Piranesi
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Ein riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit – der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst.
Book Information
Author Description
Susanna Clarke wurde am 1. November 1959 in Nottingham geboren und verbrachte ihre Kindheit in Nordengland und Schottland. 1981 machte sie ihren Abschluss in Philosophie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften am St. Hilda's College in Oxford und arbeitete danach acht Jahre lang in der Verlagsbranche, ehe sie als Lehrerin nach Turin und Bilbao ging. 1992 kehrte sie nach England zurück und begann mit dem Schreiben. Ihr Debütroman »Jonathan Strange & Mr. Norrell« erschien 2004, wurde für den Man Booker Prize nominiert und mit dem Hugo Gernsback Award, dem British Book Awards Newcomer of the Year, dem Locus Award for Best First Novel und dem World Fantasy Award ausgezeichnet. Er stand elf Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times und wurde 2015 von der BBC als Fernsehserie adaptiert. 2020 erschien ihr zweiter Roman »Piranesi« im Blessing Verlag. Susanna Clarke lebt mit ihrem Partner, dem Schriftsteller Colin Greenland, in Derbyshire.
Characteristics
17 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Die Schönheit des Hauses ist unermesslich, seine Güte grenzenlos..✨
WAS war dieses Buch bitte 😭✨ Ich habe „Piranesi“ durch TikTok entdeckt, und die Geschichte hörte sich so spannend und anders an als alles was ich bisher gelesen hab das ich mir dachte : „ok Go for it“👀 Und dann saß ich da die ersten 80 Seiten einfach nur so: „Was zur Hölle lese ich hier eigentlich?“ 😒🌊✨ Die Handlung klingt erstmal komplett verrückt: Ein Mann lebt in einem riesigen „Haus“. Aber dieses Haus ist keine normale Villa oder sowas 😭 Dieses Haus ist eine GANZE WELT. Endlose Hallen. Unzählige Statuen. Kilometerlange Gänge. Treppen überall. Unten das Meer 🌊 Oben Wolken und Sterne ✨☁️ Und mittendrin läuft einfach Piranesi herum, zählt Hallen, beobachtet Gezeiten, schreibt Tagebücher und lebt mit den Albatrossen 🕊️😭 Er ist dort fast komplett alleine. Es gibt nur noch einen einzigen anderen Menschen 👀 Der „Andere“ kommt aber nur zu bestimmten Treffen vorbei und verschwindet danach wieder. Und man fragt sich die GANZE Zeit: Wo ist er sonst? Was macht er? Warum ist er überhaupt dort? Und was haben die ganzen Knochen der Toten zu bedeuten, die überall rumliegen😭 Ich schwöre, teilweise kam ich mir vor, als würde ich einem Philosophen oder Mathematiker beim Dokumentieren einer fremden Dimension zuschauen 😂 Der Mann analysiert Wege, Hallen, Strömungen und Zusammenhänge so detailliert, dass ich gleichzeitig komplett verwirrt UND komplett fasziniert war 😭 Und das KRASSE ist: Man hat wirklich ewig keine Ahnung, worum es eigentlich geht 👀🤯 Ich hatte ungelogen 1000 Theorien im Kopf. Ist das alles real? Ist Piranesi verrückt? Was ist dieses Haus eigentlich wirklich?! 😭 Und jedes Mal, wenn man denkt „okay jetzt hab ich’s verstanden“, verändert sich wieder komplett das eigene Bild 😭✨ Das Buch ist übrigens Fantasy mit magischem Realismus ✨ und genau dieses Genre habe ich vorher noch NIE gelesen. Es hat sich so erfrischend neu angefühlt. Sehr ruhig geschrieben, kaum klassische Action… aber trotzdem konnte ich NICHT aufhören zu lesen 👀 Und Piranesi selbst??? 🥺 SO ein liebevoller Charakter. Ruhig, sanft, manchmal fast ein bisschen kindlich-naiv, aber wirklich herzensgut. Man schließt ihn einfach sofort ins Herz 😭✨ Und gegen Ende????? HELLO???? 👀😭 Plötzlich entwickelt sich das Ganze gefühlt fast zu einem Thriller, die Spannung zieht so krass an.😱🤯 Die Auflösung fand ich wirklich richtig stark. Also ja… Dieses Buch ist seltsam. Verwirrend. Wunderschön. Und komplett anders als alles, was ich bisher gelesen habe 😭

Schön verloren, Piranesi.
Ein Haus ohne Außenwände. Säle, die ins Unendliche reichen. Gezeiten, die durch Korridore fluten. Susanna Clarkes Piranesi wirft einen ins kalte Wasser und erklärt einem dabei nicht mal, dass man schwimmen soll. Die Prämisse ist so simpel wie verwirrend: Ein Mann namens Piranesi lebt in einem gigantischen, labyrinthartigen Haus. Er führt Tagebuch, beobachtet die Gezeiten, katalogisiert Statuen und hat offensichtlich keine Ahnung, wer er wirklich ist. Mehr wird hier nicht verraten, denn Piranesi lebt von seinen Enthüllungen. Was Clarke hier baut, ist atmosphärisch dicht und konzeptuell mutig. Das Haus fühlt sich gleichzeitig klaustrophobisch und unendlich an, vertraut und völlig fremd. Wer auf klassisches Worldbuilding mit Erklärungen und Exposition hofft, wird enttäuscht – wer sich aber auf die Logik des Buches einlässt, taucht in etwas wirklich Eigenwilliges ein. Der Schreibstil ist dabei nicht für jeden. Piranesis kühle, protokollartige Tagebucheinträge sind Stilmittel und Stolperstein zugleich – funktionieren als Charakter- und Weltaufbau, können aber auf Dauer zermürbend wirken, besonders wenn man auf Tempo oder emotionale Nähe aus ist. Ob ich alles verstanden habe? Ehrlich gesagt: nicht sicher. Piranesi hinterlässt mehr Fragen als Antworten und ich bin mir nicht immer sicher, ob das an der Tiefe des Buches liegt oder an meiner eigenen Leseerfahrung. Aus diesem Grund verzichte ich bewusst auf eine Bewertung. Ein Buch, bei dem man nicht ausschließen kann, den Kern verfehlt zu haben, verdient keinen voreiligen Stempel. Was bleibt, ist das Gefühl, etwas Ungewöhnliches gelesen zu haben. Und vielleicht ist das bei Piranesi schon die halbe Botschaft.

Der Einstieg ins Buch war schwer und ich hab nichts verstanden, aber dann nahm die Geschichte Fahrt auf und ich wollte unbedingt wissen, wie es jetzt weiter geht. Gemeinsan mit Piranesi decken wir die Geheimnisse auf und es wird Licht ins Dunkel gebracht. Die Geschichte ist definitiv ziemlich speziell und man muss sich erstmal darauf einlassen und damit warm werden, aber dann nimmt sie einen "gefangen". 😉
Seltsam, faszinierend und atmosphärisch unglaublich stark
✨ Piranesi ⭐ 4,25/5 Sterne Ich wollte dieses Buch schon ewig lesen und bin sehr froh, dass mein Buchclub mir endlich den letzten Schubs gegeben hat. Piranesi ist einfach ein wahnsinnig faszinierendes Buch. Schon die Grundidee mit diesem endlosen Haus voller Hallen, Statuen, Gezeiten und Geheimnisse hat mich sofort bekommen. Ich konnte mir alles unglaublich gut vorstellen und genau das hat das Lesen für mich so besonders gemacht. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man die ganze Zeit miträtselt, ohne wirklich zu wissen, worauf es hinausläuft. Und genau das mochte ich sehr. Es war unvorhersehbar, seltsam und gleichzeitig total fesselnd. Ich hatte nie das Gefühl, mich durchkämpfen zu müssen, sondern wollte einfach immer wissen, was als Nächstes passiert. Besonders stark fand ich auch Piranesi selbst und seine Wahrnehmung der Welt. Wie er das Haus sieht, wie selbstverständlich diese Realität für ihn ist und wie sich nach und nach kleine Verschiebungen ergeben, das war richtig gut gemacht. Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ruhig, atmosphärisch, aber nie schwer zugänglich. Ein kleines Aber habe ich beim Ende. Es war für mich nicht falsch, aber ein bisschen unbefriedigend. Ich glaube, ich hätte es fast spannender gefunden, wenn das Buch diesen mystischen, schwer greifbaren Charakter noch konsequenter beibehalten hätte, statt manche Dinge klarer in eine bestimmte Richtung aufzulösen. Trotzdem: Wirklich ein besonderes Buch. Nicht emotional mein absolutes Highlight, aber definitiv eines, das mich durch seine Atmosphäre und Idee komplett gecatcht hat.
»Vielleicht ist das so, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist. Vielleicht kann selbst jemand, den man mag und unendlich bewundert, einen Die Welt so sehen lassen, wie man sie lieber nicht sehen würde.« 🌊🏛️🌌 Zum Inhalt lässt sich nicht viel sagen, ohne zu spoilern. Man steigt ein mit einem großen Fragezeichen und man muss sich darauf einlassen, um Stück für Stück mehr Antworten oder Hinweise zu bekommen. Es ist super spannend zu beobachten, wie ich regelrecht nervös wurde beim Lesen, einfach weil ich weiterkommen wollte, um Antworten zu erhalten. Der Protagonist selbst ist für mich die pure Freundlichkeit, Sanftheit und Unschuld in Person. Er begegnet der Welt mit Dankbarkeit und Genügsamkeit. Es hat gut getan die Welt aus seiner Perspektive zu erkunden. 🫂 Auch das Ende lässt einen mit der Frage zurück, was einen Menschen und seine Identität letztendlich ausmacht.
Wunderschön geschriebenes Mysterium
Wie viele Rezensionen es mir ähnlich tun, kann ich auch nur wenig über das Buch erzählen ohne zu viel zu verraten. Denn das ist es worum es in dem Buch geht - das Mysterium, um das labyrinthischartige Haus und um Piranesi. Dabei punktet die Geschichte vor allem durch die tollen Beschreibung und die Geschichte selbst. Das Buch ist wirklich schön geschrieben. Die Beschreibungen des Hauses und der Geschichte sind sehr eindrücklich und ich konnte mir vieles bildlich vorstellen. Dadurch wurde ich auch richtig in den Bann gezogen. Auch die Geschichte des Mysteriums ist sehr gut aufgebaut. Ich habe nicht nur mitgelesen wie Piranesi dieses ergründet, sondern auch selber mitgerätselt und beim Lesen immer wieder neue Theorien aufgestellt, wenn ich neue Informationen entdeckt habe. Das Ende, was ja oft bei Büchern ein Schwachpunkt ist, war meiner nach richtig gut. Klare Empfehlung von mir 🍀.
Dieses Buch hat etwas Magisches und Geheimnisvolles
Ich weiß nicht so richtig, wie ich es beschreiben soll. Das Buch war definitiv ein Highlight, denn die Autorin schafft eine wundervolle, mysteriöse Welt, welche allmählich, leise und sanft an Fahrt gewinnt und mich als Leser immer weiter fasziniert und in ihren Bann zieht. Der Protagonist "Piranesi" ist mir durchweg sympathisch, wie er mit seiner naiven Art das Labyrinth erkundet und an diesem Ort überlebt; es unterscheidet sich von klassischen Fantasyromane. Er ist ein total neugieriger, freundlicher und anpassungsfähiger Charakter, der immer neue Situationen im Labyrinth meistert und den vielen Rätseln, die auftauchen, immer auf den Grund geht. Große Teile des Buches bestehen aus seinen Beobachtungen und Tagebucheinträgen, welche ungemein zur Atmosphäre beitragen. Die Auflösung zur Unerklärlichkeit des Labyrinths gegen Ende regt sehr zum eigenen Nachdenken und Interpretieren ein, da nicht alle Zusammenhänge vollständig erklärt werden und die Grenzen zwischen Traum und Realität sehr verschwimmen. Für mich war es eine wundervolle Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen kann.
Die Statuen weisen den Weg
Piranesi lebt an einem ungewöhnlichen Ort: ein unendliches Haus, Korridore, Säle und Statuen bestimmen sein Leben. Etwas anderes kennt er nicht. Er fischt in einem unterirdischen Meer und erforscht sein Zuhause. Doch Veränderung kommt über das Haus und je mehr Piranesi lernt, desto gefährlicher werden sein Leben und die Frage, woher er eigentlich kommt… Mit Piranesi hat Susanna Clarke ein Buch zum (Mit-)Rätseln geschrieben. Piranesis außergewöhnliche Perspektive auf seine Welt, ohne Wissen von anderen Menschen oder einer Welt draußen in Kombination mit dem besonderen Schreibstil bieten ein ganz eigenes Leseerlebnis. Mit Piranesi erkunden wir eine Welt, die uns fremd ist und vielleicht auch etwas unheimlich wirkt, aber in keinem Fall bedrohlich ist. Der Leser erlebt die Geschichte durch Piranesis Tagebucheinträge und ist ihm vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle einen Schritt voraus, dennoch bleibt die Handlung unfassbar atmosphärisch und voller Symbolismus. Auf jeder Seite findet sich eine Statue oder ein Moment, der sich analysieren lässt. Wie sich Piranesis Geschichte am Ende auflöst, ist weniger mystisch, ein Stück weit muss die Unerklärlichkeit des endlosen Hauses entzaubert werden, doch ganz gelingt das nie und so bleibt man als Leser mit mehr als einer Frage zurück, über die man nachdenken kann, und natürlich mit einer neuen Perspektive auf die Grenze zwischen Realität und Traum.

