Verlorene Schäfchen
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Description
Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.
Mit hinreißender Lakonie erzählt Madeline Cash von einer Familie kurz vor dem Kollaps in den Turbulenzen unserer durchmodernisierten Welt. »Verlorene Schäfchen« ist der Familienroman der Stunde.
»Der Roman brilliert durch seinen Hang zur absurden Komik und Sätze, bei denen einem das Lachen im Halse steckenbleibt.« Lesart, Deutschlandfunk Kultur
Book Information
Author Description
Madeline Cash hat das Online-Magazin Forever Mag mitgegründet und den Kurzgeschichtenband »Earth Angel« veröffentlicht. »Verlorene Schäfchen« ist ihr vielbeachteter Debütroman, der in den USA und Großbritannien von Kritiker*innen wie Leser*innen gefeiert wurde und in der ersten Woche seines Erscheinens direkt auf der Sunday Times Bestseller- und SPIEGEL Bestseller-Liste stand. Cash lebt derzeit in London.
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Die perfekte Vorstadtfamilie? Natürlich nicht. Wäre ja langweilig. 😂🐑 Die Flynns haben alles, was man für das klassische Familienidyll braucht: Eltern, drei Töchter, Kirche am Sonntag. Klingt ordentlich. Ist es nicht. Statt Harmonie gibt es Identitätskrisen, fragwürdige Entscheidungen, seltsame Bekanntschaften und genug Chaos, um mehrere Therapiesitzungen zu füllen. Und während jeder versucht, sein Leben irgendwie auf die Kette zu bekommen, wird alles nur noch ein kleines bisschen absurder. Was mir besonders gefallen hat: Die Figuren sind herrlich schräg. Nicht immer sympathisch, oft ziemlich anstrengend und manchmal möchte man sie nur kurz schütteln. Aber genau dadurch wirken sie lebendig und echt. Irgendwie wachsen einem diese menschlichen Katastrophen sogar ans Herz🥰 Dazu kommt ein trockener, leicht böser Humor, der perfekt zu dieser verrückten Familiengeschichte passt. Und gerade wenn man denkt, man wüsste, wohin das Ganze führt. Wirft das Buch die Landkarte aus dem Fenster und fährt einfach querfeldein weiter. 🐑 Verlorene Schäfchen ist ein Roman voller Chaos, skurriler Figuren und überraschender Wendungen. Nicht jede Entscheidung in diesem Buch war nachvollziehbar. Weder für die Charaktere noch für mich. Aber unterhaltsam war es allemal. 🤭😆 Und so ein kleines Bisschen hab ich meine eigene chaotische Familie wieder erkannt. "Normal" ist ja auch langweilig. Für mich ein Buch, dass ernste Themen behandelt, aber so schön sarkastisch darstellt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Mega 🥰

Verlorene Schäfchen von Madeline Cash Crazy 🤣♥️ Die Familie Flynn wirkt nach außen wie das klassische Vorstadtidyll. Eltern, drei Töchter, sonntags Kirche. Doch hinter der Fassade bröckelt alles. Während Mutter Catherine nach dem Sinn des Lebens sucht und ihre Ehe auf ungewöhnliche Weise neu definiert, zieht sich Vater Bud in eine Selbsthilfegruppe namens „Verlorene Schäfchen“ zurück. Auch die drei Töchter kämpfen mit ihren ganz eigenen Baustellen Harper verliert sich in Verschwörungstheorien, Louise gerät in eine fragwürdige Online Beziehung und Abigail trifft sich mit einem Jungen, der nicht ohne Grund den Spitznamen „Kriegsverbrecher-Wes“ trägt. Das ist nur der Anfang 😅 Mit diesem Buch hatte ich anfangs tatsächlich ein bisschen Probleme. Es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Doch je besser ich die Familie Flynn kennenlernte, desto mehr konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Figuren sind herrlich schräg, überzeichnet und gleichzeitig erstaunlich menschlich. Jeder von ihnen sucht auf seine eigene Weise nach Zugehörigkeit, Anerkennung und einem Platz, an dem er gesehen wird. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven. Dadurch entsteht ein wunderbar vielschichtiges Bild dieser chaotischen Familie und ihrer Verstrickungen. Es war viel aber ich kam super damit zurecht. Der Humor ist trocken und skurril 😂 Doch zwischen all den verrückten Situationen verstecken sich auch ernstere Themen wie Ehekrisen, Einsamkeit, Identität, familiäre Erwartungen und die Sehnsucht nach Nähe. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wohin die Geschichte führen würde. Weder Cover noch Klappentext bereiten auf das vor, was einen erwartet. Gegen Ende entwickelt sich die Handlung sogar in eine deutlich spannendere Richtung, die nicht jedem gefallen wird. Ich fand es gut 🤣 Verlorene Schäfchen ist ein ungewöhnlicher Familienroman voller skurriler Charaktere, scharfem Humor und überraschender Wendungen. Nicht jedes Detail wird jedem gefallen, vor allem der eigenwillige Schreibstil dürfte Geschmackssache sein. Wer jedoch Geschichten liebt, die sich nicht an typische Erzählmuster halten und deren Figuren herrlich „durch“ sind, sollte dieses Buch unbedingt auf dem Schirm haben. Für mich war es eines dieser Bücher, bei denen ich nie wusste, was auf der nächsten Seite passiert und genau solche Geschichten liebe ich. 🐑❤️
“Verlorene Schäfchen” von Madeline Cash (ins Deutsche übersetzt von Sophie Zeitz) handelt von der Familie Flynn, die angelehnt sein soll an die us-amerikanische Durchschnittsfamilie. Der Vater ist suizidal und nachlässig in seinem Job, die Mutter will die Ehe öffnen, weil sie unzufrieden ist, die älteste Tochter datet einen Soldaten, “Kriegsverbrecher-Wes”, die mittlere hat einen Online-Freund und ist dabei, sich dem IS anzuschließen und die jüngste ist hochintelligent und kommt einer Verschwörung auf die Spur. Die Hörbuchfassung wird gelesen von Britta Steffenhagen, die perfekt zu diesem Fiebertraum von Geschichte passt. Die vielen skurillen Details ergeben ein überzeichnetes Mosaik der zerfallenden Kleinfamilie und Gesellschaft. Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt, man weiß nicht, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Insgesamt mochte ich den bizarren Humor und Geschichte sehr - allerdings haben mich dann Geschehnisse in der zweiten Hälfte des Buches zu sehr an die Ep**ein-Files erinnert - das hat dann einen faden Beigeschmack hinterlassen, insbesondere, weil ich nicht einschätzen konnte, in welche Richtung sich die Handlung weiter entwickelt. Letztlich passte es als Gesellschaftssatire aber wohl perfekt zur Geschichte. “Verlorene Schäfchen” ist für mich definitiv ein Buch, das mir aus verschiedensten Gründen im Gedächtnis bleiben wir, wenn auch alles andere als leichte Kost. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Spannender Einblick in eine skurrile Familie
Madeline Cash zeichnet eine Familie, die völlig chaotisch und zerrüttet wirkt, letztlich aber doch eine Einheit ist, wenn es darauf ankommt - auf ihre eigene Weise. Familie Flynn wird mit viel Situationskomik dargestellt. Der Roman liest sich leicht weg und hat mich richtig gut unterhalten. Gegen Ende wurde er durch seltsame Verstrickungen mit einem durchgeknallten Milliardär sogar sehr spannend. Die Charaktere waren wohl alle etwas überspitzt, aber dennoch authentisch dargestellt und ich mochte jeden irgendwie auf seine eigene schrullige Art. Tolles Buch, um aus einer Leseflaute rauszukommen.
Großartig! Willkommen in der schwarzen Herde
Das unterhaltsamste Buch, welches ich je in Zusammenhang mit Glauben und Gott gelesen hab. Pointiert, frech, unschlagbar ehrlich und fesselnd. Als Atheist fand ich den Sarkasmus, die Scheinheiligkeit und auch den entwaffnenden Humor großartig. Dazu ein bisschen Aktion, Romantik, persönliche Tiefen und Kontroversen... das Buch für schlechte Tage.
