Lapvona

Lapvona

Hardback
3.7290

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Description

„Lapvona“ – Ottessa Moshfeghs Roman über menschliche Monstrosität, Ungleichheit, Korruption und Tyrannei. „Was für ein grauenvolles Meisterwerk!“ (Theresia Enzensberger) Es riecht nach Kot und Verwesung, nach Blut, Vieh und Schlamm – das ist Lapvona, der gottverlassenste Ort der Romanwelt. Hier ist niemand vom Glück begünstigt, am wenigsten Marek, der missgestaltete Sohn des Schafhirten. Doch sein Elend birgt auch eine große Kraft: baldige Nähe zu Gott durch Entsagung und Erniedrigung. Als er von Villiam, dem irren Landvogt, aufs Schloss berufen und als neuer Fürstensohn eingeführt wird, glaubt Marek sich zu Höherem erkoren. Denn noch ahnt er nicht, wie grausam nicht nur die Not, sondern auch die Sättigung den Menschen macht. In ihrem neuesten Meisterwerk entwirft Ottessa Moshfegh ein höllisches Panoptikum menschlicher Monstrosität und trifft in der grotesken Darstellung von Ungleichheit, Korruption und Tyrannei den Nerv unserer Zeit erschreckend genau.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
336
Price
26.80 €

Author Description

Ottessa Moshfegh wurde in Boston geboren und ist kroatisch-persischer Abstammung. Für ihre Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem PEN/Hemingway Award. Zuletzt erschien von ihr der Roman Der Tod in ihren Händen (2021). Ottessa Moshfegh lebt im Süden Kaliforniens. Lapvona ist ihr zweiter Roman bei Hanser Berlin.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
24%
41%
29%
7%
44%
1%
90%
75%
35%
6%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
2%
74%
23%
64%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (50%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

74
All
3

Fesselndes Elend ohne Nachhall

„Lapvona“ ist so eine Art wilder Grenzgang zwischen "Die 120 Tage von Sodom" und "Das Parfüm". Die Geschichte selbst ist definitiv fesselnd und auf eine unangenehme Weise auch faszinierend. Moshfegh schafft es mühelos, eine Welt zu zeichnen, die vor Dreck, Elend und moralischem Verfall nur so trieft. Trotzdem bleibt am Ende weniger hängen, als man erwarten würde. Es ist interessant, ja. Auch stellenweise verstörend. Aber der große „Wow“-Moment, dieses nachhaltige Nachwirken, bleibt aus. Ich hatte mir das Ganze schlicht eine Spur spektakulärer, vielleicht auch emotional packender vorgestellt. Was allerdings hervorragend funktioniert: die Atmosphäre. Selten habe ich beim Lesen so intensiv das Gefühl gehabt, Gerüche beinahe wahrnehmen zu können – und ganz ehrlich: Ich bin sehr dankbar, dass uns diese technische Entwicklung noch erspart bleibt. Die eigene Vorstellungskraft ist hier schon mehr als ausreichend… Ein eindringliches, unangenehmes Buch, das man nicht so schnell vergisst während man es liest – aber überraschend schnell danach.

Fesselndes Elend ohne Nachhall
4.5

Das beste fürchterliche Buch, das ich seit Langem gelesen habe

Ich schäme mich fast dafür, „Lapvona“ viereinhalb Sterne zu geben. Aber alles andere wäre gelogen, denn ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen. Ich lese fast nur Romantasy und Fantasy und brauchte zwischendurch mal was anderes, einen „Palette Cleanser“ sozusagen. Und oh Boy, habe ich den bekommen … 👀 Im Zentrum der Geschichte stehen die verarmten und abgehärmten Bauern des Dörfchens Lapvona sowie dessen frivole und vergnügungssüchtige Lordschaft. Diese hockt abgeschottet vom Elend ihrer Untergebenen im Schloss auf einem Hügel. Beide Seiten stehen sich in ihrer Abartigkeit jedoch in nichts nach. Die Gegenüberstellung dieser Gegensätze und welch groteske Szenen sich abspielen, wenn sich beide vermischen, ergibt ein alptraumhaftes Meisterwerk der Erzählkunst.  Die Autorin beschreibt mit schnörkelloser Nüchternheit die tiefsten menschlichen Abgründe, die man sich nur vorstellen kann. „Lapvona“ bricht mit den letzten Tabus unserer Zeit – ohne sie je als solche zu benennen. Die Personen begehen fast beiläufig die schlimmsten Gräueltaten und finden für jeden Verstoß gegen ihre eigene Menschlichkeit scheinbar gute Erklärungen.  Die Dorfbewohner sind allesamt bizarr und dabei gleichsam faszinierend. Mehr als ein Mal hat es mich vor Abscheu und Ekel geschüttet. Weiterlesen musste ich trotzdem. Wie Ottessa Moshfeghs es schafft, die Verderbtheit ihrer Figuren dermaßen gekonnt in Worte zu fassen, needs to be studied. Sie hat mit Lapvona ein Buch geschrieben, dass man nur hinter vorgehaltener Hand weiterempfehlen kann, um keine Fragen über den eigenen Charakter aufzuwerfen. 🫢

Das beste fürchterliche Buch, das ich seit Langem gelesen habe
4.5

Widerwärtig, verstörend und irgendwie … komisch?

An diesem Buch ist nichts schön, warm oder angenehm. Das Gegenteil ist der Fall. Alles an dieser Geschichte ist grotesk und ekelhaft. Lapvona ist ein Ort voller widerwärtiger Menschen, die widerwärtige Taten begehen und alles daran ist ganz normal. Denn, wenn man genau hinsieht, erkennt man hinter der überzeichneten widerlichen Satire das Spiegelbild all dessen in dem wir leben. Traurig, bedrückend - und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht weglegen und habe es (trotz Fieber) in einem Stück weggelesen. Ich bin verstört und hoffe, dass ich nicht von Lapvona und erst recht nicht von seinen Bürgern träumen muss.

4.5

Ein Roman, der verletzt, aber nicht verzeiht.

