(K)eine Mutter

(K)eine Mutter

Softcover
4.367
Ungewollt SchwangerMutterschaftFeminimus§218 Abtreibung

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Description

Zwölf Frauen brechen das Schweigen über ihr persönlichstes Tabu: Abtreibung.

Abtreibung ist ein Tabuthema, über das kaum eine Betroffene spricht, weder öffentlich noch privat. Aggressiv geführte Debatten und eine unklare Rechtslage bestimmen den gesellschaftlichen Umgang mit diesem höchst persönlichen Thema. In (K)eine Mutter erzählen zwölf mutige Frauen ihre Geschichten: Von den Umständen der Schwangerschaft, dem Grübeln und der schwierigen Suche nach Informationen und medizinischer Versorgung. Vom Moment der Entscheidung und wie die Abtreibung ihre Beziehung zu sich selbst und ihrem Umfeld veränderte.

Es sind Geschichten von Schmerz und Verzweiflung, aber auch von Selbstbehauptung und Befreiung. Jeanne Diesteldorf, die selbst abgetrieben und jahrelang darüber geschwiegen hat, gibt mit ihrem außergewöhnlichen Buch den Betroffenen eine Stimme. (K)eine Mutter ist ein entschiedenes Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung und den offenen Diskurs über ein Thema, das uns alle angeht.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Softcover
Pages
240
Price
14.40 €

Author Description

Jeanne Diesteldorf, geboren 1985, hat Geschichte und Volkswirtschaftslehre studiert und über die Stabilität von Finanzmärkten promoviert. Heute lebt sie als freie Publizistin in Frankfurt am Main. »(K)eine Mutter« ist ihr erstes Buch.

Posts

14
All

Ich gebe dem keine Bewertung, weil es mir falsch vorkommt, persönliche Erlebnisse und Empfindungen zu bewerten. Aber ich danke den Frauen, die ihre Erlebnisse so offen und ehrlich mit der Öffentlichkeit teilen. Dieses Thema verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit, mehr Aufklärung und vor allem mehr Kampf! Mehr Kampf und Einsatz für eine Streichung von Paragraph 218 und 219 und mehr Kampf&Einsatz für das Selbstbestimmungsrecht der Frau

4

Buchstaben "K" für die A-Z Challenge Ein intensives Buch. Ein Buch,das nachwirkt und zum denken anregt. Keines,dass man einfach so mal kurz wegliest,auch wenn es wenig Seiten hat.

5

Sehr wichtiges Buch!

Für mich war dieses Buch unglaublich wichtig, weil mich das Thema selbst betrifft. Diese Erfahrungsberichte hätte ich vor meinem eigenen Abbruch dringend gebraucht. (K) eine Mutter ist ein Buch, das viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, und das ist tragisch, denn Abtreibung muss enttabuisiert werden. Wir brauchen viel mehr Stimmen, die darüber sprechen. Ein Abbruch ist nichts, wofür man sich schämen sollte. Es ist eine Entscheidung über den eigenen Körper. Punkt. Wir müssen lauter werden, besonders wenn es um körperliche Selbstbestimmung geht. Denn niemand außer uns selbst hat das Recht, über unseren Körper zu bestimmen.

Sehr wichtiges Buch!
4

Tabuthema Schwangerschaftsabbruch, 12 Frauen erzählen von ihren Erfahrungen, wie es ist, wenn man in Deutschland eine Abtreibung durchführen will. Welch ein bürokratischer Aufwand erforderlich ist, selbst über seinen Körper entscheiden zu dürfen. Die Paragraphen 218 und 219a verhindern, dass Ärztinnen und Ärzte offen darüber informieren dürfen wie und wo man einen Abbruch vornehmen kann. Keine Frau wird leichtfertig eine Schwangerschaft beenden und das darf es auch nicht sein. Aber: "Was ist denn mit dem Leben, das bereits da ist? Was ist mit meinem Leben? "

4.5

Jede vierte Frau in Deutschland.

Die individuellen Geschichten der zwölf Frauen berühren sehr. Es verdeutlicht, was für unterschiedliche Gründe es geben kann, eine Schwangerschaft zu beenden und vor was für Herausforderungen Frauen heutzutage leider immernoch stehen, wenn sie einen Abbruch in Anspruch nehmen möchten. Schön, dass diese Thema durch diese Buch mehr Sichtbarkeit erhält.

