Wo Milch und Honig fließen
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Eat the Rich . Aber wen fressen die Reichen? Und ist leidenschaftlicher Genuss verwerflich in einer sterbenden Welt ohne Zukunft?
Der neue Roman der internationalen Bestseller-Autorin. Elektrisierend, revolutionär, sinnlich.
C Pam Zhang erzählt in ihrem neuen Roman »Wo Milch und Honig fließen« von einer jungen Köchin, die ihrer Verlorenheit durch einen Job in einer dekadenten Kolonie auf einem Berggipfel entflieht. All das Verschwundene existiert hier noch: die frischesten Erdbeeren, Gemüse, richtige Butter, das Fleisch längst ausgestorbener Tierarten – und das Verlangen einer anderen Frau. Sie begegnet einem neuen Leben, Privilegien, brutalem Luxus – aber vor allem dem Kampf um Macht, Identität und Zeit. Denn letztlich geht es nur um eines: Fressen oder gefressen werden?
Ein ungeheuer sinnlicher Roman über Verlangen und Täuschung, der direkt ins Herz unserer gegenwärtigen Zukunftslosigkeit trifft. Mit wilder Freiheit schreibt C Pam Zhang vom Schlimmsten – um es todesmutig in größte Schönheit zu verwandeln.
Book Information
Author Description
C Pam Zhang wurde 1990 in Peking geboren, ist aber hauptsächlich ein Kind der Vereinigten Staaten. Ihre Literatur erschien u.a. in »Harper's Bazaar«, in der »New York Times« und im »New Yorker«, ihr Debütroman »Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« war ein internationaler Bestseller und stand u.a. auf der Longlist des Booker Prize. Zhang wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet.
Posts
Eine Spitzenköchin mit Geschmacks- und Essstörung kocht in einer dystopischen Zukunft für eine geschlossene Gesellschaft dekadenter Reicher, die sich auf einen Berg in Italien sammeln. Eine düstere Atmosphäre durchzieht den Roman mit seinen seitenweisen Beschreibungen von kulinarischen Köstlichkeiten, die zum Teil aus aussterbenen Tierarten gekocht werden. Gruselig
Puh, was für ein Buch. Eine düstere Dystopie, die einem vor dem Hintergrund der Klimaveränderung betroffen und auch etwas ängstlich macht. Der Anfang lässt einen neugierig werden, der Mittelteil stieß mich genauso ab wie er mich faszinierte, leider kam ich nicht so richtig in einen Lesefluss. Der Schluss rundet die Geschichte etwas versöhnlich ab, das Dankeskapitel auf der letzten Seite ließ mich schmunzeln. C. Pham Zhang hat einen sehr guten Schreibstil. Das Buch ist mehr als außergewöhnlich, beschreibt Lust, Perversität, Brutalität, Ausbeutung und Ausgrenzung genauso wie Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, Empathie und Zusammenhalt vor dem Hintergrund einer untergehenden Welt. Ein Buch, das nachhallt, auch wenn ich nicht unbedingt sagen kann, dass es mir sehr gut gefallen hat.
Kennst du das, wenn Bücher einen „verfolgen“? Der Roman von C Pam Zhang „Wo Milch und Honig fließen“ ist für mich so ein Buch, ich wollte es nicht unbedingt lesen aber irgendwie ist es mir immer wieder begegnet. Und ja ich bin dankbar, dass ich mich auf dieses Buch eingelassen habe, aber ich bin auch etwas irritiert und überfordert. So habe ich nicht alle Gedankengänge der Autorin verstanden. Einzelne Sätze habe ich teilweise, wie bei fremdsprachigen Büchern auch, überlesen. Dennoch hat mich die Geschichte erreicht und in mir gearbeitet. Sie wirft für mich insbesondere die Frage auf: „Was bedeutet echtes Leben?“. Und ob ein vermeintlich „echtes“ Leben, dass sich schonungslos der Realität zuwendet nicht erstrebenswerter ist als ein konstruiertes, kontrolliertes und „gutes“ Leben.

