent, ohne der Tiefe des Erzählten Abbruch zu tun. Alle Charaktere sind emotional vielschichtig und wunderbar gezeichnet. Besonders die Großeltern bestechen durch farbenfrohes, entzückendes und bisweilen seltsam-exzentrisches Verhalten, das beim Lesen gleichermaßen berührt wie amüsiert. Der Protagonist – ein ehrlicher, selbstreflektierter, untalentierter, sympathischer Tölpel – trägt die Geschichte mit charmantem Ungeschick und großer Menschlichkeit. Ein herzerwärmender, komischer und kluger Roman über das Erwachsenwerden, familiäre Nähe und den Zauber des Alltags.
Unterhaltsam und sehr berührend!
Als großer Fan von Joachim Meyerhoff war dieses Buch für mich ein Muss! Allerdings habe ich vor dem Buch mir den Kinofilm angeschaut, der buchgetreu hervorragend von Simon Verhoeven umgesetzt wurde. Dieses Buch handelt autobiografisch von den jungen Jahren Meyerhoffs an der Falkenbergschule in München. Da er für sich keine bezahlbare Unterkunft fand, zog er für 3 1/2 Jahre zu seinem Großeltern in deren Nymphenburger Villa. Die Episoden sind sehr unterhaltsam und sprachlich ein Genuss zu lesen, wenn es auch die eine oder andere Länge für mich gab. Dieses Buch „klingt nach“, für mich absolut lesenswert!
Dieser Meyerhoff hat mich erwischt.
Vielleicht weil ich auch als Jugendliche bei den Großeltern gelebt habe, vielleicht weil er tatsächlich besser geschrieben war als die anderen beiden, es is mir auch egal. Den Teil hab ich geliebt, der hat mich berührt. Eines der schönsten Dinge, was einem jungen Menschen passieren kann, ist seinen Großeltern nahe zu stehen.

Der klassische Meyerhoff Humor mit vielen vielen langen Theater Szenen
Die Schreibweise und der Humor von Meyerhoff haben mich wieder abgeholt, vertraut wie in seinen anderen Büchern. Die Theater Szenen voller Aufwärmübungen waren mir aber leider viel zu lang und dominant, stattdessen hätte ich mir mehr zu Joachims Familie gewünscht.
Dank diesem Buch habe ich mich an meine Großeltern erinnert.
Dieses Buch hat bei mir völlig unterschiedliche Eindrücke hinterlassen. Einerseits habe ich die Seiten über seine Erinnerungen an seine Großmutter und seinen Großvater sowie an deren Jugend und gemeinsames Leben mit großem Vergnügen gelesen. Andererseits lösten seine langwierigen Selbstsuche und inneren Kämpfe irgendwann eine gewisse, ich würde sagen, Niedergeschlagenheit bei mir aus. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass er natürlich auch tragische Zeiten beschreibt, die mit dem Verlust seines Bruders verbunden sind. An manchen Stellen hatte ich sogar das Bedürfnis, das Buch beiseitezulegen, weil seine inneren Gefühle mir sehr zäh vorkamen, wenn man so sagen kann. Doch die Passagen über seine Großeltern sind ohne Zweifel großartig.

Die Großeltern sind herrlich lustig! Aber ich finde, Meyerhoffs „Lücke“ hat schon seine Längen 🫣 Manches aus der Schauspielschule fand ich weniger interessant. Es ist theoretisch Teil 3 einer 6-teiligen Biografie, kann man aber komplett unabhängig voneinander lesen. Ich hab Teil 2 einfach ausgelassen, weil darin sein mittlerer Bruder stirbt und mir das immer zu traurig ist.
Rezension in einem Satz: In Teil 3 seiner autofiktionalen Reihe begleiten wir Meyerhoff bei seiner fast unfreiwilligen Ausbildung an einer Schauspielschule in München und seinem Einzug und Leben im schicken Haus seiner Großeltern in einem Nobelviertel und erfahren erneut Geschichten aus seiner Jugend und von seiner Familie, die oft bittersüß und meist doch auch absolut komisch sind. Empfehlung? Ja! Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Reihe nicht gefällt. 👍
Meyerhoff und seine Bücher wurden recht groß angepriesen. Alle Welt (so fühlt es sich an) spricht über seine Bücher, alle Welt hat mindestens eins gelesen und sie alle sind begeistert. Alle, bis auf mir (wie gesagt, es fühlt sich so an)
Ich weiss garnicht so recht, was ich zu dem Inhalt sagen kann, denn in meinen Augen hat es kaum welchen. Der Erzählstil ist toll, mit viel Humor. Die Characktere sind große klasse! Philosophie und Wissen ist auch dabei. Eigentlich ein gutes Päckchen, für mich jedoch inhaltslos: was ist denn nun die Geschichte? Was möchte Meyerhoff sagen? Ich habe ihn und seine Großeltern kennen lernen dürfen. Ich verstehe, warum er den Drang hatte über sie zu schreiben. Das sind Persönlichkeiten, über die man viel erzählen und schmunzeln und staunen kann. Ja das habe ich alles verstanden und doch fehlt einfach die Geschichte. Deshalb bin ich aus dem Hype raus. Ich fühle es nicht. Ich habe eher eingestehen müssen, dass ich meine wertvolle Lebens-Lesezeit verschwendet habe. Leider ein totaler Reinfall dieses Buch!
