Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

Taschenbuch
2.96
MädchenSchuldKirchen Und KlösterBanküberfall

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Beschreibung

**** Manchmal ist das Glück nur einen Kuss entfernt **** Nik rennt vor seinen Schulden davon. Aino vor ihrer Schuld. Nik ist fasziniert von diesem Mädchen mit der zerbrechlichen Stimme - und fassungslos. Denn Aino will ins Kloster und schweigen, für immer. Gestrandet im Nirgendwo schließen die beiden einen Pakt: Aino verpfeift Nik nicht, der in Dauerschwierigkeiten steckt. Und Nik zeigt Aino, was sie auf dieser Welt verpasst. Für 48 Stunden steigen die beiden aus ihrem Leben aus. Aber wie beweist man jemandem, wie schön die Welt ist - mit einem Banküberfall, einem Besuch in einem Sexshop oder einer Nacht im Wald? Sicher ist nur: Das Leben hat für die beiden einen ganz anderen Plan.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
312
Preis
13.40 €

Beiträge

2
Alle
3

Die Geschichte um Aino und Nik war ganz anders als erwartet. Ich habe zwar schwere Vergangenheiten erwartet, jedoch trotzdem eine Lebensfrohe und Freudige Geschichte. Dem war leider nicht so. Die meiste Zeit herrscht eine sehr bedrückende Stimmung. Dazu passt das Cover und der Klappentext nicht sonderlich gut. Trotzdem ist es eine interessante Geschichte, welche mich aber nicht so ganz abgeholt hat.

Nik rennt vor seinen Schulden davon. Aino vor ihrer Schuld. Nik ist fasziniert von diesem Mädchen mit der zerbrechlichen Stimme - und fassungslos. Denn Aino will ins Kloster und schweigen, für immer. Gestrandet im Nirgendwo schließen die beiden einen Pakt: Aino verpfeift Nik nicht, der in Dauerschwierigkeiten steckt. Und Nik zeigt Aino, was sie auf dieser Welt verpasst. Für 48 Stunden steigen die beiden aus ihrem Leben aus. Aber wie beweist man jemandem, wie schön die Welt ist - mit einem Banküberfall, einem Besuch in einem Sexshop oder einer Nacht im Wald? Sicher ist nur: Das Leben hat für die beiden einen ganz anderen Plan. Dieser Roman war absolut nicht das, was ich erwartet und mir erhofft hatte. Der Klappentext klingt fast genau so harmlos wie der Titel und das Cover wirken und genau so fängt das Buch auch an. Nur artet es irgendwann aus. Anfangs treffen die beiden aufeinander, stranden praktisch an einem Bahnhof im Nirgendwo und ziehen dann gemeinsam weiter, weil Nik Aino mit einer Kette erpresst, die ihr sehr wichtig ist. Da spricht sie aber schon nicht mehr und das fand ich persönlich überraschend, weil das so gar nicht im Klappentext erwähnt wird. Aber gut, die beiden ziehen los, gehen in besagten Sexshop und landen durch Umstände in einem Haus im Wald, das so verlassen erscheint, dass die beiden sich entschließen, die Nacht dort zu verbringen. Sie kochen, schlafen miteinander, singen und tanzen auf dem Tisch, bis auf einmal mein persönlich schlimmster Satz im Buch kommt: "In der Ecke sitzt ein Mann". Und das klingt so bescheuert, aber dadurch, dass die ganze Zeit alles so schön und leicht beschrieben wurde, kam das aus dem nichts und hat mich wirklich kalt erwischt. Ich hab mich noch nie in meinem Leben so erschrocken. Ich glaube, ab dem Zeitpunkt ist die Stimmung für mich gekippt, aber das Buch hat mich auch erst ab da richtig gefesselt. Und das ist das perfide an dem Buch. Du genießt das Lesen nicht, du fühlst dich richtig unwohl, aber du kannst nicht aufhören, weil ja zwischendurch doch mal schöne Momente drin sind. Nur wurde das Buch ab dem Punkt so abgedreht (hier kommt nämlich auch besagter Banküberfall aus dem Klappentext ins Spiel), dass ich es einfach nur noch bescheuert fand. Aber ich konnte trotzdem nicht aufhören zu lesen. Das Buch an sich ist zudem auch noch ganz komisch geschrieben. Die Kapitel sind abwechselnd aus Niks und Ainos Sicht beschrieben, wobei Niks Beschreibungen noch das kleinste Problem waren, auch wenn ich da manchmal vor minimalistischem Schreibstil und ausschweifenden, verschachtelten Metaphern nicht mehr wusste, wo mir der Kopf stand. Ainos Kapitel dagegen habe ich oftmals nur überflogen, weil ich sie teilweise nicht wirklich verstanden habe. Erstmal sind ihre Sätze so abgehackt und nüchtern, dass man irgendwann nur noch nach Emotionen flehen kann und dann besteht ihr "Redeanteil" zu fünfzig Prozent aus der Geschichte des Altaikriegers, dessen Rolle mir auch nicht so ganz klar geworden ist. Das zusammen mit dieser raschen Abfolge von Handlungssträngen macht einen irgendwann völlig wirr im Kopf und ich war irgendwann so weit, dass ich über Sachen geheult habe, die überhaupt nicht traurig waren, nur weil mich das Buch so fertiggemacht hat. Ich weiß eigentlich immer noch nicht so richtig, wie ich das Buch jetzt fand. Es war krass zu merken, wie sehr man nur durch einen Schreibstil durchdrehen kann, aber so richtig toll fand ich die Handlung jetzt nicht. Vielleicht ist es ein Vier-Sterne- vielleicht aber auch ein Zwei-Sterne-Buch.

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