Lie with Me
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Description
A New York Times Book Review Editor’s Choice
The critically acclaimed, internationally beloved novel by Philippe Besson—“this year’s Call Me By Your Name” (Vulture) with raves in The New York Times, The New Yorker, The Wall Street Journal, NPR, Vanity Fair, Vogue, O, The Oprah Magazine, and Out—about an affair between two teenage boys in 1984 France, translated with subtle beauty and haunting lyricism by the iconic and internationally acclaimed actress and writer Molly Ringwald.
In this “sexy, pure, and radiant story” (Out), Philippe chances upon a young man outside a hotel in Bordeaux who bears a striking resemblance to his first love. What follows is a look back at the relationship he’s never forgotten, a hidden affair with a boy named Thomas during their last year of high school. Thomas is the son of a farmer; Philippe the son of a school principal. At school, they don’t acknowledge each other. But they steal time to meet in secret, carrying on a passionate, world-altering affair.
Despite the intensity of their attraction, from the beginning Thomas knows how it will end: “Because you will leave and we will stay,” he says. Philippe becomes a writer and travels the world, though as this “tender, sensuous novel” (The New York Times Book Review) shows, he never lets go of the relationship that shaped him, and every story he’s ever told.
“Beautifully translated by Ringwald” (NPR), this is “Philippe Besson’s book of a lifetime...an elegiac tale of first, hidden love” (The New Yorker).
Book Information
Posts
Auf 160 Seite so tiefe und schmerzliche Emotionen und Gedanken zu packen ist für mich ein Meisterwerk.
Ich kann das Buch nicht rezensieren. Ich bin mir nicht sicher, ob ich auch nach einer Nacht darüber geschlafen zu haben, dem gerecht werden kann! Es ist zu aufwühlend. Gewöhnlich halte ich nichts von Triggerwarnungen, hier hätte ich sie mir gewünscht! Thematisch ist es angesiedelt bei "Call me by your name". Die Jugendliebe zweier Mitschüler (mehr waren die beiden Jungen anfänglich nicht, nicht einmal Freunde waren sie) im Jahre 1984. Sechs Monate, die alles veränderten... "Weil du fortgehen wirst und wir werden bleiben" Bleiben und einen Lebensweg einschlagen, welcher von der streng gläubigen katholischen Mutter und dem stillen arbeitsamen Vater vorgeschrieben wurde. Den "rechten Weg", auf dem das eigene wahre ICH nicht existieren darf und verleugnet werden muss. Die eigene Sehnsucht und Suche nach der Liebe, welche als Falsch angesehen wird, musste unterdrückt werden. Gehorsam ohne Widerworte! Die Lebenslüge eines eigentlich gebrochenen Jugendlichen, später Mannes, bis es nicht mehr auszuhalten ist und 2016 tragisch endet... Und wenn ich so darüber nachdenke, selbst der andere Junge, welcher ging, und sein Leben leben konnte. Der offen zu dem stand, wie es in ihm aussah, wie er liebte und lebte, auch er trug Zeit seines Lebens diese Unerfülltheit und Trauer um seine Liebe, die nur sechs Monate hielt und im Verborgenen geliebt werden musste, mit sich, und wurde im zwischenmenschlichen, partnerschaftlichen Bereich tief davon geprägt... Noch Jahre später steht das einzige Foto seiner Jugendliebe auf seinem Schreibtisch neben dem PC... Das Buch, basierend auf der Biographie des Autors, wurde auch verfilm, nur anschauen werde ich den Film nicht können... Ich weiß nicht, ob ich mich von dem Geschrieben erholen kann...
A secret affair, forbidden feelings, and a desire that can only exist in hiding. The first experience of falling in love - and later the realization that this brief, romantic encounter meant more than it seemed. One can’t let go and pours his feelings into his novels, while the other lives a lie that eventually catches up with him. Beautifully written, but it didn’t hit me emotionally the way I expected.
"Hör auf zu lügen" von Philippe Besson, zuletzt erschienen im Penguin Verlag, ist eine ergreifende Geschichte über Liebe, Identität und die Herausforderungen des Lebens. Der Roman ist in drei lange Kapitel unterteilt, was anfangs eine Umstellung erfordert, aber letztendlich dazu beiträgt, die Handlung intensiver zu erleben. Die Geschichte folgt Philippe, einem hochbegabten Außenseiter in einem französischen Provinznest, der aufgrund seiner Homosexualität täglich mit Beleidigungen und Vorurteilen konfrontiert wird. Als der geheimnisvolle Thomas sein Interesse erwidert, beginnt eine geheime Liebe, die sechs Monate lang anhält. Die Authentizität der Beziehung zwischen Philippe und Thomas wird durch Bessons einfühlsamen Schreibstil hervorgehoben. Die tragische Entwicklung von Thomas, der seine sexuelle Identität aufgrund gesellschaftlicher Konventionen verleugnet, wirft einen Schatten auf die Liebe der beiden. Doch das Buch geht über die Anfänge der Liebe hinaus und beleuchtet die weiteren Lebenswege von Philippe und Thomas. Die Lesenden begleiten sie durch ihre individuellen Entwicklungen und gipfelt schließlich mit der Begegnung von Philippe und Thomas' Sohn. "Hör auf zu lügen" ist ein bewegendes Werk, das nicht nur die Schwierigkeiten der ersten Liebe, sondern auch die langfristigen Auswirkungen gesellschaftlicher Erwartungen thematisiert. Philippe Besson schafft es, die Lesenden mit seiner tiefgründigen Erzählung zu berühren und zum Nachdenken anzuregen.

„Hör auf zu lügen“ ist eines dieser seltenen Bücher, die einen nicht einfach nur begleiten, sondern tief berühren und noch lange nach der letzten Seite nachwirken. Die Intensität und Tiefe, mit der der Autor schreibt, habe ich in dieser Form wirklich nur selten erlebt. Der Schreibstil ist außergewöhnlich, ruhig, präzise und zugleich voller Emotionen zwischen den Zeilen. Besson schafft es eine enorme Wirkung zu erzielen. Man spürt in jeder Passage, dass hier nicht einfach nur eine Geschichte erzählt wird, sondern dass jede Erinnerung, jedes Gefühl sorgfältig und mit großer Sensibilität eingefangen ist. Die Geschichte selbst ist unsagbar traurig. Besonders das Ende hat mich tief bewegt, ich musste einige Tränen verdrücken und habe das Buch danach erst einmal zur Seite legen müssen, um all das Gesagte und Ungesagte zu verarbeiten. Es ist definitiv kein Buch, das man einfach schnell „wegliest“. Es braucht Aufmerksamkeit, Gefühl und Zeit. Zwischen den Zeilen steckt so viel Bedeutung, so viel Schmerz, aber auch so viel Wahrheit, dass man sich dem kaum entziehen kann. Für mich ein absolutes Herzensbuch, intensiv, bewegend und unvergesslich.
„I've always loved to do that, to invent the lives of strangers in passing. It could almost be considered an obsession. I believe it started when I was a child. I remember its worrying my mother. "Stop with your lies!" she would say. She used the word "lies" instead of "stories," but nevertheless, it continued, and all these years later, I still find myself doing it." Philippe, der Ich-Erzähler der Novelle “Lie with me“ des namenverwandten Verfassers Philippe Besson, stellt sich uns als Autor vor, für den das Geschichtenerzählen ein Zwang geworden ist. Geschichten prägen sein Leben und dessen schönste Geschichte erzählt er uns, gerahmt von einer schicksalhaften Begegnung mit dem Sohn seiner großen Jugendliebe, Thomas. Philippe erzählt von der Heimlichkeit ihrer Beziehung, dem Glück und den Schmerzen, den diese Heimlichkeit mit sich bringt, aber auch von der Zärtlichkeit, die von Verletzungen und dem Wissen um ein unausweichliches Ende herrührt. In dieser Erzählung schlägt Philippe einen erschütternd persönlichen Ton an und er zeichnet Bilder in wenigen Worten, die den Leser in das Innerste der Empfindungen dieses jungen Mannes blicken lassen. In diesem Erzählen spielt er aber auch immer wieder mit den Grenzen des Erzählens selbst. Als Leser weiß man, wird immer wieder daran erinnert, dass der Autor nicht gleich der Erzähler und schon gar nicht gleich der Figur, über die erzählt wird ist – selbst wenn diese Figur den gleichen Namen trägt und der Geliebte den Namen des Verstorbenen, dem das Buch gewidmet ist. Das Erzählen wird uns eingeführt als Fingieren, als das Erfinden von Geschichten, als – in den Worten von Philippes Mutter - Lügen. Ausgehend von Geschehenem spinnt Philippe seine Geschichten, seit seiner Kindheit aus Freude, während seiner Beziehung mit Thomas, um diese überhaupt führen zu können, und jetzt als Lebensunterhalt. Am Ende der Novelle wird Philippe mit seinen Grenzverwischungen von Realität und Fiktion konfrontiert Auf seine Behauptung „I‘s not me who writes to this man, it‘s a woman, my heroine,“ wird Philippe gefragt: „Who are you trying to convince?“ Anstatt zu antworten, schweigt der Erzähler. Aber auch Schweigen kann eine Form von Lügen sein… So ist auch der Titel „Lie with me“ wunderbar doppeldeutig: Lieg bei mir, lüg mit mir. „Lie with me“ ist eine wunderschöne, wortmächtige und tragische Geschichte über diese ersten Lieben, die einen für den Rest des Lebens prägen. Sie ist aber auch eine Geschichte über das Erzählen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich gerne berühren lässt.
Wichtiges Buch, etwas schwierig zu lesen meiner Meinung nach.
Review: “Hör auf zu lügen“ by Philippe Besson Genre: Contemporary gay fiction novel / Romance Werbung, danke schön für das Rezensionsexemplar Inhalt und Meinung ohne Spoiler Der hochbegabte Außenseiter und späterer Schriftsteller Philippe und der Winzersohn Thomas verlieben sich in 1984 in der französischen Provinz, vor dem Hintergrund der nahenden Aids Epidemie. Gesellschaftliche Konventionen erlauben kein Happy End. Wir lesen aus der Sicht von Philippe und das Buch ist in 3 zeitliche Abschnitte eingeteilt. Die Geschichte von Philippe und Thomas ist nur eine von vielen sehr traurigen Geschichten. Der Ausgang war zu erwarten und ist herzzerreißend. Die zeitgeschichtliche Eingliederung hat mir gut gefallen, finde der ganze Vibe der 80er Jahre ist absolut rübergekommen. Das Buch ist kurz, aber nicht schmerzlos. Die Geschichte war sehr gut, leider hat mich der Schreibstil jedoch nicht erreicht. Habe die Emotionen nicht direkt fühlen können. Es gab keine Dialoge, sondern die wenigen Gespräche, die es gegeben hat, wurden als indirekte Rede wiedergegeben. Dadurch wurde alles sehr passiv zu einem langen Monolog. Ich hätte mir viel mehr Gefühle gewünscht und weniger, dass es sich wie eine Abhandlung liest. Das Buch hat ansonsten sehr gute Kritiken bekommen, also lasst Euch von mir nicht verunsichern. Wie immer ein eigenes Bild machen und ohne Frage ist es ein super wichtiges Buch und eine Geschichte, die gehört werden muss. Rating 3,5/5 ⭐️⭐️⭐️

Es ist ein relativ kurzes Buch, deshalb aber nicht weniger beeindruckend. Der Protagonist erzählt uns von einer Zeit in seiner Jugend. Eine Zeit, die ihn bis zur Gegenwart verfolgt und noch heute viele Emotionen entlockt. Eine Zeit, die wohl seine schönste war - so hat er das erste Mal Liebe entdeckt - aber auch eine Zeit, die schmerzvoll war. Wie die Erzählung erfolgt, fühlt sich so echt an. Realistisch. Während den Rückblicken in die Vergangenheit, wirft er immer mal wieder etwas ein, das zu einem späteren Zeitpunkt geschah. Dadurch können wir als Lesende sehr gut sehen, welchen Einfluss bestimmte Situationen oder Geschehnisse hatten. Es war 1984 in Frankreich und zwei Jungen leben zum ersten Mal ihre Homosexualität richtig aus. Zumindest im geheimen, denn Homosexualität genoss damals noch nicht die Akzeptanz, wie wir sie heute erleben. Eben diese fehlende Freiheit der Sexualität führte zu vielen Geheimnissen, Scham und auch zu zerstörten Leben. Zerstörte Leben insofern, dass man ein “falsches Leben” führen musste, um Teil der Gesellschaft zu sein. Dieses Buch verdeutlicht das ganze auf einer spürbare und emotionale Weise, eben dadurch, dass wir dies alles durch den Protagonisten und Thomas erleben und es sich somit sehr persönlich anfühlt. Ich hatte bereits Bücher mit dieser Thematik gelesen, doch das hier zählt bei weitem zu meinen liebsten.
Mein Jahreshighlight über eine Lebenslüge
Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Eine Kindheit als Schwuler in der Provinz – dieses Motiv kehrt zurzeit in der französischen Literatur immer wieder. In „Hör auf zu lügen“ erzählt Besson von seiner ersten großen Liebe, Thomas. Die beiden jungen Männer verlieben sich 1984 in einem Städtchen namens Barbezieux. Es ist die tragische Geschichte einer Liebe. Ein großartiger, subtil gezeichneter Roman, zart und grausam zugleich, eine von schmerzhafter Melancholie durchzogene Selbstentblößung. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist mein Jahreshighlight 2022.
Eine kurze, aber sehr tiefsinnige Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen, in einer Zeit, in der sie sich nicht lieben sollten. Wer nach "Call me by your Name" nach einer weiteren tragischen Liebesgeschichte mit einem erzählerischem Stil sucht, ist hier genau richtig.
„Lie with me“ erzählt die Geschichte von Philippe und Thomas, zwei Jungen, die eine geheime Sommer Beziehung eingehen. Die Handlung spielt in einer Zeit, in der es nicht möglich war, offen über eine derartige Beziehung zu sprechen. Einen Sommer lang hält diese „Affäre“, bis die die Wege der beiden trennen. Die Geschichte selbst wird in einem erzählerischen Stil von dem Autor Phillipe Besson erzählt. In drei verschiedenen zeitlichen Ebenen erfährt der Leser über die Beziehung der beiden Jungen und die daraus resultierenden Auswirkungen. Das Buch wurde mir als „ähnlich wie Call me By your Name“ beschrieben. Und in gewisser Art und Weise ist es das auch. Nicht nur die Art der Erzählung beider Geschichten ähneln sich, sondern die Tragik dahinter. Als ich die Geschichte angefangen hatte, hätte ich nicht damit gerechnet, dass die wenigen Seiten mich derart mitnehmen würden.
Eines der besten Bücher in diesem Jahr! Diese Woche erhielt ich „Hör auf zu lügen“ von dem französischen Autor Philippe Besson durch das Bloggerportal von Randomhouse. Vielen Dank dafür. Dieses Buch sprang mich auf der Startseite regelrecht an. Denn es wurde bezeichnet als „Brokeback Mountain auf Französisch“ und wenn man mich kennt, dann weiß man dass ich „Brokeback Mountain“ schon immer sehr geliebt habe. Kurzer Exkurs dazu: „Brokeback Mountain“ ist eine Kurzgeschichte von Annie Proulx, welche im Jahre 2005 mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal verfilmt wurde. In diesem Titel geht es um die Beziehung zweier Cowboys zueinander in einem Zeitraum von ca. 20 Jahren. Die Kurzgeschichte dazu wurde von Proulx erstmals 1997 veröffentlicht. Er sagt, er könne nicht mehr allein sein mit diesem Gefühl. Es quäle ihn zu sehr. Zitat aus „Hör auf zu lügen“ von Philippe Besson, Seite 32 Kommen wir aber nun zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrags: Das Buch von Besson. Die Hardcoverausgabe aus dem C. Bertelsmann Verlag erschien hierzulande am 08. Oktober 2018 und umfasst für 20 Euro 160 Seiten. Zugegebener maßen war ich über den Preis anfangs recht schockiert. Ich bin zwar niemand, der nicht gerne für Büchern einen guten Preis ausgibt, aber mir ist noch keine so kurze Geschichte für diesen Betrag untergekommen. Diese Tatsache hat zwar keinen Bezug zur Geschichte – und werte ich daher auch nicht – aber es ist mir negativ aufgefallen. Dadurch werden wohl auch nicht so viele Menschen zu diesem Buch greifen wie sie sollten. Die Geschichte wird aus der Sicht von Philippe erzählt und da der Name sehr dem des Autoren ähnelt kommt direkt eine Vermutung auf: Ist dies autobiografisch? Ja, ist es. Dies beantwortet nicht nur der Schutzumschlag des Buches, sondern auch die Art und Weise wie uns diese Geschichte näher gebracht wird. Wir beginnen im Jahre 1984 in einem kleinen Ort in Frankreich. Ich lasse die Namen der Orte mal außen vor, denn ich muss gestehen dass ich keinen einzigen davon aussprechen könnte und sie daher nicht wichtig genug waren um sie mir zu merken. Philippe erzählt uns in welcher Welt er aufgewachsen ist. Sein Vater war sein Lehrer und es wurde dem Jungen von Anfang an klar gemacht was man von ihm erwartet. Nur das Beste. Der Junge war schon immer ein Träumer und dachte sich gerne Geschichten zu Personen aus, die er nur sah aber nicht kannte. Seine Mutter hingegen nannte das „Lügen“ statt „Geschichten“. Im zarten Alter von 11 Jahren wurde sich Philippe schon bewusst, dass er auf Jungs steht und sammelte da seine ersten sexuellen Erfahrungen – und das vor der eigenen Pubertät. Dann im eben schon genannten Jahre 1984 beobachtete er immer wieder einen Jungen aus einer anderen Klasse – Thomas. Ohne viele Worte, sondern nur mit Blickkontakt kamen sich die Beiden näher und verschwanden in ruhigen Ecke um ihrer Liebe nachzugehen. Doch nach der Schule verloren sich Beide aus den Augen aber nie aus dem Herzen. 23 Jahre später trifft Besson auf das Ebenbild seines damaligen Geliebten und konnte nicht umher um ihn anzuhalten. Es handelte sich hierbei um den Sohn von Andrieu. Wie man sieht ist es sehr schwer dieses Buch in ein paar knappe Worte zu fassen. Daher wurde meine Inhaltsangabe auch etwas länger. Am Anfang hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Oft setzte ich den Rotstift an und markierte Dinge die mir nicht gefielen oder mich verwunderten. Nicht zuletzt weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man damals mit 11 Jahren schon so reif sein konnte um sich einer Sache so sicher zu sein wie Philippe damals. Je weiter ich die Geschichte verfolgte desto klarer wurde mir auch, dass es sich hier nicht um einen normalen Roman handelte, sondern diese Geschichte wirklich so passiert ist. Und zwar dem Autor selbst. Da verloren meine Kritikpunkte irgendwie an Wichtigkeit. Ich fand manche Bemerkungen in Klammern sehr unpassend und unnötig, sowie manche Ausdrucke. Um es klar zu machen „Schwanz“ ist für mich ein furchtbares Wort und deshalb lese ich es nicht gerne. Doch all das geriet dann irgendwann in Vergessenheit. Deswegen ich dem Buch nur fünf Sterne geben kann. Es ist mitreißend, gefühlvoll und vor allem: eine wahre Geschichte. Um am Ende auf den Bezug zu „Brokeback Mountain“ zurück zu kommen: Ja, es stimmt. Denn dieses Buch hat mich mit genau den gleichen Gefühlen zurück gelassen wie es damals das Werk von Annie Proulx tat.
Mit nicht einmal 160 Seiten ist Hör auf zu lügen sehr dünn. So habe ich nicht erwartet, dass mich die Geschichte bewegen würde. Ich lese oft und gerne sehr dicke Bücher und war hier skeptisch. Auch fand ich den Werbesatz wie "Brokeback Mountain" aus Frankreich zwar interessant, mich selbst kam aufgrund des Klappentextes ein Vergleich zu Call me by your Name in den Sinn, aber doch mag ich solche Bezüge eigentlich nicht, jedes Buch ist einzigartig, oder sollte es viel mehr sein. Kurz um, ich war sehr skeptisch und wurde sehr positiv überrascht. Hätte nicht schon der Klappentext vermuten lasse, dass die Geschichte nicht glücklich endet, so war es nach der Widmung klar. Trotzdem habe ich gehofft, dass es anders wird, nicht so tragisch, wie man vermutet. Zu der Geschichte an sich möchte ich gar nicht so viel schreiben. Sie ist authentisch und berührend. Die Tatsache, dass sie autobiografisch ist, macht es noch schlimmer. Bei manchen Dingen bin ich sehr nahe am Wasser gebaut und hier musste ich fürchterlich weinen. Fast wünsche ich mir, dass der Autor uns anlügt, damit ich mir sagen kann, es ist nur eine erfundene Geschichte. Aber auch wenn, so würde es diese Geschichte trotzdem zuhauf geben, nur mit namenlosen Menschen, die man nicht ein Stück ihres Weges begleitet hat. Hier hat Philippe Besson uns einen tiefen und berührenden Einblick gewehrt, uns an seiner ersten großen Liebe teilhaben lassen. Und eine Geschichte erzählt, die lange im Verborgenen blieb. (Und wurde man einmal verwundet, so hat man später Angst, abermals zu lieben, aus Furcht vor Schmerz, man weicht der Leidenschaft aus, um dem Kummer auszuweichen dieser Grundsatz wird mich leiten. Viele verlorene Jahre lang) Seite 86 Der Schreibstil von Philippe Besson ist speziell. Manchmal sind seine Sätze schier endlos lang, manch andere hingegen nicht beendet. Ich mag dies, eine Art künstlerische Freiheit. Er wechselt auch immer von der Vergangenheit zur Gegenwart. Die Geschichte ist in drei Kapitel in unterschiedlichen Zeitebenen eingeteilt. Doch auch innerhalb dieser wechselt er. Erzählt von dem Vergangenen und streut Stücke aus der Gegenwart ein. Auch dies hat mir gefallen. Oft musste ich innehalten und die Sätze noch mal lesen, um sie auch völlig aufzunehmen. So könnte man zwar meinen dieses Buch mit 160 Seiten sei kurzlebig, dem ist aber nicht so. Die Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Fazit: Berührend, authentisch und wichtig. Ich würde Hör auf zu Lügen nicht unbedingt nur eine tragische Liebesgeschichte nenne, wenn man die Geschichte nur auf die Liebe reduziert, wird ihr dies nicht ganz gerecht. Dafür schwingt viel mehr darin mit. Mich könnte sie emotional sehr berühren, besonders da sie autobiografisch ist. Und so schnell vergessen werde ich sie auch nicht.
