Schachnovelle
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Description
Book Information
Author Description
Stefan Zweig, wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petrópolis bei Rio de Janeiro. Er studierte Philosophie, Germanistik und Romanistik in Berlin und Wien, reiste viel in Europa, nach Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika. 1938 emigrierte Zweig nach England, ging 1940/41 nach New York, dann nach Brasilien, wo er sich 1942 das Leben nahm.
Posts
Eine außergewöhnliche Geschichte, meisterhaft erzählt. Zum dritten Mal habe ich die Schachnovelle gelesen und einmal habe ich sie zudem gehört, ohne dass mir langweilig wurde. Immer wieder fesselt mich diese ausgefeilte Sprache, auch wenn sie zwischenzeitlich altmodisch anmutet. Und auch in der Story gibt es immer wieder neues zu entdecken. Diesmal habe ich gemeinsam mit meinem Mann gelesen und wir wurden zu vielfältigen Austausch angeregt. Erzählt Stefan Zweig doch eine Geschichte, die heute in noch vielfältigerer Weise möglich ist; man denke nur an die Auswirkungen so mancher digitale Spiele....
Schach matt
Mit gerade einmal 128 Seiten ist dieses kleine Schmuckstück schnell gelesen – doch die darin behandelte Thematik hat großes Gewicht. Auf einem Passagierschiff spricht sich rasch herum, dass ein weltberühmter Schachmeister an Bord ist. Natürlich möchten die Mitreisenden die Gelegenheit nutzen, einmal gegen ihn anzutreten. Anfangs scheint jede Partie aussichtslos, bis schließlich ein überraschender Gegner auftritt. Der Schachmeister Czentovic stellt sich den Passagieren und muss erstaunt feststellen, dass einer von ihnen sein Können deutlich unterschätzt: Dr. B. Doch wie kommt es, dass dieser Mann so brillant Schach spielen kann? Seine Geschichte wird nach und nach enthüllt. Während seiner Gestapohaft, die er in völliger Isolation und seelischer Zermürbung durchstehen musste, stieß er auf das Schachspiel – ein Zufluchtsort, der zugleich Rettung und Gefahr bedeutete. Wie genau das geschah und welche Folgen es für sein weiteres Leben hatte, sollte jede*r selbst entdecken. Für mich war dieses Buch ein eindrucksvolles Leseerlebnis, das mich nachhaltig beschäftigt hat. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.
intensiv • glaubwürdig • emotional Ich mochte diese Geschichte, obwohl sie zu Beginn nicht das war, was ich erwartet hatte. Ein lesenswertes Büchlein (112 Seiten plus Kommentar)
💜 Zum Autor: Stefan Zweig war einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts – ein gefeierter Kosmopolit, der die Menschen mit seinen tiefgründigen psychologischen Geschichten fesselte. Doch sein Leben war geprägt von den Schrecken des Exils und der Heimatlosigkeit. Was ihm (und seiner Psyche) schwer zu schaffen machte. 1942 nahm er sich gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Lotte in Brasilien das Leben, aus Verzweiflung über den Zustand der Welt. Seine „Schachnovelle“, geschrieben kurz vor seinem Tod, gilt als eines seiner eindringlichsten Werke und zeigt, wie stark Literatur und persönliche Erfahrungen bei ihm verschmolzen.
Verzweiflung und Befreiung
„Schachnovelle“ von Stefan Zweig hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Trotz der Kürze taucht man tief in die Gedankenwelt des Protagonisten ein und spürt seine Verzweiflung, aber auch die plötzliche Befreiung, die ihm das Schachspiel schenkt. Mich hat beeindruckt, wie intensiv man in so kurzer Zeit mitgerissen wird, als würde man selbst mit ihm diesen Wechsel von innerer Leere zu leidenschaftlicher Hingabe durchleben. Ein stilles, aber gewaltiges Leseerlebnis.

"Schachnovelle" ist eine zeitlos bewegende und großartige Erzählung, die gerade wegen der sprachlichen Gewandtheit des Autors viel Freude beim Lesen macht. Die Charaktere werden kurz aber treffend skizziert und die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend - es handelt sich hierbei eben nicht "nur" um Schach. Ein Klassiker der Literatur, den ich sehr gerne weiterempfehle.
Mein erster Klassiker
Durch Tik tokerinnen wie Chulia wurde ich darauf aufmerksam. Ich hatte keine Erwartungen und wenn eher negative. Aber ich muss sagen, dass es mir wirklich gefallen hat. Vor allem der Mittelteil, wo Dr.B dem Wahnsinn verfallen ist. Am Anfang wusste ich nicht,wohin die Reise geht und habe einfach die, für mich neue und manchmal zum lächeln bringenden, Formulierungen genossen. Doch dann zog es mich rein, die Entwicklung,die Dr B durchleben musste, fand ich sehr spannend. Ich mag wenn es um die menschliche Psyche geht und gibt es viel davon. Wirklich zu empfehlen, wenn man sich an Klassiker ranwagen will und eher was düsteres lesen möchte
Für Schach ist nun, wie für die Liebe, ein Partner unentbehrlich, und ich wußte zur Stunde noch nicht, ob sich außer uns andere Schachliebhaber an Bord befanden. 🤍♟️ Eine kurze Geschichte über Schach, in der ganz unterschiedliche Charaktere das Spiel spielen. Der Text ist schön geschrieben, leicht zu lesen und unterhaltsam.

Spannend, überraschend und zum Nachdenken
Auf einer Schifffahrt entdeckt ein Mann, dass der amtierende Schachweltmeister an Bord ist. Liebend gern würde er ein Mal gegen ihn spielen, auch wenn er natürlich komplett unterlegen wäre. Mit List findet er Mitstreiter, um den Mann herauszufordern. Dabei stellt sich heraus, dass Einer der Mitstreiter eine geheimnisvolle Vorgeschichte hat... Der Roman ist Jahrzehnte alt, aber liest sich packend und spannend mit Plot Twist.
Die schwarzen und weißen Seiten einer Partie
Schachnovelle ist wieder so ein Buch, was sehr viele von euch sicherlich als Schullektüre genießen durften. An mir ist es vorbeigegangen und das war ein Grund mehr es auf meine Klassikerliste zu setzen. In dieser wunderschönen Ausgabe der Büchergilde macht das Büchlein noch mal mehr Spaß Außerdem ist es so kurz, dass ich es auf der Bahnfahrt zur Buchmesse in einem Rutsch durchgelesen habe. Der Inhalt ist also schnell erzählt: auf einer Schiffspassage von New York nach Buenos Aires erfährt der ICH-Erzähler, ein österreichischer Immigrant, dass der berühmter Schachweltmeister Mirko Czentovic mit an Bord ist. Er versucht ihm unauffällig zu begegnen. Ein weiterer Passagier ist ebenfalls sehr interessiert daran, diesen kennen zu lernen, um mit ihm eine Partie Schach zu spielen. Gegen Geld tut Czentovic das auch und gewinnt natürlich in wenigen Zügen. Bei der Revanche mischt sich ein Laie ein, und verhilft dem stümperhaften Spieler zu einem Remis. Doktor B., wie er im weiteren Verlauf genannt wird, scheint ein viel besserer Schachspieler zu sein und den Grund für seine überragenden Fähigkeiten erfahren wir auch. Das dahinter Unterdrückung, Gewalt, Ungerechtigkeit, Vertreibung und daraus resultierende Folgen stecken, verleiht dem Text Gewicht. In wenigen Sätzen skizziert Zweig wie sich Persönlichkeiten in schwarz und weiß aufspalten. Er bringt auf der Passage Charaktere zusammen, die scheinbar alle Gründe haben für Ihr Verhalten. Zweigs Migrationsgeschichte spielt dabei sicherlich keine unwesentliche Rolle. Obwohl Schach nicht wirklich mein Thema ist, bin ich durch den Text geflogen. Zweig konzentriert sich auf das Wesentliche, bleibt dabei nicht umständlich an Nebensächlichkeiten haften, sondern führt uns geradewegs ans Ziel. Seine erzählerische Leichtigkeit ist erfrischend und tiefgründig zugleich. Eine Novelle, die zurecht zum Kanon der Weltliteratur gehört. Solltet ihr es noch nicht gelesen haben– es lohnt sich!
♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️ Diesen Klassiker wollte ich schon länger lesen, der vermutlich zu den bedeutendsten deutschen Exilarbeiten gehört. Ich habe mich schnell in diese Geschichte reingefunden, die psychologisch raffiniert aufgearbeitet wurde. Wer Klassiker mal ausprobieren möchte, findet hier einen guten Einstieg. ♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️

Eine ungewöhnliche Schachpartie
Zweigs Schreibstil ist stark, ruhig und sehr eindringlich. Trotzdem muss ich sagen: Ich hatte mir etwas mehr erhofft. Vielleicht lag das an den hohen Erwartungen – es ist schließlich ein Weltklassiker, und meine beste Freundin schwärmt von Zweig. Am Ende war’s gut, aber kein Wow. Lesenswert? Ja – vor allem wegen der ungewöhnlichen Verbindung von Schach, Isolation und Wahnsinn. Werde mir trotzdem noch andere Werke vom Autor anschauen.
Beeindruckendes Werk über die Abgründe der menschlichen Psyche, geistige Überlebensstrategien und das Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht!
In einer zurückhaltenden, aber präzisen Sprache erzählt er von einem inneren Ausnahmezustand, ausgelöst durch totale Isolation, und davon, wie der menschliche Geist versucht, sich selbst zu retten - mit aller Kraft, aber auch auf Kosten seiner Stabilität. Besonders faszinierend ist, wie das Schachspiel hier zur vielschichtigen Metapher wird: für Kontrolle, Zerrissenheit, aber auch für Flucht und Besessenheit. Zugleich zeigt das Buch, wie unterschiedlich Menschen mit Talent, Wissen und Macht umgehen - ob mit Menschlichleit oder mit Kaltherzigkeit. Diese Kontraste werden scharf, aber nie überzeichnet dargestellt und laden zum Nachdenken ein. Schachnovelle ist keine klassische Handlung mit großem Drama - und doch entwickelt sie eine ungeheure psychologische Spannung. Für mich ist es ein leises, aber eindringliches Buch über menschliche Grenzen, über geistige Stärke und deren Zerbrechlichkeit. Ein Werk, das lange nachhallt - gerade weil es mehr andeutet, als es direkt ausspricht.
Ich bin vollkommen unvorbereitet an das Buch herangegangen und wusste nur, es muss wohl von Schach handeln. Dass die Geschichte so tiefgründig ist und einen politischen Bezug hat, hätte ich am Anfang nicht erwartet - das macht das Buch aber nochmal besser. Trotz der Kürze eine in sich runde Geschichte und ein Klassiker, den man gelesen haben sollte.
Der namenlose Ich- Erzähler befindet sich auf einem Passagierschiff auf der Überfahrt von New York nach Buenos Aires. Genauso wie Dr. B. und der Schachweltmeister Czentovic. Der Ich- Erzähler möchte dem wortkargen Czentovic näher kommen und lockt ihn durch ein Schachspiel an. Nach einigen Anläufen interessiert sich der Weltmeister und es kommt zu einer Partie zwischen dem Ich- Erzähler, einigen begeisterten Schachspielern auf der einen Seite und Czentovic auf der anderen Seite. Für mich hat Stefan Zweig schwarz und weiß durch seine Hauptcharaktere richtig gut dargestellt. Dr. B. und Czentovic könnten nicht gegensätzlicher sein. Der eine stammt aus armen Verhältnissen. Nur mittels seiner Begabung für das Schachspiel schafft er den Aufstieg. Trotzdem bleibt er ein Provinzler. Dr. B. hingegen ist ein gebildeter Mann. Rückt jedoch aufgrund seiner Stellung als eine Art Finanz- bzw. Vermögensverwalter für den Klerus und einige Adlige in das Visier der Gestapo. Er wird in Isolationshaft gesteckt und ist gewalttätigen Verhören ausgesetzt. Nur mithilfe eines Buches, welches Schachpartien berühmter Schachspieler beschreibt, rettet er sich zunächst aus seiner gedanklichen Isolation und nimmt sich zur Aufgabe diese Partien zu studieren und zu rekonstruieren. Er verfällt dann allerdings in einen Wahn….. Hier beschreibt Zweig also zwei Männer, die sowohl ihre materielle als auch ihre geistige Existenz über eine Partie Schach regelrecht ausfechten. Dies gelingt ihm, wie ich finde, grandios.
Mit Schach in den Wahnsinn... Dies ist keine Geschichte über eine seltene und außergewöhnliche Schachpartie zwischen Meistern. Im Gegenteil, das Schachspiel ist hier zweitrangig. Es geht nicht um das Genie Dr. B., sondern um seine geistige Unzurechnungsfähigkeit. Unfähig zu kommunizieren und Informationen aufzunehmen, da er zu Gestapo-Zeiten in einer Einzelzelle saß, konzentrierte der Doktor seine Aufmerksamkeit in der schwierigsten Zeit auf die einzig mögliche Gehirnarbeit - das Lösen von Schachkombinationen. Die Schachpartien gegen sich selbst entwickeln sich zu einer Psychose, und als er eine spontane Runde mit dem Schachweltmeister Czentovic spielt, wird er rückfällig und gerät in einen Zustand des manischen Schachspiels in seinem Kopf. Eine kurze, aber interessante Novelle über die Fähigkeiten und Möglichkeiten des menschlichen Gehirns und die Probleme der Einsamkeit. 4/5 ⭐
War doch ganz nett
Ich hab die Schachnovelle von Stefan Zweig gern gelesen. Sie war kurzweilig und hatte für ihre kürze viel Inhalt. Ich hab keine Ahnung von Schach und trotzdem fand ich keine der Erzählungen langweilig. vor allem die Erzählungen der verhör Methoden der Gestapo waren eindringlich aber doch verständlich und präzise. Ich erwarte bei Klassikern wohl zu oft schwere Sprache und eine versteckte zweite Deutungsebene. Umso positiv überrascht bin ich doch von den Klassikern die ich schon gelesen hab, da war es tatsächlich weniger der Fall. Ich mag es auch Mal mehr nachdenken zu müssen beim lesen, aber wenn ich zu viel über eine zweite Deutungsebene nachgrübele versteh ich das Buch eventuell auf seiner dargestellten Ebene gar nicht. Ich hoffe man versteht wie ich das mein. Deswegen hat die Schachnovelle mir wirklich gefallen, es ist eine Botschaft drinnen aber ohne das man viel danach suchen muss, was bei dem Thema natürlich auch gar nicht so verkehrt ist. Schöne kurzweilige Novelle, Mal sehen ob ich noch was von ihm lese.

Eine Meisterwerk über Depression, Angst und Isolierung.
Die Geschichte spielt auf einem Passagierdampfer und handelt von der Schachpartie zwischen dem Weltmeister Mirko Czentovic und dem Passagier Dr. B. Letzter beweist Fortgeschrittene Kenntnisse über Schach, behauptet jedoch das Spiel seit Jahrzehnten nicht angerührt zu haben. In einem ruhigen Moment erzählt Dr. B. dem Ich-Erzähler seine Lebensgeschichte und die Entstehung seiner Talente im Blind-Schach. Die Schachnovelle ist Zweigs letztes abgeschlossenes Werk während seines Exils 1941. Es ist eine hervorragendes Werk über die Leiden, die der Nationalsozialismus jedem einzelnen Menschen brachte. Depression, Angst und Persönlichkeitsspaltung sind nur ein paar wenige Folgen, die die Isolation und psychische Folter für Dr. B mit sich brachte. Stefan Zweig verarbeitete mit der Schachnovelle auf knapp 80 Seiten seine eigene Depression. Am 23.02.1942 nahm Zweig sich das Leben. Seine Werke bleiben Meisterstücke der Literatur
Faszinierend, wie sehr einen eine Schachpartie beim Lesen fesseln kann
Es ist eine sehr spannende Novelle mit recht wenig direkter Handlung. Aber die beiden Schachspieler und ihre Hintergründe haben mich unglaublich fasziniert. Eigtl wollte ich das Buch gar nicht direkt beenden, aber ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Kurzweiliger und doch wichtiger Klassiker
Vorweg: ich habe entschieden Klassiker und gerade Bücher, die Geschichte behandeln, immer mit 5 Sternen zu bewerten. Unabhängig davon obs mir gefallen hat, ist es wichtig gewisse Themen in die Gesellschaft zu tragen oder sie dort präsent zu halten. Und es hat seine Gründe warum es Klassiker geworden sind... Meine ehrliche Meinung gibt's trotzdem hier :) Die Schachnovelle ist ein kurzweiliges, schnell erzähltes Buch. Manchmal hatte ich mit der Ausdrucksweise Probleme, aber es tut der Geschichte keinen Abbruch. Da die Gedchichte gerade mal 95 Seiten hat (der Rest ist Nachwort - auch lesenswert), empfehle ich jedem, der diesen Beitrag liest, dieses Buch zu lesen! Ich möchte nicht spoilern, die Geschichte von Herrn Dr. B. ist erinnerungswert. Eine Geschichte über die Psyche, Folter und natürlich Schach... Mich hats wirklich nachdenklich zurück gelassen.