Lapvona ist kein Buch für schwache Mägen. Es ist eine künstlerische Provokation, die die Grenzen der Literatur auslotet. Ob es mehr ist als bloße Schockwirkung, bleibt offen, doch genau das ist der Punkt. Moshfegh zwingt den Leser, sich mit der Absurdität menschlicher Existenz auseinanderzusetzen. Die letzte Szene, in der Marek das Kind in die Tiefe wirft, bleibt als symbolhafte Zerstörung der Hoffnung haften. Ein Buch, das man nicht vergisst und vielleicht auch nicht möchte.

3.5

»Was ist los mit dir?<< >>Weiß ich nicht.<< »Tut dir der Räuber leid?<< >>Ja.<< >>Und warum?<< »Vielleicht hatte er auch einen Sohn.<< >>Diesen Räubern ist nichts heilig, nicht mal die eigene Fa- milie. Sie sind die Kinder des Teufels. Vergiss ihn. Der schmort jetzt in der Hölle. Den sollen die Würmer fressen. Wollen wir auf dem Heimweg ein paar Blumen pflücken?<< >>Ja.<<

Jedes Mal wenn ich weiter lesen "wollte", murmelte ich: "Ich hasse dieses Buch." Es hat mir keinen Spass gemacht, das heißt aber nicht, daß es schlecht geschrieben wäre, es ist nur anders. Der Ekel Faktor war allerdings gar nicht das Problem für mich, sondern dass ich für keine Person wirklich mitfühlen konnte bzw. wollte, was mir normalerweise sehr leicht fällt. Doch ich habe die Personen alle mehr oder weniger verachtet. Auch wenn manche Schicksale objektiv tragisch waren, empfand ich keine Empathie für den Charakter. Das ist, denke ich, gewollt. Der Erzählstil ist beschreibend, man erfährt die Gedanken und Taten ohne wirkliche Wertung. Es ist eben einfach so. Es geht um die Abgründe der Menschen, egal woher sie kommen. Sie sind entweder selbstgerechte Heuchler, gierige kindische Herrscher, uneinsichtige ordinäre Vergewaltiger, stolze oder bigote und unwissende "Gläubige". Sie alle haben eine Leere, einen Hunger zu stillen, und tun dies auf meist schändliche und eklige Art und Weise. Es ist eine kleine düstere Welt voller Gewalt, Doppelmoral, Machtmissbrauch, Ignoranz, und den Schranken zwischen Arm und Reich.

4

Ich wollte das Buch zwischenzeitlich wirklich weglegen und vergessen

Ein Achterbahn der Gefühle. Hauptsächlich mit einem Gefühl. Ekel. Das Buch hat mich in Situationen versetzt, wo ich gezwungen war zuzuschauen. Als Außenstehender, in einer Welt voller Leid und Missgunst, versetzte es mir zwischenzeitlich Bauchschmerzen. Und führte mich zu einer Frage: Ab wann? Ab wann ist Empathie und Moral nebensächlich? Ab wann ist das eigene Überleben wichtiger, als alles andere? Lapvona zwingt einen genau zu dieser Frage. Ich fühlte mich oft unwohl beim Lesen. Nicht, weil es schlecht geschrieben wäre. Sondern, weil es der Autorin so gut gelingt, das Abgründige zu zeigen, ohne zu erklären und ohne zu rechtfertigen. Es ist, als würde man durch ein Schlüsselloch auf eine Realität blicken, in der Menschlichkeit optional ist. Und irgendwann merkt man: Man sieht nicht nur zu, nein, man beginnt, zu verstehen. Und da fing bei mir der wahre Horror an.

2

Fazit: Menschen waren, sind & werden immer bekloppt sein

Dieses Buch lässt mich ziemlich ratlos zurück. Ich verstehe, dass die Autorin zeigen möchte, dass Reichtum & Überfluss allein nicht glücklich machen. Dass man auch in Armut & durch Verzicht & Demut das Schöne in der Welt erkennen kann. Dass der menschliche Geist durch falsche Rollenbilder & ohne Aussicht auf eine bessere Zukunft abstumpfen bzw. verkümmern kann. Dass Gewohnheit, Selbstmitleid & Gefühlsarmut den Menschen stumpfsinnig & brutal werden lassen, aber WAS GENAU will mir die Autorin mit diesem literarischen Autounfall mitteilen??? Warum einige Leser & Leserinnen das Buch als "nichts für schwache Nerven" bezeichnen, ist mir ebenfalls schleierhaft. Die Sprache ist stellenweise obszön & unverblümt, ja, aber selbst da habe ich schon bei Weitem schlimmere Inhalte gelesen (Grüße gehen raus nach Hof Gutenberg). Vllt fehlt mir für diese Literatur eine Art philosophisches Grundverständnis ...

Fazit: Menschen waren, sind & werden immer bekloppt sein
4

Wie ein Unfall.

Puh, ganz ehrlich ist es mir schon lange nicht mehr so schwer gefallen eine Rezension zu verfassen. Wir begleiten den missgebildeten Marek im augenscheinlich mittelalterlichen Dorf Lapvona, wo er als Sohn des Schafhirten ein Leben voller Prügel und Entbehrungen führt, bis er aufgrund eines tragischen Vorfalls ins Schloss des Landvogt Villiam einziehen darf.  Was in Lapvona passiert ist definitiv nicht für zart besaitete, denn was man hier liest ist harter Tobak.  Folter, Vergewaltigung, Kannibalismus, ...  Dieses Buch ist abstoßend, ekelhaft, absurd, grotesk, morbide, bizarr ...  ich habe definitiv noch nichts vergleichbares gelesen und dennoch habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Ob ich das wirklich gut fand? Ich weiss es nicht genau und muss noch einige Zeit darüber nachdenken. Klar ist, dieses Buch bleibt im Gedächtnis und auf irgendeine Art und Weise fand ich es schon genial, auch wenn ich insgeheim die Befürchtung hege, dass die Autorin ein klein wenig irre ist und jede/r der das gut findet auch.

