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Zwischen Glanz und Abgrund der Regency-Gesellschaft
Als großer Fan der Regency-Zeit hat mich dieses Buch sofort angesprochen – die aktuelle Bridgerton-Welle kommt mir da sehr entgegen. Leider konnte mich die Geschichte jedoch nur teilweise überzeugen. Etwa drei Viertel des Romans drehen sich um Georgiana, die zu ihren Verwandten aufs Land zieht und dort Anschluss an die schillernde Clique um Frances findet. Zwischen rauschenden Bällen, Alkoholexzessen und Drogen entsteht eine ungesunde Freundschaft – aber auch eine zarte, glaubwürdige Liaison mit dem ruhigen Thomas. Diese Momente gehörten für mich zu den stärkeren des Buches. Mit der Zeit ging mir allerdings die ständige Vergötterung der Figur Frances zunehmend auf die Nerven. Ihre Präsenz dominiert die Handlung so stark, dass andere Charaktere – allen voran Georgiana – stellenweise blass wirken. Dafür gibt es für mich einen deutlichen Punktabzug. Der letzte Teil des Romans hat mir dagegen richtig gut gefallen. Hier nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf, und es werden auch die Schattenseiten der glitzernden Gesellschaft sichtbar. Das Ende kam mir – wie in vielen klassischen Regency-Romanen – etwas zu überhastet vor, doch insgesamt bietet der Abschluss einen stimmigen Ausklang. Ein atmosphärisch dichter Roman mit viel Regency-Flair, rauschenden Festen, geheimen Küssen und großem Gefühlschaos. Leider schwächelt die Erzählung im Mittelteil und verliert sich zu sehr in Oberflächlichkeiten. Wer die Regency-Zeit liebt, wird trotzdem einige schöne Lesemomente finden

Oct 26, 2025
Zwischen Glanz und Abgrund der Regency-Gesellschaft
Als großer Fan der Regency-Zeit hat mich dieses Buch sofort angesprochen – die aktuelle Bridgerton-Welle kommt mir da sehr entgegen. Leider konnte mich die Geschichte jedoch nur teilweise überzeugen. Etwa drei Viertel des Romans drehen sich um Georgiana, die zu ihren Verwandten aufs Land zieht und dort Anschluss an die schillernde Clique um Frances findet. Zwischen rauschenden Bällen, Alkoholexzessen und Drogen entsteht eine ungesunde Freundschaft – aber auch eine zarte, glaubwürdige Liaison mit dem ruhigen Thomas. Diese Momente gehörten für mich zu den stärkeren des Buches. Mit der Zeit ging mir allerdings die ständige Vergötterung der Figur Frances zunehmend auf die Nerven. Ihre Präsenz dominiert die Handlung so stark, dass andere Charaktere – allen voran Georgiana – stellenweise blass wirken. Dafür gibt es für mich einen deutlichen Punktabzug. Der letzte Teil des Romans hat mir dagegen richtig gut gefallen. Hier nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf, und es werden auch die Schattenseiten der glitzernden Gesellschaft sichtbar. Das Ende kam mir – wie in vielen klassischen Regency-Romanen – etwas zu überhastet vor, doch insgesamt bietet der Abschluss einen stimmigen Ausklang. Ein atmosphärisch dichter Roman mit viel Regency-Flair, rauschenden Festen, geheimen Küssen und großem Gefühlschaos. Leider schwächelt die Erzählung im Mittelteil und verliert sich zu sehr in Oberflächlichkeiten. Wer die Regency-Zeit liebt, wird trotzdem einige schöne Lesemomente finden
Oct 26, 2025








