Das Mädchen aus dem Eis
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Description
Ein Anruf wirft die Sprachforscherin Valerie völlig aus der Bahn. Wyatt, ein Forschungskollege ihres toten Bruders, hat in der Arktis ein Mädchen gefunden, das eine ihm unbekannte Sprache spricht. Obwohl Valerie den Ort fürchtet, an dem ihr Bruder starb, reist sie ins ewige Eis. Dort angekommen ist Valerie überwältigt von der wilden Schönheit der Natur, und nach und nach gelingt es ihr auch, sich mit Naaja, dem Mädchen aus dem Eis, zu verständigen. Doch Naaja wird jeden Tag schwächer, und Wyatt verhält sich plötzlich immer rätselhafter. Valerie spürt, dass sie Naaja schützen muss – selbst wenn sie damit ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt ...
Der Roman ist vormals unter dem Titel Das Lied vom Ende der Welt erschienen.
Book Information
Author Description
Erica Ferencik ist Absolventin des MFA-Programms für Kreatives Schreiben an der Boston University. Ihre Arbeiten sind in Salon und The Boston Globe sowie bei National Public Radio erschienen. »Das Mädchen aus dem Eis« ist ihr erster Roman bei Goldmann.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Geheimtipp ❤️❄️🤯 Wieso ist es auf Booktok unbekannt??? 🤯❤️❄️
Ein faszinierender Roman, der Elemente von Science-Fiction und Fantasy nahtlos miteinander verwebt. Der Roman spielt auf einer Expeditionsforschungsstation in Grönland, die so lebendig beschrieben wird, dass man sich fühlt, als wäre man selbst vor Ort. Diese atmosphärische Kulisse dient als Hintergrund für eine packende Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Das Buch entführt den Leser abseits der oft besprochenen Titel auf Plattformen wie BookTok und beweist eindrucksvoll, dass es sich lohnt, auch unbekannte Bücher zu erkunden. Die Geschichte bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, mysteriösen Ereignissen. Es liest sich leicht und schnell! Insgesamt ist „Das Mädchen aus dem Eis“ eine Empfehlung für alle, die auf der Suche nach einem spannenden Leseabenteuer sind, das sowohl durch seine originelle Story als auch durch sein ungewöhnliches Setting überzeugt. Ein echter Geheimtipp für Fans von Genre-Mischungen und atmosphärisch dichten Erzählungen.❄️❤️

Sprachforscherin Valerie macht sich, nach einem Anruf des Forschungskollegen ihres verstorbenen Bruders, auf dem Weg in die Arktis. Dort wurde ein Mädchen gefunden, dass eine unbekannte Sprache spricht und Valerie soll versuchen diese zu entschlüsseln. Gleichzeitig versucht Valerie das Rätsel um den Tod ihres Bruders aufzulösen. Diese Geschichte ist wie ein Sog, man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist fesselnd, spannend, eiskalt und bildlich. Eine komplett andere Geschichte über Themen wie Sprache, Klimaforschung und Wissenschaft mit Science-Fiction-Elementen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Der Roman beginnt ruhig, fast behutsam: Ein kleines Mädchen, seit Jahrhunderten im arktischen Eis eingefroren, wird von einem Forschungsteam gefunden, aufgetaut – und erwacht tatsächlich zum Leben. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Wissenschaftlerin Val, die die Expedition begleitet. Durch sie erlebt man die Spannungen, Sehnsüchte und Ängste innerhalb des Teams. Val selbst macht einen spürbaren inneren Wandel durch: Vom rational getriebenen Forschergeist entwickelt sie sich zu jemandem, der sich emotional öffnet, Verantwortung übernimmt und immer stärker spürt, wie fragil moralische Entscheidungen in Extremsituationen sind. Die anderen Protagonisten – der kontrollierte Expeditionsleiter, die ehrgeizige Kollegin, die pragmatischen Teammitglieder – bilden ein Spannungsfeld, in dem sich Vals Veränderung umso deutlicher zeigt. Die Geschichte steigert sich von einer wissenschaftlichen Entdeckung zu einer sehr menschlichen Auseinandersetzung: mit Macht, Grenzen, Empathie und Verantwortungsbewusstsein. Die zweite Hälfte wird spürbar intensiver und atmosphärischer. Für mich war es ein ungewöhnlicher Mix aus Expeditionsthriller, emotionaler Charakterstudie und moralischem Gedankenexperiment. Langsam startend, später fesselnd – und getragen von der starken Entwicklung seiner Erzählerin.
Das letzte Buch welches ich wohl in diesem Jahr beendet habe, war richtig gut!!! Wär ich nicht so ne Frostbeule würde ich spätestens jetzt auch mal nach Grönland wollen. Die Beschreibungen der Natur haben mich sehr gefesselt. Es war Mega spannend… aber auch sehr traurig … es bringt einen zum nachdenken. Es gibt unerwartete Wendungen . Wie weit geht man für die Wissenschaft?

Wie ein Autounfall...
Eine psychisch angeschlagene, latent drogensüchtige Sprachforscherin wird von einem Klimaforscher aus der Arktis angefordert, da er ein Mädchen gefunden hat, dessen Sprache er nicht versteht. Rein zufällig ist er der Leiter der Forschungsstation, in der ihr Zwillingsbruder unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Noch nicht durchgeknallt genug? Okay, es stellt sich heraus, dass das Mädchen in einem Eisblock eingefroren gefunden und wiederbelebt wurde, vermutlich ist sie aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Und um am Leben zu bleiben, braucht sie Blut eines Eis-Aals. Ja, sowas kann man auf knapp 400 Seiten zwischen zwei Buchdeckel quetschen und verkaufen. Mein Rat: was immer die Autorin genommen hat, um solchen literarischen Dünnpfiff zu produzieren, sie sollte weniger nehmen. Und ich muss endlich lernen, schlechte Bücher abzubrechen!
