Das Ministerium der Zeit
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Description
Als eine junge Frau einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium antritt, ahnt sie nicht, dass dieser schwüle Sommer ihr Leben für immer verändern wird. Denn das Ministerium der Zeit hat das geschafft, was niemand jemals für möglich hielt: Menschen durch die Zeit zu transportieren. Und so soll sie dem eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore das Ankommen im lärmenden London des 21. Jahrhunderts erleichtern.
Während er sich an mit den Wundern der Moderne wie Toilettenspülungen und Spotify vertraut macht, muss sie ihn damit konfrontieren, dass sich die Welt nicht unbedingt nur zum Guten gewandelt hat. Und als sei nicht alles ohnehin kompliziert genug, entwickelt sich aus dem anfänglichen Unbehagen weit mehr als nur eine tiefe Freundschaft. Doch das Ministerium hat seine ganz eigenen Pläne mit dem Zeitreisenden und plötzlich verschieben sich heute, morgen und gestern, und was die beiden zusammengeführt hat, droht sie nun mit aller Macht auseinanderzureißen.
»Liebe Leserinnen und Leser, Sie sind zu beneiden: In der Zukunft wartet dieser kluge, witzige Roman auf Sie!« Washington Post
Book Information
Author Description
Kaliane Bradley ist eine britisch-kambodschanische Autorin und Lektorin. Ihre Kurzgeschichten sind in verschiedenen Magazinen erschienen. Sie ist Gewinnerin des Harper's Bazaar Short Story Prize 2022 und des V. S. Pritchett Short Story Prize 2022. »Das Ministerium der Zeit« ist ihr erster Roman und erscheint in über 25 Ländern. Kaliane Bradley lebt in London.
Characteristics
7 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Der britischen Regierung gelingt es durch ein Zeitportal fünf Personen, die der Geschichte nach kurz vor ihrem Tod standen, in die Gegenwart zu holen. Damit Sie sich im heutigen London zurechtfinden, werden Ihnen sogenannte Brücken zur Seite gestellt. Erzählt wird aus der Sicht von Graham Gores Brücke, deren Namen man nicht erfährt. Zuvor noch Dolmetscherin aufgrund ihrer kombodschanischen Wurzeln ist sie plötzlich in einem neu geschaffenen Ministerium für die Assimilation eines Mannes zuständig, der andere Werte vertritt, jahrelang auf See gelebt und schlussendlich im Eis verschollen blieb.
Eine wilde Mischung aus Science Fiktion, Romance und Spionagethriller. Die Grundidee und die teilweise bildhafte Sprache haben mich zwar anfangs gefesselt, aber dann plätschert due Geschichte so vor sich hin. Die Rückblenden Grahams gescheiterter Alaskaexpedition hätte es meiner Meinung nicht gebraucht und haben nicht zur Verbesserung beigetragen. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt.
Wer auf der Suche nach einem Buch ist, das fesselt, berührt und zum Lachen bringt, sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen! Für mich eine klare Empfehlung und ein Highlight ⭐⭐⭐⭐⭐
Manchmal kommt ein Buch ganz unerwartet in dein Leben – so war es bei mir mit Das Ministerium der Zeit. Eigentlich hätte ich wohl nie zu diesem Roman gegriffen, wäre da nicht unser Buchclub gewesen, der es als gemeinsames Leseprojekt ausgewählt hat. Und ich bin so unglaublich froh, dass es genau so gekommen ist! 📚✨ Schon die allerersten Seiten haben mich regelrecht gepackt. Die Geschichte entfaltet sich mit einer solchen Leichtigkeit und gleichzeitig einer fesselnden Spannung, dass ich sofort neugierig war und nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Kapitel sind kurz und knackig, perfekt, um immer weiter einzutauchen – und genau das habe ich getan, Seite für Seite, Stunde um Stunde. 🔥 Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die brillante Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Autorin schafft es, Themen wie Sexualität und gesellschaftliche Verhaltensweisen so authentisch und einfühlsam zu erzählen, dass sie mich tief berührt haben. Dabei verliert das Buch nie seinen spannenden, lebendigen Ton – im Gegenteil, es wird immer intensiver! 🌈🕰️ Und jetzt kommt das Beste: Beim Lesen musste ich oft so herzlich und laut lachen, dass ich mich selbst überraschte! Die humorvollen Momente sind so wunderbar eingebaut, dass sie das Buch mit einer herrlichen Leichtigkeit durchziehen und für eine perfekte Balance sorgen. 😄😂 Ab einem bestimmten Punkt nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf – es passiert so viel, dass ich kaum mithalten konnte. Die kurzen Kapitel sind vollgepackt mit Wendungen und Überraschungen, die mich immer wieder aufs Neue gefesselt haben. Ich war ständig auf der Kante meines Sitzes und konnte kaum glauben, wie spannend und abwechslungsreich die Handlung ist! 🤩📖 Obwohl das Ende nicht klassisch glücklich ist, hat mich die Geschichte tief bewegt. Ich hätte mir zwar noch mehr Zeit mit den faszinierenden Figuren gewünscht, weil sie mir ans Herz gewachsen sind, doch gerade diese offene Erzählweise macht das Buch für mich so besonders. Es regt zum Nachdenken an und lässt Raum für eigene Gedanken und Gefühle. 💭✨

Identität im Fadenkreuz der Epochen: Warum „Das Ministerium der Zeit“ ein absolutes Meisterwerk ist
Es gibt Bücher, die man allein wegen ihrer äußeren Erscheinung aufschlägt, und Kaliane Bradleys Debüt war für mich genau dieser Fall: Mein Beitrag zur Lesechallenge 2026 für die Kategorie „Ein Buch, dessen Cover mich sofort anspricht“. Was sich hinter diesem Cover verbarg, hat mich jedoch völlig unvorbereitet getroffen und ist zu einem echten Jahreshighlight geworden. Ein literarisches Experiment zwischen Sci-Fi und Psychologie Das Buch lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen: Es geht um das Wagnis von Zeitreisen, eine tiefgreifende Identitätssuche zwischen Kambodscha und England und eine faszinierende Neuinterpretation der Freud’schen Theorie von Es, Ich und Über-Ich. Bradley, selbst britisch-kambodschanische Autorin, verwebt diese Elemente zu einem Erfahrungsbericht, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Besonders das letzte Drittel hat mich tief ins Grübeln gebracht – die Art und Weise, wie die Charaktere Freud’sche Instanzen widerspiegeln (oder zumindest meine ganz eigene Interpretation davon), verleiht der Geschichte eine psychologische Dichte, die man in diesem Genre selten findet. Die Zerbrechlichkeit der Existenz Die Grundfragen des Romans sind so packend wie beklemmend: Wie fühlt es sich an, aus der eigenen Zeit gerissen zu werden und Jahrhunderte später unter strengster Beobachtung des Staates weiterzuleben? Oder in den Worten des Buches: Werden die Expats die Zeitreise überleben? Bradley beleuchtet meisterhaft, was es bedeutet, als Mixed-Race Person instrumentalisiert zu werden – erst als Werkzeug des Staates, nur um dann selbst jemanden als „Forschungsobjekt“ zu identifizieren. Auch das können wir in den Wortes des Buches sagen: Als Brücke hast du alles zu berichten. Dieser ständige Wechsel zwischen Beobachter und Beobachtetem sorgt für eine Spannung von glatten 5 Sternen. Der Schreibstil (4 von 5 Sternen) in Form eines Berichts macht das Unmögliche greifbar und intim. Ich würde der Autorin gerne die Frage stellen, wie viele ihrer eigenen Erfahrungen als Mixed-Race Person in diese vielschichtige Identitätssuche eingeflossen sind, denn die Emotionen wirken erschreckend echt. Mein Lieblingszitat: „Vergebung, die dich zu dem Menschen macht, der du warst, und dir eine zweite Chance gibt. Hoffnung, die in einer Zukunft wartet, in der du ein neuer Mensch bist. Vergebung und Hoffnung sind Wunder. Sie können dein Leben verändern. Sie sind Zeitreisen.“ Fazit Dieses Buch hat mir gezeigt: Die Geschichte ist veränderbar. Es ist ein kluger, emotionaler und hochspannender Roman, den ich definitiv meinem Ehemann und allen anderen Sci-Fi-Begeisterten ans Herz legen werde. Ein verdientes Highlight mit der vollen Punktzahl!
"Das Ministerium der Zeit" ist für mich ein eher enttäuschender Roman. Ich mag Zeitreiseromane sehr gerne lesen und auch dieses Buch hat mich vom Klappentext her direkt angesprochen, aber der rudimentäre Schreibstil und die blaßen Charaktere, allen voran die namenlose Protagonistin, haben mich leider überhaupt nicht überzeugen können und ich empfand die Handlung stellenweise als sehr sehr langweilig und langatmig. Fazit: Nicht mein Buch.
Puhhh...
Ich bin einfach froh dieses Buch beendet zu haben. Ich war die meiste Zeit maximal verwirrt, meiner Meinung nach waren einige Schlüsse unlogisch, die Figuren hätten mir nicht egaler sein können (außer Arthur) und als Liebesgeschichte würde ich es auch nicht bezeichnen. Es gab da ein ganz unangenehmes Machtgefälle (wobei die Macht mal bei der weiblichen Figur lag, macht es für mich aber nicht besser). Manchmal waren die Sätze komplex verschachtelt (ich glaub die Übersetzung war einfach nicht besonders gut) und die Vergleiche sollten vielleicht Humor erzeugen, ich fand sie nur abstrus und seltsam. Das war kein Buch für mich.
Rezension: (kann Spoiler enthalten) Ich fand das Buch sehr interessant. Es ist vielleicht zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, weil man den Namen der Protagonistin nicht erfährt und alles immer etwas bruchstückhaft beschrieben wird. Der Schreibstil hat alles einfach etwas rätselhaft gestaltet, aber es hat zum Plot gut gepasst und ich fand es eigentlich so ganz interessant. Das Finale des Buches wirkte etwas hektisch, aber ansonsten hat mir die Geschichte gut gefallen. Manchmal ist sie etwas skurril, manchmal etwas verwirrend, aber doch immer auch ganz spannend. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, auch wenn man sich darauf erstmal richtig einlassen muss. 4 Sterne
Eine cosy Zeitreise-Geschichte
Das Buch war insgesamt gut – spannend konzipiert, mit einer interessanten Grundidee und atmosphärischem Setting. Leider entwickelte sich die Geschichte etwas zu langsam, und viele Figuren sowie Handlungsstränge blieben zu oberflächlich. Trotz dieser Schwächen bleibt es ein lesenswerter Roman für Fans von Zeitreise-Themen.
Zeitreise & Romanze in einem Buch / Romantasy - not my kind of story
Leider wurde ich mit diesem Buch nicht richtig warm. Folglich kann ich den Hype um das Buch und die Lobeshymnen drauf nicht nachvollziehen. Es fiel mir auch echt schwer am Buchplot dran zu bleiben und mich in die Story einzufühlen. Vielleicht auch einfach nicht mein Genre. Der Storyplot plätschert so vor sich hin um dann zum Ende hin mit einer Wendung auf wenigen Seiten zu schließen. Definitiv für mich nicht logisch. Leider keine Leseempfehlung meinerseits.
Ein spannendes Buch zum Thema Zeitreisen. Was passiert, wenn man Menschen aus ihrer gewohnten Zeit in unsere verpflanzt? Was bringt man ihnen bei oder was erzählt man ihnen? Damit beschäftigt sich "das Ministerium der Zeit". Jeder Zeitreisende bekommt eine:n Betreuer:in , Brücke genannt, an die Seite gestellt. Sie leben zusammen und lernen sich und durchaus auch die Welt des andern kennen. Hauptsächlich begleiten wir Graham Gore, der auf der auf der Franklin Expedition zur Arktis, mit den Schiffen Erebus und Terror, festfror und im wahren Leben dort starb, und seine Brücke Mai. Anfangs wird viel über die Schwierigkeiten berichtet, wie Graham sich einlebt und das Ministerium das kontrolliert. Nach und nach schleicht sich in die Geschichte ein Problem ein, bis wir im Bereich der Spionage und Gut gegen Böse sind. Die Auflösung ist sehr konstruiert, aber das gehört zu den Zeitreisen dazu. Ich fand es wirklich gut, wie schleichend die Unruhe bei den Figuren entsteht. Die Sicht auf die Personen, die aus ihrer Zeit gerissen wurden, auch wenn sie dort zeitnah gestorben wären, fand ich spannend. Auch den Gedanken, wie kümmert man sich um diese Menschen, wann ist es Zeit sie aus der Beobachtung zu lassen etc., war gut gemacht. Es hat Spaß gemacht, dass Buch zu lesen.
Graham Gore (+1847) Offizier der Royal Navy, Polarforscher
>>Natürlich lieb(t)e ich Dich.<< Nachdem Lesen hat man nicht nur ein beträchtliches Wissen über einen Mann der eine Fußnote der Geschichte war, sondern sich wie die Autorin und die namenlose Protagonistin, ein kleines Stück mit in einen faszinierenden Mann verliebt, der soweit bekannt seit spätestens1847 tot ist. Am Ende geht es nur zweitrangig um Zeitreisen und erstrangig um die Liebe - ein Anker ⚓️ der alle Grenzen, räumliche und zeitliche, im Hier und im Dort, überdauern kann. Das ist wieder einmal eine Geschichte die man mit Bedacht lesen muss, damit sie wirken kann. Ich glaube man kann die Geschichte aufs wesentliche Begrenzen: auf die Menschen die einem ans Herz gehen, die einen berühren und nie mehr loslassen. Hab ich das mit den Zeitreisen verstanden? Hmm. Bleiben Fragen offen? Ja. Aber ist das so wichtig? Nein. Vergebung und Hoffnung sind Zeitreisen. Eine wunderschöne Feststellung.
Die britische Regierung hat einen Weg gefunden, durch die Zeit zu reisen, um ausgewählte Persönlichkeiten aus der Vergangenheit ins 21. Jahrhundert zu holen. Die namenlose Ich-Erzählerin soll den 1847 verstorbenen Polarforscher Graham Gore im heutigen London begleiten und ihm helfen, sich in einer fremden Zeit zurechtzufinden. Besonders die Begegnungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind gelungen und unterhaltsam. Die Szenen, in denen Graham Gore mit modernen Alltagsphänomenen konfrontiert wird, sind pointiert erzählt und sorgen immer wieder für leise humorvolle Momente. Der anfängliche Genremix aus Fantasy und Gegenwartsliteratur funktioniert gut, verliert im weiteren Verlauf jedoch an Klarheit. Der rote Faden wirkt stellenweise unscharf, einzelne Passagen sind unnötig ausgedehnt und bremsen das Erzähltempo. Fazit: Ein ideenreicher Debütroman mit starkem Ansatz und gelungenen Momenten, der erzählerisch jedoch nicht durchgehend trägt.
Eine gute Idee - die Umsetzung war jedoch schwach
Mein größtes Abenteuer beim Lesen: nicht einzuschlafen. Chemie zwischen den Figuren? Fehlanzeige. Das Buch hat sich leider extrem gezogen – bis auf die letzten 50 Seiten passiert kaum etwas. Dabei war die Grundidee wirklich interessant. Der Schreibstil war allerdings zäh und hat so viel Distanz geschaffen, dass man gar nicht mitfühlen oder mitfiebern konnte. Ich habe es letztlich nur beendet, um sicherzugehen, dass es wirklich nicht besser wird. Schade.
ich fands irgendwie… gar nicht gut? 😭
Ich liebe eigentlich alles rund ums Thema Zeitreisen, gerade weil es super komplex und mind blowing sein kann. Deswegen hatte ich auch hier auf Plottwists und unerwartete Wendungen gehofft. Aber irgendwie war es tatsächlich echt langweilig. Ja, es ist anfangs ganz unterhaltsam, wie sich die Zeitreisenden aus der Vergangenheit ins 21. Jahrhundert einleben. Aber auch hier- absolut nichts Neues und die gleichen Situationen wie in jedem anderen Buch über Zeitreisen. Zum Schluss kamen ein paar interessante Handlungsstränge ins Spiel, die aber leider nicht weiter ausgeführt und sehr schnell abgewickelt wurden. Insgesamt hat’s mich echt enttäuscht. 🤷🏼♀️
Schwierig zu bewerten…,
Ich wollte das Ministerium der Zeit unbedingt lesen. Ich liebe Zeitreisegeschichten und fand die Idee mega spannend! Eine Mischung aus Zeitreise Sci-fi, historischem Roman und Liebesgeschichte, klingt nach genau meinem Buch! Es ist auch spannend zu lesen, wie sich die sogenannten Expats in der Gegenwart zurechtfinden. Leider war das Buch für mich zu überladen. Die Autorin hat so viele Themen hineingepackt, dass ich beim Zuschlagen des Buches nicht sicher bin, was ich da gelesen hab. Und obwohl es so viel Inhalt hat, hat es mich nicht richtig gepackt, es ist kein Sog entstanden. Das kann an der Komplexität liegen (me problem) und auch daran, dass die Protagonistin namenlos und emotional unerreichbar bleibt. Das Ende war gut, hat zur Geschichte gepasst. Insgesamt schade, da wär so viel mehr möglich gewesen!
Wie soll man das bewerten?
"ᴠᴇʀɢᴇʙᴜɴɢ ᴜɴᴅ ʜᴏꜰꜰɴᴜɴɢ ꜱɪɴᴅ ᴡᴜɴᴅᴇʀ. ꜱɪᴇ ᴋöɴɴᴇɴ ᴅᴇɪɴ ʟᴇʙᴇɴ ᴠᴇʀäɴᴅᴇʀɴ. ꜱɪᴇ ꜱɪɴᴅ ᴢᴇɪᴛʀᴇɪꜱᴇɴ." Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, da es so komplett anders ist, als das was ich bisher gelesen habe. Eine Mischung aus Sci-Fi, History, Thriller und Rom-Com. Klingt interessant? Ist es auch, aber dieses Buch hat mich verwirrt. Obwohl das Ende ziemlich klar ist und man vor Augen geführt bekommt, was passieren kann wenn man nicht anfängt endlich aufzuwachen und etwas zu ändern...das wir eigentlich in einer Zeitmaschine stecken, da sich die Vergangenheit andauernd wieder in die Gegenwart und Zukunft schleicht (so interpretiere ich es zumindest). Mehr kann ich gar nicht dazu schreiben. Wenn du dich für ein Buch interessierst, dass komplett anders ist, ein Buch das von Emily Henry und Barack Obama empfohlen wird, zum nachdenken anregt und dich mit einer verwirrten Klarheit zurücklässt, dann hole dir dieses Buch. Bereuen es gelesen zu haben tue ich definitiv nicht.
Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte
In ihrer Zartheit und Unbeholfenheit war die sich super langsam entspinnende Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten wirklich das Schönste was ich seit langem an Romance gelesen haben. Mit einer zauberhaft federnden Leichtigkeit in den Worten und einem unerwartet nüchtern trockenen Witz, die einem immer wieder ein Flattern in der Brust und ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ja… die Mitte hat ihre Längen. Ja … es werden nicht alle Details des Zeitreisemechanismus genau auserklärt. Ja … manche Fragen bleiben unbeantwortet. Aber für mich ist es am Ende einfach eine tolle Liebesgeschichte mit faszinierend ausgestalteten Charakteren und einem wirklich kreativen Setting, die mich wirklich wirklich wirklich gerührt hat. Und dann ist das Hardcover auch noch so schön gestaltet. “Ach, die Liebe, die größte Katastrophe von allen”… ❤️

