Ada. Im Anfang war die Finsternis
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Richtig gut. Für mich spannender als der letzte Thriller den ich gelesen habe. Wie schlimm muss das bitte sein für Ada.Obwohl ich garnichts mit Kirche am Hut hab, hab ich das Buch verschlungen. Fand nur den Zufall etwas sehr unglaubwürdig , dass die Männer aus dem Dorf auf Liz treffen… Würde gern wissen wie es weiter geht, wie Ada zurecht kommt im Leben nach dem Dorf …

Leider wird durch den Klappentext nicht klar, um was für ein Thema es sich handelt. Da ich das Buch eingeschweißt im Laden gekauft hatte, konnte ich mir auch keine weiteren Inhalte anschauen. Es geht um eine Aussteigerin aus einer christlichen Sekte, aber nur mit dieser Info macht der Klappentext erst mehr Sinn. Echt schade, dass es nicht irgendwo direkt auf dem Buch vermerkt ist.
Ich hätte niemals gedacht, dass es mir so gut gefallen wird. Ich würde es nicht zu meinen Highlights ordnen, aber eine echt tolle Geschichte für zwischendurch. Die Geschichte war schlüssig aufgebaut und es gab keine Unstimmigkeiten. Die Figuren, die zunächst ein Unterschiedliches Leben führen, treffen in einem guten bzw. logischen Grund aufeinander. Das Ende ist auch gut ausgegangen und man konnte jederzeit mitfiebern. Es gab auch keine Momente, die ich auslassen würde oder als zu unpassend empfand. Für mich war das Ende nur zu „plötzlich“. Das Geheimnis wurde ziemlich schnell am Ende gelüftet und es gab leider kein Prolog, denn ich hätte gerne noch gewusst wie die Protagonisten weiterleben.
2.5 Sterne waren das höchste der Gefühle. Der Schreibstil der Autorin war wirklich toll; flüssig und mitreißend. Ich konnte die Kiesel unter meinen Füßen förmlich spüren und hatte den Duft von Rapsfeldern in der Nase, aber die ganze Thematik war mir einfach zu abgedreht. Ich muss zugeben, dass ich einfach nicht der Typ für (Religions-) Fanatiker bin. Ich kann und will mich da nicht reinversetzen. In meinen Augen ist das alles ein einziges von Menschen erschaffene Hirngespinst. Demnach fand ich es auch schwer mich in Ada hineinzuversetzen. Bei Luca hat das schon besser funktioniert, aber auch das war nicht das gelbe vom Ei. Alles in allem hatte ich, vor allem dem Klappentext nach, was komplett anderes erwartet. Irgendwie erinnert mich das Buch an Ursula Posznaskis Saeculum und das fand ich leider auch nicht sonderlich gut, aber immernoch ein wenig spannender. Tut mir leid für all das Herzblut, das die Autorin in das Buch gesteckt hat, aber es war einfach nicht mein Thema und wirklich "thrillig" (Gibt es das Wort überhaupt? :D) war es auch nicht. Der Verlag sollte demnach nicht nur an seiner Buchbindung arbeiten (es war wirklich ein einziger Kampf dieses Buch offen zu halten), sondern auch an seiner Deklarierung und vor allem an diesem Klappentext, der vielmehr eine Dystopie erwarten lässt, als ein Buch über übertriebene Religiösität.