Die Handlung des Buches ist spannend, mysteriös und dystopisch. Zu Beginn des Buches wollte ich direk wissen, was mit dem im Eis gefundenen Mädchen los ist. Das Setting in der Forschungsstation im Eis ist unheimlich und nach etwas weniger spannendem Mittelteil kommt es zum packenden Ende. Zuweilen war es mir zu unrealistisch, aber ich wollte die Rätsel lösen.
EIN LIED VOM ENDE DER WELT Erica Ferencik Irgendwann nach 2023: Wyatt Speers, der als Forscher in der Arktis auf der Insel Grönland arbeitet, hat ein totes Mädchen im Eis gefunden. Gemeinsam mit seinem Team haben sie dieses geborgen und aufgetaut. Das Mädchen konnte wiederbelebt werden, spricht aber eine eigene Sprache, die nicht zugeordnet werden kann. Die Linguistin Valerie, die auf nordische Sprachen spezialisiert ist, bittet man um Unterstützung. Doch „Val“ hat gerade eine schwierige Zeit: Seit dem Tode ihres Zwillingsbruders Andy kann sie ihren Tag nur mit Hilfe von Tabletten und Alkohol überstehen. Dieser wurde vor kurzen in genau dieser Forschungsstation in Grönland erfroren aufgefunden. Den Aussagen seiner Kollegen zufolge, hat sich Andy selber umgebracht. Was hat es mit dem aufgetauten Mädchen auf sich und warum hätte sich ihr Bruder umbringen sollen? Um diese Fragen zu klären nimmt sie den Job, trotz ihrer vielen Neurosen an und macht sich auf den Weg nach Grönland. Nebenbei, ohne mit dem Finger auf uns zu zeigen, gelingt es der Autorin uns auf den Plastikmüll in den Meeren und dem Klimawandel aufmerksam zu machen. Der Anfang des Buches hat mich sofort gepackt und meine Neugier geweckt. Der Mittelteil konnte mich nicht durchgehend überzeugen, aber der leichte Schreibstil der Autorin ließ mich weiterhin die Seiten umblättern, zum Ende wurde es dann unglaublich spannend. Ein interessantes und gutes Buch, eine Mischung aus Krimi, Science Fiction und Dystopie, das ich gerne gelesen habe.

Sehr coole Mischung aus Abenteuerroman und Wissenschaftsthriller vor dem Hintergrund einer dystopische Umweltkatastrophe bei dem auch das Herz nicht zu kurz kommt. Ich liebe Bücher, die in arktischer Kulisse spielen, und auch hier entsteht in der kleinen Forschungsstation eine besonders brisante Atmosphäre zwischen den Bewohnern, bei denen jeder Geheimnisse hinter einer Maske verbirgt und das alltägliche Leben immer mehr zum Pulverfass wird. Dazu das kleine Mädchen, dessen Herkunft entschlüsselt werden muss von einer Protagonistin, die sich ihren Ängsten und ihrem Verlust stellen muss und eigentlich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, um Gefahren zu erkennen und Menschen zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, hab' gerätselt und das Mädchen immer mehr ins Herz geschlossen und wurde mit einem eiskalten Showdown belohnt. Eins meiner Highlights in diesem Jahr.

Okay!
Leider hatte ich mir etwas ganz andere vorgestellt…die Stimmung der Arktis wurde sehr gut dargestellt & es war allgemein ein sehr atmosphärisches Buch aber ab der Hälfte war es mir einfach zu „Sci-Fi“-mäßig und das Ende zu dystopisch und schräg…kann‘s leider nicht weiter empfehlen…vor allem weil man durch den Klappentext und das Cover etwas ganz anderes erwartet.
Ein spannendes, sehr interessantes Buch über eine Sprachwissenschaftlerin und ein kleines Mädchen, das angeblich nach Jahren eingefroren im Eis, wieder lebendig aufgetaut werden konnte... Eine emotionale und packende Reise in die Arktis beginnt. Für mich war es ein tolles Leseerlebnis. Ausführliche Rezension folgt auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe
Kalt, kälter.... Das Lied vom Ende der Welt
Ich habe "Das Lied vom Ende der Welt" durch Zufall beim durchstöbern im Buchladen meines Vertrauens entdeckt. Zu meinem Glück lag er auf dem "Schnäppchentisch". Nicht nur der Preis hat mich direkt angesprochen, sondern auch die Kurzbeschreibung. Natürlich kann ein Buch trotz gutem Klappentext ein totaler Reinfall sein aber! im Nachhinein betrachtet, würde ich behaupten, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und meiner Intuition gefolgt bin. Die Geschichte hinter dem Roman hat meine Fantasie auf jeden Fall auf Hochtouren gebracht, dann noch gepaart mit einer Prise Abenteuer und einem Hauch Mysterium war dieses Buch genau das Richtige für mich.
Danke für das Leseexemplar, ohne das, wäre ich niemals auf das Buch gekommen! Es war wirklich geheimnisvoll, sehr atmosphärisch und ein sehr interessantes Thema. Obwohl mich das Thema vorher und generell der Schauplatz mich die Vorstellung davon schon zum Frieren gebracht hat, ist hier eine sehr schöne Geschichte über das Thema Trauer, unterschiedliche Kulturen, Erziehung, Traumata, dadurch Geheimnisse und unerwartete Wendungen gelungen! Einer meiner Highlights, wirklich.
