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Eine solide Geschichte, die aber Luft nach oben lässt.
Ich gebe es zu, bei Scotch on the Rocks bin ich mal wieder zum Coveropfer geworden. Erst danach hat der Klappentext mit dem Setting der Isle of Skye mich angesprochen. Und da mir das auch erst im Nachhinein aufgefallen ist hier der Hinweis, es handelt sich bei Scotch on the Rocks um den zweiten Teil der Reihe, die man aber unabhängig voneinander lesen kann. Juniper hat die Nase voll. Sie will endlich das Familienunternehmen retten und das Gasthaus auf Vordermann bringen. Doch dies schafft sie nicht allein und muss notgedrungen die Hilfe von Callum Macabe in Anspruch nehmen. Den Bruder ihres Ex-Verlobten. Zwischen unfreiwilliger Nähe, hitzigen Wortgefechten und langsam aufbrechenden Verletzungen entwickelt sich eine Verbindung, die beide nicht geplant haben. Doch alte Wunden, unausgesprochene Wahrheiten und die raue Insel selbst stellen ihre Beziehung immer wieder auf die Probe. Juniper mochte ich grundsätzlich ganz gerne. Sie war der Inbegriff von Grumpy, mir aber manchmal schon zu kratzbürstig. Ihre raue Schale war sehr dick und hart, sodass es mir schwerfiel, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Erst gegen Ende des Buches hin konnte ich mich immer mehr in die einfühlen, aber bis dahin war der Weg sehr steinig. Callum war unser Golden-Retriever-Bookboyfriend mit einem schmutzigen Mundwerk. Eine tolle Mischung, die mir gut gefallen hat. Aber ehrlich, an manchen Stellen blieb er mir leider zu blass. Bis auf das er schon seit Jahren in Juniper verliebt war, hat man manchmal nicht mehr von ihm bekommen. Für mich sehr schade, denn er hätte so viel mehr zu erzählen gehabt. Die Chemie zwischen den beiden ist zwar spürbar gewesen, aber nicht immer konstant. Manche Szenen wirken emotional stark, während andere eher oberflächlich bleiben und nicht ganz die Tiefe erreichen, die ich mir gewünscht hätte. Besonders im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung etwas verliert und der Fokus zwischen Drama, Humor und Romantik hin‑ und herspringt, ohne sich klar festzulegen. Was ich am schlimmsten fand, war, dass die beiden einfach nicht offen zu ihrer Beziehung gestanden haben. Ja, ich weiß, warum, aber dieser Part war teilweise sehr nervig und hat mir zu viel Spielraum eingenommen. Was das Buch jedoch rettet, sind die charmanten Nebenfiguren, die lebendige Atmosphäre und einzelne Szenen, die wirklich berühren. Auch das Finale hat mir gut gefallen, weil es die wichtigsten Fäden zusammenführt und einen runden Abschluss bietet. Insgesamt ist Scotch on the Rocks für mich ein solides Wohlfühlbuch mit schönen Momenten, aber auch einigen erzählerischen Schwächen. Ein Roman, der unterhält, aber nicht ganz das Level erreicht, das ich mir nach dem vielversprechenden Anfang erhofft hatte.
May 26, 2026
Eine solide Geschichte, die aber Luft nach oben lässt.
Ich gebe es zu, bei Scotch on the Rocks bin ich mal wieder zum Coveropfer geworden. Erst danach hat der Klappentext mit dem Setting der Isle of Skye mich angesprochen. Und da mir das auch erst im Nachhinein aufgefallen ist hier der Hinweis, es handelt sich bei Scotch on the Rocks um den zweiten Teil der Reihe, die man aber unabhängig voneinander lesen kann. Juniper hat die Nase voll. Sie will endlich das Familienunternehmen retten und das Gasthaus auf Vordermann bringen. Doch dies schafft sie nicht allein und muss notgedrungen die Hilfe von Callum Macabe in Anspruch nehmen. Den Bruder ihres Ex-Verlobten. Zwischen unfreiwilliger Nähe, hitzigen Wortgefechten und langsam aufbrechenden Verletzungen entwickelt sich eine Verbindung, die beide nicht geplant haben. Doch alte Wunden, unausgesprochene Wahrheiten und die raue Insel selbst stellen ihre Beziehung immer wieder auf die Probe. Juniper mochte ich grundsätzlich ganz gerne. Sie war der Inbegriff von Grumpy, mir aber manchmal schon zu kratzbürstig. Ihre raue Schale war sehr dick und hart, sodass es mir schwerfiel, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Erst gegen Ende des Buches hin konnte ich mich immer mehr in die einfühlen, aber bis dahin war der Weg sehr steinig. Callum war unser Golden-Retriever-Bookboyfriend mit einem schmutzigen Mundwerk. Eine tolle Mischung, die mir gut gefallen hat. Aber ehrlich, an manchen Stellen blieb er mir leider zu blass. Bis auf das er schon seit Jahren in Juniper verliebt war, hat man manchmal nicht mehr von ihm bekommen. Für mich sehr schade, denn er hätte so viel mehr zu erzählen gehabt. Die Chemie zwischen den beiden ist zwar spürbar gewesen, aber nicht immer konstant. Manche Szenen wirken emotional stark, während andere eher oberflächlich bleiben und nicht ganz die Tiefe erreichen, die ich mir gewünscht hätte. Besonders im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung etwas verliert und der Fokus zwischen Drama, Humor und Romantik hin‑ und herspringt, ohne sich klar festzulegen. Was ich am schlimmsten fand, war, dass die beiden einfach nicht offen zu ihrer Beziehung gestanden haben. Ja, ich weiß, warum, aber dieser Part war teilweise sehr nervig und hat mir zu viel Spielraum eingenommen. Was das Buch jedoch rettet, sind die charmanten Nebenfiguren, die lebendige Atmosphäre und einzelne Szenen, die wirklich berühren. Auch das Finale hat mir gut gefallen, weil es die wichtigsten Fäden zusammenführt und einen runden Abschluss bietet. Insgesamt ist Scotch on the Rocks für mich ein solides Wohlfühlbuch mit schönen Momenten, aber auch einigen erzählerischen Schwächen. Ein Roman, der unterhält, aber nicht ganz das Level erreicht, das ich mir nach dem vielversprechenden Anfang erhofft hatte.
May 26, 2026







