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„Stranger Skies“ von Pascale Lacelle ist der zweite Band der „Drowned Gods“-Trilogie. Zwar wird die Reihe im Onlinehandel weiterhin als Dilogie betitelt, Band 3 „Infinite Shores“ erscheint im Original aber bereits im April 2026. Es handelt sich hierbei um ein Fantasy-Jugendbuch im Dark Academia Stil. In „Curious Tides“ bildeten Ausschnitte aus „Das Lied der ertrunkenen Götter“ die Zwischensequenzen zu Beginn eines neuen Abschnitts. In „Stranger Skies“ dienen die weiterhin in Weiß auf Schwarz gedruckten Passagen nun dazu, uns die Hexe, den Krieger, den Wächter und den Gelehrten und ihre heimischen Welten vorzustellen. Auch in diesem Band sind dies meine Lieblingskapitel. Die Geschichte knüpft dort an, wo „Curious Tides“ endet und wird fortan in zwei Handlungssträngen erzählt: der Eine ist Romys und Emories Reise durch die Welten, der Andere erzählt, wie es nun mit Baz und Kai weitergeht. Somit erhalten wir in diesem Band auch Romy und Kai als Erzähler. Mir persönlich gefällt so ziemlich alles von „Stranger Skies“ besser, aber die neuen Perspektiven sind definitiv der Hauptgewinn. Durch die vielen Perspektivwechsel sind die Kapitel hier deutlich kürzer, was ein höheres Erzähltempo suggeriert. Zudem war ich schon in „Curious Tides“ völlig vernarrt in Kai und lechzte nach einem Einblick in seine Gedanken. Romys Perspektive ist tatsächlich noch unsympathischer als Emories, sodass ich Letztere nun deutlich lieber mag. Win win? Die Handlung ist so richtig schön magisch und episch. Beim Erkunden dieser exotischen, neuen Welten kommt ein richtig klassisches Fantasy-Feeling auf, das mir natürlich unheimlich gut gefallen hat. Baz‘ und Kais Perspektiven bleiben hingegen dem urbanen Dark Academia treu, mit dem die Reihe ursprünglich auch beworben wurde. Eine in meinen Augen erstaunlich gut gelungene Mischung, die Lust auf Mehr macht. Die Romantik kommt hier auch nicht zu kurz, ist aber recht tragisch. Zumindest erzählt Lacelle dieses Mal eine echte Liebesgeschichte, die ganz ohne Manipulation, Eifersucht und Drama auskommt. Der Aspekt nimmt dabei auch nicht zu viel Raum ein, sodass man das wirklich einfach genießen kann. Alles in allem ist „Stranger Skies“ einer dieser seltenen zweiten Bände einer Trilogie, der nicht nur für sich selbst steht, sondern auch so viel besser als sein Vorgänger ist. Lobend zu erwähnen gilt, dass ich einen Großteil des Buches als Hörbuch in der Originalsprache gehört habe. Diese Ausgabe ist fast noch mehr zu empfehlen als das Buch selbst, da die 4 oder 5 Sprecher hier wirklich wahre Wunder vollbringen. Die Zwischensequenzen werden in einem schottischen Dialekt gelesen, der zum Niederknien ist – wenn man sowas mag, versteht sich. Es bleibt immer noch Luft nach oben, aber ich kann die Reihe nun guten Gewissens weiterempfehlen. 4,5/ Sterne.
Nov 2, 2025
„Stranger Skies“ von Pascale Lacelle ist der zweite Band der „Drowned Gods“-Trilogie. Zwar wird die Reihe im Onlinehandel weiterhin als Dilogie betitelt, Band 3 „Infinite Shores“ erscheint im Original aber bereits im April 2026. Es handelt sich hierbei um ein Fantasy-Jugendbuch im Dark Academia Stil. In „Curious Tides“ bildeten Ausschnitte aus „Das Lied der ertrunkenen Götter“ die Zwischensequenzen zu Beginn eines neuen Abschnitts. In „Stranger Skies“ dienen die weiterhin in Weiß auf Schwarz gedruckten Passagen nun dazu, uns die Hexe, den Krieger, den Wächter und den Gelehrten und ihre heimischen Welten vorzustellen. Auch in diesem Band sind dies meine Lieblingskapitel. Die Geschichte knüpft dort an, wo „Curious Tides“ endet und wird fortan in zwei Handlungssträngen erzählt: der Eine ist Romys und Emories Reise durch die Welten, der Andere erzählt, wie es nun mit Baz und Kai weitergeht. Somit erhalten wir in diesem Band auch Romy und Kai als Erzähler. Mir persönlich gefällt so ziemlich alles von „Stranger Skies“ besser, aber die neuen Perspektiven sind definitiv der Hauptgewinn. Durch die vielen Perspektivwechsel sind die Kapitel hier deutlich kürzer, was ein höheres Erzähltempo suggeriert. Zudem war ich schon in „Curious Tides“ völlig vernarrt in Kai und lechzte nach einem Einblick in seine Gedanken. Romys Perspektive ist tatsächlich noch unsympathischer als Emories, sodass ich Letztere nun deutlich lieber mag. Win win? Die Handlung ist so richtig schön magisch und episch. Beim Erkunden dieser exotischen, neuen Welten kommt ein richtig klassisches Fantasy-Feeling auf, das mir natürlich unheimlich gut gefallen hat. Baz‘ und Kais Perspektiven bleiben hingegen dem urbanen Dark Academia treu, mit dem die Reihe ursprünglich auch beworben wurde. Eine in meinen Augen erstaunlich gut gelungene Mischung, die Lust auf Mehr macht. Die Romantik kommt hier auch nicht zu kurz, ist aber recht tragisch. Zumindest erzählt Lacelle dieses Mal eine echte Liebesgeschichte, die ganz ohne Manipulation, Eifersucht und Drama auskommt. Der Aspekt nimmt dabei auch nicht zu viel Raum ein, sodass man das wirklich einfach genießen kann. Alles in allem ist „Stranger Skies“ einer dieser seltenen zweiten Bände einer Trilogie, der nicht nur für sich selbst steht, sondern auch so viel besser als sein Vorgänger ist. Lobend zu erwähnen gilt, dass ich einen Großteil des Buches als Hörbuch in der Originalsprache gehört habe. Diese Ausgabe ist fast noch mehr zu empfehlen als das Buch selbst, da die 4 oder 5 Sprecher hier wirklich wahre Wunder vollbringen. Die Zwischensequenzen werden in einem schottischen Dialekt gelesen, der zum Niederknien ist – wenn man sowas mag, versteht sich. Es bleibt immer noch Luft nach oben, aber ich kann die Reihe nun guten Gewissens weiterempfehlen. 4,5/ Sterne.
Nov 2, 2025