Bis auf den zähen Anfang total mysteriös und spannend
Mein erstes Buch in 2023 ist gleich ein kleines Schätzchen. Ich muss sagen, dass ich zuerst dem Cover verfallen bin und als ich dann den Klappentext gelesen habe, ist es um mich geschehen. Und die Story hat mich nicht enttäuscht. Außer dem Anfang, der ein bisschen zäh angefangen hat, ist die Geschichte durchgehend spannend und mysteriös. Dazu ist die Szenerie Grönland so schön, zwar auch gefährlich, jedoch in erster Hinsicht wunderschön. Die Charaktere sind eher mehr unsympathisch, außer der Protagonistin und dem Mädchen, das macht aber die Story zu dem, was sie ist. Mich konnten das Buch, der Schreibstil und auch die Thematik "Klimawandel" total überzeugen. Besonders der Aspekt des Klimawandels ist sehr interessant und man bekommt neue Informationen, die ich bis dato so nicht kannte. Von mir eine große Leseempfehlung und 9/10 ⭐.

"Stahndala" In der Arktis wird ein Mädchen im ewigen Eis gefunden und erfolgreich aufgetaut. Sie lebt, doch sie spricht keine bekannte Sprache. Valerie als Linguistin soll ihre Sprache erforschen. Und Val hat auch persönliche Gründe, in die Arktis zu reisen. Ein Buch, das schwer zu klassifizieren ist. Ein Märchen, eine Dystopie, eine Erzählung, ein Drama. Besonders das Mädchen Naaja ist mir ans Herz gewachsen, ihre Ängste, ihr Lebensmut, ihre Geschichte. Die anderen Charaktere sind ...schwierig. Vor Allem Val mit ihren Phobien hat mich manchmal doch ziemlich genervt. Und die anderen Charaktere sind auch keine Sympathieträger. Das ganze spielt in einer unbestimmten Zukunft, die auch leider recht unspezifisch bleibt, wir erfahren nur, dass das ewige Eis die Menschen bedroht. Mir hat die Atmosphäre oft gefallen, die klaustrophobische Enge in der Forschungsstation, die unendliche Weite der Artik, die Kälte, die Gefahren aber auch die Wunder dieser Landschaft. Das Ende war rund wenn auch nicht unbedingt meins, ich hatte mir mehr Erklärungen, mehr Geschichte gewünscht. Und tatsächlich etwas weniger Gewalt und Tod. Ein Buch, auf das man sich einlassen muss, was nicht ganz einfach ist, mich dann aber doch auch irgendwie verzaubern konnte, mit einer Protagonisten, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Das Buch spielt in der atemberaubenden Arktis. Die Linguistin Val reist dorthin, wo sie bei der Verständigung mit einem Mädchen helfen soll, das von den dortigen Forschern lebendig aus dem Eis aufgetaut wurde. Ihr Bruder ist zuvor an genau dieser Forschungsstation ums Leben gekommen. Val versucht daher auch dem Rätsel um den Tod ihres Bruders auf den Grund zu gehen. Sowohl das "Mädchen aus dem Eis" (wie das Buch auch im Taschenbuch Format heißt) als auch die Todesumstände von Val's Bruder Andy sind sehr mysteriös. Wyatt, der Leiter der Forschungsstation, wirkt von Beginn an etwas merkwürdig und undurchsichtig. Die Geschichte baut sich langsam auf und wird zum Ende sehr spannend. Am Anfang zieht es sich teilweise etwas und manches wirkt ein bisschen unglaubwürdig. Insgesamt hat mich das Buch aber doch gepackt, vor allem die Beziehung die sich zwischen Val und Naaja entwickelt. Das Buch zeigt außerdem auch die durch den Menschen verursachten Schäden an der Natur auf, die sich in der Arktis besonders deutlich zeigen.
Wissenschaft auf Wish bestellt! Linguistin Valerie soll in die Arktis reisen: Klimaforscher Wyatt hat dort ein Mädchen im Eis gefunden, das eine unbekannte Sprache spricht. Der Ansatz, dass ein Kind in einen Eisblock gefroren gefunden wird, ist zwar nicht sehr realistisch, aber spannend. Leider konnte die Autorin aus ihrer eigentlich genialen Idee nichts machen. Die Linguistin wirft dem Kind Wörter nordischer Sprachen an den Kopf, wie Linguisten (die natürlich alle zig Sprachen sprechen) das nun mal machen. Die Klimaforscher sausen auf Schneemobilen herum, bohren Löcher ins Eis und saufen sich die Hucke voll, denn an Wein mangelt es auf der Forschungsstation nie. Die Figuren sind super platt, bis auf das Kind allesamt unsympathisch, es wirkt, als wären der Autorin wissenschaftliche Arbeitsvorgänge völlig egal, die Auflösung des Rätsels so an den Haaren herbei gezogen, dass man nur noch darüber lachen kann und selbst die gar nicht mal so schlechten Beschreibungen der einzigartigen Natur schmelzen dahin wie das Eis, weil die Autorin es nicht schafft, sie richtig in ihre Geschichte einzubauen. Ein paar besondere negativ Highlights (Spoiler!) - Die Frauenfiguren hätten so spannend sein können. Wissenschaftlerinnen in der Arktis! Stattdessen wird allen eine dramatische Verlustgeschichte angehängt, die ihr ganzes Tun bestimmt - Wyatt ist so eklig - Lange kommt keiner der "Forscher" auf die Idee, dass das Kind, das in Jahrtausende altem Eis gefunden wurde, selbst uralt sein könnte - die Szene, in der das Baby aufgetaut wird (!!!!) - die Tauchszene!!! Valerie schafft es, im Eismeer zu tauchen, weil sie jeden Abend den Merkzettel der Polartaucher liest. Beide Polarforscher sterben bei der Aktion, bei Valerie, die mit Tauchen bis auf diesen Zettel nix am Hut hat, noch dazu unter dem Entzug ihrer Medikamente und ihrer Angststörung leidet, klappt alles - alles, was mit der Arbeit von Linguist:innen zu tun hat