Eine ganz interessante und spannende Geschichte, die in die psychischen Abgründe eines von der Gestapo gefangenen und folglich mit erbarmungsloser Isolation kämpfenden Mannes eintaucht. Hatte angesichts der Berühmtheit und der Position innerhalb der Literatur ehrlich gesagt etwas mehr erwartet, die Handlung war aber ganz interessant, nicht langweilig, mit großartigem Schreibstil.
Präzise formulierter Klassiker „Sieger machen keine Erfahrung. Eine Erfahrung macht man nur als Verlierer.“ (Martin Walser) Es war mal wieder Zeit für einen „Klassiker“. Und das Stefan Zweig´s „Schachnovelle“ dazugehört – nun, dass zweifle ich nach den 112 Seiten der neuen „Penguin Edition“ aus dem Penguin-Verlag (inklusive einem ausführlichen und überaus interessanten Nachwort von Jeffrey B. Berlin) nicht mehr an. Zu schnell war ich fasziniert von der einfachen, präzisen aber auch bildhaften Sprache von Stefan Zweig, mit der er seine (Haupt-)Charakter Mirko Czentovic und Dr. B. einführt und der geneigten Leserschaft nicht nur eine Lehrstunde in brillanter Charakterstudie bietet, sondern auch die Perfidität des nationalsozialistischen Regimes anhand der Isolationshaft von Dr. B. vor Augen führt. Auch wenn es dem Titel nach um Schach geht: man muss kein ausgewiesener Experte sein, um die direkten Bezüge nachvollziehen zu können (obwohl es auch nicht schadet, sich zumindest mit den Grundzügen auszukennen *g*). Wichtiger sind eigentlich wie erwähnt die Charaktere Czentovic und Dr. B. – der eine (Czentovic) als unnahbarer, schweigsamer Schachweltmeister, der andere (Dr. B.) an einer „Schachvergiftung“ leidend, die er sich in der Isolationshaft (durch Zufall?) eingefangen hat und der sich schwört, nie wieder Schach zu spielen. Doch dann… Das alles ist große Literatur in wenigen, dafür aber umso präziseren und nachhaltig wirkenden Worten und Sätzen. Bedeutet: ich heiße „Schachnovelle“ auf meiner Liste der Alltime-Faves herzlich willkommen! 5* und die dazu gehörende glasklare Leseempfehlung! ©kingofmusic
Mehr als ein Spiel
Eine überraschende und interessante Geschichte die sich anders entwickelt als erwartet, tiefgründig und voller psychologisch interessanter Personen. Auch interessant dass es eher von einen Außenstehenden erzählt wird und nicht wirklich von einem der Schachspieler. Zwei völlig verschiedene Menschen mit völlig verschiedenen Bezug zu Schach
Du musst keine Ahnung von Schach haben um dieses Buch zu erfassen.
Ich bin sprachlos wie man auf so wenig Seiten eine solche Geschichte schreiben kann. Unfassbar auf den Punkt. Es ist eine psychologische Erzählung würde ich sagen. Schlagworte: Isolationshaft in der NS Zeit Einsamkeit Geistige Unterforderung Persönlichkeitsspaltung Der Schreibstil ist gut verständlich und einfach auf dem Punkt.

⭐️ 4 Sterne – Psychologisch, beklemmend, spannend – ein kurzer Klassiker mit Tiefgang
Ich habe Schachnovelle an einem Abend gelesen – und konnte es streckenweise kaum aus der Hand legen. Stefan Zweigs Schreibstil ist angenehm, klar und gleichzeitig sehr fesselnd. Besonders die Geschichte von Dr. B. fand ich extrem spannend: Was Isolation mit einem Menschen machen kann, wie er sich nur mit einem Schachbuch geistig über Wasser hält – das war faszinierend und bedrückend zugleich. Die Spannung baut sich großartig auf, doch gerade deshalb hätte ich mir vom Ende ein bisschen mehr erhofft. Es fühlte sich für mich etwas zäh an und blieb hinter dem starken Aufbau zurück. Trotzdem: Eine kurze, intensive Lektüre, die nachwirkt und viele Fragen aufwirft – über das Menschsein, den Verstand und die Macht der Gedanken. Fazit: Eindringlich, klug erzählt und ein echter Klassiker.
Ein Werk mit Bedeutung. Man muss die Hintergründe des Autors kennen, um das Buch zu verstehen. Nichts für Träumen und Schwärmen, sondern tiefe, menschliche Abgründe, die zum Nachdenken anregen. Vor dem Hintergrund, dass sich Zweig kurz nach Fertigstellung des Werks selbst das Leben nahm, gewinnt der Inhalt noch mehr an Bedeutung.
5/5⭐ Mein erster Klassiker
Ein Meisterwerk von Stefan Zweig. Die Schachnovelle ist ein sehr schöner und kurzer Klassiker, indem es um eine Partie Schach geht, die ein Schachweltmeister und ein unbekannter namens Dr B spielen. Beide spielen auf unterschiedliche Arten und vor dem Schachspiel (worum es auch eigentlich im Buch meiner Meinung nach geht) erzählt Dr B seine Geschichte. Dr B's Geschichte ist sehr traurig, anders kann man sie nicht beschreiben. Er war ein Gefangener in Österreich zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Warum er so gut Schach spielen kann, erklärt Dr B ausführlich. Das Buch ist sehr gut für zwischendurch und schnell und entspannt zu lesen.
Die Schachnovelle von Stefan Zweig gehört nicht ohne Grund zu den bekanntesten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Schon lange hatte ich mir vorgenommen, diesen Klassiker zu lesen – und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders überraschend ist zunächst der geringe Umfang der Novelle. Auf wenigen Seiten entfaltet Zweig jedoch eine erstaunlich dichte und fesselnde Geschichte. Gerade diese Knappheit macht den Text so wirkungsvoll: Kein Wort wirkt überflüssig, jede Szene trägt zur Spannung und zur psychologischen Tiefe bei. Im Zentrum steht die Figur des Dr. B., dessen Entwicklung mich besonders beeindruckt hat. Seine Vorgeschichte – geprägt von Isolation und psychischem Druck – wird eindringlich geschildert und macht seinen „Wahnsinn“ auf beklemmende Weise nachvollziehbar. Zweig gelingt es meisterhaft, die Grenze zwischen Genie und Obsession verschwimmen zu lassen. Das Schachspiel wird dabei nicht nur als Spiel, sondern als existenzieller Kampf dargestellt – gegen sich selbst, gegen die eigene Vergangenheit und gegen den Verlust der Kontrolle. Auch die Gegenfigur des Schachweltmeisters Mirko Czentovic wirkt bewusst kühl und eindimensional, was den inneren Konflikt von Dr. B. noch stärker hervorhebt. Dieser Kontrast verstärkt die Spannung und verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die psychologische Präzision, mit der Zweig die Auswirkungen von Isolation und geistiger Überforderung beschreibt. Gerade vor dem historischen Hintergrund erhält die Geschichte eine zusätzliche Bedeutungsebene, die lange nachwirkt. Ich kann gut nachvollziehen, warum dieses Werk als Pflichtlektüre gilt. Die Schachnovelle ist eine kleine, aber äußerst eindringliche Geschichte, die zum Nachdenken anregt und noch lange im Gedächtnis bleibt. Für mich eine klare Empfehlung – nicht nur für Literaturinteressierte, sondern für alle, die sich für die Abgründe der menschlichen Psyche interessieren.

