Der andere Arthur

Der andere Arthur

Hardback
4.3695

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Description

Wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann

Arthur Opp, ehemaliger Literaturprofessor, wiegt 250 Kilo und hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der junge Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten - und die doch etwas Entscheidendes verbindet. "Der andere Arthur" ist ein Roman über zerbrochene Lebensentwürfe, echte Freundschaften und unerwartete Neuanfänge, in dem Liz Moore zwei Außenseiter zu Helden einer tief berührenden Geschichte macht.

Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
377
Price
26.80 €

Author Description

Liz Moore, geboren 1983, hat zunächst als Musikerin in New York gearbeitet und anschließend begonnen, Romane zu schreiben. "Der andere Arthur" ist 2012 unter dem Titel "Heft" in den USA erschienen und Liz Moores zweiter Roman. Bei C.H.Beck erschienen bereits ihre Bestsellerromane "Long Bright River" (2020) und "Der Gott des Waldes" (2025), mit dem sie auch in Deutschland wochenlang unter den Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste stand. Liz Moore lebt mit ihrer Familie in Philadelphia. Cornelius Hartz lebt als freier Autor und Übersetzer in Hamburg. Er hat zahlreiche Romane und Sachbücher u.a. von Rye Curtis, Edward Carey, Erin Flanagan, Daniel Mason und Catherine Nixey sowie "Der Gott des Waldes" von Liz Moore übersetzt.

Characteristics

4 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
78%
18%
1%
1%
69%
25%
59%
85%
37%
59%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
89%
92%
81%
79%

Pace

Fast25%
Slow50%
Moderate25%
Variable0%

Writing Style

Simple75%
Complex0%
Moderate25%
Bildhaft (50%)Minimalistisch (25%)Poetisch (25%)Außergewöhnlich (75%)

Posts

168
All
4.5

Ein leises, melanchonisches Buch mit interessanten Charakteren und Themen die nahe gehen. Arthur Opp: schüchtern, dick, einsam, seit 18 Jahren arbeitsloser Universitätsdozent und Hauseigentümer, geht nicht mehr aus dem Haus. Schonungslos beschreibt er sich im Brief Charlene. Viele Jahre hat er sie nicht gesehen und ihr nie die Wahrheit geschrieben. Charlene sich mit einer Bitte an Arthur und er möchte reagieren. Arthur ist ein sehr interessanter Charakter. Seine Einschränkungen werden so gut und glaubwürdig geschildert, dass man mit ihm fühlt. Während er Begebenheiten aus seinem Leben erzählt, versteht man immer besser, wieso er so wurde. Gleichzeitig hofft man, dass er sich aufrafft. Arthur ist klug, fein- und mitfühlend und weiß sich zu helfen. Und obwohl er es nicht so gut im Leben hat, hat er eine positive Grundeinstellung, so dass er, wenn es Dinge zu durchdenken gibt, stets zuerst positive Gedanken hat. Leider hindert seine körperliche Verfassung ihn stets. Zudem ist er auch depressiv, traurig und unentschlossen. Kel ist ein Teanager mit all den typischen Problemen. Er möchte beliebt und anerkannt sein. Dafür spielt er Baseball und versucht Mitschüler für sich zu gewinnen. Zu Hause hat er es nicht leicht. Charlene ist seine Mutter. Nachdem sein Vater ihn und Charlene nach 4 Jahren Ehe verließ, wird es für ihn von Jahr zu Jahr schwieriger, da auch Charlene immer labiler wird. Dennoch ist Kel ein Junge, der sich kümmert, umsichtig ist und Ziele verfolgt. Er ist auf der Suche nach seinem Platz in Leben und Gesellschaft, nach Freudschaft, Liebe, Zugehörigkeit. Durch ihn lernt man etwas vom Klassendenken in New York kennen, das schon in der Schule die Kinder beeinflusst und prägt. Die Geschichte wird abwechselnd von Arthur und Kel in Ich-Form erzählt. Das liest sich sehr gut und man kann sich prima in die Charaktere hinein versetzen. Alles dreht sich um Charlene und dennoch bleibt sie nebelhaft geheimnisvoll. Kel versucht mehr über sie zu erfahren, denn solange es neues in ihrer Vergangenheit zu entdecken gibt, bleibt sie lebendig. Ein interessanter Ansatz für einen jungen Mann. Das Erzähltempo ist ruhig, ohne dabei langweilig zu werden. Liz Moore gelingt es, anschaulich und nachfühlbar zu erzählen. Man kann sich alles gut vorstellen, das Haus, die Personen. Auch wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten und der folgenden Einsamkeit umgehen, hat die Autorin in unterschiedlichsten Facetten erzählt. Dabei werden auch die unterschiedlichsten Formen der Sucht und ihre Auswirkungen beschrieben. Das hat mir gut gefallen. Die Thematik der Einsamkeit mit den daraus resultierenden Problemen sind sehr gut und einfühlsam geschildert. Die von Arthur gefühlte Freude am Essen wird nachvollziehbar beschrieben, auch wie es dazu kommt, dass das Essen sein Tröster und Helfer wird. Gut gelungen finde ich auch die Selbstreflektionen der beider Erzähler. Dabei erfährt man, dass sie sich weiter entwickeln, verändern. Ich habe das Buch gern gelesen und hatte stets das Bedürfnis zu wissen, wie es weiter geht, so dass ich es kaum aus der Hand legen mochte. Auch das Ende mochte ich sehr, so dass ich mich gern an Arthur und Kel erinnern werde.

4

„Der einzige Fremde in einem Raum, in dem alle einander kannten“

Arthur Opp hat mit dem Leben abgeschlossen. Seit zehn Jahren hat er sein Haus nicht mehr verlassen und lebt von Lieferdiensten und Online-Shopping. Der Grund: Er ist sehr stark übergewichtig, beschämt und unfassbar einsam. Sein einziger Lichtblick ist die Brieffreundschaft, die ihn immer noch mit einer seiner ehemaligen Studentinnen verbindet. Als diese eines Tages unverhofft vorschlägt, sich doch einmal persönlich zu treffen, um ihm ihren Sohn vorzustellen, stürzt das Kartenhaus aus Lügen und Halbwahrheiten jedoch in sich zusammen und Arthur muss sich endlich der Realität seines Lebens stellen… Liz Moore, die spätestens seit letztem Jahr durch ihren Bestseller „Der Gott des Waldes“ internationale Aufmerksamkeit besitzt, nimmt uns in ihrem mittlerweile schon vierzehn Jahre alten Debüt mit nach New York. Die Geschichte, die sie uns hier erzählt, ist aber ganz anders, als man es erwarten könnte, insbesondere, wenn man „Der Gott des Waldes“ gelesen hat. An anderen Stellen ist die Autorin eher für kühle, komplexe Familiengeschichten bekannt, die zur Hälfte aus Thrillern bestehen. „Der andere Arthur“ passt da so gar nicht ins Bild und war eine willkommene Überraschung. Zunächst lernen wir Arthur kennen, einen Mann kurz vor sechzig, der sich komplett aufgegeben hat und nicht glaubt, dass sich seine Umstände noch einmal ändern werden. Sein Weg, sich seinen Ängsten und auch seiner Vergangenheit zu stellen, ist schwer und steinig, aber er nimmt die Herausforderung an – stückchenweise. Dabei muss er auch gezwungenermaßen wieder Menschen in sein Leben lassen, beginnend mit einer Putzhilfe, die sein heruntergekommenes Haus wieder auf Vordermann bringen soll und mit der er nach einigen Startschwierigkeiten eine holprige Freundschaft schließt. Allerdings muss er auch lernen, dass er nicht der Einzige war, der die Umstände seines Lebens beschönigt hat. Stück für Stück deckt das Buch nämlich eine Lüge nach der anderen auf. Überraschenderweise wird die Geschichte dabei nur zur Hälfte von Arthur selbst erzählt. Die andere Hälfte übernimmt der Sohn seiner Brieffreundin: Kel. Ein Junge, der zwischen den Welten erwachsen wird, der mehr Sorgen auf seinen Schultern lasten hat, als ein Teenager sollte, der von seiner Zukunft träumt und sich nicht von seiner Gegenwart lösen kann. Seine Perspektive schenkt dem Buch eine komplett andere Dimension, zunächst fast ohne Überschneidungspunkte zu Arthurs Geschichte. Liz Moore erzählt uns durch seine Augen eine traurige, aber auch typisch amerikanische Coming of Age-Geschichte, von Verantwortung und dem Traum von Freiheit gleichermaßen, und auch wenn in diesem Teil vielleicht schon fast ein wenig Klischee innewohnt, hat sie den Ton gut getroffen. Eine kurze Anmerkung zum Schreibstil muss aber nun doch noch sein: In den Teilen, die aus Kels Perspektive erzählt werden, fehlen der wörtlichen Rede jegliche Anführungszeichen. Stilmittel hin oder her, das ist extremst verwirrend. Was letztendlich alle Teile der Handlung verbindet, ist die Einsamkeit, die alle Protagonisten durchleben und die die Autorin leise, aber einfühlsam beschreibt, die Sehnsucht, anzukommen, irgendwo hinzugehören und gesehen zu werden. Dieser Aspekt schenkt diesem Buch seine Seele und macht es dem Leser beinahe einfach, mit all den grundverschiedenen Protagonisten mitzufühlen, die alle alles andere als perfekt sind, die unendlich viele Ecken und Kanten haben und nicht immer Sympathiepunkte sammeln. Am Ende berühren ihre Schicksale doch, vereint in der Hoffnung, Teil eines größeren Ganzen zu sein. „Der andere Arthur“ ist ein leises, zurückhaltendes Buch, das sich für seine Geschichte Zeit nimmt und nicht von Spannung, sondern von Empathie lebt. Die Autorin hat Charaktere geschaffen, die realistisch und unvollkommen sind, die man umarmen, aber auch kräftig durchschütteln will, mit denen man sich manchmal identifizieren kann und es manchmal gar nicht möchte. Das Buch ist immer wieder traurig und deprimierend, aber am Ende schenkt es uns doch noch ein wenig Optimismus, den wir wohl alle gut gebrauchen können.