Ein Buch wie ein Traum, den man nicht ganz greifen kann – und das ist absolut als Kompliment gemeint. Susanna Clarke hat sich eine der originellsten Prämissen der letzten Jahre ausgedacht: ein rätselhaftes, endloses Haus voller Gezeiten, Statuen und Möwen, bewohnt von einem Mann namens Piranesi, der seine Welt mit einer fast kindlichen Ehrfurcht betrachtet. Diese Perspektive ist das eigentliche Herzstück des Buches. Mit Piranesi durch die Säulenhallen zu streifen, Schritt für Schritt die Hintergrundgeschichte aufzudecken – das hat echten Sog. Dazu ein Schreibstil, der stellenweise richtig poetisch aufblüht. Kurzum: ein Buch, das man sich regelrecht reinzieht. Der einzige Wermutstropfen: Nach dem zentralen Twist verliert die Geschichte etwas an Magie. Das große Rätsel ist gelöst, und damit schwindet auch ein Stück der Faszination. Zum Glück ist das Buch kurz genug, dass das nicht wirklich wehtut. Wer ein nachdenkliches, atmosphärisches Leseerlebnis sucht, das lange im Kopf bleibt – hier ist es.
Nachdenklich
Die Geschichte hat eine andere Wendung genommen, als ich vermutet hatte. Das war sehr erfrischend und hat mir gut gefallen. Man braucht etwas Geduld, der Anfang wirkt erstmal etwas langatmig. Das vergeht jedoch und dann ist es einfach nur noch spannend und toll. Katabasis wurde von diesem Buch inspiriert laut der Autorin und das merkt man. Die Geschichten haben nicht viel gemeinsam und dennoch war die Inspiration spürbar, im wirklich positiven Sinn.
Vestibüle, Albatrosse und ein verwirrter, klarer Geist
Ich liebe ja solche Bücher die ein wenig Raum für Fantasie lassen, bei denen sich die Geschichte nicht gleich erschließt und die ins Surreale abdriften. Piranesi ist genau so ein Werk. Mit der Beschreibung der Räume, die gerade so viel verraten um sich eine grobe Vorstellung machen zu können, und dem analytischen, jedoch zu Teilen gestörtem Geist des Protagonisten, wird dieser Werk zu einer ganz besonderen Reise. Man spürt die Einsamkeit, den Forscherdrang, blickt tief in die Gedanken Piranesis, bewundert sein pragmatisches Handeln und wird von seinen Entdeckungen in den Bann gezogen. Ein tolles Buch…wenn man sich darauf einlassen kann
Atmosphärisch, mystisch und ein bisschen Psychologie 🖤
Ich wusste nicht ganz was auf mich zukommt, war aber sehr positiv überrascht! Piranesi ist eine gute Mischung aus atmosphärischem Aufbau der dann zwischenzeitlich Richtung Thriller geht und am Ende ein Gefühl von „psychologisch tiefer“ hinterlässt. Auch die Figuren haben mir sehr gefallen und die Buchlänge hat sich für mich perfekt angefühlt. Nachdem sich die ersten 100 Seiten doch etwas gezogen haben sind es für mich am Ende 4,5 Sterne. Insgesamt würde ich das Buch jedem empfehlen, der Bücher mag die auf einer spannenden Geschichte Richtung Fantasy aufbauen, insgesamt aber auch einen tieferen Sinn beim Leser hinterlassen.

Wow! Wieso stand dieses Buch so lange unbeachtet in meinem Regal?!
„Piranesi“ hat mich begeistert und ich konnte es zwei Tage lang nicht aus der Hand legen. Bereits das Worldbuilding am Anfang (das einige ja eher etwas langatmig fanden) hat mich gefesselt. „Das Haus“ mit seinen unzähligen Sälen und Statuen und die Beschreibung der Gezeiten fand ich absolut faszinierend. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Die Tagebucheinträge des Protagonisten ziehen einen mitten hinein und es fühlt sich an, als würde man zusammen mit ihm durch die majestätischen Hallen laufen. Besonders die Schilderung der „Versunkenen Säle“ mit ihrem ruhigen, dunklen Wasser und den darin befindlichen, haushohen Statuen hat mir echt Gänsehaut verursacht (ich habe nämlich Thalassophobie = also Angst vor tiefem Wasser – brrr). Tatsächlich hätte mich das Buch auch dann gefesselt, wenn Piranesi auf 270 Seiten nur seine Welt beschrieben hätte. Der unvorhersehbare Spannungsbogen, der sich nach dem ersten Teil entwickelt, hat mich aber dann komplett mitgerissen. Sprachlich ist das Buch wunderschön geschrieben: einfach, aber dennoch poetisch. Die Autorin fängt Piranesis Gefühlswelt zwischen wissenschaftlichem Intellekt und kindlicher Naivität perfekt ein. Ich habe ihn richtig ins Herz geschlossen, auch wenn ich ihn manchmal schütteln wollte, wenn er Situationen und Unterhaltungen einfach komplett falsch gedeutet hat. Was für eine fantastische Welt die Autorin hier erschaffen hat! Ich hätte gerne noch viel länger in ihr verweilt und werde dieses Buch ganz sicher nicht so schnell vergessen. :)

The Beauty of the House is immeasurable, its kindness infinite
Ach ja, Piranesi … Für dieses Buch muss man bereit sein. Ich war es längere Zeit nicht; schließlich habe ich es schon zweimal angefangen & abgebrochen. Dieses Mal war ich jedoch bereit und habe mich von Piranesi durch „das Haus“ führen lassen. Ich habe unzählige Statuen entdeckt, die ein Abbild der Ideen und Träume dieser Welt darstellen, habe dem Ozean gelauscht, der durch die unteren Hallen rauscht & mit Piranesi gerätselt, wer Freund und wer Feind ist. Zeitweise tappte er länger im Dunkeln als ich, aber das war okay. Es hätte nicht gepasst, wenn er zu schnell aus seiner Trance & der Manipulation erwacht wäre. Die Wendung am Ende war überraschend, aber die letzten zwei Kapitel waren mir irgendwie zu flach. Ich hätte gern mehr über den Charakter (nicht mehr Piranesi, nicht mehr Matthew) gewusst & wie er sich nach dem Haus wieder in der realen Welt zurechtfindet. Insgesamt gut, aber nicht weltbewegend.
Ich habe mich am Anfang (bis zu den 100 Seiten) gewundert warum das Buch so gut bewertet wird aber es nimmt so eine großartige Wendung und Schluss was man überhaupt nicht kommen sieht. Habe bis jetzt noch nie ein Buch gelesen was in diese Richtung geht und war sehr überrascht. Super interessant geschrieben und sehr zum empfehlen es mal gelesen zu haben 🙈

