Hexen
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Description
»Marion Gibson gelingt etwas Wertvolles: Sie redet nicht über die Opfer, sie lässt sie lebendig werden, sie würdigt sie. Wie nebenbei und dennoch präzise entlarvt sie dabei die Motive der Verfolger. Nach der Lektüre wird man anders auf dieses Thema blicken. Zum ersten Mal vielleicht richtig.« Jarka Kubsova, Autorin Von »Marschlande«
In 13 Prozessen aus Geschichte und Gegenwart begegnet Marion Gibson Menschen vom Rand der Gesellschaft, meist Frauen, die als böse und gefährlich abgestempelt, als Hexen angeklagt, verurteilt und nicht selten getötet werden. Die Geschichte hat sie zum Schweigen gebracht, Marion Gibson gibt ihnen ihre Stimmen zurück. Sie erforscht die Überschneidungen von Geschlecht und Macht, indigener Spiritualität und kolonialer Herrschaft sowie politischer Verschwörung und individuellem Widerstand – und zeigt, wie in jeder Epoche und an jedem Ort Angst als Waffe gegen unliebsame Menschen eingesetzt werden kann.
Book Information
Author Description
Marion Gibson ist Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, UK. Sie denkt über Hexen in der Geschichte nach, seit sie ihren ersten Bericht über einen Hexenprozess in einem Buch las, das ihr an einem dunklen, regnerischen Nachmittag im November 1991 geliehen wurde. Sie war so begeistert von der Geschichte, dass sie vergaß, das Buch zurückzugeben. Heute, dreißig Jahre später, ist sie Autorin von neun Büchern über Hexen in Geschichte und Literatur.
Posts
Ein Empfehlung für jede/-n Geschichtsliebhaber/-in📖🥰
"Hexen", von Mary Gibson, ist ein Buch was die damaligen Hexenverfolgungen, von der Entstehung bis zur heutigen Gegenwart, in 13 Hexenprozessen erklärt. Sowie aber auch die gewisse Transformation (Veränderung) der Thematik Hexerei und der dazugehörigen Dämonologie bis in die heutigen Zeit rein. Für mich, als Liebhaberin von Geschichte, war es nochmals interessant dieses Buch zu lesen (das gewisse i-Tüpfelchen). Untermauert mit gewissen Überlieferungen in den einzelnen Kapiteln, war es noch extra "spannend". Spannend war es, weil man einzelne Personen in den Prozessen begleitete. Man erfuhr von den Gründen die zur Anklage führten, auch etwas aus ihren vorherigen Leben bis zum Zeitpunkt der Anklage, Überlieferungen gaben Informationen über die Verhöre preis und wie es dann weiter ging. Denn nicht jede Person wurde z.B. auch verurteilt. Interessant fand ich von der Autorin, dass sie aufzeigte was z.B. Aberglaube war und dass sie manche Überlieferungen richtig "zerpflückte", um zu zeigen, was Wirklichkeit war (bei Anschuldigungen etc). Leider, war es hin und wieder auch echt langatmig, was bei solchen Themen meistens auch vorkommen kann🙄💁🏻♀️☺️. Daher nur 4 ⭐.
Unfassbar gutes Sachbuch - sollte Pflichtlektüre sein!
⚠️⚠️⚠️⚠️ Achtung Spoiler!⚠️⚠️⚠️⚠️ Teil 1 -Anfänge 1. Prozess: Der Prozess der Helena Scheuberin Ein Dämonologe schwingt den Hexenhammer Sehr interessanter Fall von den Hexenprozessen in Innsbruck. Vermutlich einer der wenigen Fälle bei denen der Jurist Johannes Merwart die Angeklagten "Hexen" aufgrund von Verfahrensfehlern von der Anklagebank befreien konnte. Es hat mich sehr gefreut zu lesen, dass Johannes Merwart aus Wemding stammt (das ist nur wenige Kilometer von meinem Heimatort entfernt). 2. Prozess: Der Prozess der Hexen von North Berwick Hier erfahren wir was mit nicht vermögenden, ungebildeten Heilerinnen in Schottland passiert ist. Angeklagt wurden u. a. Geillis (Gillie) Duncan und Agnes (Anny) Sampson. Da hier der König von Schottland ebenfalls mitmischte und als "Gottes Abgesandter" handelte, hatten die Frauen leider keine Chance. Die Geschichten die sie erzählt haben, sind wirklich haarsträubend aber verständlich nach allem was sie mitmachen mussten. 3. Prozess Der Prozess der Hexen von Vardø Alles beginnt mit der Beschreibung des 2011 errichteten Denkmals für die Hexen von Finnmark. Hier sind Internationale Dämonologie und der Volksglaube der Indigenen aufeinandergetroffen in Form von Geschichten und angeblichen Zaubersprüchen/samischer gand-Magie. Hexenprozesse waren hier nicht nur frauenfeindliche Exzesse der Folter und des Hasses, sondern dienten auch ganz konkret imperialen Bestrebungen. Sprich die Indigene Bevölkerung wurde immer weiter abgedrängt, deren Land übernommen. 4. Prozess Der Prozess von Joan Wright Praktische Magie und Amerikas erste Hexe Nicht wie man vielleicht glauben könnte, gab es die erste Angeklagte Hexe in Amerika nicht in Salem sondern in Virginia. Joan wurde angeklagt weil sie angeblich wahrsagen konnte und für schlechte Jagdausbeute verantwortlich gemacht wurde. Die Tatsache, dass man leider nicht weiß wie die Verhandlungen ausgegangen sind ist schade. 5. Prozess Der Prozess von Bess Clarke Körperbehinderung und dämonische Familien im Englischen Bürgerkrieg Elizabeth Clark wurde aufgrund ihres fehlenden Beins (wie es dazu kam ist leider nicht überliefert), ihrer unehelichen Tochter und ihrer Verwandtschaft zu einer "Hexe" eine der vielen Angeklagten "Hexen" in Manningtree. Niemand geringes als der Hexenjäger Matthew Hopkins (The discovery of witches) war am Fall von Bess beteiligt. Interessant war auch die Beschreibung der "Schutzgeister" der Hexen. Diese können sozusagen jede tierische Form annehmen, das führte zu abstrusen Geschichten und Verleumdungen. 6. Prozess Der Prozess von Tatabe Versklavung und Überleben rund um Salem Ende des 17. Jahrhunderts (1692) wurde die zuvor versklavte indigene Tatabe, die man vermutlich bereits als Kind entführt hat, beschuldigt, das Mädchen ihres Dienstherren verhext zu haben. Hierbei ist auffällig, dass die sehr strengen puritanischen Gläubigen der Gemeinde den Glauben zu Gott wie eine Art Vertrag sahen. Daher musste sich Tatabe gegen Vorwürfe wehren, sich in das Buch des Teufels eingetragen zu haben. Jetzt ist mir auch klar woher die Ideen von Roberto Aguirre-Sacasa (Autor von: Chilling adventures of Sabrina) herkommen. Etwa 200 Frauen und Männer würden zu dieser Zeit der Hexerei beschuldigt, etliche davon auch ermordet. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass Tatabe wegen unzureichenden Beweisen und einer schludrigen Anklage freigesprochen wurde. Was danach mit Tatabe passiert ist, ist wiederum nicht geklärt. Hat ihr ehemaliger "Besitzer" sie verkauft, obwohl der Sklavenhandel in Boston nicht erlaubt war? Oder wurde sie von einer Familie aufgenommen, die an ihrer Unschuld nie gezweifelt haben? Trotz des offenen Endes hat es mich natürlich gefreut zu lesen, dass Tatabe entlassen wurde. ➡️ Fortsetzung in der Rezension bei Goodreads.