„Der einzige Fremde in einem Raum, in dem alle einander kannten“
4

"Ich bin wohl der einsamste Mensch der Welt" 💔

(4 von 5 Sternen) ⭐️⭐️⭐️⭐️ „Der andere Arthur“ von Liz Moore war mein zweites Buch der Autorin und auch wenn es für mich nicht ganz an Der Gott des Waldes heranreicht (dort liegt die Messlatte wirklich sehr hoch 📚✨), habe ich diesen Roman unglaublich gern gelesen. Ich würde sagen, Dieses Buch hat mich völlig unerwartet erwischt. 💔 Liz Moore erzählt die Geschichte zweier Menschen, die auf den ersten Blick nichts miteinander verbindet und die sich doch in ihrer Einsamkeit auf erschütternde Weise nahe sind. Wir lesen aus zwei POV'S. Zum einen ist da Arthur Opp, ein ehemaliger Literaturprofessor, der seit über zehn Jahren sein Haus in Brooklyn nicht mehr verlassen hat. Extrem dick, gesundheitlich stark eingeschränkt und vollkommen isoliert, sein Zuhause ist zugleich Schutzraum und Gefängnis. 🚪🏠 Sein Alltag besteht aus Lieferungen an die Haustür, seine Welt ist auf wenige Räume beschränkt. Der einzige Halt ist ein Briefwechsel mit jemandem aus seiner Vergangenheit. Arthur ist liebenswert, warmherzig und vor allem sehr einsam. Auf der anderen Seite steht Kel Keller, ein talentierter Highschool-Baseballspieler, der kurz vor der Chance seines Lebens steht ⚾️🌟. Der junge Kel träumt von einer Zukunft im Profisport, von Freiheit und einem anderen Leben. Doch zu Hause sieht die Realität ganz anders aus. Seine Mutter ist alkoholkrank der Vater verschwunden und das Geld immer knapp. Kel trägt eine Verantwortung, die viel zu groß ist für sein Alter. Zwischen Hoffnung und Pflichtgefühl lebt er ständig mit der Angst um seine Mutter. Was beide Figuren verbindet, ist Einsamkeit 🥀. Liz Moore hat einen Roman über Isolation, verpasste Chancen, Trauer und unerfüllte Hoffnungen geschrieben, der unter die Haut geht. Dabei urteilt sie nicht, sondern begegnet ihren Figuren mit großer Empathie. Es ist ein leiser, zärtlicher und sehr menschlicher Roman ✨ Den einen Stern habe ich persönlich abgezogen, weil mir das Buch stellenweise etwas zu wenig plotorientiert war. Eine wirklich fortschreitende Handlung sucht man vergebens, vieles lebt von Stimmungen und inneren Entwicklungen. Auch das Ende ist in alle Richtungen sehr offen gehalten was sicher gewollt ist, mich aber nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat. Trotzdem: Ein stilles, intensives Buch, das sich langsam ins Herz schleicht und lange nachhallt. 💛📖 Absolute Leseempfehlung für alle, die ruhige, charaktergetriebene Geschichten lieben.

"Ich bin wohl der einsamste Mensch der Welt" 💔
2.5

Der andere Arthur von Liz Moore hat mich leider nicht überzeugt. Die Geschichte zieht sich sehr in die Länge, ohne wirklich spannend zu werden. Der Schreibstil wirkt eher zäh als fesselnd, und ich konnte keine richtige Verbindung zu den Figuren aufbauen. Insgesamt eher langweilig und nicht packend erzählt.

4

Ein langsamer Roman über zwei sehr einsame Menschen. Nicht leicht zugänglich – aber am Ende warmherzig und berührend.

In „Der andere Arthur“ kreuzen sich die Wege des jungen Kel Keller und des zurückgezogen lebenden Arthur Opp. Kel wächst in schwierigen Verhältnissen auf, Arthur lebt allein in seinem Haus und hat sich seit Jahren aus der Welt zurückgezogen. Langsam entstehen Verbindungen, die für beide etwas verändern. Liz Moore erzählt von Einsamkeit – auf sehr unterschiedliche Weise. Kel ist jung, orientierungslos und oft auf sich allein gestellt. Arthur dagegen trägt die Einsamkeit eines ganzen Lebens mit sich herum. Seine Körperfülle, seine Ängste und seine Zurückgezogenheit haben ihn immer weiter von anderen Menschen entfernt. Der Roman zeigt, wie schwer es sein kann, sich auf andere einzulassen. Und wie viel Mut darin liegt, trotzdem einen Schritt auf jemanden zuzugehen. Ich habe lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Roman erzählt ruhig und nimmt sich viel Zeit. Anfangs war mir das fast zu viel. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr haben mich die Figuren erreicht. Vor allem Kel und Arthur. Ihre Einsamkeit ist so unterschiedlich – und doch verstehen sie einander auf eine Weise, die sehr berührt. Am Ende war ich mit der Geschichte versöhnt. Gerade weil sie sich Zeit nimmt. Und weil sie zeigt, dass Menschen einander manchmal genau dann finden, wenn sie es am wenigsten erwarten. ⭐️⭐️⭐️⭐️ Weil Der andere Arthur nicht sofort überzeugt – aber am Ende genau deshalb funktioniert. #DerAndereArthur #LizMoore #Einsamkeit #ArthurOpp #KelKeller #Freundschaft #4Sterne

Ein langsamer Roman über zwei sehr einsame Menschen.
Nicht leicht zugänglich – aber am Ende warmherzig und berührend.
5

Wenn Geschichten direkt ins Herz treffen 🥲

Liz Moore ist für mich eine absolute Top-Autorin. Nach „Long Bright River“, das mich vollkommen umgehauen hat, wusste ich sofort, dass ich auch ihre anderen Werke lesen muss. Ihre Art zu schreiben ist einfach unglaublich. Schon nach wenigen Seiten bin ich mittendrin in der Geschichte, verbunden mit den Charakteren, laufe mit ihnen durch die Straßen und spüre alles, was sie fühlen. Jeder einzelne Charakter ist sauber herausgearbeitet, einzigartig und lebendig. Deshalb griff ich als Nächstes zu „Der andere Arthur“, während ich „Der Gott des Waldes“ mir noch aufgespart wollte. (auch wenn ich es jetzt schon lese und weiß, dass es mich genauso packen wird). In „Der andere Arthur“ geht es um Arthur Opp, einen zurückgezogenen Mann, der seit Jahren sein Haus nicht verlässt, und den Teenager Kel Keller, der sich um seine kranke Mutter kümmern muss. Beide kämpfen auf ihre Weise mit Verlust, Einsamkeit und inneren Dämonen und werden durch einen unsichtbaren Faden miteinander verbunden, der sich erst nach und nach offenbart. Arthur lebt isoliert, in einem heruntergekommenen Haus, und hat kaum menschlichen Kontakt. Yolanda wird schließlich angeheuert, um sein Haus wieder instand zu setzen und langsam verändert sich alles. Sie motiviert ihn, sein Leben zu überdenken, wieder aus seinem Rückzug herauszutreten und kleine Schritte in Richtung Veränderung zu gehen. Parallel erleben wir die Perspektive von Kel Keller. Ein Jugendlicher, der versucht, sein Leben zu planen, während er sich gleichzeitig um seine kranke Mutter kümmern muss. Die Beklemmung, die Unsicherheit, die Verantwortung sind so greifbar und ehrlich beschrieben, dass man als Leser regelrecht mitleidet. Bei dem Part von Kel hatte ich einen kurzen Moment, in dem es sich etwas stockend anfühlte, aber das war schnell vorbei. Die Geschichte zieht einen sofort hinein, und emotional wird man immer wieder getroffen. Es ist traurig, rührend, manchmal herzzerreißend und doch wunderschön. Die Charaktere sind fehlerhaft, aber liebenswert; man will ihnen helfen, mit ihnen fühlen, verstehen. Was ich an Liz Moore besonders liebe, ist die Fähigkeit, diese Einsamkeit, die Sehnsucht nach Nähe und die Zerrissenheit der Figuren direkt ins Herz des Lesers zu transportieren. Es geht unter die Haut, man kann kaum aufhören zu lesen und ich hätte ewig weiterlesen können. Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Buch ist mir persönlich viel zu kurz. Ich hätte noch viel mehr Zeit mit diesen Charakteren verbringen wollen. Auch das Ende hat mich nicht ganz so erfüllt, wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch schmälert das nicht die umwerfende Qualität der Geschichte. ✨ Fazit: Der andere Arthur ist ein tiefgründiges, emotional packendes Buch über Einsamkeit, Verlust und die zarten Fäden menschlicher Verbindung. Liz Moore schreibt präzise, eindringlich und mit unglaublicher Intensität, sodass man jeden Moment, jede Emotion spürt. Für mich ein absolutes Highlight, das lange nachklingt.

5

Wieder ein Highlight von Liz Moore

Ganz anders als „Gott des Waldes“ und doch genauso gut! Ich kann mich im Schreibstil von Liz Moore verlieren, ist er hier doch melancholisch und immer ganz nah an den Protagonisten. Arthur, Charlene, Kel und Yolanda sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich sie nur schwer gehen lassen kann nach der letzten gelesenen Seite. Wie gern wäre ich noch ein wenig bei ihnen geblieben… Ich liebe Bücher, die das mit mir machen. Die mein ganzes Denken einnehmen. Und dabei passiert nichts Lautes und Wildes… Es ist ein leiser Roman, der in uns laut nachhallt. Tut euch einen Gefallen und lest dieses Buch, wenn ihr ein Herz für die Einsamen, Verschrobenen und tragische Geschichten habt!

5

Zutiefst menschliche/empathische, dadurch vielfältig berührende, Erzählung über verpasste und neue Chancen im Leben. Wer jedoch einen Spannungs-/Kriminalroman wie "Der Gott des Waldes" oder "Long Bright River" erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden.

3.5

Wie Einsamkeit den Menschen prägt und wie man sich ihr widersetzt

🏠 Fast ein Drittel in Deutschland ist betroffen – als „unsichtbare Pandemie“ ergreift Einsamkeit unsere Gesellschaft mit schwerwiegenden Folgen. Diesem Thema widmet sich Liz Moore und zeigt am Beispiel zweier Protagonisten, dass Einsamkeit viele Facetten hat: Arthur ist stark übergewichtig, begibt sich aus Scham freiwillig in Isolation und verlässt sein Haus nicht. Kel wiederum ist oft unterwegs, beliebt und eigentlich doch immer umgeben von Freunden – doch mit seinen Gedanken ist er allein. Niemand weiß, dass seine Mutter zu Hause alkoholkrank ist und er ständig um ihr Leben fürchtet. Auch er verlässt sein gedankliches Haus nicht, offenbart seine Gefühle niemandem. Im Buch tauchen noch viele weitere Menschen auf, die von Einsamkeit geplagt sind. Hausbeschreibungen nehmen einen großen Teil der Handlung ein, weil die Inneneinrichtung den seelischen Zustand wiederspiegelt – der Ort, wo sich die Protagonisten fast ausschließlich aufhalten. Dieses Buch ist ein Gegenstück zu ihrem Erfolg „Gott des Waldes“: Es beschränkt sich auf zwei Perspektiven, hat wenig Cliffhanger, ist atmosphärisch und hat ein langsames Pacing. Die Charaktere sind gut ausgebildet, da Moore immer verständnisvoll, aber nie mit herablassendem Mitleid auf Arthur und Kel schaut. Sie beleuchtet aber insgesamt eher die Ursachen als die tatsächlichen psychischen Auswirkungen von Einsamkeit. (Ab hier Spoiler) Im Laufe der Handlung treten immer Menschen in das Leben der Protagonisten ein und beide Figuren lernen ihr „geschlossenes Haus“ zu öffnen. Arthur geht auf Drängen der sympathisch unbeschwerten Haushaltshilfe Yolanda spazieren und zeigt sich der Welt draußen. Dadurch reflektiert er auch sein durch Scham geprägtes Verhältnis zum Vater. Kel wiederum gibt seine Emotionen preis und erlaubt sich Verletzbarkeit. Er akzeptiert seine Identität, die er weniger in der sterilen Welt der Eliten sieht, sondern in den leicht schmuddeligen Yonkers. Das Ende hingegen hat zu wenig Höhepunkte und enthält keine finale Botschaft – es scheint eher locker auszuklingen. Irritierend ist deshalb auch der Klappentext, der andeutet, dass die Interaktion zwischen Arthur und Kel im Fokus steht – tatsächlich treffen sich die beiden im gesamten Buch nie. Somit ist das Buch nett zu lesen, aber (von den sympathischen Charakteren einmal abgesehen) ohne wirklich bleibenden Eindruck. Dazu gibt es nichts wirklich Neuartiges, was angesichts der drängenden Thematik schade ist. [Nicht maßgeblich für die Bewertung, da es nicht die Schuld der Autorin ist: Ich finde das Layout durch die unregelmäßigen Absätze und häufigen halbleeren Seiten bei einem neuen Abschnitt äußerst unruhig. Das hat das Leseerlebnis leider auch beeinträchtigt.]