Ein Buch wie kein anderes
Vorab: Ich bin davon überzeugt, dass man dieses Buch entweder liebt oder hasst. Diese Geschichte ist eine der wenigen, die meiner Meinung nach kein ˋDazwischenˋ hat.. Ich hatte vor Jahren die Serienadaption von Susanna Clarkes ˋJonathan Strange & Mr Norrellˋ gesehen und liebte die düstere, fantastische und gleichzeitig komisch, skurrile Atmosphäre. Als ich dann sah, dass die Autorin mit ˋPiranesiˋ einen sehr kurzen Roman veröffentlicht hatte, freute ich mich auf etwas kurzweilige Unterhaltung... Nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich jedoch sagen, das Piranesi alles ist, aber nicht einfach oder kurzweilig. Piranesi ist eine Geschichte, die dich reinzieht in eine ganz andere, magische, mysteriöse Welt voller Angst, Wunder, Freude, Liebe, Verrat, Hass und Hoffnung. Wenn man sich darauf einlässt, fühlt man sich, als würde man wie ein staunendes Kind durch eine neue Welt laufen und alles darin zu ersten Mal sehen. Piranesi selbst ist eine in sich vollkommen reine Figur, geprägt von einer kindlichen Unschuld und Neugierde für die Welt um ihn herum. Er liebt alles an seinem Zuhause. Er findet Frieden in seinem Dasein, in den Tieren um ihn herum und in den Statuen des Hauses, die wie Freunde und Wegbegleiter für ihn sind. Er sieht sich selbst als Beschützer des Hauses und von allem, was sich darin befindet. Piranesi ist seit langem der erste Protagonist, den ich für absolut fehlerfrei und unschuldig halte. Nichts an ihm ist künstlich, nichts verfälscht. Die Handlung war für mich so einzigartig, so besonders, so gefühlvoll und gleichzeitig tragisch, dass ich bis zu letzt absolut gefesselt war. Die wenigen Seiten fühlten sich an, als hätte ich ein ganzes Leben gelesen und ich wäre so gerne dort geblieben. Die Kunst dieses Buches, liegt meiner Meinung nach darin, in einer Geschichte sowohl den grausamen, menschlichen Abgrund, als auch die pure, ungefilterte Gutheit von Piranesi miteinander zu verweben, ohne, dass sie sich gegenseitig abschwächen. Das Düstere in diesem Buch ist unbeschreiblich und doch wollte ich am Ende nichts mehr, als mit Piranesi durch das Haus zu wandern und mir von ihm alles zeigen zu lassen. Die tiefgreifenden psychologischen Fragen dieses Buches haben mich nachhaltig beeindruckt und Piranesi wird für sehr lange Zeit, einen Platz in meinem Herz einnehmen.
Ganz anders als erwartet
Irgendwie hat es mich in seinen Bann gezogen. Ob es jetzt besonders gut war kann ich gar nicht sagen aber es hat mich auf jeden Fall stellenweise begeistert, weil ich immer wieder neue Theorien hatte was gerade passiert. Am Ende ging es mir dann fast zu schnell. Da hätte ich noch ein paar mehr Seiten lesen können, wo nochmal alles erklärt wird.
Piranesi ist ein ungewöhnlicher, und sehr atmosphärischer Roman, der sich stark von klassischer Fantasy unterscheidet. Die Geschichte spielt in einem geheimnisvollen „Haus“, das aus endlosen Hallen, Statuen und Ozeanen besteht. Die Hauptfigur Piranesi selbst ist dabei ein faszinierender Erzähler: neugierig, freundlich und zutiefst angepasst an seine seltsame Welt. Was mir besonders aufgefallen ist , ist die einzigartige Stimmung im Buch. Clarke schafft es, mit einer ruhigen, fast meditativen Sprache eine Welt zu erschaffen, die gleichzeitig wunderschön und unheimlich wirkt. Die langsame Enthüllung der Wahrheit hinter dem Haus und Piranesis Situation ist clever aufgebaut und erzeugt eine subtile Spannung. Allerdings ist genau dieses langsame Tempo auch eine Schwäche. Große Teile des Buches bestehen aus Beobachtungen und Tagebucheinträgen, die zwar zur Atmosphäre beitragen, aber die Handlung nur minimal voranbringen. Wer eine klare, actionreiche Story oder ein komplexes Magiesystem erwartet, könnte sich streckenweise langweilen. Insgesamt ist Piranesi ein sehr origineller, stilistisch schöner Roman mit einer starken Hauptfigur und einer eindrucksvollen Atmosphäre. Gleichzeitig erfordert er Geduld und Offenheit für eine eher ruhige, symbolische Erzählweise. Für Leser, die ungewöhnliche, nachdenkliche Fantasy mögen, ist er definitiv empfehlenswert…

Die ersten ~200 Seiten haben sich für mich echt gezogen. Bin erst danach richtig reingekommen – dann wurde es aber spannend und total interessant. Ich glaub, dafür bin ich einfach etwas zu ungeduldig 😅 Es ist auf jeden Fall mal was ganz anderes. Sehr ruhig, fast schon meditativ geschrieben, mit einer besonderen Atmosphäre, die sich langsam aufbaut. Genau das ist aber auch die Herausforderung: Man muss sich wirklich 100% darauf einlassen und kann es nicht einfach nebenbei lesen. Wenn man drin ist, entfaltet sich die Geschichte auf eine sehr eigene, fast schon kunstvolle Weise – weniger klassische Spannung, mehr ein Gefühl von Entdecken und Verstehen. Für mich interessant und besonders, aber definitiv kein „leichter“ Read 🤍

Unerwartete und schöne Geschichte, entschleunigend und zauberhaft
Ich hatte den Klappentext nicht groß gelesen und mich auf eine Eingebung verlassen, dass mir dieses Buch nur gefallen kann. Es ist kurz und sehr angenehm geschrieben. Die Handlung, die ich auf den ersten Seiten erwartete, ist nie eingetreten. Schon bald haben sich in meinem Kopf eigene Theorien entsponnen. Trotzdem ist die gesamte Handlung und auch die Auflösung diesem entspannten Charakter treu geblieben.
Einige der besten Geschichten verlangen uns am Anfang etwas ab, und bei Piranesi von Susanna Clarke ist das nicht anders. Wenn du dich von den ersten 90 Seiten nicht abschrecken lässt, erwartet dich ein zutiefst originelles und fesselndes Leseerlebnis. Ich kann verstehen, wenn man die Lektüre am Anfang als zäh und langatmig empfindet. Piranesi, die Hauptfigur, beschreibt in seinen Aufzeichnungen wieder und wieder dieselben Hallen voller Statuen, und man fühlt sich, als würde man mit ihm zusammen im Kreis laufen. Seine naive Art, die Welt um ihn herum zu sehen, macht es anfangs schwer, in die Geschichte einzutauchen. Doch genau dieses Gefühl der Desorientierung ist gewollt. Es baut eine Atmosphäre auf, die einen umso stärker in ihren Bann zieht, sobald die Handlung Fahrt aufnimmt und Piranesi eine interessante und nachvollziehbare Entwicklung durchmacht. Sobald man diese Hürde genommen hat, entfaltet sich eine fesselnde und intelligente Geschichte. Es dauert nicht lange, bis man ein Gespür dafür entwickelt, wer die Guten und wer die Bösen sind. Der Andere ist von Anfang an unsympathisch und überheblich, was es leicht macht, ihn als Antagonisten zu erkennen. Gleichzeitig bleibt Der Prophet lange undurchsichtig und undurchschaubar, was die Spannung aufrechterhält. Die größte Überraschung ist jedoch die Figur 16, die man lange Zeit nur aus Erzählungen kennt und die sich schließlich als überraschendes Element in der Geschichte entpuppt. Das größte Highlight des Buches ist zweifellos das Konzept der „Häuser“. Clarke hat eine surreale, fast schon mythische Welt erschaffen, die sich wie ein endloses Labyrinth voller Statuen und Gezeiten anfühlt. Es ist eine faszinierende Idee, die zum Nachdenken anregt und in ihrer Einzigartigkeit einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Trotz der anstrengenden ersten Seiten ist Piranesi eine lohnende Lektüre, die mit einem außergewöhnlichen Konzept und einer cleveren Handlung überzeugt
Was ganz besonderes
Ich weiß gar nicht so richtig, was ich schreiben soll. Ich bin gerade fertig & irgendwie hat die Geschichte mich total aufgewühlt. Bis zu ca. 40% des Buchs dachte ich noch es wird "nur okay" aber kein Highlight. Dann hat sich plötzlich die Handlung komplett verändert, ich hab diese Richtung überhaupt nicht erwartet. Zum Inhalt kann ich daher gar nicht viel sagen. Nur so viel, dass der Protagonist, PIRANESI, in einem Haus wohnt, in dem die Gezeiten herrschen. Das Haus hat hunderte Räume, er ist alleine, bekommt nur ab und zu Besuch von "Dem Anderen". Das Buch regt total zum Nachdenken an; die Weltanschauungen Piranesis sind andersartig und außergewöhnlich. Ich hab mich oft an Philosophiestunden in der Schule versetzt gefühlt, Stichwort Platons Höhlengleichnis. Ich fand das damals sehr interessant 😉. Da kann man genauso viel rein interpretieren wie hier!

Magischer Realismus trifft gefühlt auf ein Thriller?
Ich dachte, wenn ich eine Nacht darüber geschlafen habe, könnte ich den Read besser reflektieren, aber dem ist leider nicht so. Noch nie hat mich ein Buch so verwirrt zurückgelassen, aber irgendwie auch zufrieden?! Dadurch das man als LeserIn Piranesi dabei begleitet wie er Stück für Stück mehr herausfindet, über sich selbst und Geschehnisse (mehr will ich hier nicht verraten), fühlte es sich für mich auch irgendwie wie ein magischer Thriller an. Ich verstehe aber absolut,, dass das Buch in dem Genre magischer Realismus definiert wird. Die Autorin hat nicht wie bei Mr. Norelle & Jonathan Strange, diesmal auf künstlerische Schreibweise gesetzt, sondern sich auf eine künstlerischen Beschreibung fokussiert. Statuen wurden zu so viel mehr als nur bildliche Darstellungen, sie wurden zu Freunden und Gefährten von Piranesi. Seine Gedanken zu ihnen und seiner Umwelt habe ich so gerne gelesen. Sie strahlten irgendwie so eine Ruhe aus, die vermutlich Piranesi eben so empfunden haben muss. Das offene Ende war jedoch echt fies. Ich kann nur ahnen wie es den Charakteren weiter ergehen könnte oder was ich für sie hoffe. Ich hatte bis zuletzt darauf gehofft, dass der König der Magier (ich glaub so wurde er bei Mr. Norelle & Strange genannt) kurz erscheinen würde, aber leider war dem nicht so. Alles in allem kann ich das Buch empfehlen, aber geht nicht mit einer gewissen Erwartungshaltung in dieses Abenteuer hinein, sondern lasst euch schlicht von Piranesi führen und genießt es darin zu verweilen. 🧚🏻♂️
Nicht das, was es scheint
Das geheimnisvolle Geheimnis stellt sich am Ende als wenig geheimnisvoll heraus. Das Buch gibt durch Metaphern und die kunstvolle Sprache viele Gelegenheiten, über die Sicht auf das Leben zu philosophieren, aber gibt gleichzeitig nicht das zurück, was die Beschreibung und der Klappentext erwarten lassen. Wer sich treiben lassen mag und es aushält, lange nichts zu verstehen und dennoch die Lektüre zu genießen, sollte zu diesem Buch greifen. Ich nehme mir vor, Bücher in Zukunft abzubrechen, wenn sie mir nicht gefallen.
Eine einzigartige Geschichte
Ich finde, das Wort „einzigartig" trifft auf kaum ein Buch besser zu als auf dieses. Sowas in der Art habe ich noch nie gelesen. Wir begleiten „Piranesi" dabei, wie er das schier unendlich wirkende Haus mit seinen großen Räumen, Witterungen und Statuen erkundet und sich 2x die Woche mit „dem Anderen" trifft, um sich über die jeweiligen Erkundungen auszutauschen. „Der Andere" ist - wie der Name vermuten lässt - die einzige Person, die „Piranesi" kennt. In seiner Welt existieren überhaupt nur sehr wenige Menschen, wovon die meisten allerdings bereits tot sind. Piranesi schreibt Tagebuch, dabei geht er nach einer Weile nicht mehr nach Jahreszahlen vor, sondern benennt die Jahre nach einem Ereignis, das in diesem Jahr stattgefunden hat. Es hat mich echt lange gebraucht, um reinzukommen und besonders die ersten 2/3 haben sich trotz der Kürze des Buches sehr gezogen. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen, allerdings wurde der Funke des Interesses in mir bereits geweckt, weswegen ich das Ende unbedingt wissen wollte. Das letzte Drittel war dann wiederum spannend und sehr interessant. Das Gefühl, das ich beim Lesen hatte, war etwas ganz Eigenartiges, das bis jetzt noch nachhallt. Das Buch muss man am besten selbst gelesen haben, um zu verstehen, „was" es ist.