Interessant und zum Nachdenken anregend, außerdem super schön geschrieben
Eine kurze, sehr gut geschriebene Novelle über die Abgründe des menschlichen Verstandes. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es war super geschrieben, sehr präzise und auf den Punkt gebracht, und doch lyrisch und wunderschön. Auch toll gelesen von Christoph Maria Herbst. Die Schachnovelle ist das letzte Werk des Autors, geschrieben zwischen 1938-1941 im Exil in Brasilien auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, bevor er sich, sein Österreich schmerzlich vermissend, das Leben nahm.
Es heißt ja immer, man soll Klassiker lesen…JA!!! In meinem Buch sind 3 Erzählungen.Die Schachnovelle, Brief einer Unbekannten, Der Amoklauf. Unter jedem Titel hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ich bin überrascht worden. Nicht nur von den Inhalten der Erzählungen, sondern von diesem wahnsinnige tollen , so bildhaften Schreibstil. Wahnsinn, wie tief man den Protagonisten alles nachfühlen kann. Es wundert mich nicht, dass die Schachnovelle verfilmt wurde ( übrigens große Empfehlung zum anschauen. Habe ich mittlerweile auch gemacht). Es ist überhaupt nicht schwierig Stefan Zweig zu lesen- und man lässt sich einen Genuss entgehen, wenn man es nicht liest!
Großartige vollkommen zeitlose Novelle über einen Mann, der die Zeit seiner Gefangenschaft (mental) durchsteht, indem er Schachpartien aus einem Buch mit Krümeln nachspielt bzw. dann gegen sich selbst spielt. Stefan Zweig hat die Geschichte unglaublicherweise bereits 1941 kurz vor seinem Tod im Exil geschrieben, er beschreibt die Repressalien und Verhörmethoden der Gestapo sehr genau und sehr eindringlich. Ebenso eindringlich und atmosphärisch wird der schnelle Aufstieg seines Schachgegners, den er später auf dem Passagierschiff von New York nach Buenos Aires trifft, beschrieben. 5 Sterne dafür, dass der Roman sich spannend liest, da er vollkommen zeitlos geschrieben ist und in 80 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt hat. Man liest die knapp 100 Seiten in einem Rutsch durch.
Beeindruckende Sprache und psychologisches tiefes Buch.
Stefan Zweigs Schachnovelle war für mich nicht einfach nur ein weiteres Buch, das mir nach zahllosen Empfehlungen auf Instagram oder YouTube endlich einmal in die Hände fiel, sondern vielmehr eine literarische Begegnung, die mich auf eine Weise berührt hat, wie es nur wenige Werke vermögen, denn was zunächst wie die elegante Schilderung einer Schiffsreise beginnt, entfaltet sich schon bald zu einem psychologisch tief erschütternden Meisterwerk über Isolation, geistige Abgründe und die fragile Grenze zwischen Genialität und Selbstzerstörung. Zweigs Sprache ist dabei von einer solchen Präzision, Eleganz und fast schon hypnotischen Kraft, dass jede einzelne Seite wie ein kunstvoll gesetzter Zug auf einem Schachbrett wirkt, durchdacht, bedeutungsschwer und voller Spannung, wodurch man sich der Erzählung kaum entziehen kann. Besonders beeindruckt hat mich, wie meisterhaft Stefan Zweig nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern gleichzeitig die erschütternde Aussage seines Werkes in jede Zeile einwebt, denn die Schachnovelle zeigt auf beklemmende Weise, wie ein Mensch im völligen geistigen und seelischen Alleinsein nach Halt sucht und dabei ausgerechnet in einem Spiel sowohl Rettung als auch Verderben finden kann. Dr. B.s Schicksal ist dabei weit mehr als nur die Geschichte eines Mannes und seines Schachwahns, sondern ein eindringliches Symbol dafür, wie Isolation, Zwang und obsessive Gedankenkreise einen Menschen Stück für Stück an den Rand des Abgrunds treiben können. Was mich beim Lesen besonders fasziniert hat, war diese bedrückende Erkenntnis, dass selbst etwas so rational Erscheinendes wie Schach zu einer zerstörerischen Macht werden kann, wenn es zum einzigen Anker in einer zerbrechenden Seele wird, und genau darin liegt die erschütternde Größe dieser Novelle: Sie erzählt nicht bloß von Schach, sondern von Macht, Kontrolle, geistigem Überleben und den dunklen Tiefen des menschlichen Verstandes. Für mich war dieses Werk deshalb nicht nur sprachlich ein absolutes Meisterstück, sondern auch inhaltlich von enormer Bedeutung, weil Stefan Zweig auf unvergleichliche Weise Literatur, Gesellschaftskritik und psychologische Analyse miteinander verbindet. Die Schachnovelle ist ein Buch, das nicht einfach gelesen, sondern erlebt wird, und ich kann wirklich jedem nur wärmstens empfehlen, sich auf diese außergewöhnliche literarische Reise einzulassen, denn sie zeigt eindrucksvoll, warum manche Geschichten über Jahrzehnte hinweg nichts von ihrer Relevanz verlieren und warum Stefan Zweig bis heute zu den größten literarischen Stimmen seiner Zeit zählt.
Meisterwerk der Erzählkunst
Das ist die erste Novelle von Stefan Zweig, die ich gelesen und verschlungen habe. Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass er es selbst geschrieben hat, als er im Exil war. Der Wahnsinn der durch diese Gefangenschaft entsteht, war beim lesen körperlich nachzuempfinden. Dazu mein Lieblingszitat aus dem Buch: „Man tat uns nichts - man stellte uns nur in das vollkommenste Nichts, denn bekanntlich erzeugt kein Ding auf Erden einen solchen Druck auf die menschliche Seele wie das Nichts.“ Denn der Protagonist von Stefan Zweig ist ebenfalls ein Mann, der im Exil in der Gefangenschaft lebt. Vier Monate lang ist er eingesperrt. Er schafft es an ein Buch zu kommen, dabei handelt es sich um ein Schachbuch mit verschiedenen klassischen, Zügen, Eröffnungen und ganzen Partien. Der Protagonist hat daher nichts zu tun als alle Partien auswendig zu lernen, so verfällt er dem Spiel und kommt nicht mehr davon los. Jahre danach auf einem Schiff tritt er gegen den Schachweltmeister an. Das ganze Werk ist wie ein Sog, so gut geschrieben, dass man in einen Strudel gezogen wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen. Dass Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen, ist ja nichts neues. Aber noch nie hab ich ein Buch oder eine Novelle gelesen, die das so gekonnt erzählt hat. Das war definitiv nicht das Letzte Buch, was ich von ihm gelesen habe. Dass ich das so gerne mochte, hängt auch mit meiner Faszination für Schach zusammen. Man kann das nämlich super lesen ohne selbst gut Schach können zu müssen, trotzdem klare Empfehlung an alle Schachspieler. Erinnert natürlich auch wie erwartet an das Damengambit, was ich auch geliebt habe.
Großartiges Buch
Wenn ihr wenigstens einen Klassiker in eurem Leben lest, dann bitte diesen hier! Und auch wenn ihr keine Klassiker mögt oder nicht lesen wollt, lest es trotzdem. Der Schreibstil war sehr flüssig, die Erzählweise super spannend und die Sprache recht leicht gehalten, wenn auch manchmal altmodisch. Sodass eigentlich jede Person diese Geschichte lesen kann. Kurz und knackig auf knapp 90 Seiten wird eine Geschichte über Traumata, Überleben und Schutz erzählt. Und mehr als diese Seiten braucht es auch nicht. Dieses Lesen hat wirklich Spaß gemacht und es ist ein Buch, welches einem im Kopf bleiben wird.