„Wie man eine Hexe erkennt? – Man muss einfach herausfinden, ob sie einen mächtigen Mann verärgert hat.“ – Daily Mail Auf 465 Seiten bereitet die Autorin, selbst Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, 13 Hexenprozesse der Geschichte auf. Hierbei legt sie Wert darauf, dass die Perspektive der angeklagten Frauen Beachtung findet. Häufig sind geschichtliche Texte immer aus Männersicht dokumentiert und aufgearbeitet – hier ist es andersrum. Durch die Fülle an Informationen lässt sich das Buch nicht einfach so weglesen, man kann es sich jedoch wegen Kapiteltrennung gut einteilen. Ich fand es wirklich sehr spannend, aber auch erschreckend. Definitiv die dunkleren Kapitel der Menschheitsgeschichte. Dieses Buch wird Allen Freude bereiten, die geschichtlich interessiert sind und Lust haben, endlich mal die Perspektive zu wechseln.

Ein interessanter Querschnitt der Hexenprozesse in der Alten und Neuen Welt. Beginnend 1485 in Innsbruck bei Helena Scheuberin, über die bekannten Prozesse in Salem (1692–1693) bis hin zur modernen Art der „Hexenjagd“ im Fall von Stormy Daniels, als Trump 2017 zum ersten Mal lautstark die Worte »WITCH HUNT!« twitterte. Die Geschichte der Hexen ist stets verbunden mit Unwissenheit, Misogynie, Patriarchat und Hysterie. Sie ist geprägt von Unterdrückung, Folter und Falschaussagen. Nur wenige Frauen (und auch Männer) konnten sich gegen diese unfairen Gerichte behaupten und dem Tod entgehen. Marion Gibson beschreibt mit viel Hintergrundwissen die Geschichte von 13 Prozessen gegen angebliche Hexen. Sie erklärt, warum es dazu kam und welche Auswirkungen diese Prozesse bis in die heutige Zeit haben. Empfehlenswert für jeden der sich für Geschichte und Hexen interessiert. Ein tolles Sachbuch.

Lehrreich und sehr spannend!
Die Hexenverfolgung hat mich schon immer interessiert, aber dieses Buch hat mich noch einmal so richtig darüber aufgeklärt und mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. Zum Beispiel dem, dass der Großteil der Hexenverfolgung nicht im Mittelalter stattgefunden hat. Anhand verschiedener Beispiele werden die vielen unterschiedlichen Formen und Gründe der Hexenverfolgung dargestellt, der Ursprung und Verlauf erläutert und Lebensgeschichten der Betroffenen offengelegt. Wegweisende Gerichtsprozesse und Anklagen aus jüngerer Geschichte inclusive! Auch die Verfolgung von Männern unter dem Vorwurf der Hexerei wird zur Sprache gebracht.

Guter Einstieg in das Thema Hexen
Marion Gibsons Buch "Hexen" ist eine eindrucksvolle und tiefgründige Studie über die Hexenverfolgung, die sich über Jahrhunderte und Kontinente erstreckt. Die Autorin beleuchtet in 13 exemplarischen Prozessen, wie Frauen – und gelegentlich auch Männer – als Hexen stigmatisiert, verfolgt und getötet wurden. Dabei geht es nicht nur um historische Fakten, sondern um die sozialen, politischen und kulturellen Mechanismen, die hinter diesen Verfolgungen stehen. 🧙♀️ Inhalt und Ansatz Gibson erzählt die Geschichten von Menschen am Rand der Gesellschaft, oft Frauen, die als gefährlich und böse gebrandmarkt wurden. Die Prozesse reichen vom Mittelalter bis in die Gegenwart und zeigen, wie Hexerei als Vorwand für Machtmissbrauch und soziale Kontrolle genutzt wurde. Besonders eindrucksvoll ist die Geschichte der Sklavin Tatabe, die im 17. Jahrhundert für den Tod zweier Kinder angeklagt wurde – ein Beispiel für die Verbindung von Rassismus, Sexismus und kolonialer Gewalt. 🔍 Stärken des Buches Die Prozesse sind akribisch recherchiert und bieten einen breiten Überblick über verschiedene Epochen und Kulturen. Gibson zeigt, wie Angst und Vorurteile systematisch gegen bestimmte Gruppen eingesetzt wurden. Trotz der Komplexität bleibt das Buch gut lesbar und zugänglich. 📝 Fazit Gibsons "Hexen" ist mehr als ein Geschichtsbuch – es ist ein Plädoyer für Gerechtigkeit und Erinnerung. Es zeigt, wie tief verwurzelte Machtstrukturen über Jahrhunderte hinweg Menschenleben zerstört haben und wie wichtig es ist, diesen Stimmen Gehör zu verschaffen. Ein Muss für alle, die sich für Geschichte, Feminismus und soziale Gerechtigkeit interessieren.
Hab mich ganz schön durchgekaut...
Also erst einmal muss ich sagen, dass es bei meiner Bewertung nicht um den Inhalt geht. Es handelt sich um ein eigentlich sehr interessantes Thema mit 13 wirklich skandalösen realen Prozessen. Ich habe sehr vieles noch nicht gewusst und war auch oft erstaunt. Allerdings wurde dieses Thema für meinen Geschmack unglaublich unattraktiv verpackt. Der Schreibstil ist unglaublich ermüdend und die Sätze unnötig zäh, verschachtelt und lang. Ich hatte oft das Bedürfnis, das Buch abzubrechen.
