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"Wir waren dem Untergang geweiht, sie und ich."
Wenn man mich fragt, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, das sich wie ein langes, atmosphärisches Gedicht anfühlt, dann ist meine Antwort ab jetzt: Wild Reference. Rebecca Ross hat hier etwas geschaffen, das weit über das typische Fantasy-Genre hinausgeht. Es ist eine Liebesgeschichte an die Welt der Mythologie, eingebettet in eine Welt, die so lebendig und greifbar wirkt, dass man das Rauschen des Wassers förmlich hören kann. Ich verstehe die Stimmen, die sagen, das Buch sei „langsam“ oder man hätte Seiten sparen können. Aber für mich? Für mich war genau das der Zauber. Ross nimmt sich Zeit. Jedes Wort sitzt, jede Naturbeschreibung baut eine Atmosphäre auf, die mich vollkommen verschluckt hat. Ich hatte beim Lesen regelrecht Angst davor, dass die Seiten weniger werden und die Geschichte irgendwann zu Ende geht. Es ist ein Buch zum Innehalten, nicht zum Durchhetzen. Das absolute Herzstück ist die Verbindung zwischen dem sterblichen Protagonisten Vincent und der Göttin Matilda. Hier entstand eine Bindung, die sich durch die Welt und die gemeinsamen Prüfungen webt. Wir haben eine Protagonistin, die vor Stärke nur so strotzt, und einen männlichen Part, der einfach nur toll ausgearbeitet ist – fernab von toxischen Klischees. Wenn ich einen Kritikpunkt suchen müsste (der zu dem halben Stern Abzug führt), dann sind es die Kriegsszenarien. Ich verstehe rational, warum sie Teil der Handlung sein müssen – schließlich steht viel auf dem Spiel –, aber in dieser poetischen, fast schon ätherischen Welt brauche ich persönlich das Gemetzel nicht unbedingt. Mein Fokus lag so sehr auf der Magie und den Gefühlen. Wer bereit ist, sich auf den langsamen, fast schon göttlichen Rhythmus von Rebecca Ross einzulassen, wird mit einem Jahreshighlight belohnt. Ein absolut empfehlenswertes Leseerlebnis! "Ich wollte mich gegen meine Gefühle wehren, die wie Moos über mich hinweg wuchsen. Doch ich ergab mich ihnen. Und fragte mich, wie es sein konnte, dass mein Herz etwas vermisste, dass ich nie erlebt hatte." (S. 131)

Apr 16, 2026
"Wir waren dem Untergang geweiht, sie und ich."
Wenn man mich fragt, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, das sich wie ein langes, atmosphärisches Gedicht anfühlt, dann ist meine Antwort ab jetzt: Wild Reference. Rebecca Ross hat hier etwas geschaffen, das weit über das typische Fantasy-Genre hinausgeht. Es ist eine Liebesgeschichte an die Welt der Mythologie, eingebettet in eine Welt, die so lebendig und greifbar wirkt, dass man das Rauschen des Wassers förmlich hören kann. Ich verstehe die Stimmen, die sagen, das Buch sei „langsam“ oder man hätte Seiten sparen können. Aber für mich? Für mich war genau das der Zauber. Ross nimmt sich Zeit. Jedes Wort sitzt, jede Naturbeschreibung baut eine Atmosphäre auf, die mich vollkommen verschluckt hat. Ich hatte beim Lesen regelrecht Angst davor, dass die Seiten weniger werden und die Geschichte irgendwann zu Ende geht. Es ist ein Buch zum Innehalten, nicht zum Durchhetzen. Das absolute Herzstück ist die Verbindung zwischen dem sterblichen Protagonisten Vincent und der Göttin Matilda. Hier entstand eine Bindung, die sich durch die Welt und die gemeinsamen Prüfungen webt. Wir haben eine Protagonistin, die vor Stärke nur so strotzt, und einen männlichen Part, der einfach nur toll ausgearbeitet ist – fernab von toxischen Klischees. Wenn ich einen Kritikpunkt suchen müsste (der zu dem halben Stern Abzug führt), dann sind es die Kriegsszenarien. Ich verstehe rational, warum sie Teil der Handlung sein müssen – schließlich steht viel auf dem Spiel –, aber in dieser poetischen, fast schon ätherischen Welt brauche ich persönlich das Gemetzel nicht unbedingt. Mein Fokus lag so sehr auf der Magie und den Gefühlen. Wer bereit ist, sich auf den langsamen, fast schon göttlichen Rhythmus von Rebecca Ross einzulassen, wird mit einem Jahreshighlight belohnt. Ein absolut empfehlenswertes Leseerlebnis! "Ich wollte mich gegen meine Gefühle wehren, die wie Moos über mich hinweg wuchsen. Doch ich ergab mich ihnen. Und fragte mich, wie es sein konnte, dass mein Herz etwas vermisste, dass ich nie erlebt hatte." (S. 131)
Apr 16, 2026