🕰️✨ Ein Buch wie ein Zeitsprung direkt ins Herz. Ich bin selten so sprachlos aus einem Buch gefallen. Das Ministerium der Zeit ist nicht einfach nur eine Romance mit Sci-Fi-Elementen – es ist klug, emotional, bissig und so literarisch, dass ich mir beim Lesen ständig Zitate markieren wollte. Commander Gore? Ein historischer Softboi, den man einfach lieben muss. Die Erzählerin? Komplex, reflektiert, ironisch – eine Figur, in der man sich verlieren kann. Und dann dieser unterschwellige politische Kommentar, der sich ganz leise, aber umso wirkungsvoller in die Handlung schleicht. Zwischen Spotify und Kolonialkritik, zwischen Gefühlen und Systemkritik – dieses Buch ist so viel mehr als es vorgibt zu sein. Ich hab gelacht, gestaunt, war wütend und am Ende einfach nur: hingerissen. 🖤 Eine Zeitreise-Geschichte, die nicht in die Vergangenheit flieht, sondern die Gegenwart seziert. Für mich: ein Jahreshighlight.
So viel besser als gedacht!
Oberflächlich betrachtet ist es eine packende Zeitreisegeschichte mit Hoffnung auf ein wenig Liebesdebakel. Ich habe mich immer mehr von den Fluten mitreißen lassen. Besonders überzeugt hat mich das Spiel zwischen den Charakteren. Sie harmonieren extrem miteinander, man fühlt sich wie ein Freund von ihnen. Und wie interessant ist es bitte, dass eine echte Figur aus der Geschichte eingesetzt wurde, die nicht in jedem zweiten Zeitreiseromantasybuch zu finden ist? Wenn man hinter all die Fassade blickt, merkt man auch die moralischen Aspekte. Was Zeitreise mit einem machen könnte, aber besonders das Thema Diversität kommt nicht zu kurz. Als entwurzelter Mischling sehe ich mich da natürlich sehr. Auch sprachlich überzeugt mich das Buch. Es gibt viel zum Nachdenken, Vielschichtigkeit kommt auch nicht zu kurz. Selten hab ich bei so einem Buch geschmunzelt, gelacht und geschmachtet. Ein paar kleine Dinge hätte man anders machen können. Aber was war das nochmal? Die Fluten haben sie verschlungen.

3 in 1
Habt ihr schon mal 3 Genre in einem Buch gelesen? Ich noch nicht. Aber hier ging’s richtig ab! Von Romance über Romcom zu Science Fiction. Hier wird wirklich alles bedient und das finde ich auch so wahnsinnig toll an diesem Buch!🤎 Ein Buch, was zum Nachdenken anregt und mich einfach sprachlos hinterlässt. Der Schreibstil ist wirklich einzigartig! Ich bin über das ganze Buch hinweg mit Fragen zu Identität, Kolonialismus, Weltschmerz, Zukunft, Liebe, Zeitreisen und vielen weiteren konfrontiert worden. Zwischendrin hat es sich mal etwas gezogen, aber all in all kann ich es sehr empfehlen, wenn ihr mal was ganz anderes lesen wollt!

Wie beschreibe ich das bloß?
Die namenlose Erzählerin bekommt eine Anstellung im Ministerium für Zeit und soll als Brücke für Geflüchtete (oder auch Expats), sprich als Verbindungsglied für Zeitreisende, arbeiten. Ihr Schützling ist Commander Graham Gore von der Royal Navy, der 1845 bei der Franklin-Expedition dabei war und 37 Jahre alt ist…seit 200 Jahren. Ein Jahr wird sie mit ihm zusammen wohnen und ihn im Alltag begleiten, damit er sich in seinem neuen Leben zurechtfindet und dabei geht es nicht nur um technische Neuerungen sondern auch die Vermittlung historischer Ereignisse, wie 9/11, den Holocaust, Weltkriege, etc. Neben Gore gibt es noch weitere “Expats” aus anderen Jahrhunderten Dann verschwindet ihr Führungsoffizier plötzlich, kontaktiert sie aber heimlich später, um sie auf Missstände in dem Projekt hinzuweisen. Dann tauchen plötzlich zwei Menschen aus der Zukunft aus… Der Klappentext hat mich auch wirklich gemacht. Ich fand die Idee sehr witzig und charmant und ich hatte irgendwie auf eine humorvolle Geschichte gehofft. Und jetzt bin ich gar nicht so sicher, was ich bekommen habe. Ich konnte die Geschichte auch keinem Genre richtig zuordnen, gefühlt war es eine wilde Mischung aus Dystopie, Crime, Sci/Fi, Romance. Graham fand ich sehr schnell "assimiliert", da hätte ich mir mehr kuriose Erlebnisse erhofft. Margaret dagegen (aus dem 17. Jhd.) fand ich deutlich unterhaltsamer. Die “Expats” konnte ich auch nicht immer gleich zuordnen, da sie mal mit Namen, mal mit dem Jahr, aus dem sie kommen, benannt wurden… Abgesehen davon fand ich die Wortwahl - “Geflüchtete und Expats” - etwas unpassend, da die Zeitreisenden offensichtlich weder das eine noch andere sind, sondern eher unfreiwillige Versuchskaninchen eines experimentellen Projektes. Leider konnte ich daher auch keinen richtigen Zugang zur Geschichte finden und nachdem es erst ganz interessant anfing, hoffte ich im Verlauf doch immer mehr, dass doch noch eine Wendung kommt oder ein Punkt, an dem es mich mitreißt. Manches erschien mir nicht logisch, anderes habe ich schlichtweg nicht verstanden. Der Spice, der dann plötzlich aufkam, war meiner Meinung nach absolut unnötig und eher abtörnend. Und dann gab es noch sprachliche Ergüsse…puh… die waren für mich sehr irritierend: “...mit der Eleganz und Geschwindigkeit eines schwer verbrannten Lurchs… “Ich wollte in einen Zug beißen oder vielleicht einen v***”. 😖 “Meine Knie rebellierten, wie zwei eingesperrte Frösche. “ “Ich machte ein Geräusch, wie ein geohrfeigter Kanarienvogel.” “Und dann, eines Porridge-milden Mittwochs…? Ähm…??? Mich hätte an diesen Stellen wirklich sehr die Originalversion interessiert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Debüt seine Liebhaber findet und andere vermutlich Kreativität und Fantasie und Originalität besonders ausloben. Mir fehlte irgendwie ein roter Faden, das Warum. Mir fehlte ein sprachlicher Fluss, abgesehen von o.g. Metaphern, fand ich manche Dialoge nicht nachvollziehbar und befremdlich. Es war leider im Ganzen nicht mein Geschmack, was ich wirklich schade finde.
Eine wunderbares Buch mit Geschichtsanteil, Liebesbeziehung und ein wenig Krimi. Besonders interessanter wurde es, als ich herausgefunden habe (eimal kurz gegoogelt), dass der Hauptprotagonist Graham Gore wirklich existiert hat. Das hat der Story gleich noch einen anderen Touch verliehen und mich berührt 😊

Ein Zeitreise-Debakel mit Humor, Herz und fast ein wenig Horror.
Wenn das Ministerium für Zeitreisen eine Stelle ausschreibt, um die Welt zu retten, weiß man eigentlich schon, dass das keine gewöhnliche Stellenbeschreibung sein kann. Und genau das ist das herrlich absurde Fundament dieses Buches. Die Autorin und Protagonistin ohne Namen scheint eine Mission zu erhalten: unsere verkorkste Welt zu verbessern. Sie schickt uns in eine Geschichte in der 5 Zeitreisende, sogenannte ,Expats’ aus der Vergangenheit gerettet werden und mit Hilfe von Partner , sogenannten , Brücken’ im heutigen London leben lernen sollen. Dieser Graham Gore ist ein freundlicher, anständiger viktorianischer Offizier, der 1647 mit seinem Schiff in der Antarktis festgefroren ist und nun unvermittelt im 21. Jahrhundert landet. Man stellt sich vor, wie er versucht, eine Klospülung zu verstehen oder Spotify zu bedienen, während er "anwendbares Wissen" erlernt. Es ist zum Schießen! Was dann folgt, ist eine zarte Romanze, die sich zwischen Gore und unserer modernen Protagonistin mit kambodschanischen Wurzeln anbahnt. Die beiden werden ein Paar und man hofft natürlich, dass das Schicksal ihnen gnädig ist und sie ein Happy End bekommen – schließlich haben sie schon genug Stress damit, unsere Welt mit ihren Klimaproblemen und aktuellen Problemen zu verstehen. Aber halt! Hier biegt die Geschichte abrupt ab und verwandelt sich in einen absurden, gefährlichen und total skurrilen Thriller, mit dem du nicht gerechnet hattest. Plötzlich gibt es viele Bedrohungen an jeder Ecke, und die hehre Mission, die Welt zu verbessern, gerät in den Hintergrund. Was als Zeitreise-Abenteuer begann, wird zu einem nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit. Die Art und Weise, wie die Handlung immer verrückter wird, ist genau das, was das Buch so packend macht. Es gleicht einem Thriller, den man kaum aus der Hand legen möchte, weil man einfach wissen muss, wie dieser Wahnsinn endet. Obwohl du auf ein positives Ende gehofft hast, scheint die Autorin eine Schwäche für dramatische Wendungen zu haben. Achtung: Inhaltliche Warnung Im Vorfeld wird gewarnt, dass im Buch rassistische Begriffe von einigen Figuren verwendet werden. Dies sollte potenziellen Leser:innen bewusst sein, bevor sie sich auf die Lektüre einlassen. Es handelt sich um ein Merkmal des Buches, das man nicht ignorieren sollte. Insgesamt scheint das Ministerium der Zeit eine wilde Achterbahnfahrt zu sein, die nicht das liefert, was man erwartet – aber genau das macht sie so unterhaltsam. Es ist ein Buch für alle, die Humor mit einer Prise Thrill und sehr, sehr skurrilen Plot-Twists.