Super skurril
Was genau habe ich da gelesen? Ich bin bis heute nicht sicher, ob ich das Buch mochte oder nicht und es fällt mir wahnsinnig schwer es zu bewerten. Wir haben es hier mit einer sehr skurrilen Familiengeschichte zu tun. Allen voran geht das Öffnen der Beziehung der Eltern, die kurz vor dem Aus steht. Und mitten drin drei Schwestern, die auf unterschiedliche Weisen verarbeiten. Diese Satire über eine dysfunktionale Familie war komplett absurd zu lesen. Und wenn man sich hier manch einen Beitrag von mir anguckt, weiß man, dass ich gerne mal abgedrehte Geschichten lese, über die andere nur den Kopf schütteln. Bei "Verlorene Schäfchen" bin ich nun zwigespalten und kann euch weder Lobeshymne noch Rant liefern. Noch nicht mal während des Lesens wusste ich, ob ich Spaß an der Sache habe. Die Geschichte kommt mit jeder Menge schwarzem Humor und Siuationskomik. Witze waren manchmal so stumpf, dass mich gefragt habe "Darf man so?". Die Art von Humor gefällt mir tatsächlich sehr gut. Aber immer wieder musste ich mich bewusst dazu entscheiden das Buch weiterzulesen, weil stellenweise der Impuls fehlte, der Geschichte weiterhin zu folgen. In der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann auch so abgedreht, dass es mich sprachlos gemacht hat. An Stelle des größeren Plots, hätte ich mir eher gewünscht ganz bei der Familie und ihrer Sinneskrise zu bleiben. Nichtsdestotrotz mochte ich wie die einzelnen Familienmitglieder mit ihren jeweiligen Charakterzüge und Handlungsträngen ausgearbeitet wurden. An den Eigenarten der Schwestern hatte ich jede Menge Spaß und konnte auf abgedrehte Art und Weise mitfühlen.

So amüsant und immer unerwartet. Gleich zu Beginn als die kleine dem Pfarrer ihre Sünden beichtet habe ich mich so köstlich amüsiert Was für eine kuriose Geschichte, dieser Humor, diese Figuren 😅😅 herrlich. Wie kommt man auf sowas amüsantes verrücktes Das schöne ist das man nie zu viel hat von diesem Humor sondern immer mehr davon will und natürlich auch bekommt Grandios auch die Sprecherin, wie sie das liest ohne sich kaputt zu lachen, Chapeau 👏👏 Absolut empfehlenswert ⭐⭐⭐⭐
Um Himmels Willen! Was für eine Familie!
„Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander.“ Die Mutter: Catherine. Unzufrieden mit ihrer Ehe, ihrem Ehemann, ja, eigentlich am meisten mit sich selbst, flieht sie in eine Affäre mir dem Nachbar. Der Vater: Bud. Völlig verstört ob der (für ihn) merkwürdigen Anwandlungen seiner Gattin, zieht er sich die meiste Zeit in sein Auto zurück, liebäugelt mit dem Gedanken seinem Leben ein Ende zu setzen und wird Mitglied einer Pseudo-Selbsthilfegruppe… Die Töchter: Harper. Die jüngste, aber die hat es faustdick hinter den Ohren! Absolut frühreif, nicht auf den Mund gefallen, hochbegabt und mit einer Vehemenz, die ihresgleichen sucht, ist sie überzeugt davon, einer riesigen Verschwörung auf der Spur zu sein. Abigail. Die älteste, die Hübsche, ein pubertierender Teenager und frisch verliebt in einen Typen namens „Kriegsverbrecher-Wes“. Louise. Als mittlere Tochter steht sie zwischen allem, fühlt sich als „graue Maus“ die von allen übersehen wird, sucht Zuflucht in den unendlichen Weiten des Internets und verbringt hier ihre Zeit mit ihrem fundamentalistischen Chat-Lover. Und dann ist da noch dieser Millionär… Um Himmels Willen! Was für eine Familie! Das muss doch phänomenal schief gehen…. Mir waren die Charaktere etwas „zu drüber“. Etwas zu übertrieben dargestellt. Ich sehe die Intention der Autorin, kann erkennen, was sie uns zeigen, worauf sie uns aufmerksam machen möchte. Aber mir hat die Umsetzung nicht gefallen. Die Familienmitglieder sind mir einfach zu überspitzt gezeichnet, ihre Problemchen zu übertrieben, zu konstruiert, was dazu führte, dass ich absolut keinen Zugang zu ihnen finden konnte. Und das Ende der Geschichte war für mich dann auch einfach viel zu unglaubwürdig. Fazit: Der Klappentext versprach viel, die Umsetzung entsprach jedoch einfach nicht meinem Geschmack, meinem Humor.
Eine bitterböse, warmherzige Satire über eine herrlich dysfunktionale Familie im Spätkapitalismus.
Eine Familie kurz vor dem Kollaps – und man liebt sie trotzdem Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorzeige-Vorstadtfamilie sein: Mutter, Vater, drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer, jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet Zuflucht in der Selbsthilfegruppe, die am wenigsten nach Sekte klingt: den „Verlorenen Schäfchen“. Auch die drei Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise. Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise verstrickt sich in einen ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover. Und Abigail lässt sich mit einem schweigsamen jungen Mann ein. Während Bud nebenbei den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur kommt, taumelt die ganze Familie durch eine Gegenwart, die einfach zu viel ist. Das absolute Herzstück des Buches, und der Grund, warum ich es so liebe, sind die Figuren. Jede einzelne der Familie Flynn ist eine kleine Welt für sich, schräg, kaputt und auf wundersame Weise liebenswert. Cash gelingt das Kunststück, Menschen zu erschaffen, die maximal dysfunktional sind und denen man trotzdem zutiefst zugeneigt ist. Man lacht über sie, man leidet mit ihnen, man möchte sie schütteln und gleichzeitig umarmen. Besonders die jüngste Tochter Harper hat es mir angetan – ein „seltsames Kind, klein, aber knallhart“, das schon mit acht Jahren behauptete, ihre Stofftiere hätten die Todesstrafe eingeführt, und jetzt einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Aber auch Vater Bud, der in der Garage haust und in einer Pseudo-Sekte Halt sucht, oder Mutter Catherine, die vom Spätkapitalismus glauben gemacht wurde, sie sei „eine Leerstelle“ – sie alle sind so präzise gezeichnet, dass sie zum Greifen real wirken, obwohl ihre Welt komplett überdreht ist. Madeline Cash schreibt mit einer hinreißenden Lakonie, die einen sofort packt. Ihre Sprache ist knackig, pointiert, voller Sprachwitz – Thea Dorn nannte die Dialoge im „Literarischen Quartett“ zu Recht „funkelnd vor Sprachwitz und Schlagfertigkeit“. Die Sätze sitzen, die Pointen treffen, und immer wieder gibt es Formulierungen, bei denen man kurz innehält, weil sie so treffend-böse sind. Was mich besonders beeindruckt: Cash schafft es, all den Wahnsinn und das Melodram einer Familientragikomödie in ausgefeilte, kontrollierte Prosa zu packen. Hinter der scheinbaren Leichtigkeit steckt enorme literarische Präzision. Die deutsche Übersetzung von Sophie Zeitz transportiert diesen Ton hervorragend, der trockene, lakonische Humor zündet auch auf Deutsch. Was „Verlorene Schäfchen“ über reine Unterhaltung hinaushebt: Cash nutzt Komik nicht als Entlastung, sondern als Erkenntnisform. Die Übertreibung legt frei, was im Realistischen verborgen bliebe. Ein Milliardär, der an Unsterblichkeit arbeitet. Eine Tochter, die sich in digitalen Abgründen verirrt. Ein Vater, der sich aus dem eigenen Leben entfernt, ohne es ganz zu verlassen. Das wirkt absurd, und genau darin liegt die Präzision. Cash zeichnet eine Gegenwart, die zu viel ist: Informationen, Bilder, Bedrohungen, alles gleichzeitig, alles verfügbar. Orientierung entsteht daraus nicht, im Gegenteil, die Welt wird unlesbar. Die Familie Flynn ist ein Spiegelbild unserer Zeit, verzerrt und dadurch umso genauer. Diese Doppelbödigkeit – herrlich komisch und gleichzeitig gesellschaftskritisch scharf – ist die große Stärke des