„Sprachen offenbaren, was es bedeutet, Mensch zu sein.“
Die Inhaltsangabe verspricht viel: Die Linguistin Valerie, ihrerseits spezialisiert auf alte nordische Sprachen, wird durch eine Nachricht, einen Hilferuf, eines Forschungskollegen ihres toten Bruders völlig aus der Bahn geworfen. Er hat nahe einer Forschungsstation in der Arktis ein Mädchen gefunden, das eine unbekannte Sprache spricht und bittet Valerie sofort zu ihm ins ewige Eis zu kommen. Eine unglaubliche Reise beginnt, eine Reise die Valerie viel abverlangt, denn in dieser Forschungsstation kam auch ihr Zwillingsbruder unter mysteriösen Umständen ums Leben. „Eines ist doch mittlerweile ziemlich klar. Hier kommt keiner hin, der normal ist. Dieser Ort ist bloß die natürliche Wahl für Leute, die vom Rand der Welt springen wollen.“ Über den Inhalt möchte ich gar nichts weiter verraten. Nur so viel: ich war gefesselt, habe gerätselt (ein Mädchen, aufgetaut aus dem ewigen Eis, das eine unbekannte Sprache spricht) und habe mitgefühlt. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön, die Darstellung der Lebensbedingungen in dieser unwirtlichen Umgebung sind realistisch und ich war direkt mittendrin im Geschehen. Valerie mit ihren Neurosen ist vielleicht ein wenig seltsam, dennoch empfand ich sie als sehr sympathisch. „Ich hatte noch nie ein Gefühl dafür gehabt, wo mein Körper sich im Raum befindet, was gefährlich werden kann.“ Wyatt war mir irgendwie suspekt, ihn konnte ich nicht wirklich greifen, dennoch empfand ich direkt Abneigung. Wer weiß, womöglich war dies aber von Erica Ferencik auch so gewollt? Auch die anderen Bewohner der Forschungsstation scheinen alle ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen und so kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, was die Story aber nur noch spannender macht. Die so unterschiedlichen Charaktere hat die Autorin, meiner Meinung nach, hervorragend herausgearbeitet, so verschieden sie auch sind, sie alle ergeben ein Gesamtbild. Am spannendsten ist für mich, neben dem Rätsel um Naaja, die Entwicklung von Valerie gewesen. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und lässt sich gut lesen. Zwar leidet die Spannung hin und wieder unter den doch sehr ausführlichen Landschafts- und Situationsbeschreibungen, dennoch konnte mich die Story immer wieder abholen. Fazit: Es ist mal etwas anderes, ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen und mochte es stellenweise gar nicht wirklich weglegen. Alles in allem ist „Ein Lied vom Ende der Welt“ vielleicht kein Highlight, aber ich würde es dennoch empfehlen.
🎧 Durchwachsen, von interessant über unrealistisch bis hinzu fad mit richtig schönen Ausflügen in die Sprachforschung.
Wenn es um Wörter ging, die die Liebe einer Mutter für ihr Neugeborenes widerspiegeln, war das Buch beeindruckend und großartig. Zusätzlich war es ein für mich geliebtes Setting. Der Rest war flach, klischeehaft und plätscherte vor sich hin. Echt schade.
Trotz ihrer großen Angst vor dem Unbekannten reist Linguistin Valerie zu dem Ort, an dem ihr Bruder gestorben ist: in die Arktis. Dort hat sein Arbeitskollege Wyatt ein Mädchen gefunden, welches eine unbekannte Sprache spricht. Nun hofft er, dass Valerie sie - und damit die Geheimnisse des ewigen Eises - entschlüsseln kann. Doch je mehr Zeit Valerie im einsamen Weiß verbringt, desto mehr zweifelt sie an den guten Absichten Wyatts. Sie muss das Vertrauen des fremden Mädchens gewinnen, um ihrer aller Leben zu retten. Ferenciks neuster Roman begeistert von der ersten Seite an. Sofort findet man sich in einem Lesesog wieder, dem man nicht entfliehen kann. Die Spannung wird gekonnt aufgebaut durch viele Mysterien rund um die Arktis und Valeries neuen Bekanntschaften, allem voran jedoch die Frage, was es mit dem sonderbaren Mädchen Naaja auf sich hat. Die sorgfältige Recherche der Autorin sorgt einerseits für interessante Fakten über Linguistik, andererseits für eine reale Basis für Wyatts fast schon futuristische Forschung. Außerdem muss ich betonen, wie wundervoll aktuell "Ein Lied vom Ende der Welt" ist. Nicht nur die Klimathematik spielt hier eine Rolle, sondern auch die damit verbundene Furcht, welche mir zuvor nie in einem Buch begegnet ist. Dadurch fühlte ich mich dem Geschehen noch näher als ohnehin schon. Ich wollte nicht, dass dieser Roman endet, und hätte noch hunderte Seiten mehr lesen können. Eine absolute Empfehlung, aber Achtung: Suchtpotenzial!