"Hexenprozesse werden durchgeführt, um Macht über andere Menschen auszuüben - um sie zu verletzen, zum Schweigen zu bringen, zu verurteilen und zu töten. Wenn wir diesen Schmerz und die daraus resultierende Verbitterung nicht nachempfinden, können wir die Unrechtmäßigkeit, das offenkundige Unrecht dieser Verfolgung nicht verstehen. Denn wenn wir es nicht nachfühlen, wie können wir es dann bekämpfen?" - Marion Gibson, "Hexen: Eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute" Marion Gibson ist Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, UK. Seit vielen Jahren interessiert sie sich für Hexen und hat zwischenzeitlich neun Bücher über sie verfasst. In "Hexen: Eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute", übersetzt von Karin Schuler und Thomas Stauder, betrachtet sie 13 Hexenprozesse auf der ganzen Welt und legt dabei besonderen Wert auf die Perspektive der Personen, zumeist Frauen, die als Hexen angeklagt wurden. Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte, im Ersten beschreibt Marion Gibson Gerichtsverfahren gegen Hexen im 16. und 17. Jahrhundert, im Zweiten widmet sie sich der Verfolgung von Hexen in der neueren Zeit und im dritten Abschnitt zwei Hexenprozessen von heute. Ihr gelingt es dabei, die Gegebenheiten der verschiedenen Prozesse erlebbar zu machen und verdeutlicht, wie internalisierter Frauenhass, Rassismus und die Gier nach Macht Hexenverfolgungen wesentlich beeinflussten. Gerade bei den Hexenprozessen im Mittelalter war ich oft schockiert ob der Willkür, die damals im Rechtssystem herrschte und der fadenscheinigen Anklagen, die oft zu Folter und Mord führten. Aber auch die Hexenprozesse im 19. und 20. Jahrhundert entbehrten oft jeglicher Logik. Spannend fand ich, dass Gibson ganz verschiedene Konstellationen betrachtet, die zu Hexenprozessen führten - die Gerichtsverfahren selbst und die massive Gewalt an Frauen ähneln sich jedoch immer. Vor allem durch die letzten beiden Kapitel, unter anderem über Stormy Daniels, zeigt die Autorin die Relevanz auf, die auch oder gerade heute noch in dem Wissen um Hexen(prozesse) liegt. Ich denke, ein paar Kapitel weniger, um den Fokus mehr auf bestimmte Hexenverfolgungen zu legen, hätten dem Sachbuch gut getan, insgesamt war es mir mit fast 500 Seiten deutlich zu umfangreich. Auch habe ich innerhalb der Prozesse eine gewisse Struktur vermisst, jedes der Kapitel umfasst rund 40 Seiten, weshalb mir das Dranbleiben manchmal schwer fiel. Wer sich für Hexen und historische Sachbücher interessiert, sollte sich Marion Gibsons Buch aber nicht entgehen lassen!

Das Thema Hexen hat mich seit jeher interessiert - ich hatte mich aber nie herangetraut, weil die Lektüre meist von Männern verfasst und eher trocken bis misogyn wiedergegeben wurde. Dieses feministische Werke zeichnet die Linie von den Anfängen der Hexenverfolgung, wie diese überhaupt entstand, erzählt bekannte Fälle nach (und setzt die Opfer in den Mittelpunkt der Erzählung), und - interessant und grausam zugleich - zieht den Faden bis heute, wo nach wie vor, auch durch Kolonialismus, weltweit weiterhin vor allem Frauen und Mädchen als Hexen verfolgt und getötet werden. Definitive Leseempfehlung.
Überzeugende Grundidee, mangelhafte Umsetzung Das perfekt zum Sachbuch-Genre passende Cover ist trotz seiner Schlichtheit ein echter Eyecatcher und hätte mich sofort angesprochen, wenn ich dieses Buch nicht schon seit dem Erscheinungstermin in Originalsprache auf dem Schirm gehabt hätte. An 13 Fallbeispielen ausgehend vom späten Mittelalter, über Salem bis in die Gegenwart stellt Marion Gibson die Strukturen von Hexenprozessen und den Wandel des Verständnisses von Hexerei vor. Im Fokus stehen dabei hauptsächlich christlich geprägte Territorien. Dabei zeichnet sie die Ursprünge des Verfolgungsgedankens nach, um ihre Wirkmächtigkeit bis in die heutige Zeit zu erklären. Die Autorin verfolgt mit diesem Buch ein eindeutiges Ziel und vertritt starke Meinungen. Objektivität muss man in diesem Sachbuch daher nicht suchen. Mitunter wird der Ton auch einmal passiv-aggressiv, auch wenn UnterstützerInnen der Angeklagten hier lobenswerterweise ebenso Aufmerksamkeit bekommen wie VerfolgerInnen. Die Grundidee, die Geschichte der von Hexenverfolgung betroffenen Opfer, zumeist Frauen, zu erzählen und ihnen soweit möglich, eine Stimme zu verleihen, die dem Vergessen entgegenwirkt, hat mich sofort angesprochen. Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen. Die Gliederung hat mir grundsätzlich gefallen, da die Prozesse aufeinander aufbauen. Außerdem ermöglichen die Kapitel einen Eindruck vom Alltag und Leben zur Zeit des jeweiligen Prozesses. Die Ähnlichkeiten zwischen den jeweiligen Fallbeispielen sorgen jedoch für so manche Wiederholung. Marion Gibson arbeitet mit stark vereinfachten Darstellungen der zeitgenössischen Verhältnisse. Das sorgt einerseits für gute Lesbar- und Verständlichkeit, andererseits sorgt die Fülle der behandelten Regionen, Prozesse, Zeiten und Themen so dafür, dass jeweils nur an der Oberfläche gekratzt werden kann. Manchmal ist weniger dann eben doch mehr. Größtes Manko ist jedoch der langatmige Schreibstil. Häufig werden beispielsweise viele Aufzählungen aneinandergereiht, die Informationen enthalten, die vielleicht besser in einer Fußnote aufgehoben wären. Das erscheint weder dem Lesefluss noch der Wissensvermittlung besonders zuträglich. Ich musste mich immer wieder zwingen weiterzulesen und aufpassen, dass meine Gedanken nicht abschweifen. Am Ende des Buchs existiert zwar ein Personenregister, dieses aufzuteilen und vor die jeweiligen Kapitel zu setzen, hätte meiner Meinung nach bei der Masse an Namen jedoch deutlich mehr gebracht. Wer sich bisher wenig mit dem Thema beschäftigt hat und einen feministisch motivierten Zugang zum Thema sucht, sollte hier jedoch einmal reinlesen.

Hat mir sehr gut gefallen, aber war oft irritiert.
Sehr interessant und spannend geschrieben. Positiv aufgefallen ist mir, Sympathie war kein Totschlagargument und es wurde nicht versucht Erklärungen zu finden, wo keine benötigt werden. Negativ fand ich, dass es teilweise so klang, als wäre echte Hexerei eine mögliche Erklärung, obwohl das bestritten wurde, und zum Ende wurde es ein Pamphlet gegen Trump. Nja, Pamphlet ist zu viel, über den Mann kann man leider kaum etwas schreiben, das schlimmer wäre als die Wahrheit. Es ist auch ein guter Fall für das Buch, es passt rein, es bleibt einfach so im Hirn kleben, dass es zum Hauptthema wird, auf das gefühlt alle anderen hinarbeiten. Das wird aber der Recherchearbeit und den vielen zerstören Leben im Laufe der Geschichte nicht gerecht.
