Täuschend echt
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Description
Book Information
Author Description
Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger. ›Der Halbbart‹ war nominiert für den Schweizer und den Deutschen Buchpreis. Sein Werk erscheint in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux, Frankreich, und im Winter in Zürich.
Posts
Lust auf was anderes?
Wahrscheinlich hätte ich es nie/nicht gekauft. Aber eine Reiseempfehlung aus Regensburg - Buchhandlung am Kohlenmarkt ( wunderbarer Ort, fast „magisch“ über voll, Nischen, Regale, jede Ecke….) hat es mich kaufen lassen. Es ist eine feine Geschichte. Zugegeben, am Anfang, wirklich nur am Anfang, könnte man denken, was für ein sch…. . Aber dann entwickelt sich recht schnell ein feines Geflecht, es passiert viel, was zum nachdenken anregt, wie Mann sich verändert, wenn man wahrgenommen und vermeintlich erfolgreich wird. Im Buch wird ein Buch geschrieben und dann taucht Denis Scheck auf. Jetzt warte ich die ganze Zeit, ob es dieses Buch zu „druckfrisch“ schafft und was Herr Scheck davon hält 😉😆 . Die kurzen Kapitel sind schnell u einfach zu lesen.
Es hätte eine gute Geschichte werden können
Der Autor bedient sich so sehr an Klischees, dass ich dieses Buch eigentlich abbrechen wollte. Ganz zu schweigen von den Textstellen der KI, die wirklich zu viel sind, auch wenn es klar ist, dass sie zur Story gehören. Es gibt so gut wie keine Charaktere, mit denen man sympathisieren könnte, selbst das hätte man mit ein wenig Tiefe ausgleichen können, was auch nicht der Fall ist in dieser Geschichte. Ganz wie der Protagonist von "Täuschend echt" scheint es so als ob der Autor dieses Buch nur geschrieben hat weil er musste.
Am Anfang war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Zu viele Figuren, zu viele angefangene Geschichten und erstmal wenig Orientierung. Gleichzeitig ließ sich das Buch erstaunlich schnell lesen und das hat mich irgendwie weitergetragen. Charles Lewinksy beschreibt den Weg eines Werbetexters, der innerhalb kurzer Zeit alles verliert: seine Beziehung, seinen Job und finanziell den Boden unter den Füßen. In seiner Krise beginnt er mithilfe künstlicher Intelligenz Geschichten zu schreiben. Daraus entsteht schließlich ein Roman, der als wahre Lebensgeschichte gefeiert wird und ihn plötzlich erfolgreich macht. Problematisch wird es allerdings, weil seine Exfreundin genau weiß, dass hinter dem gefeierten Werk nicht die Wahrheit steckt. Und sie hatte ihn in der Vergangenheit schon abgezogen. 😵💫 Nach und nach ordnen sich die zunächst chaotisch wirkenden Erzählstränge und entwickeln eine spannende Dynamik rund um Wahrheit, Täuschung, KI und die Frage, was eigentlich noch „echtes“ Schreiben ist. Die hohe Geschwindigkeit blieb bis zum Ende erhalten und aus der anfänglichen Verwirrung wurde für mich eine clevere und spannende Geschichte.
Tolles Buch
Ein Werbetexter verliert seinen Job und seine Frau. Schreibt dann mithilfe von KI ein Buch über eine Afghanin, die aus Afghanistan flüchten muss. Das Buch wird zu einem Bestseller….oder macht ihm seine verlassene Ex einen Strich durch die Rechnung? Tolles Buch von Charles Lewinsky. Hab es sehe gern gelesen!
TÄUSCHEND ECHT Charles Lewinsky Unser Protagonist und Werbetexter hat es nicht leicht: Erst verliert er seine Freundin und dann auch noch seinen Job. Als er schließlich bemerkt, dass sein Konto leergeräumt wurde, ist klar - er braucht dringend Arbeit. Doch was kann er tun? Außer Texte, die Konsumenten ein Müsli schmackhaft machen sollen, hat er noch nie etwas geschrieben. In seiner Verzweiflung experimentiert er mit KI, füttert das Programm mit Fragen und Phrasen und suhlt sich ein wenig in Selbstmitleid. Als er von einem Freund des Nachbars ein großzügiges Angebot bekommt, ein Buch zu schreiben, kann er nicht ablehnen. Er soll über Missstände der Welt aufklären und diese den Menschen ins Bewusstsein bringen. Doch auch nach Tagen am Schreibtisch will ihm zu diesem Thema nichts einfallen. Schließlich greift er zur KI, die ihm die bewegende Geschichte einer afghanischen Frau entwirft. Ob er mit dem Buch Erfolg hat oder seine Lüge ans Licht kommt, müsst ihr jedoch selbst herausfinden. Charles Lewinsky benennt Dinge, die ich schon des Öfteren vermutet habe. Mit feinem Humor begleitet er unseren konservativen Ich-Erzähler auf seiner Reise vom unsicheren Ja-Sager hin zu einem selbstbewussten Mann. Die Geschichte nimmt dabei zunehmend an Tempo auf und gipfelt in einem herrlich überraschenden Finale. Mich hat das Buch gleichermaßen erschüttert wie begeistert - daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. 4/ 5

Leider unsäglich (mit Spoiler!)