Wie Einsamkeit den Menschen prägt und wie man sich ihr widersetzt
5

Das zweite Buch das ich von Liz Moore lese, und für mich ist es ein Highlight. Es geht in diesem Buch einerseits um einen Literaturprofessor, der alleine in Brooklyn lebt, er ist stark übergewischtig, und er hat seid 10 Jahren sein Haus nicht mehr verlassen. Er schämt sich für seine 250 Kilo und lebt deswegen zurück gezogen, und macht nur Onlinebestellungen. Andrerseits geht es aber hier auch um Kel 17 Jahre alt, schwierige soziale Verhältnisse, jedoch ein sehr talentierter Baseballspieler, mit großer Hoffnung auf ein Stipendium. Zudem trägt er noch die Verantwortung, für seine Mutter, die leider an Alkoholsucht leidet. Das Schicksal der beiden hat mich sehr traurig gestimmt, doch es gab beim Lesen immer wieder einen Funken Hoffnung, dass sich für die Beide alles zum Guten wendet. Beide Charaktere sind sich eigentlich wichtig und sind miteinander Verbunden, auch wenn sie es anfangs nicht ahnen. Es geht in diesem Buch um sehr wichtige Themen, die uns alle etwas angehen, soziale Ungleichheiten, Einsamkeit, und Isolation, sowie Scham vor sich selbst. Und dich tragen sie die Verantwortung und Selbstfürsorge für andere Menschen, und ich finde darüber sollte man mal nachdenken. Beide geben trotzallem nicht auf, und es besteht Hoffnung auf Selbstfindung und einen Neubeginn. Ich liebe die Bücher der Autorin, und ihren ruhigen Schreibstil, der unglaublich fesselnd ist, und wie sie so wichtige und ernste Themen behandelt. Mich hat das Buch emotional sehr gefesselt und getroffen, und natürlich zum Nachdenken angeregt, und wenn ihr euch für soziale Themen interessiert dann ist dies euer Buch, denn für mich ist es ein Highlight.

4.5

Zitate aus dem Buch „Ich bin einer der einsamsten Menschen der Welt.“ — Arthur (S. 224) „In gewisser Weise habe ich das Gefühl, dass ich der Sohn von allen bin. Dass ich jetzt ganz viele Eltern habe.“ — Kel (S. 346) „…wie viele Menschen vor Einsamkeit verzweifeln. Ich nehme an, das geschieht jeden Tag. Jeden Tag verliert jemand den Anschluss an die Welt und wird zum edlen Einsiedler, stellt stattdessen eine Verbindung zu sich selbst her…“ — Arthur (S. 356)

Liz Moore Übersetzer: Cornelius Hartz Verlag: C.H.Beck Schon Der Gott des Waldes hat mich sprachlich komplett mitgenommen. Aber dieser – eigentlich bereits 2012 erschienene – Roman hat mich emotional noch viel stärker getroffen. Ich glaube, die eigentliche Botschaft dieses Buches ist: Hilfe anzunehmen, wenn sie angeboten wird. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch zuklappt und erst einmal wütend seid? Völlig lost, weil… (kann ich leider nicht sagen, Spoiler und so). Genau so ging es mir mit Der andere Arthur von Liz Moore. Nach der letzten Seite hatte ich sofort das Bedürfnis, mich mit anderen Lesern auszutauschen. Dieses Buch lässt einen nicht einfach los. Ich habe Podcasts gehört, nach Veranstaltungen gesucht, mir Hintergrundwissen und andere Meinungen angehört – einfach, weil ich verstehen wollte, was dieses Ende mit mir macht. Jetzt, gut drei Wochen später, kann ich sagen: Es geht mir immer noch genauso. Und gleichzeitig ist mir die Geschichte von Arthur und Kel unfassbar ans Herz gegangen. Dieses Buch beschäftigt sich mit Einsamkeit – mit all ihrer Grausamkeit. Und Liz Moore bohrt genau in diese Wunde. In eine Wunde, die unglaublich viele Menschen kennen. Sie tut das mit einer solchen Brillanz, dass es fast weh tut. Selten schafft es ein Autor, mich so tief zu berühren – und das schon ab Seite eins. Dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch. Und etwa zehn Seiten vor Schluss dachte ich nur: Wie will sie auf diesen letzten Seiten noch all die Gedanken unterbringen, die mir gerade durch den Kopf gehen? Ehrlich gesagt: Das Buch war mir eindeutig zu kurz. Liz Moore lässt Arthur und Kel abwechselnd erzählen. Wenn Arthur spricht, hört man sofort den Literaturprofessor Anfang/Mitte fünfzig heraus. Allein durch ihre Sprache schafft Moore diese Stimme – gebildet, reflektiert, manchmal fast schmerzhaft selbstanalytisch. Nach und nach wird klar, warum Arthur so lebt, wie er lebt: 250 kg schwer, seit zehn Jahren nicht mehr vor der Tür gewesen, kein Kontakt zur Außenwelt außer über Essenslieferungen. Dann ist da Kel. 17 Jahre alt und schon viel zu früh gezwungen, Verantwortung zu übernehmen. Eigentlich sollte er sich auf seinen Sport und seine Zukunft konzentrieren. Stattdessen trägt er Lasten, die für einen Jugendlichen viel zu schwer sind. Auch er ist einsam – trotz Freunde. Und auch hier trifft Liz Moore genau den Ton. Man glaubt diesem Jungen jedes Wort. Vielleicht soll uns genau das mit dieser Geschichte versöhnen – egal, wie man das Ende empfindet. Dass wir Hoffnung behalten sollen. Gerade jetzt, in diesen stürmischen Zeiten. Lasst euch auf dieses Buch ein. Wirklich. Ihr werdet belohnt. Und falls ihr danach Redebedarf habt: Here I am

Zitate aus dem Buch
„Ich bin einer der einsamsten Menschen der Welt.“
— Arthur (S. 224)

„In gewisser Weise habe ich das Gefühl, dass ich der Sohn von allen bin. Dass ich jetzt ganz viele Eltern habe.“
— Kel (S. 346)

„…wie viele Menschen vor Einsamkeit verzweifeln. Ich nehme an, das geschieht jeden Tag. Jeden Tag verliert jemand den Anschluss an die Welt und wird zum edlen Einsiedler, stellt stattdessen eine Verbindung zu sich selbst her…“
— Arthur (S. 356)
5

Wunderschöner Roman über Einsamkeit und Verlust verpackt in Menschlichkeit

Ich muss mich jedes Mal freuen, dass Buch aufzuschlagen und einzutauchen. Das macht für mich ein gutes Buch aus. Hier war das durchgehend der Fall. Es war schnell und flüssig geschrieben. Die Personen waren gut herausgearbeitet und man fühlt mit. Es ist nicht so gut wie der Gott des Waldes, aber ich will mich nicht beklagen. Liz Moore weiß zu schreiben. Es geht um Einsamkeit, Wände die man um sich rum baut und sich darin verliert. Es geht um Sucht und um Familie und was sie mit einem macht. So traurig das alles klingt, ist es doch ein wunderschön, hoffnungsvoller Roman, über Hilfe annehmen und die Schönheit menschlicher Beziehungen.

3

Mich hat der Hype ehrlicherweise nicht ganz so gepackt. Der Klappentext klang toll und ich hatte das Glück das neue Buch gleich in der Bücherei ausleihen zu können. Los ging's... Arthur und Kel, Charlene und Yolanda.... Einsamkeit zieht sich auf unterschiedliche Art, aber immer massiv, durch ihre Leben. Das Buch samt seiner tragischen Geschichten hätte so emotional und so mitreißend sein können. War es aber für mich nicht. Der Stil der Autorin hielt das alles von mir fern machte es, insbesondere bis zur Hälfte, fast uninteressant. Danach konnte es mich, wenn schon nicht richtig berühren, aber dennoch mitnehmen. Am Schluss blieb - und das sehr gelungen - ein Gefühl von Einsamkeit und Zuversicht. Dafür dann doch noch 3 ⭐️

4.5

Leise und doch so laut und mit voller Wucht

Bewertung: Highlight bis Must Read Der andere Arthur ist mein erstes Buch von Liz Moore und wird nicht das letzte sein. Ich bin ohne große Erwartungen rangegangen und habe den Roman an einem Abend verschlungen. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Arthur Opp, stark übergewichtiger ehemaliger Literaturprofessor, der seit 10 Jahren sein Haus nicht verlassen hat und Kel Keller, Highschool Schüler, der seine kranke alleinerziehende Mutter versorgen muss und von einer Karriere als Baseballspieler träumt. Die Leben sind ganz anders und doch ist das verbindende Element die Einsamkeit der beiden Protagonisten und der Nebenfiguren. Arthur lebt allein und ist einsam, Kel ist beliebt und nie allein und dennoch einsam. Es geht in den Roman um Einsamkeit, Scham, Isolation und um Verbindung. Es wird leise erzählt und hat mich emotional so mitgenommen. Ich habe mit den Figuren mitgefühlt und so manche Tränen vergossen. Das Ende hat mir gut gefallen, ich fand es stimmig für die Geschichte. Ich kann das Buch allen empfehlen, die langsam erzählte Geschichten mit Tiefgang mögen. Jetzt bin ich gespannt auf den Gott des Waldes und ob das Buch auch so überzeugen kann…

4.5

Der andere andere Arthur

Im Vergleich zu Moores letztem Werk ist "Der andere Arthur" deutlich ruhiger und melancholischer. Einsamkeit und Schicksalsschläge treffen hier auf zarte Charakterentwicklung und Hoffnungsschimmer. Im Fokus stehen dabei Figuren aus verschiedenen Gesellschaftschichten und häufig introvertierte, ja gar unsichtbare Persönlichkeiten. Ich habe es sehr gerne gelesen und bin gespannt auf das nächste Buch der Autorin!