Einmal durch die Zeit und zurück.
Ich habe das Hörbuch 2x direkt aufeinander folgend gehört, da ich beim ersten Hören den Eindruck hatte, wesentliche Teile überhört zu haben. Beim zweiten Hören, habe ich auch nochmal ein paar Passageb wiederholt. Es ist definitiv kein Roman, den man nebenbei hören und abschweifen kann. Ich würde die Geschichte als komplex, witzig und romantisch beschreiben. Gleichzeitig macht sie auch über bestimmte Geschehnissen/Entwicklungen der aktuellen Zeit nachdenklich. Womöglich hätte ich die Zusammenhänge beim Lesen direkt besser verstanden als beim Hören.
Zeitreisegeschichten haben eine magische Anziehungskraft auf mich, daher musste ich Dem Ministerium der Zeit eine Chance geben.Kurzfassung: Die Behörden haben einen Weg gefunden, Personen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu befördern. Um sie an die heutige Zeit zu gewöhnen, werden sogenannte Brücken eingestellt. So lernt unsere Protagonistin Graham Gore kennen, und die Geschichte nimmt ihren Lauf.Das Buch ist mit viel Witz geschrieben. Es macht Spaß, die heutige Welt aus Sicht von Gore und den anderen Expats zu betrachten. Immer wieder eingestreut werden auch gesellschaftliche Themen, die zum Nachdenken anregen.Mein Lieblingscharakter ist mit Abstand Margaret, sie bringt nochmal einen tollen Charme in die Story.Es wird auch unerwartet spannend, denn im Ministerium ist nicht alles so, wie es scheint. Mit diesem Mystery-Aspekt habe ich nicht gerechnet.Im Gegenzug zu erwarten war die Love Story. Die fand ich ganz süß, das Banter der beiden gefällt mir gut.Alles in allem eine originelle Geschichte über Zeitreisen, die mich aber auch nicht aus den Latschen gehauen hat. Leseempfehlung an alle, die für dieses Thema ohnehin etwas übrig haben.
Ja aber auch nein?
Das Buch war für mich eher anstrengend zu lesen… Die Protagonistin ist sexuell total fixiert auf ihren „Reisenden“ und die meiste Zeit geht es nur darum oder um die komischen Zufälle, die ja doch keine sind? So richtig Story und Spannung bekommen wir erst Richtung Ende, dann aber alles auf einmal. Meines Erachtens hatte die Storyline gute Voraussetzungen, die Umsetzung hätte besser sein können. Dieses eigenartige sexuelle Thema und diese unfassbare Fixierung darauf war fehl am Platz. 🫠 Dennoch gefielen mir einige der Charaktere sehr und es ließ sich gut lesen.
Ich fand dieses Buch wider Erwarten doch echt gut, auch wenn ich überhaupt kein Science Fiction Fan bin. Zum Ende hin muss ich allerdings sagen, dass ich kein Wort verstanden habe. 🤣 ich kam einfach mit meiner Vorstellungskraft nicht mehr hinterher, hatte Fragezeichen überm Kopf was die Auflösung und Erklärung an ging, aber alles in allem war die Geschichte für mich trotzdem rund. Daher doch 4 Sterne. 🤩
Welches Genre sollte hier überhaupt bespielt werden? Meh
Well, was war da denn los? Ich habe mich wirklich durch das Buch kämpfen müssen und das aus gleich mehreren Punkten. 1. In die Story werden extrem viele Charaktere eingeführt. Von den Expats über deren Brücken zu den ganzen Ministerialatzen. Das muss grundsätzlich nichts schlechtes sein und kann wunderbar klappen. Dafür müssen aber die Personen auch einen Zweck erfüllen. Eben dieser war aber ganz oft nicht erkennbar, was dazu geführt hat, dass mir die bestimmt tollen Leute ziemlich egal waren. 2. Ebenfalls unklar blieb für mich, welches Genre hier überhaupt bedient werden sollte. Es war weder richtig Sci-fi (da dieser Teil der Geschichte nur einen kleinen und wenig entscheidenden Teil spielte), noch Romanze (da auch das nicht wirklich bedient wurde). Hier fehlte für mich ganz oft ein roter Faden / ein Ziel auf das Hingearbeitet wurde oder wenigstens eine Spannungskurve. Das Buch plätschert die meiste Zeit vor sich hin, was in Ordnung ist aber mehr auch leider nicht. Man kann es vielleicht damit zusammenfassen dass von allem so ein.bisschen da war, aber von nichts genug. Da helfen auch keine Kalendersprüche à la wir sind alle Zeitreisende. Leider nicht meins, leider gar nicht :(
kein Easy Read, aber dann doch irgdnwie so gut, dass man dran bleibt, aber man musste sich teils durchkämpfen!!
4.5 Sterne... ok das wird schwer, es war fordernd und kein Easy Read, aber dann doch irgdnwie so gut, dass man dran bleibt, aber man musste sich teils durchkämpfen!! Danke Reading into Neverland für den tollen Buddy read. Der Austausch mit dir ist immer so gut und wir haben so gemeinsam gerätselt und gekämpft und bin stolz auf uns!! Wir haben das Buch auf englisch gelesen und ich lese auch viel auf englisch aber das war sehr fordernd. Es gibt Auszüge aus der Vergangenheit und so mache Vokabel war schwer zu finden.. ich hatte zudem in jedem Kapitel, die sehr sehr lang waren einige unbekannte Wörter. Das hat es herausfordernd gemacht, aber die Geschichte dazwischen war echt spannend! Nach 1/3 habe ich den ganzen Anfang nochmal als deutsches Hörbuch gehört und viel mehr den Bezug zu den Charakteren aufgebaut, die im englischen bei mir durch die Sprache verloren gegangen sind. Und dann habe ich es geliebt. Es war spannend, teils unglaublich und so macher Twist war so krass. Mochte ich die Protagonistin? Ich weiß es nicht, das letzte Mal war ich bei Yellowface so zweigespalten. Sie macht Dinge da möchte man sie schütteln und manchmal tut sie einem einfach nur Leid. Graham hat meinen Reading Buddy und mich etwas an my Roommate is a Vampire erinnert, wegen der historischen Diskrepanz, er war echt goldig, aber auch zielgerichtet in seinem Handeln. Trotz der Komplexität war das Ende perfekt gelöst für mich. Das Buch fordert, regt zum denken an und ich würde es auf Deutsch empfehlen, auch wenn man viel englisch liest, dann ist es wirklich toll.
Zeitreiseromantik mal ganz anders als im Klassiker der Edelsteintrilogie.
Ich fand das Ministerium der Zeit in Ordnung. Hier und da könnte das Buch ein Bisschen schneller mehr Fahrt aufnehmen, der Spannungsbogen hätte etwas dynamischer sein können und auch für mehr Tiefgang in die Gefühlswelt wäre noch Platz gewesen, aber ansonsten... war es eine Geschichte mit vielen in sich schlüssigen Geschehnissen und einer spannenden Grundidee. Ich habe dem Ende des Buches entgegengefiebert, denn ich wollte wirklich wissen, wie sich die anbahnende Liebesgeschichte entwickelt, was aus den neuen Freundschaften wird und ob am Ende alles gut geht. Das Ende hat mich mit seinen unerwarteten Wendungen da ein Bisschen zerstört. Es sickert zwar immer wieder durch, dass die Geschichte von einer allwissenden Protagonistin erzählt wird, die die Geschichte in der Retrospektive betrachtet und immer wieder wird ein drohender Abschied angedeutet, aber dieses Ende kam für mich völlig unerwartet (und anders wäre es mir lieber gewesen). Was mich an diesem Buch nebenbei echt fasziniert hat: Die Geschichte ist gespickt mit so vielen klugen, zitierwürdigen Stellen! Ich persönlich habe mich zum Ende des Buches immer schwerer mit den ScienceFiction Anteilen getan, die es für mich so gar nicht gebraucht hätte. Vom Cover her, hätte mich das Buch auch gar nicht unbedingt angesprochen. Umso mehr freue ich mich im Nachgang, dass unser Buchclub sich für dieses Buch entschieden hat.
Verwirrender Inhalt und Hauptfrage bleibt unbeantwortet
Insgesamt ist das Buch lesbar; es fiel mir nicht schwer dranzubleiben. Allerdings finde ich den Inhalt bizarr wobei die wichtigste Frage nach der ethischen Komponente des Experiments wird auf drei Sätze eingedampft. Hierbei geht völlig verloren wie fragwürdig das Experiment an sich, die Behandlung der Expads und die ,Doppelrolle‘ der Brücken ist. Dass jene Brücken zwischen menschlicher Beziehung zu ihren ,Expads‘ und Objektifizierung schwanken und das etwas mit einem machen könnte - spart die Autorin weitestgehend komplett aus. Verstörend ist daher auch die Beziehung der Hauptprotagonistin (deren Namen wir nie erfahren) zum Hauptprotagonisten. Sie ist von einem (sie sexuell anregenden) asymmetrischen Machtgefälle und nahezu inzestuös anmutenden Interpretationen ihrerseits geprägt, was nie hinterfragt wird. Die einzelnen Personen auf verschiedenen Zeitsträngen mit verschiedenen Intentionen fühlen sich wie ein Wollknäuel an mit losen Enden; die Übersetzung ist grottig und/oder es werden komplizierte Begriffe und Metaphern gebraucht. Die Message des Buchs bleibt mir unklar. Aus mir unerfindlichen Gründen wird außerdem viel auf Tauben herumgehackt (im übertragenen nicht wortwörtlichen Sinne). Es gibt drei verschiedene Erzählarten im Buch; dieser Wechsel hat mir persönlich nicht gefallen. Alles in allem hinterlässt mich das Buch mit einem bedrückenden Gefühl und Fragezeichen.
Zeitreise mit Humor erzählt!
Das Ministerium der Zeit hat mich zum großteil über seinen Humor abgeholt! Sowohl die namenlose Protagonistin als auch der männlichen Hauptprogagonist haben mich "köstlich" unterhalten :) Ich muss gestehen, ich habe erst zum Ende des Buches vollendenz verstanden, in welcher Form das Buch erzählt wurde - aber vielleicht ist das auch gewollt. Das Buch mischt verschiedene Genre - Humor, Liebesroman zwischen drinnen Thriller? Zeitreise funktioniert in diesem Roman nicht auf die klassische Weise. Nicht wir reisen in eine andere Zeit sondern Personen aus der Vergangenheit werden zu uns geholt. Eine interessante Idee, da sich auch die Frage gestellt wird, inwiefern dass Auswirkungen auf die Personen aus der Vergangenheit hat, welche jetzt in unsere Zeit sind. Ebenfalls interessant fand ich, wie mit dem Thema Einwanderung umgegangen wird. Alleine die Fragestellung ob das "Ministerium der Zeit" zukünftig an das Ministerium für Einwanderung angegliedert wird, da die geholfen Personen ja sozusagen "einwandern" in unsere Zeit. Die Autorin selbst hat ihre Identität teils autobiographisch mit der Protagonistin verarbeitet und greift Themen wie Heimat, Rassismus und Feminismus auf. Das Buch ist garnicht mal so schmal aber das World-Building ist recht dürftig. Besonders zur Auflösung hin, wird es recht hektisch & chaotisch. Gerne mehr Seiten um die Situation genauer zu erklären oder ich wäre ggf. sogar unwissender geblieben. Ich musste die Passagen am ende mehrmals lesen, weil so viel passiert ist. Dabei war der Plottwist garnicht schlecht! Nur chaotisch. Dennoch - ich habe das Buch an einem Tag beendet und es sehr genossen. Auch das Ende hat mir gut gefallen. Nach dem Chaos der letzten Seiten war es recht realistisch und hat ein schönes Schlusswort.
Eine junge Ministeriumsangestellte und ein verschollener Polarforscher verbringen einen heißen Sommer in einem Backsteinhaus in London.
Nette, ruhige Story. Ließ sich aber etwas zäh lesen. Teilweise habe ich es auch gehört und habe hin und wieder glaube ich auch den Faden verloren. Viel Aktion ist hier nicht vorhanden. Erzählt wird die Geschichte eines Zeitreisenden und wie er sich in der neuen Zeit zurecht findet. Gemeinsam mit seiner Betreuerin. Es bahnt sich auch eine Liebesgeschichte an, die sich für mich an manchen Stellen sehr hölzern angefühlt hat, da die Protagonisten aus verschiedenen Zeiten kommen und damit unterschiedliche Prägungen in Sachen Liebe und Beziehung bzw. Körpergefühl haben. Fazit: kann man lesen, ich habe mir aber mehr erhofft.
Geniale Idee. Lesenswert
Die Ich-Erzählerin nimmt die Leserin mit auf eine wilde Reise durch die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Ein Science-Fiction-Thriller mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen auf die grossen Themen, die die Politik umtreibt: Klimakrise, Gleichberechtigung, Migration. Im Zusammenhang mit Letzterem: Die Zeitreisenden werden vom Ministerium (der Zeit) euphemistisch Expats genannt. Im Zentrum steht Graham Gore, ein realhistorischer Arktisforscher, der 1847 im Eismeer verschollen (und damals wie heute offenbar sehr attraktiv) ist. Die Ich-Erzählerin soll als sogenannte Brücken Gore nun behutsam in das Leben in der Gegenwart einführen: Die Vorstellung davon ist witzig und die Idee brillant - in der Praxis gibts aber doch einige Fragen, die offen bleiben. Die Idee überzeugt zu 100 Prozent, die Umsetzung nicht. Trotzdem: lesenswert 👍👍👍
Lustig und spannend
Als ich mit dem Buch begann, konnte ich mir nicht vorstellen, wohin die Reise gehen sollte. Es ist eine seltsame Geschichte, die langsam beginnt und sich etwas zieht. Zeitreisende, Integration, Brücken, das Ministerium – all das spielt eine Rolle. Die Charaktere sind sympathisch und witzig, was das Buch unterhaltsam macht. Man möchte wissen, was passiert und wohin die Geschichte führt, und für mich war es eine unerwartete Wendung. Der Anfang ist langsam, aber dann steigt die Spannung plötzlich an und das Finale ist rasant. Mir hat es sehr gut gefallen und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen.
RomCom, Sci-Fi und historischer Roman mit ein bisschen Cringe-Faktor
Ich sag’s euch wie es ist: mir hat’s richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Es war ein bisschen komisch, das kann ich nicht leugnen, aber mich haben die Gedanken rund um‘s Zeitreisen überzeugt plus das Anschneiden von Dynamiken und Problematiken bezüglich Flucht und das Leben in einer anderen Region als der Heimat. Sei diese geographisch oder temporal getrennt vom Ursprungsort. Ich fand das recht schlau, wie die Autorin das verbunden hat. Bei der Liebesgeschichte sieht’s ein bisschen anders aus, hier hab ich’s wirklich nicht gefühlt und generell wenn die Figuren aus der Vergangenheit irgendwas gemacht haben, kam mir alles oft ein bisschen trashy vor. Es hat mich einfach nicht überzeugt, wie sich die Protas in der Gegenwart entwickelt und verhalten haben und alles mit einem kleinen Stirnrunzeln gelesen. Vor allem die 🌶️-Szene hat mich laut auflachen lassen. Für mich war es daher ein recht lockeres Lesevergnügen, das ich nicht allzu ernst genommen habe, aber ein Vergnügen war‘s eben trotzdem. Graham Gore ist übrigens kein Gespenst, sondern hat wirklich existiert und tatsächlich bei beschriebener Arktis-Expedition sein Ende gefunden. Das Buch entstand laut Nachwort aus der Begeisterung für „ein paar alte Knacker, die in der Arktis verschollen sind“, was eigentlich ziemlich cool ist. So ergeben die Zwischenspiele aus Grahams Zeit für mich auch mehr Sinn, denn sie sind leider nur selten gut mit der Jetztzeit im Buch verwoben. 💬 »Sie« sind immer noch an der Macht, und auch wenn sie »marginalisiert« statt »mongolid« sagen, stellen sie immer noch damit fest, dass wir ein Thema sind, mit dem sie umgehen müssen. Wann war ich an der Reihe, das Zuckerbrot und die Peitsche zu halten? 💬 Vergebung und Hoffnung sind Wunder. Sie können dein Leben verändern. Sie sind Zeitreisen.
Gut, aber hätte noch mehr Potenzial gehabt…😬🫣
Gut gefallen haben mir die Figuren und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Man konnte die Chemie sehr gut zwischen den Protas fühlen. Genauso wie die starken Emotionen, und auch die Themen wie Vergebungen und Hoffnung waren am Ende gut eingebracht. Die historischen Parallelen rund um die Besetzungen der Erebos und Terror waren interessant, man konnte einiges über die damaligen Zeiten und auch anderer Kulturen lernen. Sogar ein kleiner Plot-Twist war im letzten Akt dabei gewesen. 😊 Allerdings hat die Geschichte für meinen Geschmack sehr lange gebraucht, um Fahrt aufzunehmen. Erst ab circa der Hälfte des Buches kam sowohl der Plot, als auch die Romance der beiden Protagonisten (immer noch) ziemlich langsam voran. Wobei sich dann im letzten Drittel die Ereignisse nur so überschlagen haben. Außerdem hat die Autorin aus meiner Sicht einige bildhafte Umschreibungen bzw. Metaphern verwendet, die sich für mich nicht ganz passend angefühlt haben und mich aus dem Lesefluss öfter herausgerissen haben. Es wurden auch einige Vokabeln verwendet, die mir nicht ganz geläufig waren, welche ich dann aus dem Kontext schließen durfte. 😬 Alles in allem, eine unterhaltsame Geschichte, die zwar etwas schwerfällig in Gang kommt, aber auch etwas nachdenklich macht und nachhallt, und damit durchaus lesenswert ist.
Ich glaube, wenn ich eine Zeitmaschine zur freien Verfügung hätte, würde ich sie nicht nutzen. Ich würde einfach schön brav auf meiner Couch sitzen bleiben, weiter zu viel Zeit online verbringen und mein stinknormales Leben weiterleben. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich die Zeitmaschine zerstören. Ob es wohl reichen würde, die Maschine von meinem Balkon zu werfen? Oder sollte ich sie im See ertränken? Ich habe inzwischen einfach viel zu viele Zeitreise-Bücher gelesen, die mir gezeigt haben, dass solche Reisen immer zu Problemen führen. Und ich habe echt keine Lust, meine eigene Existenz auszulöschen, weil ich aus Versehen über 5 Ecken meine Vorfahren ausgelöscht habe. Aber trotzdem lese ich gerne weiterhin über die Abenteuer, die fiktionale Figuren so in der Vergangenheit oder Zukunft erleben dürfen. So auch hier: Eine junge, namenlose Frau darf eine neue Stelle bei einem geheimnisvollen Ministerium antreten. Als „Brücke“ soll sie dem unfreiwilligen Zeitreisen Commander Graham Gore aus dem Jahr 1847, seines Zeichens Polarforscher, zur Seite stehen. Das unfreiwillig sollte hier fett gedruckt und groß geschrieben werden, wenn das nicht den Lesefluss stören würde: Er wurde nämlich, nachdem sein Schiff Ewigkeiten im Eis festgefroren war, vom Ministerium entführt und in die Gegenwart befördert. Ungefragt, ohne Vorwarnung, einfach nur ZACK und du bist in einer anderen Zeit. Und dann erwarten diese Schweine auch noch Dankbarkeit dafür, dass sie dir ja das Leben gerettet hätten! Durch die namenlose Frau soll sich Gore nun an das Leben im London des 21. Jahrhunderts gewöhnen und lernen, Erfindungen wie die moderne Toilettenspülung und das Internet zu verwenden. Schon bald entwickelt sich Freundschaft und eine vorsichtige Beziehung zwischen den beiden. Doch natürlich macht es das Schicksal den beiden nicht so einfach und schon bald müssen sie sich nicht mehr nur mit Nebenwirkungen der Zeitreise herumschlagen, sondern auch mit düsteren Seiten des Ministeriums – von heute, morgen und gestern. An sich eine sehr spannende und gut geschriebene Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Besonders schön fand ich, dass nie auf die psychologischen Aspekte vergessen wurde, die gerade bei Gore natürlich relevant sind: Unglauben, Trauer, Überforderung, aber auch Hoffnung und Freude werden glaubwürdig beschrieben. Leider blieb ich am Ende doch etwas ratlos zurück. Viele neue Handlungsstränge eröffneten sich erst auf den letzten hundert Seiten, nicht alles davon konnte für mich zufriedenstellend aufgelöst werden. Mein Fazit? Aufgrund des sehr schwachen Endes leider nur bedingt empfehlenswert.
Eine etwas andere Zeitreise-Geschichte die mir grundsätzlich durchwegs hätte gefallen können. Hat sie aber nicht. Zum einen fand ich den Schreibstil sehr anstrengend, ich würde empfehlen, vor dem Kauf eine Leseprobe zu lesen. Ich kann mir vorstellen, dass der Stil andere begeistert, mich hat er je länger je mehr gestört. Zum anderen gefällt mir die Idee nicht, so eine Geschichte zu schreiben und den männlichen Hauptcharkter einfach aus der realen Geschichte zu entlehnen. Es fühlte sich für mich falsch an, spätestens als sich die Liebesgeschichte entwickelte fand ich die Vorstellung gruselig, dass diese Person mit diesem Namen und seinen ersten 37. Lebensjahren wirklich mal existiert hat. Möglicherweise hätte es mich mit einem fiktionalen Charakter eher abgeholt. Die eigentliche Geschichte ist ganz unterhaltsam und interessant, hat aber in den ersten zwei Dritteln einige Längen, das letzte Drittel geht dann recht rasant. Vielleicht zu rasant für mich, denn die schlussendliche Auflösung hab ich dann irgendwie nicht vollständig verstanden. Aber es hat mich nicht genug interessiert es nochmal zu lesen oder zu versuchen es zu verstehen. Ich war froh dass ich durch war. Ich gebe dem Buch 2,5 Sterne.
Almost dnfed...
The idea was nice. The first part with all the weird jargons almost made me stop reading this book. It was hard to follow. I even paused reading it for a while. It took all my will to continue reading. At some point, when the romance between both main characters started, I got hooked again. And not only because of it. At this point in the book ther weird jargons stopped.
Ich frage mich, wie eine Geschichte über Zeitreisen mit Spionage-Mystery-Anteil so langweilig sein kann... Unsere namenlose Protagonistin bekommt einen Job bei der Regierung. Zeitreisen sind möglich, wie ist egal (das sagt sie uns gleich zu Anfang... so kann man es sich auch leicht machen). Als "Brücke" soll sie sich um eine von mehreren ausgewählten historischen Persönlichkeiten kümmern, die als "Expats" aus ihrer Zeit rausgeholt werden. Da wären sie sowieso gestorben bzw werden auch schon für tot gehalten. So kommt es nicht zu einem Paradoxon. Warum grade diese Leute? Wissen wir nicht. Die Prota bekommt Graham Gore zugeteilt, der bei einer Expedition im Eis mit den anderen Männern verschwand. Nun ist er also gerettet und muss sich in unserer Zeit zurechtfinden. Dabei ist er sanftmütig und witzig, manchmal überfordert und doch sehr... umgänglich. In distanziertem Schreibstil folgen dann Szenen und Episoden aus dem nun gemeinsamen Leben der beiden, die langweiliger und belangloser nicht sein könnten. Natürlich entwickelt sich eine Romanze und es gibt auch etwas sexuellen Content. Das hat mir allerdings eher Unbehagen bereitet, denn bei Gore handelt es sich um eine reale Person aus der Geschichte, während die namenlose Protagonistin ein sehr offensichtlicher self insert der Autorin ist. Ich habe mich ein bisschen fremdgeschämt. Im letzten Viertel kommt dann noch etwas mehr Story und Action dazu, aber ich bin mit dem Ende einfach nur unzufrieden. Einen zweiten Stern gibt es für die paar guten Sätze zu Kolonialismus, Identität, Migration und Rassismus. Ansonsten freue ich mich, das Buch nun beiseite legen und mich anderen Geschichten zuwenden zu können.

