The Reader (Oprah's Book Club)

The Reader (Oprah's Book Club)

Hardback
3.72626

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Description

Hailed for its coiled eroticism and the moral claims it makes upon the reader, this mesmerizing novel is a story of love and secrets, horror and compassion, unfolding against the haunted landscape of postwar Germany.

When he falls ill on his way home from school, fifteen-year-old Michael Berg is rescued by Hanna, a woman twice his age. In time she becomes his lover—then she inexplicably disappears. When Michael next sees her, he is a young law student, and she is on trial for a hideous crime. As he watches her refuse to defend her innocence, Michael gradually realizes that Hanna may be guarding a secret she considers more shameful than murder.

From the Trade Paperback edition.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
224
Price
8.39 €

Posts

296
All
3

Schräg, verwirrend, traurig (?)

Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist krank. Da dachte ich echt kurz, was ich mir da schon wieder für ein weirdes Buch rausgesucht habe🫣. Bis zum Gerichtsprozess und nach diesem zieht sich das ganze Buch etwas. Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Das Ende war irgnedwie unerwartend, hat mich jetzt aber auch nicht zu tiefst schockiert... War alles in allem "ok"😅

2

“When I see a woman of thirty-six now, I think she’s young. But when I see a boy of fifteen now, I know he’s a child.”

⭐ 2/5 🌶 Spice: 2/5 😭 Emotional Damage: 3/5 🖤 Atmosphere: heavy & uncomfortable Tropes: * Moral Grey Characters * Forbidden Relationship * Psychological Drama * Guilt & Responsibility * Coming of Age * Emotional Distance * Post-War Germany * Character Study Dieses Buch war für mich vor allem bedrückend. Nicht unbedingt schlecht geschrieben -überhaupt nicht- aber emotional hat es mich eher distanziert zurückgelassen. Ich verstehe komplett, warum das Buch literarisch so bekannt ist und warum es so oft analysiert wird. Die Themen Schuld, Verantwortung und moralische Grauzonen sind definitiv interessant. Teilweise hatte ich einfach das Gefühl, dieses Buch eher zu analysieren als wirklich zu fühlen.

5

Sehr guter und interessanter, sowie etwas nachdenklicher Roman. Die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss!

Unter dem Titel „Der Vorleser“ konnte ich mir erst nicht allzu viel vorstellen. Dieses Buch habe ich in drei Tagen gelesen, denn die Geschichte packte mich von Anfang an. Sie ist auch überhaupt nicht vorhersehbar und bleibt spannend bis zum Schluss. Allerdings ein trauriges Ende. Sowie etwas NS Aufarbeitung. Absolut empfehlenswert!

3

Eine Schullektüre

„Ich schlief nicht tief, sehnte mich nach ihr, träumte von ihr, meinte sie zu spüren, bis ich merkte, dass ich das Kissen oder die Decke hielt.“ Als Teenager erlebt Michael mit der 36-jährigen Hanna seine erste Liebe, macht mit ihr seine ersten erotischen Erfahrungen, verliebt sich. Als sie die Stadt verlässt, lässt sie ein Loch in ihm zurück, das ihn nur tiefer aushöhlt als er sie bei einem Prozess zur Aufarbeitung von Verbrechen aus der Nazi-Zeit. Die Anklage: Massenmord an Hunderten jüdischer Frauen. Bernhard Schlink erzählt die Geschichte einer beinahe kriminell wirkenden Liebesgeschichte. Die Handlung hatte sowohl eine verstörende als auch eine fesselnde Wirkung. Hannas Vergangenheit, ihre Beweggründe und Michaels emotionale Abhängigkeit zu der älteren Frau lassen Raum für Interpretation und offene Fragen zum Denken. Sind Michael und Hanna Symbole für Unschuld und Schuld in der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen oder soll die Geschichte vielleicht sogar die Handlung mancher KZ-Verbrecher rechtfertigen? Auch wenn ich mir „der Vorleser“ selbst niemals als Lektüre ausgesucht hätte, so war ich doch fasziniert. Weder positiv-überrascht noch enttäuscht. Schlichtweg fasziniert von Hannas und Michaels Geschichte, ihrer Beziehung und ihrer Vergangenheit. Ob ich das Buch weiterempfehlen würde, kann ich direkt nicht sagen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, lest es, bildet euch eine Meinung und spekuliert über das offene Ende.

Eine Schullektüre
3.5

Unangenehm interessant

Eine „Beziehung“ die es so nicht geben dürfte und ein erwachsen werden in Abhängigkeit. Gepaart mit einer Vergangenheit, in der Juden ums überleben kämpften und einer Zukunft, in der Menschen dafür bestraft werden. Die Geschichte und den Werdegang eines Menschen durch gewisse Ereignisse mitzuerleben, war unangenehm und trotzdem unfassbar interessant und wie ich finde, wichtig. Es brachte mich zum nachdenken. Sehr kurze Kapitel. Dünnes Buch. Und trotzdem ein Buch mit sehr viel Gewicht.