4

Wahrscheinlich eines der ekelhaftesten Bücher, die ich je gelesen habe

Ich bin sehr verwirrt von diesem Buch. Und ich kann es absolut nicht empfehlen. Aber es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Ich weiß wirklich nicht was ich denken soll. Einerseits behandelt dieses Buch alles an Themen, was auch nur potentiell eine Triggerwarnung haben könnte. Egal an welche Grausamkeit ihr denkt, in diesem Buch kommt sie safe vor. Gleichzeitig sind die Charaktere alle moralisch auf der grauen Seite. Sie tun und denken schreckliche Dinge, aber meistens nie unbegründet und nicht aus reiner Boshaftigkeit. Das als Autor hinzubekommen ist echt eine krasse Leistung. Ich habe sooo Respekt für Ottessa Moshfegh. Ihr Schreibstil war unglaublich fesselnd, leicht und genau richtig beschreibend. Das wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihr gewesen sein. Also lest das Buch nicht? Oder lest es wenn ihr Interesse dran habt? Aber erwartet keine schnucklige Geschichte

4

„I feel stupid when I pray.“ - „Anyone,“ Demi Lovato

Ich fühle mich dumm, da die Deutsche Übersetzung ohne den Epigraph von Demi Lovato auskommen muss. Ottessa Moshfegh, bitte, was war das? Selten habe ich so ein ekelerregendes, furchtbares und gleichzeitig absurdes Buch gelesen. Grotesk und morbide zeichnet die Autorin die Bevölkerung von Lapvona. Kein Charakter ist liebenswert, doch sind nicht alle nur Täter, sondern auch Opfer ihrer Umstände und Mitmenschen und jede Abscheulichkeit der Menschlichkeit wird hier schonungslos beschrieben, in typischer „moshfeghischen“ Prosa. Lapvona ist so schonungslos dunkel, die Menschen miserabel, kein einziger Lichtblick durchzieht diese Geschichte. Daher habe ich das Buch bei schönstem Sonnenschein gelesen, während meine Beine zum Abkühlen im Pool steckten. Kann ich so nur empfehlen!

„I feel stupid when I pray.“ - „Anyone,“ Demi Lovato
4

idk wie man auf die idee kommt, sowas ekliges und grauenvolles zu schreiben, sowas hab ich noch nie gelesen aber es hat mich trotzdem abgeholt

4

Man konnte den Gestank von Lapvona schon fast durchs Buch riechen

4

ꜱᴄʜᴏᴇɴʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ᴅᴇʀ ꜱᴄʜᴀᴛᴛᴇɴ ᴅᴇꜱ ᴛᴇᴜꜰᴇʟꜱ

Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, geht es in dieser Geschichte primär um Marek. Marek ist schon seit seiner Geburt missgestaltet und lebt alleine mit seinem Vater, verlassen von der Mutter, in einem Dorf. Geplagt von Armut und ein sehr einfaches Leben lebend. Bis Marek vom Fürsten von Lapvona aufgenommen und wie sein eigener Sohn angenommen wird. Denn der Sohn von Fürsten selbst ist nicht mehr am Leben und es muss ein neuer Trohnfolger her. Auf diese Buch bin ich durch „Recherchen“ gestoßen. Seit ich Bunny gelesen habe, bin ich auf den Geschmack „weirder“ komischer Bücher gekommen und Lapvona ist definitiv so eins. Ich hatte ja keine genaue Vorstellung was mich erwartet und ich bin teils noch immer angeekelt von manchen Situationen in diesem Buch. Die Kluft zwischen Reich und Arm wird hier thematisiert. Wie Reichtum zu Langeweile führt und was aus Langeweile entsteht. Dieses Buch ist definitiv so gar nichts für schwache Gemüter. Man sollte Ekel abkönnen. Was ich hier super fand, dass es oft um verschiedene Protagonisten geht und nicht um Marek allein. So liest man in verschiedene Sichtweisen der Dorfbewohner, aber auch der Bediensteten hinein. Ich habe bereits ein anderes Buch der Schriftstellerin auf der Wunschliste: „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“. Ich hoffe ja sehr, dass es dem Stil ähnelt. Ich mochte das nämlich. Es ist gut geschrieben. Mir hat die Sprache gefallen und es hat sich gut lesen lassen. Aber! Defenitiv nix für jedermann. Von mir erhält das Buch vier von fünf ✨ weils mir dann teilweise doch auch mal zu eklig wurde 🥲

ꜱᴄʜᴏᴇɴʜᴇɪᴛ ɪꜱᴛ ᴅᴇʀ ꜱᴄʜᴀᴛᴛᴇɴ ᴅᴇꜱ ᴛᴇᴜꜰᴇʟꜱ
4.5

Nichts für schwache Nerven

Lapvona ist wie ein Unfall, bei dem man den Blick nicht abwenden kann – grausam, verstörend, und doch fesselnd. Ottessa Moshfegh entwirft ein düsteres Mittelalter-Szenario, das gleichermaßen abstößt wie fasziniert. Die Geschichte ist roh, oft vulgär, aber dabei immer wieder durchzogen von poetischen, fast zarten Momenten. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Gewalt, Missbrauch, religiöser Wahn – die Themen sind schwer, die Bilder teils drastisch. Wer sich auf Lapvona einlässt, sollte Triggerwarnungen unbedingt ernst nehmen. Und doch: So oft ich schockiert war, so sehr war ich auch unterhalten. Moshfegh schafft es, das Groteske mit dem Schönen zu verweben, das Abgründige mit feiner Sprache zu durchdringen. Ein ungewöhnliches, extremes Leseerlebnis – sperrig, unbequem, aber auf seltsame Weise faszinierend.