„Das Ministerium der Zeit“: Ein historischer Zeitreise-Thriller-Albtraum! 🤯⏳
Die Story startet mit einem Projekt für ein Ministerium 🏛️, das fünf verpeilte historische Persönlichkeiten aus vergangenen Jahrhunderten (darunter ein viktorianischer edler Typ🎩 , Graham und eine coole Lesbe 🏳️🌈) in die Welt von heute bringen , um die Welt zu retten, zu experimentieren und zu erproben. Unterstützt wird Graham dabei von der Erzählerin ( ohne Namen) der Story, die sich u.a. eine Hühnertasche mit Kükenportemonnsie zulegt und auch ansonsten ungewöhnliche Dinge tut. Die Akklimatisation im 21. Jahrhundert ist skurril nicht nur in Bezug auf die Klospülung und wirkt witzig zunächst. Klingt nach Comedy, wird aber schnell ernst. Die Mission startet easy, aber dann kommt der Schock: Viele Tote 💀 und die Klimakatastrophe 🌍🔥 als Endgegner. Es wird zum Thriller, ich konnte kaum aufhören zu lesen! Am Ende ist es ein Mix aus Verzweiflung und Hoffnung – und ich hoffte so sehr, dass Graham (und die Autorin) es schaffen. Ich habe mich auch ein bisschen in Geaham verliebt 😍. Aber Zeitreisen sind kein Spaß – es sind Wunder! ✨

Für mich war Das Ministerium der Zeit ein Buch, das mit etwas Geduld belohnt – aber diese Belohnung ist es absolut wert. Eine originelle, kluge, bewegende Geschichte, die mich am Ende wirklich berührt hat.
Ganz ehrlich: Am Anfang hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, in Das Ministerium der Zeit hineinzufinden. Die ersten 40, 50 Seiten fühlten sich etwas distanziert an, fast spröde, ich musste mich an den Stil gewöhnen, an die leise, fast unterkühlte Erzählweise und an die sehr zurückhaltende Hauptfigur. Aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin. Denn was danach kam, hat mich komplett in den Bann gezogen. Die Geschichte entwickelt sich mit einer ganz eigenen Ruhe, aber auch mit einem Sog, der mir fast unbemerkt unter die Haut ging. Die Beziehung zwischen der Erzählerin und Commander Graham Gore, einem viktorianischen Polarforscher, der durch ein geheimnisvolles Ministerium ins 21. Jahrhundert geholt wird – wächst so feinfühlig, so menschlich, dass ich am Ende völlig mit ihnen mitgelitten habe. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine zarte, manchmal schmerzhafte Annäherung zwischen zwei Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise aus der Zeit gefallen sind. Kaliane Bradley schreibt klug, humorvoll und mit einem wachen Blick für gesellschaftliche Zwischentöne. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie Themen wie Kolonialismus, Fremdsein und Fortschritt auf eine leise, aber wirkungsvolle Weise einflicht, nie belehrend, sondern ganz selbstverständlich aus der Situation heraus. Und dann sind da diese stillen, oft melancholischen Momente, in denen man als Leser:in merkt, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich einzelne Absätze mehrmals gelesen habe, einfach weil sie so schön, so treffend oder so überraschend waren.