Ein alter, weißer Mann wird von einer Frau verlassen und verliert seinen Job. Jetzt suhlt er sich in Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit. Er entwirft mithilfe von KI fiktive Frauenfiguren und lässt diese in Texten Leid und Gewalt erfahren, was ihn wortwörtlich „geil“ macht. Wie der Zufall es will - oder eher unsere misogyne Gesellschaft - landet er damit auch noch einen Bestseller-Erfolg, auch wenn er eine andere Autorschaft vorgibt. Dass er letztlich nicht nur seine fiktive Autorin tötet, setzt der Frauenverachtung die finale Krone auf. Ich bin entsetzt, was Diogenes in einem Zeitalter, wo leider fast täglich über Femizide berichtet wird, da verlegt hat!
Naja…
Beeindruckend! Charles Lewinsky - mit seinem Jahrgang 1946 eher spät im Leben mit KI konfrontiert - legt hier einen ersten teilweise KI-generierten Roman vor. Eigentlich sind es zwei Geschichten: Eine Geschichte aus der Feder Lewinskys, die andere, die Geschichte in der Geschichte, von der «künstlichen Intelligenz» erschaffen. Die KI setzt auf die Tränendrüse der Leserschaft und produziert eine vermeintlich wahre Biografie. Der Protagonist, der als Werbetexter arbeitet, bevor er seine Stelle auf der Stelle verliert, unterstützt die KI redaktionell und begibt sich mit ihr, mit Kerstin, wie er sie vermenschlichend nennt, auf den Weg des ethisch Fragwürdigen und rechtlich möglicherweise Unzulässigen. Das Buch zeigt auf spannende Weise auf, welche Fragen sich stellen werden in einer Zeit, in der Autorinnen und Autoren von Sprachmodellen konkurrenziert werden. Brandaktuell. Brandgefährlich.
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Author Description
Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger. ›Der Halbbart‹ war nominiert für den Schweizer und den Deutschen Buchpreis. Sein Werk erscheint in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux, Frankreich, und im Winter in Zürich.
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Lust auf was anderes?
Wahrscheinlich hätte ich es nie/nicht gekauft. Aber eine Reiseempfehlung aus Regensburg - Buchhandlung am Kohlenmarkt ( wunderbarer Ort, fast „magisch“ über voll, Nischen, Regale, jede Ecke….) hat es mich kaufen lassen. Es ist eine feine Geschichte. Zugegeben, am Anfang, wirklich nur am Anfang, könnte man denken, was für ein sch…. . Aber dann entwickelt sich recht schnell ein feines Geflecht, es passiert viel, was zum nachdenken anregt, wie Mann sich verändert, wenn man wahrgenommen und vermeintlich erfolgreich wird. Im Buch wird ein Buch geschrieben und dann taucht Denis Scheck auf. Jetzt warte ich die ganze Zeit, ob es dieses Buch zu „druckfrisch“ schafft und was Herr Scheck davon hält 😉😆 . Die kurzen Kapitel sind schnell u einfach zu lesen.
Es hätte eine gute Geschichte werden können
Der Autor bedient sich so sehr an Klischees, dass ich dieses Buch eigentlich abbrechen wollte. Ganz zu schweigen von den Textstellen der KI, die wirklich zu viel sind, auch wenn es klar ist, dass sie zur Story gehören. Es gibt so gut wie keine Charaktere, mit denen man sympathisieren könnte, selbst das hätte man mit ein wenig Tiefe ausgleichen können, was auch nicht der Fall ist in dieser Geschichte. Ganz wie der Protagonist von "Täuschend echt" scheint es so als ob der Autor dieses Buch nur geschrieben hat weil er musste.