4.5

Eine brutale Geschichte über das Leben, wie es in seiner schrecklichsten Form sein. Eine Stadt im Mittelalter, die Kirche, Dürre, Ekelige Dinge, und noch viel mehr. 🪾

Selbst für meine Verhältnisse war dieses Buch echt ekelerregend an manchen Stellen. Es gab Kannibalismus, Vergew*tigung, alle möglichen Körperflüssigkeiten und Gewalt. Trotzdem laß ich es sehr schnell und flüssig durch. Ich fand es interessant, wie mit Themen rund um Glaube, Religion, Macht und Glück/Sinn umgegangen wurde. Hat mir gut gefallen. Ich denke ich werde auch weiterhin die Bücher der Authorin lesen. Aber ich empfehle euch, nichts zu essen während ihr dieses Buch lest ^^

3.5

3,5⭐️

Puh, schwierig zu bewerten. Unheimlich ekelhaft aber trotzdem irgendwie spannend. Menschliche Abgründe werden gut herausgearbeitet. Bedingt empfehlenswert, Trigger beachten!

4

📚 Inhalt Marek hat kein einfaches Leben. Von seinem Vater wird er misshandelt, von der Mutter war er nie gewollt, er ist von Geburt an beeinträchtigt und zusätzlich ist seine Mutter bei der Geburt verstorben. Keine guten Voraussetzungen, besonders nicht in der harten, kalten Welt von Lapvona. Aber Marek hat seinen Glauben und daran klammert er sich fest. Umso schlechter es ihm im erdlichen Leben ergeht, desto besser wird es ihm im Jenseits gehen. Doch da ist auch noch Ina, die blinde Dorfamme, die fast alle Kinder ernährt hat. Doch auch Ina ist nicht nur eine gewöhnliche Frau. Sie verfügt über einzigartige Gaben, die ihr mehr Wissen zur Verfügung stellen, als anderen Menschen. Das Bedürfnis der Bewohnenden von Lapvona nach Glauben und Sicherheit ist enorm. Die Menschen sind Gott treu ergeben, selbst in diesem Jahr der besonderen Dürre und Hungersnot. Der Glaube der Bewohnenden scheint unerschütterlich. Während dieser Zeit kommt Marek der Herrenfamilie von Lapvona unglaublich nahe. Dadurch wird die göttliche Ordnung gehörig durcheinander gebracht. 📖 Meinung Immer wieder ist dieses Buch an meinem Lesehorizont aufgetaucht. Ich wusste eigentlich gar nichts darüber, nicht einmal, in welcher Zeit es spielt oder welches Genre abgedeckt wird. Aber irgendwie hat mich das Cover angesprochen und so haben wir zueinander gefunden. Dass ich mich sehr gefreut habe, dass wir uns in einer mittelalterlichen Zeit befinden, muss ich wohl gar nicht gross ausführen. Das hat mir wirklich sehr gefallen und ich bin schnell in die Geschichte reingekommen. Mir gefällt besonders das mehrheitlich realistische Setting, das doch immer wieder durch kleine übernatürliche oder okkulte Dinge in Frage gestellt wird. Das bringt einen gewissen Charme ins Buch, der mir sehr gefallen hat. Auch hat mir die unterschwellige Gesellschaftskritik der Autorin sehr gefallen. Sie stellt die Religion immer wieder in Frage und zeigt auf, dass Religion sowohl Segen als auch Fluch sein soll. Marek als Protagonist beispielsweise ist in meinen Augen keinesfalls sympathisch. Aber er fordert mich auf, nachzudenken. Ich habe seine Handlungen immer wieder hinterfragt und verurteilt und mich dann aber reflektiert: wieso urteile ich über einen anderen Menschen, dessen Situation ich weder kenne noch nachvollziehen kann? Ebenfalls begegnet der Leserin immer wieder Ekel oder abstossende Situationen. Diese Stilmittel ziehen sich wirklich durch das ganze Buch hindurch und ich habe mich immer wieder geekelt. Doch auch hier zeigt die Autorin, wie Macht Menschen zu abscheulichen Dingen und Handlungen treiben kann. Abschliessend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gefallen hat. Ich fand es wirklich spannend und einfach anders. Allerdings bin ich überzeugt, dass das Buch nicht allen gefallen wird. Ich kann verstehen, wenn man sich fragt, wieso die widerlichen Szenen so detailliert beschrieben werden. Aber wenn man offen ist, sich auf eine andere Art der Gesellschaftskritik einzulassen, dann ist «Lapvona» genau das richtige.

3.5

Griesgrämiger Lesegenuss, der nichts für schwache Nerven ist 🌪

Es war schon ein wilder Ritt durch dieses Buch - zum einen erschüttern mich die wilden Beschreibungen von Land, Leben und Eigenheiten der Lapvoner Bevölkerung, zum anderen zeigt Ottessa Moshfegh durch düstere Metaphern (teilweise) Missstände unserer Gesellschaft bildhaft auf. Einige der skuril-ekelerregenden Passagen erinnerten mich an das Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche, zumindest lösten sie einen ähnlichen inneren Ekel in mir aus. Es ist schon ein komisches Buch, aber gerade das macht es wiederum lesenswert. Man muss es allerdings auch vertragen können... hierzu möcht ich noch erwähnen, dass Triggerwarnungen zu Beginn angebracht gewesen wären (Pädophilie, Kannibalismus, ...). Alles in Allem ein spannender Read, der aufrüttelt und auch unangenehme Emotionen zulässt. Man muss sich darauf einlassen können. 💭

Griesgrämiger Lesegenuss, der nichts für schwache Nerven ist 🌪
4.5

Eine Allegorie auf unsere moderne Welt

Was für ein Ritt. Das Buch liest sich wie ein Fiebertraum, allerdings auf eine Shakespearesque und tragische Weise. Dies ist ein Buch über die Doppelmoral von Religion und den Menschen, die sie ausüben. Der Spagat eines angeblich liebenden Gottes und seinem Genuss Menschen zu bestrafen. Es geht um die Grausamkeit des Lebens, die Ungerechtigkeit der Geburtenlotterie. Wie Reiche die Welt als ihre Bühne sehen und nutzen. Um die Dämonisierung der Weiblichkeit. Das Buch ist ekelhaft, grotesk, brutal und beschönigt nichts. Alle Charaktere sind moralisch verdorben und gleichzeitig Opfer ihrer Umgebung und Mitmenschen.