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Ein Anruf wirft die Sprachforscherin Valerie völlig aus der Bahn. Wyatt, ein Forschungskollege ihres toten Bruders, hat in der Arktis ein Mädchen gefunden, das eine ihm unbekannte Sprache spricht. Obwohl Valerie den Ort fürchtet, an dem ihr Bruder starb, reist sie ins ewige Eis. Dort angekommen ist Valerie überwältigt von der wilden Schönheit der Natur, und nach und nach gelingt es ihr auch, sich mit Naaja, dem Mädchen aus dem Eis, zu verständigen. Doch Naaja wird jeden Tag schwächer, und Wyatt verhält sich plötzlich immer rätselhafter. Valerie spürt, dass sie Naaja schützen muss – selbst wenn sie damit ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt ...
Der Roman ist vormals unter dem Titel Das Lied vom Ende der Welt erschienen.
Book Information
Author Description
Erica Ferencik ist Absolventin des MFA-Programms für Kreatives Schreiben an der Boston University. Ihre Arbeiten sind in Salon und The Boston Globe sowie bei National Public Radio erschienen. »Das Mädchen aus dem Eis« ist ihr erster Roman bei Goldmann.
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Geheimtipp ❤️❄️🤯 Wieso ist es auf Booktok unbekannt??? 🤯❤️❄️
Ein faszinierender Roman, der Elemente von Science-Fiction und Fantasy nahtlos miteinander verwebt. Der Roman spielt auf einer Expeditionsforschungsstation in Grönland, die so lebendig beschrieben wird, dass man sich fühlt, als wäre man selbst vor Ort. Diese atmosphärische Kulisse dient als Hintergrund für eine packende Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Das Buch entführt den Leser abseits der oft besprochenen Titel auf Plattformen wie BookTok und beweist eindrucksvoll, dass es sich lohnt, auch unbekannte Bücher zu erkunden. Die Geschichte bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, mysteriösen Ereignissen. Es liest sich leicht und schnell! Insgesamt ist „Das Mädchen aus dem Eis“ eine Empfehlung für alle, die auf der Suche nach einem spannenden Leseabenteuer sind, das sowohl durch seine originelle Story als auch durch sein ungewöhnliches Setting überzeugt. Ein echter Geheimtipp für Fans von Genre-Mischungen und atmosphärisch dichten Erzählungen.❄️❤️

Sprachforscherin Valerie macht sich, nach einem Anruf des Forschungskollegen ihres verstorbenen Bruders, auf dem Weg in die Arktis. Dort wurde ein Mädchen gefunden, dass eine unbekannte Sprache spricht und Valerie soll versuchen diese zu entschlüsseln. Gleichzeitig versucht Valerie das Rätsel um den Tod ihres Bruders aufzulösen. Diese Geschichte ist wie ein Sog, man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil ist fesselnd, spannend, eiskalt und bildlich. Eine komplett andere Geschichte über Themen wie Sprache, Klimaforschung und Wissenschaft mit Science-Fiction-Elementen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Der Roman beginnt ruhig, fast behutsam: Ein kleines Mädchen, seit Jahrhunderten im arktischen Eis eingefroren, wird von einem Forschungsteam gefunden, aufgetaut – und erwacht tatsächlich zum Leben. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Wissenschaftlerin Val, die die Expedition begleitet. Durch sie erlebt man die Spannungen, Sehnsüchte und Ängste innerhalb des Teams. Val selbst macht einen spürbaren inneren Wandel durch: Vom rational getriebenen Forschergeist entwickelt sie sich zu jemandem, der sich emotional öffnet, Verantwortung übernimmt und immer stärker spürt, wie fragil moralische Entscheidungen in Extremsituationen sind. Die anderen Protagonisten – der kontrollierte Expeditionsleiter, die ehrgeizige Kollegin, die pragmatischen Teammitglieder – bilden ein Spannungsfeld, in dem sich Vals Veränderung umso deutlicher zeigt. Die Geschichte steigert sich von einer wissenschaftlichen Entdeckung zu einer sehr menschlichen Auseinandersetzung: mit Macht, Grenzen, Empathie und Verantwortungsbewusstsein. Die zweite Hälfte wird spürbar intensiver und atmosphärischer. Für mich war es ein ungewöhnlicher Mix aus Expeditionsthriller, emotionaler Charakterstudie und moralischem Gedankenexperiment. Langsam startend, später fesselnd – und getragen von der starken Entwicklung seiner Erzählerin.
Das letzte Buch welches ich wohl in diesem Jahr beendet habe, war richtig gut!!! Wär ich nicht so ne Frostbeule würde ich spätestens jetzt auch mal nach Grönland wollen. Die Beschreibungen der Natur haben mich sehr gefesselt. Es war Mega spannend… aber auch sehr traurig … es bringt einen zum nachdenken. Es gibt unerwartete Wendungen . Wie weit geht man für die Wissenschaft?

Wie ein Autounfall...
Eine psychisch angeschlagene, latent drogensüchtige Sprachforscherin wird von einem Klimaforscher aus der Arktis angefordert, da er ein Mädchen gefunden hat, dessen Sprache er nicht versteht. Rein zufällig ist er der Leiter der Forschungsstation, in der ihr Zwillingsbruder unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Noch nicht durchgeknallt genug? Okay, es stellt sich heraus, dass das Mädchen in einem Eisblock eingefroren gefunden und wiederbelebt wurde, vermutlich ist sie aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Und um am Leben zu bleiben, braucht sie Blut eines Eis-Aals. Ja, sowas kann man auf knapp 400 Seiten zwischen zwei Buchdeckel quetschen und verkaufen. Mein Rat: was immer die Autorin genommen hat, um solchen literarischen Dünnpfiff zu produzieren, sie sollte weniger nehmen. Und ich muss endlich lernen, schlechte Bücher abzubrechen!