4

Dieses Buch...vom Abbrechen-wollen zum Rotz-und-Wasser-Heulen 😅

Puh....dieses Buch....ich habe mich so sehr darauf gefreut, der Klappentext klang so vielversprechend. Ich fing an zu lesen und als allererstes fiel mir die kleine Schrift und die vollgepackten Seiten auf 😣 Ich hätte mir da lieber ein dickeres Buch gewünscht, das wäre lesefreundlicher gewesen 😅🙈 Aufgrund dessen kam ich auch erst nicht wirklich weiter....ich habe plötzlich nur halb so viel lesen können, wie sonst in einer Stunde....der Zugang fiel mir erst recht schwer. Als der erste Switch von Arthur zu Kel kam, kam ich dann etwas besser zurecht mit dem langsamen, detaillierten Schreibstil. Doch dann begann es sich wieder zu ziehen....irgendwann habe ich das Buch fast abgebrochen....weil ich mir anhand des Klappentextes irgendwie etwas Anderes vorgestellt habe. Nach ein paar Tagen wollte ich dann aber doch wissen, wie es weiter geht....und dann hatte mich die Story gepackt.... Ab ca etwas über der Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen....und dann weinte ich Rotz und Wasser.... Liz Moore schafft es die Einsamkeit der Protagonisten so toll und filigran zu zeichnen, ebenso den Charakter... Ich kann jeden verstehen, der mit dem Buch nicht warm wird, da es wirklich seeeehr ruhig geschrieben ist. Trotzdem bin ich heilfroh, dass ich es beendet habe und finde auch das Ende passend. Arthur und Kel und auch Charlene und Yolanda werde ich sicher nicht so schnell vergessen ❤️

5

Ein wunderschönes Buch, welches sehr berührt und definitiv noch lange nachhallt. Eine leise und melancholische Geschichte über Einsamkeit. Liz hat einen sofort abgeholt und man war direkt in der Geschichte. Die Charaktere sind mit großer Sorgfalt ausgearbeitet und tiefschichtig. Die Emotionen von Arthur und Kel, hat man gefühlt als wäre man selbst Teil der Geschichte. Das Ende war unerwartet, aber daher auch nicht gleich schlecht. Das Buch vergisst man sicherlich so schnell nicht.

4

👩‍🎓🏈🪣 Arthurs Geschichte berührt 🪣🏈👩‍🎓 Dieses Buch habe ich spontan bei Thalia mitgenommen und ich war sehr gespannt auf die ungewöhnliche Geschichte von Arthur. Die liest sich auch sehr berührend und mit der Zeit lebensbejahend. Arthur schließt man schließlich schnell ins Herz. Die andere Hälfte der Geschichte des Jungen Kel hat mich leider weniger überzeugt. Auch die Vermischung beider Leben kommt erst spät. Insgesamt habe ich mir da mehr erhofft. Doch groß enttäuscht wurde ich nicht. 👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣

👩‍🎓🏈🪣 Arthurs Geschichte berührt 🪣🏈👩‍🎓

Dieses Buch habe ich spontan bei Thalia mitgenommen und ich war sehr gespannt auf die ungewöhnliche Geschichte von Arthur. Die liest sich auch sehr berührend und mit der Zeit lebensbejahend. Arthur schließt man schließlich schnell ins Herz. Die andere Hälfte der Geschichte des Jungen Kel hat mich leider weniger überzeugt. Auch die Vermischung beider Leben kommt erst spät. Insgesamt habe ich mir da mehr erhofft. Doch groß enttäuscht wurde ich nicht.

👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣👩‍🎓🏈🪣
5

Dieses Buch wird noch lange Nachwirkungen zeigen. Es ist ein sehr emotionales Werk. Eine Geschichte über zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die Päkchen zu tragen haben, die für viele Außenstehende schwer oder gar nicht zu verstehen sind. Es geht um langsame Heilung von jahrelang entwickelten Ängsten und Sorgen, den Versuch sich selber zu akzeptieren und zu lieben und ganz besonders die Liebe von Nahestehenden zulassen zu können. Es ist wirklich schwer dieses Buch überhaupt zu beschreiben, aber ich kann es sehr empfehlen, auch wenn es eine sehr intensive Lektüre ist!

5

Ein Buch über Verlust, Einsamkeit und Trauer

Einfach nur mega. Die Geschichte rund um Arthur Opp, Charlene und ihren Sohn Kel hat mich zutiefst berührt. Jeder hat auf seine eigene Art und weiße mit dem Leben zu kämpfen und alle versuchen das beste daraus zu machen, auch wenn das heißt über seinen eigenen Schatten zuspringen. Tiefgründig und sehr einfühlsam wird die Geschichte in der „Ich“ Form erzählt und hat mich auf eine ganz besondere Art erstarren lassen. Die Charaktere sind so wunderbar beschrieben, das man die Einsamkeit direkt fühlen konnte. Von mir eine klare Leseempfehlung 🌼

Ein Buch über Verlust, Einsamkeit und Trauer
3.5

„Ich bin einer, der einsamsten Menschen der Welt.“ 💔

Zwei Außenseiter - zwei Helden. Zwei einsame Seelen. Ich hatte das gesamte Buch ueber sehr viel Mitgefuehl fuer die beiden Hauptprotagonisten. Da ich beruflich damit zutun habe, ging mir Arthur Opp‘s Schicksal sehr nah.. er wiegt ueber 250kg und hat sein Haus ueber Jahre nicht verlassen. Er ist einsam und ungluecklich.. Arthur Keller ist jung und musste sein Leben lang schon viel Verantwortung fuer seine kranke Mutter uebernehmen.. Zwei kaputte Seelen, die auf wundersame Weise zusammenfinden. Traurige Geschichten. Emotionaler Schreibstil. Sehr echt. Der Leser wird teilweise direkt angesprochen, das war erst ungewohnt fuer mich, aber schoen. Warum nur 3,5 Sterne? Weil ich wirklich doll enttaeuscht war vom Ende, .. Ich hab zwischendurch immer mal ein Traenchen vergossen und hatte beinah „Angst“ vor den Emotionen am Ende, aber nichts .. ich bin nich zufrieden mit dem Schluss.. 🫠 Liz Moore liebt ja Cliffhanger, aber vermutlich gibt es da keinerlei Fortsetzung und das bietet Raum fuer Kreativitaet. Nunja. Aber insgesamt eine schoene Abwechslung neben all den Romance-Buechern :) ✨✌🏼

„Ich bin einer, der einsamsten Menschen der Welt.“ 💔
5

Arthur Opp lebt zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn. Er hat starkes Übergewicht und sein Haus seit über 10 Jahren nicht mehr verlassen. Essen ist sein einziger Trost und er liest gern. Sonst gibt’s da nicht mehr viel. Sein Haus ist runtergekommen aber er bekommt sowieso nie Besuch. Da ist ihm alles egal. Der einzige Kontakt besteht zu Charlene. Sie kennen sich seit vielen Jahren und halten Kontakt über Briefe. Selten wird telefoniert, getroffen gar nicht. Als Charlene ein Treffen vorschlägt, muss sich Arthur aus seiner gewohnten Situation bewegen und versuchen wieder am Leben teilzunehmen. Kel Keller lebt 30 km von ihm entfernt. Seine Mutter ist Charlene. Meist ist sie betrunken und bekommt wenig von Kel mit. Er möchte am liebsten Baseball Profi werden. Die Schule liegt ihm nicht so aber dafür Baseball umso mehr. Als seine Mutter stirbt, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. Wo soll er hin? Von was soll er leben? Und wohin mit dem ganzen Schmerz, den Selbstzweifeln und den Schuldgefühlen? Was für ein berührendes und liebenswertes Buch. Arthur, so ein warmherziger und liebevoller Mensch, der ganz allein ist und mit seinem Leben nicht mehr zurecht kommt. Daneben Kel, der in einer Welt lebt, in die er eigentlich nicht gehört und keine Familie mehr hat. Die Protagonisten sind so wunderbar authentisch und tiefgründig. Man möchte sie in den Arm nehmen, helfen, beistehen. Das Buch lässt sich wunderbar lesen. Ich konnte es kaum noch weglegen. Mitten ins Herz hat mich die Geschichte getroffen und an manchen Stellen rollten die Tränen. Eine heilsame, zutiefst berührende Geschichte über zwei verlorene Seelen, die eigentlich nur gesehen und geliebt werden wollen. Ich bin sehr begeistert und möchte euch dieses Buch ganz dringend ans Herz legen.

4.5

Ich bin wirklich begeistert. So viel Tiefgang und Spannung. Wobei ich mir ein anderes Ende erhofft habe, deshalb 4,5 Sterne 🌟 ❤️

Wir treffen auf zwei männliche Protagonisten: Arthur, Mitte 50. Ehemaliger Literaturprofessor. Knapp 250 kg schwer. Und seit zehn Jahren hat er sein Haus nicht mehr verlassen. Und Kel. 17 Jahre alt. Mit dem Traum vom Schulabschluss und einem Sportstipendium. Doch da ist auch seine schwer kranke Mutter, die zugleich Alkoholikerin ist und für die er sich in seinem Alter verantwortlich fühlt. Was die beiden verbindet? Die Geschichte entwickelt sich abwechselnd aus der Perspektive der beiden Männer. Man fühlt beide Seiten total mit. Kels Mutter, die eben auch Arthurs ehemalige Studentin ist, wird dabei zum stillen Mittelpunkt zwischen ihnen. Aber über allem thront ein ganz großes Thema. Einsamkeit.

Ich bin wirklich begeistert. 
So viel Tiefgang und Spannung. 
Wobei ich mir ein anderes Ende erhofft habe, deshalb 4,5 Sterne 🌟 ❤️
4.5

Ein völlig anderes Buch 📖 📕 als „Der Gott des Waldes“ , aber dennoch gut!

Besonders begeistert hat mich der Schreibstil: Liz Moore schreibt so einladend und klar, dass man sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Was mir richtig gut gefallen hat: • Das Mitfiebern: Man weiß nicht direkt, wie die verschiedenen Teile der Geschichte am Ende zusammengehören sollen. Das macht das Lesen nicht langweilig , ohne dass es kompliziert wirkt. • Die Charaktere: Man schließt die Figuren einfach wahnsinnig schnell ins Herz. Sie fühlen sich echt an, weshalb man unbedingt wissen will, wie es für sie ausgeht. Warum 4,5 anstatt 5 ⭐️ Sterne ⭐️ Nur das Ende hat mich persönlich nicht ganz überzeugt. Ich hätte mir einen anderen Ausgang der Geschichte gewünscht – aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Fazit: Ein tolles, emotionales Buch, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe!