Buches. Die Vergleiche mit den „Royal Tenenbaums“ oder den frühen Werken von Bret Easton Ellis kommen nicht von ungefähr. Cash nimmt das amerikanische Vorstadtleben im Spätkapitalismus aufs Korn – die Fassade der heilen Welt, die kirchliche Spießigkeit, die Selbstoptimierungs-Zwänge, die Konsum-Leere. Aber sie tut das nie überheblich oder kalt, sondern mit einer warmherzigen Zuneigung zu ihren kaputten Figuren. Genau diese Mischung aus bissiger Satire und echter Wärme macht das Buch so besonders. Es wäre einfach gewesen, die Flynns nur lächerlich zu machen. Stattdessen schenkt Cash ihnen Würde, lässt sie scheitern und wieder aufstehen, zeigt ihre Verletzlichkeit hinter der absurden Fassade. Das hebt „Verlorene Schäfchen“ über die reine Gesellschaftssatire hinaus zu echter Literatur. Spannend fand ich auch, wie Cash verschiedene Erzählebenen verwebt. Vater Bud kommt den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur, das gibt dem Roman einen leichten Krimi-Einschlag. Tochter Harpers Verschwörungsglaube und Louises Verstrickung mit einem fundamentalistischen Online-Lover spiegeln hochaktuelle Phänomene wider: Radikalisierung im Netz, die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten in einer unübersichtlichen Welt. Diese verschiedenen Stränge laufen geschickt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das mal urkomisch, mal beklemmend ist. Cash beherrscht das Spiel mit den Tonlagen meisterhaft – sie kann auf einer Seite zum Lachen bringen und auf der nächsten einen Stich versetzen. Ganz ehrlich: Der überdrehte, grelle Ton ist nicht für jede:n. Cash übertreibt bewusst, lässt die Absurdität ins Extreme kippen. Wer realistische, ruhige Familienromane bevorzugt, könnte den überzeichneten Stil anstrengend finden. Auch springt die Erzählung zwischen den Figuren und Ebenen, was Konzentration verlangt. Mich hat genau das begeistert, aber es ist ein Buch, das polarisiert. Für mich überwiegen die Stärken aber so klar, dass es bei der vollen Sternzahl bleibt. Mein Fazit: „Verlorene Schäfchen“ ist eine brillante Familientragikomödie, die mich mit ihren herrlich schrägen Figuren komplett für sich eingenommen hat. Madeline Cash beweist mit ihrem Debüt, dass sie zu den spannendsten neuen Stimmen der Gegenwartsliteratur gehört: bissig, witzig, respektlos und gleichzeitig warmherzig. Wer Satire mit Substanz liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Die Familie Flynn ist mir trotz all ihrer Macken so ans Herz gewachsen, dass ich sie nur ungern wieder verlassen habe. Ich bin gespannt, was Madeline Cash als Nächstes schreibt – diese Autorin hat sich definitiv auf meine Watchlist gespielt. Empfehlenswert für Fans bissiger Gegenwartssatire und literarischer Tragikomödien wie Bret Easton Ellis, George Saunders, Ottessa Moshfegh oder Fredrik Backman in seiner dunkleren Variante. Für alle, die schräge, dysfunktionale Familien lieben und kluge Gesellschaftskritik mit Humor schätzen. Auch eine spannende Lektüre für Lesekreise – die überdrehte Familie Flynn bietet jede Menge Diskussionsstoff. Eher nichts für Leser:innen, die ruhige, realistische Familienromane bevorzugen, mit überdrehtem, grellem Satire-Ton wenig anfangen können oder klare, geradlinige Erzählstrukturen brauchen – Cash springt bewusst zwischen Figuren und Ebenen und setzt auf Absurdität statt auf Realismus.
Dieses Buch sprüht vor Sarkasmus, Ironie und Biss - entweder man liebt es, oder man ..mag es nicht. Mir persönlich war innerhalb der ersten Seiten klar: das ist genau mein Humor. Ich hab jede einzelne Seite geliebt und musste oft herzhaft lachen. Unsere Protagonisten, die 3 Mädchen der Familie Flynn und ihre beiden Eltern sind dabei so herrlich schräg, dass man wirklich absolut nie weiß, was als nächstes passiert. Während der Großteil des Buches wie eine Satire anmutet, blitzt unter all dem Witz auch immer wieder leise Gesellschaftskritik heraus. Fazit Ich hatte keine Erwartungen an das Buch und wurde super positiv überrascht. Ich mochte es wirklich sehr, von mir gibts eine klare Leseempfehlung und 5/5 verrückte Flynns 💣
Monatshighlight!
Dieser Roman handelt von Familie Flynn, einer fünfköpfigen höchst skurrilen Familie, die in einer religiös geprägter amerikanischen Vorstadt lebt. In den ersten Kapiteln werden die Familienmitglieder nach und nach vorgestellt. Ich war immer wieder überrascht, dass keines von ihnen weniger schräg ist als die anderen. Schon die Persönlichkeit jeder einzelnen Figur ist äußerst unterhaltsam, total überspitzt, aber auf eine vollkommen gelungene Art. Die Dialoge sind auf den Punkt, und der Roman ist an wirklich vielen Stellen sehr witzig. Hier möchte ich ein großes Shout-out an die Übersetzerin aussprechen, Sophie Zeitz, denn absolut jeder Gag funktioniert in dieser deutschen Übersetzung. Auch die Geschichte entwickelt sich "wild", im Sinne von, passiert dir im echten Leben nicht, ist hier aber trotzdem total glaubhaft. Zwischendurch wird es so spannend, dass mir die Lacher im Hals stecken blieben. Neben viel Humor steckt im Roman auch richtig viel Gesellschaftskritik. Aber zum Glück sind die Entwicklungen nicht zu krass. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Roman von allen ohne Triggerwarnung gelesen werden kann. Ich kann nur empfehlen, das auch zu tun.
Eine Familie kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Seit es in der Ehe der Fynns kriselt, geht es für sämtliche Familienmitglieder bergab – und es ist herrlich spaßig, sie dabei zu begleiten! Was ich gleich zu Beginn hervorheben möchte, ist der unglaublich gelungene Schreibstil. Madeline Cash schreibt herrlich trocken-humorig nicht nur über die Abwege der Fynns, sondern über sämtliche handelnde Figuren dieses Romans. Da ist der Pfarrer, der gegen eine Mückenplage in seiner Kirche kämpft, da ist ein Milliardär mit Größenwahn (nicht ganz so abwegig), da ist die Leiterin der Selbsthilfegruppe »Die verlorenen Schäfchen«, die für die Mückenplage in der Kirche verantwortlich ist ... Eine ganz Menge skurriler Figuren bevölkern die amerikanische Vorstadt, in der sich das absurde Geschehen entfaltet. Diese Figuren sind eine weitere Stärke des Buches. Obwohl jede einzelne von ihren alle komplett überzeichnet ist, erwecken sie den Eindruck, eigenständig handelnde und fühlende Individuen zu sein. Als Leser fiebert und leidet man unwillkürlich mit ihnen mit. Gerade die 3 Töchter der Flynns wachsen einem ans Herz, in ihren Versuchen, sich als Teenager in einer Welt zurechtzufinden, in der nichts garantiert zu sein scheint und sich alles stets im Wandel befindet. Ich hätte den Eskapaden der Flynns noch länger folgen können, doch etwa ab der Hälfte bekommt die Story sowohl einen leicht anderen Ton als auch eine anderen Schwerpunkt. Für mich hätte es die im Klappentext erwähnte Verschwörung nicht gebraucht, die Story war auch so packend genug. Da hat mich der Text dann auch stellenweise verloren, das war mir insgesamt dann doch eine Spur zu drüber. Die Präzision, mit der besonders in der ersten Hälfte Familien- und Kleinstadtdynamiken seziert wurden, leidet anschließend meiner Ansicht nach unter dem Plot und verliert an Witz und Schärfe. Dennoch eine Leseempfehlung für alle, die skurille Figuren, unkonventionell Familienmodelle und trockenen Humor lieben! Gleichzeitig Tragikömodie, Coming-of-Age-Story und Portrait einer ziemlich (un)gewöhnlichen Familie sorgt »Verlorene Schäfchen« für gute Unterhaltung – wenn mit ein paar Abstrichen in der zweiten Romanhälfte.