Characteristics
7 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Als eine junge Frau einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium antritt, ahnt sie nicht, dass dieser schwüle Sommer ihr Leben für immer verändern wird. Denn das Ministerium der Zeit hat das geschafft, was niemand jemals für möglich hielt: Menschen durch die Zeit zu transportieren. Und so soll sie dem eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore das Ankommen im lärmenden London des 21. Jahrhunderts erleichtern.
Während er sich an mit den Wundern der Moderne wie Toilettenspülungen und Spotify vertraut macht, muss sie ihn damit konfrontieren, dass sich die Welt nicht unbedingt nur zum Guten gewandelt hat. Und als sei nicht alles ohnehin kompliziert genug, entwickelt sich aus dem anfänglichen Unbehagen weit mehr als nur eine tiefe Freundschaft. Doch das Ministerium hat seine ganz eigenen Pläne mit dem Zeitreisenden und plötzlich verschieben sich heute, morgen und gestern, und was die beiden zusammengeführt hat, droht sie nun mit aller Macht auseinanderzureißen.
»Liebe Leserinnen und Leser, Sie sind zu beneiden: In der Zukunft wartet dieser kluge, witzige Roman auf Sie!« Washington Post
Book Information
Author Description
Kaliane Bradley ist eine britisch-kambodschanische Autorin und Lektorin. Ihre Kurzgeschichten sind in verschiedenen Magazinen erschienen. Sie ist Gewinnerin des Harper's Bazaar Short Story Prize 2022 und des V. S. Pritchett Short Story Prize 2022. »Das Ministerium der Zeit« ist ihr erster Roman und erscheint in über 25 Ländern. Kaliane Bradley lebt in London.
Posts
Der britischen Regierung gelingt es durch ein Zeitportal fünf Personen, die der Geschichte nach kurz vor ihrem Tod standen, in die Gegenwart zu holen. Damit Sie sich im heutigen London zurechtfinden, werden Ihnen sogenannte Brücken zur Seite gestellt. Erzählt wird aus der Sicht von Graham Gores Brücke, deren Namen man nicht erfährt. Zuvor noch Dolmetscherin aufgrund ihrer kombodschanischen Wurzeln ist sie plötzlich in einem neu geschaffenen Ministerium für die Assimilation eines Mannes zuständig, der andere Werte vertritt, jahrelang auf See gelebt und schlussendlich im Eis verschollen blieb.
Eine wilde Mischung aus Science Fiktion, Romance und Spionagethriller. Die Grundidee und die teilweise bildhafte Sprache haben mich zwar anfangs gefesselt, aber dann plätschert due Geschichte so vor sich hin. Die Rückblenden Grahams gescheiterter Alaskaexpedition hätte es meiner Meinung nicht gebraucht und haben nicht zur Verbesserung beigetragen. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt.
Wer auf der Suche nach einem Buch ist, das fesselt, berührt und zum Lachen bringt, sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen! Für mich eine klare Empfehlung und ein Highlight ⭐⭐⭐⭐⭐
Manchmal kommt ein Buch ganz unerwartet in dein Leben – so war es bei mir mit Das Ministerium der Zeit. Eigentlich hätte ich wohl nie zu diesem Roman gegriffen, wäre da nicht unser Buchclub gewesen, der es als gemeinsames Leseprojekt ausgewählt hat. Und ich bin so unglaublich froh, dass es genau so gekommen ist! 📚✨ Schon die allerersten Seiten haben mich regelrecht gepackt. Die Geschichte entfaltet sich mit einer solchen Leichtigkeit und gleichzeitig einer fesselnden Spannung, dass ich sofort neugierig war und nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Kapitel sind kurz und knackig, perfekt, um immer weiter einzutauchen – und genau das habe ich getan, Seite für Seite, Stunde um Stunde. 🔥 Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die brillante Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Autorin schafft es, Themen wie Sexualität und gesellschaftliche Verhaltensweisen so authentisch und einfühlsam zu erzählen, dass sie mich tief berührt haben. Dabei verliert das Buch nie seinen spannenden, lebendigen Ton – im Gegenteil, es wird immer intensiver! 🌈🕰️ Und jetzt kommt das Beste: Beim Lesen musste ich oft so herzlich und laut lachen, dass ich mich selbst überraschte! Die humorvollen Momente sind so wunderbar eingebaut, dass sie das Buch mit einer herrlichen Leichtigkeit durchziehen und für eine perfekte Balance sorgen. 😄😂 Ab einem bestimmten Punkt nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf – es passiert so viel, dass ich kaum mithalten konnte. Die kurzen Kapitel sind vollgepackt mit Wendungen und Überraschungen, die mich immer wieder aufs Neue gefesselt haben. Ich war ständig auf der Kante meines Sitzes und konnte kaum glauben, wie spannend und abwechslungsreich die Handlung ist! 🤩📖 Obwohl das Ende nicht klassisch glücklich ist, hat mich die Geschichte tief bewegt. Ich hätte mir zwar noch mehr Zeit mit den faszinierenden Figuren gewünscht, weil sie mir ans Herz gewachsen sind, doch gerade diese offene Erzählweise macht das Buch für mich so besonders. Es regt zum Nachdenken an und lässt Raum für eigene Gedanken und Gefühle. 💭✨

Identität im Fadenkreuz der Epochen: Warum „Das Ministerium der Zeit“ ein absolutes Meisterwerk ist
Es gibt Bücher, die man allein wegen ihrer äußeren Erscheinung aufschlägt, und Kaliane Bradleys Debüt war für mich genau dieser Fall: Mein Beitrag zur Lesechallenge 2026 für die Kategorie „Ein Buch, dessen Cover mich sofort anspricht“. Was sich hinter diesem Cover verbarg, hat mich jedoch völlig unvorbereitet getroffen und ist zu einem echten Jahreshighlight geworden. Ein literarisches Experiment zwischen Sci-Fi und Psychologie Das Buch lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen: Es geht um das Wagnis von Zeitreisen, eine tiefgreifende Identitätssuche zwischen Kambodscha und England und eine faszinierende Neuinterpretation der Freud’schen Theorie von Es, Ich und Über-Ich. Bradley, selbst britisch-kambodschanische Autorin, verwebt diese Elemente zu einem Erfahrungsbericht, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Besonders das letzte Drittel hat mich tief ins Grübeln gebracht – die Art und Weise, wie die Charaktere Freud’sche Instanzen widerspiegeln (oder zumindest meine ganz eigene Interpretation davon), verleiht der Geschichte eine psychologische Dichte, die man in diesem Genre selten findet. Die Zerbrechlichkeit der Existenz Die Grundfragen des Romans sind so packend wie beklemmend: Wie fühlt es sich an, aus der eigenen Zeit gerissen zu werden und Jahrhunderte später unter strengster Beobachtung des Staates weiterzuleben? Oder in den Worten des Buches: Werden die Expats die Zeitreise überleben? Bradley beleuchtet meisterhaft, was es bedeutet, als Mixed-Race Person instrumentalisiert zu werden – erst als Werkzeug des Staates, nur um dann selbst jemanden als „Forschungsobjekt“ zu identifizieren. Auch das können wir in den Wortes des Buches sagen: Als Brücke hast du alles zu berichten. Dieser ständige Wechsel zwischen Beobachter und Beobachtetem sorgt für eine Spannung von glatten 5 Sternen. Der Schreibstil (4 von 5 Sternen) in Form eines Berichts macht das Unmögliche greifbar und intim. Ich würde der Autorin gerne die Frage stellen, wie viele ihrer eigenen Erfahrungen als Mixed-Race Person in diese vielschichtige Identitätssuche eingeflossen sind, denn die Emotionen wirken erschreckend echt. Mein Lieblingszitat: „Vergebung, die dich zu dem Menschen macht, der du warst, und dir eine zweite Chance gibt. Hoffnung, die in einer Zukunft wartet, in der du ein neuer Mensch bist. Vergebung und Hoffnung sind Wunder. Sie können dein Leben verändern. Sie sind Zeitreisen.“ Fazit Dieses Buch hat mir gezeigt: Die Geschichte ist veränderbar. Es ist ein kluger, emotionaler und hochspannender Roman, den ich definitiv meinem Ehemann und allen anderen Sci-Fi-Begeisterten ans Herz legen werde. Ein verdientes Highlight mit der vollen Punktzahl!
"Das Ministerium der Zeit" ist für mich ein eher enttäuschender Roman. Ich mag Zeitreiseromane sehr gerne lesen und auch dieses Buch hat mich vom Klappentext her direkt angesprochen, aber der rudimentäre Schreibstil und die blaßen Charaktere, allen voran die namenlose Protagonistin, haben mich leider überhaupt nicht überzeugen können und ich empfand die Handlung stellenweise als sehr sehr langweilig und langatmig. Fazit: Nicht mein Buch.
Puhhh...
Ich bin einfach froh dieses Buch beendet zu haben. Ich war die meiste Zeit maximal verwirrt, meiner Meinung nach waren einige Schlüsse unlogisch, die Figuren hätten mir nicht egaler sein können (außer Arthur) und als Liebesgeschichte würde ich es auch nicht bezeichnen. Es gab da ein ganz unangenehmes Machtgefälle (wobei die Macht mal bei der weiblichen Figur lag, macht es für mich aber nicht besser). Manchmal waren die Sätze komplex verschachtelt (ich glaub die Übersetzung war einfach nicht besonders gut) und die Vergleiche sollten vielleicht Humor erzeugen, ich fand sie nur abstrus und seltsam. Das war kein Buch für mich.
Rezension: (kann Spoiler enthalten) Ich fand das Buch sehr interessant. Es ist vielleicht zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, weil man den Namen der Protagonistin nicht erfährt und alles immer etwas bruchstückhaft beschrieben wird. Der Schreibstil hat alles einfach etwas rätselhaft gestaltet, aber es hat zum Plot gut gepasst und ich fand es eigentlich so ganz interessant. Das Finale des Buches wirkte etwas hektisch, aber ansonsten hat mir die Geschichte gut gefallen. Manchmal ist sie etwas skurril, manchmal etwas verwirrend, aber doch immer auch ganz spannend. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, auch wenn man sich darauf erstmal richtig einlassen muss. 4 Sterne
Eine cosy Zeitreise-Geschichte
Das Buch war insgesamt gut – spannend konzipiert, mit einer interessanten Grundidee und atmosphärischem Setting. Leider entwickelte sich die Geschichte etwas zu langsam, und viele Figuren sowie Handlungsstränge blieben zu oberflächlich. Trotz dieser Schwächen bleibt es ein lesenswerter Roman für Fans von Zeitreise-Themen.
Zeitreise & Romanze in einem Buch / Romantasy - not my kind of story
Leider wurde ich mit diesem Buch nicht richtig warm. Folglich kann ich den Hype um das Buch und die Lobeshymnen drauf nicht nachvollziehen. Es fiel mir auch echt schwer am Buchplot dran zu bleiben und mich in die Story einzufühlen. Vielleicht auch einfach nicht mein Genre. Der Storyplot plätschert so vor sich hin um dann zum Ende hin mit einer Wendung auf wenigen Seiten zu schließen. Definitiv für mich nicht logisch. Leider keine Leseempfehlung meinerseits.
Ein spannendes Buch zum Thema Zeitreisen. Was passiert, wenn man Menschen aus ihrer gewohnten Zeit in unsere verpflanzt? Was bringt man ihnen bei oder was erzählt man ihnen? Damit beschäftigt sich "das Ministerium der Zeit". Jeder Zeitreisende bekommt eine:n Betreuer:in , Brücke genannt, an die Seite gestellt. Sie leben zusammen und lernen sich und durchaus auch die Welt des andern kennen. Hauptsächlich begleiten wir Graham Gore, der auf der auf der Franklin Expedition zur Arktis, mit den Schiffen Erebus und Terror, festfror und im wahren Leben dort starb, und seine Brücke Mai. Anfangs wird viel über die Schwierigkeiten berichtet, wie Graham sich einlebt und das Ministerium das kontrolliert. Nach und nach schleicht sich in die Geschichte ein Problem ein, bis wir im Bereich der Spionage und Gut gegen Böse sind. Die Auflösung ist sehr konstruiert, aber das gehört zu den Zeitreisen dazu. Ich fand es wirklich gut, wie schleichend die Unruhe bei den Figuren entsteht. Die Sicht auf die Personen, die aus ihrer Zeit gerissen wurden, auch wenn sie dort zeitnah gestorben wären, fand ich spannend. Auch den Gedanken, wie kümmert man sich um diese Menschen, wann ist es Zeit sie aus der Beobachtung zu lassen etc., war gut gemacht. Es hat Spaß gemacht, dass Buch zu lesen.
Graham Gore (+1847) Offizier der Royal Navy, Polarforscher
>>Natürlich lieb(t)e ich Dich.<< Nachdem Lesen hat man nicht nur ein beträchtliches Wissen über einen Mann der eine Fußnote der Geschichte war, sondern sich wie die Autorin und die namenlose Protagonistin, ein kleines Stück mit in einen faszinierenden Mann verliebt, der soweit bekannt seit spätestens1847 tot ist. Am Ende geht es nur zweitrangig um Zeitreisen und erstrangig um die Liebe - ein Anker ⚓️ der alle Grenzen, räumliche und zeitliche, im Hier und im Dort, überdauern kann. Das ist wieder einmal eine Geschichte die man mit Bedacht lesen muss, damit sie wirken kann. Ich glaube man kann die Geschichte aufs wesentliche Begrenzen: auf die Menschen die einem ans Herz gehen, die einen berühren und nie mehr loslassen. Hab ich das mit den Zeitreisen verstanden? Hmm. Bleiben Fragen offen? Ja. Aber ist das so wichtig? Nein. Vergebung und Hoffnung sind Zeitreisen. Eine wunderschöne Feststellung.
Die britische Regierung hat einen Weg gefunden, durch die Zeit zu reisen, um ausgewählte Persönlichkeiten aus der Vergangenheit ins 21. Jahrhundert zu holen. Die namenlose Ich-Erzählerin soll den 1847 verstorbenen Polarforscher Graham Gore im heutigen London begleiten und ihm helfen, sich in einer fremden Zeit zurechtzufinden. Besonders die Begegnungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind gelungen und unterhaltsam. Die Szenen, in denen Graham Gore mit modernen Alltagsphänomenen konfrontiert wird, sind pointiert erzählt und sorgen immer wieder für leise humorvolle Momente. Der anfängliche Genremix aus Fantasy und Gegenwartsliteratur funktioniert gut, verliert im weiteren Verlauf jedoch an Klarheit. Der rote Faden wirkt stellenweise unscharf, einzelne Passagen sind unnötig ausgedehnt und bremsen das Erzähltempo. Fazit: Ein ideenreicher Debütroman mit starkem Ansatz und gelungenen Momenten, der erzählerisch jedoch nicht durchgehend trägt.
Eine gute Idee - die Umsetzung war jedoch schwach
Mein größtes Abenteuer beim Lesen: nicht einzuschlafen. Chemie zwischen den Figuren? Fehlanzeige. Das Buch hat sich leider extrem gezogen – bis auf die letzten 50 Seiten passiert kaum etwas. Dabei war die Grundidee wirklich interessant. Der Schreibstil war allerdings zäh und hat so viel Distanz geschaffen, dass man gar nicht mitfühlen oder mitfiebern konnte. Ich habe es letztlich nur beendet, um sicherzugehen, dass es wirklich nicht besser wird. Schade.
ich fands irgendwie… gar nicht gut? 😭
Ich liebe eigentlich alles rund ums Thema Zeitreisen, gerade weil es super komplex und mind blowing sein kann. Deswegen hatte ich auch hier auf Plottwists und unerwartete Wendungen gehofft. Aber irgendwie war es tatsächlich echt langweilig. Ja, es ist anfangs ganz unterhaltsam, wie sich die Zeitreisenden aus der Vergangenheit ins 21. Jahrhundert einleben. Aber auch hier- absolut nichts Neues und die gleichen Situationen wie in jedem anderen Buch über Zeitreisen. Zum Schluss kamen ein paar interessante Handlungsstränge ins Spiel, die aber leider nicht weiter ausgeführt und sehr schnell abgewickelt wurden. Insgesamt hat’s mich echt enttäuscht. 🤷🏼♀️
Schwierig zu bewerten…,
Ich wollte das Ministerium der Zeit unbedingt lesen. Ich liebe Zeitreisegeschichten und fand die Idee mega spannend! Eine Mischung aus Zeitreise Sci-fi, historischem Roman und Liebesgeschichte, klingt nach genau meinem Buch! Es ist auch spannend zu lesen, wie sich die sogenannten Expats in der Gegenwart zurechtfinden. Leider war das Buch für mich zu überladen. Die Autorin hat so viele Themen hineingepackt, dass ich beim Zuschlagen des Buches nicht sicher bin, was ich da gelesen hab. Und obwohl es so viel Inhalt hat, hat es mich nicht richtig gepackt, es ist kein Sog entstanden. Das kann an der Komplexität liegen (me problem) und auch daran, dass die Protagonistin namenlos und emotional unerreichbar bleibt. Das Ende war gut, hat zur Geschichte gepasst. Insgesamt schade, da wär so viel mehr möglich gewesen!
Wie soll man das bewerten?
"ᴠᴇʀɢᴇʙᴜɴɢ ᴜɴᴅ ʜᴏꜰꜰɴᴜɴɢ ꜱɪɴᴅ ᴡᴜɴᴅᴇʀ. ꜱɪᴇ ᴋöɴɴᴇɴ ᴅᴇɪɴ ʟᴇʙᴇɴ ᴠᴇʀäɴᴅᴇʀɴ. ꜱɪᴇ ꜱɪɴᴅ ᴢᴇɪᴛʀᴇɪꜱᴇɴ." Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, da es so komplett anders ist, als das was ich bisher gelesen habe. Eine Mischung aus Sci-Fi, History, Thriller und Rom-Com. Klingt interessant? Ist es auch, aber dieses Buch hat mich verwirrt. Obwohl das Ende ziemlich klar ist und man vor Augen geführt bekommt, was passieren kann wenn man nicht anfängt endlich aufzuwachen und etwas zu ändern...das wir eigentlich in einer Zeitmaschine stecken, da sich die Vergangenheit andauernd wieder in die Gegenwart und Zukunft schleicht (so interpretiere ich es zumindest). Mehr kann ich gar nicht dazu schreiben. Wenn du dich für ein Buch interessierst, dass komplett anders ist, ein Buch das von Emily Henry und Barack Obama empfohlen wird, zum nachdenken anregt und dich mit einer verwirrten Klarheit zurücklässt, dann hole dir dieses Buch. Bereuen es gelesen zu haben tue ich definitiv nicht.
Was für eine wunderschöne Liebesgeschichte
In ihrer Zartheit und Unbeholfenheit war die sich super langsam entspinnende Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten wirklich das Schönste was ich seit langem an Romance gelesen haben. Mit einer zauberhaft federnden Leichtigkeit in den Worten und einem unerwartet nüchtern trockenen Witz, die einem immer wieder ein Flattern in der Brust und ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ja… die Mitte hat ihre Längen. Ja … es werden nicht alle Details des Zeitreisemechanismus genau auserklärt. Ja … manche Fragen bleiben unbeantwortet. Aber für mich ist es am Ende einfach eine tolle Liebesgeschichte mit faszinierend ausgestalteten Charakteren und einem wirklich kreativen Setting, die mich wirklich wirklich wirklich gerührt hat. Und dann ist das Hardcover auch noch so schön gestaltet. “Ach, die Liebe, die größte Katastrophe von allen”… ❤️