2.5

Ach Arthur

Arthur Opp hat sein Haus seit Jahren nicht mehr verlassen, sein Gewicht hindert ihn daran. Seinen Job als Literaturprofessor hat er nach einem Vorfall an den Nagel gehangen. Kel Keller ist in seinem letzten Schuljahr und hofft auf die große Baseball-Karriere und einen Platz am College. Doch die finanzielle Ausgangslage ist prekär. Kels Mutter aber hat den Kontakt zu ihrem alten Prof nie ganz abreißen lassen und bittet ihn um Hilfe, nichts ahnend, was sie damit auslöst. Aber wird sie die Einsamkeit überwinden können? “Ich war fast zwanzig Jahre lang Dozent. Ich hatte einen Job, und ich war normal. Ich ging oft auf Konzerte. Ich ging oft ins Kino. Dann lernte ich Charlene kennen und verliebte mich in sie, und dann verschwand Charlene. Ich wanderte ziellos umher. Ich unternahm lange Spaziergänge durch das Viertel, sogar spät in der Nacht. Ich lag auf dem Fußboden, die Arme und Beine ausgebreitet wie ein Seestern…” Ich habe die ganze Zeit auf das große Aha-Moment gewartet, es kam und kam aber nicht. Na gut, mein persönlicher Aha-Moment war, als das Wort “Lupus” auftauchte, aber das war nicht der Sinn des Buches. Keine Figur war mir sympathisch, außer Charlene wegen ihres Lupus ;) Mit keinem habe ich mitgefiebert, gehofft, gelacht, geweint. Es war einfach nicht mein Buch. Diese ganzen kurzen Sätze gingen mir auf den Keks. Ständig fingen Sätze mit dem gleichen Wort an, ständig und/und dann, das hat mich aggressiv gemacht. Eigentlich hatte ich mich riesig auf das Buch gefreut, aber es sollte wohl nicht sein. Ja, das Thema Einsamkeit wird eindrücklich beschrieben, aber meines Erachtens zu wenig daraus gemacht. Hätte ich “Der andere Arthur” vor “Der Gott des Waldes” gelesen, wäre es sicherlich anders gekommen, so war ich einfach enttäuscht. Nach so vielen guten Büchern in den letzten Wochen musste wohl der Tag mit dem einen kommen, das mir nicht gefällt.

5

Literarischer Roman über Einsamkeit, Ablehnung & verpasste Chancen und die Hoffnung, dass selbst festgefahrene Wege sich ändern können.

✉️ 𝘓𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘯𝘥𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘴 𝘥𝘪𝘦 𝘌𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮𝘬𝘦𝘪𝘵, 𝘥𝘪𝘦 𝘶𝘯𝘴 𝘻𝘶𝘦𝘪𝘯𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘧𝘶̈𝘩𝘳𝘵𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘮𝘪𝘵𝘦𝘪𝘯𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳 𝘷𝘦𝘳𝘣𝘢𝘯𝘥. 💭 Wow. Wow. Wow. Nachdem 𝘋𝘦𝘳 𝘎𝘰𝘵𝘵 𝘥𝘦𝘴 𝘞𝘢𝘭𝘥𝘦𝘴 für mich ein echtes Highlight war, waren die Erwartungen hoch. 𝘋𝘦𝘳 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦 𝘈𝘳𝘵𝘩𝘶𝘳 hat mich komplett eingenommen und überrascht. Es ist ein stilles und intensiv emotionales Buch, das noch lange nachhallt. 🍔 Zuerst lernte ich Arthur Opp kennen, der mir gleich vermittelte, er sei stark übergewichtig. Sein einziger Kosmos ist das Erdgeschoss seines zugemüllten Hauses, in dem er in einem Kreislauf aus Scham, Angst und Einsamkeit seit Jahren feststeckt. Essen ist sein Schutzmechanismus. In dieser eingeengten Atmosphäre hatte ich direkt Assoziationen zum Film The Whale. Mit der Zeit erfuhr ich, warum er zu dem Menschen geworden ist, der er heute ist. Diese behutsame Enthüllung macht seine Figur so greifbar und tragisch. 🍸⚾️ Dann ist da Charlene, mit der ihn eine frühere Begegnung und eine lange Brieffreundschaft verbinden. Als sie sich nach Jahren wieder meldet, bringt sie ihren Sohn Kel ins Spiel. Kel wächst in einem armen Viertel auf, besucht jedoch eine Highschool in einem wohlhabenden Stadtteil. Er ist talentiert im Baseball und träumt von einer Profikarriere. Charlene hat es nicht leicht und will, dass sich Arthur und Kel kennenlernen. Dies sorgt beim lesen zu einer leisen, aber stetig wachsenden Spannung. Ich habe dem ersten Aufeinandertreffen regelrecht entgegengefiebert. 🧹 Eine weitere wunderbare Figur ist Yolanda, die Arthur engagiert, um sein Haus aufzuräumen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine zarte, unerwartete Freundschaft, die dem Roman zusätzliche Wärme verleiht. Der Roman springt zwischen Arthurs und Kels Perspektive hin und her. Besonders die Abschnitte aus Arthurs Sicht haben mich tief berührt. Sie sind intim, schonungslos und erschütternd ehrlich. Liz Moore schreibt empathisch und einfühlsam, ohne zu beschönigen. Das Buch entwickelt einen starken Sog und ich habe beim Lesen alles gefühlt: Sympathie, Mitleid, Trauer, Freude, Einsamkeit, Geborgenheit. Es ist ein intensives Leseerlebnis, das mich noch lange beschäftigt. 𝘋𝘦𝘳 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦 𝘈𝘳𝘵𝘩𝘶𝘳 ist ein literarischer Gegenwartsroman mit Briefroman- und Coming-of-Age-Elementen, mit Fokus auf Einsamkeit, soziale Ablehnung, verpasste Chancen und Familienfacetten und erzählt gleichzeitig davon, dass selbst festgefahrene Lebenswege noch Bewegung zulassen. Für mich ein Lesehighlight und eine klare Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ ♥️ (10/10)

Literarischer Roman über Einsamkeit, Ablehnung & verpasste Chancen und die Hoffnung, dass selbst festgefahrene Wege sich ändern können.
5

Wunderschön stimmungsvoller Roman, bei dem es um Einsamkeit geht und um das Wunder von unerwarteten Freundschaften

Mein erstes Buch von Liz Moore und bestimmt nicht mein letztes! 🥰 „In den zehn Jahren, bevor sie mich diesen Herbst anrief und bevor Yolanda zu mir kam, zehn Jahre, die ich ganz allein mit mir verbrachte, hatte ich Mittel und Wege gefunden, mich zu trösten. Einerseits natürlich mit Essen, aber darüber hinaus hatte ich die Vorstellung, dass es eine Überseele der Einsamkeit gibt. Etwas, das alle Einsamen dieser Welt miteinander verbindet und an das ich mich wenden kann, wenn ich besonders niedergeschlagen bin.“

4.5

📬 Reziexemplar=Werbung 📭 Der andere Arthur war für mich das zweite Buch von Liz Moore. Nachdem ich Der Gott des Waldes gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich ihre anderen Bücher auch lesen möchte, ganz egal, wovon sie handeln. Ihre Geschichten sind so eindrucksvoll und lebendig erzählt, dass man sich ihnen gar nicht entziehen kann. Der Gott des Waldes war ein Kriminalroman, der mich komplett umgehauen hat. Die Handlung war mitreißend, die Figuren absolut klar und nahbar und die Entwicklung spannend und auch bewegend. Mit Der andere Arthur beweist sie eindrucksvoll das weite Spektrum ihrer Schreibkunst. Hier stellt sie zwei gesellschaftliche Außenseiter in das Zentrum ihrer Handlung und erzählt deren Geschichte. Einmal Arthur, der 250 kg wiegt und seit über zehn Jahren sein Haus nicht verlassen hat und Kel, der kurz vor seinem Schulabschluss steht und um ein Sportstipendium und das damit verbundene bessere Leben kämpft. Ich bin beim Lesen selten rührselig, aber bei diesem Buch hatte ich doch das ein oder andere Mal Tränen in den Augen. Liz Moore zeichnet ihre Figuren so authentisch und psychologisch fein, dass sie direkt ans Herz gehen. Ich hatte aber nicht den Eindruck, als sei es ihr Ziel, den Leser zu Tränen zu rühren. Sie schildert das Schicksal der beiden manchmal fast nüchtern, wir begleiten sie einfach auf zwei bis drei Wochen ihres Lebens. Sie bemüht keinerlei übertriebene Stilmittel, sondern schafft es allein durch ihre Sprache, die Verzweiflung und gleichermaßen die Hoffnung der beiden spürbar werden zu lassen. Es ist ein Roman, der tief berührt – gleichsam sentimental wie schön. Ich bin kein großer Fan von Triggerwarnungen, aber diesen Roman sollte man wirklich nur lesen, wenn man stabil ist. Er wühlt einiges auf. Vielen lieben Dank @c.h.beckliteratur ❤️ #lizmoore #roman #buchempfehlung #buchtipp #lesenmachtglücklich

4

Ich war gespannt auf diesen älteren Roman von Liz Moore. Er erinnert von der Grundstimmung ein bisschen an „The Long Bright River“, aber auch an „Demon Copperhead“ von Barbara Kindsolver. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, eine tragische Geschichte über zwei Außenseiter, gut aufgebaut und erzählt.

4

Ein ganz toller Roman

Wow, ein neuer Roman von Liz Moore und so ganz anders als der Gott des Waldes, habe dieses Buch innerhalb von sechs Tagen verschlungen, die Baseball Szenen hätten etwas kürzer sein können

5

Diese Menschen haben mich in ihrer Unvollkommenheit und Einsamkeit so berührt!