Hexen damals und heute
Ich durfte das Buch Hexen eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute von Marion Gibson als Rezensionsexemplar lesen. Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch Hexenprozesse in den unterschiedlichsten Epochen der Menschheitsgeschichte. Dabei arbeitet sie auch heraus warum es zu der Anschuldigung der Hexerei kam und wie die einzelnen Beschuldigten mit ihrem Schicksal umgegangen sind. Hierbei handelt es sich nicht nur um Frauen sondern auch um Männer, die der Hexerei beschuldigt wurden. Es ist sehr interessant wie die Hexenverfolgung ihre Anfänge genommen hat und wie diese auch noch bis in unsere heutige Zeit bestand hat. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, als Leseexemplar hätte ich es nicht haben wollen, da mich selbst das Hören angestrengt hat. Eine wirkliche Empfehlung kann nicht nicht geben.
Marion Gibsons Hexen ist ein faszinierendes Sachbuch, das sich mit der Geschichte realer Menschen befasst, die der Hexerei beschuldigt wurden. Es beleuchtet, wie sich diese Vorwürfe entwickelten, welche gesellschaftlichen Mechanismen dahinterstanden und welche Folgen sie für die Betroffenen hatten. Das Buch greift verschiedene Themen auf, darunter Machtstrukturen, Geschlechterrollen und soziale Ausgrenzung. Es zeigt eindrücklich, dass Hexenverfolgung nie nur Aberglaube war, sondern oft politische oder persönliche Motive hatte. Gibson verbindet historische Fakten mit erzählerischem Geschick, sodass die Schicksale der Beschuldigten lebendig werden. Besonders spannend ist, wie Hexen Parallelen zur heutigen Zeit zieht. Die Autorin macht deutlich, dass Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten keineswegs der Vergangenheit angehören. Mit fundierter Recherche und klarem Stil ist Hexen ein fesselndes Buch, das Geschichte greifbar macht und zum Nachdenken anregt. Wer sich für historische Gerechtigkeit und gesellschaftliche Mechanismen interessiert, sollte es unbedingt lesen.
Zunächst einmal habe ich sehr viel über dieses Thema gelernt und war sehr überrascht, dass Hexenprozesse weit über das Mittelalter hinausgingen. Das war mir vorher nicht so klar. Auch war mir nicht klar, wie weit verbreitet es in der Welt war und zum Teil noch immer ist. Die dreizehn Fälle sind wie eine Art Zeitstrahl aufgebaut, was ich wirklich gut fand. In jedem Fall wird erläutert, wie das allgemein gesellschaftliche Leben war beziehungsweise in welcher Phase der Geschichte wir uns befanden, das habe ich als spannend und informativ empfunden. Als nächstes wurde eine angeklagte Person beschrieben und näher beleuchtet, welches Leben so vor und nach den Prozessen geführt hat. Das hat mir geholfen die Zusammenhänge zu verstehen, allerdings war das alles sehr nüchtern beschrieben, wie eine Art zeitbreicht. Ich hätte es gut gefunden, wenn die "Phänomene" für angebliche Hexerei mit dem Wissen aus der heutigen Zeit erklärt worden wäre. Aber wahrscheinlich hätte das vielleicht den Rahmen gesprengt. Ich bin ehrlich die Fälle aus der "neueren Zeit" habe ich nicht mehr so aktiv gelesen und zum Teil überblättert. Die waren mir oft zu langatmig und passen zeitweise nicht zum Rest es Buches. Zum Beispiel gibt es ein Kapitel, welches Hexen im zweiten Weltkrieg thematisieren soll. Es liest sich aber eher wie so ein True Crime Fall, ich habe wenig bis gar nichts darüber erfahren wie das "Leben für Hexen" in dieser Zeit gewesen war. Das fand ich wirklich enttäuschend. Aber vielleicht habe ich mir auch was komplett anderes darüber vorgestellt. Das Buch bzw. die Hexenprozesse kamen mir außerdem vor, wie dem auseinandersetzen von Feminimus und dem Frau-Sein. Immerhin handelten bei 75-90 Prozent aller Anklagen um Frauen. Ironischerweise ist dies der einzige Zeitpunkt der Weltgeschichte, wo Frauen mal mehr vertreten waren als Männer. Und welche Gründe gefunden für die Prozesse gefunden wurden... alles hinlänglich bekannt, es aber noch mal schwarz auf weiß zu lesen, hat mich oft sehr fassungslos gemacht. Umso mehr hat es mir gefallen, dass es durchaus Frauen gegebenen hat, die sich gegen diese fanatischen Prozesse gewehrt haben. Das war mir vorher nie so bewusst. Ebenfalls war mir nicht klar, dass diese Anklagen auch rassistsisch motiviert waren (Stichwort Kolonialisierung) und das oft hinter den Anklagen eine andere Motivation steckte, als fehlgeleiteter Glaube oder Fanatismus. Ich fand es auch erschreckend, als beschrieben wurde, dass manche Gerichtsprozesse sogar sehr lückenhaft und ungenau waren. Manche der Angeklagten wurden nicht einmal mit Namen erwähnt, so als ob sie es nicht einmal wert gewesen waren, namentlich festgehalten zu werden. Das hat mich oft sehr sauer gemacht und wir können froh sein, dass wir mittlerweile in einer anderen Zeit leben. Auch wenn es selbst da noch einiges an Bedarf gibt. Ich habe mir während des Lesens versucht Gedanken darüber zu machen, wie das Leben als Frau wohl damals gewesen sein muss. Allerdings konnte ich es nicht wirklich und bin auch froh darüber, dass das so ist. Generell kann ich sagen, dass dieses Buch ein guten Überblick über diese doch recht komplexe Thematik bietet und mir die Augen geöffnet hat, dass es mehr als nur Salem gab. Allerdings sollte man wissen, dass es sich bei der Autorin um eine englische Professorin handelt, deshalb wird hier vorwiegend die englische Geschichte betrachtet. Da hat mir manchmal einfach der Bezug dazu gefehlt, vor allem was das englische Königshaus anging. Aber abgesehen davon habe ich wirklich einiges gelernt und kann mit Fug und Recht sagen, ich besitze in dieser Thematik gefährliches Halbwissen.
hat sich trotz wichtigem thema alles sehr gezogen
meine güte, fast ein jahr saß ich an diesem buch, hab es immer wieder für längere zeit bei seite gelegt und dann wieder begonnen. zuerst: das thema hexenjagd vom 13. jahrhundert bis heute (!!!!) ist ein unfassbar wichtiges thema und als ich das buch damals im schaufenster sah, hat es mich sogort angezogen weshalb ich es dann auch gekauft habe. das problem ist nur, dass sich die länge der einzelnen prozesse durch tausend beteiligte figuren und die erwähnung jedes noch so kleinen details seeehr in die länge ziehen. das hat es für mich schwer gemacht dran zu bleiben, denn die prozesse sind nicht nur hart, sondern werden teils wie eine juristische akte runtergebetet. es war also etwas trocken geschildert und manchml hätte ich mir einfach mehr geschichte/ storyline gewünscht statt stumpfer erwähnung hunderter beteiligter. das hatte sicher einen grund aber damit möglichst viele solche bücher lesen, könnte der inhalt etwas eingestampft werden.