Ein ganz besonderes Buch
Als ich das Buch anfing zu lesen konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass es mich fesseln würde. Am Anfang wird viel erklärt und man wird mit Informationen rund um das Haus nur so überschüttet. Eine klare Geschichte gab es noch nicht wirklich. Erst bei etwa 80 Seiten nahm dann meiner Meinung nach die Geschichte fahrt auf und es wurde richtig Interessant. Das Haus in dem Piranesis lebt stelle ich mir wunderschön vor mit den ganzen Statuen und den Gezeiten. Auch Piranesis fand ich, je länger das Buch ging, immer wie spannender und wollte immer mehr über ihn erfahren. Am Ende war ich wirklich sehr begeistert von der Geschichte. Am Anfang muss man sich ziemlich durchkämpfen aber es lohnt sich wirklich sehr!
Bei Piranesi lohnt es sich definitiv, das erste Viertel durchzuhalten, denn danach startet die Spannung erst so richtig. Der Protagonist war mir von Anfang an sympathisch. Es ist bewundernswert, wie er die Hürden im Labyrinth meistert, was er bereits alles erreicht hat und wie emphatisch er ist. Während der Geschichte tauchen viele Rätsel auf, man fiebert mit und beginnt selbst daran zu zweifeln, was man überhaupt noch glauben soll. Auch das Ende hat mir sehr gefallen, es war einleuchtend, schön aber auch irgendwie tragisch.
für mich ein moderner Klassiker 🏛️
Piranesi war eines meiner ersten Bücher in diesem Jahr und ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster aber denke - es bleibt ein absolutes Highlight. Wir begegnen Piranesi, der in einem labyrinthartigen Haus aus unendlich vielen Räumen lebt – ein zu Hause, welches für ihn die ganze Welt ist. Neben ihm existiert nur der Andere, sein einziger bekannter Gefährte. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr entfaltet sich ein rätselhaftes Abenteuer, das den Blick hinter die Fassaden dieses geheimnisvollen Hauses erlaubt. Ich kann gar nicht aufhören, von diesem Buch zu schwärmen – es hat einfach jeden Knopf bei mir gedrückt. Die Atmosphäre ist tiefgründig, fast schon philosophisch, und sowohl die Welt als auch Piranesi selbst üben eine faszinierende Anziehungskraft aus. Die Geschichte beginnt ruhig, entwickelt sich aber nach und nach zu einer tosenden Welle, die einen vollkommen mitreisst. Erzählt wird die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen, und irgendwann verspürt man selbst das Bedürfnis, durch diese Seiten zu blättern, jedes Detail zu entschlüsseln und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Man wartet gespannt darauf, dass Piranesi sich dieselben Fragen stellt, die einem persönlich durch den Kopf gehen – und dennoch ist es ein unglaubliches Erlebnis, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Wer sich auf diesen kurzen Roman einlässt, sollte am besten mit so wenig Vorwissen wie möglich eintauchen und sich einfach verzaubern lassen. "Und ich habe auch nicht den Wunsch, ewig zu leben. Das Haus sieht eine gewisse Zeitspanne für Vögel vor und eine andere für Menschen. Das genügt mir."

Mystisch, magisch und schmerzlich schön
Am Anfang braucht man etwas Zeit, um in die Geschichte einzutauchen und die Welt zu verstehen, aber spätestens ab dann konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Im Prinzip ein unglaublich spannender und genialer Thriller in einer Welt und mit einer Thematik, die ich vorher so noch nicht gesehen habe. „Vielleicht ist das so, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist. Vielleicht kann selbst jemand, den man mag und unendlich bewundert, einen die Welt so sehen lassen, wie man sie lieber nicht sehen würde.“
Mal was anderes gesucht? Toller Plot, kurzweilig, holt den Leser in die Geschichte rein, habe gefühlt mit dem Erzähler gedacht... Rätsel noch, ob eine Verfilmung toll wäre oder den Zauber des Buchs nimmt... Schöne einfache, aber nicht banale Sprache. Kurze Sätze bringen Dynamik, aber auch ab und zu Ruhe, gedankliche Stopps möglich.
Muss man gelesen haben!
Ein fantastischer Roman – bildgewaltig und sprachlich exzellent. Der Einstieg war zunächst etwas verwirrend: die Tagebucheinträge warfen mich mitten in die Handlung, und das ungewöhnliche Setting stiftete noch mehr Verwirrung. Doch gleichzeitig weckte es eine solche Neugier auf die Charaktere und die Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Sprachlich ist es einfach grandios – präzise, fließend und mitreißend. Es liest sich wie weiche Butter und hat mich völlig vereinnahmt. Die Handlung ist komplex – man rätselt ständig über den Hintergrund und darüber, wie der Protagonist ins Haus gelangt ist. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte, und ich hätte tatsächlich noch länger in diesen faszinierenden Räumen mit Piranesi verweilen können. Die Bilder, die das Buch im Kopf entstehen lässt, sind beeindruckend: Wasser, Vögel, Statuen, endlose Treppen. Alles ist genial beschrieben – fantastisch sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Die Auflösung ist nicht vollständig, sie lässt Raum für Spekulationen darüber, was eigentlich passiert ist. Für mich macht gerade das den Reiz aus – die Frage, wie sich die menschliche Psyche in solchen Umständen verhält. Selten habe ich etwas Vergleichbares gelesen. Ich bin absolut begeistert und kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne liest.

Mh…
Dieses Buch wurde als eines der besten Fantasy Titel angepriesen… das konnte ich ehrlich gesagt nicht nachempfinden. Jaaa es ist ein Vibe und das habe ich am Anfang auch wirklich gefühlt. Doch die Entwicklungen haben mich echt nicht gecatcht.. aber Piranesi ist ein toller Charakter und der Schreibstil ist außergewöhnlich.
Loved every second and every sentence of it.
It feels like a whole new genre, with the perfectly constructed mystery to discover along the main character, Piranesi. But never shallow, quite the opposite, with profound questions about the world and it's workings. After about 3/4 I worried about the ending, but it was perfect. The way Clarke uses language and orthography to build worlds is superb.

Kein Buch für alle – aber ein besonderes. Wunderschön, geheimnisvoll, melancholisch.
Piranesi ist eines dieser Bücher, das sich jeder klaren Kategorisierung entzieht – und genau das macht es so faszinierend. Es ist ruhig, rätselhaft und tiefgründig, aber auch traurig und manchmal fast zu still. Ich bin mit großen Erwartungen eingestiegen, wusste aber schon nach den ersten Seiten: Das hier wird kein typischer Fantasyroman. Die Geschichte folgt Piranesi, der in einem endlosen, labyrinthartigen Haus lebt – voller gewaltiger Statuen, Vögel, Fluten und Geheimnisse. Er glaubt, das Haus sei die ganze Welt. Seine Tage verbringt er damit, es zu kartografieren, die Gezeiten zu beobachten und seine Aufzeichnungen zu führen. Es klingt seltsam – und ist es auch. Aber Clarke erschafft eine so atmosphärisch dichte und bildgewaltige Welt, dass man sich diesem Sog kaum entziehen kann. Das Buch liest sich wie ein mystisches Tagebuch – poetisch, ruhig, manchmal fast meditativ. Man entdeckt das Haus mit Piranesi gemeinsam und stellt sich dabei ständig neue Fragen. Warum ist er hier? Wer ist der “Andere”? Was hat es mit all den leeren Hallen und Bruchstücken von Erinnerungen auf sich? Die Geschichte entfaltet sich langsam, fast schleichend, und genau darin liegt auch die größte Stärke des Romans: Dieses Gefühl, auf etwas Bedeutendes zuzusteuern, ohne genau zu wissen, was es ist. Piranesi als Figur ist einfach großartig. Seine Naivität und sein Vertrauen wirken auf den ersten Blick kindlich, aber dahinter verbirgt sich eine tiefe Menschlichkeit. Ich mochte ihn sofort. Seine Perspektive auf das Haus – voller Ehrfurcht und Respekt – hat mich immer wieder berührt. Was mir besonders gefallen hat: Das Buch stellt viele Fragen, lässt aber bewusst nicht alle Antworten folgen. Es gibt Interpretationsspielraum, und nicht jeder Faden wird zu Ende gesponnen. Das muss man mögen – ich fand es reizvoll, auch wenn ich mir an manchen Stellen doch etwas mehr Auflösung gewünscht hätte. Die Enthüllung am Ende war okay, aber für meinen Geschmack nicht ganz so stark, wie sie hätte sein können. Wer auf Action, Plot-Twists oder ein klares Erklärungsmodell hofft, wird wahrscheinlich enttäuscht. Piranesi ist eher etwas für Leser*innen, die sich auf Atmosphäre, Sprache und philosophische Fragen einlassen wollen. Clarke schreibt in einer ruhigen, sehr bildhaften Sprache, die hervorragend zu der surrealen Welt passt, die sie erschaffen hat. Fazit: Kein Buch für alle – aber ein besonderes. Wunderschön, geheimnisvoll, melancholisch. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn ich mir zum Schluss einen etwas anderen Ton gewünscht hätte. Für mich ein starkes, ungewöhnliches Werk, das zum Nachdenken anregt – aber eben nicht alles auf dem Silbertablett serviert. Und das ist auch gut so.