Jede vierte Frau in Deutschland.
5

immer noch aktuell und wichtig!

4

Hat mir sehr gut gefallen! Vielleicht könnte es von den dargestellten Figuren differenzierter sein 👍🏼

4.5

Ein wichtiges und mutiges Buch.

Die Publizistin Jeanne Diesteldorf hat mit „(K)eine Mutter“ ihr erstes Buch veröffentlicht. Im Rahmen dieses Buchs interviewt sie zwölf Frauen, die ihre Geschichte erzählen: Geschichten von Schwangerschaftsabbrüchen, oder auch Abtreibungen (dieses Wort nutze ich selbst aber sehr ungern, weil es sich so brutal und abscheulich anhört). Mein größter Kritikpunkt ist aber, dass mir bei diesen zwölf Frauen eins aufgefallen ist: sie sind nicht divers. Sie sind alle weiß, studiert, wohnen in Berlin und München - hier wird einzig und allein die „weiße Oberschicht“ repräsentiert, die alle genügend Geld für einen Abbruch hatten. Das ist mir persönlich ein bisschen zu eintönig, denn es passieren in allen Schichten Abbrüche und auch bei Tante Ursel von der Supermarktkasse oder bei Hatice von nebenan - oder wie wäre es mal mit einem trans Mann? Oder mit einer Person, die nicht genügend Geld auf dem Konto hat? Ein bisschen außerhalb der eigenen bubble zu recherchieren, hätte der Wichtigkeit und Aussagekraft des Buchs nicht geschadet. Und dennoch muss ich wegen des Themas Willen eine Empfehlung aussprechen: Jeanne Diesteldorf schreibt zu einem Thema, welches wir in der Gesellschaft leider noch mit der Hand vor dem Mund besprechen. Wieso eigentlich? Wieso sind Abbrüche nach wie vor ein Tabuthema? Warum werden Frauen immer noch ihre Rechte über den eigenen Körper abgesprochen? Denn so fühlt es sich an, wenn man einen Abbruch hinter sich gebracht hat oder vor dieser Entscheidung steht. Das kann ich schreiben, ich MUSS es schreiben, denn ich war mal selbst in dieser Situation. Ich musste durch den erniedrigenden Prozess, musste drei lange Tage warten - drei Tage Bedenkzeit muss man einhalten, denn man könnte in drei Tagen ja schon ganz anders denken über den Fötus, der im Uterus wächst. Aber diesen Fötus wollte ich nicht und die Entscheidung über meinen Abbruch bereue ich bis heute nicht. Also hört auch bitte damit auf, Frauen mit diesem Gedanken einreden zu wollen, sie würden den Abbruch irgendwann bereuen. Es geht niemanden etwas an - my body, my choice. Schwangerschaftsabbrüche sind eine extrem persönliche und individuelle Entscheidung - und das sollte, nein, es MUSS respektiert und auch akzeptiert werden. „(K)eine Mutter“ ist ein gutes Buch, ein sehr wichtiges Buch. Hoffentlich werden noch sehr viel mehr Menschen dieses Buch lesen, über die zwölf Geschichten der Frauen. Hoffentlich können wir irgendwann frei sein in unseren Entscheidungen, frei entscheiden über unsere Körper. Hoffentlich können wir irgendwann frei über Abbrüche sprechen, müssen uns nicht mehr verstecken, müssen uns nicht mehr erklären (müssen).

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5

So ein wichtiges Buch!

Wichtiges aktuelles Thema! Wunderschön geschrieben, ich kann mir jeder Frau mitfühlen! Toll!

2

Den Lobeshymnen kann ich mich leider absolut nicht anschließen. Während ich den ersten Bericht noch halbwegs interessant fand, da es sich um eine Medizinstudentin handelte welche auch erzählte, dass sowas nicht im Studium beigebracht wird, ging es danach schnell bergab. Die Berichte sind sich alle sehr ähnlich. Fast alle sind akademisierte weiße Frauen, welche meist kurz vor dem Abitur schwanger geworden sind. Es wirkt alles sehr einheitlich und jede Geschichte beginnt gleich: "Wir sind in der Stadt X, sitzen gegenüber von Y." Das Thema ist absolut wichtig, keine Frage. Und wir müssen definitiv offener darüber sprechen. Doch gleichzeitig hätte dieses Buch auch Leuten eine Plattform bieten sollen, die nicht so priviligiert sind wie die, die hier vorkommen. Was ist mit Personen, die abgetrieben haben, weil sie schon Kinder haben und nicht mehr wollen? Was ist mit non-binären und trans Personen? Die Grundidee dahinter war super, doch die Umsetzung scheiterte.