Unwirklich schön und schwer verdaulich – Ein ganz eigener Roman 🌫️🍽️🌿
Wo Milch und Honig fließen von C Pam Zhang war für mich ein ungewöhnliches, beinahe traumartiges Leseerlebnis. Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der eine Köchin in einer luxuriösen Enklave für Superreiche arbeitet, während die Welt draußen im Smog versinkt. Eine Geschichte zwischen Sehnsucht, Identität, Moral, Gier, Größenwahn und Verzweiflung. Was mich sofort gepackt hat, war Zhangs Sprache: sinnlich, poetisch, voll intensiver Bilder. Ihre Beschreibungen – besonders von Essen – sind so lebendig, dass man sie fast schmecken kann. Gleichzeitig bleibt vieles vage, die Handlung fragmentarisch, die Figuren distanziert. Das Buch lebt mehr von Atmosphäre und Gefühl als von klassischer Spannung. Emotional berührt hat mich die stille, unausgesprochene Sehnsucht der Protagonistin nach Zugehörigkeit, Nähe und Identität und die Frage nach Moral und „Richtig und Falsch“. Auch wenn der Roman sicher nicht für Jedermann ist und man sich erst einmal darauf einlassen muss (deshalb auch der Sternabzug), wird er bei mir sicher lange nachwirken. Fazit: 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐✨ Wunderschön geschrieben, fordernd, anders – ein Buch, das sich nicht leicht greifen lässt, aber viel zu sagen hat.
Erinnerungen gehen durch den Magen
In einer nicht allzu fernen Zukunft verdeckt eine Smogwolke die gesamte Erde so, dass jegliche Nahrungsgrundlagen geschwunden sind und sich die Weltbevölkerung in einer großen Hungersnot befindet. In dieser Zeit sucht die 29-jährige Ich-Erzählerin einen Job und wird als Köchin in einer Forschungsstation auf einem Berg bei Mailand eingestellt. Dieser Ort erscheint zunächst wie das Land, wo Milch und Honig fließen - denn hier ist die Luft noch sauber und Essen gibt es mehr als im Überfluss. Doch die Kehrseite dieser scheinbar paradiesischen Kulisse lässt nicht lange auf sich warten und die Erzählerin wird mehr und mehr in ihre Rolle hineingezogen, die sie dort zu spielen hat. Die Kreativität und Unmittelbarkeit, die C Pham Zhang in diese Geschichte gelegt hat, sind wirklich einzigartig. Auf der Figurenebene ist vor allem die Dreiecksbeziehung zwischen der Erzählerin, ihrem ebenfalls namenlosen Arbeitgeber und dessen Tochter Aida zu erwähnen, die alle im wahrsten Sinne des Wortes ihre Rolle spielen und die Grenzen des Machbaren verschwimmen lassen. Was dort bei prächtigen Dinnerpartys passiert, während die Erzählerin für die reichen Investoren ihres Chefs kocht, ist teilweise wirklich absurd. Dahinter stecken allerdings einige simple Wahrheiten. Zum einen führt uns Zhang vor, dass der Kapitalismus auch im Falle einer globalen Nahrungskrise den Ton angeben und sich die obersten 1% nur um ihr eigenes Wohlergehen kümmern werden. Doch wie kann man solche Menschen, die alles haben und sich alles kaufen können, noch beeindrucken? - Mit kulinarischen Erinnerungen. Dafür ist unsere Köchin zuständig, welche sich in die Emotionswelt der Gäste kocht und dabei an ihrer eigenen Appetitlosigkeit verzweifelt. Dabei schafft es die Autorin durch ihre satte Sprache, Essen und Kochen erlebbar zu machen. Wo einem einerseits das Wasser im Mund zusammenläuft, rümpft man dann schnell die Nase. Und auch sonst findet Zhang innovative und eindringliche Worte für das, was geschieht. Besonders spannend war die Erkundung der Forschungsstätte auf dem Berg, wo bahnbrechende Ergebnisse erzielt werden, die nicht nur neue Nahrungsgrundlagen erschließen. Dass solche Forschungen aufgrund des Klimawandels immer bedeutsamer werden, ist keine Fiktion, sondern bittere Realität. Und auch, was die auserwählte High Society mit den Früchten der Arbeit zu tun gedenkt, dürfte Lesern bekannt vorkommen. Teilweise wirkt der Text etwas überladen, Zhang wollte an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas zu viel - Allerdings werde ich glaube ich noch oft über diese Geschichte nachdenken und darüber sprechen.