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»Marion Gibson gelingt etwas Wertvolles: Sie redet nicht über die Opfer, sie lässt sie lebendig werden, sie würdigt sie. Wie nebenbei und dennoch präzise entlarvt sie dabei die Motive der Verfolger. Nach der Lektüre wird man anders auf dieses Thema blicken. Zum ersten Mal vielleicht richtig.« Jarka Kubsova, Autorin Von »Marschlande«
In 13 Prozessen aus Geschichte und Gegenwart begegnet Marion Gibson Menschen vom Rand der Gesellschaft, meist Frauen, die als böse und gefährlich abgestempelt, als Hexen angeklagt, verurteilt und nicht selten getötet werden. Die Geschichte hat sie zum Schweigen gebracht, Marion Gibson gibt ihnen ihre Stimmen zurück. Sie erforscht die Überschneidungen von Geschlecht und Macht, indigener Spiritualität und kolonialer Herrschaft sowie politischer Verschwörung und individuellem Widerstand – und zeigt, wie in jeder Epoche und an jedem Ort Angst als Waffe gegen unliebsame Menschen eingesetzt werden kann.
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Author Description
Marion Gibson ist Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, UK. Sie denkt über Hexen in der Geschichte nach, seit sie ihren ersten Bericht über einen Hexenprozess in einem Buch las, das ihr an einem dunklen, regnerischen Nachmittag im November 1991 geliehen wurde. Sie war so begeistert von der Geschichte, dass sie vergaß, das Buch zurückzugeben. Heute, dreißig Jahre später, ist sie Autorin von neun Büchern über Hexen in Geschichte und Literatur.
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Ein Empfehlung für jede/-n Geschichtsliebhaber/-in📖🥰
"Hexen", von Mary Gibson, ist ein Buch was die damaligen Hexenverfolgungen, von der Entstehung bis zur heutigen Gegenwart, in 13 Hexenprozessen erklärt. Sowie aber auch die gewisse Transformation (Veränderung) der Thematik Hexerei und der dazugehörigen Dämonologie bis in die heutigen Zeit rein. Für mich, als Liebhaberin von Geschichte, war es nochmals interessant dieses Buch zu lesen (das gewisse i-Tüpfelchen). Untermauert mit gewissen Überlieferungen in den einzelnen Kapiteln, war es noch extra "spannend". Spannend war es, weil man einzelne Personen in den Prozessen begleitete. Man erfuhr von den Gründen die zur Anklage führten, auch etwas aus ihren vorherigen Leben bis zum Zeitpunkt der Anklage, Überlieferungen gaben Informationen über die Verhöre preis und wie es dann weiter ging. Denn nicht jede Person wurde z.B. auch verurteilt. Interessant fand ich von der Autorin, dass sie aufzeigte was z.B. Aberglaube war und dass sie manche Überlieferungen richtig "zerpflückte", um zu zeigen, was Wirklichkeit war (bei Anschuldigungen etc). Leider, war es hin und wieder auch echt langatmig, was bei solchen Themen meistens auch vorkommen kann🙄💁🏻♀️☺️. Daher nur 4 ⭐.
Unfassbar gutes Sachbuch - sollte Pflichtlektüre sein!
⚠️⚠️⚠️⚠️ Achtung Spoiler!⚠️⚠️⚠️⚠️ Teil 1 -Anfänge 1. Prozess: Der Prozess der Helena Scheuberin Ein Dämonologe schwingt den Hexenhammer Sehr interessanter Fall von den Hexenprozessen in Innsbruck. Vermutlich einer der wenigen Fälle bei denen der Jurist Johannes Merwart die Angeklagten "Hexen" aufgrund von Verfahrensfehlern von der Anklagebank befreien konnte. Es hat mich sehr gefreut zu lesen, dass Johannes Merwart aus Wemding stammt (das ist nur wenige Kilometer von meinem Heimatort entfernt). 2. Prozess: Der Prozess der Hexen von North Berwick Hier erfahren wir was mit nicht vermögenden, ungebildeten Heilerinnen in Schottland passiert ist. Angeklagt wurden u. a. Geillis (Gillie) Duncan und Agnes (Anny) Sampson. Da hier der König von Schottland ebenfalls mitmischte und als "Gottes Abgesandter" handelte, hatten die Frauen leider keine Chance. Die Geschichten die sie erzählt haben, sind wirklich haarsträubend aber verständlich nach allem was sie mitmachen mussten. 3. Prozess Der Prozess der Hexen von Vardø Alles beginnt mit der Beschreibung des 2011 errichteten Denkmals für die Hexen von Finnmark. Hier sind Internationale Dämonologie und der Volksglaube der Indigenen aufeinandergetroffen in Form von Geschichten und angeblichen Zaubersprüchen/samischer gand-Magie. Hexenprozesse waren hier nicht nur frauenfeindliche Exzesse der Folter und des Hasses, sondern dienten auch ganz konkret imperialen Bestrebungen. Sprich die Indigene Bevölkerung wurde immer weiter abgedrängt, deren Land übernommen. 4. Prozess Der Prozess von Joan Wright Praktische Magie und Amerikas erste Hexe Nicht wie man vielleicht glauben könnte, gab es die erste Angeklagte Hexe in Amerika nicht in Salem sondern in Virginia. Joan wurde angeklagt weil sie angeblich wahrsagen konnte und für schlechte Jagdausbeute verantwortlich gemacht wurde. Die Tatsache, dass man leider nicht weiß wie die Verhandlungen ausgegangen sind ist schade. 5. Prozess Der Prozess von Bess Clarke Körperbehinderung und dämonische Familien im Englischen Bürgerkrieg Elizabeth Clark wurde aufgrund ihres fehlenden Beins (wie es dazu kam ist leider nicht überliefert), ihrer unehelichen Tochter und ihrer Verwandtschaft zu einer "Hexe" eine der vielen Angeklagten "Hexen" in Manningtree. Niemand geringes als der Hexenjäger Matthew Hopkins (The discovery of witches) war am Fall von Bess beteiligt. Interessant war auch die Beschreibung der "Schutzgeister" der Hexen. Diese können sozusagen jede tierische Form annehmen, das führte zu abstrusen Geschichten und Verleumdungen. 6. Prozess Der Prozess von Tatabe Versklavung und Überleben rund um Salem Ende des 17. Jahrhunderts (1692) wurde die zuvor versklavte indigene Tatabe, die man vermutlich bereits als Kind entführt hat, beschuldigt, das Mädchen ihres Dienstherren verhext zu haben. Hierbei ist auffällig, dass die sehr strengen puritanischen Gläubigen der Gemeinde den Glauben zu Gott wie eine Art Vertrag sahen. Daher musste sich Tatabe gegen Vorwürfe wehren, sich in das Buch des Teufels eingetragen zu haben. Jetzt ist mir auch klar woher die Ideen von Roberto Aguirre-Sacasa (Autor von: Chilling adventures of Sabrina) herkommen. Etwa 200 Frauen und Männer würden zu dieser Zeit der Hexerei beschuldigt, etliche davon auch ermordet. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass Tatabe wegen unzureichenden Beweisen und einer schludrigen Anklage freigesprochen wurde. Was danach mit Tatabe passiert ist, ist wiederum nicht geklärt. Hat ihr ehemaliger "Besitzer" sie verkauft, obwohl der Sklavenhandel in Boston nicht erlaubt war? Oder wurde sie von einer Familie aufgenommen, die an ihrer Unschuld nie gezweifelt haben? Trotz des offenen Endes hat es mich natürlich gefreut zu lesen, dass Tatabe entlassen wurde. ➡️ Fortsetzung in der Rezension bei Goodreads.