🕰️✨ Ein Buch wie ein Zeitsprung direkt ins Herz. Ich bin selten so sprachlos aus einem Buch gefallen. Das Ministerium der Zeit ist nicht einfach nur eine Romance mit Sci-Fi-Elementen – es ist klug, emotional, bissig und so literarisch, dass ich mir beim Lesen ständig Zitate markieren wollte. Commander Gore? Ein historischer Softboi, den man einfach lieben muss. Die Erzählerin? Komplex, reflektiert, ironisch – eine Figur, in der man sich verlieren kann. Und dann dieser unterschwellige politische Kommentar, der sich ganz leise, aber umso wirkungsvoller in die Handlung schleicht. Zwischen Spotify und Kolonialkritik, zwischen Gefühlen und Systemkritik – dieses Buch ist so viel mehr als es vorgibt zu sein. Ich hab gelacht, gestaunt, war wütend und am Ende einfach nur: hingerissen. 🖤 Eine Zeitreise-Geschichte, die nicht in die Vergangenheit flieht, sondern die Gegenwart seziert. Für mich: ein Jahreshighlight.
So viel besser als gedacht!
Oberflächlich betrachtet ist es eine packende Zeitreisegeschichte mit Hoffnung auf ein wenig Liebesdebakel. Ich habe mich immer mehr von den Fluten mitreißen lassen. Besonders überzeugt hat mich das Spiel zwischen den Charakteren. Sie harmonieren extrem miteinander, man fühlt sich wie ein Freund von ihnen. Und wie interessant ist es bitte, dass eine echte Figur aus der Geschichte eingesetzt wurde, die nicht in jedem zweiten Zeitreiseromantasybuch zu finden ist? Wenn man hinter all die Fassade blickt, merkt man auch die moralischen Aspekte. Was Zeitreise mit einem machen könnte, aber besonders das Thema Diversität kommt nicht zu kurz. Als entwurzelter Mischling sehe ich mich da natürlich sehr. Auch sprachlich überzeugt mich das Buch. Es gibt viel zum Nachdenken, Vielschichtigkeit kommt auch nicht zu kurz. Selten hab ich bei so einem Buch geschmunzelt, gelacht und geschmachtet. Ein paar kleine Dinge hätte man anders machen können. Aber was war das nochmal? Die Fluten haben sie verschlungen.

3 in 1
Habt ihr schon mal 3 Genre in einem Buch gelesen? Ich noch nicht. Aber hier ging’s richtig ab! Von Romance über Romcom zu Science Fiction. Hier wird wirklich alles bedient und das finde ich auch so wahnsinnig toll an diesem Buch!🤎 Ein Buch, was zum Nachdenken anregt und mich einfach sprachlos hinterlässt. Der Schreibstil ist wirklich einzigartig! Ich bin über das ganze Buch hinweg mit Fragen zu Identität, Kolonialismus, Weltschmerz, Zukunft, Liebe, Zeitreisen und vielen weiteren konfrontiert worden. Zwischendrin hat es sich mal etwas gezogen, aber all in all kann ich es sehr empfehlen, wenn ihr mal was ganz anderes lesen wollt!

Wie beschreibe ich das bloß?
Die namenlose Erzählerin bekommt eine Anstellung im Ministerium für Zeit und soll als Brücke für Geflüchtete (oder auch Expats), sprich als Verbindungsglied für Zeitreisende, arbeiten. Ihr Schützling ist Commander Graham Gore von der Royal Navy, der 1845 bei der Franklin-Expedition dabei war und 37 Jahre alt ist…seit 200 Jahren. Ein Jahr wird sie mit ihm zusammen wohnen und ihn im Alltag begleiten, damit er sich in seinem neuen Leben zurechtfindet und dabei geht es nicht nur um technische Neuerungen sondern auch die Vermittlung historischer Ereignisse, wie 9/11, den Holocaust, Weltkriege, etc. Neben Gore gibt es noch weitere “Expats” aus anderen Jahrhunderten Dann verschwindet ihr Führungsoffizier plötzlich, kontaktiert sie aber heimlich später, um sie auf Missstände in dem Projekt hinzuweisen. Dann tauchen plötzlich zwei Menschen aus der Zukunft aus… Der Klappentext hat mich auch wirklich gemacht. Ich fand die Idee sehr witzig und charmant und ich hatte irgendwie auf eine humorvolle Geschichte gehofft. Und jetzt bin ich gar nicht so sicher, was ich bekommen habe. Ich konnte die Geschichte auch keinem Genre richtig zuordnen, gefühlt war es eine wilde Mischung aus Dystopie, Crime, Sci/Fi, Romance. Graham fand ich sehr schnell "assimiliert", da hätte ich mir mehr kuriose Erlebnisse erhofft. Margaret dagegen (aus dem 17. Jhd.) fand ich deutlich unterhaltsamer. Die “Expats” konnte ich auch nicht immer gleich zuordnen, da sie mal mit Namen, mal mit dem Jahr, aus dem sie kommen, benannt wurden… Abgesehen davon fand ich die Wortwahl - “Geflüchtete und Expats” - etwas unpassend, da die Zeitreisenden offensichtlich weder das eine noch andere sind, sondern eher unfreiwillige Versuchskaninchen eines experimentellen Projektes. Leider konnte ich daher auch keinen richtigen Zugang zur Geschichte finden und nachdem es erst ganz interessant anfing, hoffte ich im Verlauf doch immer mehr, dass doch noch eine Wendung kommt oder ein Punkt, an dem es mich mitreißt. Manches erschien mir nicht logisch, anderes habe ich schlichtweg nicht verstanden. Der Spice, der dann plötzlich aufkam, war meiner Meinung nach absolut unnötig und eher abtörnend. Und dann gab es noch sprachliche Ergüsse…puh… die waren für mich sehr irritierend: “...mit der Eleganz und Geschwindigkeit eines schwer verbrannten Lurchs… “Ich wollte in einen Zug beißen oder vielleicht einen v***”. 😖 “Meine Knie rebellierten, wie zwei eingesperrte Frösche. “ “Ich machte ein Geräusch, wie ein geohrfeigter Kanarienvogel.” “Und dann, eines Porridge-milden Mittwochs…? Ähm…??? Mich hätte an diesen Stellen wirklich sehr die Originalversion interessiert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Debüt seine Liebhaber findet und andere vermutlich Kreativität und Fantasie und Originalität besonders ausloben. Mir fehlte irgendwie ein roter Faden, das Warum. Mir fehlte ein sprachlicher Fluss, abgesehen von o.g. Metaphern, fand ich manche Dialoge nicht nachvollziehbar und befremdlich. Es war leider im Ganzen nicht mein Geschmack, was ich wirklich schade finde.
Eine wunderbares Buch mit Geschichtsanteil, Liebesbeziehung und ein wenig Krimi. Besonders interessanter wurde es, als ich herausgefunden habe (eimal kurz gegoogelt), dass der Hauptprotagonist Graham Gore wirklich existiert hat. Das hat der Story gleich noch einen anderen Touch verliehen und mich berührt 😊

Ein Zeitreise-Debakel mit Humor, Herz und fast ein wenig Horror.
Wenn das Ministerium für Zeitreisen eine Stelle ausschreibt, um die Welt zu retten, weiß man eigentlich schon, dass das keine gewöhnliche Stellenbeschreibung sein kann. Und genau das ist das herrlich absurde Fundament dieses Buches. Die Autorin und Protagonistin ohne Namen scheint eine Mission zu erhalten: unsere verkorkste Welt zu verbessern. Sie schickt uns in eine Geschichte in der 5 Zeitreisende, sogenannte ,Expats’ aus der Vergangenheit gerettet werden und mit Hilfe von Partner , sogenannten , Brücken’ im heutigen London leben lernen sollen. Dieser Graham Gore ist ein freundlicher, anständiger viktorianischer Offizier, der 1647 mit seinem Schiff in der Antarktis festgefroren ist und nun unvermittelt im 21. Jahrhundert landet. Man stellt sich vor, wie er versucht, eine Klospülung zu verstehen oder Spotify zu bedienen, während er "anwendbares Wissen" erlernt. Es ist zum Schießen! Was dann folgt, ist eine zarte Romanze, die sich zwischen Gore und unserer modernen Protagonistin mit kambodschanischen Wurzeln anbahnt. Die beiden werden ein Paar und man hofft natürlich, dass das Schicksal ihnen gnädig ist und sie ein Happy End bekommen – schließlich haben sie schon genug Stress damit, unsere Welt mit ihren Klimaproblemen und aktuellen Problemen zu verstehen. Aber halt! Hier biegt die Geschichte abrupt ab und verwandelt sich in einen absurden, gefährlichen und total skurrilen Thriller, mit dem du nicht gerechnet hattest. Plötzlich gibt es viele Bedrohungen an jeder Ecke, und die hehre Mission, die Welt zu verbessern, gerät in den Hintergrund. Was als Zeitreise-Abenteuer begann, wird zu einem nervenaufreibenden Wettlauf gegen die Zeit. Die Art und Weise, wie die Handlung immer verrückter wird, ist genau das, was das Buch so packend macht. Es gleicht einem Thriller, den man kaum aus der Hand legen möchte, weil man einfach wissen muss, wie dieser Wahnsinn endet. Obwohl du auf ein positives Ende gehofft hast, scheint die Autorin eine Schwäche für dramatische Wendungen zu haben. Achtung: Inhaltliche Warnung Im Vorfeld wird gewarnt, dass im Buch rassistische Begriffe von einigen Figuren verwendet werden. Dies sollte potenziellen Leser:innen bewusst sein, bevor sie sich auf die Lektüre einlassen. Es handelt sich um ein Merkmal des Buches, das man nicht ignorieren sollte. Insgesamt scheint das Ministerium der Zeit eine wilde Achterbahnfahrt zu sein, die nicht das liefert, was man erwartet – aber genau das macht sie so unterhaltsam. Es ist ein Buch für alle, die Humor mit einer Prise Thrill und sehr, sehr skurrilen Plot-Twists.