4

„Oft genug habe ich im Laufe meines Lebens getan, wofür ich mich nicht entschieden hatte und nicht getan, wofür ich mich entschieden hätte.“ Ein absolut schönes Buch. Die Geschichte von Hanna und Michael haben mich bereits zu Beginn in den Bann gezogen. Irgendwie hatte ihre Verbindung etwas besonderes und das hat man als Leser auch zu spüren bekommen. Die Erzählung wirkt gesamt sehr intim. Besonders den ersten Teil mochte ich sehr und ich hätte am liebsten noch mehr über ihre Beziehung erfahren. Zu Beginn des zweiten Teils war ich ein wenig verwirrt, da ich das Gefühl hatte, es gab einen großes zusammenhangslosen Umbruch, doch das hat sich mit der Zeit wieder eingespielt. Ich mag die kurzen Kapitel auch sehr. Insgesamt ein wirklich empfehlenswertes Buch.

4

Als Teenanger erlebt der Erzähler Michael mit der 36-jährigen Hanna seine erste Liebe. Jahre später sieht er sie wieder, im KZ-Prozess, angeklagt des Massenmordes an Hunderten jüdischer Frauen.

Der Roman lässt mich - wie auch das Buch zeitlich und thematisch unterteilt - dreiteilig urteilen, vorlesende Liebe Wertschätzend, Schuld in Ausschwitz erfahrend und brutal ehrlich mit Analphabetismus verbindend; der Plot hat auch mich in einem Rutsch durch das Buch gezogen.

4

Eine wirklich interessante Geschichte die ein heikles Thema (Liebesbeziehung zwischen einer älteren Frau und einem Minderjährigem) anspricht und wo es auch um Antialphabetismus und die Nachwirkungen der NS-Zeit geht. Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde mir auf jeden Fall auch den Film anschauen. :)

5

12/01/2024 📚 🕰️ ⚖️ 📝 👁️

das buch hat viel mit mir gemacht, es hat mich in situation versetzt in denen ich mit meinen gefühlen nicht umgehen konnte. ich finde das buch ist empfehlenswert, trotzdem sollte man sich gewissen punkten bewusst sein. dazu gehört z.b. dass viel psychische gewalt ausgeführt wird, was man vielleicht nicht direkt erwartet. als ich, vorallem den 1. teil las, spürte ich häufig ein unbehagen da obviously die umstände unnormal sind und ich mich zu 0,0% damit identifizieren konnte. ich habe mit menschen über diese geschichte kritisch gesprochen während ich es las, was mir persönlich sehr geholfen hat und mich noch besser mit dem buch beschäftigen lassen hat.

12/01/2024
📚 🕰️ ⚖️ 📝 👁️
5

Re-Read eines literarischen Meisterwerkes nach fast 30 Jahren

Sie ist älter als er, aufbrausend, geheimnisvoll und von Anfang an ist er fasziniert von ihr. Nach gemeinsamen Liebesstunden liest er ihr vor und irgendwann verliebt er sich. Dann verschwindet Hanna von einem Tag auf den anderen. Jahre später erst sieht er sie wieder - auf der Anklagebank … ‚Der Vorleser‘ habe ich ca. ein Jahr nach seinem Erscheinen mit 20 gelesen und es war natürlich ein Gegenstand intensiver Diskussion in meinem bibliothekarischen Umfeld. Einige Jahre später dann die Verfilmung mit einer unnachahmlichen Kate Winslet, merkwürdigerweise weit weniger moralisch als cineastisch diskutiert - vielleicht weil diese hervorragende Schauspielerin einen anderen Blick auf Hanna Schmitz erlaubte, wer weiß? Nun bin ich fast 50, mein 16jähriger Sohn brachte das Buch als Schullektüre nach Hause und wie könnte ich diese Gelegenheit entgehen lassen? Ein Re-Read musste her. Ich war sehr gespannt, welchen Blick ich heute auf diesen Roman und seine moralischen Fragestellungen haben würde. Zuerst: Der Michael aus Teil 1 kommt nun etwas besser weg als vor 30 Jahren. Damals war er mir einfach nur unsympathisch, ich fand ihn unreif und eingebildet. Heute sehe ich ihn tatsächlich mit einem etwas mütterlicheren Blick, er wirkte fast liebens- und beschützenswert auf mich - was nun aber vermutlich nicht sehr überraschend ist. Der restliche Michael aus Teil 2 und 3 allerdings - er nervt mich immer noch. Für mich ist das einfach ein larmoyanter Jammerlappen der nur ja keine Position beziehen will und sich sehr in der Rolle des Opfers gefällt. Aber ehrlich - es geht ja eigentlich auch nicht um ihn, sondern um Hanna. Sie lässt mich immer noch zwiegespalten zurück. Sie ist Täterin - selbstverständlich ist sie das, in mehrfacher Hinsicht. Aber ist sie auch ein Opfer? Wieviel tragen die Umstände zu ihrer Schuld bei, damit sie bei uns, der Leserschaft, abbitte leisten darf? Genug? Zu wenig? ‚Der Vorleser‘ ist kein ‚schönes‘ Buch. Es ist unbequem. Es kratzt. Es lässt sich nicht brav in ein moralisches Regal einsortieren. Und das macht es so wichtig – und, ja, auch so literarisch bedeutsam. Es ist nicht moralinsauer, nicht schablonenhaft – sondern voller Grautöne, voller Ambivalenz, voller Fragen, die sich nicht auflösen lassen. Und genau das braucht Literatur. Sie darf den Leser nicht immer nur bestätigen – sie darf und soll auch fordern.