„Wie man eine Hexe erkennt? – Man muss einfach herausfinden, ob sie einen mächtigen Mann verärgert hat.“ – Daily Mail Auf 465 Seiten bereitet die Autorin, selbst Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, 13 Hexenprozesse der Geschichte auf. Hierbei legt sie Wert darauf, dass die Perspektive der angeklagten Frauen Beachtung findet. Häufig sind geschichtliche Texte immer aus Männersicht dokumentiert und aufgearbeitet – hier ist es andersrum. Durch die Fülle an Informationen lässt sich das Buch nicht einfach so weglesen, man kann es sich jedoch wegen Kapiteltrennung gut einteilen. Ich fand es wirklich sehr spannend, aber auch erschreckend. Definitiv die dunkleren Kapitel der Menschheitsgeschichte. Dieses Buch wird Allen Freude bereiten, die geschichtlich interessiert sind und Lust haben, endlich mal die Perspektive zu wechseln.

Ein interessanter Querschnitt der Hexenprozesse in der Alten und Neuen Welt. Beginnend 1485 in Innsbruck bei Helena Scheuberin, über die bekannten Prozesse in Salem (1692–1693) bis hin zur modernen Art der „Hexenjagd“ im Fall von Stormy Daniels, als Trump 2017 zum ersten Mal lautstark die Worte »WITCH HUNT!« twitterte. Die Geschichte der Hexen ist stets verbunden mit Unwissenheit, Misogynie, Patriarchat und Hysterie. Sie ist geprägt von Unterdrückung, Folter und Falschaussagen. Nur wenige Frauen (und auch Männer) konnten sich gegen diese unfairen Gerichte behaupten und dem Tod entgehen. Marion Gibson beschreibt mit viel Hintergrundwissen die Geschichte von 13 Prozessen gegen angebliche Hexen. Sie erklärt, warum es dazu kam und welche Auswirkungen diese Prozesse bis in die heutige Zeit haben. Empfehlenswert für jeden der sich für Geschichte und Hexen interessiert. Ein tolles Sachbuch.

Lehrreich und sehr spannend!
Die Hexenverfolgung hat mich schon immer interessiert, aber dieses Buch hat mich noch einmal so richtig darüber aufgeklärt und mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. Zum Beispiel dem, dass der Großteil der Hexenverfolgung nicht im Mittelalter stattgefunden hat. Anhand verschiedener Beispiele werden die vielen unterschiedlichen Formen und Gründe der Hexenverfolgung dargestellt, der Ursprung und Verlauf erläutert und Lebensgeschichten der Betroffenen offengelegt. Wegweisende Gerichtsprozesse und Anklagen aus jüngerer Geschichte inclusive! Auch die Verfolgung von Männern unter dem Vorwurf der Hexerei wird zur Sprache gebracht.

Guter Einstieg in das Thema Hexen
Marion Gibsons Buch "Hexen" ist eine eindrucksvolle und tiefgründige Studie über die Hexenverfolgung, die sich über Jahrhunderte und Kontinente erstreckt. Die Autorin beleuchtet in 13 exemplarischen Prozessen, wie Frauen – und gelegentlich auch Männer – als Hexen stigmatisiert, verfolgt und getötet wurden. Dabei geht es nicht nur um historische Fakten, sondern um die sozialen, politischen und kulturellen Mechanismen, die hinter diesen Verfolgungen stehen. 🧙♀️ Inhalt und Ansatz Gibson erzählt die Geschichten von Menschen am Rand der Gesellschaft, oft Frauen, die als gefährlich und böse gebrandmarkt wurden. Die Prozesse reichen vom Mittelalter bis in die Gegenwart und zeigen, wie Hexerei als Vorwand für Machtmissbrauch und soziale Kontrolle genutzt wurde. Besonders eindrucksvoll ist die Geschichte der Sklavin Tatabe, die im 17. Jahrhundert für den Tod zweier Kinder angeklagt wurde – ein Beispiel für die Verbindung von Rassismus, Sexismus und kolonialer Gewalt. 🔍 Stärken des Buches Die Prozesse sind akribisch recherchiert und bieten einen breiten Überblick über verschiedene Epochen und Kulturen. Gibson zeigt, wie Angst und Vorurteile systematisch gegen bestimmte Gruppen eingesetzt wurden. Trotz der Komplexität bleibt das Buch gut lesbar und zugänglich. 📝 Fazit Gibsons "Hexen" ist mehr als ein Geschichtsbuch – es ist ein Plädoyer für Gerechtigkeit und Erinnerung. Es zeigt, wie tief verwurzelte Machtstrukturen über Jahrhunderte hinweg Menschenleben zerstört haben und wie wichtig es ist, diesen Stimmen Gehör zu verschaffen. Ein Muss für alle, die sich für Geschichte, Feminismus und soziale Gerechtigkeit interessieren.
Hab mich ganz schön durchgekaut...
Also erst einmal muss ich sagen, dass es bei meiner Bewertung nicht um den Inhalt geht. Es handelt sich um ein eigentlich sehr interessantes Thema mit 13 wirklich skandalösen realen Prozessen. Ich habe sehr vieles noch nicht gewusst und war auch oft erstaunt. Allerdings wurde dieses Thema für meinen Geschmack unglaublich unattraktiv verpackt. Der Schreibstil ist unglaublich ermüdend und die Sätze unnötig zäh, verschachtelt und lang. Ich hatte oft das Bedürfnis, das Buch abzubrechen.