Ein Buch, so schnell und verrückt wie ein Kinofilm
Ich babe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Familie Flynn ist schon ejn bisschen speziell. Eine kaputte Ehe mit einer speziellen "Vereinbarung" und drei Töchter, jede für sich speziell. Die große steht kurz vor Ihrem Schulabschluss, probiert sich nebenbei mit Drogen aus und ist verliebt, ausgerechnet in den stillen Kriegsverbrecher Wes. Die mittlere ist auch verliebt, online und tauscht sich mit ihrem Crush zu merkwürdigen Themen, wie der Frage, welche chemikalie besonders gut brennt aus. Die jüngste spricht viel zu viele Sprachen, langweilt sich in der Schule und wittert überall Verschwörungen. Vor allem bei dem merkwürdigen superreichen Boss Ihres Vaters. Ob da was dran ist? Die Autorin wechselt in schnellen Schnitten von Person zu Person, von Szene zu Szene. Und obwohl alles irgendwie völlig absurd wirkt, verliebt man sich doch schnell in die Karaktäre und will wissen, wie es für sie weiter geht. Denn niemand ist perfekt, niemand komplett böse. Sie sind alle nicht schwarz-weiß. Das alles mit einer guten Priese Humor und alle wirken sehr real. Alle leben alle für sich und sind dann doch eng miteinander verbunden.
Chaosfamilie
Dieses Buch ist definitiv mal was anderes. Bud und Catherine stecken mitten in einer Midlife-Crisis-Ehekrise und müssen sich gleichzeitig um ihre drei ungestümen Töchter kümmern. Dabei bieten sich die einzelnen Erzählstränge den reinsten Schlagabtausch, was Wahnwitzigkeit und Absurdität angeht! Und teilweise ist es so urkomisch, Madeline Cashs Schreibstil ist herrlich trocken und wortgewandt, das war wirklich mein Highlight. Eventuell ein MINI-Spoiler und ich will auch nicht zu viel vorwegnehmen, jedoch finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass inmitten von all dem Chaos und Humor die Story gegen Ende einen ziemlich düsteren Abstecher macht. Nur so als kleine Warnung. Ich bin nach dem Lesen etwas unschlüssig, was ich aus der Geschichte mitnehme. Es war unterhaltsam, und die Charaktere sehr originell. Trotzdem hat es mich nicht zu 100 Prozent erreicht, obwohl die Formel dazu da war. 3,5/5
Urkomische Reise in das Leben einer fast normalen Vorstadtfamilie
Das ist mal ein Buch, das richtig Gas gibt: von Seite 1 werden wir mit den schrulligen und abstrus liebenswerten Mitgliedern der Familie Flynn konfrontiert. Hier hat jeder ganz eigene Herausforderungen, sei es das Aufdecken von Verschwörungen, außereheliche (Fast-)Affären oder das Bauen einer Bombe im Namen der Liebe. Ist das albern und überzeichnet? Ja. Macht es trotzdem Spaß? Definitiv! Ich habe das Buch trotz einiger Fragezeichen zum Ende sehr geliebt, es hat einfach viel Spaß gemacht.
Das Buch hätte so gut und amüsant angefangen. Irgendwann wurde es schräg und manchmal hat mir auch die Ausdrucksweise nicht gefallen, vor allem bei Sexszenen, die absolut nicht dazu gepasst haben. Irgendwann kam dann noch eine Vampirszene dazu und das Ende wiederum war wieder richtig nett. War okay, würde ich sagen!
Familie Flynn fällt auseinander. Jüngste Tochter Harper ist genauso hochbegabt wie von Gewalt fasziniert, mittlere Tochter Louise schreibt online mit einem islamistischen Terroristen und die älteste Tochter Abigail dated einen Kerl den alle „War Crimes Wes“ nennen. Die Eltern sind nicht besser dran, Mutter Catherine ist arbeitslos, trinkt zu viel und dated den Nachbarn. Vater Bud tritt einer katholischen Selbsthilfegruppe bei und fängt eine Beziehung mit der Gruppenleiterin an. Gleichzeitig scheint Bud‘s Arbeitgeber, der skrupellose und mysteriöse Milliardär Paul Alabaster, nichts Gutes im Schilde zu führen. Das Buch ist im Grunde wie die Simpsons, total chaotisch und lustig mit richtig cleveren Dialogen. Nur die Handlung hat für mich im Laufe des Buches immer mehr nachgelassen und ich war am Ende schon ein wenig enttäuscht, weil es viel stärker und besser anfing und ich dann hohe Erwartungen hatte. Trotzdem ein ganz witziges und leichtes Buch für zwischendurch. 7.5/10
Skurril
Eine skurrile Satire mit sehr speziellen Humor und vielen überspitzten Passagen. Die Charaktere sind durchaus interessant, aber speziell. Stellenweise fand ich es unpassend vulgär und niveaulos. Vor allem der Anfang zeigt einfach nur Eltern, die ihre Kinder komplett vernachlässigen und verwahrlosen lassen, was in keinerlei Kontext lustig ist. Ich konnte einige Parallelen zu Bobs Burger erkennen, womöglich ist die Autorin ja ein Fan der Serie.
how unhinged? „lost lambs“ von madeline cash beantwortet das ganze einfach nur mit „ja“. die storyline ist auf den ersten blick super simpel - dysfunktionale familie, eltern entscheiden sich, ihre ehe zu öffnen, um doch noch etwas aus dem leben raus zu holen. meanwhile gehen die drei töchter komplett crashout, jede auf ihre eigene art und weise. sonstige storyline? vorhanden, aber gar nicht so relevant. alle familienmitglieder müssen sich durch ihre eigenen struggles hindurch manövrieren. manchmal zusammen, manchmal gegeneinander, meistens auch für sich allein. und um es in eindeutigen worten zu sagen: i loved everything that is wrong with this family. madeline cash hat super eigenartige, spezielle charaktere entwickelt, die irgendwie nicht so richtig sympathisch sind, diese aber durch ihre weirdness und lost lamb-ness dennoch zu super likeable persona macht. so nahbar und out of this world gleichzeitig. die toxische beziehung, aus der man aber nicht so richtig raus will, denn eigentlich hat man doch eine ziemlich gute zeit. und vor allem eine witzige. ES IST SO WITZIG, period. super gespannt bin ich übrigens auf die deutsche übersetzung - wie dieses fantastische gnats-wortspiel umgesetzt wird kann ich mir stand jetzt nicht vorstellen, aber es ist chef‘s kiss. mücken weg, wortspiel weg. impressive. es ist smart, es ist satire, es ist ein bisschen drüber und einfach voll mit popkulturellen kleinen hints. „lost lambs“ von madeline cash ist einfach nur hilarious und eine absolute empfehlung.

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Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.