4

"Ich habe... ich meine... Was hätten Sie denn gemacht?

4

Der Vorleser

Ich habe ganz etwas anderes erwartet. Dieses Buch handelt von Verlangen, Liebe, Abhängigkeit, Schuld, Scham und Geheimnissen. Es lädt zum Nachdenken ein.

4

,,Aber das Handeln vollzieht nicht einfach, was davor gedacht und entschieden wurde."

Das Buch hat mich wirklich gefesselt! Mir persönlich hat der Schreibstil sehr gefallen, wodurch es angenehm zu lesen war. Die Beziehung zwischen Michael und Hanna sehe ich zu Beginn aufgrund des Altersunterschieds und der Verhaltensweise zwischen den beiden problematisch. Schön fand ich, wie verschiedene Themen aufgegriffen wurden, wie zum Beispiel der Analphabetismus. Den Roman kann man innerhalb kurzer Zeit lesen und regt zum Nachdenken an. Ich würde ihn weiterempfehlen :)

5

Liebe - Schweigen - Verschweigen - Scham - Entsetzen - Schuld - Jeweils entlang zweier Biografien und auch entlang der Geschichte einer Nation inmitten der Aufarbeitung des Unfassbaren

Zum 1. Mal las ich dieses Buch als Schullektüre - ich war so alt wie Protagonist Michael als er der Protagonistin Hanna zum ersten Mal begegnete. Nun habe ich das Buch, an das ich in all den Jahren immer wieder denken musste, erneut gelesen und bin nun so alt wie Hanna als sie Michael das 1. Mal begegnete. Natürlich fallen mir dieses Mal ganz andere Aspekte an der Geschichte auf. Für mich fällt beispielsweise deutlich mehr ins Gewicht, inwiefern sich Hanna gegenüber Michael schuldig macht. Ein Aspekt, der mir mit 15 Jahren, wo man sich noch unverwundbar und in der Lage, alles unabhängig entscheiden zu können, fühlt, nicht so wichtig vorkam. Ich erkenne bei diesem Re-Read viel deutlicher, welche Wunden auch Michael davonträgt. Die Grundthematik, die Schuld, die auch im Prozess verhandelt wird, beschäftigt mich seit eh und je und vor allem in diesen Tagen. Zuletzt bin ich mir nicht mehr so sicher, dass wir wirklich aus alledem gelernt haben, wirklich wachsam geworden sind, für schleichende und immer lauter werdende Entwicklungen, die den Nährboden dafür schaffen, dass undenkbare Gräueltaten aufgrund von bestehenden Hierarchien, kollektiven Feindbildern und persönlichen Zwängen - wie Hannas vor Scham verschwiegenes Geheimnis - Realität werden. Dieses Werk besticht dadurch, dass es keine einfache Antwort auf komplexe Fragen gibt. Aus diesem Grund beschäftigt, fordert und konfrontiert es mich mit mir selbst - auch nach 20 Jahren immer noch. Bernhard Schlink ist mittlerweile einer meiner geschätztesten Autoren.

4.5

Ein echter Klassiker malwieder

Ich bin malwieder, was ich bei Klassikern ja wirklich immer mache, absolut unvoreingenommen und ohne jegliche Information zum Inhalt, nur mit der Information das es ein Klassiker ist, an das Buch Ran gegangen. Das war wirklich die beste Entscheidung, denn es hat mich total unvorbereitet mega unterhalten können. Es wurden viele Themen behandelt die in so vielen Hinsichten überaus wichtig sind. Zum Thema: der ich erzähler trifft auf Hanna eine deutlich ältere Frau mit der sich auch schnell eine Liebesbeziehungen entwickelt, die dann aber in die Brüche geht. Und schließlich trifft er sie später in seinem Studium bei einer Gerichtsverhandlung wieder, bei der sie angeklagt wird. Ich bin in das Buch rein und muss sagen das mich die Liebesbeziehungen der beiden protas mehr als verstört hat und anfänglich nicht Recht wusste wo das Buch mit mir hin wollte, dann kamen wir zum zweiten Teil und erst da wurde wirklich klar was Hanna eigentlich für ein Mensch ist bzw war. Es geht viel um die Frage der Schuld und in wie fern wir Leute die wir mögen für schuldig empfinden können oder sollten. Um ehrlich zu sein geht es in dem Buch um sooooo viele Themen die alle an Aktualität und Bedeutsamkeit nicht verloren haben, das ich wirklich verstehen kann was an diesem Werk ein Klassiker ist. Das lesen ist gerade Mal eine kurze Zeit her und ich muss glaube erstmal eine Weile darüber nachdenken was ich da gelesen habe und was genau ich bereit bin zu empfinden. Es hat sehr viel mit mir gemacht!

5

Ein Muss für jeden. Poetisch, fesselnd, spannend und traurig.