"Hexenprozesse werden durchgeführt, um Macht über andere Menschen auszuüben - um sie zu verletzen, zum Schweigen zu bringen, zu verurteilen und zu töten. Wenn wir diesen Schmerz und die daraus resultierende Verbitterung nicht nachempfinden, können wir die Unrechtmäßigkeit, das offenkundige Unrecht dieser Verfolgung nicht verstehen. Denn wenn wir es nicht nachfühlen, wie können wir es dann bekämpfen?" - Marion Gibson, "Hexen: Eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute" Marion Gibson ist Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, UK. Seit vielen Jahren interessiert sie sich für Hexen und hat zwischenzeitlich neun Bücher über sie verfasst. In "Hexen: Eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute", übersetzt von Karin Schuler und Thomas Stauder, betrachtet sie 13 Hexenprozesse auf der ganzen Welt und legt dabei besonderen Wert auf die Perspektive der Personen, zumeist Frauen, die als Hexen angeklagt wurden. Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte, im Ersten beschreibt Marion Gibson Gerichtsverfahren gegen Hexen im 16. und 17. Jahrhundert, im Zweiten widmet sie sich der Verfolgung von Hexen in der neueren Zeit und im dritten Abschnitt zwei Hexenprozessen von heute. Ihr gelingt es dabei, die Gegebenheiten der verschiedenen Prozesse erlebbar zu machen und verdeutlicht, wie internalisierter Frauenhass, Rassismus und die Gier nach Macht Hexenverfolgungen wesentlich beeinflussten. Gerade bei den Hexenprozessen im Mittelalter war ich oft schockiert ob der Willkür, die damals im Rechtssystem herrschte und der fadenscheinigen Anklagen, die oft zu Folter und Mord führten. Aber auch die Hexenprozesse im 19. und 20. Jahrhundert entbehrten oft jeglicher Logik. Spannend fand ich, dass Gibson ganz verschiedene Konstellationen betrachtet, die zu Hexenprozessen führten - die Gerichtsverfahren selbst und die massive Gewalt an Frauen ähneln sich jedoch immer. Vor allem durch die letzten beiden Kapitel, unter anderem über Stormy Daniels, zeigt die Autorin die Relevanz auf, die auch oder gerade heute noch in dem Wissen um Hexen(prozesse) liegt. Ich denke, ein paar Kapitel weniger, um den Fokus mehr auf bestimmte Hexenverfolgungen zu legen, hätten dem Sachbuch gut getan, insgesamt war es mir mit fast 500 Seiten deutlich zu umfangreich. Auch habe ich innerhalb der Prozesse eine gewisse Struktur vermisst, jedes der Kapitel umfasst rund 40 Seiten, weshalb mir das Dranbleiben manchmal schwer fiel. Wer sich für Hexen und historische Sachbücher interessiert, sollte sich Marion Gibsons Buch aber nicht entgehen lassen!

Das Thema Hexen hat mich seit jeher interessiert - ich hatte mich aber nie herangetraut, weil die Lektüre meist von Männern verfasst und eher trocken bis misogyn wiedergegeben wurde. Dieses feministische Werke zeichnet die Linie von den Anfängen der Hexenverfolgung, wie diese überhaupt entstand, erzählt bekannte Fälle nach (und setzt die Opfer in den Mittelpunkt der Erzählung), und - interessant und grausam zugleich - zieht den Faden bis heute, wo nach wie vor, auch durch Kolonialismus, weltweit weiterhin vor allem Frauen und Mädchen als Hexen verfolgt und getötet werden. Definitive Leseempfehlung.
Überzeugende Grundidee, mangelhafte Umsetzung Das perfekt zum Sachbuch-Genre passende Cover ist trotz seiner Schlichtheit ein echter Eyecatcher und hätte mich sofort angesprochen, wenn ich dieses Buch nicht schon seit dem Erscheinungstermin in Originalsprache auf dem Schirm gehabt hätte. An 13 Fallbeispielen ausgehend vom späten Mittelalter, über Salem bis in die Gegenwart stellt Marion Gibson die Strukturen von Hexenprozessen und den Wandel des Verständnisses von Hexerei vor. Im Fokus stehen dabei hauptsächlich christlich geprägte Territorien. Dabei zeichnet sie die Ursprünge des Verfolgungsgedankens nach, um ihre Wirkmächtigkeit bis in die heutige Zeit zu erklären. Die Autorin verfolgt mit diesem Buch ein eindeutiges Ziel und vertritt starke Meinungen. Objektivität muss man in diesem Sachbuch daher nicht suchen. Mitunter wird der Ton auch einmal passiv-aggressiv, auch wenn UnterstützerInnen der Angeklagten hier lobenswerterweise ebenso Aufmerksamkeit bekommen wie VerfolgerInnen. Die Grundidee, die Geschichte der von Hexenverfolgung betroffenen Opfer, zumeist Frauen, zu erzählen und ihnen soweit möglich, eine Stimme zu verleihen, die dem Vergessen entgegenwirkt, hat mich sofort angesprochen. Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen. Die Gliederung hat mir grundsätzlich gefallen, da die Prozesse aufeinander aufbauen. Außerdem ermöglichen die Kapitel einen Eindruck vom Alltag und Leben zur Zeit des jeweiligen Prozesses. Die Ähnlichkeiten zwischen den jeweiligen Fallbeispielen sorgen jedoch für so manche Wiederholung. Marion Gibson arbeitet mit stark vereinfachten Darstellungen der zeitgenössischen Verhältnisse. Das sorgt einerseits für gute Lesbar- und Verständlichkeit, andererseits sorgt die Fülle der behandelten Regionen, Prozesse, Zeiten und Themen so dafür, dass jeweils nur an der Oberfläche gekratzt werden kann. Manchmal ist weniger dann eben doch mehr. Größtes Manko ist jedoch der langatmige Schreibstil. Häufig werden beispielsweise viele Aufzählungen aneinandergereiht, die Informationen enthalten, die vielleicht besser in einer Fußnote aufgehoben wären. Das erscheint weder dem Lesefluss noch der Wissensvermittlung besonders zuträglich. Ich musste mich immer wieder zwingen weiterzulesen und aufpassen, dass meine Gedanken nicht abschweifen. Am Ende des Buchs existiert zwar ein Personenregister, dieses aufzuteilen und vor die jeweiligen Kapitel zu setzen, hätte meiner Meinung nach bei der Masse an Namen jedoch deutlich mehr gebracht. Wer sich bisher wenig mit dem Thema beschäftigt hat und einen feministisch motivierten Zugang zum Thema sucht, sollte hier jedoch einmal reinlesen.

Hat mir sehr gut gefallen, aber war oft irritiert.
Sehr interessant und spannend geschrieben. Positiv aufgefallen ist mir, Sympathie war kein Totschlagargument und es wurde nicht versucht Erklärungen zu finden, wo keine benötigt werden. Negativ fand ich, dass es teilweise so klang, als wäre echte Hexerei eine mögliche Erklärung, obwohl das bestritten wurde, und zum Ende wurde es ein Pamphlet gegen Trump. Nja, Pamphlet ist zu viel, über den Mann kann man leider kaum etwas schreiben, das schlimmer wäre als die Wahrheit. Es ist auch ein guter Fall für das Buch, es passt rein, es bleibt einfach so im Hirn kleben, dass es zum Hauptthema wird, auf das gefühlt alle anderen hinarbeiten. Das wird aber der Recherchearbeit und den vielen zerstören Leben im Laufe der Geschichte nicht gerecht.