Meiner Meinung nach ist das erste Buch der Reihe immernoch das beste. Das zweite war nicht mehr ganz so gut und dieses hier fand ich noch etwas schlechter. Wahrscheinlich weil ich den ersten Teil am witzigsten fand. Natürlich ist auch Band 3 super geschrieben, sprachlich top und es gibt einige Stellen zum Lachen. Aber irgendwas hat mir gefehlt. Ein bisschen Spannung vielleicht. Auch wenn ich nicht mehr ganz so begeistert bin, wie am Anfang, werde ich Teil 4 auch noch lesen!
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" ist mein erstes Buch vom hochgelobten Autor Joachim Meyerhoff. Um dieses Buch bin ich lange herumgeschlichen, schließlich sind die Amazon-Bewertungen fast durchweg sehr gut. Doch trotz all dieser guten Meinungen und Rezensionen hat mich die Geschichte rund um den jungen Joachim nicht wirklich überzeugen können. Die einzelnen Facetten, die dieses Buch zu bieten hat, fand ich recht überzeugend, schließlich ist es eine Biographie, die mich interessiert hat. Der Tod des Bruders, die Frage, ob Medizinstudium oder Schauspielschule, der Einzug bei den Großeltern mit ihrem absonderlichen Verhalten und merkwürdigen Tagesplänen, die Überforderung hinsichtlich seiner Berufswahl. Das alles hörte sich großartig an, nach viel Potenzial, einigem an Lebenserfahrung und Zweifel, aber trotzdem habe ich mich fast durchgängig gelangweilt. Die Geschichte konnte mich nicht wirklich berühren oder ansprechen. Schuld daran sind nicht die Personen, die im Leben von Joachim eine Rolle spielen (seine Großeltern haben doch eine gewisse Würze in die Geschichte gebracht), auch nicht unbedingt der Schreibstil. Es passierte mir in dem Buch einfach viel zu wenig. Es hatte für mich leider kaum Unterhaltungswert. Die ständigen Wiederholungen des Tagesablaufs der Großeltern, das ständige Hadern mit sich selbst, die ständige Frage, warum die Schauspielschule ihn bei seinen miserablen Leistungen nicht einfach rauswirft bzw. warum er nicht selbst geht, wenn er sich mit der Schauspielerei nicht besonders wohl fühlt. Das alles war für mich eine ständige Wiederholung der gleichen Problematik, ohne, dass daraus ernsthafte Konsequenzen oder Veränderungen gezogen wurden. Ebenso die Komik – von der in vielen anderen Rezensionen gesprochen wird – konnte mich nicht wirklich packen. Manchmal wirkte sie mir sogar zu aufgesetzt (gerade im Bezug auf den Tod des Großvaters). Das positive an der Geschichte war die Moral, die trotz der biografischen Darstellung doch recht deutlich hervortrat. Mit dem Verlust eines geliebten Menschen geht jeder anders um. Jeder hat seine eigene Art und Weise den Tod zu verarbeiten und einen Weg zu finden, damit zu leben. Jedoch ist es meist keine gute Entscheidung, Gefühle wie Trauer und Kummer zur Seite zu schieben, sie zu verdrängen, statt sie zu verarbeiten. In Joachims Fall hat ihn das gebremst, in seiner beruflichen und persönlichen Entwicklung, aber auch in seinem Selbst(wert)gefühl. Fazit Selten ist es mir so schwer gefallen, ein Buch wie dieses zu bewerten. Der Kontrast zwischen einem anfangs sehr einnehmenden Schreibstil, dem Potenzial an biografischen Umständen und der meiner Einschätzung nach schwächelnden Ausführung lässt mich doch sehr hilflos und gelangweilt zurück. Das Buch hat sicher eine Chance verdient – für mich war es leider nichts.



