Zunächst dachte ich, das Buch sei zu kurz - einfach, weil ich gerne länger mit Piranesi durch das Haus gezogen wäre -, aber das Buch ist perfekt, wie es ist. In Piranesis Tagebucheinträgen entblättert sich die Geschichte um das Haus und um Piranesi selbst. Die Erzählposition, die sich aus dem Tagebuch ergibt, ist in sich stimmig und schlüssig, darum könnte es nicht anders sein, nicht anders erzählt werden, und es kann so eben auch nicht länger sein. Am Ende fand ich das Buch genial, sowohl was den Inhalt angeht als auch die Form. Alles greift ineinander und ergibt ein in geschlossenes Gesamtkonstrukt. Einzig bei der Auflösung hätte ich mir eine andere gewünscht. Das ist aber nur eine Kleinigkeit. Klare Leseempfehlung!
Characteristics
17 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein riesiges Gebäude, in dem sich endlos Räume aneinanderreihen, verbunden durch ein Labyrinth aus Korridoren und Treppen. An den Wänden stehen Tausende Statuen, das Erdgeschoss besteht aus einem Ozean, bei Flut donnern die Wellen die Treppenhäuser hinauf. In diesem Gebäude lebt Piranesi. Er hat sein Leben der Erforschung des Hauses gewidmet. Und je weiter er sich in die Zimmerfluchten vorwagt, desto näher kommt er der Wahrheit – der Wahrheit über die Welt jenseits des Gebäudes. Und der Wahrheit über sich selbst.
Book Information
Author Description
Susanna Clarke wurde am 1. November 1959 in Nottingham geboren und verbrachte ihre Kindheit in Nordengland und Schottland. 1981 machte sie ihren Abschluss in Philosophie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften am St. Hilda's College in Oxford und arbeitete danach acht Jahre lang in der Verlagsbranche, ehe sie als Lehrerin nach Turin und Bilbao ging. 1992 kehrte sie nach England zurück und begann mit dem Schreiben. Ihr Debütroman »Jonathan Strange & Mr. Norrell« erschien 2004, wurde für den Man Booker Prize nominiert und mit dem Hugo Gernsback Award, dem British Book Awards Newcomer of the Year, dem Locus Award for Best First Novel und dem World Fantasy Award ausgezeichnet. Er stand elf Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times und wurde 2015 von der BBC als Fernsehserie adaptiert. 2020 erschien ihr zweiter Roman »Piranesi« im Blessing Verlag. Susanna Clarke lebt mit ihrem Partner, dem Schriftsteller Colin Greenland, in Derbyshire.
Posts
Die Schönheit des Hauses ist unermesslich, seine Güte grenzenlos..✨
WAS war dieses Buch bitte 😭✨ Ich habe „Piranesi“ durch TikTok entdeckt, und die Geschichte hörte sich so spannend und anders an als alles was ich bisher gelesen hab das ich mir dachte : „ok Go for it“👀 Und dann saß ich da die ersten 80 Seiten einfach nur so: „Was zur Hölle lese ich hier eigentlich?“ 😒🌊✨ Die Handlung klingt erstmal komplett verrückt: Ein Mann lebt in einem riesigen „Haus“. Aber dieses Haus ist keine normale Villa oder sowas 😭 Dieses Haus ist eine GANZE WELT. Endlose Hallen. Unzählige Statuen. Kilometerlange Gänge. Treppen überall. Unten das Meer 🌊 Oben Wolken und Sterne ✨☁️ Und mittendrin läuft einfach Piranesi herum, zählt Hallen, beobachtet Gezeiten, schreibt Tagebücher und lebt mit den Albatrossen 🕊️😭 Er ist dort fast komplett alleine. Es gibt nur noch einen einzigen anderen Menschen 👀 Der „Andere“ kommt aber nur zu bestimmten Treffen vorbei und verschwindet danach wieder. Und man fragt sich die GANZE Zeit: Wo ist er sonst? Was macht er? Warum ist er überhaupt dort? Und was haben die ganzen Knochen der Toten zu bedeuten, die überall rumliegen😭 Ich schwöre, teilweise kam ich mir vor, als würde ich einem Philosophen oder Mathematiker beim Dokumentieren einer fremden Dimension zuschauen 😂 Der Mann analysiert Wege, Hallen, Strömungen und Zusammenhänge so detailliert, dass ich gleichzeitig komplett verwirrt UND komplett fasziniert war 😭 Und das KRASSE ist: Man hat wirklich ewig keine Ahnung, worum es eigentlich geht 👀🤯 Ich hatte ungelogen 1000 Theorien im Kopf. Ist das alles real? Ist Piranesi verrückt? Was ist dieses Haus eigentlich wirklich?! 😭 Und jedes Mal, wenn man denkt „okay jetzt hab ich’s verstanden“, verändert sich wieder komplett das eigene Bild 😭✨ Das Buch ist übrigens Fantasy mit magischem Realismus ✨ und genau dieses Genre habe ich vorher noch NIE gelesen. Es hat sich so erfrischend neu angefühlt. Sehr ruhig geschrieben, kaum klassische Action… aber trotzdem konnte ich NICHT aufhören zu lesen 👀 Und Piranesi selbst??? 🥺 SO ein liebevoller Charakter. Ruhig, sanft, manchmal fast ein bisschen kindlich-naiv, aber wirklich herzensgut. Man schließt ihn einfach sofort ins Herz 😭✨ Und gegen Ende????? HELLO???? 👀😭 Plötzlich entwickelt sich das Ganze gefühlt fast zu einem Thriller, die Spannung zieht so krass an.😱🤯 Die Auflösung fand ich wirklich richtig stark. Also ja… Dieses Buch ist seltsam. Verwirrend. Wunderschön. Und komplett anders als alles, was ich bisher gelesen habe 😭

Schön verloren, Piranesi.
Ein Haus ohne Außenwände. Säle, die ins Unendliche reichen. Gezeiten, die durch Korridore fluten. Susanna Clarkes Piranesi wirft einen ins kalte Wasser und erklärt einem dabei nicht mal, dass man schwimmen soll. Die Prämisse ist so simpel wie verwirrend: Ein Mann namens Piranesi lebt in einem gigantischen, labyrinthartigen Haus. Er führt Tagebuch, beobachtet die Gezeiten, katalogisiert Statuen und hat offensichtlich keine Ahnung, wer er wirklich ist. Mehr wird hier nicht verraten, denn Piranesi lebt von seinen Enthüllungen. Was Clarke hier baut, ist atmosphärisch dicht und konzeptuell mutig. Das Haus fühlt sich gleichzeitig klaustrophobisch und unendlich an, vertraut und völlig fremd. Wer auf klassisches Worldbuilding mit Erklärungen und Exposition hofft, wird enttäuscht – wer sich aber auf die Logik des Buches einlässt, taucht in etwas wirklich Eigenwilliges ein. Der Schreibstil ist dabei nicht für jeden. Piranesis kühle, protokollartige Tagebucheinträge sind Stilmittel und Stolperstein zugleich – funktionieren als Charakter- und Weltaufbau, können aber auf Dauer zermürbend wirken, besonders wenn man auf Tempo oder emotionale Nähe aus ist. Ob ich alles verstanden habe? Ehrlich gesagt: nicht sicher. Piranesi hinterlässt mehr Fragen als Antworten und ich bin mir nicht immer sicher, ob das an der Tiefe des Buches liegt oder an meiner eigenen Leseerfahrung. Aus diesem Grund verzichte ich bewusst auf eine Bewertung. Ein Buch, bei dem man nicht ausschließen kann, den Kern verfehlt zu haben, verdient keinen voreiligen Stempel. Was bleibt, ist das Gefühl, etwas Ungewöhnliches gelesen zu haben. Und vielleicht ist das bei Piranesi schon die halbe Botschaft.

Der Einstieg ins Buch war schwer und ich hab nichts verstanden, aber dann nahm die Geschichte Fahrt auf und ich wollte unbedingt wissen, wie es jetzt weiter geht. Gemeinsan mit Piranesi decken wir die Geheimnisse auf und es wird Licht ins Dunkel gebracht. Die Geschichte ist definitiv ziemlich speziell und man muss sich erstmal darauf einlassen und damit warm werden, aber dann nimmt sie einen "gefangen". 😉
Seltsam, faszinierend und atmosphärisch unglaublich stark
✨ Piranesi ⭐ 4,25/5 Sterne Ich wollte dieses Buch schon ewig lesen und bin sehr froh, dass mein Buchclub mir endlich den letzten Schubs gegeben hat. Piranesi ist einfach ein wahnsinnig faszinierendes Buch. Schon die Grundidee mit diesem endlosen Haus voller Hallen, Statuen, Gezeiten und Geheimnisse hat mich sofort bekommen. Ich konnte mir alles unglaublich gut vorstellen und genau das hat das Lesen für mich so besonders gemacht. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man die ganze Zeit miträtselt, ohne wirklich zu wissen, worauf es hinausläuft. Und genau das mochte ich sehr. Es war unvorhersehbar, seltsam und gleichzeitig total fesselnd. Ich hatte nie das Gefühl, mich durchkämpfen zu müssen, sondern wollte einfach immer wissen, was als Nächstes passiert. Besonders stark fand ich auch Piranesi selbst und seine Wahrnehmung der Welt. Wie er das Haus sieht, wie selbstverständlich diese Realität für ihn ist und wie sich nach und nach kleine Verschiebungen ergeben, das war richtig gut gemacht. Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ruhig, atmosphärisch, aber nie schwer zugänglich. Ein kleines Aber habe ich beim Ende. Es war für mich nicht falsch, aber ein bisschen unbefriedigend. Ich glaube, ich hätte es fast spannender gefunden, wenn das Buch diesen mystischen, schwer greifbaren Charakter noch konsequenter beibehalten hätte, statt manche Dinge klarer in eine bestimmte Richtung aufzulösen. Trotzdem: Wirklich ein besonderes Buch. Nicht emotional mein absolutes Highlight, aber definitiv eines, das mich durch seine Atmosphäre und Idee komplett gecatcht hat.
»Vielleicht ist das so, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist. Vielleicht kann selbst jemand, den man mag und unendlich bewundert, einen Die Welt so sehen lassen, wie man sie lieber nicht sehen würde.« 🌊🏛️🌌 Zum Inhalt lässt sich nicht viel sagen, ohne zu spoilern. Man steigt ein mit einem großen Fragezeichen und man muss sich darauf einlassen, um Stück für Stück mehr Antworten oder Hinweise zu bekommen. Es ist super spannend zu beobachten, wie ich regelrecht nervös wurde beim Lesen, einfach weil ich weiterkommen wollte, um Antworten zu erhalten. Der Protagonist selbst ist für mich die pure Freundlichkeit, Sanftheit und Unschuld in Person. Er begegnet der Welt mit Dankbarkeit und Genügsamkeit. Es hat gut getan die Welt aus seiner Perspektive zu erkunden. 🫂 Auch das Ende lässt einen mit der Frage zurück, was einen Menschen und seine Identität letztendlich ausmacht.
Wunderschön geschriebenes Mysterium
Wie viele Rezensionen es mir ähnlich tun, kann ich auch nur wenig über das Buch erzählen ohne zu viel zu verraten. Denn das ist es worum es in dem Buch geht - das Mysterium, um das labyrinthischartige Haus und um Piranesi. Dabei punktet die Geschichte vor allem durch die tollen Beschreibung und die Geschichte selbst. Das Buch ist wirklich schön geschrieben. Die Beschreibungen des Hauses und der Geschichte sind sehr eindrücklich und ich konnte mir vieles bildlich vorstellen. Dadurch wurde ich auch richtig in den Bann gezogen. Auch die Geschichte des Mysteriums ist sehr gut aufgebaut. Ich habe nicht nur mitgelesen wie Piranesi dieses ergründet, sondern auch selber mitgerätselt und beim Lesen immer wieder neue Theorien aufgestellt, wenn ich neue Informationen entdeckt habe. Das Ende, was ja oft bei Büchern ein Schwachpunkt ist, war meiner nach richtig gut. Klare Empfehlung von mir 🍀.
Dieses Buch hat etwas Magisches und Geheimnisvolles
Ich weiß nicht so richtig, wie ich es beschreiben soll. Das Buch war definitiv ein Highlight, denn die Autorin schafft eine wundervolle, mysteriöse Welt, welche allmählich, leise und sanft an Fahrt gewinnt und mich als Leser immer weiter fasziniert und in ihren Bann zieht. Der Protagonist "Piranesi" ist mir durchweg sympathisch, wie er mit seiner naiven Art das Labyrinth erkundet und an diesem Ort überlebt; es unterscheidet sich von klassischen Fantasyromane. Er ist ein total neugieriger, freundlicher und anpassungsfähiger Charakter, der immer neue Situationen im Labyrinth meistert und den vielen Rätseln, die auftauchen, immer auf den Grund geht. Große Teile des Buches bestehen aus seinen Beobachtungen und Tagebucheinträgen, welche ungemein zur Atmosphäre beitragen. Die Auflösung zur Unerklärlichkeit des Labyrinths gegen Ende regt sehr zum eigenen Nachdenken und Interpretieren ein, da nicht alle Zusammenhänge vollständig erklärt werden und die Grenzen zwischen Traum und Realität sehr verschwimmen. Für mich war es eine wundervolle Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen kann.
Die Statuen weisen den Weg
Piranesi lebt an einem ungewöhnlichen Ort: ein unendliches Haus, Korridore, Säle und Statuen bestimmen sein Leben. Etwas anderes kennt er nicht. Er fischt in einem unterirdischen Meer und erforscht sein Zuhause. Doch Veränderung kommt über das Haus und je mehr Piranesi lernt, desto gefährlicher werden sein Leben und die Frage, woher er eigentlich kommt… Mit Piranesi hat Susanna Clarke ein Buch zum (Mit-)Rätseln geschrieben. Piranesis außergewöhnliche Perspektive auf seine Welt, ohne Wissen von anderen Menschen oder einer Welt draußen in Kombination mit dem besonderen Schreibstil bieten ein ganz eigenes Leseerlebnis. Mit Piranesi erkunden wir eine Welt, die uns fremd ist und vielleicht auch etwas unheimlich wirkt, aber in keinem Fall bedrohlich ist. Der Leser erlebt die Geschichte durch Piranesis Tagebucheinträge und ist ihm vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle einen Schritt voraus, dennoch bleibt die Handlung unfassbar atmosphärisch und voller Symbolismus. Auf jeder Seite findet sich eine Statue oder ein Moment, der sich analysieren lässt. Wie sich Piranesis Geschichte am Ende auflöst, ist weniger mystisch, ein Stück weit muss die Unerklärlichkeit des endlosen Hauses entzaubert werden, doch ganz gelingt das nie und so bleibt man als Leser mit mehr als einer Frage zurück, über die man nachdenken kann, und natürlich mit einer neuen Perspektive auf die Grenze zwischen Realität und Traum.