Hexen damals und heute
Ich durfte das Buch Hexen eine Weltgeschichte in 13 Prozessen vom Mittelalter bis heute von Marion Gibson als Rezensionsexemplar lesen. Die Autorin beleuchtet in ihrem Buch Hexenprozesse in den unterschiedlichsten Epochen der Menschheitsgeschichte. Dabei arbeitet sie auch heraus warum es zu der Anschuldigung der Hexerei kam und wie die einzelnen Beschuldigten mit ihrem Schicksal umgegangen sind. Hierbei handelt es sich nicht nur um Frauen sondern auch um Männer, die der Hexerei beschuldigt wurden. Es ist sehr interessant wie die Hexenverfolgung ihre Anfänge genommen hat und wie diese auch noch bis in unsere heutige Zeit bestand hat. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, als Leseexemplar hätte ich es nicht haben wollen, da mich selbst das Hören angestrengt hat. Eine wirkliche Empfehlung kann nicht nicht geben.
Marion Gibsons Hexen ist ein faszinierendes Sachbuch, das sich mit der Geschichte realer Menschen befasst, die der Hexerei beschuldigt wurden. Es beleuchtet, wie sich diese Vorwürfe entwickelten, welche gesellschaftlichen Mechanismen dahinterstanden und welche Folgen sie für die Betroffenen hatten. Das Buch greift verschiedene Themen auf, darunter Machtstrukturen, Geschlechterrollen und soziale Ausgrenzung. Es zeigt eindrücklich, dass Hexenverfolgung nie nur Aberglaube war, sondern oft politische oder persönliche Motive hatte. Gibson verbindet historische Fakten mit erzählerischem Geschick, sodass die Schicksale der Beschuldigten lebendig werden. Besonders spannend ist, wie Hexen Parallelen zur heutigen Zeit zieht. Die Autorin macht deutlich, dass Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten keineswegs der Vergangenheit angehören. Mit fundierter Recherche und klarem Stil ist Hexen ein fesselndes Buch, das Geschichte greifbar macht und zum Nachdenken anregt. Wer sich für historische Gerechtigkeit und gesellschaftliche Mechanismen interessiert, sollte es unbedingt lesen.
Zunächst einmal habe ich sehr viel über dieses Thema gelernt und war sehr überrascht, dass Hexenprozesse weit über das Mittelalter hinausgingen. Das war mir vorher nicht so klar. Auch war mir nicht klar, wie weit verbreitet es in der Welt war und zum Teil noch immer ist. Die dreizehn Fälle sind wie eine Art Zeitstrahl aufgebaut, was ich wirklich gut fand. In jedem Fall wird erläutert, wie das allgemein gesellschaftliche Leben war beziehungsweise in welcher Phase der Geschichte wir uns befanden, das habe ich als spannend und informativ empfunden. Als nächstes wurde eine angeklagte Person beschrieben und näher beleuchtet, welches Leben so vor und nach den Prozessen geführt hat. Das hat mir geholfen die Zusammenhänge zu verstehen, allerdings war das alles sehr nüchtern beschrieben, wie eine Art zeitbreicht. Ich hätte es gut gefunden, wenn die "Phänomene" für angebliche Hexerei mit dem Wissen aus der heutigen Zeit erklärt worden wäre. Aber wahrscheinlich hätte das vielleicht den Rahmen gesprengt. Ich bin ehrlich die Fälle aus der "neueren Zeit" habe ich nicht mehr so aktiv gelesen und zum Teil überblättert. Die waren mir oft zu langatmig und passen zeitweise nicht zum Rest es Buches. Zum Beispiel gibt es ein Kapitel, welches Hexen im zweiten Weltkrieg thematisieren soll. Es liest sich aber eher wie so ein True Crime Fall, ich habe wenig bis gar nichts darüber erfahren wie das "Leben für Hexen" in dieser Zeit gewesen war. Das fand ich wirklich enttäuschend. Aber vielleicht habe ich mir auch was komplett anderes darüber vorgestellt. Das Buch bzw. die Hexenprozesse kamen mir außerdem vor, wie dem auseinandersetzen von Feminimus und dem Frau-Sein. Immerhin handelten bei 75-90 Prozent aller Anklagen um Frauen. Ironischerweise ist dies der einzige Zeitpunkt der Weltgeschichte, wo Frauen mal mehr vertreten waren als Männer. Und welche Gründe gefunden für die Prozesse gefunden wurden... alles hinlänglich bekannt, es aber noch mal schwarz auf weiß zu lesen, hat mich oft sehr fassungslos gemacht. Umso mehr hat es mir gefallen, dass es durchaus Frauen gegebenen hat, die sich gegen diese fanatischen Prozesse gewehrt haben. Das war mir vorher nie so bewusst. Ebenfalls war mir nicht klar, dass diese Anklagen auch rassistsisch motiviert waren (Stichwort Kolonialisierung) und das oft hinter den Anklagen eine andere Motivation steckte, als fehlgeleiteter Glaube oder Fanatismus. Ich fand es auch erschreckend, als beschrieben wurde, dass manche Gerichtsprozesse sogar sehr lückenhaft und ungenau waren. Manche der Angeklagten wurden nicht einmal mit Namen erwähnt, so als ob sie es nicht einmal wert gewesen waren, namentlich festgehalten zu werden. Das hat mich oft sehr sauer gemacht und wir können froh sein, dass wir mittlerweile in einer anderen Zeit leben. Auch wenn es selbst da noch einiges an Bedarf gibt. Ich habe mir während des Lesens versucht Gedanken darüber zu machen, wie das Leben als Frau wohl damals gewesen sein muss. Allerdings konnte ich es nicht wirklich und bin auch froh darüber, dass das so ist. Generell kann ich sagen, dass dieses Buch ein guten Überblick über diese doch recht komplexe Thematik bietet und mir die Augen geöffnet hat, dass es mehr als nur Salem gab. Allerdings sollte man wissen, dass es sich bei der Autorin um eine englische Professorin handelt, deshalb wird hier vorwiegend die englische Geschichte betrachtet. Da hat mir manchmal einfach der Bezug dazu gefehlt, vor allem was das englische Königshaus anging. Aber abgesehen davon habe ich wirklich einiges gelernt und kann mit Fug und Recht sagen, ich besitze in dieser Thematik gefährliches Halbwissen.
hat sich trotz wichtigem thema alles sehr gezogen
meine güte, fast ein jahr saß ich an diesem buch, hab es immer wieder für längere zeit bei seite gelegt und dann wieder begonnen. zuerst: das thema hexenjagd vom 13. jahrhundert bis heute (!!!!) ist ein unfassbar wichtiges thema und als ich das buch damals im schaufenster sah, hat es mich sogort angezogen weshalb ich es dann auch gekauft habe. das problem ist nur, dass sich die länge der einzelnen prozesse durch tausend beteiligte figuren und die erwähnung jedes noch so kleinen details seeehr in die länge ziehen. das hat es für mich schwer gemacht dran zu bleiben, denn die prozesse sind nicht nur hart, sondern werden teils wie eine juristische akte runtergebetet. es war also etwas trocken geschildert und manchml hätte ich mir einfach mehr geschichte/ storyline gewünscht statt stumpfer erwähnung hunderter beteiligter. das hatte sicher einen grund aber damit möglichst viele solche bücher lesen, könnte der inhalt etwas eingestampft werden.




