5

Es gibt Bücher, bei denen man beim Lesen merkt: 𝘋𝘢𝘴 𝘩𝘪𝘦𝘳 𝘸𝘪𝘳𝘥 𝘦𝘵𝘸𝘢𝘴 𝘨𝘢𝘯𝘻 𝘉𝘦𝘴𝘰𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘧𝘶𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩. 𝘿𝙚𝙧 𝙖𝙣𝙙𝙚𝙧𝙚 𝘼𝙧𝙩𝙝𝙪𝙧 von Liz Moore gehört für mich genau in diese Kategorie ❤️ Heute erscheint der Roman erstmals auf Deutsch, übersetzt von Cornelius Hartz. Die Originalausgabe erschien 2012 unter dem Titel 𝙃𝙚𝙛𝙩. Ich durfte den Roman vorab lesen – herzlichen Dank an C.H. Beck Verlag für das Rezensionsexemplar. Und ich sage es ganz offen: Ich habe dieses Buch extrem geliebt 🥰 Arthur Opp ist ehemaliger Literaturprofessor. Seit über zehn Jahren hat er sein Haus in Brooklyn nicht mehr verlassen. Sein Leben ist immer kleiner geworden, seine Welt immer enger. Sein Haus ist Rückzugsort und Gefängnis zugleich. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist eine Brieffreundschaft mit einem Menschen aus seiner Vergangenheit. An diesen Austausch klammert sich Arthur mit einer Intensität, die fast weh tut – als wäre er der letzte Beweis dafür, dass Arthur noch verbunden ist mit dem Leben draußen. Diese Form von Einsamkeit, dieses stille Sich-Verlieren, hat mich tief bewegt. Kel steht am Anfang seines Lebens. Er liebt Baseball, träumt von einem Sportstipendium, von Freiheit, von Zukunft. Eigentlich sollte er einfach jung sein dürfen. Stattdessen muss er viel zu früh Verantwortung übernehmen. Er wächst in eine Rolle hinein, die nicht die seine sein sollte. Was Arthur und Kel verbindet, ist die Einsamkeit. Nicht dieselbe, aber eine verwandte. Liz Moore erzählt von innen heraus. Nicht das Umfeld steht im Mittelpunkt, sondern das Innenleben der Figuren. Gedanken, Gefühle, kleine Verschiebungen im Inneren tragen die Geschichte. Im Außen passiert oft gar nicht so viel – und gerade dadurch wirkt alles so intensiv. Im Vergleich zu 𝘿𝙚𝙧 𝙂𝙤𝙩𝙩 𝙙𝙚𝙨 𝙒𝙖𝙡𝙙𝙚𝙨 ist 𝘿𝙚𝙧 𝙖𝙣𝙙𝙚𝙧𝙚 𝘼𝙧𝙩𝙝𝙪𝙧 viel dichter, leiser, konzentrierter – und für mich emotional eindringlicher. Die Verflechtung der beiden Lebensgeschichten ist leise, traurig, wunderschön und hoffnungsvoll zugleich. Für mich ist 𝘿𝙚𝙧 𝙖𝙣𝙙𝙚𝙧𝙚 𝘼𝙧𝙩𝙝𝙪𝙧 auf Platz 2 meiner absoluten Lieblingsbücher geklettert ❤️ ★★★★★ *unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar*

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5

Sehr bewegend und tiefgründig

„Der andere Arthur“ erzählt von zwei Figuren am Rand der Gesellschaft. Die gesamte Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Für mich war es ein echter Pageturner. Es ist eher eine leise Geschichte mit einer Vielzahl von Geheimnissen, die nach und nach gelüftet werden. Liz Moore hat einfach einen tollen Schreibstil, sodass die Geschichte einfach so dahin fließt. Wer die Björnstadt-Trilogie von Backman mag, wird dieses Buch mögen.

4

“Der andere Arthur” von Liz Moore (ins Deutsche übersetzt von Cornelius Hartz) handelt von Arthur Opp, der, stark übergewichtig, schon seit vielen Jahren sein Haus nicht mehr verlassen und keinen Kontakt zu seinen Mitmenschen mehr hat. Plötzlich kontaktiert ihn seine frühere Liebe Charlene und bittet ihn, ihrem Sohn Kel Nachhilfe zu geben, damit es mit seinen Collegebewerbungen klappt. Kel wiederum ist zwar ein Ass im Sport, aber nicht in der Schule und fühlt sich als armer Jugendlicher an einer Schule für “Rich Kids” und mit einer chronisch kranken, allein erziehenden Mutter als Außenseiter. Das Buch nun in zwei Handlungssträngen den jeweiligen Geschichten in der Ich-Perspektive auf den Grund und bringt Schicht um Schicht die Einsamkeit und inneren Kämpfe beider zum Vorschein, und das mit so viel Liebe und Zartgefühl, dass man meint, ihnen in die Seele schauen zu können. Obwohl “Der andere Arthur” ein paar Längen hat, wenn man kein Interesse an Baseball hat, ist es in kluger und tiefsinniger Roman, in dem bewegend und universal über Einsamkeit, Freundschaft, Identität und Selbstzweifel erzählt wird. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

4.5

"Ich fühlte mich Charlene nie näher als beim ersten Mal, als wir uns außerhalb der Universität trafen und ich ihr aus dem Mantel half. Ich hätte ihr stundenlang aus dem Mantel helfen können, für den Rest ihres Lebens, wenn ich gedurft hätte." Mit 'Der andere Arthur' legt Liz Moore einen wunderbar gefühlvollen und sehr melancholischen Roman über vier Menschen vor, deren Existenz man wohl als gescheitert bezeichnen könnte. So unterschiedlich die vier auch sind, eines vereint sie: Sie sind in ihrer ganzen Fehlerhaftigkeit irgendwie sympathisch. Moore schafft es, ihre Protagonisten so nahbar zu machen, dass man als Leser ein großes Verständnis für ihre Handeln aufbringen kann. Ich mochte den Roman sehr und bleibe mit dem Gefühl zurück, dass ich den Figuren viel Glück für ihr weiteres Leben wünschen möchte.

3.5

Der andere Arthur war mein zweites Buch von Liz Moore und hat mir insgesamt wieder gut gefallen. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen begleiten wir Arthur Orp, einen ehemaligen Literaturprofessor, der sehr zurückgezogen lebt. Er verlässt kaum noch seine Wohnung, hat sich weitgehend von der Außenwelt isoliert und führt ein Leben, das stark von Einsamkeit geprägt ist. Sein einziger wirklicher Kontakt nach außen besteht im Briefkontakt mit Charlene, einer ehemaligen Schülerin, die ihn schon früh fasziniert hat und mit der er bis heute in regelmäßigem Austausch steht. Die zweite Erzählstimme gehört Kel, dem Sohn von Charlene. Wir erfahren viel darüber, wie er aufwächst, über seine Beziehung zu seiner Mutter und über seine persönlichen Struggles. Beide Erzählstränge laufen größtenteils parallel nebeneinander her und werden durch Rückblicke in die Vergangenheit ergänzt, die nach und nach zeigen, wie vor allem Arthur zu dem Menschen geworden ist, der er heute ist. Eine fortschreitende Handlung im klassischen Sinne gibt es hier eher wenig. Stattdessen ist der Roman stark charaktergetrieben. Arthur und Kel führen sehr unterschiedliche Leben, teilen aber ein zentrales Gefühl, nämlich Einsamkeit. Beide wirken dabei wie Menschen, denen man im echten Leben begegnen könnte. Ich mochte die Einblicke in die Gefühlswelt der beiden Charaktere sehr, auch wenn mir in manchen Momenten etwas mehr Tiefe gefehlt hat. Zudem spielt das Narrativ stark mit der eigenen Wahrnehmung und der Wahrnehmung von außen. Wer war schließlich nicht schon einmal in seinem eigenen Kopf gefangen. Da der Roman kaum plotgetrieben ist, hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht. Die Spannungskurve war für mich ein Auf und Ab. Es gab einen sehr starken Einstieg, darauf folgten ruhigere und teils langatmige Passagen, zwischendurch aber auch wieder Momente, die mich wirklich gepackt haben. Auch das Ende hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen. Insgesamt ist Der andere Arthur ein ruhiger und nachdenklicher Roman, den ich durchaus empfehlen kann, besonders Leser, die charaktergetriebene Geschichten mögen. Für mich war es ein gutes Buch mit starken Figuren, das mich gut unterhalten hat, mich emotional aber nicht ganz so berühren konnte, wie ich es erwartet hatte. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

4

Definitiv anders als erwartet.

Man verfolgt den jungen Kel kurz vor seinem Schulabschluss und Arthur, ehemaliger Literaturprofessor. Zwei so unterschiedliche Charakter, deren Leben sich doch unbewusst um den selben Angelpunkt dreht. Eine ruhige Geschichte, in der sich die Charaktere entwickeln, hoffnungsvoll und doch überraschend offen.

4

Ein Buch voller Einsamkeit

Arthur ist dick,  sehr dick.  Er hat das Haus aus diesem Grund schon sehr lange nicht mehr verlassen.  Seine Tage verbringt er mit essen und lesen. Den einzigen Kontakt den er hat,  ist eine Brieffreundschaft mit einer ehemaligen Studentin von ihm. Charlene lebt mit ihrem Sohn Kel alleine.  Kel's Vater hat die Beiden vor vielen Jahren verlassen.  Charlene ist Alkoholikerin und kaum noch lebensfähig. Kel möchte gerne Profi-Baseballer werden, gut genug dazu wäre er. Als seine Mutter stirbt,  weiß Kel nicht was er tun soll. Er ist gerade mal 18 Jahre, total überfordert und  orientierungslos. Dazu kommen noch die Selbstvorwürfe,  die er sich macht. Liz Moore beschreibt ausführlichen und berührend die Lebensituationen von Arthur und Kel. Die Einsamkeit der beiden war greifbar.  Der Schreibstil ist ruhig und intensiv. Diese Buch ist ganz anderes,  als "Der Gott des Waldes", aber genauso empfehlenswert.

4.5

Ein berührendes Buch über die Stolpersteine des Lebens

Da mich Liz Moore sowohl mit ihrem Roman "Long Bright River" als auch mit "Der Gott des Waldes" begeistert hat, freute ich mich, dass der Verlag C.H. Beck eines ihrer älteren Bücher übersetzte und in Deutschland veröffentlichte: "Der andere Arthur" von Liz Moore, erschienen am 22.01.2026 bei C.H. Beck, und zog sofort bei mir ein. Dieses Buch erschien im Original 2012, aber ich muss sagen, dass man das der Storyline nicht anmerkt. Liz Moore schenkte ihren Lesern und Leserinnen mit diesem Roman eine tief bewegende Charakterstudie von Menschen, die in ihren Selbstzweifeln, Schmerzen, Depressionen und ihrer Einsamkeit gefangen sind. Wie von der Autorin gewohnt, wurde dabei jeder Protagonist wahnsinnig tiefgründig ausgearbeitet, sodass ich sie alle in mein Herz schloss. Eindrucksvoll zeigte die Autorin, wie die Hauptprotagonisten den Halt verlieren und in eine nicht enden wollende Abwärtsspirale geraten. Auch das Thema Sucht in all seinen Facetten flechtet sie in die Storyline ein. Dabei kam ich den Arthur, Kel und auch Charlene so nahe, dass ich sie am liebsten in den Arm genommen, sie getröstet und ihnen geholfen hätte. Genau dafür hat die Autorin ein Händchen. Ihre Bücher berühren mich auf eine Art und Weise, wie es nur selten der Fall ist. Ganz stark fand ich, wie das Thema der Vereinsamung in diesem Buch dargestellt wurde. Die Verbindung von Arthur und Kel hätte jedoch mehr Raum in der Geschichte einnehmen können. Ich hätte gerne erfahren, was die beiden voneinander lernen können und auch, welche Lehren sie aus dem Handlungsverlauf ziehen. Doch all dies lässt die Autorin offen, was ich etwas schade finde. Man merkt, dass sich der Aufbau des Spannungsbogens bei Liz Moore im Verlauf der Veröffentlichungen verändert hat. Im Mittelteil von "Der andere Arthur" trat die Handlung teilweise etwas auf der Stelle. Aber dies ist Klagen auf hohem Niveau! Mich hat die Geschichte rund um Arthur, Kel und Charlene tief bewegt, und ich freue mich auf weitere Werke dieser großartigen Autorin. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung mit 4,5 von 5 Sternen für diesen feinfühligen, empathischen, aber auch tief traurigen Roman.

