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"Sonnyboy und zorniges Mädchen" "Wir sollten über unsere Abenteuer einen Comic schreiben."
In Faking it treffen wir wieder auf Cade, der nach seinem Abschluss in Texas in Philadelphia versucht Fuß zu fassen und Bliss zu vergessen. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, da sie die einzige neben Garrick und seinem Nachbarn Milo ist, die er in Philadelphia kennt. Gerade als er beschließt auf Abstand zu gehen und sich ein "eigenes Leben" zu suchen, trifft ihn die Schicksalskeule in Form von Max. Max ist das ganze Gegenteil von Cade. Während er den netten Sunnyboy von nebenan verkörpert, ist sie das blühende Leben. Knallrote Haare, Tattoos auf jedem freien Stück Haut und mit einem Hang, schlechte Entscheidungen in Sachen Männer zu treffen. Dass ihr Cade gerade zu dem Zeitpunkt über den Weg läuft, an dem ihre erzkonservativen Eltern sie überraschend besuchen kommen, um mit ihrem neuen Freund Thanksgiving zu feiern, scheint ein Wink des Himmels zu sein. Aber niemand hätte damit gerechnet, dass ihre dunkle Seite mit seinem hellen Strahlen so herrlich im Einklang sein könnte. Das Buch ist diesmal aus beiden Sichten geschrieben, was es noch herrlicher macht, die Entwicklung der beiden zu verfolgen. Und wie es in den Köpfen von Cade und Max aussieht, ist stellenweise sehr deprimierend. Max scheint nach außen hin stark und unbezwingbar, erlaubt sich aber kein bisschen Glück, außer auf der Bühne. Sie trägt ein ziemlich großes Päckchen mit sich herum und redet sich ein, dass sie ihr Leben voll im Griff hat - sich nicht mehr von gesellschaftlichen Konventionen und den Regeln ihrer konservativen Eltern kontrollieren lässt. Eigentlich läuft sie aber nur vor allem, was gut für sie sein könnte, davon, weil sie Angst hat, es kaputt zu machen. Cade hingegen macht einen dauerhaft traurigen Eindruck. Er ist das Sinnbild des süßen Typen, der einfach nie eine Frau abzukriegen scheint, weil er einfach zu nett für diese Welt ist. Nachdem ich ihn besser kennengelernt habe, habe ich sogar Bliss aus Band 1 ein bisschen verteufelt. Die zwei haben ein ganz schönes Stück Arbeit vor sich, um schlussendlich zu einem Happy End zu finden. Und es ist erstaunlich, wie die Autorin dieses Kunststück herbeigeführt hat, zwischendurch sah es nämlich nur allzu hoffnungslos aus. Der Schreibstil von Cora Carmack zieht einen sofort in seinen Bann. Auch in Band zwei fehlt mir ein wenig das detailreiche Worldbuilding, aber es ist schon ausgeprägter als im ersten Teil Losing it. Ich musste zu Beginn auch sehr oft lachen und konnte mich sehr gut in die flippige Protagonistin hineinversetzen. Der trockene Humor zog sich aber auch durch das ganze Buch und sorgte immer wieder für ein Lächeln. Es ist keine epische Lovestory, aber durchaus eine, die man gern liest, denn hier wird man wieder daran erinnert, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Manchmal muss man auch dafür kämpfen, um hinter die Fassade zu blicken und das Schöne zu erkennen.
Jun 12, 2024
"Sonnyboy und zorniges Mädchen" "Wir sollten über unsere Abenteuer einen Comic schreiben."
In Faking it treffen wir wieder auf Cade, der nach seinem Abschluss in Texas in Philadelphia versucht Fuß zu fassen und Bliss zu vergessen. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, da sie die einzige neben Garrick und seinem Nachbarn Milo ist, die er in Philadelphia kennt. Gerade als er beschließt auf Abstand zu gehen und sich ein "eigenes Leben" zu suchen, trifft ihn die Schicksalskeule in Form von Max. Max ist das ganze Gegenteil von Cade. Während er den netten Sunnyboy von nebenan verkörpert, ist sie das blühende Leben. Knallrote Haare, Tattoos auf jedem freien Stück Haut und mit einem Hang, schlechte Entscheidungen in Sachen Männer zu treffen. Dass ihr Cade gerade zu dem Zeitpunkt über den Weg läuft, an dem ihre erzkonservativen Eltern sie überraschend besuchen kommen, um mit ihrem neuen Freund Thanksgiving zu feiern, scheint ein Wink des Himmels zu sein. Aber niemand hätte damit gerechnet, dass ihre dunkle Seite mit seinem hellen Strahlen so herrlich im Einklang sein könnte. Das Buch ist diesmal aus beiden Sichten geschrieben, was es noch herrlicher macht, die Entwicklung der beiden zu verfolgen. Und wie es in den Köpfen von Cade und Max aussieht, ist stellenweise sehr deprimierend. Max scheint nach außen hin stark und unbezwingbar, erlaubt sich aber kein bisschen Glück, außer auf der Bühne. Sie trägt ein ziemlich großes Päckchen mit sich herum und redet sich ein, dass sie ihr Leben voll im Griff hat - sich nicht mehr von gesellschaftlichen Konventionen und den Regeln ihrer konservativen Eltern kontrollieren lässt. Eigentlich läuft sie aber nur vor allem, was gut für sie sein könnte, davon, weil sie Angst hat, es kaputt zu machen. Cade hingegen macht einen dauerhaft traurigen Eindruck. Er ist das Sinnbild des süßen Typen, der einfach nie eine Frau abzukriegen scheint, weil er einfach zu nett für diese Welt ist. Nachdem ich ihn besser kennengelernt habe, habe ich sogar Bliss aus Band 1 ein bisschen verteufelt. Die zwei haben ein ganz schönes Stück Arbeit vor sich, um schlussendlich zu einem Happy End zu finden. Und es ist erstaunlich, wie die Autorin dieses Kunststück herbeigeführt hat, zwischendurch sah es nämlich nur allzu hoffnungslos aus. Der Schreibstil von Cora Carmack zieht einen sofort in seinen Bann. Auch in Band zwei fehlt mir ein wenig das detailreiche Worldbuilding, aber es ist schon ausgeprägter als im ersten Teil Losing it. Ich musste zu Beginn auch sehr oft lachen und konnte mich sehr gut in die flippige Protagonistin hineinversetzen. Der trockene Humor zog sich aber auch durch das ganze Buch und sorgte immer wieder für ein Lächeln. Es ist keine epische Lovestory, aber durchaus eine, die man gern liest, denn hier wird man wieder daran erinnert, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Manchmal muss man auch dafür kämpfen, um hinter die Fassade zu blicken und das Schöne zu erkennen.
Jun 12, 2024






