666
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Description
Book Information
Author Description
M. H. Steinmetz, Jahrgang 1965, lebt im schönen Rheinland-Pfalz und verdient sein täglich Brot als Programmierer. Indirekt hat er seinem Beruf den Weg zur Feder zu verdanken. Lange Flüge und Auslandsreisen haben nicht nur seine sowieso schon rege Fantasie beflügelt, im Flugzeugsitz und in Hotelzimmern gab es zudem viel ungestörte Zeit, um seine Geschichten voranzutreiben. Wenn er nicht gerade am Laptop sitzt und düstere Geschichten schreibt, treibt er sich auf Endzeit-Rollenspielen herum oder schlägt sein Lager als Reenactor im Mittelalter des 13. Jahrhunderts auf. Zwischen alldem findet er Entspannung auf dem Rücken seines Pferdes, tobt mit seiner kleinen Tochter durch die Wohnung oder widmet sich dem mittelalterlichen Fechten, um bei Kondition zu bleiben. Schlaf? Wird total überbewertet … Als Kind der frühen New Wave / Gothic Bewegung hat es ihn schon in den späten Achtzigern in die Clubs der schwarzen Szene getrieben, der perfekte Nährboden, um sich finsteren Rollenspielen und Jahre später auch der Literatur aus eigener Feder hinzugeben. Sein Debüt legte er mit der Zombie-Trilogie 'Totes Land' (erschienen im Mantikore Verlag) der Leserschaft vor. 'Totes Land 1 - Ausnahmezustand' war 2015 für den RPC Award nominiert und steht momentan in der Endrunde des Deutschen Phantastikpreises als Bester Deutschsprachiger Roman. Im Oktober erscheint beim Papierverzierer Verlag sein neuestes Werk '666', der Einstand einer neuen, düsteren Trilogie. Jedenfalls nimmt M.H.Steinmetz in seinen Romanen kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Umsetzungen seiner manchmal sehr schrägen Ideen geht, bei der ein grimmiger Sarkasmus natürlich nicht fehlen darf. Um seine Werke der Öffentlichkeit vorzustellen, hat er schon auf der RPC gelesen, auf dem Manticon und vielen anderen Veranstaltungen. Auch vor einer Lesung auf einem Schützenpanzer schreckt er nicht zurück. Aktuell arbeitet er an der Fortsetzung zu '666', was ihm sehr am Herzen liegt, und an einem Südstaaten-Horror Roman mit dem Arbeitstitel 'The Wild Hunt'. Weiter versucht er sich an einem Spielbuch als Ergänzung zu seiner Trilogie 'Totes Land'. Der Titel 'Totes Land - Death Asylum' läßt einiges erwarten.
Posts
Nachdem ich ja schon The Wild Hunt gelesen habe, war ich neugierig, wie mir 666 gefallen würde. Es beginnt damit, dass wir etwas über Lucys Kindheit und Jugend erfahren, die sich anfangs wie so viele Schicksale junger Menschen anhört: Halbwaise, die Mutter kommt ins Irrenhaus, nachdem der Vater auf mysteriöse Weise gestorben ist, das Kind kommt zu Pflegeeltern, die nicht besonders freundlich sind. Was dann passiert, klingt aber alles andere als die übliche Ausreißer-Geschichte, denn Lucy tötet und verwischt ihre Spuren, um abhauen zu können, ohne dass man sie gleich verfolgt. Ein paar Jahre später treffen wir Lucy dann als Sängerin einer Gothic-Band wieder, die dabei ist mit spektakulären Auftritten und einer sehenswerten Show ihre Berühmtheit zu steigern. Es könnte jetzt also ein ganz normaler Roman über eine aufstrebende Band werden, wenn da nicht die merkwürdigen Todesfälle wären, an die sich Lucy zunächst nicht erinnern kann, da sie jedesmal nackt an einem anderen Ort erwacht, und sich dann nach dem Entdecken der Leichen langsam erinnert, wie und durch wen diese Menschen ums Leben gekommen sind. Lucy hofft, dass sie nicht Schuld an dem Tod der Menschen ist, mit denen sie gerade noch vor ein paar Stunden hemmungslosen Sex hatte, doch wird mehr und mehr das Gefühl nicht los, dass sie sehr wohl Schuld ist. Ihr schlechtes Gewissen kann jedoch nicht verhindern, dass sie immer mehr Lust auf sexuelle Ausschweifungen bekommt. Sie lernt einen Polizisten kennen, der in den Mordfällen ermittelt. Auch mit ihm verbringt sie die Nacht und verliebt sich in ihn. Können er und sein Kollege ihr helfen? Und wird ihr bester Freund Bacon, der seit ihrer Kindheit mit ihr durch Dick und Dünn gegangen ist, hinter ihr stehen, wenn heraus kommt, was sie nachts so treibt? Eigentlich ist man ja eher nicht auf der Seite des Mörders, man bangt um die Opfer und möchte, dass der Mörder seine gerechte Strafe bekommt. In diesem Buch ist das anders. Die innere Zerrissenheit von Lucy wird herrlich dargestellt. Man möchte sie in den Arm nehmen und trösten, oder sich mit ihr ins New Yorker Nachtleben stürzen und alle Hemmungen fallen lassen. Man möchte, dass alles gut ausgeht, aber M.H. Steinmetz macht dieser Hoffnung einen blutigen Strich durch die Rechnung. Das Buch ist absolut nichts für schwache Nerven und definitiv nicht jugendfrei!