Mit hinreißender Lakonie erzählt Madeline Cash von einer Familie kurz vor dem Kollaps in den Turbulenzen unserer durchmodernisierten Welt. »Verlorene Schäfchen« ist der Familienroman der Stunde.
»Der Roman brilliert durch seinen Hang zur absurden Komik und Sätze, bei denen einem das Lachen im Halse steckenbleibt.« Lesart, Deutschlandfunk Kultur
Book Information
Author Description
Madeline Cash hat das Online-Magazin Forever Mag mitgegründet und den Kurzgeschichtenband »Earth Angel« veröffentlicht. »Verlorene Schäfchen« ist ihr vielbeachteter Debütroman, der in den USA und Großbritannien von Kritiker*innen wie Leser*innen gefeiert wurde und in der ersten Woche seines Erscheinens direkt auf der Sunday Times Bestseller- und SPIEGEL Bestseller-Liste stand. Cash lebt derzeit in London.
Posts
Die perfekte Vorstadtfamilie? Natürlich nicht. Wäre ja langweilig. 😂🐑 Die Flynns haben alles, was man für das klassische Familienidyll braucht: Eltern, drei Töchter, Kirche am Sonntag. Klingt ordentlich. Ist es nicht. Statt Harmonie gibt es Identitätskrisen, fragwürdige Entscheidungen, seltsame Bekanntschaften und genug Chaos, um mehrere Therapiesitzungen zu füllen. Und während jeder versucht, sein Leben irgendwie auf die Kette zu bekommen, wird alles nur noch ein kleines bisschen absurder. Was mir besonders gefallen hat: Die Figuren sind herrlich schräg. Nicht immer sympathisch, oft ziemlich anstrengend und manchmal möchte man sie nur kurz schütteln. Aber genau dadurch wirken sie lebendig und echt. Irgendwie wachsen einem diese menschlichen Katastrophen sogar ans Herz🥰 Dazu kommt ein trockener, leicht böser Humor, der perfekt zu dieser verrückten Familiengeschichte passt. Und gerade wenn man denkt, man wüsste, wohin das Ganze führt. Wirft das Buch die Landkarte aus dem Fenster und fährt einfach querfeldein weiter. 🐑 Verlorene Schäfchen ist ein Roman voller Chaos, skurriler Figuren und überraschender Wendungen. Nicht jede Entscheidung in diesem Buch war nachvollziehbar. Weder für die Charaktere noch für mich. Aber unterhaltsam war es allemal. 🤭😆 Und so ein kleines Bisschen hab ich meine eigene chaotische Familie wieder erkannt. "Normal" ist ja auch langweilig. Für mich ein Buch, dass ernste Themen behandelt, aber so schön sarkastisch darstellt, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Mega 🥰

Verlorene Schäfchen von Madeline Cash Crazy 🤣♥️ Die Familie Flynn wirkt nach außen wie das klassische Vorstadtidyll. Eltern, drei Töchter, sonntags Kirche. Doch hinter der Fassade bröckelt alles. Während Mutter Catherine nach dem Sinn des Lebens sucht und ihre Ehe auf ungewöhnliche Weise neu definiert, zieht sich Vater Bud in eine Selbsthilfegruppe namens „Verlorene Schäfchen“ zurück. Auch die drei Töchter kämpfen mit ihren ganz eigenen Baustellen Harper verliert sich in Verschwörungstheorien, Louise gerät in eine fragwürdige Online Beziehung und Abigail trifft sich mit einem Jungen, der nicht ohne Grund den Spitznamen „Kriegsverbrecher-Wes“ trägt. Das ist nur der Anfang 😅 Mit diesem Buch hatte ich anfangs tatsächlich ein bisschen Probleme. Es hat etwas gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Doch je besser ich die Familie Flynn kennenlernte, desto mehr konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Figuren sind herrlich schräg, überzeichnet und gleichzeitig erstaunlich menschlich. Jeder von ihnen sucht auf seine eigene Weise nach Zugehörigkeit, Anerkennung und einem Platz, an dem er gesehen wird. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven. Dadurch entsteht ein wunderbar vielschichtiges Bild dieser chaotischen Familie und ihrer Verstrickungen. Es war viel aber ich kam super damit zurecht. Der Humor ist trocken und skurril 😂 Doch zwischen all den verrückten Situationen verstecken sich auch ernstere Themen wie Ehekrisen, Einsamkeit, Identität, familiäre Erwartungen und die Sehnsucht nach Nähe. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wohin die Geschichte führen würde. Weder Cover noch Klappentext bereiten auf das vor, was einen erwartet. Gegen Ende entwickelt sich die Handlung sogar in eine deutlich spannendere Richtung, die nicht jedem gefallen wird. Ich fand es gut 🤣 Verlorene Schäfchen ist ein ungewöhnlicher Familienroman voller skurriler Charaktere, scharfem Humor und überraschender Wendungen. Nicht jedes Detail wird jedem gefallen, vor allem der eigenwillige Schreibstil dürfte Geschmackssache sein. Wer jedoch Geschichten liebt, die sich nicht an typische Erzählmuster halten und deren Figuren herrlich „durch“ sind, sollte dieses Buch unbedingt auf dem Schirm haben. Für mich war es eines dieser Bücher, bei denen ich nie wusste, was auf der nächsten Seite passiert und genau solche Geschichten liebe ich. 🐑❤️
“Verlorene Schäfchen” von Madeline Cash (ins Deutsche übersetzt von Sophie Zeitz) handelt von der Familie Flynn, die angelehnt sein soll an die us-amerikanische Durchschnittsfamilie. Der Vater ist suizidal und nachlässig in seinem Job, die Mutter will die Ehe öffnen, weil sie unzufrieden ist, die älteste Tochter datet einen Soldaten, “Kriegsverbrecher-Wes”, die mittlere hat einen Online-Freund und ist dabei, sich dem IS anzuschließen und die jüngste ist hochintelligent und kommt einer Verschwörung auf die Spur. Die Hörbuchfassung wird gelesen von Britta Steffenhagen, die perfekt zu diesem Fiebertraum von Geschichte passt. Die vielen skurillen Details ergeben ein überzeichnetes Mosaik der zerfallenden Kleinfamilie und Gesellschaft. Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt, man weiß nicht, was einen auf der nächsten Seite erwartet. Insgesamt mochte ich den bizarren Humor und Geschichte sehr - allerdings haben mich dann Geschehnisse in der zweiten Hälfte des Buches zu sehr an die Ep**ein-Files erinnert - das hat dann einen faden Beigeschmack hinterlassen, insbesondere, weil ich nicht einschätzen konnte, in welche Richtung sich die Handlung weiter entwickelt. Letztlich passte es als Gesellschaftssatire aber wohl perfekt zur Geschichte. “Verlorene Schäfchen” ist für mich definitiv ein Buch, das mir aus verschiedensten Gründen im Gedächtnis bleiben wir, wenn auch alles andere als leichte Kost. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Spannender Einblick in eine skurrile Familie
Madeline Cash zeichnet eine Familie, die völlig chaotisch und zerrüttet wirkt, letztlich aber doch eine Einheit ist, wenn es darauf ankommt - auf ihre eigene Weise. Familie Flynn wird mit viel Situationskomik dargestellt. Der Roman liest sich leicht weg und hat mich richtig gut unterhalten. Gegen Ende wurde er durch seltsame Verstrickungen mit einem durchgeknallten Milliardär sogar sehr spannend. Die Charaktere waren wohl alle etwas überspitzt, aber dennoch authentisch dargestellt und ich mochte jeden irgendwie auf seine eigene schrullige Art. Tolles Buch, um aus einer Leseflaute rauszukommen.
Großartig! Willkommen in der schwarzen Herde
Das unterhaltsamste Buch, welches ich je in Zusammenhang mit Glauben und Gott gelesen hab. Pointiert, frech, unschlagbar ehrlich und fesselnd. Als Atheist fand ich den Sarkasmus, die Scheinheiligkeit und auch den entwaffnenden Humor großartig. Dazu ein bisschen Aktion, Romantik, persönliche Tiefen und Kontroversen... das Buch für schlechte Tage.