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Book Information
Author Description
Stefan Zweig, wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und starb am 23. Februar 1942 in Petrópolis bei Rio de Janeiro. Er studierte Philosophie, Germanistik und Romanistik in Berlin und Wien, reiste viel in Europa, nach Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika. 1938 emigrierte Zweig nach England, ging 1940/41 nach New York, dann nach Brasilien, wo er sich 1942 das Leben nahm.
Posts
Eine außergewöhnliche Geschichte, meisterhaft erzählt. Zum dritten Mal habe ich die Schachnovelle gelesen und einmal habe ich sie zudem gehört, ohne dass mir langweilig wurde. Immer wieder fesselt mich diese ausgefeilte Sprache, auch wenn sie zwischenzeitlich altmodisch anmutet. Und auch in der Story gibt es immer wieder neues zu entdecken. Diesmal habe ich gemeinsam mit meinem Mann gelesen und wir wurden zu vielfältigen Austausch angeregt. Erzählt Stefan Zweig doch eine Geschichte, die heute in noch vielfältigerer Weise möglich ist; man denke nur an die Auswirkungen so mancher digitale Spiele....
Schach matt
Mit gerade einmal 128 Seiten ist dieses kleine Schmuckstück schnell gelesen – doch die darin behandelte Thematik hat großes Gewicht. Auf einem Passagierschiff spricht sich rasch herum, dass ein weltberühmter Schachmeister an Bord ist. Natürlich möchten die Mitreisenden die Gelegenheit nutzen, einmal gegen ihn anzutreten. Anfangs scheint jede Partie aussichtslos, bis schließlich ein überraschender Gegner auftritt. Der Schachmeister Czentovic stellt sich den Passagieren und muss erstaunt feststellen, dass einer von ihnen sein Können deutlich unterschätzt: Dr. B. Doch wie kommt es, dass dieser Mann so brillant Schach spielen kann? Seine Geschichte wird nach und nach enthüllt. Während seiner Gestapohaft, die er in völliger Isolation und seelischer Zermürbung durchstehen musste, stieß er auf das Schachspiel – ein Zufluchtsort, der zugleich Rettung und Gefahr bedeutete. Wie genau das geschah und welche Folgen es für sein weiteres Leben hatte, sollte jede*r selbst entdecken. Für mich war dieses Buch ein eindrucksvolles Leseerlebnis, das mich nachhaltig beschäftigt hat. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.
intensiv • glaubwürdig • emotional Ich mochte diese Geschichte, obwohl sie zu Beginn nicht das war, was ich erwartet hatte. Ein lesenswertes Büchlein (112 Seiten plus Kommentar)
💜 Zum Autor: Stefan Zweig war einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts – ein gefeierter Kosmopolit, der die Menschen mit seinen tiefgründigen psychologischen Geschichten fesselte. Doch sein Leben war geprägt von den Schrecken des Exils und der Heimatlosigkeit. Was ihm (und seiner Psyche) schwer zu schaffen machte. 1942 nahm er sich gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Lotte in Brasilien das Leben, aus Verzweiflung über den Zustand der Welt. Seine „Schachnovelle“, geschrieben kurz vor seinem Tod, gilt als eines seiner eindringlichsten Werke und zeigt, wie stark Literatur und persönliche Erfahrungen bei ihm verschmolzen.
Verzweiflung und Befreiung
„Schachnovelle“ von Stefan Zweig hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Trotz der Kürze taucht man tief in die Gedankenwelt des Protagonisten ein und spürt seine Verzweiflung, aber auch die plötzliche Befreiung, die ihm das Schachspiel schenkt. Mich hat beeindruckt, wie intensiv man in so kurzer Zeit mitgerissen wird, als würde man selbst mit ihm diesen Wechsel von innerer Leere zu leidenschaftlicher Hingabe durchleben. Ein stilles, aber gewaltiges Leseerlebnis.

"Schachnovelle" ist eine zeitlos bewegende und großartige Erzählung, die gerade wegen der sprachlichen Gewandtheit des Autors viel Freude beim Lesen macht. Die Charaktere werden kurz aber treffend skizziert und die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend - es handelt sich hierbei eben nicht "nur" um Schach. Ein Klassiker der Literatur, den ich sehr gerne weiterempfehle.
Mein erster Klassiker
Durch Tik tokerinnen wie Chulia wurde ich darauf aufmerksam. Ich hatte keine Erwartungen und wenn eher negative. Aber ich muss sagen, dass es mir wirklich gefallen hat. Vor allem der Mittelteil, wo Dr.B dem Wahnsinn verfallen ist. Am Anfang wusste ich nicht,wohin die Reise geht und habe einfach die, für mich neue und manchmal zum lächeln bringenden, Formulierungen genossen. Doch dann zog es mich rein, die Entwicklung,die Dr B durchleben musste, fand ich sehr spannend. Ich mag wenn es um die menschliche Psyche geht und gibt es viel davon. Wirklich zu empfehlen, wenn man sich an Klassiker ranwagen will und eher was düsteres lesen möchte
Für Schach ist nun, wie für die Liebe, ein Partner unentbehrlich, und ich wußte zur Stunde noch nicht, ob sich außer uns andere Schachliebhaber an Bord befanden. 🤍♟️ Eine kurze Geschichte über Schach, in der ganz unterschiedliche Charaktere das Spiel spielen. Der Text ist schön geschrieben, leicht zu lesen und unterhaltsam.

Spannend, überraschend und zum Nachdenken
Auf einer Schifffahrt entdeckt ein Mann, dass der amtierende Schachweltmeister an Bord ist. Liebend gern würde er ein Mal gegen ihn spielen, auch wenn er natürlich komplett unterlegen wäre. Mit List findet er Mitstreiter, um den Mann herauszufordern. Dabei stellt sich heraus, dass Einer der Mitstreiter eine geheimnisvolle Vorgeschichte hat... Der Roman ist Jahrzehnte alt, aber liest sich packend und spannend mit Plot Twist.
Die schwarzen und weißen Seiten einer Partie
Schachnovelle ist wieder so ein Buch, was sehr viele von euch sicherlich als Schullektüre genießen durften. An mir ist es vorbeigegangen und das war ein Grund mehr es auf meine Klassikerliste zu setzen. In dieser wunderschönen Ausgabe der Büchergilde macht das Büchlein noch mal mehr Spaß Außerdem ist es so kurz, dass ich es auf der Bahnfahrt zur Buchmesse in einem Rutsch durchgelesen habe. Der Inhalt ist also schnell erzählt: auf einer Schiffspassage von New York nach Buenos Aires erfährt der ICH-Erzähler, ein österreichischer Immigrant, dass der berühmter Schachweltmeister Mirko Czentovic mit an Bord ist. Er versucht ihm unauffällig zu begegnen. Ein weiterer Passagier ist ebenfalls sehr interessiert daran, diesen kennen zu lernen, um mit ihm eine Partie Schach zu spielen. Gegen Geld tut Czentovic das auch und gewinnt natürlich in wenigen Zügen. Bei der Revanche mischt sich ein Laie ein, und verhilft dem stümperhaften Spieler zu einem Remis. Doktor B., wie er im weiteren Verlauf genannt wird, scheint ein viel besserer Schachspieler zu sein und den Grund für seine überragenden Fähigkeiten erfahren wir auch. Das dahinter Unterdrückung, Gewalt, Ungerechtigkeit, Vertreibung und daraus resultierende Folgen stecken, verleiht dem Text Gewicht. In wenigen Sätzen skizziert Zweig wie sich Persönlichkeiten in schwarz und weiß aufspalten. Er bringt auf der Passage Charaktere zusammen, die scheinbar alle Gründe haben für Ihr Verhalten. Zweigs Migrationsgeschichte spielt dabei sicherlich keine unwesentliche Rolle. Obwohl Schach nicht wirklich mein Thema ist, bin ich durch den Text geflogen. Zweig konzentriert sich auf das Wesentliche, bleibt dabei nicht umständlich an Nebensächlichkeiten haften, sondern führt uns geradewegs ans Ziel. Seine erzählerische Leichtigkeit ist erfrischend und tiefgründig zugleich. Eine Novelle, die zurecht zum Kanon der Weltliteratur gehört. Solltet ihr es noch nicht gelesen haben– es lohnt sich!
♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️ Diesen Klassiker wollte ich schon länger lesen, der vermutlich zu den bedeutendsten deutschen Exilarbeiten gehört. Ich habe mich schnell in diese Geschichte reingefunden, die psychologisch raffiniert aufgearbeitet wurde. Wer Klassiker mal ausprobieren möchte, findet hier einen guten Einstieg. ♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️♟️

Eine ungewöhnliche Schachpartie
Zweigs Schreibstil ist stark, ruhig und sehr eindringlich. Trotzdem muss ich sagen: Ich hatte mir etwas mehr erhofft. Vielleicht lag das an den hohen Erwartungen – es ist schließlich ein Weltklassiker, und meine beste Freundin schwärmt von Zweig. Am Ende war’s gut, aber kein Wow. Lesenswert? Ja – vor allem wegen der ungewöhnlichen Verbindung von Schach, Isolation und Wahnsinn. Werde mir trotzdem noch andere Werke vom Autor anschauen.
Beeindruckendes Werk über die Abgründe der menschlichen Psyche, geistige Überlebensstrategien und das Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht!
In einer zurückhaltenden, aber präzisen Sprache erzählt er von einem inneren Ausnahmezustand, ausgelöst durch totale Isolation, und davon, wie der menschliche Geist versucht, sich selbst zu retten - mit aller Kraft, aber auch auf Kosten seiner Stabilität. Besonders faszinierend ist, wie das Schachspiel hier zur vielschichtigen Metapher wird: für Kontrolle, Zerrissenheit, aber auch für Flucht und Besessenheit. Zugleich zeigt das Buch, wie unterschiedlich Menschen mit Talent, Wissen und Macht umgehen - ob mit Menschlichleit oder mit Kaltherzigkeit. Diese Kontraste werden scharf, aber nie überzeichnet dargestellt und laden zum Nachdenken ein. Schachnovelle ist keine klassische Handlung mit großem Drama - und doch entwickelt sie eine ungeheure psychologische Spannung. Für mich ist es ein leises, aber eindringliches Buch über menschliche Grenzen, über geistige Stärke und deren Zerbrechlichkeit. Ein Werk, das lange nachhallt - gerade weil es mehr andeutet, als es direkt ausspricht.
Ich bin vollkommen unvorbereitet an das Buch herangegangen und wusste nur, es muss wohl von Schach handeln. Dass die Geschichte so tiefgründig ist und einen politischen Bezug hat, hätte ich am Anfang nicht erwartet - das macht das Buch aber nochmal besser. Trotz der Kürze eine in sich runde Geschichte und ein Klassiker, den man gelesen haben sollte.
Der namenlose Ich- Erzähler befindet sich auf einem Passagierschiff auf der Überfahrt von New York nach Buenos Aires. Genauso wie Dr. B. und der Schachweltmeister Czentovic. Der Ich- Erzähler möchte dem wortkargen Czentovic näher kommen und lockt ihn durch ein Schachspiel an. Nach einigen Anläufen interessiert sich der Weltmeister und es kommt zu einer Partie zwischen dem Ich- Erzähler, einigen begeisterten Schachspielern auf der einen Seite und Czentovic auf der anderen Seite. Für mich hat Stefan Zweig schwarz und weiß durch seine Hauptcharaktere richtig gut dargestellt. Dr. B. und Czentovic könnten nicht gegensätzlicher sein. Der eine stammt aus armen Verhältnissen. Nur mittels seiner Begabung für das Schachspiel schafft er den Aufstieg. Trotzdem bleibt er ein Provinzler. Dr. B. hingegen ist ein gebildeter Mann. Rückt jedoch aufgrund seiner Stellung als eine Art Finanz- bzw. Vermögensverwalter für den Klerus und einige Adlige in das Visier der Gestapo. Er wird in Isolationshaft gesteckt und ist gewalttätigen Verhören ausgesetzt. Nur mithilfe eines Buches, welches Schachpartien berühmter Schachspieler beschreibt, rettet er sich zunächst aus seiner gedanklichen Isolation und nimmt sich zur Aufgabe diese Partien zu studieren und zu rekonstruieren. Er verfällt dann allerdings in einen Wahn….. Hier beschreibt Zweig also zwei Männer, die sowohl ihre materielle als auch ihre geistige Existenz über eine Partie Schach regelrecht ausfechten. Dies gelingt ihm, wie ich finde, grandios.
Mit Schach in den Wahnsinn... Dies ist keine Geschichte über eine seltene und außergewöhnliche Schachpartie zwischen Meistern. Im Gegenteil, das Schachspiel ist hier zweitrangig. Es geht nicht um das Genie Dr. B., sondern um seine geistige Unzurechnungsfähigkeit. Unfähig zu kommunizieren und Informationen aufzunehmen, da er zu Gestapo-Zeiten in einer Einzelzelle saß, konzentrierte der Doktor seine Aufmerksamkeit in der schwierigsten Zeit auf die einzig mögliche Gehirnarbeit - das Lösen von Schachkombinationen. Die Schachpartien gegen sich selbst entwickeln sich zu einer Psychose, und als er eine spontane Runde mit dem Schachweltmeister Czentovic spielt, wird er rückfällig und gerät in einen Zustand des manischen Schachspiels in seinem Kopf. Eine kurze, aber interessante Novelle über die Fähigkeiten und Möglichkeiten des menschlichen Gehirns und die Probleme der Einsamkeit. 4/5 ⭐
War doch ganz nett
Ich hab die Schachnovelle von Stefan Zweig gern gelesen. Sie war kurzweilig und hatte für ihre kürze viel Inhalt. Ich hab keine Ahnung von Schach und trotzdem fand ich keine der Erzählungen langweilig. vor allem die Erzählungen der verhör Methoden der Gestapo waren eindringlich aber doch verständlich und präzise. Ich erwarte bei Klassikern wohl zu oft schwere Sprache und eine versteckte zweite Deutungsebene. Umso positiv überrascht bin ich doch von den Klassikern die ich schon gelesen hab, da war es tatsächlich weniger der Fall. Ich mag es auch Mal mehr nachdenken zu müssen beim lesen, aber wenn ich zu viel über eine zweite Deutungsebene nachgrübele versteh ich das Buch eventuell auf seiner dargestellten Ebene gar nicht. Ich hoffe man versteht wie ich das mein. Deswegen hat die Schachnovelle mir wirklich gefallen, es ist eine Botschaft drinnen aber ohne das man viel danach suchen muss, was bei dem Thema natürlich auch gar nicht so verkehrt ist. Schöne kurzweilige Novelle, Mal sehen ob ich noch was von ihm lese.

Eine Meisterwerk über Depression, Angst und Isolierung.
Die Geschichte spielt auf einem Passagierdampfer und handelt von der Schachpartie zwischen dem Weltmeister Mirko Czentovic und dem Passagier Dr. B. Letzter beweist Fortgeschrittene Kenntnisse über Schach, behauptet jedoch das Spiel seit Jahrzehnten nicht angerührt zu haben. In einem ruhigen Moment erzählt Dr. B. dem Ich-Erzähler seine Lebensgeschichte und die Entstehung seiner Talente im Blind-Schach. Die Schachnovelle ist Zweigs letztes abgeschlossenes Werk während seines Exils 1941. Es ist eine hervorragendes Werk über die Leiden, die der Nationalsozialismus jedem einzelnen Menschen brachte. Depression, Angst und Persönlichkeitsspaltung sind nur ein paar wenige Folgen, die die Isolation und psychische Folter für Dr. B mit sich brachte. Stefan Zweig verarbeitete mit der Schachnovelle auf knapp 80 Seiten seine eigene Depression. Am 23.02.1942 nahm Zweig sich das Leben. Seine Werke bleiben Meisterstücke der Literatur
Faszinierend, wie sehr einen eine Schachpartie beim Lesen fesseln kann
Es ist eine sehr spannende Novelle mit recht wenig direkter Handlung. Aber die beiden Schachspieler und ihre Hintergründe haben mich unglaublich fasziniert. Eigtl wollte ich das Buch gar nicht direkt beenden, aber ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Kurzweiliger und doch wichtiger Klassiker
Vorweg: ich habe entschieden Klassiker und gerade Bücher, die Geschichte behandeln, immer mit 5 Sternen zu bewerten. Unabhängig davon obs mir gefallen hat, ist es wichtig gewisse Themen in die Gesellschaft zu tragen oder sie dort präsent zu halten. Und es hat seine Gründe warum es Klassiker geworden sind... Meine ehrliche Meinung gibt's trotzdem hier :) Die Schachnovelle ist ein kurzweiliges, schnell erzähltes Buch. Manchmal hatte ich mit der Ausdrucksweise Probleme, aber es tut der Geschichte keinen Abbruch. Da die Gedchichte gerade mal 95 Seiten hat (der Rest ist Nachwort - auch lesenswert), empfehle ich jedem, der diesen Beitrag liest, dieses Buch zu lesen! Ich möchte nicht spoilern, die Geschichte von Herrn Dr. B. ist erinnerungswert. Eine Geschichte über die Psyche, Folter und natürlich Schach... Mich hats wirklich nachdenklich zurück gelassen.