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M. H. Steinmetz, Jahrgang 1965, lebt im schönen Rheinland-Pfalz und verdient sein täglich Brot als Programmierer. Indirekt hat er seinem Beruf den Weg zur Feder zu verdanken. Lange Flüge und Auslandsreisen haben nicht nur seine sowieso schon rege Fantasie beflügelt, im Flugzeugsitz und in Hotelzimmern gab es zudem viel ungestörte Zeit, um seine Geschichten voranzutreiben. Wenn er nicht gerade am Laptop sitzt und düstere Geschichten schreibt, treibt er sich auf Endzeit-Rollenspielen herum oder schlägt sein Lager als Reenactor im Mittelalter des 13. Jahrhunderts auf. Zwischen alldem findet er Entspannung auf dem Rücken seines Pferdes, tobt mit seiner kleinen Tochter durch die Wohnung oder widmet sich dem mittelalterlichen Fechten, um bei Kondition zu bleiben. Schlaf? Wird total überbewertet … Als Kind der frühen New Wave / Gothic Bewegung hat es ihn schon in den späten Achtzigern in die Clubs der schwarzen Szene getrieben, der perfekte Nährboden, um sich finsteren Rollenspielen und Jahre später auch der Literatur aus eigener Feder hinzugeben. Sein Debüt legte er mit der Zombie-Trilogie 'Totes Land' (erschienen im Mantikore Verlag) der Leserschaft vor. 'Totes Land 1 - Ausnahmezustand' war 2015 für den RPC Award nominiert und steht momentan in der Endrunde des Deutschen Phantastikpreises als Bester Deutschsprachiger Roman. Im Oktober erscheint beim Papierverzierer Verlag sein neuestes Werk '666', der Einstand einer neuen, düsteren Trilogie. Jedenfalls nimmt M.H.Steinmetz in seinen Romanen kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Umsetzungen seiner manchmal sehr schrägen Ideen geht, bei der ein grimmiger Sarkasmus natürlich nicht fehlen darf. Um seine Werke der Öffentlichkeit vorzustellen, hat er schon auf der RPC gelesen, auf dem Manticon und vielen anderen Veranstaltungen. Auch vor einer Lesung auf einem Schützenpanzer schreckt er nicht zurück. Aktuell arbeitet er an der Fortsetzung zu '666', was ihm sehr am Herzen liegt, und an einem Südstaaten-Horror Roman mit dem Arbeitstitel 'The Wild Hunt'. Weiter versucht er sich an einem Spielbuch als Ergänzung zu seiner Trilogie 'Totes Land'. Der Titel 'Totes Land - Death Asylum' läßt einiges erwarten.
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Nachdem ich ja schon The Wild Hunt gelesen habe, war ich neugierig, wie mir 666 gefallen würde. Es beginnt damit, dass wir etwas über Lucys Kindheit und Jugend erfahren, die sich anfangs wie so viele Schicksale junger Menschen anhört: Halbwaise, die Mutter kommt ins Irrenhaus, nachdem der Vater auf mysteriöse Weise gestorben ist, das Kind kommt zu Pflegeeltern, die nicht besonders freundlich sind. Was dann passiert, klingt aber alles andere als die übliche Ausreißer-Geschichte, denn Lucy tötet und verwischt ihre Spuren, um abhauen zu können, ohne dass man sie gleich verfolgt. Ein paar Jahre später treffen wir Lucy dann als Sängerin einer Gothic-Band wieder, die dabei ist mit spektakulären Auftritten und einer sehenswerten Show ihre Berühmtheit zu steigern. Es könnte jetzt also ein ganz normaler Roman über eine aufstrebende Band werden, wenn da nicht die merkwürdigen Todesfälle wären, an die sich Lucy zunächst nicht erinnern kann, da sie jedesmal nackt an einem anderen Ort erwacht, und sich dann nach dem Entdecken der Leichen langsam erinnert, wie und durch wen diese Menschen ums Leben gekommen sind. Lucy hofft, dass sie nicht Schuld an dem Tod der Menschen ist, mit denen sie gerade noch vor ein paar Stunden hemmungslosen Sex hatte, doch wird mehr und mehr das Gefühl nicht los, dass sie sehr wohl Schuld ist. Ihr schlechtes Gewissen kann jedoch nicht verhindern, dass sie immer mehr Lust auf sexuelle Ausschweifungen bekommt. Sie lernt einen Polizisten kennen, der in den Mordfällen ermittelt. Auch mit ihm verbringt sie die Nacht und verliebt sich in ihn. Können er und sein Kollege ihr helfen? Und wird ihr bester Freund Bacon, der seit ihrer Kindheit mit ihr durch Dick und Dünn gegangen ist, hinter ihr stehen, wenn heraus kommt, was sie nachts so treibt? Eigentlich ist man ja eher nicht auf der Seite des Mörders, man bangt um die Opfer und möchte, dass der Mörder seine gerechte Strafe bekommt. In diesem Buch ist das anders. Die innere Zerrissenheit von Lucy wird herrlich dargestellt. Man möchte sie in den Arm nehmen und trösten, oder sich mit ihr ins New Yorker Nachtleben stürzen und alle Hemmungen fallen lassen. Man möchte, dass alles gut ausgeht, aber M.H. Steinmetz macht dieser Hoffnung einen blutigen Strich durch die Rechnung. Das Buch ist absolut nichts für schwache Nerven und definitiv nicht jugendfrei!