Ein berührendes Buch über die Stolpersteine des Lebens
4.5

Grandios! Ein Spiel von Melancholie und Hoffnung!

. Wie kann ein Buch zugleich von solcher Schönheit und von so durchdringender Traurigkeit sein? Mit „Der andere Arthur“ erschafft Moore einen Roman, der Melancholie und Hoffnung kunstvoll ineinanderwebt und eine Geschichte, die das Herz umklammert, leise nachhallt und ihre Leserinnen und Leser auf eine intensive, tief emotionale Reise mitnimmt. 4,5/5 ⭐️ . Aber worum geht es im diesem Roman genau… Arthur Opp, ein stark übergewichtiger ehemaliger Literaturprofessor, lebt seit Jahren völlig zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn. Nur wenige Kilometer entfernt versucht der junge Kel, mit einem Sportstipendium seinem schwierigen Umfeld zu entkommen und seinen Schulabschluss zu schaffen. Diese zwei völlig verschiedene Leben, sind jedoch auf eine unerwartete Weise miteinander verbunden. . In „Der andere Arthur“ folgen wir zwei Leben, die lange nebeneinanderher verlaufen wie zwei Linien, die sich nicht zu berühren scheinen… dem von Arthur und dem von Kel. Kapitel für Kapitel wechseln wir die Perspektive, sehen die Welt einmal durch Arthurs, dann wieder durch Kels Augen und so nah, dass ihre Gedanken fast die eigenen werden. Und ob man will oder nicht man erkennt sich in Kel oder in Arthur, manchmal in beiden wieder. In ihren Zweifeln, in ihrem Ringen und in ihren leisen Sehnsüchten. . Es ist ein stilles und behutsames Buch, getragen von fein gezeichneten Figuren und großer psychologischer Tiefe. Themen wie Einsamkeit, Andersartigkeit und Verletzungen durchziehen die Geschichte wie ein kaum sichtbarer, aber stets spürbarer Faden. Mit sicherer Hand setzt Moore Spannungsmomente, die sich leise zuspitzen und einen festhalten, ohne laut zu werden, sodass man das Buch nur ungern aus der Hand legt. . Arthur und Kel sind Außenseiter, jeder auf seine eigene Weise. Sie stehen immer wieder vor Entscheidungen, wählen Wege, die nicht die besten sind und gerade darin liegt ihre Wahrhaftigkeit. Sie wirken nicht konstruiert, sondern echt… fehlbar, suchend, verletzlich! Wie zwei Blätter im Wind treiben sie durch ihr jeweiliges Leben, manchmal ziellos, manchmal bestimmt von unsichtbaren Strömungen. . Ohne Pathos und ohne Drängen zieht dieser Roman einen in seine Welt und lässt einen die eigene mit anderen Augen betrachten. Besonders berührend ist der Gedanke, dass wir nie wissen, welche Richtung das Leben nehmen wird; wie zufällig und zugleich schicksalhaft Begegnungen sind, wie leicht alles auch ganz anders hätte kommen können. . Moore beweist einmal mehr ihr feines Gespür für Figuren im Spiel von Licht und Schatten. Und selbst im Dunkel blitzt stets ein Hoffnungsschimmer auf. Dieses zarte, beinahe trotzige Leuchten im Negativen! Die leise Botschaft: Du kannst etwas verändern. Vielleicht nicht alles. Aber mehr, als du glaubst, wenn du den verlorenen Mut in dir wiederfindest. . Gerne hätte ich die Geschichte der Beiden noch ein klein wenig länger weiterverfolgt. . Nun gut… „Der andere Arthur“ ist ein Roman, der nachhallt, der zum Nachdenken einlädt und Hoffnung schenkt! Bitte lies ihn!

Grandios! Ein Spiel von Melancholie und Hoffnung!
4

Einfühlsamer Roman mit Perspektivenwechsel ☺️

Einfühlsamer Roman mit Perspektivenwechsel ☺️
4

Nachdem ich “Der Gott des Waldes” letztes Jahr absolut gefeiert habe, musste natürlich auch Liz Moores neustes Werk “Der andere Arthur” bei mir einziehen. (Dabei ist dieses Buch bereits 2012 erscheinen,aber wurde jetzt erst ins Deutsche übersetzt) Es sind zwei ganz unterschiedliche Bücher. Wo es bei dem Einen noch um einen ungeklärten Vermisstenfall ging, geht es hier um die Schicksale zweier Männer. Arthur Opp war früher ein angesehener Literaturprofessor. Nun lebt er zurückgezogen in seinem großen Haus in Brooklyn. Er hat es seit zehn Jahren nicht mehr verlassen, weil er mittlerweile 250 Kilo wiegt. Er kann sich nicht mehr großartig bewegen und bewohnt auch nur noch das Erdgeschoss, weil er Treppen nicht mehr steigen kann. Trotz seiner Einsamkeit pflegte er viele Jahre eine intensive Brieffreundschaft mit einer ehemaligen Studentin. Kel Keller lebt 30 Kilometer von Arthur entfernt, ist 18 Jahre alt und hat es in der Schule nicht immer leicht. Er möchte unbedingt den Schulabschluss und ein Sportstipendium. Doch nebenbei kümmert er sich auch noch um seine kranke Mutter. Die beiden Schicksale haben mich zutiefst berührt. Liz Moore schreibt sehr einfühlsam und detailliert. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir die Charaktere sehr gut vor Augen führen konnte. Sie waren präsent und greifbar. Kel wurde etwas intensiver beschrieben und seine Liebe für das Football spielen ist überaus deutlich geworden. Für meinen Geschmack hätte das gerne etwas weniger Raum einnehmen dürfen. Das Verweben der beiden Schicksale ist der Autorin gut gelungen, dennoch habe ich mir ein bisschen was anderes erhofft. So war es eine unheimlich gute Erzählung, die mich berührt hat, aber trotzdem hat für mich etwas gefehlt. Die Entscheidungen und Veränderungen in derer beide Leben habe ich gerne mitangeschaut und war sogar ein bisschen wehmütig als ich das Buch zugeschlagen habe. Eine tolle, berührende Geschichte über schwere Schicksale und den Neubeginn fürs Leben. ⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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5

Ein zutiefst berührender Roman über Verletzlichkeit, Verbindung und die leise Kraft der Hoffnung. Absolute Leseempfehlung.

Der andere Arthur“ von Liz Moore ist ein Roman, der leise beginnt – und dann mitten ins Herz trifft. Liz Moore erzählt von zwei Menschen, die am Rand des Lebens stehen und doch eine ungeheure innere Tiefe besitzen. Arthur Opp, einst gefeierter Literaturprofessor, lebt zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn, gefangen in Einsamkeit, Scham und einem Körper, der ihm selbst fremd geworden ist. Sein Leben wirkt wie angehalten – bis es durch eine unerwartete Begegnung wieder in Bewegung gerät. Parallel dazu lernen wir Kel kennen, siebzehn Jahre alt, voller Wut, Sehnsucht und Verantwortungsgefühl. Er kämpft nicht nur mit den Erwartungen der Welt, sondern auch mit der Krankheit seiner Mutter und der Angst, im eigenen Leben keinen Platz zu finden. Liz Moore schreibt diese Figur mit so viel Empathie, dass man jede seiner Unsicherheiten, jede Hoffnung und jede Verzweiflung spürt. Was diesen Roman so besonders macht, ist seine radikale Menschlichkeit. Moore urteilt nicht. Sie schaut hin. Sie zeigt Einsamkeit in all ihren Facetten – schmerzhaft, beschämend, lähmend –, aber auch die stille Hoffnung, die darin verborgen liegen kann. Die Sprache ist klar, ruhig und durchzogen von einer Melancholie, die lange nachhallt. Der andere Arthur erzählt von Nähe, die rettet, von Fürsorge, die verändert, und von der Möglichkeit, sich selbst nicht aufzugeben – egal, wie verloren man sich fühlt. Ein zutiefst berührender Roman über Verletzlichkeit, Verbindung und die leise Kraft der Hoffnung. Absolute Leseempfehlung.

4

Nachdem ich „Der Gott des Waldes“ förmlich verschlungen habe, musste ich mir natürlich sofort das neue Buch von Liz Moore zulegen. Und vorweg: „Der andere Arthur“ ist definitiv kein schlechtes Buch – ganz im Gegenteil. Liz Moore beweist erneut ihr großes erzählerisches Talent. Ihre Sprache ist eindringlich, atmosphärisch dicht und emotional nuanciert. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet, ihre inneren Konflikte glaubwürdig und fein ausgearbeitet. Besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel und gleichzeitig schonungslos bestimmte Themen behandelt werden. Das Buch entfaltet eine intensive Sogwirkung und bleibt noch lange im Kopf. Und trotzdem habe ich mich beim Lesen nicht wohlgefühlt. Meine Erwartungen waren nach meinem Leseerlebnis mit „Der Gott des Waldes“ vermutlich einfach sehr hoch. Vielleicht zu hoch. „Der andere Arthur“ ist auf seine Weise sehr gut, aber es hat mich auf einer sehr persönlichen Ebene getroffen. Einige der behandelten Themen gingen mir sehr, sehr nah. Ich habe Parallelen zu eigenen Erfahrungen gesehen, die ich so eigentlich nicht mehr sehen wollte. Dadurch wurde das Lesen stellenweise emotional anstrengend. Im Nachhinein glaube ich, dass es weniger am Buch lag als am richtigen Zeitpunkt. Vielleicht war ich schlicht nicht bereit für diese Geschichte und ihre Intensität. „Der andere Arthur“ ist ein starkes, tiefgehendes Werk – aber eines, das man mit der passenden inneren Verfassung lesen sollte. Ein sehr gutes Buch, das mich jedoch mehr herausgefordert hat, als ich erwartet hatte.

3.5

Ein Buch aus den Anfängen der Autorin.