Mal ein etwas anderes Buch: Eine namenlose Ich-Erzählerin in der Zukunft. Die Welt wird von grauem Smog beherrscht und nur eine kleine Berglandschaft in Italien ist nicht betroffen. Hier soll die Erzählerin als Köchin arbeiten und noch mehr. Luxus und Genuss in schweren Zeiten und wie Menschen sich verhalten. Thema wird gut angerissen, hätte aber noch mehr Tiefe verdient. Aber alles in allem lesenswert, insbesondere in unserer heutigen Zeit, sollten wir uns besinnen auf die wichtigen Dinge.
Mein Gott, was kann diese Autorin Bilder zeichnen mit ihrer Sprache 😱 Ähnlich überwältigend, wie in ihrem Debüt, das für mich ein Highlight war. Allerdings lässt mich diese Geschichte auch mit vielen Fragezeichen zurück. Es ist eine dystopische Welt, in die uns C Pam Zhang mit dieser Geschichte führt: Die Welt versinkt im Smog, nur auf den höchsten Berggipfeln gibt es noch Sonnenlicht und Natur. Die Menschheit ernährt sich von gentechnisch hergestelltem Brot. Es gibt wenig Biodiversität, und diese nimmt ständig und rasant ab. Die Tiere sterben aus, Nutzpflanzen wachsen einfach nicht mehr. Unsere Protagonisten nimmt eine Stelle als Köchin auf einer Gipfel-Forschungsstation an. Sie kocht für ihren Arbeitgeber, seine Tochter und diverse hochrangige politische Gäste Menüs des Überflusses. Hier ist es noch: das Land, wo Milch und Honig fließt. Der biblische Bezug kommt nicht von ungefähr. Alle sehnen sich nach Sicherheit, nach Genuss, nach der guten alten Zeit. Schnell wird klar, dass dieser Überfluss nicht ohne einen Preis daherkommt. Wir tauchen mit der Protagonist immer tiefer in einen Strudel aus Gier, dunklen Machenschaften, naturwissenschaftlicher Forschung, Korruption, und Wissensdurst. Diese Welt, möchte ich persönlich niemals erleben. Ab einem bestimmten Punkt, nimmt die Geschichte aber eine dramatische Wendung und das Leben unserer Protagonistin gleich mit. Hat für mich diese Geschichte stark begonnen, habe ich in der Mitte des Buches so einige Seiten als Längen empfunden. Erst zum Schluss, konnte mich die Autorin wieder richtig begeistern. Leider ist der Schlussteil sehr kurz gehalten, da hätte ich gerne viel tiefer geblickt und die einzelnen Phasen ihres Lebens deutlicher mitbekommen, statt sie nur in Kurzzusammenfassung erzählt zu bekommen. Von daher passte die Gewichtung der Erzählstränge für mich in dieser Geschichte leider nicht. Ich habe mir die Frage gestellt: Möchte ich so leben? Wie lässt sich auch im Kleinen helfen, diese Zukunftsvision zu vermeiden? Ein äußerst Weltpolitik-kritisierender Roman, der nachdenklich stimmt und sprachlich herausragend sinnlich daherkommt.
Das Buch hat mich vom Thema her sofort angesprochen (lieb ja Dystopien) – auch die Liebesgeschichte fand ich interessant und gut umgesetzt. Das war für mich der stärkste Teil der Geschichte. Ansonsten hat’s bei mir leider nicht so richtig gezündet. Die sehr poetische, fast schon träumerische Sprache wirkt zwar künstlerisch, hat bei mir aber eher Distanz geschaffen. Ich konnte mit keiner der Figuren so richtig mitfühlen, sie blieben mir irgendwie fremd. Auch die Erzählweise war recht sprunghaft, was es zusätzlich schwer gemacht hat, in der Geschichte drin zu bleiben. Das Pacing war für meinen Geschmack zu langsam – vieles zog sich, ohne dass wirklich etwas voranging. Und das Ende fühlte sich für mich ein bisschen lazy an. Für eine Dystopie war es mir dahingehend viel zu versöhnlich. Fazit: Interessante Thematik, hab leider schnell den Zugang verloren. Sprachlich eigenwillig, atmosphärisch, aber für mich zu distanziert und erzählerisch zu schleppend.