Ein Buch wie ein Traum, den man nicht ganz greifen kann – und das ist absolut als Kompliment gemeint. Susanna Clarke hat sich eine der originellsten Prämissen der letzten Jahre ausgedacht: ein rätselhaftes, endloses Haus voller Gezeiten, Statuen und Möwen, bewohnt von einem Mann namens Piranesi, der seine Welt mit einer fast kindlichen Ehrfurcht betrachtet. Diese Perspektive ist das eigentliche Herzstück des Buches. Mit Piranesi durch die Säulenhallen zu streifen, Schritt für Schritt die Hintergrundgeschichte aufzudecken – das hat echten Sog. Dazu ein Schreibstil, der stellenweise richtig poetisch aufblüht. Kurzum: ein Buch, das man sich regelrecht reinzieht. Der einzige Wermutstropfen: Nach dem zentralen Twist verliert die Geschichte etwas an Magie. Das große Rätsel ist gelöst, und damit schwindet auch ein Stück der Faszination. Zum Glück ist das Buch kurz genug, dass das nicht wirklich wehtut. Wer ein nachdenkliches, atmosphärisches Leseerlebnis sucht, das lange im Kopf bleibt – hier ist es.
Nachdenklich
Die Geschichte hat eine andere Wendung genommen, als ich vermutet hatte. Das war sehr erfrischend und hat mir gut gefallen. Man braucht etwas Geduld, der Anfang wirkt erstmal etwas langatmig. Das vergeht jedoch und dann ist es einfach nur noch spannend und toll. Katabasis wurde von diesem Buch inspiriert laut der Autorin und das merkt man. Die Geschichten haben nicht viel gemeinsam und dennoch war die Inspiration spürbar, im wirklich positiven Sinn.
Vestibüle, Albatrosse und ein verwirrter, klarer Geist
Ich liebe ja solche Bücher die ein wenig Raum für Fantasie lassen, bei denen sich die Geschichte nicht gleich erschließt und die ins Surreale abdriften. Piranesi ist genau so ein Werk. Mit der Beschreibung der Räume, die gerade so viel verraten um sich eine grobe Vorstellung machen zu können, und dem analytischen, jedoch zu Teilen gestörtem Geist des Protagonisten, wird dieser Werk zu einer ganz besonderen Reise. Man spürt die Einsamkeit, den Forscherdrang, blickt tief in die Gedanken Piranesis, bewundert sein pragmatisches Handeln und wird von seinen Entdeckungen in den Bann gezogen. Ein tolles Buch…wenn man sich darauf einlassen kann
Atmosphärisch, mystisch und ein bisschen Psychologie 🖤
Ich wusste nicht ganz was auf mich zukommt, war aber sehr positiv überrascht! Piranesi ist eine gute Mischung aus atmosphärischem Aufbau der dann zwischenzeitlich Richtung Thriller geht und am Ende ein Gefühl von „psychologisch tiefer“ hinterlässt. Auch die Figuren haben mir sehr gefallen und die Buchlänge hat sich für mich perfekt angefühlt. Nachdem sich die ersten 100 Seiten doch etwas gezogen haben sind es für mich am Ende 4,5 Sterne. Insgesamt würde ich das Buch jedem empfehlen, der Bücher mag die auf einer spannenden Geschichte Richtung Fantasy aufbauen, insgesamt aber auch einen tieferen Sinn beim Leser hinterlassen.

Wow! Wieso stand dieses Buch so lange unbeachtet in meinem Regal?!
„Piranesi“ hat mich begeistert und ich konnte es zwei Tage lang nicht aus der Hand legen. Bereits das Worldbuilding am Anfang (das einige ja eher etwas langatmig fanden) hat mich gefesselt. „Das Haus“ mit seinen unzähligen Sälen und Statuen und die Beschreibung der Gezeiten fand ich absolut faszinierend. Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Die Tagebucheinträge des Protagonisten ziehen einen mitten hinein und es fühlt sich an, als würde man zusammen mit ihm durch die majestätischen Hallen laufen. Besonders die Schilderung der „Versunkenen Säle“ mit ihrem ruhigen, dunklen Wasser und den darin befindlichen, haushohen Statuen hat mir echt Gänsehaut verursacht (ich habe nämlich Thalassophobie = also Angst vor tiefem Wasser – brrr). Tatsächlich hätte mich das Buch auch dann gefesselt, wenn Piranesi auf 270 Seiten nur seine Welt beschrieben hätte. Der unvorhersehbare Spannungsbogen, der sich nach dem ersten Teil entwickelt, hat mich aber dann komplett mitgerissen. Sprachlich ist das Buch wunderschön geschrieben: einfach, aber dennoch poetisch. Die Autorin fängt Piranesis Gefühlswelt zwischen wissenschaftlichem Intellekt und kindlicher Naivität perfekt ein. Ich habe ihn richtig ins Herz geschlossen, auch wenn ich ihn manchmal schütteln wollte, wenn er Situationen und Unterhaltungen einfach komplett falsch gedeutet hat. Was für eine fantastische Welt die Autorin hier erschaffen hat! Ich hätte gerne noch viel länger in ihr verweilt und werde dieses Buch ganz sicher nicht so schnell vergessen. :)

The Beauty of the House is immeasurable, its kindness infinite
Ach ja, Piranesi … Für dieses Buch muss man bereit sein. Ich war es längere Zeit nicht; schließlich habe ich es schon zweimal angefangen & abgebrochen. Dieses Mal war ich jedoch bereit und habe mich von Piranesi durch „das Haus“ führen lassen. Ich habe unzählige Statuen entdeckt, die ein Abbild der Ideen und Träume dieser Welt darstellen, habe dem Ozean gelauscht, der durch die unteren Hallen rauscht & mit Piranesi gerätselt, wer Freund und wer Feind ist. Zeitweise tappte er länger im Dunkeln als ich, aber das war okay. Es hätte nicht gepasst, wenn er zu schnell aus seiner Trance & der Manipulation erwacht wäre. Die Wendung am Ende war überraschend, aber die letzten zwei Kapitel waren mir irgendwie zu flach. Ich hätte gern mehr über den Charakter (nicht mehr Piranesi, nicht mehr Matthew) gewusst & wie er sich nach dem Haus wieder in der realen Welt zurechtfindet. Insgesamt gut, aber nicht weltbewegend.
Ich habe mich am Anfang (bis zu den 100 Seiten) gewundert warum das Buch so gut bewertet wird aber es nimmt so eine großartige Wendung und Schluss was man überhaupt nicht kommen sieht. Habe bis jetzt noch nie ein Buch gelesen was in diese Richtung geht und war sehr überrascht. Super interessant geschrieben und sehr zum empfehlen es mal gelesen zu haben 🙈

