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„Geheimnisvoller Feind“ von Marissa Meyer ist der zweite Band der Renegades-Trilogie - einer Jugendbuch-Reihe über Superhelden und Superschurken. Die Geschichte startet direkt mit einer Action-Sequenz – genau wie der Vorgänger „Gefährlicher Freund“. Die dramatischen Ereignisse am Ende des Auftakts werden erst einmal übergangen. Eine neue Entwicklung aus den Laboren der Renegades sorgt für Aufruhr und viel politischem Diskurs. Nova und Adrian verfolgen weiter ihre eigenen Ziele. Wird man Nachtmahr und dem Wächter auf die Spur kommen? Ich weiß nicht so ganz, wo ich anfangen soll. „Geheimnisvoller Feind“ gefällt mir gleichermaßen besser wie schlechter als „Gefährlicher Freund“. Mit 544 Seiten in der deutschen Fassung ist der zweite Band nur unwesentlich kürzer und doch fühlt er sich signifikant kurzweiliger an. Dabei geben weder die Seitenzahl noch die Handlung das her. Letztere gestaltet sich nämlich deutlich ruhiger. Es gibt eine große Action-Sequenz gleich zu Beginn, eine Kleinere irgendwo in der Mitte und dann einen guten Showdown. Das war’s. Der Fokus liegt in diesem Band ganz klar auf Novas Spionage, Adrians Selbstzweifeln und ihrer gemeinsamen Liebesgeschichte. Wem es also an Romantik mangelte, wird hier deutlich mehr auf seine Kosten kommen. Ich hätte es bevorzugt, wenn die Romanze nicht so im Mittelpunkt gestanden hätte, aber ich muss zugeben, dass die beiden extrem süße Momente haben. Adrian lässt buchstäblich Novas Träume wahr werden – das muss man erstmal toppen. In diesem Kontext muss ich einfach ansprechen, was für eine krasse Kraft Adrian einfach hat. Die Exploration seiner Superkraft wäre fast eine eigene Geschichte wert. Ich frage mich wirklich, was hier Meyers Endspiel sein wird. So süß Nova und Adrian nun auch sein mögen, so nervig sind sie als Nachtmahr und Wächter. Beide hätten schon im ersten Band enttarnt werden müssen, aber weiterhin scheinen die Menschen um sie herum mit Scheuklappen herumzulaufen. Gerade Nova verhält sich wie die Axt im Wald. Ihr kommt lediglich zugute, dass die Renegades geradezu krankhaft vertrauensselig sind. Ebenso schade ist es, dass die Nebenfiguren auch in diesem Band nicht nennenswert weiter entwickelt werden. Wir erfahren etwas mehr über sie und ich habe das Gefühl, dass sie greifbarer sind als im ersten Band, aber Meyer kann das sonst eigentlich besser. Fazit: Marissa Meyers „Geheimnisvoller Feind“ ist ähnlich durchwachsen wie sein Vorgänger, hat mich aber trotzdem besser unterhalten. Weiterhin kann ich weder die Renegades noch die Anarchisten leiden, aber das ist wahrscheinlich der Punkt. Leider fehlt mir hier wieder der rote Faden, dafür kommen die Romantiker unter den Lesern etwas mehr auf ihre Kosten. Zumindest ist meine Neugierde für das Finale geweckt und der Unterhaltungswert ist trotz langsamen Plot ziemlich hoch. 3,5/5 Sterne.
Feb 26, 2025
„Geheimnisvoller Feind“ von Marissa Meyer ist der zweite Band der Renegades-Trilogie - einer Jugendbuch-Reihe über Superhelden und Superschurken. Die Geschichte startet direkt mit einer Action-Sequenz – genau wie der Vorgänger „Gefährlicher Freund“. Die dramatischen Ereignisse am Ende des Auftakts werden erst einmal übergangen. Eine neue Entwicklung aus den Laboren der Renegades sorgt für Aufruhr und viel politischem Diskurs. Nova und Adrian verfolgen weiter ihre eigenen Ziele. Wird man Nachtmahr und dem Wächter auf die Spur kommen? Ich weiß nicht so ganz, wo ich anfangen soll. „Geheimnisvoller Feind“ gefällt mir gleichermaßen besser wie schlechter als „Gefährlicher Freund“. Mit 544 Seiten in der deutschen Fassung ist der zweite Band nur unwesentlich kürzer und doch fühlt er sich signifikant kurzweiliger an. Dabei geben weder die Seitenzahl noch die Handlung das her. Letztere gestaltet sich nämlich deutlich ruhiger. Es gibt eine große Action-Sequenz gleich zu Beginn, eine Kleinere irgendwo in der Mitte und dann einen guten Showdown. Das war’s. Der Fokus liegt in diesem Band ganz klar auf Novas Spionage, Adrians Selbstzweifeln und ihrer gemeinsamen Liebesgeschichte. Wem es also an Romantik mangelte, wird hier deutlich mehr auf seine Kosten kommen. Ich hätte es bevorzugt, wenn die Romanze nicht so im Mittelpunkt gestanden hätte, aber ich muss zugeben, dass die beiden extrem süße Momente haben. Adrian lässt buchstäblich Novas Träume wahr werden – das muss man erstmal toppen. In diesem Kontext muss ich einfach ansprechen, was für eine krasse Kraft Adrian einfach hat. Die Exploration seiner Superkraft wäre fast eine eigene Geschichte wert. Ich frage mich wirklich, was hier Meyers Endspiel sein wird. So süß Nova und Adrian nun auch sein mögen, so nervig sind sie als Nachtmahr und Wächter. Beide hätten schon im ersten Band enttarnt werden müssen, aber weiterhin scheinen die Menschen um sie herum mit Scheuklappen herumzulaufen. Gerade Nova verhält sich wie die Axt im Wald. Ihr kommt lediglich zugute, dass die Renegades geradezu krankhaft vertrauensselig sind. Ebenso schade ist es, dass die Nebenfiguren auch in diesem Band nicht nennenswert weiter entwickelt werden. Wir erfahren etwas mehr über sie und ich habe das Gefühl, dass sie greifbarer sind als im ersten Band, aber Meyer kann das sonst eigentlich besser. Fazit: Marissa Meyers „Geheimnisvoller Feind“ ist ähnlich durchwachsen wie sein Vorgänger, hat mich aber trotzdem besser unterhalten. Weiterhin kann ich weder die Renegades noch die Anarchisten leiden, aber das ist wahrscheinlich der Punkt. Leider fehlt mir hier wieder der rote Faden, dafür kommen die Romantiker unter den Lesern etwas mehr auf ihre Kosten. Zumindest ist meine Neugierde für das Finale geweckt und der Unterhaltungswert ist trotz langsamen Plot ziemlich hoch. 3,5/5 Sterne.
Feb 26, 2025