Super skurril
Was genau habe ich da gelesen? Ich bin bis heute nicht sicher, ob ich das Buch mochte oder nicht und es fällt mir wahnsinnig schwer es zu bewerten. Wir haben es hier mit einer sehr skurrilen Familiengeschichte zu tun. Allen voran geht das Öffnen der Beziehung der Eltern, die kurz vor dem Aus steht. Und mitten drin drei Schwestern, die auf unterschiedliche Weisen verarbeiten. Diese Satire über eine dysfunktionale Familie war komplett absurd zu lesen. Und wenn man sich hier manch einen Beitrag von mir anguckt, weiß man, dass ich gerne mal abgedrehte Geschichten lese, über die andere nur den Kopf schütteln. Bei "Verlorene Schäfchen" bin ich nun zwigespalten und kann euch weder Lobeshymne noch Rant liefern. Noch nicht mal während des Lesens wusste ich, ob ich Spaß an der Sache habe. Die Geschichte kommt mit jeder Menge schwarzem Humor und Siuationskomik. Witze waren manchmal so stumpf, dass mich gefragt habe "Darf man so?". Die Art von Humor gefällt mir tatsächlich sehr gut. Aber immer wieder musste ich mich bewusst dazu entscheiden das Buch weiterzulesen, weil stellenweise der Impuls fehlte, der Geschichte weiterhin zu folgen. In der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann auch so abgedreht, dass es mich sprachlos gemacht hat. An Stelle des größeren Plots, hätte ich mir eher gewünscht ganz bei der Familie und ihrer Sinneskrise zu bleiben. Nichtsdestotrotz mochte ich wie die einzelnen Familienmitglieder mit ihren jeweiligen Charakterzüge und Handlungsträngen ausgearbeitet wurden. An den Eigenarten der Schwestern hatte ich jede Menge Spaß und konnte auf abgedrehte Art und Weise mitfühlen.

So amüsant und immer unerwartet. Gleich zu Beginn als die kleine dem Pfarrer ihre Sünden beichtet habe ich mich so köstlich amüsiert Was für eine kuriose Geschichte, dieser Humor, diese Figuren 😅😅 herrlich. Wie kommt man auf sowas amüsantes verrücktes Das schöne ist das man nie zu viel hat von diesem Humor sondern immer mehr davon will und natürlich auch bekommt Grandios auch die Sprecherin, wie sie das liest ohne sich kaputt zu lachen, Chapeau 👏👏 Absolut empfehlenswert ⭐⭐⭐⭐
Um Himmels Willen! Was für eine Familie!
„Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander.“ Die Mutter: Catherine. Unzufrieden mit ihrer Ehe, ihrem Ehemann, ja, eigentlich am meisten mit sich selbst, flieht sie in eine Affäre mir dem Nachbar. Der Vater: Bud. Völlig verstört ob der (für ihn) merkwürdigen Anwandlungen seiner Gattin, zieht er sich die meiste Zeit in sein Auto zurück, liebäugelt mit dem Gedanken seinem Leben ein Ende zu setzen und wird Mitglied einer Pseudo-Selbsthilfegruppe… Die Töchter: Harper. Die jüngste, aber die hat es faustdick hinter den Ohren! Absolut frühreif, nicht auf den Mund gefallen, hochbegabt und mit einer Vehemenz, die ihresgleichen sucht, ist sie überzeugt davon, einer riesigen Verschwörung auf der Spur zu sein. Abigail. Die älteste, die Hübsche, ein pubertierender Teenager und frisch verliebt in einen Typen namens „Kriegsverbrecher-Wes“. Louise. Als mittlere Tochter steht sie zwischen allem, fühlt sich als „graue Maus“ die von allen übersehen wird, sucht Zuflucht in den unendlichen Weiten des Internets und verbringt hier ihre Zeit mit ihrem fundamentalistischen Chat-Lover. Und dann ist da noch dieser Millionär… Um Himmels Willen! Was für eine Familie! Das muss doch phänomenal schief gehen…. Mir waren die Charaktere etwas „zu drüber“. Etwas zu übertrieben dargestellt. Ich sehe die Intention der Autorin, kann erkennen, was sie uns zeigen, worauf sie uns aufmerksam machen möchte. Aber mir hat die Umsetzung nicht gefallen. Die Familienmitglieder sind mir einfach zu überspitzt gezeichnet, ihre Problemchen zu übertrieben, zu konstruiert, was dazu führte, dass ich absolut keinen Zugang zu ihnen finden konnte. Und das Ende der Geschichte war für mich dann auch einfach viel zu unglaubwürdig. Fazit: Der Klappentext versprach viel, die Umsetzung entsprach jedoch einfach nicht meinem Geschmack, meinem Humor.
Eine bitterböse, warmherzige Satire über eine herrlich dysfunktionale Familie im Spätkapitalismus.
Eine Familie kurz vor dem Kollaps – und man liebt sie trotzdem Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorzeige-Vorstadtfamilie sein: Mutter, Vater, drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer, jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet Zuflucht in der Selbsthilfegruppe, die am wenigsten nach Sekte klingt: den „Verlorenen Schäfchen“. Auch die drei Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise. Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise verstrickt sich in einen ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover. Und Abigail lässt sich mit einem schweigsamen jungen Mann ein. Während Bud nebenbei den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur kommt, taumelt die ganze Familie durch eine Gegenwart, die einfach zu viel ist. Das absolute Herzstück des Buches, und der Grund, warum ich es so liebe, sind die Figuren. Jede einzelne der Familie Flynn ist eine kleine Welt für sich, schräg, kaputt und auf wundersame Weise liebenswert. Cash gelingt das Kunststück, Menschen zu erschaffen, die maximal dysfunktional sind und denen man trotzdem zutiefst zugeneigt ist. Man lacht über sie, man leidet mit ihnen, man möchte sie schütteln und gleichzeitig umarmen. Besonders die jüngste Tochter Harper hat es mir angetan – ein „seltsames Kind, klein, aber knallhart“, das schon mit acht Jahren behauptete, ihre Stofftiere hätten die Todesstrafe eingeführt, und jetzt einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Aber auch Vater Bud, der in der Garage haust und in einer Pseudo-Sekte Halt sucht, oder Mutter Catherine, die vom Spätkapitalismus glauben gemacht wurde, sie sei „eine Leerstelle“ – sie alle sind so präzise gezeichnet, dass sie zum Greifen real wirken, obwohl ihre Welt komplett überdreht ist. Madeline Cash schreibt mit einer hinreißenden Lakonie, die einen sofort packt. Ihre Sprache ist knackig, pointiert, voller Sprachwitz – Thea Dorn nannte die Dialoge im „Literarischen Quartett“ zu Recht „funkelnd vor Sprachwitz und Schlagfertigkeit“. Die Sätze sitzen, die Pointen treffen, und immer wieder gibt es Formulierungen, bei denen man kurz innehält, weil sie so treffend-böse sind. Was mich besonders beeindruckt: Cash schafft es, all den Wahnsinn und das Melodram einer Familientragikomödie in ausgefeilte, kontrollierte Prosa zu packen. Hinter der scheinbaren Leichtigkeit steckt enorme literarische Präzision. Die deutsche Übersetzung von Sophie Zeitz transportiert diesen Ton hervorragend, der trockene, lakonische Humor zündet auch auf Deutsch. Was „Verlorene Schäfchen“ über reine Unterhaltung hinaushebt: Cash nutzt Komik nicht als Entlastung, sondern als Erkenntnisform. Die Übertreibung legt frei, was im Realistischen verborgen bliebe. Ein Milliardär, der an Unsterblichkeit arbeitet. Eine Tochter, die sich in digitalen Abgründen verirrt. Ein Vater, der sich aus dem eigenen Leben entfernt, ohne es ganz zu verlassen. Das wirkt absurd, und genau darin liegt die Präzision. Cash zeichnet eine Gegenwart, die zu viel ist: Informationen, Bilder, Bedrohungen, alles gleichzeitig, alles verfügbar. Orientierung entsteht daraus nicht, im Gegenteil, die Welt wird unlesbar. Die Familie Flynn ist ein Spiegelbild unserer Zeit, verzerrt und dadurch umso genauer. Diese Doppelbödigkeit – herrlich komisch und gleichzeitig gesellschaftskritisch scharf – ist die große Stärke