7. Oktober 2023. Das Massaker der Hamas in Israel und der Nahostkonflikt

7. Oktober 2023. Das Massaker der Hamas in Israel und der Nahostkonflikt

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Description

Es geschah in den frühen Morgenstunden des 7. Oktober, Samstag, Sabbat. Um 6:00 Uhr durchbrachen etwa 2500 Kämpfer der von der EU, Großbritannien, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuften Hamas im Gazastreifen an 30 Stellen unbehelligt den Grenzzaun zu Israel und verübten in nahegelegenen Orten und Kibbuzen und einem Musikfestival ein Massaker. Ohne auf großen Widerstand zu stoßen, töteten sie 1400 Israelis und verschleppten 240 als Geiseln. Es war das schlimmste Blutbad in der Geschichte Israels.Viele Israelis standen unter Schock. »Es war, als ob der Staat Israel aufhörte zu existieren «, sagte ein Reservist. »Wir sind im Krieg, und wir werden gewinnen«, erklärte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Und weiter: »Es geht um die Existenz Israels.« Erstmals in der Geschichte des Landes wurden 350.000 Reservisten mobilisiert. In den westlichen Ländern wurde das Massaker einhellig verurteilt, in den islamischen Ländern gab es Beifall. Irans Präsident Raisi lobte die Hamas, Türkeis Präsident Erdogan nannte sie »keine Terror-, sondern eine Befreiungsorganisation«. In Deutschland gab es viele pro-palästinensische, wenige pro-Israel Demonstrationen. Russlands Präsident Putin verwies auf den Beschluss der UNO vom Jahr 1947, Palästina in zwei Staaten zu teilen, UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach von 56 Jahren »erdrückende Besatzung« durch Israel. Beides ist zu kurz gegriff en. Um das Massaker in den größeren Rahmen des Nahostkonfl ikts einordnen zu können und um zu verstehen, warum der Nahe Osten »die gefährlichste Region der Welt« ist, wie es US-Außenmister Kissinger 1975 einmal zutreff end formulierte, muss man allerdings weiter zurückblicken. Das soll dieser Beitrag leisten.

Book Information

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Format
Book
Pages
51
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Author Description

O. Univ.-Prof. Dr. Rolf Steininger, 1984 bis zu seiner Emeritierung 2010 Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, von 2008–2018 auch an der Freien Universität Bozen; seit 1989 Senior Fellow des Eisenhower Center for American Studies der University of New Orleans, seit 1995 Jean Monnet-Professor; Gastprofessor in Tel Aviv, Queensland (Australien) und New Orleans, Gastwissenschaftler in Ho Chi Minh-Stadt (Saigon), Hanoi, Kapstadt und Arcata (Humboldt State University); 1993 Ruf an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 2007 an die Freie Universität Bozen; 2011 Tiroler Landespreis für Wissenschaft; zahlreiche Veröffentlichungen und preisgekrönte Hörfunk-, Film- und Fernsehdokumentationen. Auf YouTube unter Rolf Steininger. www.rolfsteininger.at