Ein Buch wie kein anderes
Vorab: Ich bin davon überzeugt, dass man dieses Buch entweder liebt oder hasst. Diese Geschichte ist eine der wenigen, die meiner Meinung nach kein ˋDazwischenˋ hat.. Ich hatte vor Jahren die Serienadaption von Susanna Clarkes ˋJonathan Strange & Mr Norrellˋ gesehen und liebte die düstere, fantastische und gleichzeitig komisch, skurrile Atmosphäre. Als ich dann sah, dass die Autorin mit ˋPiranesiˋ einen sehr kurzen Roman veröffentlicht hatte, freute ich mich auf etwas kurzweilige Unterhaltung... Nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich jedoch sagen, das Piranesi alles ist, aber nicht einfach oder kurzweilig. Piranesi ist eine Geschichte, die dich reinzieht in eine ganz andere, magische, mysteriöse Welt voller Angst, Wunder, Freude, Liebe, Verrat, Hass und Hoffnung. Wenn man sich darauf einlässt, fühlt man sich, als würde man wie ein staunendes Kind durch eine neue Welt laufen und alles darin zu ersten Mal sehen. Piranesi selbst ist eine in sich vollkommen reine Figur, geprägt von einer kindlichen Unschuld und Neugierde für die Welt um ihn herum. Er liebt alles an seinem Zuhause. Er findet Frieden in seinem Dasein, in den Tieren um ihn herum und in den Statuen des Hauses, die wie Freunde und Wegbegleiter für ihn sind. Er sieht sich selbst als Beschützer des Hauses und von allem, was sich darin befindet. Piranesi ist seit langem der erste Protagonist, den ich für absolut fehlerfrei und unschuldig halte. Nichts an ihm ist künstlich, nichts verfälscht. Die Handlung war für mich so einzigartig, so besonders, so gefühlvoll und gleichzeitig tragisch, dass ich bis zu letzt absolut gefesselt war. Die wenigen Seiten fühlten sich an, als hätte ich ein ganzes Leben gelesen und ich wäre so gerne dort geblieben. Die Kunst dieses Buches, liegt meiner Meinung nach darin, in einer Geschichte sowohl den grausamen, menschlichen Abgrund, als auch die pure, ungefilterte Gutheit von Piranesi miteinander zu verweben, ohne, dass sie sich gegenseitig abschwächen. Das Düstere in diesem Buch ist unbeschreiblich und doch wollte ich am Ende nichts mehr, als mit Piranesi durch das Haus zu wandern und mir von ihm alles zeigen zu lassen. Die tiefgreifenden psychologischen Fragen dieses Buches haben mich nachhaltig beeindruckt und Piranesi wird für sehr lange Zeit, einen Platz in meinem Herz einnehmen.
Ganz anders als erwartet
Irgendwie hat es mich in seinen Bann gezogen. Ob es jetzt besonders gut war kann ich gar nicht sagen aber es hat mich auf jeden Fall stellenweise begeistert, weil ich immer wieder neue Theorien hatte was gerade passiert. Am Ende ging es mir dann fast zu schnell. Da hätte ich noch ein paar mehr Seiten lesen können, wo nochmal alles erklärt wird.
Piranesi ist ein ungewöhnlicher, und sehr atmosphärischer Roman, der sich stark von klassischer Fantasy unterscheidet. Die Geschichte spielt in einem geheimnisvollen „Haus“, das aus endlosen Hallen, Statuen und Ozeanen besteht. Die Hauptfigur Piranesi selbst ist dabei ein faszinierender Erzähler: neugierig, freundlich und zutiefst angepasst an seine seltsame Welt. Was mir besonders aufgefallen ist , ist die einzigartige Stimmung im Buch. Clarke schafft es, mit einer ruhigen, fast meditativen Sprache eine Welt zu erschaffen, die gleichzeitig wunderschön und unheimlich wirkt. Die langsame Enthüllung der Wahrheit hinter dem Haus und Piranesis Situation ist clever aufgebaut und erzeugt eine subtile Spannung. Allerdings ist genau dieses langsame Tempo auch eine Schwäche. Große Teile des Buches bestehen aus Beobachtungen und Tagebucheinträgen, die zwar zur Atmosphäre beitragen, aber die Handlung nur minimal voranbringen. Wer eine klare, actionreiche Story oder ein komplexes Magiesystem erwartet, könnte sich streckenweise langweilen. Insgesamt ist Piranesi ein sehr origineller, stilistisch schöner Roman mit einer starken Hauptfigur und einer eindrucksvollen Atmosphäre. Gleichzeitig erfordert er Geduld und Offenheit für eine eher ruhige, symbolische Erzählweise. Für Leser, die ungewöhnliche, nachdenkliche Fantasy mögen, ist er definitiv empfehlenswert…

Die ersten ~200 Seiten haben sich für mich echt gezogen. Bin erst danach richtig reingekommen – dann wurde es aber spannend und total interessant. Ich glaub, dafür bin ich einfach etwas zu ungeduldig 😅 Es ist auf jeden Fall mal was ganz anderes. Sehr ruhig, fast schon meditativ geschrieben, mit einer besonderen Atmosphäre, die sich langsam aufbaut. Genau das ist aber auch die Herausforderung: Man muss sich wirklich 100% darauf einlassen und kann es nicht einfach nebenbei lesen. Wenn man drin ist, entfaltet sich die Geschichte auf eine sehr eigene, fast schon kunstvolle Weise – weniger klassische Spannung, mehr ein Gefühl von Entdecken und Verstehen. Für mich interessant und besonders, aber definitiv kein „leichter“ Read 🤍

Unerwartete und schöne Geschichte, entschleunigend und zauberhaft
Ich hatte den Klappentext nicht groß gelesen und mich auf eine Eingebung verlassen, dass mir dieses Buch nur gefallen kann. Es ist kurz und sehr angenehm geschrieben. Die Handlung, die ich auf den ersten Seiten erwartete, ist nie eingetreten. Schon bald haben sich in meinem Kopf eigene Theorien entsponnen. Trotzdem ist die gesamte Handlung und auch die Auflösung diesem entspannten Charakter treu geblieben.
Einige der besten Geschichten verlangen uns am Anfang etwas ab, und bei Piranesi von Susanna Clarke ist das nicht anders. Wenn du dich von den ersten 90 Seiten nicht abschrecken lässt, erwartet dich ein zutiefst originelles und fesselndes Leseerlebnis. Ich kann verstehen, wenn man die Lektüre am Anfang als zäh und langatmig empfindet. Piranesi, die Hauptfigur, beschreibt in seinen Aufzeichnungen wieder und wieder dieselben Hallen voller Statuen, und man fühlt sich, als würde man mit ihm zusammen im Kreis laufen. Seine naive Art, die Welt um ihn herum zu sehen, macht es anfangs schwer, in die Geschichte einzutauchen. Doch genau dieses Gefühl der Desorientierung ist gewollt. Es baut eine Atmosphäre auf, die einen umso stärker in ihren Bann zieht, sobald die Handlung Fahrt aufnimmt und Piranesi eine interessante und nachvollziehbare Entwicklung durchmacht. Sobald man diese Hürde genommen hat, entfaltet sich eine fesselnde und intelligente Geschichte. Es dauert nicht lange, bis man ein Gespür dafür entwickelt, wer die Guten und wer die Bösen sind. Der Andere ist von Anfang an unsympathisch und überheblich, was es leicht macht, ihn als Antagonisten zu erkennen. Gleichzeitig bleibt Der Prophet lange undurchsichtig und undurchschaubar, was die Spannung aufrechterhält. Die größte Überraschung ist jedoch die Figur 16, die man lange Zeit nur aus Erzählungen kennt und die sich schließlich als überraschendes Element in der Geschichte entpuppt. Das größte Highlight des Buches ist zweifellos das Konzept der „Häuser“. Clarke hat eine surreale, fast schon mythische Welt erschaffen, die sich wie ein endloses Labyrinth voller Statuen und Gezeiten anfühlt. Es ist eine faszinierende Idee, die zum Nachdenken anregt und in ihrer Einzigartigkeit einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Trotz der anstrengenden ersten Seiten ist Piranesi eine lohnende Lektüre, die mit einem außergewöhnlichen Konzept und einer cleveren Handlung überzeugt
Was ganz besonderes
Ich weiß gar nicht so richtig, was ich schreiben soll. Ich bin gerade fertig & irgendwie hat die Geschichte mich total aufgewühlt. Bis zu ca. 40% des Buchs dachte ich noch es wird "nur okay" aber kein Highlight. Dann hat sich plötzlich die Handlung komplett verändert, ich hab diese Richtung überhaupt nicht erwartet. Zum Inhalt kann ich daher gar nicht viel sagen. Nur so viel, dass der Protagonist, PIRANESI, in einem Haus wohnt, in dem die Gezeiten herrschen. Das Haus hat hunderte Räume, er ist alleine, bekommt nur ab und zu Besuch von "Dem Anderen". Das Buch regt total zum Nachdenken an; die Weltanschauungen Piranesis sind andersartig und außergewöhnlich. Ich hab mich oft an Philosophiestunden in der Schule versetzt gefühlt, Stichwort Platons Höhlengleichnis. Ich fand das damals sehr interessant 😉. Da kann man genauso viel rein interpretieren wie hier!

Magischer Realismus trifft gefühlt auf ein Thriller?
Ich dachte, wenn ich eine Nacht darüber geschlafen habe, könnte ich den Read besser reflektieren, aber dem ist leider nicht so. Noch nie hat mich ein Buch so verwirrt zurückgelassen, aber irgendwie auch zufrieden?! Dadurch das man als LeserIn Piranesi dabei begleitet wie er Stück für Stück mehr herausfindet, über sich selbst und Geschehnisse (mehr will ich hier nicht verraten), fühlte es sich für mich auch irgendwie wie ein magischer Thriller an. Ich verstehe aber absolut,, dass das Buch in dem Genre magischer Realismus definiert wird. Die Autorin hat nicht wie bei Mr. Norelle & Jonathan Strange, diesmal auf künstlerische Schreibweise gesetzt, sondern sich auf eine künstlerischen Beschreibung fokussiert. Statuen wurden zu so viel mehr als nur bildliche Darstellungen, sie wurden zu Freunden und Gefährten von Piranesi. Seine Gedanken zu ihnen und seiner Umwelt habe ich so gerne gelesen. Sie strahlten irgendwie so eine Ruhe aus, die vermutlich Piranesi eben so empfunden haben muss. Das offene Ende war jedoch echt fies. Ich kann nur ahnen wie es den Charakteren weiter ergehen könnte oder was ich für sie hoffe. Ich hatte bis zuletzt darauf gehofft, dass der König der Magier (ich glaub so wurde er bei Mr. Norelle & Strange genannt) kurz erscheinen würde, aber leider war dem nicht so. Alles in allem kann ich das Buch empfehlen, aber geht nicht mit einer gewissen Erwartungshaltung in dieses Abenteuer hinein, sondern lasst euch schlicht von Piranesi führen und genießt es darin zu verweilen. 🧚🏻♂️
Nicht das, was es scheint
Das geheimnisvolle Geheimnis stellt sich am Ende als wenig geheimnisvoll heraus. Das Buch gibt durch Metaphern und die kunstvolle Sprache viele Gelegenheiten, über die Sicht auf das Leben zu philosophieren, aber gibt gleichzeitig nicht das zurück, was die Beschreibung und der Klappentext erwarten lassen. Wer sich treiben lassen mag und es aushält, lange nichts zu verstehen und dennoch die Lektüre zu genießen, sollte zu diesem Buch greifen. Ich nehme mir vor, Bücher in Zukunft abzubrechen, wenn sie mir nicht gefallen.
Eine einzigartige Geschichte
Ich finde, das Wort „einzigartig" trifft auf kaum ein Buch besser zu als auf dieses. Sowas in der Art habe ich noch nie gelesen. Wir begleiten „Piranesi" dabei, wie er das schier unendlich wirkende Haus mit seinen großen Räumen, Witterungen und Statuen erkundet und sich 2x die Woche mit „dem Anderen" trifft, um sich über die jeweiligen Erkundungen auszutauschen. „Der Andere" ist - wie der Name vermuten lässt - die einzige Person, die „Piranesi" kennt. In seiner Welt existieren überhaupt nur sehr wenige Menschen, wovon die meisten allerdings bereits tot sind. Piranesi schreibt Tagebuch, dabei geht er nach einer Weile nicht mehr nach Jahreszahlen vor, sondern benennt die Jahre nach einem Ereignis, das in diesem Jahr stattgefunden hat. Es hat mich echt lange gebraucht, um reinzukommen und besonders die ersten 2/3 haben sich trotz der Kürze des Buches sehr gezogen. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen, allerdings wurde der Funke des Interesses in mir bereits geweckt, weswegen ich das Ende unbedingt wissen wollte. Das letzte Drittel war dann wiederum spannend und sehr interessant. Das Gefühl, das ich beim Lesen hatte, war etwas ganz Eigenartiges, das bis jetzt noch nachhallt. Das Buch muss man am besten selbst gelesen haben, um zu verstehen, „was" es ist.