Einmal durch die Zeit und zurück.
Ich habe das Hörbuch 2x direkt aufeinander folgend gehört, da ich beim ersten Hören den Eindruck hatte, wesentliche Teile überhört zu haben. Beim zweiten Hören, habe ich auch nochmal ein paar Passageb wiederholt. Es ist definitiv kein Roman, den man nebenbei hören und abschweifen kann. Ich würde die Geschichte als komplex, witzig und romantisch beschreiben. Gleichzeitig macht sie auch über bestimmte Geschehnissen/Entwicklungen der aktuellen Zeit nachdenklich. Womöglich hätte ich die Zusammenhänge beim Lesen direkt besser verstanden als beim Hören.
Zeitreisegeschichten haben eine magische Anziehungskraft auf mich, daher musste ich Dem Ministerium der Zeit eine Chance geben.Kurzfassung: Die Behörden haben einen Weg gefunden, Personen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu befördern. Um sie an die heutige Zeit zu gewöhnen, werden sogenannte Brücken eingestellt. So lernt unsere Protagonistin Graham Gore kennen, und die Geschichte nimmt ihren Lauf.Das Buch ist mit viel Witz geschrieben. Es macht Spaß, die heutige Welt aus Sicht von Gore und den anderen Expats zu betrachten. Immer wieder eingestreut werden auch gesellschaftliche Themen, die zum Nachdenken anregen.Mein Lieblingscharakter ist mit Abstand Margaret, sie bringt nochmal einen tollen Charme in die Story.Es wird auch unerwartet spannend, denn im Ministerium ist nicht alles so, wie es scheint. Mit diesem Mystery-Aspekt habe ich nicht gerechnet.Im Gegenzug zu erwarten war die Love Story. Die fand ich ganz süß, das Banter der beiden gefällt mir gut.Alles in allem eine originelle Geschichte über Zeitreisen, die mich aber auch nicht aus den Latschen gehauen hat. Leseempfehlung an alle, die für dieses Thema ohnehin etwas übrig haben.
Ja aber auch nein?
Das Buch war für mich eher anstrengend zu lesen… Die Protagonistin ist sexuell total fixiert auf ihren „Reisenden“ und die meiste Zeit geht es nur darum oder um die komischen Zufälle, die ja doch keine sind? So richtig Story und Spannung bekommen wir erst Richtung Ende, dann aber alles auf einmal. Meines Erachtens hatte die Storyline gute Voraussetzungen, die Umsetzung hätte besser sein können. Dieses eigenartige sexuelle Thema und diese unfassbare Fixierung darauf war fehl am Platz. 🫠 Dennoch gefielen mir einige der Charaktere sehr und es ließ sich gut lesen.
Ich fand dieses Buch wider Erwarten doch echt gut, auch wenn ich überhaupt kein Science Fiction Fan bin. Zum Ende hin muss ich allerdings sagen, dass ich kein Wort verstanden habe. 🤣 ich kam einfach mit meiner Vorstellungskraft nicht mehr hinterher, hatte Fragezeichen überm Kopf was die Auflösung und Erklärung an ging, aber alles in allem war die Geschichte für mich trotzdem rund. Daher doch 4 Sterne. 🤩
Welches Genre sollte hier überhaupt bespielt werden? Meh
Well, was war da denn los? Ich habe mich wirklich durch das Buch kämpfen müssen und das aus gleich mehreren Punkten. 1. In die Story werden extrem viele Charaktere eingeführt. Von den Expats über deren Brücken zu den ganzen Ministerialatzen. Das muss grundsätzlich nichts schlechtes sein und kann wunderbar klappen. Dafür müssen aber die Personen auch einen Zweck erfüllen. Eben dieser war aber ganz oft nicht erkennbar, was dazu geführt hat, dass mir die bestimmt tollen Leute ziemlich egal waren. 2. Ebenfalls unklar blieb für mich, welches Genre hier überhaupt bedient werden sollte. Es war weder richtig Sci-fi (da dieser Teil der Geschichte nur einen kleinen und wenig entscheidenden Teil spielte), noch Romanze (da auch das nicht wirklich bedient wurde). Hier fehlte für mich ganz oft ein roter Faden / ein Ziel auf das Hingearbeitet wurde oder wenigstens eine Spannungskurve. Das Buch plätschert die meiste Zeit vor sich hin, was in Ordnung ist aber mehr auch leider nicht. Man kann es vielleicht damit zusammenfassen dass von allem so ein.bisschen da war, aber von nichts genug. Da helfen auch keine Kalendersprüche à la wir sind alle Zeitreisende. Leider nicht meins, leider gar nicht :(
kein Easy Read, aber dann doch irgdnwie so gut, dass man dran bleibt, aber man musste sich teils durchkämpfen!!
4.5 Sterne... ok das wird schwer, es war fordernd und kein Easy Read, aber dann doch irgdnwie so gut, dass man dran bleibt, aber man musste sich teils durchkämpfen!! Danke Reading into Neverland für den tollen Buddy read. Der Austausch mit dir ist immer so gut und wir haben so gemeinsam gerätselt und gekämpft und bin stolz auf uns!! Wir haben das Buch auf englisch gelesen und ich lese auch viel auf englisch aber das war sehr fordernd. Es gibt Auszüge aus der Vergangenheit und so mache Vokabel war schwer zu finden.. ich hatte zudem in jedem Kapitel, die sehr sehr lang waren einige unbekannte Wörter. Das hat es herausfordernd gemacht, aber die Geschichte dazwischen war echt spannend! Nach 1/3 habe ich den ganzen Anfang nochmal als deutsches Hörbuch gehört und viel mehr den Bezug zu den Charakteren aufgebaut, die im englischen bei mir durch die Sprache verloren gegangen sind. Und dann habe ich es geliebt. Es war spannend, teils unglaublich und so macher Twist war so krass. Mochte ich die Protagonistin? Ich weiß es nicht, das letzte Mal war ich bei Yellowface so zweigespalten. Sie macht Dinge da möchte man sie schütteln und manchmal tut sie einem einfach nur Leid. Graham hat meinen Reading Buddy und mich etwas an my Roommate is a Vampire erinnert, wegen der historischen Diskrepanz, er war echt goldig, aber auch zielgerichtet in seinem Handeln. Trotz der Komplexität war das Ende perfekt gelöst für mich. Das Buch fordert, regt zum denken an und ich würde es auf Deutsch empfehlen, auch wenn man viel englisch liest, dann ist es wirklich toll.
Zeitreiseromantik mal ganz anders als im Klassiker der Edelsteintrilogie.
Ich fand das Ministerium der Zeit in Ordnung. Hier und da könnte das Buch ein Bisschen schneller mehr Fahrt aufnehmen, der Spannungsbogen hätte etwas dynamischer sein können und auch für mehr Tiefgang in die Gefühlswelt wäre noch Platz gewesen, aber ansonsten... war es eine Geschichte mit vielen in sich schlüssigen Geschehnissen und einer spannenden Grundidee. Ich habe dem Ende des Buches entgegengefiebert, denn ich wollte wirklich wissen, wie sich die anbahnende Liebesgeschichte entwickelt, was aus den neuen Freundschaften wird und ob am Ende alles gut geht. Das Ende hat mich mit seinen unerwarteten Wendungen da ein Bisschen zerstört. Es sickert zwar immer wieder durch, dass die Geschichte von einer allwissenden Protagonistin erzählt wird, die die Geschichte in der Retrospektive betrachtet und immer wieder wird ein drohender Abschied angedeutet, aber dieses Ende kam für mich völlig unerwartet (und anders wäre es mir lieber gewesen). Was mich an diesem Buch nebenbei echt fasziniert hat: Die Geschichte ist gespickt mit so vielen klugen, zitierwürdigen Stellen! Ich persönlich habe mich zum Ende des Buches immer schwerer mit den ScienceFiction Anteilen getan, die es für mich so gar nicht gebraucht hätte. Vom Cover her, hätte mich das Buch auch gar nicht unbedingt angesprochen. Umso mehr freue ich mich im Nachgang, dass unser Buchclub sich für dieses Buch entschieden hat.
Verwirrender Inhalt und Hauptfrage bleibt unbeantwortet
Insgesamt ist das Buch lesbar; es fiel mir nicht schwer dranzubleiben. Allerdings finde ich den Inhalt bizarr wobei die wichtigste Frage nach der ethischen Komponente des Experiments wird auf drei Sätze eingedampft. Hierbei geht völlig verloren wie fragwürdig das Experiment an sich, die Behandlung der Expads und die ,Doppelrolle‘ der Brücken ist. Dass jene Brücken zwischen menschlicher Beziehung zu ihren ,Expads‘ und Objektifizierung schwanken und das etwas mit einem machen könnte - spart die Autorin weitestgehend komplett aus. Verstörend ist daher auch die Beziehung der Hauptprotagonistin (deren Namen wir nie erfahren) zum Hauptprotagonisten. Sie ist von einem (sie sexuell anregenden) asymmetrischen Machtgefälle und nahezu inzestuös anmutenden Interpretationen ihrerseits geprägt, was nie hinterfragt wird. Die einzelnen Personen auf verschiedenen Zeitsträngen mit verschiedenen Intentionen fühlen sich wie ein Wollknäuel an mit losen Enden; die Übersetzung ist grottig und/oder es werden komplizierte Begriffe und Metaphern gebraucht. Die Message des Buchs bleibt mir unklar. Aus mir unerfindlichen Gründen wird außerdem viel auf Tauben herumgehackt (im übertragenen nicht wortwörtlichen Sinne). Es gibt drei verschiedene Erzählarten im Buch; dieser Wechsel hat mir persönlich nicht gefallen. Alles in allem hinterlässt mich das Buch mit einem bedrückenden Gefühl und Fragezeichen.
Zeitreise mit Humor erzählt!
Das Ministerium der Zeit hat mich zum großteil über seinen Humor abgeholt! Sowohl die namenlose Protagonistin als auch der männlichen Hauptprogagonist haben mich "köstlich" unterhalten :) Ich muss gestehen, ich habe erst zum Ende des Buches vollendenz verstanden, in welcher Form das Buch erzählt wurde - aber vielleicht ist das auch gewollt. Das Buch mischt verschiedene Genre - Humor, Liebesroman zwischen drinnen Thriller? Zeitreise funktioniert in diesem Roman nicht auf die klassische Weise. Nicht wir reisen in eine andere Zeit sondern Personen aus der Vergangenheit werden zu uns geholt. Eine interessante Idee, da sich auch die Frage gestellt wird, inwiefern dass Auswirkungen auf die Personen aus der Vergangenheit hat, welche jetzt in unsere Zeit sind. Ebenfalls interessant fand ich, wie mit dem Thema Einwanderung umgegangen wird. Alleine die Fragestellung ob das "Ministerium der Zeit" zukünftig an das Ministerium für Einwanderung angegliedert wird, da die geholfen Personen ja sozusagen "einwandern" in unsere Zeit. Die Autorin selbst hat ihre Identität teils autobiographisch mit der Protagonistin verarbeitet und greift Themen wie Heimat, Rassismus und Feminismus auf. Das Buch ist garnicht mal so schmal aber das World-Building ist recht dürftig. Besonders zur Auflösung hin, wird es recht hektisch & chaotisch. Gerne mehr Seiten um die Situation genauer zu erklären oder ich wäre ggf. sogar unwissender geblieben. Ich musste die Passagen am ende mehrmals lesen, weil so viel passiert ist. Dabei war der Plottwist garnicht schlecht! Nur chaotisch. Dennoch - ich habe das Buch an einem Tag beendet und es sehr genossen. Auch das Ende hat mir gut gefallen. Nach dem Chaos der letzten Seiten war es recht realistisch und hat ein schönes Schlusswort.
Eine junge Ministeriumsangestellte und ein verschollener Polarforscher verbringen einen heißen Sommer in einem Backsteinhaus in London.
Nette, ruhige Story. Ließ sich aber etwas zäh lesen. Teilweise habe ich es auch gehört und habe hin und wieder glaube ich auch den Faden verloren. Viel Aktion ist hier nicht vorhanden. Erzählt wird die Geschichte eines Zeitreisenden und wie er sich in der neuen Zeit zurecht findet. Gemeinsam mit seiner Betreuerin. Es bahnt sich auch eine Liebesgeschichte an, die sich für mich an manchen Stellen sehr hölzern angefühlt hat, da die Protagonisten aus verschiedenen Zeiten kommen und damit unterschiedliche Prägungen in Sachen Liebe und Beziehung bzw. Körpergefühl haben. Fazit: kann man lesen, ich habe mir aber mehr erhofft.
Geniale Idee. Lesenswert
Die Ich-Erzählerin nimmt die Leserin mit auf eine wilde Reise durch die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Ein Science-Fiction-Thriller mit mehr oder weniger subtilen Hinweisen auf die grossen Themen, die die Politik umtreibt: Klimakrise, Gleichberechtigung, Migration. Im Zusammenhang mit Letzterem: Die Zeitreisenden werden vom Ministerium (der Zeit) euphemistisch Expats genannt. Im Zentrum steht Graham Gore, ein realhistorischer Arktisforscher, der 1847 im Eismeer verschollen (und damals wie heute offenbar sehr attraktiv) ist. Die Ich-Erzählerin soll als sogenannte Brücken Gore nun behutsam in das Leben in der Gegenwart einführen: Die Vorstellung davon ist witzig und die Idee brillant - in der Praxis gibts aber doch einige Fragen, die offen bleiben. Die Idee überzeugt zu 100 Prozent, die Umsetzung nicht. Trotzdem: lesenswert 👍👍👍
Lustig und spannend
Als ich mit dem Buch begann, konnte ich mir nicht vorstellen, wohin die Reise gehen sollte. Es ist eine seltsame Geschichte, die langsam beginnt und sich etwas zieht. Zeitreisende, Integration, Brücken, das Ministerium – all das spielt eine Rolle. Die Charaktere sind sympathisch und witzig, was das Buch unterhaltsam macht. Man möchte wissen, was passiert und wohin die Geschichte führt, und für mich war es eine unerwartete Wendung. Der Anfang ist langsam, aber dann steigt die Spannung plötzlich an und das Finale ist rasant. Mir hat es sehr gut gefallen und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen.
RomCom, Sci-Fi und historischer Roman mit ein bisschen Cringe-Faktor
Ich sag’s euch wie es ist: mir hat’s richtig Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Es war ein bisschen komisch, das kann ich nicht leugnen, aber mich haben die Gedanken rund um‘s Zeitreisen überzeugt plus das Anschneiden von Dynamiken und Problematiken bezüglich Flucht und das Leben in einer anderen Region als der Heimat. Sei diese geographisch oder temporal getrennt vom Ursprungsort. Ich fand das recht schlau, wie die Autorin das verbunden hat. Bei der Liebesgeschichte sieht’s ein bisschen anders aus, hier hab ich’s wirklich nicht gefühlt und generell wenn die Figuren aus der Vergangenheit irgendwas gemacht haben, kam mir alles oft ein bisschen trashy vor. Es hat mich einfach nicht überzeugt, wie sich die Protas in der Gegenwart entwickelt und verhalten haben und alles mit einem kleinen Stirnrunzeln gelesen. Vor allem die 🌶️-Szene hat mich laut auflachen lassen. Für mich war es daher ein recht lockeres Lesevergnügen, das ich nicht allzu ernst genommen habe, aber ein Vergnügen war‘s eben trotzdem. Graham Gore ist übrigens kein Gespenst, sondern hat wirklich existiert und tatsächlich bei beschriebener Arktis-Expedition sein Ende gefunden. Das Buch entstand laut Nachwort aus der Begeisterung für „ein paar alte Knacker, die in der Arktis verschollen sind“, was eigentlich ziemlich cool ist. So ergeben die Zwischenspiele aus Grahams Zeit für mich auch mehr Sinn, denn sie sind leider nur selten gut mit der Jetztzeit im Buch verwoben. 💬 »Sie« sind immer noch an der Macht, und auch wenn sie »marginalisiert« statt »mongolid« sagen, stellen sie immer noch damit fest, dass wir ein Thema sind, mit dem sie umgehen müssen. Wann war ich an der Reihe, das Zuckerbrot und die Peitsche zu halten? 💬 Vergebung und Hoffnung sind Wunder. Sie können dein Leben verändern. Sie sind Zeitreisen.
Gut, aber hätte noch mehr Potenzial gehabt…😬🫣
Gut gefallen haben mir die Figuren und die zwischenmenschlichen Beziehungen. Man konnte die Chemie sehr gut zwischen den Protas fühlen. Genauso wie die starken Emotionen, und auch die Themen wie Vergebungen und Hoffnung waren am Ende gut eingebracht. Die historischen Parallelen rund um die Besetzungen der Erebos und Terror waren interessant, man konnte einiges über die damaligen Zeiten und auch anderer Kulturen lernen. Sogar ein kleiner Plot-Twist war im letzten Akt dabei gewesen. 😊 Allerdings hat die Geschichte für meinen Geschmack sehr lange gebraucht, um Fahrt aufzunehmen. Erst ab circa der Hälfte des Buches kam sowohl der Plot, als auch die Romance der beiden Protagonisten (immer noch) ziemlich langsam voran. Wobei sich dann im letzten Drittel die Ereignisse nur so überschlagen haben. Außerdem hat die Autorin aus meiner Sicht einige bildhafte Umschreibungen bzw. Metaphern verwendet, die sich für mich nicht ganz passend angefühlt haben und mich aus dem Lesefluss öfter herausgerissen haben. Es wurden auch einige Vokabeln verwendet, die mir nicht ganz geläufig waren, welche ich dann aus dem Kontext schließen durfte. 😬 Alles in allem, eine unterhaltsame Geschichte, die zwar etwas schwerfällig in Gang kommt, aber auch etwas nachdenklich macht und nachhallt, und damit durchaus lesenswert ist.
Ich glaube, wenn ich eine Zeitmaschine zur freien Verfügung hätte, würde ich sie nicht nutzen. Ich würde einfach schön brav auf meiner Couch sitzen bleiben, weiter zu viel Zeit online verbringen und mein stinknormales Leben weiterleben. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich die Zeitmaschine zerstören. Ob es wohl reichen würde, die Maschine von meinem Balkon zu werfen? Oder sollte ich sie im See ertränken? Ich habe inzwischen einfach viel zu viele Zeitreise-Bücher gelesen, die mir gezeigt haben, dass solche Reisen immer zu Problemen führen. Und ich habe echt keine Lust, meine eigene Existenz auszulöschen, weil ich aus Versehen über 5 Ecken meine Vorfahren ausgelöscht habe. Aber trotzdem lese ich gerne weiterhin über die Abenteuer, die fiktionale Figuren so in der Vergangenheit oder Zukunft erleben dürfen. So auch hier: Eine junge, namenlose Frau darf eine neue Stelle bei einem geheimnisvollen Ministerium antreten. Als „Brücke“ soll sie dem unfreiwilligen Zeitreisen Commander Graham Gore aus dem Jahr 1847, seines Zeichens Polarforscher, zur Seite stehen. Das unfreiwillig sollte hier fett gedruckt und groß geschrieben werden, wenn das nicht den Lesefluss stören würde: Er wurde nämlich, nachdem sein Schiff Ewigkeiten im Eis festgefroren war, vom Ministerium entführt und in die Gegenwart befördert. Ungefragt, ohne Vorwarnung, einfach nur ZACK und du bist in einer anderen Zeit. Und dann erwarten diese Schweine auch noch Dankbarkeit dafür, dass sie dir ja das Leben gerettet hätten! Durch die namenlose Frau soll sich Gore nun an das Leben im London des 21. Jahrhunderts gewöhnen und lernen, Erfindungen wie die moderne Toilettenspülung und das Internet zu verwenden. Schon bald entwickelt sich Freundschaft und eine vorsichtige Beziehung zwischen den beiden. Doch natürlich macht es das Schicksal den beiden nicht so einfach und schon bald müssen sie sich nicht mehr nur mit Nebenwirkungen der Zeitreise herumschlagen, sondern auch mit düsteren Seiten des Ministeriums – von heute, morgen und gestern. An sich eine sehr spannende und gut geschriebene Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Besonders schön fand ich, dass nie auf die psychologischen Aspekte vergessen wurde, die gerade bei Gore natürlich relevant sind: Unglauben, Trauer, Überforderung, aber auch Hoffnung und Freude werden glaubwürdig beschrieben. Leider blieb ich am Ende doch etwas ratlos zurück. Viele neue Handlungsstränge eröffneten sich erst auf den letzten hundert Seiten, nicht alles davon konnte für mich zufriedenstellend aufgelöst werden. Mein Fazit? Aufgrund des sehr schwachen Endes leider nur bedingt empfehlenswert.
Eine etwas andere Zeitreise-Geschichte die mir grundsätzlich durchwegs hätte gefallen können. Hat sie aber nicht. Zum einen fand ich den Schreibstil sehr anstrengend, ich würde empfehlen, vor dem Kauf eine Leseprobe zu lesen. Ich kann mir vorstellen, dass der Stil andere begeistert, mich hat er je länger je mehr gestört. Zum anderen gefällt mir die Idee nicht, so eine Geschichte zu schreiben und den männlichen Hauptcharkter einfach aus der realen Geschichte zu entlehnen. Es fühlte sich für mich falsch an, spätestens als sich die Liebesgeschichte entwickelte fand ich die Vorstellung gruselig, dass diese Person mit diesem Namen und seinen ersten 37. Lebensjahren wirklich mal existiert hat. Möglicherweise hätte es mich mit einem fiktionalen Charakter eher abgeholt. Die eigentliche Geschichte ist ganz unterhaltsam und interessant, hat aber in den ersten zwei Dritteln einige Längen, das letzte Drittel geht dann recht rasant. Vielleicht zu rasant für mich, denn die schlussendliche Auflösung hab ich dann irgendwie nicht vollständig verstanden. Aber es hat mich nicht genug interessiert es nochmal zu lesen oder zu versuchen es zu verstehen. Ich war froh dass ich durch war. Ich gebe dem Buch 2,5 Sterne.
Almost dnfed...
The idea was nice. The first part with all the weird jargons almost made me stop reading this book. It was hard to follow. I even paused reading it for a while. It took all my will to continue reading. At some point, when the romance between both main characters started, I got hooked again. And not only because of it. At this point in the book ther weird jargons stopped.
Ich frage mich, wie eine Geschichte über Zeitreisen mit Spionage-Mystery-Anteil so langweilig sein kann... Unsere namenlose Protagonistin bekommt einen Job bei der Regierung. Zeitreisen sind möglich, wie ist egal (das sagt sie uns gleich zu Anfang... so kann man es sich auch leicht machen). Als "Brücke" soll sie sich um eine von mehreren ausgewählten historischen Persönlichkeiten kümmern, die als "Expats" aus ihrer Zeit rausgeholt werden. Da wären sie sowieso gestorben bzw werden auch schon für tot gehalten. So kommt es nicht zu einem Paradoxon. Warum grade diese Leute? Wissen wir nicht. Die Prota bekommt Graham Gore zugeteilt, der bei einer Expedition im Eis mit den anderen Männern verschwand. Nun ist er also gerettet und muss sich in unserer Zeit zurechtfinden. Dabei ist er sanftmütig und witzig, manchmal überfordert und doch sehr... umgänglich. In distanziertem Schreibstil folgen dann Szenen und Episoden aus dem nun gemeinsamen Leben der beiden, die langweiliger und belangloser nicht sein könnten. Natürlich entwickelt sich eine Romanze und es gibt auch etwas sexuellen Content. Das hat mir allerdings eher Unbehagen bereitet, denn bei Gore handelt es sich um eine reale Person aus der Geschichte, während die namenlose Protagonistin ein sehr offensichtlicher self insert der Autorin ist. Ich habe mich ein bisschen fremdgeschämt. Im letzten Viertel kommt dann noch etwas mehr Story und Action dazu, aber ich bin mit dem Ende einfach nur unzufrieden. Einen zweiten Stern gibt es für die paar guten Sätze zu Kolonialismus, Identität, Migration und Rassismus. Ansonsten freue ich mich, das Buch nun beiseite legen und mich anderen Geschichten zuwenden zu können.