5

What the h…

This book is not for the faint hearted! Disgustingly vile description at times, which also makes this interesting. The story is at times a bit confusing, but I liked it. The grotesqueness of this book made me enjoy it. Nevertheless there are many critics and I get it. You should definitely see for urself!

4

brauche noch 8 bis 80 Werktage um das zu verarbeiten

4

Es riecht nach Kot und Verwesung, nach Blut, Vieh und Schlamm - das ist Lapvona, der gottverlassenste Ort der Romanwelt. Hier ist niemand vom Glück begünstigt, am wenigsten Marek, der missgestaltete Sohn des Schafhirten. Doch sein Elend birgt auch eine große Kraft: baldige Nähe zu Gott durch Entsagung und Erniedrigung. Als er von Villiam, dem irren Landvogt, aufs Schloss berufen und als neuer Fürstensohn eingeführt wird, glaubt Marek sich zu Höherem erkoren. Das Buch hat krasse Szenen, aber ich konnte es nicht weglegen. Auch mag ich wie es Kritik an der Gesellschaft nimmt.

Es riecht nach Kot und Verwesung, nach Blut, Vieh und Schlamm - das ist Lapvona, der gottverlassenste Ort der Romanwelt. Hier ist niemand vom Glück begünstigt, am wenigsten Marek, der missgestaltete Sohn des Schafhirten. Doch sein Elend birgt auch eine große Kraft: baldige Nähe zu Gott durch Entsagung und Erniedrigung. Als er von Villiam, dem irren Landvogt, aufs Schloss berufen und als neuer Fürstensohn eingeführt wird, glaubt Marek sich zu Höherem erkoren.

Das  Buch hat krasse Szenen, aber ich konnte es nicht weglegen. Auch mag ich wie es Kritik an der Gesellschaft nimmt.
4.5

War different. Komplett anders im Gegensatz zu anderen Büchern und hatte etwas an sich, das schwer zu beschrieben ist.

Man muss über alles ein bisschen nachdenken um den wirklichen Sinn zu verstehen. Das Ende war echt gut und das Buch ist generell fantastisch geschrieben. Manchmal ein bisschen verstörend, aber das war interessant.

5

Absolut verwirrend und verstörend. Ich habe jede Seite geliebt. Kein Buch für eine breite Masse, aber ein Schatz für Wenige.

4

Das Dorf der Boshaftigkeit

Lapvona - Ein kleines Dorf inmitten der Natur, bewohnt von allerlei unterschiedlichen Charakteren, die ein einfaches Leben leben, und regiert vom naheliegenden Fürstentum. Was auf den ersten Blick so idyllisch klingt, entwickelt sich bereits ab der ersten Seite zu einem Strudel voller Egoismus, Rache, Missgunst und Grausamkeit. Ottessa Moshfegh lässt an keinem ihrer Protagonist:innen ein gutes Haar, sie alle handeln voller Verzweiflung, Gier und Boshaftigkeit. Einige magische Elemente und der gesamte Schauplatz der Geschichte erinnern zwar an ein Märchen - allerdings an eines, wo es neben dem Bösen nichts Gutes gibt. Eine solche Welt zu zeichnen und die Konsequenzen darzustellen, ist eine außergewöhnliche aber auch bedrückende Ausgangssituation. Immer in der Hoffnung, es könnte sich ja das Gute im Menschen doch noch zeigen, bin ich voller Spannung den Protagonist:innen gefolgt. Leider hat mir am Ende doch der rote Faden gefehlt, welcher in einer solch parabolisch angelegten Geschichte durchaus für einen AHA-Effekt sorgen könnte.

5

„Denn noch ahnt er nicht, wie grausam nicht nur die Not, sondern auch die Sättigung den Menschen macht.“

Ottessa Moshfegh hat mit „Lapvona“ ein groteskes Meisterwerk geschaffen und es ist mit Sicherheit nicht das letzte Buch, was ich von ihr lesen werde. Die Szenerie in Moshfeghs Roman wechselt zwischen dem verdammten & gottverlassenen Ort Lapvona und dem prunkvollen Schloss von Lapvonas Fürsten, zeitlich befinden wir uns im Mittelalter. Über die Handlung möchte ich nicht allzu viel verraten, allerdings gleicht diese einem wahrhaftigen Fiebertraum. Wer in Bezug auf harte Themen eher dünnhäutig ist, sollte die Finger von diesem Roman lassen oder sich mindestens die Triggerwarning vorher im Netz anschauen! Von Kannibalismus über stumpfe Gewalteinwirkung bis hin zu Pädophilie und Abtreibung, ist in Lapvona jeder erdenkliche menschliche Abgrund enthalten. Ottessa Moshfegh beschreibt diese Themen mit einer so bildgewaltigen Sprache, dass man das Gefühl hat selbst in dem von Exkremten und Verwesung stinkendem Lapvona zu sein. Wer vielleicht schon Patrick Süskinds „Das Parfüm“ gelesen hat, weiß was ich meine, wenn ich sage, dass man einen Roman „riechen“ kann - Lapvona ist einer davon. Doch schnell wird klar: Moshfegh hat diesen Roman nicht so geschrieben, um bloß ein so abstoßendes Buch wie möglich zu schreiben - Lapvona ist eine glasklare Gesellschaftskritik oder noch allgemeiner eine Kritik an den Gelüsten und dem Wesen des Menschen. Moshfegh entwirft ein erschreckendes Portrait der Menschheit und zeigt uns nicht bloß auf, wie der Mensch einmal war, sondern wie er schon immer gewesen ist! Lapvona gehört definitiv zu meinen liebsten Büchern, die ich je gelesen habe, und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!!

3.5

Sehr gut, aber schwer zu beschreiben. Es ist ekelhaft und verstörend, aber oh die Sprache!