Story: Der 17-jährige Philippe lebt in einem französischen Provinzdorf und ist als hochbegabter Sohn des Schuldirektors eher ein Außenseiter. Zudem erkennt er frühzeitig, dass er mit Mädchen nichts anfangen kann und wirft ein Auge auf den stillen Winzersohn Thomas. Dass dieser seine Gefühle erwidern könnte, hält er für absolut unmöglich, bis Thomas ihm eines Tages eine Nachricht zukommen lässt und die beiden eine heimliche, aber leidenschaftliche Beziehung beginnen. Sie hält nur wenige Monate, bis Thomas das Dorf verlässt und auch Philippe andere Wege beschreitet. Erst Jahre später erfährt Philippe – inzwischen bekannter Autor – was aus seiner ersten Liebe geworden ist und welchen Weg Thomas eingeschlagen hat. Eigene Meinung: Der knapp 160 Seiten starke Roman „Hör auf zu lügen“ stammt aus der Feder Philippe Bessons und basiert auf seiner eigenen Lebensgeschichte. Der Autor ist in Frankreich sehr bekannt, seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Man braucht ein wenig, um in die Lebensgeschichte von Philippe Besson einzutauchen, denn gerade der verschachtelte Anfang (der Prolog geht über zwei Seiten und besteht aus einem Satz, was Leser von klassischer Literatur an Hermann Hesse erinnert), die gelegentliche Sprünge in der Zeit und die Abschweifungen erschweren dem Leser zunächst den Einstieg. Das gibt sich glücklicherweise schnell, sobald man sich an die Sprache des Autors gewöhnt und sich gänzlich auf die ruhig erzählte, schnörkellose Geschichte eingestellt hat. Danach fällt es schwer das eindringliche Buch über die erste, in den 80er Jahren unmögliche Liebe zweier Jungen aus den Händen zu legen. Man ist hautnah dabei, als sie sich näher kommen und ihre Gefühle füreinander entdecken – Philippe, der sich jeder Regel unterwirft, die Thomas ihm auferlegt; und Thomas, der alles daran setzt seine Sehnsüchte im Verborgenen auszuleben und der keine Möglichkeit sieht seine Homosexualität öffentlich auszuleben, sein Leben lang nicht. Da die Geschichte in mehreren Zeitebenen spielt, erfährt man, was aus den beiden Männern geworden ist, welche Lebenswege sie eingeschlagen haben. Das Ende erschüttert und berührt, regt zum Nachdenken an und hallt lange nach. „Hör auf zu lügen“ ist authentisch, emotional und berührend, ohne jemals kitschig oder klischeehaft zu sein. Stattdessen bekommt man die Geschichte einer bittersüßen ersten Liebe, die allein wegen der herrschenden Sitte und Moral in den ländlichen Provinzen zum Scheitern verurteilt war. Die ganze Zeit hindurch dreht sich Philippe Besson um das Thema „Lüge“ – es wird zum Leitmotiv der Novelle, denn es zieht sich durch alle Etappen der Geschichte – Thomas hält sein Leben lang eine Lüge aufrecht, indem er sich und seine Neigungen verleugnet; Philippe Besson ebenso, denn er verschweigt diesen Lebensabschnitt. Lediglich in seinen Romanen baut er Elemente ein, die teils autobiografisch sind und immer wieder zu Thomas zurückführen – was er sich erst in „Hör auf zu lügen“ eingesteht. Erst zum Ende hin, reißt er die Lügengebilde ein, die Thomas und indirekt auch ihn ein Leben lang begleitet haben. Die Figuren sind klar gezeichnet und authentisch – man kann sich sehr gut mit Philippe identifizieren, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Man lernt durch ihn den Autor Philippe Besson auf eine direkte, intime Art und Weise kennen, erfährt wahrscheinlich mehr über ihn als durch alle Interviews vorher. Thomas ist ein sehr stiller, junger Mann, der wenig über sich preisgibt. Er hat sich entschieden, sein Leben so zu gestalten, wie die Gesellschaft es für ihn vorsieht – was für ihn den Untergang bedeutet. Philippe Besson hat einen sehr klaren, direkten Stil – er vermag es mit wenigen Worten mehr auszudrücken als mancher Autor mit mehreren Seiten. Er verzichtet vollkommen auf Dialoge, um sich gänzlich auf die Erzählung und die Gefühle der beiden Jungen zu konzentrieren. Im Grunde sind auch keine Gespräche notwendig für das, was der Autor dem Leser näherbringen will – die Ausweglosigkeit, die die Gesellschaft für diejenigen bedeutet, die anders sind, die Zwänge, denen sich jeder auf die ein oder andere Art ausgesetzt sieht. Es berührt und erschüttert, bewegt und stimmt nachdenklich. 160 Seiten sind vollkommen ausreichend, um all die Emotionen auszulösen und die Thomas‘ Geschichte zu erzählen, denn letztendlich geht es hauptsächlich um ihn. Fazit: „Hör auf zu lügen“ ist ein kleines Meisterwerk, das durch schlichte, stilistisch perfekte Klarheit und eine berührende, autobiografische Lebensgeschichte besticht. Philippe Besson gibt einen sehr intimen Einblick in sein eigenes Leben und nachdem man das Buch beendet hat, weiß man, dass er dieses Buch vorwiegend für Thomas und sich geschrieben hat – als Leser darf man glücklicherweise ebenfalls daran teilhaben. „Hör auf zu lügen“ ist ein herausragendes Buch, das lange nachhallt und jeden bestärken sollte, zu sich selbst zu stehen. Unbedingt lesen.
Was ein Buch, oh man. Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil von Zeit zu Zeit ermüdend fand. Das viele Wechseln zwischen dem Plot und Erinnerungen oder Zukunfts-Erinnungen hat mich oft rausgerissen und mir den „Spaß“ genommen. Es hat sich dann eher wie eine Art Vortrag von einem monotonen Professor angefühlt. Die Emotionen allerdings sind unglaublich gut rübergekommen und wenn die eigentlichen Gefühle und Geschehnisse im Jetzt oder die Protagonisten betreffend beleuchtet wurden, habe ich mit in und zwischen den Zeilen verloren. Ich habe geweint und mir hat es das Herz und die Kehle zusammengezogen. Dieses kurze Buch hat mich traurig und verzweifelt und sehnsüchtig und irgendwie auch der Sonne und dem Sonnenaufgang entgegen zurückgelassen. Irgendwie entfacht es Liebe und Hoffnung in mir. Mut. Den Willen mich zu zeigen, mich nicht zu verstecken. Es tut weh und wärmt; ich möchte es an meine Brust drücken und tief einatmen. Danke.

Sweet and short and palatte-cleasing. Currently, I generally have a thing for sad nostalgic older-protagonist gay literary fiction pieces xD, so I really enjoyed reading it! I felt deeply all the pain and grief and loss but also the hopeful, funny, happy moments were transported really well🥹- overall a very comfortable reading eyperience. I somehow expected a bit more story, or a bit more depth of the story but thinking about it, for the length it was just fine. Very good book :)
Ne razmem francuski, pa sam zbog toga čitao njemački prijevod. Stil pisanja... Ne znam je li prijevod ili je i orginal takav, ali toliko pretenciozno je napisano, toliko nepotrebno komplikovsno stilski, da me je ubio u pojam. Uz to, ko želi, neka drmne jednu ljutu svaki put kad nas Phillippe podsjeti, da je on pisac. Priča kao priča, ne znam... Stilski me je ubilo kako sam već rekao, te samim time priča mi je ispala ... Mlaka. Nekako nisam osjetio ništa čitajući, što i nije dobar znak. Plus, previše slučajnosti zarad priče... Forsirano mi je djelovalo. 2.5*... It was ok.
“what he likes about me is also what keeps me separate from him”At first it felt like a one sided fling since we only saw the POV of Philippe. This was countered by the last two parts, which made the reader feel the same as Philippe himself did. The prose was quite simple yet nice and I highlighted a good amount of quotes that were touching.It’s as beautiful as it is painful, a story about two gay men from the 80’s that endured completely different lifestyles because of that, one being the accepting and embracing and the other being oppressed by the outside image pressure, to the point that in the end it strangles him to death.
After reading Sunburn, with its queer wlw story set in 1990s Ireland, Lie with Me was the perfect follow-up: a queer mlm story set in 1980s Bordeaux. So many parallels, the language was on point, and the length was just right – not too short, not too long. This book completely sucked me in and spat me out. So sad and a crying matter. Probably my “A little life” moment?
In „Hör auf zu Lügen“ erzählt Philippe Besson eine zarte, bittersüße Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern im Frankreich der 1980er-Jahre. Besson schildert seine eigene Jugendliebe zu Thomas, einer geheimen Beziehung voller Intensität und zugleich geheimer Verzweiflung – eine Erzählung, die nicht nur schön, sondern auch tragisch ist. Das Buch erinnert tatsächlich an „Call Me by Your Name“, aber es könnte sogar darüber hinausgehen. Besson gelingt es, die Gefühle der Figuren so intensiv und ungeschönt darzustellen, dass man als Leser die Geschichte nahezu einatmet. Das Thema der verlorenen ersten Liebe und der unerfüllten Sehnsucht schwingt in jeder Zeile mit und wird durch Bessons poetischen Stil verstärkt. Besonders bewegende Zitate: Ein zentraler Gedanke des Buches trifft die Vorstellung von innerem Konflikt und der Verlorenheit vieler Menschen, die sich nicht trauen, zu ihrem wahren Ich zu stehen: „Jene, die den Schritt nicht gewagt haben, die sich nicht mit ihrem inneren Wesen in Einklang gebracht haben, sind nicht zwangsläufig ängstlich, sie sind vielleicht hilflos, finden sich nicht zurecht; verloren wie inmitten eines zu großen oder zu dichten oder zu dunklen Walds.“ Dieses Zitat bringt ein seltenes Verständnis für Menschen, die ihren Weg noch nicht gefunden haben – eine einfühlsame Perspektive auf jene, die unsicher sind, die vielleicht in ihrem Leben verwirrt oder fehl am Platz sind. Ein weiteres Zitat, das besonders berührt, ist der Brief von Thomas an Philippe, der nie versendet wurde: „Ich wollte Dir nur schreiben, dass ich glücklich war in den sechs Monaten, die wir zusammen waren, dass ich niemals sonst so glücklich gewesen bin und ich schon weiß, dass ich niemals wieder so glücklich sein werde.“ Diese Worte spiegeln eine Traurigkeit und Endgültigkeit wider, die einen als Leser tief trifft. Der Moment ist so intensiv, dass man ihn mehrfach lesen muss, man sieht vermutlich verschwommen :( Fazit: „Hör auf zu Lügen“ ist ein Roman, der unter die Haut geht. Ein Buch, das das Herz anspricht, es vielleicht bricht und doch heilend wirkt. Wer sich auf eine Reise voller Intimität und Ehrlichkeit einlassen möchte, wird mit dieser Lektüre zutiefst belohnt.
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A New York Times Book Review Editor’s Choice
The critically acclaimed, internationally beloved novel by Philippe Besson—“this year’s Call Me By Your Name” (Vulture) with raves in The New York Times, The New Yorker, The Wall Street Journal, NPR, Vanity Fair, Vogue, O, The Oprah Magazine, and Out—about an affair between two teenage boys in 1984 France, translated with subtle beauty and haunting lyricism by the iconic and internationally acclaimed actress and writer Molly Ringwald.
In this “sexy, pure, and radiant story” (Out), Philippe chances upon a young man outside a hotel in Bordeaux who bears a striking resemblance to his first love. What follows is a look back at the relationship he’s never forgotten, a hidden affair with a boy named Thomas during their last year of high school. Thomas is the son of a farmer; Philippe the son of a school principal. At school, they don’t acknowledge each other. But they steal time to meet in secret, carrying on a passionate, world-altering affair.
Despite the intensity of their attraction, from the beginning Thomas knows how it will end: “Because you will leave and we will stay,” he says. Philippe becomes a writer and travels the world, though as this “tender, sensuous novel” (The New York Times Book Review) shows, he never lets go of the relationship that shaped him, and every story he’s ever told.
“Beautifully translated by Ringwald” (NPR), this is “Philippe Besson’s book of a lifetime...an elegiac tale of first, hidden love” (The New Yorker).
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Auf 160 Seite so tiefe und schmerzliche Emotionen und Gedanken zu packen ist für mich ein Meisterwerk.
Ich kann das Buch nicht rezensieren. Ich bin mir nicht sicher, ob ich auch nach einer Nacht darüber geschlafen zu haben, dem gerecht werden kann! Es ist zu aufwühlend. Gewöhnlich halte ich nichts von Triggerwarnungen, hier hätte ich sie mir gewünscht! Thematisch ist es angesiedelt bei "Call me by your name". Die Jugendliebe zweier Mitschüler (mehr waren die beiden Jungen anfänglich nicht, nicht einmal Freunde waren sie) im Jahre 1984. Sechs Monate, die alles veränderten... "Weil du fortgehen wirst und wir werden bleiben" Bleiben und einen Lebensweg einschlagen, welcher von der streng gläubigen katholischen Mutter und dem stillen arbeitsamen Vater vorgeschrieben wurde. Den "rechten Weg", auf dem das eigene wahre ICH nicht existieren darf und verleugnet werden muss. Die eigene Sehnsucht und Suche nach der Liebe, welche als Falsch angesehen wird, musste unterdrückt werden. Gehorsam ohne Widerworte! Die Lebenslüge eines eigentlich gebrochenen Jugendlichen, später Mannes, bis es nicht mehr auszuhalten ist und 2016 tragisch endet... Und wenn ich so darüber nachdenke, selbst der andere Junge, welcher ging, und sein Leben leben konnte. Der offen zu dem stand, wie es in ihm aussah, wie er liebte und lebte, auch er trug Zeit seines Lebens diese Unerfülltheit und Trauer um seine Liebe, die nur sechs Monate hielt und im Verborgenen geliebt werden musste, mit sich, und wurde im zwischenmenschlichen, partnerschaftlichen Bereich tief davon geprägt... Noch Jahre später steht das einzige Foto seiner Jugendliebe auf seinem Schreibtisch neben dem PC... Das Buch, basierend auf der Biographie des Autors, wurde auch verfilm, nur anschauen werde ich den Film nicht können... Ich weiß nicht, ob ich mich von dem Geschrieben erholen kann...
A secret affair, forbidden feelings, and a desire that can only exist in hiding. The first experience of falling in love - and later the realization that this brief, romantic encounter meant more than it seemed. One can’t let go and pours his feelings into his novels, while the other lives a lie that eventually catches up with him. Beautifully written, but it didn’t hit me emotionally the way I expected.
"Hör auf zu lügen" von Philippe Besson, zuletzt erschienen im Penguin Verlag, ist eine ergreifende Geschichte über Liebe, Identität und die Herausforderungen des Lebens. Der Roman ist in drei lange Kapitel unterteilt, was anfangs eine Umstellung erfordert, aber letztendlich dazu beiträgt, die Handlung intensiver zu erleben. Die Geschichte folgt Philippe, einem hochbegabten Außenseiter in einem französischen Provinznest, der aufgrund seiner Homosexualität täglich mit Beleidigungen und Vorurteilen konfrontiert wird. Als der geheimnisvolle Thomas sein Interesse erwidert, beginnt eine geheime Liebe, die sechs Monate lang anhält. Die Authentizität der Beziehung zwischen Philippe und Thomas wird durch Bessons einfühlsamen Schreibstil hervorgehoben. Die tragische Entwicklung von Thomas, der seine sexuelle Identität aufgrund gesellschaftlicher Konventionen verleugnet, wirft einen Schatten auf die Liebe der beiden. Doch das Buch geht über die Anfänge der Liebe hinaus und beleuchtet die weiteren Lebenswege von Philippe und Thomas. Die Lesenden begleiten sie durch ihre individuellen Entwicklungen und gipfelt schließlich mit der Begegnung von Philippe und Thomas' Sohn. "Hör auf zu lügen" ist ein bewegendes Werk, das nicht nur die Schwierigkeiten der ersten Liebe, sondern auch die langfristigen Auswirkungen gesellschaftlicher Erwartungen thematisiert. Philippe Besson schafft es, die Lesenden mit seiner tiefgründigen Erzählung zu berühren und zum Nachdenken anzuregen.

„Hör auf zu lügen“ ist eines dieser seltenen Bücher, die einen nicht einfach nur begleiten, sondern tief berühren und noch lange nach der letzten Seite nachwirken. Die Intensität und Tiefe, mit der der Autor schreibt, habe ich in dieser Form wirklich nur selten erlebt. Der Schreibstil ist außergewöhnlich, ruhig, präzise und zugleich voller Emotionen zwischen den Zeilen. Besson schafft es eine enorme Wirkung zu erzielen. Man spürt in jeder Passage, dass hier nicht einfach nur eine Geschichte erzählt wird, sondern dass jede Erinnerung, jedes Gefühl sorgfältig und mit großer Sensibilität eingefangen ist. Die Geschichte selbst ist unsagbar traurig. Besonders das Ende hat mich tief bewegt, ich musste einige Tränen verdrücken und habe das Buch danach erst einmal zur Seite legen müssen, um all das Gesagte und Ungesagte zu verarbeiten. Es ist definitiv kein Buch, das man einfach schnell „wegliest“. Es braucht Aufmerksamkeit, Gefühl und Zeit. Zwischen den Zeilen steckt so viel Bedeutung, so viel Schmerz, aber auch so viel Wahrheit, dass man sich dem kaum entziehen kann. Für mich ein absolutes Herzensbuch, intensiv, bewegend und unvergesslich.
„I've always loved to do that, to invent the lives of strangers in passing. It could almost be considered an obsession. I believe it started when I was a child. I remember its worrying my mother. "Stop with your lies!" she would say. She used the word "lies" instead of "stories," but nevertheless, it continued, and all these years later, I still find myself doing it." Philippe, der Ich-Erzähler der Novelle “Lie with me“ des namenverwandten Verfassers Philippe Besson, stellt sich uns als Autor vor, für den das Geschichtenerzählen ein Zwang geworden ist. Geschichten prägen sein Leben und dessen schönste Geschichte erzählt er uns, gerahmt von einer schicksalhaften Begegnung mit dem Sohn seiner großen Jugendliebe, Thomas. Philippe erzählt von der Heimlichkeit ihrer Beziehung, dem Glück und den Schmerzen, den diese Heimlichkeit mit sich bringt, aber auch von der Zärtlichkeit, die von Verletzungen und dem Wissen um ein unausweichliches Ende herrührt. In dieser Erzählung schlägt Philippe einen erschütternd persönlichen Ton an und er zeichnet Bilder in wenigen Worten, die den Leser in das Innerste der Empfindungen dieses jungen Mannes blicken lassen. In diesem Erzählen spielt er aber auch immer wieder mit den Grenzen des Erzählens selbst. Als Leser weiß man, wird immer wieder daran erinnert, dass der Autor nicht gleich der Erzähler und schon gar nicht gleich der Figur, über die erzählt wird ist – selbst wenn diese Figur den gleichen Namen trägt und der Geliebte den Namen des Verstorbenen, dem das Buch gewidmet ist. Das Erzählen wird uns eingeführt als Fingieren, als das Erfinden von Geschichten, als – in den Worten von Philippes Mutter - Lügen. Ausgehend von Geschehenem spinnt Philippe seine Geschichten, seit seiner Kindheit aus Freude, während seiner Beziehung mit Thomas, um diese überhaupt führen zu können, und jetzt als Lebensunterhalt. Am Ende der Novelle wird Philippe mit seinen Grenzverwischungen von Realität und Fiktion konfrontiert Auf seine Behauptung „I‘s not me who writes to this man, it‘s a woman, my heroine,“ wird Philippe gefragt: „Who are you trying to convince?“ Anstatt zu antworten, schweigt der Erzähler. Aber auch Schweigen kann eine Form von Lügen sein… So ist auch der Titel „Lie with me“ wunderbar doppeldeutig: Lieg bei mir, lüg mit mir. „Lie with me“ ist eine wunderschöne, wortmächtige und tragische Geschichte über diese ersten Lieben, die einen für den Rest des Lebens prägen. Sie ist aber auch eine Geschichte über das Erzählen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich gerne berühren lässt.
Wichtiges Buch, etwas schwierig zu lesen meiner Meinung nach.
Review: “Hör auf zu lügen“ by Philippe Besson Genre: Contemporary gay fiction novel / Romance Werbung, danke schön für das Rezensionsexemplar Inhalt und Meinung ohne Spoiler Der hochbegabte Außenseiter und späterer Schriftsteller Philippe und der Winzersohn Thomas verlieben sich in 1984 in der französischen Provinz, vor dem Hintergrund der nahenden Aids Epidemie. Gesellschaftliche Konventionen erlauben kein Happy End. Wir lesen aus der Sicht von Philippe und das Buch ist in 3 zeitliche Abschnitte eingeteilt. Die Geschichte von Philippe und Thomas ist nur eine von vielen sehr traurigen Geschichten. Der Ausgang war zu erwarten und ist herzzerreißend. Die zeitgeschichtliche Eingliederung hat mir gut gefallen, finde der ganze Vibe der 80er Jahre ist absolut rübergekommen. Das Buch ist kurz, aber nicht schmerzlos. Die Geschichte war sehr gut, leider hat mich der Schreibstil jedoch nicht erreicht. Habe die Emotionen nicht direkt fühlen können. Es gab keine Dialoge, sondern die wenigen Gespräche, die es gegeben hat, wurden als indirekte Rede wiedergegeben. Dadurch wurde alles sehr passiv zu einem langen Monolog. Ich hätte mir viel mehr Gefühle gewünscht und weniger, dass es sich wie eine Abhandlung liest. Das Buch hat ansonsten sehr gute Kritiken bekommen, also lasst Euch von mir nicht verunsichern. Wie immer ein eigenes Bild machen und ohne Frage ist es ein super wichtiges Buch und eine Geschichte, die gehört werden muss. Rating 3,5/5 ⭐️⭐️⭐️

Es ist ein relativ kurzes Buch, deshalb aber nicht weniger beeindruckend. Der Protagonist erzählt uns von einer Zeit in seiner Jugend. Eine Zeit, die ihn bis zur Gegenwart verfolgt und noch heute viele Emotionen entlockt. Eine Zeit, die wohl seine schönste war - so hat er das erste Mal Liebe entdeckt - aber auch eine Zeit, die schmerzvoll war. Wie die Erzählung erfolgt, fühlt sich so echt an. Realistisch. Während den Rückblicken in die Vergangenheit, wirft er immer mal wieder etwas ein, das zu einem späteren Zeitpunkt geschah. Dadurch können wir als Lesende sehr gut sehen, welchen Einfluss bestimmte Situationen oder Geschehnisse hatten. Es war 1984 in Frankreich und zwei Jungen leben zum ersten Mal ihre Homosexualität richtig aus. Zumindest im geheimen, denn Homosexualität genoss damals noch nicht die Akzeptanz, wie wir sie heute erleben. Eben diese fehlende Freiheit der Sexualität führte zu vielen Geheimnissen, Scham und auch zu zerstörten Leben. Zerstörte Leben insofern, dass man ein “falsches Leben” führen musste, um Teil der Gesellschaft zu sein. Dieses Buch verdeutlicht das ganze auf einer spürbare und emotionale Weise, eben dadurch, dass wir dies alles durch den Protagonisten und Thomas erleben und es sich somit sehr persönlich anfühlt. Ich hatte bereits Bücher mit dieser Thematik gelesen, doch das hier zählt bei weitem zu meinen liebsten.
Mein Jahreshighlight über eine Lebenslüge
Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Eine Kindheit als Schwuler in der Provinz – dieses Motiv kehrt zurzeit in der französischen Literatur immer wieder. In „Hör auf zu lügen“ erzählt Besson von seiner ersten großen Liebe, Thomas. Die beiden jungen Männer verlieben sich 1984 in einem Städtchen namens Barbezieux. Es ist die tragische Geschichte einer Liebe. Ein großartiger, subtil gezeichneter Roman, zart und grausam zugleich, eine von schmerzhafter Melancholie durchzogene Selbstentblößung. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist mein Jahreshighlight 2022.
Eine kurze, aber sehr tiefsinnige Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen, in einer Zeit, in der sie sich nicht lieben sollten. Wer nach "Call me by your Name" nach einer weiteren tragischen Liebesgeschichte mit einem erzählerischem Stil sucht, ist hier genau richtig.
„Lie with me“ erzählt die Geschichte von Philippe und Thomas, zwei Jungen, die eine geheime Sommer Beziehung eingehen. Die Handlung spielt in einer Zeit, in der es nicht möglich war, offen über eine derartige Beziehung zu sprechen. Einen Sommer lang hält diese „Affäre“, bis die die Wege der beiden trennen. Die Geschichte selbst wird in einem erzählerischen Stil von dem Autor Phillipe Besson erzählt. In drei verschiedenen zeitlichen Ebenen erfährt der Leser über die Beziehung der beiden Jungen und die daraus resultierenden Auswirkungen. Das Buch wurde mir als „ähnlich wie Call me By your Name“ beschrieben. Und in gewisser Art und Weise ist es das auch. Nicht nur die Art der Erzählung beider Geschichten ähneln sich, sondern die Tragik dahinter. Als ich die Geschichte angefangen hatte, hätte ich nicht damit gerechnet, dass die wenigen Seiten mich derart mitnehmen würden.