Ein ganz besonderes Buch
Als ich das Buch anfing zu lesen konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass es mich fesseln würde. Am Anfang wird viel erklärt und man wird mit Informationen rund um das Haus nur so überschüttet. Eine klare Geschichte gab es noch nicht wirklich. Erst bei etwa 80 Seiten nahm dann meiner Meinung nach die Geschichte fahrt auf und es wurde richtig Interessant. Das Haus in dem Piranesis lebt stelle ich mir wunderschön vor mit den ganzen Statuen und den Gezeiten. Auch Piranesis fand ich, je länger das Buch ging, immer wie spannender und wollte immer mehr über ihn erfahren. Am Ende war ich wirklich sehr begeistert von der Geschichte. Am Anfang muss man sich ziemlich durchkämpfen aber es lohnt sich wirklich sehr!
Bei Piranesi lohnt es sich definitiv, das erste Viertel durchzuhalten, denn danach startet die Spannung erst so richtig. Der Protagonist war mir von Anfang an sympathisch. Es ist bewundernswert, wie er die Hürden im Labyrinth meistert, was er bereits alles erreicht hat und wie emphatisch er ist. Während der Geschichte tauchen viele Rätsel auf, man fiebert mit und beginnt selbst daran zu zweifeln, was man überhaupt noch glauben soll. Auch das Ende hat mir sehr gefallen, es war einleuchtend, schön aber auch irgendwie tragisch.
für mich ein moderner Klassiker 🏛️
Piranesi war eines meiner ersten Bücher in diesem Jahr und ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster aber denke - es bleibt ein absolutes Highlight. Wir begegnen Piranesi, der in einem labyrinthartigen Haus aus unendlich vielen Räumen lebt – ein zu Hause, welches für ihn die ganze Welt ist. Neben ihm existiert nur der Andere, sein einziger bekannter Gefährte. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr entfaltet sich ein rätselhaftes Abenteuer, das den Blick hinter die Fassaden dieses geheimnisvollen Hauses erlaubt. Ich kann gar nicht aufhören, von diesem Buch zu schwärmen – es hat einfach jeden Knopf bei mir gedrückt. Die Atmosphäre ist tiefgründig, fast schon philosophisch, und sowohl die Welt als auch Piranesi selbst üben eine faszinierende Anziehungskraft aus. Die Geschichte beginnt ruhig, entwickelt sich aber nach und nach zu einer tosenden Welle, die einen vollkommen mitreisst. Erzählt wird die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen, und irgendwann verspürt man selbst das Bedürfnis, durch diese Seiten zu blättern, jedes Detail zu entschlüsseln und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Man wartet gespannt darauf, dass Piranesi sich dieselben Fragen stellt, die einem persönlich durch den Kopf gehen – und dennoch ist es ein unglaubliches Erlebnis, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Wer sich auf diesen kurzen Roman einlässt, sollte am besten mit so wenig Vorwissen wie möglich eintauchen und sich einfach verzaubern lassen. "Und ich habe auch nicht den Wunsch, ewig zu leben. Das Haus sieht eine gewisse Zeitspanne für Vögel vor und eine andere für Menschen. Das genügt mir."

Mystisch, magisch und schmerzlich schön
Am Anfang braucht man etwas Zeit, um in die Geschichte einzutauchen und die Welt zu verstehen, aber spätestens ab dann konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Im Prinzip ein unglaublich spannender und genialer Thriller in einer Welt und mit einer Thematik, die ich vorher so noch nicht gesehen habe. „Vielleicht ist das so, wenn man mit anderen Menschen zusammen ist. Vielleicht kann selbst jemand, den man mag und unendlich bewundert, einen die Welt so sehen lassen, wie man sie lieber nicht sehen würde.“
Mal was anderes gesucht? Toller Plot, kurzweilig, holt den Leser in die Geschichte rein, habe gefühlt mit dem Erzähler gedacht... Rätsel noch, ob eine Verfilmung toll wäre oder den Zauber des Buchs nimmt... Schöne einfache, aber nicht banale Sprache. Kurze Sätze bringen Dynamik, aber auch ab und zu Ruhe, gedankliche Stopps möglich.
Muss man gelesen haben!
Ein fantastischer Roman – bildgewaltig und sprachlich exzellent. Der Einstieg war zunächst etwas verwirrend: die Tagebucheinträge warfen mich mitten in die Handlung, und das ungewöhnliche Setting stiftete noch mehr Verwirrung. Doch gleichzeitig weckte es eine solche Neugier auf die Charaktere und die Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Sprachlich ist es einfach grandios – präzise, fließend und mitreißend. Es liest sich wie weiche Butter und hat mich völlig vereinnahmt. Die Handlung ist komplex – man rätselt ständig über den Hintergrund und darüber, wie der Protagonist ins Haus gelangt ist. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte, und ich hätte tatsächlich noch länger in diesen faszinierenden Räumen mit Piranesi verweilen können. Die Bilder, die das Buch im Kopf entstehen lässt, sind beeindruckend: Wasser, Vögel, Statuen, endlose Treppen. Alles ist genial beschrieben – fantastisch sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Die Auflösung ist nicht vollständig, sie lässt Raum für Spekulationen darüber, was eigentlich passiert ist. Für mich macht gerade das den Reiz aus – die Frage, wie sich die menschliche Psyche in solchen Umständen verhält. Selten habe ich etwas Vergleichbares gelesen. Ich bin absolut begeistert und kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne liest.

Mh…
Dieses Buch wurde als eines der besten Fantasy Titel angepriesen… das konnte ich ehrlich gesagt nicht nachempfinden. Jaaa es ist ein Vibe und das habe ich am Anfang auch wirklich gefühlt. Doch die Entwicklungen haben mich echt nicht gecatcht.. aber Piranesi ist ein toller Charakter und der Schreibstil ist außergewöhnlich.
Loved every second and every sentence of it.
It feels like a whole new genre, with the perfectly constructed mystery to discover along the main character, Piranesi. But never shallow, quite the opposite, with profound questions about the world and it's workings. After about 3/4 I worried about the ending, but it was perfect. The way Clarke uses language and orthography to build worlds is superb.

Kein Buch für alle – aber ein besonderes. Wunderschön, geheimnisvoll, melancholisch.
Piranesi ist eines dieser Bücher, das sich jeder klaren Kategorisierung entzieht – und genau das macht es so faszinierend. Es ist ruhig, rätselhaft und tiefgründig, aber auch traurig und manchmal fast zu still. Ich bin mit großen Erwartungen eingestiegen, wusste aber schon nach den ersten Seiten: Das hier wird kein typischer Fantasyroman. Die Geschichte folgt Piranesi, der in einem endlosen, labyrinthartigen Haus lebt – voller gewaltiger Statuen, Vögel, Fluten und Geheimnisse. Er glaubt, das Haus sei die ganze Welt. Seine Tage verbringt er damit, es zu kartografieren, die Gezeiten zu beobachten und seine Aufzeichnungen zu führen. Es klingt seltsam – und ist es auch. Aber Clarke erschafft eine so atmosphärisch dichte und bildgewaltige Welt, dass man sich diesem Sog kaum entziehen kann. Das Buch liest sich wie ein mystisches Tagebuch – poetisch, ruhig, manchmal fast meditativ. Man entdeckt das Haus mit Piranesi gemeinsam und stellt sich dabei ständig neue Fragen. Warum ist er hier? Wer ist der “Andere”? Was hat es mit all den leeren Hallen und Bruchstücken von Erinnerungen auf sich? Die Geschichte entfaltet sich langsam, fast schleichend, und genau darin liegt auch die größte Stärke des Romans: Dieses Gefühl, auf etwas Bedeutendes zuzusteuern, ohne genau zu wissen, was es ist. Piranesi als Figur ist einfach großartig. Seine Naivität und sein Vertrauen wirken auf den ersten Blick kindlich, aber dahinter verbirgt sich eine tiefe Menschlichkeit. Ich mochte ihn sofort. Seine Perspektive auf das Haus – voller Ehrfurcht und Respekt – hat mich immer wieder berührt. Was mir besonders gefallen hat: Das Buch stellt viele Fragen, lässt aber bewusst nicht alle Antworten folgen. Es gibt Interpretationsspielraum, und nicht jeder Faden wird zu Ende gesponnen. Das muss man mögen – ich fand es reizvoll, auch wenn ich mir an manchen Stellen doch etwas mehr Auflösung gewünscht hätte. Die Enthüllung am Ende war okay, aber für meinen Geschmack nicht ganz so stark, wie sie hätte sein können. Wer auf Action, Plot-Twists oder ein klares Erklärungsmodell hofft, wird wahrscheinlich enttäuscht. Piranesi ist eher etwas für Leser*innen, die sich auf Atmosphäre, Sprache und philosophische Fragen einlassen wollen. Clarke schreibt in einer ruhigen, sehr bildhaften Sprache, die hervorragend zu der surrealen Welt passt, die sie erschaffen hat. Fazit: Kein Buch für alle – aber ein besonderes. Wunderschön, geheimnisvoll, melancholisch. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn ich mir zum Schluss einen etwas anderen Ton gewünscht hätte. Für mich ein starkes, ungewöhnliches Werk, das zum Nachdenken anregt – aber eben nicht alles auf dem Silbertablett serviert. Und das ist auch gut so.

Zunächst dachte ich, das Buch sei zu kurz - einfach, weil ich gerne länger mit Piranesi durch das Haus gezogen wäre -, aber das Buch ist perfekt, wie es ist. In Piranesis Tagebucheinträgen entblättert sich die Geschichte um das Haus und um Piranesi selbst. Die Erzählposition, die sich aus dem Tagebuch ergibt, ist in sich stimmig und schlüssig, darum könnte es nicht anders sein, nicht anders erzählt werden, und es kann so eben auch nicht länger sein. Am Ende fand ich das Buch genial, sowohl was den Inhalt angeht als auch die Form. Alles greift ineinander und ergibt ein in geschlossenes Gesamtkonstrukt. Einzig bei der Auflösung hätte ich mir eine andere gewünscht. Das ist aber nur eine Kleinigkeit. Klare Leseempfehlung!
























