Die 16-jährige Ada lebt seit ihrer Kindheit in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft mitten im Wald. Sie weiß, dass außerhalb des Dorfes kein Überleben möglich ist, denn draußen in der Welt lauert der „Große Lärm“ und die letzten Tage sind nahe, nur die Menschen im Dorf können gerettet werden. Adas Überzeugungen geraten ins Wanken, als eines Tages Luca ins Dorf kommt. Er ist einer der wenigen Menschen, der von der Dorfgemeinschaft noch vor der Welt gerettet werden konnte. Doch Lucas Erzählungen machen Ada Angst und verunsichern sie zutiefst. Er erzählt Geschichten, die nicht wahr sein können und er spricht Dinge an, die an Hochverrat grenzen. Als sie von ihm auch noch erfährt, dass ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt, muss Ada sich entscheiden: für ein Leben in der vermeintlich sicheren Dorfgemeinschaft oder für die Flucht und das Brechen sämtlicher Regeln. Das Buch wird kapitelweise aus der Sicht dreier verschiedener Jugendlicher - Ada, Luca & Liz- erzählt. Die Autorin beweist dabei sehr gutes Einfühlungsvermögen in die jugendlichen Lebenswelten und zeigt gekonnt auf, wie sehr sich die einzelnen Realitäten, Probleme, Wünsche und Träume der drei Gleichaltrigen unterscheiden. Der Schreibstil im Buch gefällt mir sehr gut, da Gefühle und Stimmungen sehr gut eingefangen werden und für den Leser gut nachzuempfinden sind. Auch Humor in den Beschreibungen und in den Dialogen blitzt oft durch. Ganz besonders positiv hervorzuheben sind meiner Meinung nach jedoch die Protagonisten in dieser Geschichte. Sie sind detailliert und sehr authentisch gezeichnet. Insbesondere Luca ist ein sehr starker Charakter: reif, reflektiert und in seinem Handeln und Agieren überlegt und kritisch. Auch Ada und Liz sind in ihrer Sicht auf die Welt gut nachvollziehbar, vor allem die Beschreibung der Überforderung, der Verzweiflung und Orientierungslosigkeit die Ada erlebt ist überzeugend. Spannung kommt in der Geschichte erst gegen Ende auf, ansonsten dreht sich das Buch um die Beschreibung und Darstellung des Lebens in der religiösen Gemeinschaft. Ich finde das sehr interessant und neu darüber zu lesen. Die Autorin schildert eindrücklich, welche fanatischen Ideen und Überzeugungen hinter dem Leben im Dorf stecken, wie die Bewohner manipuliert und verängstigt werden bis hin zur fast völligen Aufgabe des eigenen Selbsts und wie schwer es ist, sich aus den Fängen der Gemeinschaft zu befreien. Da die Autorin ihre eigene Kindheit und Jugend in einer christlichen Sekte verbracht hat, wirkt die Geschichte umso realitätsnäher und beklemmender. Eine zarte Liebesgeschichte gibt es in dem Buch auch, diese rückt aber nie störend in den Vordergrund oder nimmt zu viel Raum ein, was ich sehr gelungen finde. Als etwas zu viel des Guten empfinde ich die doch sehr häufig eingebauten Zitate über das ganze Buch hinweg. Auch gibt es am Ende der Geschichte eine Entwicklung, die es für meinen Geschmack nicht gebraucht hätte, die ein bisschen gekünstelt wirkt, als hätte es gegen Schluss noch unbedingt eine kleine Wendung geben müssen. Ansonsten - überraschend gute Geschichte mit interessantem, wichtigem Thema und sehr guter Umsetzung!
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Buchinformationen
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Richtig gut. Für mich spannender als der letzte Thriller den ich gelesen habe. Wie schlimm muss das bitte sein für Ada.Obwohl ich garnichts mit Kirche am Hut hab, hab ich das Buch verschlungen. Fand nur den Zufall etwas sehr unglaubwürdig , dass die Männer aus dem Dorf auf Liz treffen… Würde gern wissen wie es weiter geht, wie Ada zurecht kommt im Leben nach dem Dorf …

Leider wird durch den Klappentext nicht klar, um was für ein Thema es sich handelt. Da ich das Buch eingeschweißt im Laden gekauft hatte, konnte ich mir auch keine weiteren Inhalte anschauen. Es geht um eine Aussteigerin aus einer christlichen Sekte, aber nur mit dieser Info macht der Klappentext erst mehr Sinn. Echt schade, dass es nicht irgendwo direkt auf dem Buch vermerkt ist.
Ich hätte niemals gedacht, dass es mir so gut gefallen wird. Ich würde es nicht zu meinen Highlights ordnen, aber eine echt tolle Geschichte für zwischendurch. Die Geschichte war schlüssig aufgebaut und es gab keine Unstimmigkeiten. Die Figuren, die zunächst ein Unterschiedliches Leben führen, treffen in einem guten bzw. logischen Grund aufeinander. Das Ende ist auch gut ausgegangen und man konnte jederzeit mitfiebern. Es gab auch keine Momente, die ich auslassen würde oder als zu unpassend empfand. