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The Night Before Christmas

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About the book

It is the night before Christmas and devilry is afoot. The devil steals the moon and hides it in his pocket. He is thus free to run amok and inflicts all sorts of wicked mischief upon the village of Dikanka by unleashing a snowstorm. But the one he'd really like to torment is the town blacksmith, Vakula, who creates paintings of the devil being vanquished. Vakula is in love with Oksana, but she will have nothing to do with him. Vakula, however, is determined to win her over, even if it means battling the devil.

Taken from Nikolai Gogol's first successful work, the story collection Evenings on a Farm Near Dikanka, The Night Before Christmas is available here for the first time as a stand-alone novella and is a perfect introduction to the great Russian satirist.

Editions (1)

ISBN9780811219471
PublisherNew Directions Publishing Corporation
Publication Date10/28/11
Pages80
  • jolly.gorilla2127
    jolly.gorilla2127

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    Nikolaj Gogol, dieser seltsam-geniale Autor, den Vladimir Nabokov einst als „eigentümlich“ bezeichnete, hat mit Die Nacht vor Weihnachten eine Erzählung geschaffen, die auf den ersten Blick wie eine folkloristische Farce wirkt – und genau das auch ist, aber eben mit dem typisch gogolschen Dreh. Stellt euch ein Weihnachtsfest vor, an dem der Teufel den Mond stiehlt, eine Hexe mit den Männern des Dorfes ein verschämtes Versteckspiel treibt und ein Schmied, der sowohl fromm als auch verliebt ist, auf einem dämonischen Ritt nach St. Petersburg fliegt, um die Schuhe der Zarin zu ergattern. Es ist genau so absurd, wie es klingt – und genau so unterhaltsam. Gogol verwebt in dieser Geschichte eine Vielzahl von Elementen: Humor, Satire, volkstümliche Motive und eine geradezu überbordende Fantasie. Das Dorf Dikanka wird zur Bühne für eine wilde Komödie, in der niemand ganz unschuldig bleibt. Die Figuren sind bewusst überzeichnet – Oksana, die schöne, eitle Jungfrau; Vakula, der heldenhafte, aber naive Schmied; Solokha, die Hexe, die mit einer beeindruckenden Dreistigkeit jeden Mann um den Finger wickelt; und natürlich der Teufel selbst, der mehr Spaßvogel als Schurke ist. Diese archetypischen Figuren entfalten eine Dynamik, die oft ins Slapstickhafte kippt, aber gerade dadurch eine eigene Form von Magie entwickelt. Es ist Gogols Stärke, Chaos zu inszenieren, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Seine Sprache ist leicht, mit einer Prise Ironie, und doch steckt hinter jeder Pointe eine gewisse Schärfe. Wenn der Teufel durch das Dorf tobt, dann ist das nicht nur amüsant, sondern auch eine kluge Persiflage auf menschliche Eitelkeiten und Sehnsüchte. Gogols Blick ist zugleich liebevoll und unbarmherzig. Man könnte ihm vorwerfen, dass seine Frauenfiguren allzu stereotyp geraten – Oksana ist vor allem an ihrem eigenen Spiegelbild interessiert, Solokha nutzt ihre Reize für persönliche Vorteile. Doch vielleicht liegt gerade hierin eine subtile Kritik an den Rollen, die diesen Figuren in traditionellen Erzählungen zugeschrieben werden. Was Die Nacht vor Weihnachten besonders macht, ist die Mischung aus volkstümlicher Einfachheit und literarischer Raffinesse. Gogol nimmt die Struktur der ukrainischen Folklore, mit ihren archetypischen Figuren und moralischen Konflikten, und macht daraus eine hochkomplexe Satire. Die Erzählung scheint oft zu improvisieren, sich in Nebensträngen zu verlieren, nur um am Ende alles mit einer eleganten Bewegung zusammenzuführen. Es ist ein literarischer Drahtseilakt, der umso beeindruckender wirkt, je mehr man sich in die scheinbare Leichtigkeit der Geschichte hineinziehen lässt. Wenn man in der Weihnachtszeit nach einer Geschichte sucht, die den Geist des Festes auf unkonventionelle Weise einfängt, dann ist Gogols Die Nacht vor Weihnachten eine ausgezeichnete Wahl. Es ist eine Erzählung, die den Leser zum Lachen bringt, ihn aber auch über die Abgründe hinter den komischen Szenen nachdenken lässt. Gogol schenkt uns eine Weihnachtsgeschichte, die sich weder an Klischees noch an Erwartungen hält – und genau das macht sie zu einem zeitlosen Vergnügen. Ein literarischer Weihnachtsklassiker, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

    Jul 29, 2025

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