3

Die Autorin Ottessa Moshfegh hat mit „Lapvona“ einen Roman geschrieben, welcher auf bizarre Weise Gesellschaftskritik ausübt. Dieses Buch ist ein eigenständiger Roman und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Jedoch sollte man sich vor dem Lesen bewusst sein, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist. Klappentext: Es riecht nach Kot und Verwesung, nach Blut, Vieh und Schlamm – das ist Lapvona, der gottverlassenste Ort der Romanwelt. Hier ist niemand vom Glück begünstigt, am wenigsten Marek, der missgestaltete Sohn des Schafhirten. Doch sein Elend birgt auch eine große Kraft: baldige Nähe zu Gott durch Entsagung und Erniedrigung. Als er von Villiam, dem irren Landvogt, aufs Schloss berufen und als neuer Fürstensohn eingeführt wird, glaubt Marek sich zu Höherem erkoren. Denn noch ahnt er nicht, wie grausam nicht nur die Not, sondern auch die Sättigung den Menschen macht. Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil jemand die groteske und verstörende Welt von diesem Roman vermerkt hat. Auch der Klappentext hat mein Interesse an diesem Werk noch gesteigert, sodass ich mich ohne große Erwartungen oder Hoffnungen an dieses Buch herangewagt habe. Doch leider konnte mich „Lapvona“ nicht von sich überzeugen. Der Schreibstil von Moshfegh ist ziemlich direkt und bildgewaltig. Sie schafft es gekonnt, eine dichte Atmosphäre aufzubauen und Bilder entstehen zu lassen. Zum Teil ist der Stil auch recht poetisch, fast schon blumig. Dies kommt eher dann vor, wenn dieser Stil im extremen Gegensatz zu der Handlung steht. Die gewalttätigsten und grausamsten Szenen werden in der blumigsten Sprache erzählt, sodass eine skurrile Sogwirkung entsteht. Moshfegh hat in ihrem Roman eine verstörende Welt verschaffen, welche recht rückständig wirkt. Sie ist recht bäuerlich gehalten, in dem aber ein Monarch über sein Dorf herrscht und dieses auf seine recht persönliche Art terrorisiert und in Angst versetzt. Auch sind die Bewohner ziemlich religiös und werden davon geleitet. Diese bizarre Welt weiß zu verstören, es geschehen einige unglückliche Situationen in dieser, allgemein wirkt sie ehr gefühlsarm und kalt. Jeder scheint sich selbst am nächsten zu sein und Ungerechtigkeiten und Gewalt scheinen auf der Tagesordnung zu stehen. Dies ist wirklich kein Roman für schwache Nerven. Es werden Grausamkeiten in die Handlung eingebunden, welche obszön oder auch verstörend sind, die Gewalt wird wortgewaltig geschildert und Ungerechtigkeit steht hier auf der Tagesordnung. Moshfegh möchte mit diesem Roman provozieren und zum Nachdenken anregen. Es reihen sich viele Grausamkeiten aneinander, oftmals hat man Gänsehaut beim Lesen oder ein eiskalter Schauder fährt einem den Rücken herunter. Hier reiht sich eine böse Tat an die nächste, teilweise sind diese gewaltverherrlichend. Dies hat dazu geführt, dass mich persönlich dies eher kalt gelassen hat. Irgendwann waren es mir persönlich zu viele Schockmomente, Moshfegh hat es mit dem Provozieren in meinen Augen etwas übertrieben, sodass die gewünschte Wirkung bei mir persönlich ausgeblieben ist. Zwischen all diesen harten Tönen schwingt immer eine gewisse Gesellschaftskritik mit. Teilweise ist diese recht unterschwellig und zum Teil recht offensichtlich. Aber dieses Aneinanderreihen des Schauderkabinetts hat bei mir dazu geführt, dass die Intention des Buches bei mir nicht vollständig gewirkt hat. Auch die Charaktere sind allesamt so angelegt, dass keiner auf den Leser sympathisch wirken soll. Hier hat jeder seine Schattenseiten, welche stark ausgeprägt sind. Keiner besticht durch seine überwiegend positiven Eigenschaften, sondern allesamt werden sie durch negative Charakterzüge dominiert. Das Schaudermärchen wird nicht nur in der Handlung ausgeprägt, sondern auch gekonnt in der Charakterdarstellung fortgeführt und zum Höhepunkt gebracht. Dies hat bei mir dazu geführt, dass ich zu keinem Charakter, auch nicht zum Protagonisten, eine Bindung aufgebaut habe. Ihr Leider oder auch Bangen ist mir nicht nahegegangen, ihr Schicksal hat mich nicht berührt oder mich zum Nachdenken angeregt. Mir fehlte hier einfach der Bezug zu den Personen, es war mir eigentlich egal, ob jemand leiden musste oder welche Abscheulichkeiten dieser erdulden musste. Auch das Schicksal oder die Vergangenheit der einzelnen Charaktere hat mich nicht berührt. Dies hat dazu geführt, dass der Roman nicht richtig nachgewirkt hat, dass er mich erschaudern lies oder das ich über die einzelnen Szenen und dessen Gesellschaftskritik darin weiter nachdenken wollte. Insgesamt konnte mich Otessa Moshfegh mit ihrem Roman „Lapvona“ nicht komplett überzeugen. Dieses Werk weiß zu provozieren, es ähnelt einem Schauderkabinett an obszönen und skurrilen Situationen, in denen gesellschaftskritische Äußerungen mitschwingen. Doch mich hat dieser Roman nicht berührt, mir fehlte die Bindung – sowohl zu den Charakteren als auch zur Handlung selbst. Daher kann ich nur 2,5 Sterne vergeben.

5

War mein erstes Buch der Autorin, hab’s geliebt zu lesen.

3

Hab besseres erwartet 😩

Ich würde dieses Buch zu der Kategorie Weird Girl Book zuordnen. Es gibt viele verstörende Momente in diesem Buch, die viel Potential haben. Ich mag solche Bücher eigentlich echt gern und auch dieses Buch hab ich gerne gelesen aber mit dem Ende war ich einfach nicht zufrieden..