4

Ich finde, dass das Thema Abtreibung wichtig ist und man mehr darüber sprechen sollte, vor allem im Bezug auf Aufklärung. Ich finde auch, dass eine Frau, die antreibt, sich nicht für ihre Entscheidung schämen sollte und auch offen darüber reden sollte ohne das jemand sie verurteilt. Hier in diesem Buch haben wir 12 Geschichten von Frauen, die von ihrer Abtreibung erzählen und was sie alles durchmachen mussten beispielsweise Beratungszwang, mangelnde Informationen über den Schwangerschaftsabbruch, Szenarien mit der Krankenkasse usw. Teilweise hab ich echt gedacht wir leben wieder im Mittelalter. Wahnsinn. Die Geschichten sind für mich persönlich sehr informativ gewesen, jedoch nicht sehr emotional. Was mich aber an diesem Buch gestört hat, ist, dass es kaum Abwechslung gab zwischen den Frauen. Alles Frauen, die weiß sind, in der ungefähr gleichen Situation gewesen sind, aus recht guten Verhältnissen kommen, die alle sehr gebildet sind usw. Da hätte ich mir persönlich mehr Diversität gewünscht wie aus verschiedenen Kulturen oder aus verschiedenen Ebenen. Dennoch ein wichtiges und interessantes Buch, womit man sich beschäftigen sollte und ich euch empfehlen kann.

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5

„Ein Staat der Schwangerschaftsabbrüche stark einschränkt oder sogar verbietet, vertraut Frauen nicht, sondern erhebt sich über sie und maßt sich an, es besser zu wissen. (im Vorwort von Teresa Brückner) Schwangerschaftsabbrüche hat es doch schon immer gegeben. Wenn man sie verbietet, unter Strafe stellt oder den Zugang zu Informationen verhindert, nimmt man in Grund einfach nur in Kauf, dass Frauen bei illegalen Abbrüchen sterben. (S. 122) Als ehemaliger Mitarbeiterin an eines Krankenhaues in der Abteilung für Gynäkologie & Geburtshilfe war es mir ein Anliegen, dieses wichtige Buch zu lesen. Jeanne Diesteldorf (@jeannesbilder) hat hier einen ganzen wichtigen Schritt getan und begonnen, mit dem Tabuthema Abtreibung „aufzuräumen“. Aufzuräumen im Sinne von sichtbar machen, uns näherzubringen, dass wir hiervor nicht die Augen verschließen oder Frauen deswegen verurteilen dürfen. Diesteldorf hat mit 12 Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen und Altersklassen gesprochen. Bei einigen ist die Erfahrung relativ frisch, bei einigen schon einige Jahre her. Jede für sich deutet diese Erfahrung anders: von „die beste Entscheidung meines Lebens“ bis hin zu „Wehmut“ finden wir in den Erzählungen diverse Gefühlslagen. Eines haben alle Frauen gemeinsam: die schlechte #Aufklärung, das Gefühl sehr schwer an Informationen zu kommen, und den gefühlt schwierigen gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema. Durchschnittlich bricht jede vierte Frau einmal im Leben eine #Schwangerschaft ab, doch es wird kaum darüber gesprochen. Warum nur? Die Autorin hat mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass jede Frau einen Abbruch bereut, dass jede Frau nach einem Abbruch traumatisiert ist. Was dringend benötigt wird, ist Unterstützung von Frauen in diesen Situationen, Akzeptanz von persönlichen Entscheidungen über den eigenen Körper, Transparenz für Informationen. Abtreibungen dürfen kein #TABUTHEMA sein, egal wie einzelne Individuen diese Entscheidungen finden. … was gestern, 24.11.2021 endlich geschah ist, dass der §219a des Deutschen StGB gefallen ist, der öffentliche Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen verboten hat. Was für ein Fortschritt für Betroffene und für Ärzt*innen!

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