Die Handlung des Buches ist spannend, mysteriös und dystopisch. Zu Beginn des Buches wollte ich direk wissen, was mit dem im Eis gefundenen Mädchen los ist. Das Setting in der Forschungsstation im Eis ist unheimlich und nach etwas weniger spannendem Mittelteil kommt es zum packenden Ende. Zuweilen war es mir zu unrealistisch, aber ich wollte die Rätsel lösen.
EIN LIED VOM ENDE DER WELT Erica Ferencik Irgendwann nach 2023: Wyatt Speers, der als Forscher in der Arktis auf der Insel Grönland arbeitet, hat ein totes Mädchen im Eis gefunden. Gemeinsam mit seinem Team haben sie dieses geborgen und aufgetaut. Das Mädchen konnte wiederbelebt werden, spricht aber eine eigene Sprache, die nicht zugeordnet werden kann. Die Linguistin Valerie, die auf nordische Sprachen spezialisiert ist, bittet man um Unterstützung. Doch „Val“ hat gerade eine schwierige Zeit: Seit dem Tode ihres Zwillingsbruders Andy kann sie ihren Tag nur mit Hilfe von Tabletten und Alkohol überstehen. Dieser wurde vor kurzen in genau dieser Forschungsstation in Grönland erfroren aufgefunden. Den Aussagen seiner Kollegen zufolge, hat sich Andy selber umgebracht. Was hat es mit dem aufgetauten Mädchen auf sich und warum hätte sich ihr Bruder umbringen sollen? Um diese Fragen zu klären nimmt sie den Job, trotz ihrer vielen Neurosen an und macht sich auf den Weg nach Grönland. Nebenbei, ohne mit dem Finger auf uns zu zeigen, gelingt es der Autorin uns auf den Plastikmüll in den Meeren und dem Klimawandel aufmerksam zu machen. Der Anfang des Buches hat mich sofort gepackt und meine Neugier geweckt. Der Mittelteil konnte mich nicht durchgehend überzeugen, aber der leichte Schreibstil der Autorin ließ mich weiterhin die Seiten umblättern, zum Ende wurde es dann unglaublich spannend. Ein interessantes und gutes Buch, eine Mischung aus Krimi, Science Fiction und Dystopie, das ich gerne gelesen habe.

Sehr coole Mischung aus Abenteuerroman und Wissenschaftsthriller vor dem Hintergrund einer dystopische Umweltkatastrophe bei dem auch das Herz nicht zu kurz kommt. Ich liebe Bücher, die in arktischer Kulisse spielen, und auch hier entsteht in der kleinen Forschungsstation eine besonders brisante Atmosphäre zwischen den Bewohnern, bei denen jeder Geheimnisse hinter einer Maske verbirgt und das alltägliche Leben immer mehr zum Pulverfass wird. Dazu das kleine Mädchen, dessen Herkunft entschlüsselt werden muss von einer Protagonistin, die sich ihren Ängsten und ihrem Verlust stellen muss und eigentlich viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, um Gefahren zu erkennen und Menschen zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, hab' gerätselt und das Mädchen immer mehr ins Herz geschlossen und wurde mit einem eiskalten Showdown belohnt. Eins meiner Highlights in diesem Jahr.

Okay!
Leider hatte ich mir etwas ganz andere vorgestellt…die Stimmung der Arktis wurde sehr gut dargestellt & es war allgemein ein sehr atmosphärisches Buch aber ab der Hälfte war es mir einfach zu „Sci-Fi“-mäßig und das Ende zu dystopisch und schräg…kann‘s leider nicht weiter empfehlen…vor allem weil man durch den Klappentext und das Cover etwas ganz anderes erwartet.
Ein spannendes, sehr interessantes Buch über eine Sprachwissenschaftlerin und ein kleines Mädchen, das angeblich nach Jahren eingefroren im Eis, wieder lebendig aufgetaut werden konnte... Eine emotionale und packende Reise in die Arktis beginnt. Für mich war es ein tolles Leseerlebnis. Ausführliche Rezension folgt auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe
Kalt, kälter.... Das Lied vom Ende der Welt
Ich habe "Das Lied vom Ende der Welt" durch Zufall beim durchstöbern im Buchladen meines Vertrauens entdeckt. Zu meinem Glück lag er auf dem "Schnäppchentisch". Nicht nur der Preis hat mich direkt angesprochen, sondern auch die Kurzbeschreibung. Natürlich kann ein Buch trotz gutem Klappentext ein totaler Reinfall sein aber! im Nachhinein betrachtet, würde ich behaupten, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und meiner Intuition gefolgt bin. Die Geschichte hinter dem Roman hat meine Fantasie auf jeden Fall auf Hochtouren gebracht, dann noch gepaart mit einer Prise Abenteuer und einem Hauch Mysterium war dieses Buch genau das Richtige für mich.
Danke für das Leseexemplar, ohne das, wäre ich niemals auf das Buch gekommen! Es war wirklich geheimnisvoll, sehr atmosphärisch und ein sehr interessantes Thema. Obwohl mich das Thema vorher und generell der Schauplatz mich die Vorstellung davon schon zum Frieren gebracht hat, ist hier eine sehr schöne Geschichte über das Thema Trauer, unterschiedliche Kulturen, Erziehung, Traumata, dadurch Geheimnisse und unerwartete Wendungen gelungen! Einer meiner Highlights, wirklich.