Ich habe an diesem Buch alles geliebt. Es war nicht nur romantisch und spannend, sondern auch sehr nachdenklich und informativ geschrieben. Ich konnte mich von dem Buch gar nicht mehr losreißen. Der Schreibstil passt perfekt zur Handlung. Durch viele Faktoren wird man als Leser zum Nachdenken angeregt – so war es auch bei mir. Besonders die Liebesbeziehung zwischen einem 15-Jährigen und einer 36-Jährigen hat mich bei vielen Aspekten erneut zum Nachdenken gebracht. Auch Hannas Manipulation fand ich sehr interessant und bedrückend zugleich. Doch nicht nur die problematische Liebesbeziehung regt zum Reflektieren an, sondern auch die offenen Fragen, die sich der Protagonist stellt. Diese Fragen habe auch ich mir gestellt und bin dadurch noch tiefer in die Geschichte eingetaucht. Spannend fand ich außerdem die Geschichte von Margus. Die Tatsache, dass er kaum seine Familie und später auch kaum seine Tochter erwähnt, sagt viel über seine Kindheit aus – vor allem darüber, dass er durch seinen Vater selbst nie Liebe erfahren durfte. Egal, welchen Teil des Buches ich gelesen habe, ich war so tief in der Geschichte versunken, dass ich mich kaum davon lösen konnte. Das Ende war sehr traurig. Auch wenn ich persönlich im echten Leben manches anders gemacht hätte und für einiges kein Verständnis hatte, hat mir die Idee für das Ende trotzdem gut gefallen – auch wenn es nicht das war, was ich mir erhofft hatte. ⭐⭐⭐⭐⭐ (5 Sterne)

Ein Muss für jeden. Poetisch, fesselnd, spannend und traurig.
5

"Ich erfuhr Tag um Tag, dass ich die sündigen Gedanken nicht lassen konnte. Dann wollte ich auch die sündige Tat."

Was war das für ein fantastisches Buch? Nicht nur, dass es mehrere wichtige Themen beinhaltet und wahnsinnig spannend behandelt, sondern auch eine so emotionale und interessante Story beschreibt. Welch wundervolle Aneinanderreihung lieblicher Worte kamen meine Augen in den Genuss zu lesen. Ich schreie!

4

Eindringlich und faszinierend

Die Geschichte des jungen Michael Berg, der eine Liebesbeziehung mit der älteren Hanna Schmitz eingeht, entfaltet sich langsam zu einer Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit und dem Umgang der Nachkriegsgeneration mit dem Holocaust. Vor allem die Frage der Moral und der persönlichen Verantwortung werden vielschichtig thematisiert und regen zum Nachdenken an. Besonders mochte ich die emotionale Tiefe die das Buch hergibt.

3

Musste das lesen wegen der Schule. Naja es war am Anfang echt interessant, aber ab dem Zeiten Teil hat es mich nicht mehr wirklich angesprochen. 🤷🏻‍♀️

3.5

Eine Interessante und kontroverse Geschichte

Eigentlich eine interessante Geschichte mit wichtigen Themen und Moral…Fand sie an sich spannend und anfangs auch irgendwie leicht verstörend aber irgendwie zog es sich dann doch zwischendurch… bis dann noch ein Überraschendes Ende kam….

Eine Interessante und kontroverse Geschichte
4

4/5 Im Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink geht es um eine intime Liebesbeziehung zwischen dem fünfzehnjährigen Michael und der sechsunddreißigjährigen Hanna. Der Roman behandelt vor allem Themen wie Schuld, Verantwortung und die Problematik, moralische Urteile über vergangene Generationen zu fällen. Das zentrale Thema ist die Aufarbeitung der NS-Zeit. Schlink lädt den Leser dazu ein, sich mit der Frage zu beschäftigen, ob man die Taten jener Zeit verstehen kann, ohne sie zu verzeihen. Für mich persönlich ein toller Roman. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Buch so gut gefallen wird, aber jetzt verstehe ich warum es ein internationaler Bestseller wurde. Der Schreibstil ist sachlich und nüchtern, und dennoch voller Emotionen und Poesie.

4.5

Fesselnd und doch unangenehm und traurig!

Ein Reread nach vielen Jahren - und obwohl ich die Geschichte kannte wurde sie mir unangenehm, aber auf eine Art und Weise, die mich weiterlesen ließ. Die Beziehung zwischen einer erwachsenen Frau und einem minderjährigen Kind, die tiefe Spuren in beider Leben hinterlässt. Doch diese Beziehung allein als Thematik würde Bernhard schlink für seine Leser nicht genügen. Nein, die groteske Beziehung als Fundament erlaubt zudem einen Einblick in eine Zeit, die immense Auswirkungen auf die Geschichte und Gesellschaft hat und auch welche Schwierigkeiten Menschen mit analphabetismus ausgesetzt sind. Bernhard Schlink schafft es den Leser zu fesseln und am Ende sogar traurig verstimmt zu hinterlassen!

Fesselnd und doch unangenehm und traurig!
4

Kurzweilige Geschichte mit tollem Schreibstil. Die Beziehung am Anfang ist leicht befremdlich, aber alles was folgt ist sehr stark und bewegend. Kurze Kapitel.

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3.5

Ich habe dieses Buch gelesen, weil mein 17 jähriger Sohn es dieses Schuljahr in der Schule lesen wird. Eine ziemlich heftige, traurige und erschütternde Geschichte, in der zumindest drei wirklich schwierige Themen behandelt werden, die Liebesbeziehung eines 15 jährigen zu einer wesentlich älteren Frau, Analphabetismus und der schwierige Umgang mit der Schuld der Täter der NS Zeit. Insgesamt lesenswert , ich bin gespannt, was mein Sohn sagen wird…

4

Das Buch musste ich vor mehr als 10 Jahren in der Schule lesen. Ob es mir damals gefiel, weiß ich nicht mehr. Vermutlich nicht. Ich habe es trotzdem behalten und nun wollte ich entscheiden, ob es in meinem Bücherschrank bleiben darf oder nicht. Es darf. Das Buch beschreibt eine Liebesgeschichte, die von großem Altersunterschied und Machtgefälle handelt. Es beschreibt eine tragische Lebensgeschichte, die vor der NS-Zeit begann und danach endete. Mitreißend und emotional. Die Verwirrung des lyrischen Ich durchlebt man beim Lesen des Buches. Die Sprache ist anspruchsvoll und manche Sätze musste ich mehrmals lesen, um sie vollends zu begreifen. Wenn man auf lyrische Literatur und die oben genannten Themen steht, ist das Buch auf jeden Fall lesenswert.

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5

Ich habe dieses Buch schon mehrmals gelesen.. erst als "Pflichtlektüre" in der Schule und später noch mindestens zwei Mal.. immer wieder entdecke ich neue Aspekte und immer wieder überlege ich wie ich selber zu den Themen in dem Buch stehe .. es fängt an bei dem Thema das ein jüngerer Mann ein Verhältnis mit einer bedeutend älteren Frau hat und geht weiter mit Themen Krieg (zweiter Weltkrieg), Schuld und Vergebung .. in diesem Buch steckt für mich so viel drin.. vorallem auch das unser Rechtssystem nicht immer die Frage eindeutig beantworten kann wer hat wie viel Schuld woran .. und wie können wir damit umgehen heute ... Ich werde es sicher wieder lesen..

4

aaaa

Es war echt mega. Ich musste das Buch tatsächlich für die Schule lesen, was meistens eher ein Abturn ist. Jedoch hat dieses Buch das Gegenteil bewiesen. Es war sooo gut zu lesen und auch die teils komplexen Zeitsprünge haben die Geschichte erst so lebendig und gut gemacht. Ich hab das Erzählverhalten, die Beschreibungen seeehr gemocht!!

5

Nach langem endlich erneut gelesen!

Seit dem ersten Lesen damals in der Schule ist "Der Vorleser" für mich ein absolutes Herzens-Buch. Einfach eine riesen große Empfehlung, ohne lange Reden zu schwingen!

3

Ich mochte die Weise des Erzählers

5

Große Klasse.

Eine Geschichte, die bei genauerem Blick verboten gehört. Aber, das Buch zeigt spannende Einblicke in die NS-Zeit und einer Frau, die gegen Analphabetismus kämpft und am Ende mit erhobene m Haupt steht. (Auch der Film ist großartig)

5

⭐⭐⭐⭐⭐ Eine eindringliche und tief bewegende Geschichte

Der Vorleser von Bernhard Schlink ist ein Roman, der lange nachhallt. Die Geschichte von Michael und Hanna berührt nicht nur durch ihre ungewöhnliche Liebesbeziehung, sondern vor allem durch die moralischen Fragen, die sie aufwirft. Schlink schafft es, persönliche Gefühle mit der deutschen Nachkriegsgeschichte und der Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung zu verbinden. Besonders beeindruckend ist die ruhige, klare Sprache, mit der schwere Themen wie Scham, Schuld und Mitverantwortung erzählt werden. Die Figuren wirken vielschichtig und menschlich – man wird als Leser:in immer wieder dazu gezwungen, die eigenen Maßstäbe zu hinterfragen. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch so stark. Der Vorleser ist kein leichtes Buch, aber ein sehr wichtiges. Es regt zum Nachdenken an, bleibt im Kopf und im Herzen und zeigt, wie komplex Vergangenheit und Moral sein können. Ein Roman, den man nicht einfach „durchliest“, sondern erlebt. ⭐ Absolute Leseempfehlung – zeitlos, klug und tiefgründig.

4

Ein Wechselbad der … Gefühle, Genres?

Ich habe das Buch damals als Schullektüre lesen (müssen). Diesmal habe ich es freiwillig getan und es war eine gute Entscheidung. Ich kann nicht genau sagen, was mich an dem Buch fasziniert. Die Sprache ist an manchen Stellen schwierig und ich musste mir Zeit nehmen - in der Regel wurde das aber mit einer sehr bildlichen Vorstellung belohnt. Das Thema des Buches ist ein sehr ernstes, gerade in der heutigen Zeit. Die Frage nach Schuld, Scham und Erinnerung werden immer wieder aufgeworfen. Was mir persönlich aufgefallen ist, ist der mehr oder wenige plötzliche Umschwung von Liebesroman zu Geschichts- und Gerichtsdokumentation. Man merkt, wie die Stimmung immer ernster und auch trauriger wird. Insgesamt ein tolles Buch, auch wenn es stellenweise, für meine vielleicht noch etwas ungeübten oder zu eiligen Augen, etwas schwer zu lesen ist.

Ein Wechselbad der … Gefühle, Genres?
5

Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ ist ein tiefgründiges und bewegendes Werk, das sich mit den Themen Liebe, Schuld, Verantwortung und Vergangenheitsbewältigung auseinandersetzt. Die Geschichte spielt in der Nachkriegszeit und erzählt von einer ungewöhnlichen Beziehung, die die Leben der beiden Hauptfiguren nachhaltig prägt. Mit einer klaren und zugleich poetischen Sprache führt der Autor die Leser*innen durch eine Handlung, die auf verschiedenen Ebenen berührt: von einer intimen, persönlichen Geschichte bis hin zu einer universellen Reflexion über Moral und menschliches Verhalten. Dieses Buch hat mich unglaublich berührt und fasziniert. Die Art, wie Bernhard Schlink die komplexen Emotionen und moralischen Dilemmata der Charaktere schildert, hat mich völlig in den Bann gezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt. Es hat mich oft überrascht, nicht nur durch die Wendungen in der Handlung, sondern auch durch die Tiefe der Themen, die es anspricht.Ich habe so sehr mit den Figuren mitgefühlt – ihre inneren Konflikte, ihre Entscheidungen und ihre unausweichlichen Konsequenzen. Die Geschichte hat mich dazu gebracht, über Fragen von Schuld, Vergebung und Verantwortung nachzudenken, und sie hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich finde, dass „Der Vorleser“ ein Buch ist, das jeder gelesen haben sollte. Es ist nicht nur literarisch herausragend, sondern auch von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung. Es regt dazu an, über die Vergangenheit nachzudenken und über die Lektionen, die wir daraus lernen müssen. Dieses Buch ist ein Meisterwerk, das unbedingt gelesen werden sollte.

4

Ich habe nen Momemt gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Denn eine fast 40 jährige und ein 15 jähriger? Bah. Da fand ich die Geschichte auch ein bisschen langweilig zu Beginn. Doch dann nahm die Geschichte an Fahrt auf und mit dem Plottwist habe ich definitiv nicht gerechnet. Ab da fand ich die Geschichte spannender. Den Schreibstil mochte ich sowieso von Anfang an und die Figuren sind auch spannend. Ein Klassiker, den es sich zu lesen lohnt.

4.5

Ein zeitloser historischer Roman

In diesem Buch geht es in unglaublich eindrücklicher und einfühlsamer Weise um Fragen rechtlicher und moralischer Schuld im Zusammenhang einer verbotenen Liebe und den Verbrechen der NS-Zeit. Es regt sehr zum Nachdenken an, indem es viele Fragen, denen sich der Protagonist zu stellen hat, offen lässt: Für welche Taten trage ich Verantwortung und Schuld? Wann ist Scham gerechtfertigt? Lässt sich Schuld verstehen und zugleich verurteilen? Und wie gehen wir am besten mit Schuldgefühlen um, wenn sie uns immer wieder einholen? Das alles zu vereinen gelingt Schlink in einer angenehmen Buchlänge und in vielen einprägsamen Sätzen, die mich sehr berührt haben und die Geschichte für mich authentisch gemacht haben. "Der Vorleser" ist ein sehr lesenswerter und lehrreicher Klassiker, bei dem mehr zwischen den Zeilen steckt, als man zunächst denkt.

2

Ein Klassiker den man aber nicht gelesen haben muss

Das Buch befasst sich mit umstrittenen und wichtigen Themen. Unter anderem die skurrile Beziehung des 15 jährigen Vorlesers zur 36 jährigen Hanna. Des Weiteren wird der Holocaust im zweiten Teil thematisiert. Der Wendepunkt der Lektüre hat mich aber weder überrascht noch emotional mitgenommen.

5

Am Anfang dachte ich, ja es ist nur eine langweilige Schullektüre, aber das Buch hat mich super bewegt und man konnte sich gut rein versetzen

4

Wieder ein leises Buch, das sich in die Erinnerung gräbt.

Michael Berg, 15 Jahre alt, ist krank und übergibt sich auf dem Heimweg nach der Schule vor einem Haus in der Nachbarschaft. Eine Bewohnerin hilft ihm und bring ihn nach Hause. Einige Monate später, als Michael sich von der Gelbsucht erholt hat, geht er mit einem Blumenstrauß zu ihr, um sich für ihre Hilfe zu bedanken. Und verfällt dieser geheimnisvollen Frau mit Haut und Haar. Doch wer ist sie? Warum lässt sie sich von ihrem 20 Jahre jüngeren Liebhaber Geschichten vorlesen? Bevor er ihr Geheimnis lüften kann, ist sie verschwunden. Und als er endlich über sie hinweg gekommen ist, sieht er sie plötzlich wieder. In einem Gerichtssaal in einem Progress, in dem sie als KZ-Aufseherin angeklagt ist. Ein typisches Bernhard Schlink-Buch, ruhig, getragen, plätschert es langsam vor sich hin und entfaltet so nach und nach seinen Reiz. Es wirft Fragen auf, die nur schwer zu beantworten sind. Zwei Leben, zwei Welten, zwei Schicksale und keiner, der gewinnt. Tolles, mitreißendes Buch!

4.5

⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Sterne

Sie ist geheimnisvoll, viel älter als er, und wird zu seiner ersten großen Leidenschaft. Doch sie hütet ein verzweifeltes Geheimnis. Eines Tages verschwindet sie spurlos. Erst Jahre später begegnen sie sich wieder. Diese Geschichte ist fast wie ein Krimi – eine Erkundung einer ungewöhnlichen Liebe und einer bedrückenden Vergangenheit. Das war mein viertes Buch in meiner “7 books in 7 days”- Challenge und ich glaube, ich habe bei keinem Buch zuvor so viele gemischte Gefühle gehabt. Anfangs war ich ehrlich gesagt abgestoßen, weil der Altersunterschied zwischen dem Protagonisten und der Frau echt heftig ist. Ich dachte nur: Das kann doch nicht wahr sein! 😮‍💨 Aber als sie dann verschwand, begann die Geschichte, mich zu fesseln. Auf alles, was danach folgte, war ich überhaupt nicht vorbereitet. Ich war schockiert und aufgewühlt. Und plötzlich wurde ich beim Ende total emotional, ohne genau zu wissen, warum. Diejenigen von euch, die das Buch gelesen haben, wissen wahrscheinlich, was ich meine. Warum sollte man da emotional reagieren? Aber es ist passiert! Ging es jemandem genauso? Überraschenderweise kann ich das Buch wirklich empfehlen, und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Bernhard Schlink gewesen sein ☺️

⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Sterne
4

Sollte man gelesen haben? Hmm ich denke ja ☺️

Am Anfang verstörend irgendwie die Beziehung der beiden… missbräuchlich fast… und doch hofft man irgendwie auf einen guten Ausgang der Geschichte… Sollte man das Buch gelesen haben? Ich denke ja… Allerdings muss ich das Buch erst noch ein wenig sacken lassen und mir noch Gedanken machen… Zeit verschwendet man auf alle Fälle nicht mit dem Buch! ☺️ Und, da nah am Wasser gebaut, wurden teils auch ein paar Tränchen verdrückt…

5

Interessant, tiefgehend und kontrovers

Ich habe das Buch zuletzt vor 8-9 Jahren im Deutschunterricht gelesen und wollte einfach mal schauen, wie ich heute darüber denke. Es war gar nicht so wie ich es in Erinnerung hatte. Natürlich war der Schreibstil schwerer als in „normalen“ Romanen / Erzählungen, aber dennoch war das Buch „leicht“ lesbar (habe es innerhalb von 3h durch gehabt). Der Inhalt war krass. Die Beziehung Hanna / Michael (kontrovers, manipulativ, innig,…) & die Holocaust-Zeit haben mich sehr berührt. In meinen Augen muss man das Buch einfach gelesen haben. Es hah mich sehr zum nachdenken gebracht

4

Hanna

In "Der Vorleser" erzählt Bernhard Schlink von der leidenschaftlichen Affäre zwischen dem jungen Michael Berg und der geheimnisvollen Hanna Schmitz. Ihre Beziehung wird von Intimität geprägt, doch als Hannas dunkle Vergangenheit ans Licht kommt, gerät Michaels Leben aus den Fugen. Der Roman thematisiert Schuld und Verantwortung und regt zum Nachdenken an. Schlink schafft es, komplexe Fragen auf fesselnde Weise zu präsentieren. Ein bewegendes Werk, das lange nachhallt und zum Lesen einlädt.

2

Ich habe es in der 11. Im Abi gelesen und fand es einfach nur sehr verwerflich, was die Dame mit dem Jungen angestellt hat. Der ist danach einfach auch so emotional abhängig von ihr, dass es anstrengend ist, dieses toxische Situation auf Krampf weiter zu lesen…

3.5

Das beste Schulbuch bis her!

Der Vorleser war bis jetzt das beste Buch was die Schule her gegeben hat. Auch wenn ich vorher wusste was passiert war es sehr interessant und ich war von der Geschichte sehr berührt, wie mit den Themen umgegangen wurde. Sehr empfehlenswert! (Ps: das Buch ist besser als der Film)

3.5

Kurze, kraftvoll intensive Geschichte über zwei Menschen, die besser einfach mal offen miteinander geredet hätten

Ein schönes Drama, leicht und schnell zu lesen, regt es doch manchmal, aber nicht zu oft zum nachdenken an. Wie bei so vielem im Leben, hätte vieles vermieden werden können, wenn man einfach mal ordentlich miteinander gesprochen hätte. aber naja, dann hätte die Geschichte als solches nicht funktioniert. Ich kann den Roman dennoch empfehlen und bin gespannt, ob ich darüber die nächsten Tage nochmal ab und zu nachdenken werde

4.5

Ein sehr gutes und berührendes Buch, fesselnd und mitreißend.