Eine ganz interessante und spannende Geschichte, die in die psychischen Abgründe eines von der Gestapo gefangenen und folglich mit erbarmungsloser Isolation kämpfenden Mannes eintaucht. Hatte angesichts der Berühmtheit und der Position innerhalb der Literatur ehrlich gesagt etwas mehr erwartet, die Handlung war aber ganz interessant, nicht langweilig, mit großartigem Schreibstil.
Präzise formulierter Klassiker „Sieger machen keine Erfahrung. Eine Erfahrung macht man nur als Verlierer.“ (Martin Walser) Es war mal wieder Zeit für einen „Klassiker“. Und das Stefan Zweig´s „Schachnovelle“ dazugehört – nun, dass zweifle ich nach den 112 Seiten der neuen „Penguin Edition“ aus dem Penguin-Verlag (inklusive einem ausführlichen und überaus interessanten Nachwort von Jeffrey B. Berlin) nicht mehr an. Zu schnell war ich fasziniert von der einfachen, präzisen aber auch bildhaften Sprache von Stefan Zweig, mit der er seine (Haupt-)Charakter Mirko Czentovic und Dr. B. einführt und der geneigten Leserschaft nicht nur eine Lehrstunde in brillanter Charakterstudie bietet, sondern auch die Perfidität des nationalsozialistischen Regimes anhand der Isolationshaft von Dr. B. vor Augen führt. Auch wenn es dem Titel nach um Schach geht: man muss kein ausgewiesener Experte sein, um die direkten Bezüge nachvollziehen zu können (obwohl es auch nicht schadet, sich zumindest mit den Grundzügen auszukennen *g*). Wichtiger sind eigentlich wie erwähnt die Charaktere Czentovic und Dr. B. – der eine (Czentovic) als unnahbarer, schweigsamer Schachweltmeister, der andere (Dr. B.) an einer „Schachvergiftung“ leidend, die er sich in der Isolationshaft (durch Zufall?) eingefangen hat und der sich schwört, nie wieder Schach zu spielen. Doch dann… Das alles ist große Literatur in wenigen, dafür aber umso präziseren und nachhaltig wirkenden Worten und Sätzen. Bedeutet: ich heiße „Schachnovelle“ auf meiner Liste der Alltime-Faves herzlich willkommen! 5* und die dazu gehörende glasklare Leseempfehlung! ©kingofmusic
Mehr als ein Spiel
Eine überraschende und interessante Geschichte die sich anders entwickelt als erwartet, tiefgründig und voller psychologisch interessanter Personen. Auch interessant dass es eher von einen Außenstehenden erzählt wird und nicht wirklich von einem der Schachspieler. Zwei völlig verschiedene Menschen mit völlig verschiedenen Bezug zu Schach
Du musst keine Ahnung von Schach haben um dieses Buch zu erfassen.
Ich bin sprachlos wie man auf so wenig Seiten eine solche Geschichte schreiben kann. Unfassbar auf den Punkt. Es ist eine psychologische Erzählung würde ich sagen. Schlagworte: Isolationshaft in der NS Zeit Einsamkeit Geistige Unterforderung Persönlichkeitsspaltung Der Schreibstil ist gut verständlich und einfach auf dem Punkt.

⭐️ 4 Sterne – Psychologisch, beklemmend, spannend – ein kurzer Klassiker mit Tiefgang
Ich habe Schachnovelle an einem Abend gelesen – und konnte es streckenweise kaum aus der Hand legen. Stefan Zweigs Schreibstil ist angenehm, klar und gleichzeitig sehr fesselnd. Besonders die Geschichte von Dr. B. fand ich extrem spannend: Was Isolation mit einem Menschen machen kann, wie er sich nur mit einem Schachbuch geistig über Wasser hält – das war faszinierend und bedrückend zugleich. Die Spannung baut sich großartig auf, doch gerade deshalb hätte ich mir vom Ende ein bisschen mehr erhofft. Es fühlte sich für mich etwas zäh an und blieb hinter dem starken Aufbau zurück. Trotzdem: Eine kurze, intensive Lektüre, die nachwirkt und viele Fragen aufwirft – über das Menschsein, den Verstand und die Macht der Gedanken. Fazit: Eindringlich, klug erzählt und ein echter Klassiker.
Ein Werk mit Bedeutung. Man muss die Hintergründe des Autors kennen, um das Buch zu verstehen. Nichts für Träumen und Schwärmen, sondern tiefe, menschliche Abgründe, die zum Nachdenken anregen. Vor dem Hintergrund, dass sich Zweig kurz nach Fertigstellung des Werks selbst das Leben nahm, gewinnt der Inhalt noch mehr an Bedeutung.
5/5⭐ Mein erster Klassiker
Ein Meisterwerk von Stefan Zweig. Die Schachnovelle ist ein sehr schöner und kurzer Klassiker, indem es um eine Partie Schach geht, die ein Schachweltmeister und ein unbekannter namens Dr B spielen. Beide spielen auf unterschiedliche Arten und vor dem Schachspiel (worum es auch eigentlich im Buch meiner Meinung nach geht) erzählt Dr B seine Geschichte. Dr B's Geschichte ist sehr traurig, anders kann man sie nicht beschreiben. Er war ein Gefangener in Österreich zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Warum er so gut Schach spielen kann, erklärt Dr B ausführlich. Das Buch ist sehr gut für zwischendurch und schnell und entspannt zu lesen.
Die Schachnovelle von Stefan Zweig gehört nicht ohne Grund zu den bekanntesten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Schon lange hatte ich mir vorgenommen, diesen Klassiker zu lesen – und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders überraschend ist zunächst der geringe Umfang der Novelle. Auf wenigen Seiten entfaltet Zweig jedoch eine erstaunlich dichte und fesselnde Geschichte. Gerade diese Knappheit macht den Text so wirkungsvoll: Kein Wort wirkt überflüssig, jede Szene trägt zur Spannung und zur psychologischen Tiefe bei. Im Zentrum steht die Figur des Dr. B., dessen Entwicklung mich besonders beeindruckt hat. Seine Vorgeschichte – geprägt von Isolation und psychischem Druck – wird eindringlich geschildert und macht seinen „Wahnsinn“ auf beklemmende Weise nachvollziehbar. Zweig gelingt es meisterhaft, die Grenze zwischen Genie und Obsession verschwimmen zu lassen. Das Schachspiel wird dabei nicht nur als Spiel, sondern als existenzieller Kampf dargestellt – gegen sich selbst, gegen die eigene Vergangenheit und gegen den Verlust der Kontrolle. Auch die Gegenfigur des Schachweltmeisters Mirko Czentovic wirkt bewusst kühl und eindimensional, was den inneren Konflikt von Dr. B. noch stärker hervorhebt. Dieser Kontrast verstärkt die Spannung und verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die psychologische Präzision, mit der Zweig die Auswirkungen von Isolation und geistiger Überforderung beschreibt. Gerade vor dem historischen Hintergrund erhält die Geschichte eine zusätzliche Bedeutungsebene, die lange nachwirkt. Ich kann gut nachvollziehen, warum dieses Werk als Pflichtlektüre gilt. Die Schachnovelle ist eine kleine, aber äußerst eindringliche Geschichte, die zum Nachdenken anregt und noch lange im Gedächtnis bleibt. Für mich eine klare Empfehlung – nicht nur für Literaturinteressierte, sondern für alle, die sich für die Abgründe der menschlichen Psyche interessieren.