4

Dunkel und mal was anderes

Ein dunkles Buch über eine dunkle Zeit im Mittelalter. Spannend brutal und sehr gut geschrieben. Glück im Unglück oder Leid bringt mehr Leid. Mehr kann ich nicht verraten. Mag es sehr.

5

Ich habe das Buch hier in der App entdeckt und zunächst hat mich die Beschreibung nicht sonderlich angesprochen. Die Bewertungen haben mich dann aber neugierig gemacht - und ich bereue es nicht. Das Buch hat mich nicht nur einmal einen angewiderten Blick aufsetzen lassen, aber ich fand es wirklich irgendwie spannend und vielschichtig. Es gab viele, für mich überraschende, Wendungen oder Auflösungen, wodurch ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Mir hat es gefallen!

4

I read this book because I really liked „My year of rest and relaxation“ from Ottessa Moshfegh. And while it took me some time to fully dive into the world of Lapvona, which was partly on my account, I was not disappointed by this one. In this book, each character is unhinged in its own unique and exciting way. Many parts of the book are disgusting and cruel which was oddly entertaining. Normally I am quite sceptical about such grotesque books as the path to completely overdoing it with weirdness is a narrow one. But with this book the author perfectly manages to keep the right balance. Finally also deeper meaning behind the whole story is very well transported, for example regards hipocrisy of the church, the gap between poor and rich and the grave consequences in life of mere coincidence.

2

Abbruch - leider nichts für mich

Nein. Das war nichts für mich. Ich hatte bereits einiges über dieses Buch gelesen, ich war unheimlich neugierig darauf, doch ich habe es nach knapp 100 Seiten abgebrochen. Zwei Lese-Anläufe, zwei Chancen, mit einigen Tagen Abstand, aber ich kam einfach nicht rein, mochte die Story nicht, Marek und die anderen Charaktere waren mir eher unsympathisch. Quäle ich mich hier durch und lese das Buch zu Ende? Nein. Für andere mag es ein Meisterwerk sein. Eine gelungene Gesellschaftskritik. Ein sprachliches Glanzstück. Für mich war es leider nichts. Sorry

5

Es ist eklig, vulgär und makaber, aber ich liebe es! Ein sehr gutes Buch mit passender Kritik an die heutige Gesellschaft. Es geht um Tyrannei, Ungleichheit Korruption und viel mehr. Alles verpackt in die Welt um das Dorf Lapvona und unserem Hauptcharakter Marek. Absolute Empfehlung für jeden, der starke Nerven hat! ^^

3.5

Schön grotesk!

Im Großen und Ganzen eine recht verstörende Story (wie ich es mag). Stellenweise dachte ich mir, was ich da eigentlich lese. Verwirrend und viele WTF Momente. Ich hätte mir mehr Details gewünscht.

3

Gesellschaftskritik verpackt in grotesker, zum Teil verstörender und ekelerregender Hülle. Definitiv keine Lektüre für Zartbesaitete. Setting ist ein (vermutlich) mittelalterliches Dorf, in dem der gelangweilte Landvogt Villiam herrscht. Durch schicksalhafte Umstände gelangt Marek, der missgebildete Sohn des Schafhirten, auf das Schloss und entkommt damit der Not und Armut des Dorfes. Doch er muss einsehen, dass auch Wohlstand und Überfluss ihn dem Schicksal nicht entkommen lassen… In Lapvona sind alle Charaktere niederträchtig, haben tiefe Abgründe und kennen weder Maß noch Grenzen. Nächstenliebe, Mitgefühl oder Güte sucht man vergebens. Darüber hinaus gibt es eigentlich nichts an Obszönität und Abartigkeit (Pädophilie, Mord, Vergewaltigung, Männer, die gesäugt werden…), das es in Lapvona nicht gibt. Insgesamt fand ich den gesellschaftskritischen Aspekt und die Art und Weise, diese zu verpacken, sehr spannend und zunächst auch ansprechend. Dass es kein märchenhaftes Happy End, keine Entwicklung der durch und durch unsympathischen Charaktere zum Guten gibt, erscheint als ein authentisches Abbild der Realität. Auch bei Habgier, Ängsten und Perspektivlosigkeit lassen sich erschreckend viele Parallelen zur aktuellen gesellschaftlichen Lage finden. Letztlich war es mir dann aber doch ein wenig zu viel an Exkrementen, Blut und weiteren Abartigkeiten und Obszönitäten. Im Vergleich war mir der Spannungsbogen leider zu flach.

4

»Lapvona« von Ottessa Moshfesh ist abstoßend, ekelhaft und verstörend. Und doch auch ein literarisches Meisterwerk.

Lapvona ist ein scheußlicher Ort. Voller Elend, Habgier und Tod. Keiner der Charaktere ist so richtig sympathisch. Die Geschichte ist düster und absolut grotesk. Dieses Buch hat mich angewidert. Und doch konnte ich es nicht zur Seite legen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich Schaulustige eines Unfalls. Alle paar Seiten denkt man WHAT. Doch der Roman hat sprachlich Einiges zu bieten. Moshfegh brilliert mit dunkler Satire und vielschichtiger Symbolik. Sie spielt mit den Vorstellungen von Moral und gesellschaftlichen Normen. Die Definitionen von »gut« und »böse«, »richtig« und »falsch« werden radikal auf den Kopf gestellt. Die Lesenden werden herausgefordert und an ihre Grenzen gebracht. »Lapvona« ist ein tabuloser Roman, der wie eine Wucht daherkommt und ein außergewöhnliches, nachhallendes Leseerlebnis bietet. ⚠️ Dennoch möchte ich eine Reihe von Triggerwarnungen aussprechen ⚠️ Das Buch ist harter Tobak und enthält u.a. körperliche, seelische und sexualisierte Gewalt, Tod, Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Selbstverletzung u.v.m. Bitte beachtet dies, bevor ihr das Buch lest. »Lapvona« polarisiert - du liebst es oder du hasst es. Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber mich hat's absolut gecatcht. Eine Leseempfehlung vermag ich aufgrund der vielen verstörenden Passagen und TWs iedoch nicht auszusprechen. Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger.

