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Biographies

The Man in the Red Coat

4.0(16)
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English
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About the book

From the Man Booker Prize-winning author of The Sense of an Ending--a rich, witty, revelatory tour of Belle Époque Paris, told through the remarkable life story of the pioneering surgeon, Samuel Pozzi. - "A pleasure to read in every way." --The New York Times Book Review

In the summer of 1885, three Frenchmen arrived in London for a few days' intellectual shopping: a prince, a count, and a commoner with an Italian name. In time, each of these men would achieve a certain level of renown, but who were they then and what was the significance of their sojourn to England? Answering these questions, Julian Barnes unfurls the stories of their lives which play out against the backdrop of the Belle Époque in Paris. Our guide through this world is Samuel Pozzi, the society doctor, free-thinker and man of science with a famously complicated private life who was the subject of one of John Singer Sargent's greatest portraits. In this vivid tapestry of people (Henry James, Sarah Bernhardt, Oscar Wilde, Proust, James Whistler, among many others), place, and time, we see not merely an epoch of glamour and pleasure, but, surprisingly, one of violence, prejudice, and nativism--with more parallels to our own age than we might imagine. The Man in the Red Coat is, at once, a fresh portrait of the Belle Époque; an illuminating look at the longstanding exchange of ideas between Britain and France; and a life of a man who lived passionately in the moment but whose ideas and achievements were far ahead of his time.

Editions (2)

ISBN9780525658771
PublisherKnopf Doubleday Publishing Group
Publication Date02/18/20
Pages288

Reviews & Ratings

16 ratings

2 reviews

4.0

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  • kingofmusic
    kingofmusic

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    5.0

    Ein literarisches Puzzle Julian Barnes war mir bisher eher als Romanautor bekannt. Dass er jedoch auch andere "Gattungen" erfolgreich "bedienen" kann, beweist er mit seinem famosen Portrait über den französischen Arzt Samuel Pozzi (1846-1918) mit dem Titel "Der Mann im roten Rock", welches in hochwertiger Qualität vom Kiepenheuer&Witsch-Verlag herausgebracht wurde. Ein definitives Schmuckstück in jeder Sammlung! Barnes schreibt allerdings keine schnöde 08/15 Biografie über einen Arzt, der mir (zugegeben) bis zum jetzigen Zeitpunkt völlig unbekannt war. Stattdessen entwirft er zusätzlich zu den biografischen Einsprengseln Kaleidoskop artig ein Portrait der sog. „Belle Èpoque“, verbindet nützliches Wissen über Kunst, Literatur, Politik etc. mit anekdotischen Absätzen, über die man bei der Lektüre schmunzeln oder den Kopf schütteln kann und schafft es trotzdem, die geneigte Leserschaft „bei der Stange“ zu halten, indem er immer wieder den „Running Gag“-Satz „Wir wissen es nicht.“ einstreut. Am Ende trägt er alles „Nichtwissen“ mit einem Augenzwinkern noch einmal zusammen. Ein zusätzlicher Pluspunkt dieses einzigartigen Portraits sind die vielen Abbildungen, die das Buch und die Lektüre „lebendig“ gestalten. Man lernt dadurch viele Zeitgenossen von Dr. Pozzi und seinen beiden Begleitern, dem Grafen Montesquiou und dem Prinzen Edmonde Polignac kennen, trifft auf (literarische) Bekannte wie Oscar Wilde, Marcel Proust, die Brüder Goncourt und Gustave Flaubert (um nur ein paar zu nennen) und wird „Zeuge“ von fortschrittlichen Entwicklungen im Gesundheitswesen, für die sich Samuel Pozzi vehement eingesetzt hat. Auch werden die teilweise gravierenden Unterschiede zwischen Frankreich und England (etwa im Prozesswesen) eingestreut. Den Abschluss des Buches bildet ein leidenschaftliches Plädoyer Julian Barnes´ für Europa; wer mag es ihm verübeln, wo sein Heimatland doch gerade erst aus der EU ausgetreten ist… Obwohl die Lektüre an der ein oder anderen Stelle alles andere als leicht ist, sei dieses Buch all jenen empfohlen, die gerne „puzzeln“ und ein wenig Geduld aufbringen. Volle Leseempfehlung und entsprechend 5*. ©kingofmusic

    Dec 1, 2023

  • notizhefte
    notizhefte

    69 Followers

    5.0

    Im Juni 1885 kamen drei Franzosen in London an. Einer war ein Prinz, einer ein Graf und der dritte war ein bürgerlicher mit italienischen Nachnamen. Der Graf bezeichnete ihre Absicht als intellektuelle und dekorative Einkaufstour. (Meine Übersetzung des ersten Absatzes.) Die drei Männer waren: Edmond de Polignac Robert de Montesquiou-Fezensac Dr. Samuel Jean Pozzi - der Mann im roten Rock Julian Barnes nimmt diese Reise zum Anlaß, über das gesellschaftliche Leben der Zeit und das Verständnis von Kunst, insbesondere der Literatur zu schreiben. Denn der Graf de Montesquiou war Vorlage für ein Buch, den Roman „À Rebours“ von Joris-Karl Huysmans. Die dortige Hauptfigur namens Des Esseintes – ein Herzog – ist ein Dandy, Ästhet und Décadent. Dieses Buch wiederum verschenkt Lord Henry in Oskar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ an den jungen Protagonisten, und es verändert dessen Lebensführung nachhaltig. Lord Henry leugnet dies: Art has no influence on action. Auf den verschlungenen Pfaden von Kunst und Laster schreitet Barnes voran, durchwandert sein Gelände also kreuz und quer und besichtigt solchermaßen ein Zeitalter, breitet farbenprächtige Details aus und stellt vielfache Bezüge zu den literarischen und gesellschaftlichen Zeitgenossen seiner drei Protagonisten her. Mehr auf meinem Blog "Notizhefte" unter: https://notizhefte.com/2021/09/16/uneindeutigkeit-von-lebensstilen/

    Apr 24, 2023

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