Bis auf den zähen Anfang total mysteriös und spannend
Mein erstes Buch in 2023 ist gleich ein kleines Schätzchen. Ich muss sagen, dass ich zuerst dem Cover verfallen bin und als ich dann den Klappentext gelesen habe, ist es um mich geschehen. Und die Story hat mich nicht enttäuscht. Außer dem Anfang, der ein bisschen zäh angefangen hat, ist die Geschichte durchgehend spannend und mysteriös. Dazu ist die Szenerie Grönland so schön, zwar auch gefährlich, jedoch in erster Hinsicht wunderschön. Die Charaktere sind eher mehr unsympathisch, außer der Protagonistin und dem Mädchen, das macht aber die Story zu dem, was sie ist. Mich konnten das Buch, der Schreibstil und auch die Thematik "Klimawandel" total überzeugen. Besonders der Aspekt des Klimawandels ist sehr interessant und man bekommt neue Informationen, die ich bis dato so nicht kannte. Von mir eine große Leseempfehlung und 9/10 ⭐.

"Stahndala" In der Arktis wird ein Mädchen im ewigen Eis gefunden und erfolgreich aufgetaut. Sie lebt, doch sie spricht keine bekannte Sprache. Valerie als Linguistin soll ihre Sprache erforschen. Und Val hat auch persönliche Gründe, in die Arktis zu reisen. Ein Buch, das schwer zu klassifizieren ist. Ein Märchen, eine Dystopie, eine Erzählung, ein Drama. Besonders das Mädchen Naaja ist mir ans Herz gewachsen, ihre Ängste, ihr Lebensmut, ihre Geschichte. Die anderen Charaktere sind ...schwierig. Vor Allem Val mit ihren Phobien hat mich manchmal doch ziemlich genervt. Und die anderen Charaktere sind auch keine Sympathieträger. Das ganze spielt in einer unbestimmten Zukunft, die auch leider recht unspezifisch bleibt, wir erfahren nur, dass das ewige Eis die Menschen bedroht. Mir hat die Atmosphäre oft gefallen, die klaustrophobische Enge in der Forschungsstation, die unendliche Weite der Artik, die Kälte, die Gefahren aber auch die Wunder dieser Landschaft. Das Ende war rund wenn auch nicht unbedingt meins, ich hatte mir mehr Erklärungen, mehr Geschichte gewünscht. Und tatsächlich etwas weniger Gewalt und Tod. Ein Buch, auf das man sich einlassen muss, was nicht ganz einfach ist, mich dann aber doch auch irgendwie verzaubern konnte, mit einer Protagonisten, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Das Buch spielt in der atemberaubenden Arktis. Die Linguistin Val reist dorthin, wo sie bei der Verständigung mit einem Mädchen helfen soll, das von den dortigen Forschern lebendig aus dem Eis aufgetaut wurde. Ihr Bruder ist zuvor an genau dieser Forschungsstation ums Leben gekommen. Val versucht daher auch dem Rätsel um den Tod ihres Bruders auf den Grund zu gehen. Sowohl das "Mädchen aus dem Eis" (wie das Buch auch im Taschenbuch Format heißt) als auch die Todesumstände von Val's Bruder Andy sind sehr mysteriös. Wyatt, der Leiter der Forschungsstation, wirkt von Beginn an etwas merkwürdig und undurchsichtig. Die Geschichte baut sich langsam auf und wird zum Ende sehr spannend. Am Anfang zieht es sich teilweise etwas und manches wirkt ein bisschen unglaubwürdig. Insgesamt hat mich das Buch aber doch gepackt, vor allem die Beziehung die sich zwischen Val und Naaja entwickelt. Das Buch zeigt außerdem auch die durch den Menschen verursachten Schäden an der Natur auf, die sich in der Arktis besonders deutlich zeigen.
Wissenschaft auf Wish bestellt! Linguistin Valerie soll in die Arktis reisen: Klimaforscher Wyatt hat dort ein Mädchen im Eis gefunden, das eine unbekannte Sprache spricht. Der Ansatz, dass ein Kind in einen Eisblock gefroren gefunden wird, ist zwar nicht sehr realistisch, aber spannend. Leider konnte die Autorin aus ihrer eigentlich genialen Idee nichts machen. Die Linguistin wirft dem Kind Wörter nordischer Sprachen an den Kopf, wie Linguisten (die natürlich alle zig Sprachen sprechen) das nun mal machen. Die Klimaforscher sausen auf Schneemobilen herum, bohren Löcher ins Eis und saufen sich die Hucke voll, denn an Wein mangelt es auf der Forschungsstation nie. Die Figuren sind super platt, bis auf das Kind allesamt unsympathisch, es wirkt, als wären der Autorin wissenschaftliche Arbeitsvorgänge völlig egal, die Auflösung des Rätsels so an den Haaren herbei gezogen, dass man nur noch darüber lachen kann und selbst die gar nicht mal so schlechten Beschreibungen der einzigartigen Natur schmelzen dahin wie das Eis, weil die Autorin es nicht schafft, sie richtig in ihre Geschichte einzubauen. Ein paar besondere negativ Highlights (Spoiler!) - Die Frauenfiguren hätten so spannend sein können. Wissenschaftlerinnen in der Arktis! Stattdessen wird allen eine dramatische Verlustgeschichte angehängt, die ihr ganzes Tun bestimmt - Wyatt ist so eklig - Lange kommt keiner der "Forscher" auf die Idee, dass das Kind, das in Jahrtausende altem Eis gefunden wurde, selbst uralt sein könnte - die Szene, in der das Baby aufgetaut wird (!!!!) - die Tauchszene!!! Valerie schafft es, im Eismeer zu tauchen, weil sie jeden Abend den Merkzettel der Polartaucher liest. Beide Polarforscher sterben bei der Aktion, bei Valerie, die mit Tauchen bis auf diesen Zettel nix am Hut hat, noch dazu unter dem Entzug ihrer Medikamente und ihrer Angststörung leidet, klappt alles - alles, was mit der Arbeit von Linguist:innen zu tun hat
