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Toller Reihenauftakt
Schottland, 1930: Die junge Effie wächst auf der rauen Hebriden-Insel St. Kilda auf, wo das tägliche Leben ein ständiger Kampf um die einfachsten Dinge ist. Die Inselgemeinschaft ist eingeschworen und abgeschottet, nur selten wagen Besucher die gefährliche Überfahrt. Doch eines Tages betritt der Ornithologe Lord Dumfries mit seinem Sohn, dem jungen Lord Sholto, die Insel und für Effie ändert sich alles … Ein tolles Thema hat sich Karen Swan da vorgenommen, ein mir bisher völlig unbekanntes Stück Geschichte hat sich mit St. Kilda eröffnet. Bevor ich überhaupt in den Roman richtig eingestiegen bin, musste ich mich erst mal hinsetzen und die bewegende Historie dieses kleinen Eilands nachlesen. Die Autorin bringt dann auch die Fakten über die Einwohner und die Räumung der Insel wunderbar in ihrer Story unter. Die Beschreibungen des kargen Lebens auf St. Kilda sind hervorragend erzählt, der Kampf um die tägliche eintönige Nahrung, die auch zu damaliger Zeit für die Festland-Bewohner kaum noch vorstellbar war ist erstaunlich spannend und man kann den Schmerz der kleinen Handvoll Menschen gut nachvollziehen, als sie ihr Zuhause aufgeben müssen. Effie ist eine tolle Protagonistin, wild, ungezügelt und intelligent, lässt sie sich auch später in der neuen ‚Heimat‘ nicht unterkriegen, selbst als sich die Schlinge um das furchtbare Geheimnis, dass sie auf St. Kilda zurückgelassen hat enger zieht. Die Liebesgeschichte zu Sholto wird auf der Insel auch sehr anrührend begonnen, sie verliert sich aber in Dumfries House ein wenig, um am Ende plötzlich wieder rasant Fahrt aufzunehmen. Da kommt einiges ein bisschen aus dem Nichts, was es schwer macht, immer jede Handlung und jede Emotion nachzuvollziehen. Das Buch endet dann auch sehr abrupt mit einem zweifachen Cliffhanger, was ich sehr interessant finde, da es ja im zweiten Band eigentlich um Effies Freundin Mhairi geht - ich bin schon sehr gespannt, wie sich das wohl alles auflöst …
Oct 28, 2025
Toller Reihenauftakt
Schottland, 1930: Die junge Effie wächst auf der rauen Hebriden-Insel St. Kilda auf, wo das tägliche Leben ein ständiger Kampf um die einfachsten Dinge ist. Die Inselgemeinschaft ist eingeschworen und abgeschottet, nur selten wagen Besucher die gefährliche Überfahrt. Doch eines Tages betritt der Ornithologe Lord Dumfries mit seinem Sohn, dem jungen Lord Sholto, die Insel und für Effie ändert sich alles … Ein tolles Thema hat sich Karen Swan da vorgenommen, ein mir bisher völlig unbekanntes Stück Geschichte hat sich mit St. Kilda eröffnet. Bevor ich überhaupt in den Roman richtig eingestiegen bin, musste ich mich erst mal hinsetzen und die bewegende Historie dieses kleinen Eilands nachlesen. Die Autorin bringt dann auch die Fakten über die Einwohner und die Räumung der Insel wunderbar in ihrer Story unter. Die Beschreibungen des kargen Lebens auf St. Kilda sind hervorragend erzählt, der Kampf um die tägliche eintönige Nahrung, die auch zu damaliger Zeit für die Festland-Bewohner kaum noch vorstellbar war ist erstaunlich spannend und man kann den Schmerz der kleinen Handvoll Menschen gut nachvollziehen, als sie ihr Zuhause aufgeben müssen. Effie ist eine tolle Protagonistin, wild, ungezügelt und intelligent, lässt sie sich auch später in der neuen ‚Heimat‘ nicht unterkriegen, selbst als sich die Schlinge um das furchtbare Geheimnis, dass sie auf St. Kilda zurückgelassen hat enger zieht. Die Liebesgeschichte zu Sholto wird auf der Insel auch sehr anrührend begonnen, sie verliert sich aber in Dumfries House ein wenig, um am Ende plötzlich wieder rasant Fahrt aufzunehmen. Da kommt einiges ein bisschen aus dem Nichts, was es schwer macht, immer jede Handlung und jede Emotion nachzuvollziehen. Das Buch endet dann auch sehr abrupt mit einem zweifachen Cliffhanger, was ich sehr interessant finde, da es ja im zweiten Band eigentlich um Effies Freundin Mhairi geht - ich bin schon sehr gespannt, wie sich das wohl alles auflöst …
Oct 28, 2025