“The land of milk honey”, an absolutely beautiful name for a book if you ask me. As a chefs future wife and a climate change enthusiast I had high hopes for this book! First I want to say that I really liked the very vivid descriptions of the different dishes that were prepared and the components used by the narrator. The author made me see food and our relationship to food in a different angle. It made me realize that we actually can and often, conciously or subconciously, manipulate people with the dishes we prepare and the sequence we serve them in. It’s weird I know but it never occured to me before in this deph. Thanks for that! I also liked it very much that this book made me think about a life so much different than the one I’m blessed to live. How would I feel living a life with no colour except gray, with no sunlight or fresh vegetables and fruit and so many other things that make our live so much colourful and interesting? I have much appreciation for books that make me look closer at my life and make me value it in a different way! But sadly, for me the book was just a little too much about, I’m really sorry to say that because ai know many people love this about the book, the food and too little about the climate crisis going on. I mean… there is a woman living isolated on a mountain, who plays the role as her emploiers wife and her lovers mother, at one of the last places the smog hasn’t reached yet, preparing food for very influencial people who should be convinced to invest in projects of the mountain and beyond through the food she serves and way she acts part of the family, where they house lots of long lost animal species and grow plants, fruits and whatever not, that most people down in the valley, in the rest of the world haven’t tried in years or ever, but nobody seams to really care how it came to the rapid growthof the smog, how the world could have avoided such a climate crisis or anything else regarding the crisis outside of the narrators own 4 walls for that matter… Even though I understand and feel that the author wanted the reader to really connect to the narrator through the in deph description of her experiences, I never felt like there was a real connection between me and her. I like the protential the book has and many parts of the book, but I kept reading in the hope that it would go deeper into one of the many topics, like the mountain and it’s way of life, the people down in the valley and their way of life, the climate crisis going on, the life of Aida and her family,… The author touched every one of this topics, which is great but I missed some deep insites into something else then food and it’s taste. Even though I really want to say that I appreciate the amazing descriptions. But to me it felt like there was no balance…. I’m really sorry that the book didn’t completely convince and I’m also sorry that I wasn’t able to give a 5 ⭐️ review, but it seems that even though I liked the book a lot I just wasn‘t able to love it the way I anticipated to.
Description
Eat the Rich . Aber wen fressen die Reichen? Und ist leidenschaftlicher Genuss verwerflich in einer sterbenden Welt ohne Zukunft?
Der neue Roman der internationalen Bestseller-Autorin. Elektrisierend, revolutionär, sinnlich.
C Pam Zhang erzählt in ihrem neuen Roman »Wo Milch und Honig fließen« von einer jungen Köchin, die ihrer Verlorenheit durch einen Job in einer dekadenten Kolonie auf einem Berggipfel entflieht. All das Verschwundene existiert hier noch: die frischesten Erdbeeren, Gemüse, richtige Butter, das Fleisch längst ausgestorbener Tierarten – und das Verlangen einer anderen Frau. Sie begegnet einem neuen Leben, Privilegien, brutalem Luxus – aber vor allem dem Kampf um Macht, Identität und Zeit. Denn letztlich geht es nur um eines: Fressen oder gefressen werden?
Ein ungeheuer sinnlicher Roman über Verlangen und Täuschung, der direkt ins Herz unserer gegenwärtigen Zukunftslosigkeit trifft. Mit wilder Freiheit schreibt C Pam Zhang vom Schlimmsten – um es todesmutig in größte Schönheit zu verwandeln.
Book Information
Author Description
C Pam Zhang wurde 1990 in Peking geboren, ist aber hauptsächlich ein Kind der Vereinigten Staaten. Ihre Literatur erschien u.a. in »Harper's Bazaar«, in der »New York Times« und im »New Yorker«, ihr Debütroman »Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« war ein internationaler Bestseller und stand u.a. auf der Longlist des Booker Prize. Zhang wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet.