des Buches. Die Vergleiche mit den „Royal Tenenbaums“ oder den frühen Werken von Bret Easton Ellis kommen nicht von ungefähr. Cash nimmt das amerikanische Vorstadtleben im Spätkapitalismus aufs Korn – die Fassade der heilen Welt, die kirchliche Spießigkeit, die Selbstoptimierungs-Zwänge, die Konsum-Leere. Aber sie tut das nie überheblich oder kalt, sondern mit einer warmherzigen Zuneigung zu ihren kaputten Figuren. Genau diese Mischung aus bissiger Satire und echter Wärme macht das Buch so besonders. Es wäre einfach gewesen, die Flynns nur lächerlich zu machen. Stattdessen schenkt Cash ihnen Würde, lässt sie scheitern und wieder aufstehen, zeigt ihre Verletzlichkeit hinter der absurden Fassade. Das hebt „Verlorene Schäfchen“ über die reine Gesellschaftssatire hinaus zu echter Literatur. Spannend fand ich auch, wie Cash verschiedene Erzählebenen verwebt. Vater Bud kommt den krummen Geschäften seiner Firma auf die Spur, das gibt dem Roman einen leichten Krimi-Einschlag. Tochter Harpers Verschwörungsglaube und Louises Verstrickung mit einem fundamentalistischen Online-Lover spiegeln hochaktuelle Phänomene wider: Radikalisierung im Netz, die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten in einer unübersichtlichen Welt. Diese verschiedenen Stränge laufen geschickt zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das mal urkomisch, mal beklemmend ist. Cash beherrscht das Spiel mit den Tonlagen meisterhaft – sie kann auf einer Seite zum Lachen bringen und auf der nächsten einen Stich versetzen. Ganz ehrlich: Der überdrehte, grelle Ton ist nicht für jede:n. Cash übertreibt bewusst, lässt die Absurdität ins Extreme kippen. Wer realistische, ruhige Familienromane bevorzugt, könnte den überzeichneten Stil anstrengend finden. Auch springt die Erzählung zwischen den Figuren und Ebenen, was Konzentration verlangt. Mich hat genau das begeistert, aber es ist ein Buch, das polarisiert. Für mich überwiegen die Stärken aber so klar, dass es bei der vollen Sternzahl bleibt. Mein Fazit: „Verlorene Schäfchen“ ist eine brillante Familientragikomödie, die mich mit ihren herrlich schrägen Figuren komplett für sich eingenommen hat. Madeline Cash beweist mit ihrem Debüt, dass sie zu den spannendsten neuen Stimmen der Gegenwartsliteratur gehört: bissig, witzig, respektlos und gleichzeitig warmherzig. Wer Satire mit Substanz liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Die Familie Flynn ist mir trotz all ihrer Macken so ans Herz gewachsen, dass ich sie nur ungern wieder verlassen habe. Ich bin gespannt, was Madeline Cash als Nächstes schreibt – diese Autorin hat sich definitiv auf meine Watchlist gespielt. Empfehlenswert für Fans bissiger Gegenwartssatire und literarischer Tragikomödien wie Bret Easton Ellis, George Saunders, Ottessa Moshfegh oder Fredrik Backman in seiner dunkleren Variante. Für alle, die schräge, dysfunktionale Familien lieben und kluge Gesellschaftskritik mit Humor schätzen. Auch eine spannende Lektüre für Lesekreise – die überdrehte Familie Flynn bietet jede Menge Diskussionsstoff. Eher nichts für Leser:innen, die ruhige, realistische Familienromane bevorzugen, mit überdrehtem, grellem Satire-Ton wenig anfangen können oder klare, geradlinige Erzählstrukturen brauchen – Cash springt bewusst zwischen Figuren und Ebenen und setzt auf Absurdität statt auf Realismus.
Dieses Buch sprüht vor Sarkasmus, Ironie und Biss - entweder man liebt es, oder man ..mag es nicht. Mir persönlich war innerhalb der ersten Seiten klar: das ist genau mein Humor. Ich hab jede einzelne Seite geliebt und musste oft herzhaft lachen. Unsere Protagonisten, die 3 Mädchen der Familie Flynn und ihre beiden Eltern sind dabei so herrlich schräg, dass man wirklich absolut nie weiß, was als nächstes passiert. Während der Großteil des Buches wie eine Satire anmutet, blitzt unter all dem Witz auch immer wieder leise Gesellschaftskritik heraus. Fazit Ich hatte keine Erwartungen an das Buch und wurde super positiv überrascht. Ich mochte es wirklich sehr, von mir gibts eine klare Leseempfehlung und 5/5 verrückte Flynns 💣
Monatshighlight!
Dieser Roman handelt von Familie Flynn, einer fünfköpfigen höchst skurrilen Familie, die in einer religiös geprägter amerikanischen Vorstadt lebt. In den ersten Kapiteln werden die Familienmitglieder nach und nach vorgestellt. Ich war immer wieder überrascht, dass keines von ihnen weniger schräg ist als die anderen. Schon die Persönlichkeit jeder einzelnen Figur ist äußerst unterhaltsam, total überspitzt, aber auf eine vollkommen gelungene Art. Die Dialoge sind auf den Punkt, und der Roman ist an wirklich vielen Stellen sehr witzig. Hier möchte ich ein großes Shout-out an die Übersetzerin aussprechen, Sophie Zeitz, denn absolut jeder Gag funktioniert in dieser deutschen Übersetzung. Auch die Geschichte entwickelt sich "wild", im Sinne von, passiert dir im echten Leben nicht, ist hier aber trotzdem total glaubhaft. Zwischendurch wird es so spannend, dass mir die Lacher im Hals stecken blieben. Neben viel Humor steckt im Roman auch richtig viel Gesellschaftskritik. Aber zum Glück sind die Entwicklungen nicht zu krass. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Roman von allen ohne Triggerwarnung gelesen werden kann. Ich kann nur empfehlen, das auch zu tun.
Eine Familie kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Seit es in der Ehe der Fynns kriselt, geht es für sämtliche Familienmitglieder bergab – und es ist herrlich spaßig, sie dabei zu begleiten! Was ich gleich zu Beginn hervorheben möchte, ist der unglaublich gelungene Schreibstil. Madeline Cash schreibt herrlich trocken-humorig nicht nur über die Abwege der Fynns, sondern über sämtliche handelnde Figuren dieses Romans. Da ist der Pfarrer, der gegen eine Mückenplage in seiner Kirche kämpft, da ist ein Milliardär mit Größenwahn (nicht ganz so abwegig), da ist die Leiterin der Selbsthilfegruppe »Die verlorenen Schäfchen«, die für die Mückenplage in der Kirche verantwortlich ist ... Eine ganz Menge skurriler Figuren bevölkern die amerikanische Vorstadt, in der sich das absurde Geschehen entfaltet. Diese Figuren sind eine weitere Stärke des Buches. Obwohl jede einzelne von ihren alle komplett überzeichnet ist, erwecken sie den Eindruck, eigenständig handelnde und fühlende Individuen zu sein. Als Leser fiebert und leidet man unwillkürlich mit ihnen mit. Gerade die 3 Töchter der Flynns wachsen einem ans Herz, in ihren Versuchen, sich als Teenager in einer Welt zurechtzufinden, in der nichts garantiert zu sein scheint und sich alles stets im Wandel befindet. Ich hätte den Eskapaden der Flynns noch länger folgen können, doch etwa ab der Hälfte bekommt die Story sowohl einen leicht anderen Ton als auch eine anderen Schwerpunkt. Für mich hätte es die im Klappentext erwähnte Verschwörung nicht gebraucht, die Story war auch so packend genug. Da hat mich der Text dann auch stellenweise verloren, das war mir insgesamt dann doch eine Spur zu drüber. Die Präzision, mit der besonders in der ersten Hälfte Familien- und Kleinstadtdynamiken seziert wurden, leidet anschließend meiner Ansicht nach unter dem Plot und verliert an Witz und Schärfe. Dennoch eine Leseempfehlung für alle, die skurille Figuren, unkonventionell Familienmodelle und trockenen Humor lieben! Gleichzeitig Tragikömodie, Coming-of-Age-Story und Portrait einer ziemlich (un)gewöhnlichen Familie sorgt »Verlorene Schäfchen« für gute Unterhaltung – wenn mit ein paar Abstrichen in der zweiten Romanhälfte.
