444 Tage

444 Tage

Paperback

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Description

Am 4. November 1979 besetzten etwa 400 iranische Studenten im Zuge der islamischen Revolution im Iran mit öffentlicher Billigung ihres geistlichen Führers Ayatollah Khomeini die US-Botschaft in Teheran. Sie nahmen die Botschaftsangehörigen als Geiseln und forderten die Auslieferung des Schahs (der sich zur medizinischen Behandlung in New York befand) und seines Vermögens. Khomeini nannte die Geiseln Spione, die vor Gericht gestellt würden. Ihre Exekution schien nicht mehr ausgeschlossen. Sämtliche Versuche der US-Regierung in den folgenden Wochen, das Problem auf diplomatischem Wege mit Hilfe der UNO zu lösen, scheiterten. Mit zunehmender Dauer der Krise geriet US-Präsident Jimmy Carter im eigenen Land mehr und mehr unter Druck. Die Geiseln wurden zum täglichen Thema in den Medien. Die Irankrise wurde für den Präsidenten nach eigener Aussage zu einer der schwierigsten seiner Amtszeit. Mehrere Optionen zur Befreiung der Geiseln wurden erörtert: Blockade und/oder Verminung der iranischen Häfen, Bombardierung von Raffinerieanlagen, Besetzung wichtiger Inseln etc. Während Außenminister Cyrus Vance weiter für Verhandlungen plädierte, genehmigte Carter am Ende eine riskante Militäraktion. Diese Operation, genannt Eagle Claw, scheiterte. Sie endete bereits wenige Stunden nach Beginn in einem Desaster. Das Unternehmen ist dennoch unvergessen, auch weil es unwiderruflich mit dem Ende der Präsidentschaft Carters und mit dem Schicksal jener 52 Geiseln verbunden bleibt, die erst nach 444 Tagen, am 20. Januar 1981, freigelassen wurden. Es waren 444 Tage, die viele Amerikaner als Erniedrigung ihres Landes durch die Iraner empfanden.

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Paperback
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36
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Author Description

Rolf Steininger, Dr. phil., o. Universitätsprofessor, geb. 1942 in Plettenberg/ Westfalen; Studium Geschichte und Englisch in Marburg, Göttingen, München, Lancaster und Cardiff, 1971 Promotion und 1976 Habilitation an der Universität Hannover, dort bis 1983 Professor; von 1984 bis zur Emeritierung 2010 Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, von 2008 bis 2018 auch an der Freien Universität Bozen; seit 1989 Senior Fellow des Eisenhower Center for American Studies der University of New Orleans, seit 1995 Jean Monnet-Professor; Gastprofessor in Tel Aviv, Queensland (Australien) und New Orleans, Gastwissenschaftler in Ho Chi Minh-Stadt (Saigon), Hanoi, Kapstadt und Arcata (Humboldt State University); 2011 Tiroler Landespreis für Wissenschaft; zahlreiche Veröffentlichungen und preisgekrönte Hörfunk-, Film- und Fernsehdokumentationen zur Zeitgeschichte; mehr Informationen unter www.rolfsteininger.at