Posts
Eine Spitzenköchin mit Geschmacks- und Essstörung kocht in einer dystopischen Zukunft für eine geschlossene Gesellschaft dekadenter Reicher, die sich auf einen Berg in Italien sammeln. Eine düstere Atmosphäre durchzieht den Roman mit seinen seitenweisen Beschreibungen von kulinarischen Köstlichkeiten, die zum Teil aus aussterbenen Tierarten gekocht werden. Gruselig
Puh, was für ein Buch. Eine düstere Dystopie, die einem vor dem Hintergrund der Klimaveränderung betroffen und auch etwas ängstlich macht. Der Anfang lässt einen neugierig werden, der Mittelteil stieß mich genauso ab wie er mich faszinierte, leider kam ich nicht so richtig in einen Lesefluss. Der Schluss rundet die Geschichte etwas versöhnlich ab, das Dankeskapitel auf der letzten Seite ließ mich schmunzeln. C. Pham Zhang hat einen sehr guten Schreibstil. Das Buch ist mehr als außergewöhnlich, beschreibt Lust, Perversität, Brutalität, Ausbeutung und Ausgrenzung genauso wie Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, Empathie und Zusammenhalt vor dem Hintergrund einer untergehenden Welt. Ein Buch, das nachhallt, auch wenn ich nicht unbedingt sagen kann, dass es mir sehr gut gefallen hat.
Kennst du das, wenn Bücher einen „verfolgen“? Der Roman von C Pam Zhang „Wo Milch und Honig fließen“ ist für mich so ein Buch, ich wollte es nicht unbedingt lesen aber irgendwie ist es mir immer wieder begegnet. Und ja ich bin dankbar, dass ich mich auf dieses Buch eingelassen habe, aber ich bin auch etwas irritiert und überfordert. So habe ich nicht alle Gedankengänge der Autorin verstanden. Einzelne Sätze habe ich teilweise, wie bei fremdsprachigen Büchern auch, überlesen. Dennoch hat mich die Geschichte erreicht und in mir gearbeitet. Sie wirft für mich insbesondere die Frage auf: „Was bedeutet echtes Leben?“. Und ob ein vermeintlich „echtes“ Leben, dass sich schonungslos der Realität zuwendet nicht erstrebenswerter ist als ein konstruiertes, kontrolliertes und „gutes“ Leben.

Unwirklich schön und schwer verdaulich – Ein ganz eigener Roman 🌫️🍽️🌿
Wo Milch und Honig fließen von C Pam Zhang war für mich ein ungewöhnliches, beinahe traumartiges Leseerlebnis. Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der eine Köchin in einer luxuriösen Enklave für Superreiche arbeitet, während die Welt draußen im Smog versinkt. Eine Geschichte zwischen Sehnsucht, Identität, Moral, Gier, Größenwahn und Verzweiflung. Was mich sofort gepackt hat, war Zhangs Sprache: sinnlich, poetisch, voll intensiver Bilder. Ihre Beschreibungen – besonders von Essen – sind so lebendig, dass man sie fast schmecken kann. Gleichzeitig bleibt vieles vage, die Handlung fragmentarisch, die Figuren distanziert. Das Buch lebt mehr von Atmosphäre und Gefühl als von klassischer Spannung. Emotional berührt hat mich die stille, unausgesprochene Sehnsucht der Protagonistin nach Zugehörigkeit, Nähe und Identität und die Frage nach Moral und „Richtig und Falsch“. Auch wenn der Roman sicher nicht für Jedermann ist und man sich erst einmal darauf einlassen muss (deshalb auch der Sternabzug), wird er bei mir sicher lange nachwirken. Fazit: 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐✨ Wunderschön geschrieben, fordernd, anders – ein Buch, das sich nicht leicht greifen lässt, aber viel zu sagen hat.