Eines der besten Bücher in diesem Jahr! Diese Woche erhielt ich „Hör auf zu lügen“ von dem französischen Autor Philippe Besson durch das Bloggerportal von Randomhouse. Vielen Dank dafür. Dieses Buch sprang mich auf der Startseite regelrecht an. Denn es wurde bezeichnet als „Brokeback Mountain auf Französisch“ und wenn man mich kennt, dann weiß man dass ich „Brokeback Mountain“ schon immer sehr geliebt habe. Kurzer Exkurs dazu: „Brokeback Mountain“ ist eine Kurzgeschichte von Annie Proulx, welche im Jahre 2005 mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal verfilmt wurde. In diesem Titel geht es um die Beziehung zweier Cowboys zueinander in einem Zeitraum von ca. 20 Jahren. Die Kurzgeschichte dazu wurde von Proulx erstmals 1997 veröffentlicht. Er sagt, er könne nicht mehr allein sein mit diesem Gefühl. Es quäle ihn zu sehr. Zitat aus „Hör auf zu lügen“ von Philippe Besson, Seite 32 Kommen wir aber nun zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrags: Das Buch von Besson. Die Hardcoverausgabe aus dem C. Bertelsmann Verlag erschien hierzulande am 08. Oktober 2018 und umfasst für 20 Euro 160 Seiten. Zugegebener maßen war ich über den Preis anfangs recht schockiert. Ich bin zwar niemand, der nicht gerne für Büchern einen guten Preis ausgibt, aber mir ist noch keine so kurze Geschichte für diesen Betrag untergekommen. Diese Tatsache hat zwar keinen Bezug zur Geschichte – und werte ich daher auch nicht – aber es ist mir negativ aufgefallen. Dadurch werden wohl auch nicht so viele Menschen zu diesem Buch greifen wie sie sollten. Die Geschichte wird aus der Sicht von Philippe erzählt und da der Name sehr dem des Autoren ähnelt kommt direkt eine Vermutung auf: Ist dies autobiografisch? Ja, ist es. Dies beantwortet nicht nur der Schutzumschlag des Buches, sondern auch die Art und Weise wie uns diese Geschichte näher gebracht wird. Wir beginnen im Jahre 1984 in einem kleinen Ort in Frankreich. Ich lasse die Namen der Orte mal außen vor, denn ich muss gestehen dass ich keinen einzigen davon aussprechen könnte und sie daher nicht wichtig genug waren um sie mir zu merken. Philippe erzählt uns in welcher Welt er aufgewachsen ist. Sein Vater war sein Lehrer und es wurde dem Jungen von Anfang an klar gemacht was man von ihm erwartet. Nur das Beste. Der Junge war schon immer ein Träumer und dachte sich gerne Geschichten zu Personen aus, die er nur sah aber nicht kannte. Seine Mutter hingegen nannte das „Lügen“ statt „Geschichten“. Im zarten Alter von 11 Jahren wurde sich Philippe schon bewusst, dass er auf Jungs steht und sammelte da seine ersten sexuellen Erfahrungen – und das vor der eigenen Pubertät. Dann im eben schon genannten Jahre 1984 beobachtete er immer wieder einen Jungen aus einer anderen Klasse – Thomas. Ohne viele Worte, sondern nur mit Blickkontakt kamen sich die Beiden näher und verschwanden in ruhigen Ecke um ihrer Liebe nachzugehen. Doch nach der Schule verloren sich Beide aus den Augen aber nie aus dem Herzen. 23 Jahre später trifft Besson auf das Ebenbild seines damaligen Geliebten und konnte nicht umher um ihn anzuhalten. Es handelte sich hierbei um den Sohn von Andrieu. Wie man sieht ist es sehr schwer dieses Buch in ein paar knappe Worte zu fassen. Daher wurde meine Inhaltsangabe auch etwas länger. Am Anfang hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Oft setzte ich den Rotstift an und markierte Dinge die mir nicht gefielen oder mich verwunderten. Nicht zuletzt weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man damals mit 11 Jahren schon so reif sein konnte um sich einer Sache so sicher zu sein wie Philippe damals. Je weiter ich die Geschichte verfolgte desto klarer wurde mir auch, dass es sich hier nicht um einen normalen Roman handelte, sondern diese Geschichte wirklich so passiert ist. Und zwar dem Autor selbst. Da verloren meine Kritikpunkte irgendwie an Wichtigkeit. Ich fand manche Bemerkungen in Klammern sehr unpassend und unnötig, sowie manche Ausdrucke. Um es klar zu machen „Schwanz“ ist für mich ein furchtbares Wort und deshalb lese ich es nicht gerne. Doch all das geriet dann irgendwann in Vergessenheit. Deswegen ich dem Buch nur fünf Sterne geben kann. Es ist mitreißend, gefühlvoll und vor allem: eine wahre Geschichte. Um am Ende auf den Bezug zu „Brokeback Mountain“ zurück zu kommen: Ja, es stimmt. Denn dieses Buch hat mich mit genau den gleichen Gefühlen zurück gelassen wie es damals das Werk von Annie Proulx tat.
Mit nicht einmal 160 Seiten ist Hör auf zu lügen sehr dünn. So habe ich nicht erwartet, dass mich die Geschichte bewegen würde. Ich lese oft und gerne sehr dicke Bücher und war hier skeptisch. Auch fand ich den Werbesatz wie "Brokeback Mountain" aus Frankreich zwar interessant, mich selbst kam aufgrund des Klappentextes ein Vergleich zu Call me by your Name in den Sinn, aber doch mag ich solche Bezüge eigentlich nicht, jedes Buch ist einzigartig, oder sollte es viel mehr sein. Kurz um, ich war sehr skeptisch und wurde sehr positiv überrascht. Hätte nicht schon der Klappentext vermuten lasse, dass die Geschichte nicht glücklich endet, so war es nach der Widmung klar. Trotzdem habe ich gehofft, dass es anders wird, nicht so tragisch, wie man vermutet. Zu der Geschichte an sich möchte ich gar nicht so viel schreiben. Sie ist authentisch und berührend. Die Tatsache, dass sie autobiografisch ist, macht es noch schlimmer. Bei manchen Dingen bin ich sehr nahe am Wasser gebaut und hier musste ich fürchterlich weinen. Fast wünsche ich mir, dass der Autor uns anlügt, damit ich mir sagen kann, es ist nur eine erfundene Geschichte. Aber auch wenn, so würde es diese Geschichte trotzdem zuhauf geben, nur mit namenlosen Menschen, die man nicht ein Stück ihres Weges begleitet hat. Hier hat Philippe Besson uns einen tiefen und berührenden Einblick gewehrt, uns an seiner ersten großen Liebe teilhaben lassen. Und eine Geschichte erzählt, die lange im Verborgenen blieb. (Und wurde man einmal verwundet, so hat man später Angst, abermals zu lieben, aus Furcht vor Schmerz, man weicht der Leidenschaft aus, um dem Kummer auszuweichen dieser Grundsatz wird mich leiten. Viele verlorene Jahre lang) Seite 86 Der Schreibstil von Philippe Besson ist speziell. Manchmal sind seine Sätze schier endlos lang, manch andere hingegen nicht beendet. Ich mag dies, eine Art künstlerische Freiheit. Er wechselt auch immer von der Vergangenheit zur Gegenwart. Die Geschichte ist in drei Kapitel in unterschiedlichen Zeitebenen eingeteilt. Doch auch innerhalb dieser wechselt er. Erzählt von dem Vergangenen und streut Stücke aus der Gegenwart ein. Auch dies hat mir gefallen. Oft musste ich innehalten und die Sätze noch mal lesen, um sie auch völlig aufzunehmen. So könnte man zwar meinen dieses Buch mit 160 Seiten sei kurzlebig, dem ist aber nicht so. Die Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Fazit: Berührend, authentisch und wichtig. Ich würde Hör auf zu Lügen nicht unbedingt nur eine tragische Liebesgeschichte nenne, wenn man die Geschichte nur auf die Liebe reduziert, wird ihr dies nicht ganz gerecht. Dafür schwingt viel mehr darin mit. Mich könnte sie emotional sehr berühren, besonders da sie autobiografisch ist. Und so schnell vergessen werde ich sie auch nicht.
Story: Der 17-jährige Philippe lebt in einem französischen Provinzdorf und ist als hochbegabter Sohn des Schuldirektors eher ein Außenseiter. Zudem erkennt er frühzeitig, dass er mit Mädchen nichts anfangen kann und wirft ein Auge auf den stillen Winzersohn Thomas. Dass dieser seine Gefühle erwidern könnte, hält er für absolut unmöglich, bis Thomas ihm eines Tages eine Nachricht zukommen lässt und die beiden eine heimliche, aber leidenschaftliche Beziehung beginnen. Sie hält nur wenige Monate, bis Thomas das Dorf verlässt und auch Philippe andere Wege beschreitet. Erst Jahre später erfährt Philippe – inzwischen bekannter Autor – was aus seiner ersten Liebe geworden ist und welchen Weg Thomas eingeschlagen hat. Eigene Meinung: Der knapp 160 Seiten starke Roman „Hör auf zu lügen“ stammt aus der Feder Philippe Bessons und basiert auf seiner eigenen Lebensgeschichte. Der Autor ist in Frankreich sehr bekannt, seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Man braucht ein wenig, um in die Lebensgeschichte von Philippe Besson einzutauchen, denn gerade der verschachtelte Anfang (der Prolog geht über zwei Seiten und besteht aus einem Satz, was Leser von klassischer Literatur an Hermann Hesse erinnert), die gelegentliche Sprünge in der Zeit und die Abschweifungen erschweren dem Leser zunächst den Einstieg. Das gibt sich glücklicherweise schnell, sobald man sich an die Sprache des Autors gewöhnt und sich gänzlich auf die ruhig erzählte, schnörkellose Geschichte