"Mein Schlafzimmer und alles, was ich benötige, befindet sich hier im Erdgeschoss, das ist meine kleine Welt, und der Blick aus meinem Fenster ist die einzige Aussicht, die ich brauche." Liz Moore veröffentlichte ihren Roman "Der andere Arthur" bereits 2012. Nun, vierzehn Jahre später, bekommen wir ihn von Cornelius Hartz und dem C.H. Beck Verlag übersetzt. Nach einem Vorfall an seiner Universität hat Arthur Opp seinen Job als Literaturprofessor an den Nagel gehangen. Er hat sich in sein Haus in Brooklyn zurückgezogen und dieses seit über 10 Jahren nicht mehr verlassen. Die einzigen sozialen Kontakte hat er zu seinem Lieferdienst. Denn alles, was er zum Leben braucht, lässt Arthur sich liefern. Essen ist zu seiner Leidenschaft geworden - sei es zur Belohnung oder als Trost - es wird zelebriert. Nicht weit von ihm entfernt lebt der siebzehnjährige Kel mit seiner kranken Mutter. Ihr Traum ist es, dass Kel aufs College geht. Er hingegen träumt von einer Karriere als Baseballprofi. Mit einem Hilferuf, wegen ihres Sohnes und seiner Zukunft, meldet sich Kels Mutter nach vielen Jahren Funkstille bei Arthur. Dieser Hilferuf wirbelt so einiges auf ... "Ich saß da und hing meinen Gedanken nach. In mir war ein Zittern. Ich hatte das Gefühl, als wäre etwas in mir zerbrochen, als wären meine Rippen aufgebrochen und etwas wollte hinaus." Liz Moore nimmt uns in "Der andere Arthur" mit in die Einsamkeit von Arthur und Kel. Während Arthur sich sozial abgeschottet hat und andere Menschen kaum erträgt - wenn sie nicht gerade der Lieferdienst sind -, ist Kels Einsamkeit eine andere. Er hat Freunde, er hat den Sport. Aber er ist innerlich einsam, denn er kann nicht er selbst sein und muss ständig eine Rolle spielen. Er muss stark sein und hat niemanden zum Reden. Psychologisch gesehen sind die Charaktere, die uns Moore hier liefert, absolut plausibel und glaubwürdig. Arthur, der sich einigelt und lieber für sich bleibt, auch aufgrund seines Gewichts, für das er sich schämt. Kel, ein Jugendlicher, der seine Gefühle hinter einer Mauer aus Stahl verbirgt. Wortkarg, niemanden an sich heranlassend. Doch trotz der gut gezeichneten Charaktere, hat Moore es nicht geschafft mich mit ihnen zu berühren. Irgendwie blieben sie mir trotzdem fremd - ich fand keine Verbindung zu ihnen. Das ist bei ihrem Werk "Der Gott des Waldes" ganz anders gewesen. Hier haben mich die Charaktere gecatched, genauso wie deren Geschichte. Und ich finde die Jahre, die zwischen den beiden Büchern liegen, merkt man deutlich. Moore hat hier eine wirklich große und großartige Entwicklung gemacht. Auch wenn mich "Der andere Arthur" nicht so überzeugen konnte wie "Der Gott des Waldes", und ich hier keine großen Lobeshymnen singen kann, so habe ich das Buch doch gern gelesen. Und definitiv werde ich Liz Moore weiterhin im Auge behalten. "Ich dachte daran, wie vielen Menschen es so ging wie mir und wie viele Menschen vor Einsamkeit verzweifeln. Ich nehme an, das geschieht jeden Tag. Jeden Tag verliert jemand den Anschluss an die Welt und wird zum edlen Einsiedler, stellt stattdessen eine Verbindung zu sich selbst her, die Schlange frisst ihren Schwanz, und dann muss er ständig zur einsamen Überseele schauen, um Hilfe zu bekommen; er muss, sonst geht er zugrunde. Und dann wird er wie ich, und die Überseele wächst und dehnt sich in ihrer liebevollen Großzügigkeit immer weiter aus und nimmt ihn als Mitglied in ihren geheimen Club auf. Den Club all jener, die einsam oder krank oder extrem traurig sind."

Ein Buch aus den Anfängen der Autorin.
5

Das Buch ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Besonders der Briefwechsel macht die Geschichte abwechslungsreich und locker und verleiht ihr eine besondere Tiefe. Erzählt wird aus der Sicht von zwei Charakteren, deren Geschichten untrennbar miteinander verbunden sind. Es war ganz toll, nach und nach mehr über die Vergangenheit zu erfahren und zu entdecken, wie alles zusammenhängt. Arthur hat mir als Charakter besonders gut gefallen. Seine Entwicklung ist großartig dargestellt, vor allem, wie er sich im Laufe der Geschichte öffnet, war sehr toll dargestelt. Insgesamt überzeugt das Buch mit vielen unterschiedlichen Charakteren, die alle auf ihre eigene Weise liebenswürdig sind. Obwohl schwere Themen behandelt werden, hatte das Buch für mich etwas sehr Heimeliges. Ich habe mich beim Lesen wohlgefühlt und richtig in der Geschichte aufgehoben gefühlt. Das Ende war rund und stimmig, zwar anders, als ich es erwartet hatte, aber genau deshalb umso schöner. Ein ganz, ganz tolles Buch und eine klare Leseempfehlung. 

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5

Mitreißend und bewegend

„Letztendlich war es die Einsamkeit, die uns zueinanderführte und miteinander verband.“ (S. 26) „Wenn ich mir etwas wünsche, dann muss ich dem immer mit meinem ganzen Herzen hinterherrennen, weil ich Angst habe, dass es sonst weggeht, um mich zu bestrafen.“ (S.125) Zwei Menschen - zwei Leben - die durch einen Menschen miteinander verbunden sind Liz Moore hat mich schon mit ihrem Roman „Der Gott des Waldes“ begeistert. „Der andere Arthur“ ist ein früheres Werk von ihr, das anders ist, aber nicht weniger stark, und das mich emotional noch mehr mitgenommen und auf unerwartete Weise bewegt hat. Wir haben hier zwei voneinander unabhängige Menschen, die durch eine andere Person miteinander verbunden sind. Arthur geht auf die 60 zu und hat sein Haus schon seit Jahren nicht mehr verlassen. Nicht nur sein Haus verwahrlost, auch sein Körper, und er leidet unter starkem Übergewicht. Doch eines Tages bekommt er einen Anruf, der sein Leben aufrüttelt; von Charlene, einer ehemaligen Studentin von ihm, in die er heimlich verliebt gewesen war und mit der er eine jahrelange Brieffreundschaft pflegte, bis der Kontakt abbrach. Sie bittet ihn, ihrem Sohn Nachhilfe zu geben, denn die College-Bewerbungen stehen an und er benötigt Hilfe. Aber wie kann Arthur in seinem Zustand Menschen in sein Haus lassen? Nach Arthurs Perspektive wechseln wir zu Charlenes Sohn Kel und wir erfahren, dass hier Nichts so ist, wie es zunächst den Anschein hat und eine tragische Geschichte nimmt ihren Lauf. Arthur und Kel sprechen uns als Lesende direkt an - das macht es so intensiv und ich fühlte mich direkt sehr hineingezogen in ihre Leben und Gefühlswelten - fast schon ein bisschen zu sehr und mich trafen die Schicksalsschläge sehr hart. Dies ist eine Geschichte über Einsamkeit, emotionale Isolation, verpasste Chancen, unerfüllte Hoffnungen, und Trauer…aber auch übers Loslassen, sich Öffnen für Veränderungen und für (neue) Menschen im Leben. Ein Gesellschaftsroman, der mir unter die Haut ging, der mich aber auch etwas runtergezogen hat. Trotzdem ein bedeutsames Buch für mich und volle 5 Sterne verdient 🌟

Mitreißend und bewegend
5

Dieses Buch geht unter die Haut in Richtung Seele

Arthur wirkt am Anfang etwas verschroben, aber im Laufe der Geschichte lernt man ihn immer besser kennen und lieben. Kel tut einem Leid. Sein Schicksal hat eine große Wucht und lässt den Leser manchmal ratlos stehen während ein Ereignis dem nächsten folgt. Ich war berührt von diesem Buch. Ich habe gemerkt wie ich zunehmend langsamer wurde beim Lesen, weil ich diese Geschichte trotz ihres Dramas mehr bewusst lesen wollte. Ein Herzensbuch, dass zeigt, dass Menschen nicht oberflächig angeschaut werden sollten. Empathie, Fürsorge und Liebe sind die Antwort, die viele suchen. Nicht nur Arthur.

5

Sternebewertung fiktiv

Raus aus der Isolation, hinein, wenn auch zaghaft, ins echte Leben. Wie muss es sein, allein in einem großen Haus in New York zu leben und dieses seit Jahren nicht mehr verlassen zu haben? Die oberen Stockwerke unerreichbar, die Treppe zu schmal, der Atem zu knapp. Genau hier begegnen wir Arthur. Arthur war einmal Professor. Heute ist er extrem übergewichtig, einsam und versunken in Unordnung und Lethargie. Er lebt zurückgezogen, sieht niemanden außer Lieferanten und Boten, die Essen bringen. Geputzt wurde lange nicht, Dinge stapeln sich an unmöglichen Orten, das Haus spiegelt seinen inneren Zustand wider. Ich habe Arthur sehr gern gelesen. Er ist klug, traurig und still. Als seine beste Freundin, die Nachbarin, stirbt, verliert er seinen letzten realen Kontakt zur Außenwelt. Bis plötzlich sein Telefon klingelt und damit auch seine Vergangenheit wieder in sein Leben tritt. Ab etwa zwei Dritteln wird die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt. Aus der Sicht des Arthurs, den wir kennen, und aus der Sicht des jungen Kel Keller, des Sohnes einer alten Freundin. Charlene. Charlene selber ist ein liebenswürdiger Mensch, geplagt innerer Dämonen und verändert durch Sucht und Krankheit. Ein Veränderung, die durch den erneuten Kontakt dieser alten Freundschaft eintritt, muss nicht immer nur etwas Gutes bedeuten, manchmal bringen alte Erinnerungen, auch alte Wunden zum Vorschein. Dieses Buch fühlt sich an wie eine warme Decke, die sich über einen legt. Es ist voller Erinnerungen, Traurigkeit, Selbstzweifel und Einsamkeit und doch erfüllt es einen beim Lesen mit etwas Ganzem, Ruhigem. „Der andere Arthur“ wurde vor längerer Zeit geschrieben, liest sich aber erstaunlich aktuell und hat weder Charme noch Relevanz eingebüßt. Ein sehr berührender Roman. Und das Cover passt perfekt zu dem Bild, das ich von Arthurs Haus hatte, genauso habe ich es mir von außen vorgestellt.

4.5

Arthur war Professor für Literatur, hat aber jetzt seit 10 Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Mittlerweile kann er das auch kaum noch, weil er stark übergewichtig ist und jede einzelne Treppenstufe eine Herausforderung darstellt. In diese Einsamkeit „platzt“ eines Tages als Erstes Yolanda, die eigentlich nur Arthurs Haus putzen soll und am Ende so viel mehr für ihn tun wird. Und dann ist da „Kel“, der kurz vor dem Schulabschluss steht und noch nicht weiß, wie es weitergehen soll, wie es weitergehen kann. Denn - was kaum einer seiner Freunde ahnt - sein Leben ist von verschiedenen existenziellen Sorgen geprägt. Ein schönes, stilles Buch, das gleichermaßen traurig und hoffnungsvoll ist. Ich mochte es sehr. Auch wenn eigentlich nicht sehr viel passiert im Leben von Arthur und Kel - zwei Außenseitern, die etwas verbindet, von dem sie zu Beginn noch nichts ahnen - und das Ende an einem Punkt kommt, wo man unheimlich gerne noch weiter lesen würde. Aber vielleicht ist es genau richtig, dass diese Geschichte nicht bis in die allerletzte Verästelung auserzählt wird.

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