„Sprachen offenbaren, was es bedeutet, Mensch zu sein.“
Die Inhaltsangabe verspricht viel: Die Linguistin Valerie, ihrerseits spezialisiert auf alte nordische Sprachen, wird durch eine Nachricht, einen Hilferuf, eines Forschungskollegen ihres toten Bruders völlig aus der Bahn geworfen. Er hat nahe einer Forschungsstation in der Arktis ein Mädchen gefunden, das eine unbekannte Sprache spricht und bittet Valerie sofort zu ihm ins ewige Eis zu kommen. Eine unglaubliche Reise beginnt, eine Reise die Valerie viel abverlangt, denn in dieser Forschungsstation kam auch ihr Zwillingsbruder unter mysteriösen Umständen ums Leben. „Eines ist doch mittlerweile ziemlich klar. Hier kommt keiner hin, der normal ist. Dieser Ort ist bloß die natürliche Wahl für Leute, die vom Rand der Welt springen wollen.“ Über den Inhalt möchte ich gar nichts weiter verraten. Nur so viel: ich war gefesselt, habe gerätselt (ein Mädchen, aufgetaut aus dem ewigen Eis, das eine unbekannte Sprache spricht) und habe mitgefühlt. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderschön, die Darstellung der Lebensbedingungen in dieser unwirtlichen Umgebung sind realistisch und ich war direkt mittendrin im Geschehen. Valerie mit ihren Neurosen ist vielleicht ein wenig seltsam, dennoch empfand ich sie als sehr sympathisch. „Ich hatte noch nie ein Gefühl dafür gehabt, wo mein Körper sich im Raum befindet, was gefährlich werden kann.“ Wyatt war mir irgendwie suspekt, ihn konnte ich nicht wirklich greifen, dennoch empfand ich direkt Abneigung. Wer weiß, womöglich war dies aber von Erica Ferencik auch so gewollt? Auch die anderen Bewohner der Forschungsstation scheinen alle ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen und so kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, was die Story aber nur noch spannender macht. Die so unterschiedlichen Charaktere hat die Autorin, meiner Meinung nach, hervorragend herausgearbeitet, so verschieden sie auch sind, sie alle ergeben ein Gesamtbild. Am spannendsten ist für mich, neben dem Rätsel um Naaja, die Entwicklung von Valerie gewesen. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und lässt sich gut lesen. Zwar leidet die Spannung hin und wieder unter den doch sehr ausführlichen Landschafts- und Situationsbeschreibungen, dennoch konnte mich die Story immer wieder abholen. Fazit: Es ist mal etwas anderes, ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen und mochte es stellenweise gar nicht wirklich weglegen. Alles in allem ist „Ein Lied vom Ende der Welt“ vielleicht kein Highlight, aber ich würde es dennoch empfehlen.
🎧 Durchwachsen, von interessant über unrealistisch bis hinzu fad mit richtig schönen Ausflügen in die Sprachforschung.
Wenn es um Wörter ging, die die Liebe einer Mutter für ihr Neugeborenes widerspiegeln, war das Buch beeindruckend und großartig. Zusätzlich war es ein für mich geliebtes Setting. Der Rest war flach, klischeehaft und plätscherte vor sich hin. Echt schade.
Trotz ihrer großen Angst vor dem Unbekannten reist Linguistin Valerie zu dem Ort, an dem ihr Bruder gestorben ist: in die Arktis. Dort hat sein Arbeitskollege Wyatt ein Mädchen gefunden, welches eine unbekannte Sprache spricht. Nun hofft er, dass Valerie sie - und damit die Geheimnisse des ewigen Eises - entschlüsseln kann. Doch je mehr Zeit Valerie im einsamen Weiß verbringt, desto mehr zweifelt sie an den guten Absichten Wyatts. Sie muss das Vertrauen des fremden Mädchens gewinnen, um ihrer aller Leben zu retten. Ferenciks neuster Roman begeistert von der ersten Seite an. Sofort findet man sich in einem Lesesog wieder, dem man nicht entfliehen kann. Die Spannung wird gekonnt aufgebaut durch viele Mysterien rund um die Arktis und Valeries neuen Bekanntschaften, allem voran jedoch die Frage, was es mit dem sonderbaren Mädchen Naaja auf sich hat. Die sorgfältige Recherche der Autorin sorgt einerseits für interessante Fakten über Linguistik, andererseits für eine reale Basis für Wyatts fast schon futuristische Forschung. Außerdem muss ich betonen, wie wundervoll aktuell "Ein Lied vom Ende der Welt" ist. Nicht nur die Klimathematik spielt hier eine Rolle, sondern auch die damit verbundene Furcht, welche mir zuvor nie in einem Buch begegnet ist. Dadurch fühlte ich mich dem Geschehen noch näher als ohnehin schon. Ich wollte nicht, dass dieser Roman endet, und hätte noch hunderte Seiten mehr lesen können. Eine absolute Empfehlung, aber Achtung: Suchtpotenzial!







