Interessant und zum Nachdenken anregend, außerdem super schön geschrieben
Eine kurze, sehr gut geschriebene Novelle über die Abgründe des menschlichen Verstandes. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es war super geschrieben, sehr präzise und auf den Punkt gebracht, und doch lyrisch und wunderschön. Auch toll gelesen von Christoph Maria Herbst. Die Schachnovelle ist das letzte Werk des Autors, geschrieben zwischen 1938-1941 im Exil in Brasilien auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, bevor er sich, sein Österreich schmerzlich vermissend, das Leben nahm.
Es heißt ja immer, man soll Klassiker lesen…JA!!! In meinem Buch sind 3 Erzählungen.Die Schachnovelle, Brief einer Unbekannten, Der Amoklauf. Unter jedem Titel hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ich bin überrascht worden. Nicht nur von den Inhalten der Erzählungen, sondern von diesem wahnsinnige tollen , so bildhaften Schreibstil. Wahnsinn, wie tief man den Protagonisten alles nachfühlen kann. Es wundert mich nicht, dass die Schachnovelle verfilmt wurde ( übrigens große Empfehlung zum anschauen. Habe ich mittlerweile auch gemacht). Es ist überhaupt nicht schwierig Stefan Zweig zu lesen- und man lässt sich einen Genuss entgehen, wenn man es nicht liest!
Großartige vollkommen zeitlose Novelle über einen Mann, der die Zeit seiner Gefangenschaft (mental) durchsteht, indem er Schachpartien aus einem Buch mit Krümeln nachspielt bzw. dann gegen sich selbst spielt. Stefan Zweig hat die Geschichte unglaublicherweise bereits 1941 kurz vor seinem Tod im Exil geschrieben, er beschreibt die Repressalien und Verhörmethoden der Gestapo sehr genau und sehr eindringlich. Ebenso eindringlich und atmosphärisch wird der schnelle Aufstieg seines Schachgegners, den er später auf dem Passagierschiff von New York nach Buenos Aires trifft, beschrieben. 5 Sterne dafür, dass der Roman sich spannend liest, da er vollkommen zeitlos geschrieben ist und in 80 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt hat. Man liest die knapp 100 Seiten in einem Rutsch durch.
Beeindruckende Sprache und psychologisches tiefes Buch.
Stefan Zweigs Schachnovelle war für mich nicht einfach nur ein weiteres Buch, das mir nach zahllosen Empfehlungen auf Instagram oder YouTube endlich einmal in die Hände fiel, sondern vielmehr eine literarische Begegnung, die mich auf eine Weise berührt hat, wie es nur wenige Werke vermögen, denn was zunächst wie die elegante Schilderung einer Schiffsreise beginnt, entfaltet sich schon bald zu einem psychologisch tief erschütternden Meisterwerk über Isolation, geistige Abgründe und die fragile Grenze zwischen Genialität und Selbstzerstörung. Zweigs Sprache ist dabei von einer solchen Präzision, Eleganz und fast schon hypnotischen Kraft, dass jede einzelne Seite wie ein kunstvoll gesetzter Zug auf einem Schachbrett wirkt, durchdacht, bedeutungsschwer und voller Spannung, wodurch man sich der Erzählung kaum entziehen kann. Besonders beeindruckt hat mich, wie meisterhaft Stefan Zweig nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern gleichzeitig die erschütternde Aussage seines Werkes in jede Zeile einwebt, denn die Schachnovelle zeigt auf beklemmende Weise, wie ein Mensch im völligen geistigen und seelischen Alleinsein nach Halt sucht und dabei ausgerechnet in einem Spiel sowohl Rettung als auch Verderben finden kann. Dr. B.s Schicksal ist dabei weit mehr als nur die Geschichte eines Mannes und seines Schachwahns, sondern ein eindringliches Symbol dafür, wie Isolation, Zwang und obsessive Gedankenkreise einen Menschen Stück für Stück an den Rand des Abgrunds treiben können. Was mich beim Lesen besonders fasziniert hat, war diese bedrückende Erkenntnis, dass selbst etwas so rational Erscheinendes wie Schach zu einer zerstörerischen Macht werden kann, wenn es zum einzigen Anker in einer zerbrechenden Seele wird, und genau darin liegt die erschütternde Größe dieser Novelle: Sie erzählt nicht bloß von Schach, sondern von Macht, Kontrolle, geistigem Überleben und den dunklen Tiefen des menschlichen Verstandes. Für mich war dieses Werk deshalb nicht nur sprachlich ein absolutes Meisterstück, sondern auch inhaltlich von enormer Bedeutung, weil Stefan Zweig auf unvergleichliche Weise Literatur, Gesellschaftskritik und psychologische Analyse miteinander verbindet. Die Schachnovelle ist ein Buch, das nicht einfach gelesen, sondern erlebt wird, und ich kann wirklich jedem nur wärmstens empfehlen, sich auf diese außergewöhnliche literarische Reise einzulassen, denn sie zeigt eindrucksvoll, warum manche Geschichten über Jahrzehnte hinweg nichts von ihrer Relevanz verlieren und warum Stefan Zweig bis heute zu den größten literarischen Stimmen seiner Zeit zählt.
Meisterwerk der Erzählkunst
Das ist die erste Novelle von Stefan Zweig, die ich gelesen und verschlungen habe. Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass er es selbst geschrieben hat, als er im Exil war. Der Wahnsinn der durch diese Gefangenschaft entsteht, war beim lesen körperlich nachzuempfinden. Dazu mein Lieblingszitat aus dem Buch: „Man tat uns nichts - man stellte uns nur in das vollkommenste Nichts, denn bekanntlich erzeugt kein Ding auf Erden einen solchen Druck auf die menschliche Seele wie das Nichts.“ Denn der Protagonist von Stefan Zweig ist ebenfalls ein Mann, der im Exil in der Gefangenschaft lebt. Vier Monate lang ist er eingesperrt. Er schafft es an ein Buch zu kommen, dabei handelt es sich um ein Schachbuch mit verschiedenen klassischen, Zügen, Eröffnungen und ganzen Partien. Der Protagonist hat daher nichts zu tun als alle Partien auswendig zu lernen, so verfällt er dem Spiel und kommt nicht mehr davon los. Jahre danach auf einem Schiff tritt er gegen den Schachweltmeister an. Das ganze Werk ist wie ein Sog, so gut geschrieben, dass man in einen Strudel gezogen wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen. Dass Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen, ist ja nichts neues. Aber noch nie hab ich ein Buch oder eine Novelle gelesen, die das so gekonnt erzählt hat. Das war definitiv nicht das Letzte Buch, was ich von ihm gelesen habe. Dass ich das so gerne mochte, hängt auch mit meiner Faszination für Schach zusammen. Man kann das nämlich super lesen ohne selbst gut Schach können zu müssen, trotzdem klare Empfehlung an alle Schachspieler. Erinnert natürlich auch wie erwartet an das Damengambit, was ich auch geliebt habe.
Großartiges Buch
Wenn ihr wenigstens einen Klassiker in eurem Leben lest, dann bitte diesen hier! Und auch wenn ihr keine Klassiker mögt oder nicht lesen wollt, lest es trotzdem. Der Schreibstil war sehr flüssig, die Erzählweise super spannend und die Sprache recht leicht gehalten, wenn auch manchmal altmodisch. Sodass eigentlich jede Person diese Geschichte lesen kann. Kurz und knackig auf knapp 90 Seiten wird eine Geschichte über Traumata, Überleben und Schutz erzählt. Und mehr als diese Seiten braucht es auch nicht. Dieses Lesen hat wirklich Spaß gemacht und es ist ein Buch, welches einem im Kopf bleiben wird.

























