Erinnerungen gehen durch den Magen
In einer nicht allzu fernen Zukunft verdeckt eine Smogwolke die gesamte Erde so, dass jegliche Nahrungsgrundlagen geschwunden sind und sich die Weltbevölkerung in einer großen Hungersnot befindet. In dieser Zeit sucht die 29-jährige Ich-Erzählerin einen Job und wird als Köchin in einer Forschungsstation auf einem Berg bei Mailand eingestellt. Dieser Ort erscheint zunächst wie das Land, wo Milch und Honig fließen - denn hier ist die Luft noch sauber und Essen gibt es mehr als im Überfluss. Doch die Kehrseite dieser scheinbar paradiesischen Kulisse lässt nicht lange auf sich warten und die Erzählerin wird mehr und mehr in ihre Rolle hineingezogen, die sie dort zu spielen hat. Die Kreativität und Unmittelbarkeit, die C Pham Zhang in diese Geschichte gelegt hat, sind wirklich einzigartig. Auf der Figurenebene ist vor allem die Dreiecksbeziehung zwischen der Erzählerin, ihrem ebenfalls namenlosen Arbeitgeber und dessen Tochter Aida zu erwähnen, die alle im wahrsten Sinne des Wortes ihre Rolle spielen und die Grenzen des Machbaren verschwimmen lassen. Was dort bei prächtigen Dinnerpartys passiert, während die Erzählerin für die reichen Investoren ihres Chefs kocht, ist teilweise wirklich absurd. Dahinter stecken allerdings einige simple Wahrheiten. Zum einen führt uns Zhang vor, dass der Kapitalismus auch im Falle einer globalen Nahrungskrise den Ton angeben und sich die obersten 1% nur um ihr eigenes Wohlergehen kümmern werden. Doch wie kann man solche Menschen, die alles haben und sich alles kaufen können, noch beeindrucken? - Mit kulinarischen Erinnerungen. Dafür ist unsere Köchin zuständig, welche sich in die Emotionswelt der Gäste kocht und dabei an ihrer eigenen Appetitlosigkeit verzweifelt. Dabei schafft es die Autorin durch ihre satte Sprache, Essen und Kochen erlebbar zu machen. Wo einem einerseits das Wasser im Mund zusammenläuft, rümpft man dann schnell die Nase. Und auch sonst findet Zhang innovative und eindringliche Worte für das, was geschieht. Besonders spannend war die Erkundung der Forschungsstätte auf dem Berg, wo bahnbrechende Ergebnisse erzielt werden, die nicht nur neue Nahrungsgrundlagen erschließen. Dass solche Forschungen aufgrund des Klimawandels immer bedeutsamer werden, ist keine Fiktion, sondern bittere Realität. Und auch, was die auserwählte High Society mit den Früchten der Arbeit zu tun gedenkt, dürfte Lesern bekannt vorkommen. Teilweise wirkt der Text etwas überladen, Zhang wollte an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas zu viel - Allerdings werde ich glaube ich noch oft über diese Geschichte nachdenken und darüber sprechen.
Mal ein etwas anderes Buch: Eine namenlose Ich-Erzählerin in der Zukunft. Die Welt wird von grauem Smog beherrscht und nur eine kleine Berglandschaft in Italien ist nicht betroffen. Hier soll die Erzählerin als Köchin arbeiten und noch mehr. Luxus und Genuss in schweren Zeiten und wie Menschen sich verhalten. Thema wird gut angerissen, hätte aber noch mehr Tiefe verdient. Aber alles in allem lesenswert, insbesondere in unserer heutigen Zeit, sollten wir uns besinnen auf die wichtigen Dinge.
Mein Gott, was kann diese Autorin Bilder zeichnen mit ihrer Sprache 😱 Ähnlich überwältigend, wie in ihrem Debüt, das für mich ein Highlight war. Allerdings lässt mich diese Geschichte auch mit vielen Fragezeichen zurück. Es ist eine dystopische Welt, in die uns C Pam Zhang mit dieser Geschichte führt: Die Welt versinkt im Smog, nur auf den höchsten Berggipfeln gibt es noch Sonnenlicht und Natur. Die Menschheit ernährt sich von gentechnisch hergestelltem Brot. Es gibt wenig Biodiversität, und diese nimmt ständig und rasant ab. Die Tiere sterben aus, Nutzpflanzen wachsen einfach nicht mehr. Unsere Protagonisten nimmt eine Stelle als Köchin auf einer Gipfel-Forschungsstation an. Sie kocht für ihren Arbeitgeber, seine Tochter und diverse hochrangige politische Gäste Menüs des Überflusses. Hier ist es noch: das Land, wo Milch und Honig fließt. Der biblische Bezug kommt nicht von ungefähr. Alle sehnen sich nach Sicherheit, nach Genuss, nach der guten alten Zeit. Schnell wird klar, dass dieser Überfluss nicht ohne einen Preis daherkommt. Wir tauchen mit der Protagonist immer tiefer in einen Strudel aus Gier, dunklen Machenschaften, naturwissenschaftlicher Forschung, Korruption, und Wissensdurst. Diese Welt, möchte ich persönlich niemals erleben. Ab einem bestimmten Punkt, nimmt die Geschichte aber eine dramatische Wendung und das Leben unserer Protagonistin gleich mit. Hat für mich diese Geschichte stark begonnen, habe ich in der Mitte des Buches so einige Seiten als Längen empfunden. Erst zum Schluss, konnte mich die Autorin wieder richtig begeistern. Leider ist der Schlussteil sehr kurz gehalten, da hätte ich gerne viel tiefer geblickt und die einzelnen Phasen ihres Lebens deutlicher mitbekommen, statt sie nur in Kurzzusammenfassung erzählt zu bekommen. Von daher passte die Gewichtung der Erzählstränge für mich in dieser Geschichte leider nicht. Ich habe mir die Frage gestellt: Möchte ich so leben? Wie lässt sich auch im Kleinen helfen, diese Zukunftsvision zu vermeiden? Ein äußerst Weltpolitik-kritisierender Roman, der nachdenklich stimmt und sprachlich herausragend sinnlich daherkommt.