Am Anfang war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Zu viele Figuren, zu viele angefangene Geschichten und erstmal wenig Orientierung. Gleichzeitig ließ sich das Buch erstaunlich schnell lesen und das hat mich irgendwie weitergetragen. Charles Lewinksy beschreibt den Weg eines Werbetexters, der innerhalb kurzer Zeit alles verliert: seine Beziehung, seinen Job und finanziell den Boden unter den Füßen. In seiner Krise beginnt er mithilfe künstlicher Intelligenz Geschichten zu schreiben. Daraus entsteht schließlich ein Roman, der als wahre Lebensgeschichte gefeiert wird und ihn plötzlich erfolgreich macht. Problematisch wird es allerdings, weil seine Exfreundin genau weiß, dass hinter dem gefeierten Werk nicht die Wahrheit steckt. Und sie hatte ihn in der Vergangenheit schon abgezogen. 😵💫 Nach und nach ordnen sich die zunächst chaotisch wirkenden Erzählstränge und entwickeln eine spannende Dynamik rund um Wahrheit, Täuschung, KI und die Frage, was eigentlich noch „echtes“ Schreiben ist. Die hohe Geschwindigkeit blieb bis zum Ende erhalten und aus der anfänglichen Verwirrung wurde für mich eine clevere und spannende Geschichte.
Tolles Buch
Ein Werbetexter verliert seinen Job und seine Frau. Schreibt dann mithilfe von KI ein Buch über eine Afghanin, die aus Afghanistan flüchten muss. Das Buch wird zu einem Bestseller….oder macht ihm seine verlassene Ex einen Strich durch die Rechnung? Tolles Buch von Charles Lewinsky. Hab es sehe gern gelesen!
TÄUSCHEND ECHT Charles Lewinsky Unser Protagonist und Werbetexter hat es nicht leicht: Erst verliert er seine Freundin und dann auch noch seinen Job. Als er schließlich bemerkt, dass sein Konto leergeräumt wurde, ist klar - er braucht dringend Arbeit. Doch was kann er tun? Außer Texte, die Konsumenten ein Müsli schmackhaft machen sollen, hat er noch nie etwas geschrieben. In seiner Verzweiflung experimentiert er mit KI, füttert das Programm mit Fragen und Phrasen und suhlt sich ein wenig in Selbstmitleid. Als er von einem Freund des Nachbars ein großzügiges Angebot bekommt, ein Buch zu schreiben, kann er nicht ablehnen. Er soll über Missstände der Welt aufklären und diese den Menschen ins Bewusstsein bringen. Doch auch nach Tagen am Schreibtisch will ihm zu diesem Thema nichts einfallen. Schließlich greift er zur KI, die ihm die bewegende Geschichte einer afghanischen Frau entwirft. Ob er mit dem Buch Erfolg hat oder seine Lüge ans Licht kommt, müsst ihr jedoch selbst herausfinden. Charles Lewinsky benennt Dinge, die ich schon des Öfteren vermutet habe. Mit feinem Humor begleitet er unseren konservativen Ich-Erzähler auf seiner Reise vom unsicheren Ja-Sager hin zu einem selbstbewussten Mann. Die Geschichte nimmt dabei zunehmend an Tempo auf und gipfelt in einem herrlich überraschenden Finale. Mich hat das Buch gleichermaßen erschüttert wie begeistert - daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung. 4/ 5

Leider unsäglich (mit Spoiler!)
Ein alter, weißer Mann wird von einer Frau verlassen und verliert seinen Job. Jetzt suhlt er sich in Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit. Er entwirft mithilfe von KI fiktive Frauenfiguren und lässt diese in Texten Leid und Gewalt erfahren, was ihn wortwörtlich „geil“ macht. Wie der Zufall es will - oder eher unsere misogyne Gesellschaft - landet er damit auch noch einen Bestseller-Erfolg, auch wenn er eine andere Autorschaft vorgibt. Dass er letztlich nicht nur seine fiktive Autorin tötet, setzt der Frauenverachtung die finale Krone auf. Ich bin entsetzt, was Diogenes in einem Zeitalter, wo leider fast täglich über Femizide berichtet wird, da verlegt hat!
Naja…
Beeindruckend! Charles Lewinsky - mit seinem Jahrgang 1946 eher spät im Leben mit KI konfrontiert - legt hier einen ersten teilweise KI-generierten Roman vor. Eigentlich sind es zwei Geschichten: Eine Geschichte aus der Feder Lewinskys, die andere, die Geschichte in der Geschichte, von der «künstlichen Intelligenz» erschaffen. Die KI setzt auf die Tränendrüse der Leserschaft und produziert eine vermeintlich wahre Biografie. Der Protagonist, der als Werbetexter arbeitet, bevor er seine Stelle auf der Stelle verliert, unterstützt die KI redaktionell und begibt sich mit ihr, mit Kerstin, wie er sie vermenschlichend nennt, auf den Weg des ethisch Fragwürdigen und rechtlich möglicherweise Unzulässigen. Das Buch zeigt auf spannende Weise auf, welche Fragen sich stellen werden in einer Zeit, in der Autorinnen und Autoren von Sprachmodellen konkurrenziert werden. Brandaktuell. Brandgefährlich.