eingestellt hat. Danach fällt es schwer das eindringliche Buch über die erste, in den 80er Jahren unmögliche Liebe zweier Jungen aus den Händen zu legen. Man ist hautnah dabei, als sie sich näher kommen und ihre Gefühle füreinander entdecken – Philippe, der sich jeder Regel unterwirft, die Thomas ihm auferlegt; und Thomas, der alles daran setzt seine Sehnsüchte im Verborgenen auszuleben und der keine Möglichkeit sieht seine Homosexualität öffentlich auszuleben, sein Leben lang nicht. Da die Geschichte in mehreren Zeitebenen spielt, erfährt man, was aus den beiden Männern geworden ist, welche Lebenswege sie eingeschlagen haben. Das Ende erschüttert und berührt, regt zum Nachdenken an und hallt lange nach. „Hör auf zu lügen“ ist authentisch, emotional und berührend, ohne jemals kitschig oder klischeehaft zu sein. Stattdessen bekommt man die Geschichte einer bittersüßen ersten Liebe, die allein wegen der herrschenden Sitte und Moral in den ländlichen Provinzen zum Scheitern verurteilt war. Die ganze Zeit hindurch dreht sich Philippe Besson um das Thema „Lüge“ – es wird zum Leitmotiv der Novelle, denn es zieht sich durch alle Etappen der Geschichte – Thomas hält sein Leben lang eine Lüge aufrecht, indem er sich und seine Neigungen verleugnet; Philippe Besson ebenso, denn er verschweigt diesen Lebensabschnitt. Lediglich in seinen Romanen baut er Elemente ein, die teils autobiografisch sind und immer wieder zu Thomas zurückführen – was er sich erst in „Hör auf zu lügen“ eingesteht. Erst zum Ende hin, reißt er die Lügengebilde ein, die Thomas und indirekt auch ihn ein Leben lang begleitet haben. Die Figuren sind klar gezeichnet und authentisch – man kann sich sehr gut mit Philippe identifizieren, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Man lernt durch ihn den Autor Philippe Besson auf eine direkte, intime Art und Weise kennen, erfährt wahrscheinlich mehr über ihn als durch alle Interviews vorher. Thomas ist ein sehr stiller, junger Mann, der wenig über sich preisgibt. Er hat sich entschieden, sein Leben so zu gestalten, wie die Gesellschaft es für ihn vorsieht – was für ihn den Untergang bedeutet. Philippe Besson hat einen sehr klaren, direkten Stil – er vermag es mit wenigen Worten mehr auszudrücken als mancher Autor mit mehreren Seiten. Er verzichtet vollkommen auf Dialoge, um sich gänzlich auf die Erzählung und die Gefühle der beiden Jungen zu konzentrieren. Im Grunde sind auch keine Gespräche notwendig für das, was der Autor dem Leser näherbringen will – die Ausweglosigkeit, die die Gesellschaft für diejenigen bedeutet, die anders sind, die Zwänge, denen sich jeder auf die ein oder andere Art ausgesetzt sieht. Es berührt und erschüttert, bewegt und stimmt nachdenklich. 160 Seiten sind vollkommen ausreichend, um all die Emotionen auszulösen und die Thomas‘ Geschichte zu erzählen, denn letztendlich geht es hauptsächlich um ihn. Fazit: „Hör auf zu lügen“ ist ein kleines Meisterwerk, das durch schlichte, stilistisch perfekte Klarheit und eine berührende, autobiografische Lebensgeschichte besticht. Philippe Besson gibt einen sehr intimen Einblick in sein eigenes Leben und nachdem man das Buch beendet hat, weiß man, dass er dieses Buch vorwiegend für Thomas und sich geschrieben hat – als Leser darf man glücklicherweise ebenfalls daran teilhaben. „Hör auf zu lügen“ ist ein herausragendes Buch, das lange nachhallt und jeden bestärken sollte, zu sich selbst zu stehen. Unbedingt lesen.
Was ein Buch, oh man. Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil von Zeit zu Zeit ermüdend fand. Das viele Wechseln zwischen dem Plot und Erinnerungen oder Zukunfts-Erinnungen hat mich oft rausgerissen und mir den „Spaß“ genommen. Es hat sich dann eher wie eine Art Vortrag von einem monotonen Professor angefühlt. Die Emotionen allerdings sind unglaublich gut rübergekommen und wenn die eigentlichen Gefühle und Geschehnisse im Jetzt oder die Protagonisten betreffend beleuchtet wurden, habe ich mit in und zwischen den Zeilen verloren. Ich habe geweint und mir hat es das Herz und die Kehle zusammengezogen. Dieses kurze Buch hat mich traurig und verzweifelt und sehnsüchtig und irgendwie auch der Sonne und dem Sonnenaufgang entgegen zurückgelassen. Irgendwie entfacht es Liebe und Hoffnung in mir. Mut. Den Willen mich zu zeigen, mich nicht zu verstecken. Es tut weh und wärmt; ich möchte es an meine Brust drücken und tief einatmen. Danke.

Sweet and short and palatte-cleasing. Currently, I generally have a thing for sad nostalgic older-protagonist gay literary fiction pieces xD, so I really enjoyed reading it! I felt deeply all the pain and grief and loss but also the hopeful, funny, happy moments were transported really well🥹- overall a very comfortable reading eyperience. I somehow expected a bit more story, or a bit more depth of the story but thinking about it, for the length it was just fine. Very good book :)
Ne razmem francuski, pa sam zbog toga čitao njemački prijevod. Stil pisanja... Ne znam je li prijevod ili je i orginal takav, ali toliko pretenciozno je napisano, toliko nepotrebno komplikovsno stilski, da me je ubio u pojam. Uz to, ko želi, neka drmne jednu ljutu svaki put kad nas Phillippe podsjeti, da je on pisac. Priča kao priča, ne znam... Stilski me je ubilo kako sam već rekao, te samim time priča mi je ispala ... Mlaka. Nekako nisam osjetio ništa čitajući, što i nije dobar znak. Plus, previše slučajnosti zarad priče... Forsirano mi je djelovalo. 2.5*... It was ok.
“what he likes about me is also what keeps me separate from him”At first it felt like a one sided fling since we only saw the POV of Philippe. This was countered by the last two parts, which made the reader feel the same as Philippe himself did. The prose was quite simple yet nice and I highlighted a good amount of quotes that were touching.It’s as beautiful as it is painful, a story about two gay men from the 80’s that endured completely different lifestyles because of that, one being the accepting and embracing and the other being oppressed by the outside image pressure, to the point that in the end it strangles him to death.
After reading Sunburn, with its queer wlw story set in 1990s Ireland, Lie with Me was the perfect follow-up: a queer mlm story set in 1980s Bordeaux. So many parallels, the language was on point, and the length was just right – not too short, not too long. This book completely sucked me in and spat me out. So sad and a crying matter. Probably my “A little life” moment?
In „Hör auf zu Lügen“ erzählt Philippe Besson eine zarte, bittersüße Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern im Frankreich der 1980er-Jahre. Besson schildert seine eigene Jugendliebe zu Thomas, einer geheimen Beziehung voller Intensität und zugleich geheimer Verzweiflung – eine Erzählung, die nicht nur schön, sondern auch tragisch ist. Das Buch erinnert tatsächlich an „Call Me by Your Name“, aber es könnte sogar darüber hinausgehen. Besson gelingt es, die Gefühle der Figuren so intensiv und ungeschönt darzustellen, dass man als Leser die Geschichte nahezu einatmet. Das Thema der verlorenen ersten Liebe und der unerfüllten Sehnsucht schwingt in jeder Zeile mit und wird durch Bessons poetischen Stil verstärkt. Besonders bewegende Zitate: Ein zentraler Gedanke des Buches trifft die Vorstellung von innerem Konflikt und der Verlorenheit vieler Menschen, die sich nicht trauen, zu ihrem wahren Ich zu stehen: „Jene, die den Schritt nicht gewagt haben, die sich nicht mit ihrem inneren Wesen in Einklang gebracht haben, sind nicht zwangsläufig ängstlich, sie sind vielleicht hilflos, finden sich nicht zurecht; verloren wie inmitten eines zu großen oder zu dichten oder zu dunklen Walds.“ Dieses Zitat bringt ein seltenes Verständnis für Menschen, die ihren Weg noch nicht gefunden haben – eine einfühlsame Perspektive auf jene, die unsicher sind, die vielleicht in ihrem Leben verwirrt oder fehl am Platz sind. Ein weiteres Zitat, das besonders berührt, ist der Brief von Thomas an Philippe, der nie versendet wurde: „Ich wollte Dir nur schreiben, dass ich glücklich war in den sechs Monaten, die wir zusammen waren, dass ich niemals sonst so glücklich gewesen bin und ich schon weiß, dass ich niemals wieder so glücklich sein werde.“ Diese Worte spiegeln eine Traurigkeit und Endgültigkeit wider, die einen als Leser tief trifft. Der Moment ist so intensiv, dass man ihn mehrfach lesen muss, man sieht vermutlich verschwommen :( Fazit: „Hör auf zu Lügen“ ist ein Roman, der unter die Haut geht. Ein Buch, das das Herz anspricht, es vielleicht bricht und doch heilend wirkt. Wer sich auf eine Reise voller Intimität und Ehrlichkeit einlassen möchte, wird mit dieser Lektüre zutiefst belohnt.


