5

Dieses Buch, das 1995 erstmals in Deutschland erschienen ist, ist bereits bei vielen bekannt und beliebt. Durch den gleichnamigen Film erhielt das Buch 2009 noch mehr aufsehen. Ich entschied mich aber dafür, das Buch erst 25 Jahre später in die Hand zu nehmen und zu lesen. Ich frage mich aber die ganz Zeit, wieso ich es nicht schon früher gelesen habe. Es hat mich beeindruckt, fasziniert, mitgerissen, geblendet - Ich war einfach Hin und Weg. Bernhard Schlink schreibt einfach und präzise, aber mit einer solchen Wortgewalt, dass es mitten in mein Herz ging. Hattet ihr schon einmal Gänsehaut beim Lesen? Ich jetzt schon! Aber nicht unbedingt, weil mich die Liebesgeschichte von Hannah und Michael so beeindruckt hat, dies zwar auch, aber inbesondere wegen der herausragenden Sprache, Wortwahl und Wortspiele. Ich liebe dieses Buch alleine schon deswegen. Vom Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, denn der Klappentext verrät meiner Meinung nach schon mehr als genug. Beim Lesen merkt man aber recht schnell, dass sich das Buch in drei inhaltliche Teile trennen lässt. Im ersten Teil wird die Liebesgeschichte von Hanna und Michael vertieft und erläutert. Man bekommt tiefe Einblicke, besonders in die Gedanken und Gefühle vom Hauptprotagonisten und Erzähler Michael Berg. Für mich wirkte die Beziehung unmoralisch und vor allem toxisch. Nichtsdestotrotz konnte man die Gefühle nicht besser rüber bringen, als es Schlink getan hat. Ich habe jedes einzelne Wort fühlen und miterleben können. Man verabscheut die weibliche Protagonistin, versteht aber trotzdem wieso Michael sie liebt. Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung von Michael. Er ist von einem 15 Jährigen "Jungchen" in nur wenigen Jahren zu einem sehr selbstsicheren, zwar auch kalten, aber dennoch starken Jungen herangewachsen. Ich bewunderte ihn sehr. Nach all den Jahren hing seine Liebe und seine Gedanken trotzdem noch bei Hanna. Der zweite Teil beschreibt den Prozess Hannas vor Gericht und spielte fast ausschließlich im Gerichtsgebäude. Man bemerkt hier ganz deutlich Bernhard Schlinks Begeisterung und Fähigkeit zur Rechtswissenschaft. Er selbst war Jurist. Immer wieder warf er die Frage rein, was denn Recht überhaupt sei. "Was ist Recht? Was im Buch steht oder was in der Gesellschaft tatsächlich durchgesetzt und befolgt wird? Oder ist Recht, was, ob es im Buch steht oder nicht, durchgesetzt und befolgt werden müsste, wenn alles mit rechten Dingen zuginge?" (S.86) Es gab einige Rückblende in die NS-Zeit und schnell wurde mir dabei deutlich, dass das Buch eine unglaublich hohe Wichtigkeit hat. Es ging immer wieder um die Frage nach der Moral und des Rechts, um Hanna und um Michael, der sich nie genau sicher war, was er glaubte. Die Spannungskurve ging nach diesem Teil signifikant nach oben und fand meiner Meinung nach ihren Höhepunkt als Hannas Geheimnis offenbart wurde. Die Ambivalenz des Begriffs "Vorleser" wurde mir dadurch umso deutlicher. Der dritte Teil handelte von Michael nach dem Urteilsspruch für Hanna. Es wird in einer Rückschau erzähl, was nach all den Jahren mit Hanna und Michael passiert ist. Ich war geschockt, überrascht und irgendwie auch total in einem historischen Bann. Dieses Werk ist für mich ein Meisterwerk! Es behandelt wichtige und besorgniserregende Themen, es ist unglaublich deutlich und verständlich geschrieben, es geht um Schuld, Moral und Recht, um die Zeit vor und nach dem Nationalsozialismus aus der Sicht eines einfachen jungen Mannes. Dieses Buch sollte gelesen werden, es sollte im Unterricht analysiert werden, es sollte verbreitet werden. Für mich momentan mein liebster Klassiker!

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Ein fesselndes Buch über Liebe, Schuld und Verantwortung

"Der Vorleser" von Bernhard Schlink hat mich tief beeindruckt. Die Geschichte um die Beziehung zwischen dem jungen Michael und der geheimnisvollen Hanna ist fesselnd und regt zum Nachdenken an. Schlink beleuchtet dabei nicht nur die persönliche Ebene, sondern auch die historische Dimension der Nachkriegszeit in Deutschland. Besonders gelungen fand ich die Entwicklung der Charaktere und die authentische Darstellung ihrer inneren Konflikte. Der Schreibstil ist klar und präzise, was das Lesen angenehm macht. Allerdings gab es Passagen, die sich etwas in die Länge zogen und meinen Lesefluss leicht beeinträchtigten. Insgesamt ist "Der Vorleser" ein lesenswertes Buch, das wichtige Themen anspricht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für tiefgründige Literatur interessiert.

Ein fesselndes Buch über Liebe, Schuld und Verantwortung
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„Auch der Henker hasst denjenigen den er hinrichtet nicht und richtet ihn doch hin.“

Puh schwierige Kost, eine Beziehung zu einem minderjährigen Jungen und eine Beziehungsdynamik zwischen ihm und der älteren Frau schreit ganz laut und ganz viel nach „Nein!“ und „Toxisch!“ und gleichzeitig ist dieses Buch so gut geschrieben! Mir gefällt es so gut die Gedanken und Gefühle des Autors zu durchleben und seine Beziehung und auch teilweise seine Selbstaufgabe die er dabei empfindet nachzuvollziehen. Und gleichzeitig ist dort Hanna, älter, härter, vom Leben gezeichnet, zu stolz und wütend. Ich möchte nicht viel erzählen nur, dass sich diese beiden Menschen mehr als einmal im Leben begegnen - und kein mal glücklich werden.

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