Das Buch hat mich vom Thema her sofort angesprochen (lieb ja Dystopien) – auch die Liebesgeschichte fand ich interessant und gut umgesetzt. Das war für mich der stärkste Teil der Geschichte. Ansonsten hat’s bei mir leider nicht so richtig gezündet. Die sehr poetische, fast schon träumerische Sprache wirkt zwar künstlerisch, hat bei mir aber eher Distanz geschaffen. Ich konnte mit keiner der Figuren so richtig mitfühlen, sie blieben mir irgendwie fremd. Auch die Erzählweise war recht sprunghaft, was es zusätzlich schwer gemacht hat, in der Geschichte drin zu bleiben. Das Pacing war für meinen Geschmack zu langsam – vieles zog sich, ohne dass wirklich etwas voranging. Und das Ende fühlte sich für mich ein bisschen lazy an. Für eine Dystopie war es mir dahingehend viel zu versöhnlich. Fazit: Interessante Thematik, hab leider schnell den Zugang verloren. Sprachlich eigenwillig, atmosphärisch, aber für mich zu distanziert und erzählerisch zu schleppend.
“The land of milk honey”, an absolutely beautiful name for a book if you ask me. As a chefs future wife and a climate change enthusiast I had high hopes for this book! First I want to say that I really liked the very vivid descriptions of the different dishes that were prepared and the components used by the narrator. The author made me see food and our relationship to food in a different angle. It made me realize that we actually can and often, conciously or subconciously, manipulate people with the dishes we prepare and the sequence we serve them in. It’s weird I know but it never occured to me before in this deph. Thanks for that! I also liked it very much that this book made me think about a life so much different than the one I’m blessed to live. How would I feel living a life with no colour except gray, with no sunlight or fresh vegetables and fruit and so many other things that make our live so much colourful and interesting? I have much appreciation for books that make me look closer at my life and make me value it in a different way! But sadly, for me the book was just a little too much about, I’m really sorry to say that because ai know many people love this about the book, the food and too little about the climate crisis going on. I mean… there is a woman living isolated on a mountain, who plays the role as her emploiers wife and her lovers mother, at one of the last places the smog hasn’t reached yet, preparing food for very influencial people who should be convinced to invest in projects of the mountain and beyond through the food she serves and way she acts part of the family, where they house lots of long lost animal species and grow plants, fruits and whatever not, that most people down in the valley, in the rest of the world haven’t tried in years or ever, but nobody seams to really care how it came to the rapid growthof the smog, how the world could have avoided such a climate crisis or anything else regarding the crisis outside of the narrators own 4 walls for that matter… Even though I understand and feel that the author wanted the reader to really connect to the narrator through the in deph description of her experiences, I never felt like there was a real connection between me and her. I like the protential the book has and many parts of the book, but I kept reading in the hope that it would go deeper into one of the many topics, like the mountain and it’s way of life, the people down in the valley and their way of life, the climate crisis going on, the life of Aida and her family,… The author touched every one of this topics, which is great but I missed some deep insites into something else then food and it’s taste. Even though I really want to say that I appreciate the amazing descriptions. But to me it felt like there was no balance…. I’m really sorry that the book didn’t completely convince and I’m also sorry that I wasn’t able to give a 5 ⭐️ review, but it seems that even though I liked the book a lot I just wasn‘t able to love it the way I anticipated to.

