„Das Ministerium der Zeit“: Ein historischer Zeitreise-Thriller-Albtraum! 🤯⏳
Die Story startet mit einem Projekt für ein Ministerium 🏛️, das fünf verpeilte historische Persönlichkeiten aus vergangenen Jahrhunderten (darunter ein viktorianischer edler Typ🎩 , Graham und eine coole Lesbe 🏳️🌈) in die Welt von heute bringen , um die Welt zu retten, zu experimentieren und zu erproben. Unterstützt wird Graham dabei von der Erzählerin ( ohne Namen) der Story, die sich u.a. eine Hühnertasche mit Kükenportemonnsie zulegt und auch ansonsten ungewöhnliche Dinge tut. Die Akklimatisation im 21. Jahrhundert ist skurril nicht nur in Bezug auf die Klospülung und wirkt witzig zunächst. Klingt nach Comedy, wird aber schnell ernst. Die Mission startet easy, aber dann kommt der Schock: Viele Tote 💀 und die Klimakatastrophe 🌍🔥 als Endgegner. Es wird zum Thriller, ich konnte kaum aufhören zu lesen! Am Ende ist es ein Mix aus Verzweiflung und Hoffnung – und ich hoffte so sehr, dass Graham (und die Autorin) es schaffen. Ich habe mich auch ein bisschen in Geaham verliebt 😍. Aber Zeitreisen sind kein Spaß – es sind Wunder! ✨

Für mich war Das Ministerium der Zeit ein Buch, das mit etwas Geduld belohnt – aber diese Belohnung ist es absolut wert. Eine originelle, kluge, bewegende Geschichte, die mich am Ende wirklich berührt hat.
Ganz ehrlich: Am Anfang hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten, in Das Ministerium der Zeit hineinzufinden. Die ersten 40, 50 Seiten fühlten sich etwas distanziert an, fast spröde, ich musste mich an den Stil gewöhnen, an die leise, fast unterkühlte Erzählweise und an die sehr zurückhaltende Hauptfigur. Aber ich bin so froh, dass ich drangeblieben bin. Denn was danach kam, hat mich komplett in den Bann gezogen. Die Geschichte entwickelt sich mit einer ganz eigenen Ruhe, aber auch mit einem Sog, der mir fast unbemerkt unter die Haut ging. Die Beziehung zwischen der Erzählerin und Commander Graham Gore, einem viktorianischen Polarforscher, der durch ein geheimnisvolles Ministerium ins 21. Jahrhundert geholt wird – wächst so feinfühlig, so menschlich, dass ich am Ende völlig mit ihnen mitgelitten habe. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine zarte, manchmal schmerzhafte Annäherung zwischen zwei Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise aus der Zeit gefallen sind. Kaliane Bradley schreibt klug, humorvoll und mit einem wachen Blick für gesellschaftliche Zwischentöne. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie Themen wie Kolonialismus, Fremdsein und Fortschritt auf eine leise, aber wirkungsvolle Weise einflicht, nie belehrend, sondern ganz selbstverständlich aus der Situation heraus. Und dann sind da diese stillen, oft melancholischen Momente, in denen man als Leser:in merkt, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich einzelne Absätze mehrmals gelesen habe, einfach weil sie so schön, so treffend oder so überraschend waren.





















