Ein Buch, so schnell und verrückt wie ein Kinofilm
Ich babe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören. Die Familie Flynn ist schon ejn bisschen speziell. Eine kaputte Ehe mit einer speziellen "Vereinbarung" und drei Töchter, jede für sich speziell. Die große steht kurz vor Ihrem Schulabschluss, probiert sich nebenbei mit Drogen aus und ist verliebt, ausgerechnet in den stillen Kriegsverbrecher Wes. Die mittlere ist auch verliebt, online und tauscht sich mit ihrem Crush zu merkwürdigen Themen, wie der Frage, welche chemikalie besonders gut brennt aus. Die jüngste spricht viel zu viele Sprachen, langweilt sich in der Schule und wittert überall Verschwörungen. Vor allem bei dem merkwürdigen superreichen Boss Ihres Vaters. Ob da was dran ist? Die Autorin wechselt in schnellen Schnitten von Person zu Person, von Szene zu Szene. Und obwohl alles irgendwie völlig absurd wirkt, verliebt man sich doch schnell in die Karaktäre und will wissen, wie es für sie weiter geht. Denn niemand ist perfekt, niemand komplett böse. Sie sind alle nicht schwarz-weiß. Das alles mit einer guten Priese Humor und alle wirken sehr real. Alle leben alle für sich und sind dann doch eng miteinander verbunden.
Chaosfamilie
Dieses Buch ist definitiv mal was anderes. Bud und Catherine stecken mitten in einer Midlife-Crisis-Ehekrise und müssen sich gleichzeitig um ihre drei ungestümen Töchter kümmern. Dabei bieten sich die einzelnen Erzählstränge den reinsten Schlagabtausch, was Wahnwitzigkeit und Absurdität angeht! Und teilweise ist es so urkomisch, Madeline Cashs Schreibstil ist herrlich trocken und wortgewandt, das war wirklich mein Highlight. Eventuell ein MINI-Spoiler und ich will auch nicht zu viel vorwegnehmen, jedoch finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass inmitten von all dem Chaos und Humor die Story gegen Ende einen ziemlich düsteren Abstecher macht. Nur so als kleine Warnung. Ich bin nach dem Lesen etwas unschlüssig, was ich aus der Geschichte mitnehme. Es war unterhaltsam, und die Charaktere sehr originell. Trotzdem hat es mich nicht zu 100 Prozent erreicht, obwohl die Formel dazu da war. 3,5/5
Urkomische Reise in das Leben einer fast normalen Vorstadtfamilie
Das ist mal ein Buch, das richtig Gas gibt: von Seite 1 werden wir mit den schrulligen und abstrus liebenswerten Mitgliedern der Familie Flynn konfrontiert. Hier hat jeder ganz eigene Herausforderungen, sei es das Aufdecken von Verschwörungen, außereheliche (Fast-)Affären oder das Bauen einer Bombe im Namen der Liebe. Ist das albern und überzeichnet? Ja. Macht es trotzdem Spaß? Definitiv! Ich habe das Buch trotz einiger Fragezeichen zum Ende sehr geliebt, es hat einfach viel Spaß gemacht.
Das Buch hätte so gut und amüsant angefangen. Irgendwann wurde es schräg und manchmal hat mir auch die Ausdrucksweise nicht gefallen, vor allem bei Sexszenen, die absolut nicht dazu gepasst haben. Irgendwann kam dann noch eine Vampirszene dazu und das Ende wiederum war wieder richtig nett. War okay, würde ich sagen!
Familie Flynn fällt auseinander. Jüngste Tochter Harper ist genauso hochbegabt wie von Gewalt fasziniert, mittlere Tochter Louise schreibt online mit einem islamistischen Terroristen und die älteste Tochter Abigail dated einen Kerl den alle „War Crimes Wes“ nennen. Die Eltern sind nicht besser dran, Mutter Catherine ist arbeitslos, trinkt zu viel und dated den Nachbarn. Vater Bud tritt einer katholischen Selbsthilfegruppe bei und fängt eine Beziehung mit der Gruppenleiterin an. Gleichzeitig scheint Bud‘s Arbeitgeber, der skrupellose und mysteriöse Milliardär Paul Alabaster, nichts Gutes im Schilde zu führen. Das Buch ist im Grunde wie die Simpsons, total chaotisch und lustig mit richtig cleveren Dialogen. Nur die Handlung hat für mich im Laufe des Buches immer mehr nachgelassen und ich war am Ende schon ein wenig enttäuscht, weil es viel stärker und besser anfing und ich dann hohe Erwartungen hatte. Trotzdem ein ganz witziges und leichtes Buch für zwischendurch. 7.5/10
Skurril
Eine skurrile Satire mit sehr speziellen Humor und vielen überspitzten Passagen. Die Charaktere sind durchaus interessant, aber speziell. Stellenweise fand ich es unpassend vulgär und niveaulos. Vor allem der Anfang zeigt einfach nur Eltern, die ihre Kinder komplett vernachlässigen und verwahrlosen lassen, was in keinerlei Kontext lustig ist. Ich konnte einige Parallelen zu Bobs Burger erkennen, womöglich ist die Autorin ja ein Fan der Serie.
how unhinged? „lost lambs“ von madeline cash beantwortet das ganze einfach nur mit „ja“. die storyline ist auf den ersten blick super simpel - dysfunktionale familie, eltern entscheiden sich, ihre ehe zu öffnen, um doch noch etwas aus dem leben raus zu holen. meanwhile gehen die drei töchter komplett crashout, jede auf ihre eigene art und weise. sonstige storyline? vorhanden, aber gar nicht so relevant. alle familienmitglieder müssen sich durch ihre eigenen struggles hindurch manövrieren. manchmal zusammen, manchmal gegeneinander, meistens auch für sich allein. und um es in eindeutigen worten zu sagen: i loved everything that is wrong with this family. madeline cash hat super eigenartige, spezielle charaktere entwickelt, die irgendwie nicht so richtig sympathisch sind, diese aber durch ihre weirdness und lost lamb-ness dennoch zu super likeable persona macht. so nahbar und out of this world gleichzeitig. die toxische beziehung, aus der man aber nicht so richtig raus will, denn eigentlich hat man doch eine ziemlich gute zeit. und vor allem eine witzige. ES IST SO WITZIG, period. super gespannt bin ich übrigens auf die deutsche übersetzung - wie dieses fantastische gnats-wortspiel umgesetzt wird kann ich mir stand jetzt nicht vorstellen, aber es ist chef‘s kiss. mücken weg, wortspiel weg. impressive. es ist smart, es ist satire, es ist ein bisschen drüber und einfach voll mit popkulturellen kleinen hints. „lost lambs“ von madeline cash ist einfach nur hilarious und eine absolute empfehlung.

