»Lapvona« von Ottessa Moshfesh ist abstoßend, ekelhaft und verstörend. Und doch auch ein literarisches Meisterwerk.
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Zuletzt bin ich in die groteske Welt von „Lapvona" abgetaucht. Ottessa Moshfegh hat ein Setting erschaffen, wie ich es noch nie zuvor gelesen habe. Ein Dorf geprägt durch Verwahrlosung, Abtrünnigkeit und Korruption. Moshfegh gelingt es die dunkelsten Seiten der menschlichen Natur zu enthüllen. Insgesamt ist es ein fesselnder, aber auch verstörender Roman, der den Leser in eine Welt voller Schmerz und Perversionen führt. Muss man mögen, ich hab es geliebt.

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5

Neben Eileen für mich das beste Buch von Ottessa Moshfegh

Das Buch spielt in einem fiktiven Dorf in einer fiktiven altertümlichen Zeit mit spannenden Charakteren. Von einer uralten, hexengleichen Amme, die auch noch die Erwachsenen an ihrer Brust nuckeln lässt, über einen eitlen, ausschweifenden Fürsten zu einem devot frömmigen hässlichen Knaben, der unglaublicherweise durch einen Mord sozialen Aufstieg erfährt. Unbedingt lesen, ist manchmal aber nichts für schwache Nerven!

4

Loved it. What a great dive into the chaos that humans are. There's not one black and white character and I think that's the point. What a great cry for hope, too. Very nicely and skilfully written. A huge yes from me.

4

Durch und durch grotesk

Ein Dorf, vielleicht im Mittelalter, vielleicht aber auch nicht. Hier leben neben verschiedenen mal mehr, mal weniger detailliert beschriebenen und irgendwie ominösen Einwohner*innen auch der buckelige und durch eine Vielzahl von Fehlbildungen behinderte Marek und dessen gewalttätiger Vater, der Schafhirte Jude. Als Marek versehentlich seinen Freund, den Sohn des Landvogts Villiam, tötet, soll er an dessen Stelle den Platz des Despotensohnes einnehmen. Hier, im Schloss, kommt er in Kontakt mit der Dienerschaft und muss herausfinden, wie gesellschaftliche Hierarchien künstlich aufrecht erhalten werden und mit welcher Grausamkeit das geschieht... Ganz ehrlich? Ich habe mich zahllose Male gefragt, was zum Henker ich da eigentlich gerade gelesen habe. "Lapvona" strotzt nur so vor Körperflüssigkeiten, stinkenden Gerüchen, Absurditäten, Körpern und ihren Öffnungen, Verdauungsvorgängen und Verwesung. Dabei ist der Roman durch eben diese Gegebenheiten auch manchmal irgendwie komisch. Mein Komparatistinnenherz schlug beim Lesen des Romans höher und höher, habe ich mich doch nicht nur in einem Seminar sondern auch sowohl in meiner Bachelor- als auch in meiner Masterarbeit unter anderem mit der literarischen Groteske befasst und was soll ich sagen - mir war, als hätte Moshfegh Bachtins "Rabelais und seine Welt", Kaysers "Das Groteske" und alle anderen einschlägigen Sekundärtexte gelesen, sich dann Rabelais "Gargantua und Pantagruel" vorgenommen und sich gedacht "Challenge accepted". Herausgekommen ist ein Lehrstück an karnevalesk grotesker Literatur, das alle, aber auch wirklich ALLE Motive der literarischen Groteske aufgreift und verwurstet - und das zu lesen macht unfassbar viel Freude... Zumindest, wenn man Ich ist. Ich schwöre, ich habe mir beim Lesen so sehr gewünscht, wieder (oder besser: immernoch) zu studieren, mich mit meinem Mastervater über diesen Text auszutauschen und ihn auseinander zu analysieren, dass es fast ein bisschen weh tat. So, wie "Lapvona" zu lesen, denn es ist eklig - und genial. Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. Danke an @hanserberlin für das Rezensionsexemplar.

Durch und durch grotesk
4

Verstörend, ekelerregend und bitterböse. Keine Ahnung, was in Ottessa Moshfegh gefahren ist, aber die Frau hat einen gewaltigen Sockenschuss. Die Geschichte hat sich wie ein Horrormärchen gelesen, welches den Fokus auf menschliche Abgründe und Abfälle (hust) legt. Der Schreibstil war großartig und ich war bis zum Schluss gut unterhalten. CW (ich werde sicherlich einiges vergessen): sexuelle Gewalt, häusliche Gewalt, (Kindes)missbrauch, Tierleid (nicht explizit), Pädophilie, Kannibalismus, Hungersnot

5

Sehr spannend und verrückt. Am Anfang ist es eckelhaft und unangehem. Die Geschichte ist verstrickt und zeigt die gesellschaftlichen Abgründe.

4

Das ist schon alles etwas irre und teils ekelhaft. Aber es ist schon faszinierend, was die Autorin für Ideen hat. Von daher bin ich froh, dass ich es bis zum Ende durchgehalten habe.

4

Wow, was war denn das?! Der Ekel zieht einen in einen richtigen Sog und lässt einen das Buch nicht mehr zuklappen bis zum Ende. Ein obszönes Meisterwerk!

5

Höllenritt

So grotesk und absurd, dass eine gewisse düstere Komik entsteht. Die abartigen Seiten des Menschseins werden hier offenbart, durch leidende, egozentrische Charaktere. Man hat für diese Mitgefühl und hasst sie zugleich. Ich fand es fesselnd. Ich konnte mich zumindest gedanklich noch nicht davon lösen.

5

INSANE

Hab alle Charaktere gehasst, mich extrem geekelt und fml hab selten ein Buch so schnell beendet (innerhalb 9 Stunden 😮‍💨) Jahreshighlight bisher ohne Frage, hab direkt die englische Ausgabe noch gekauft Schlimm und noch schlimmer und all hail ottessa moshfegh!! 🐑👑💩🍇🧙🏻‍♀️🌪️

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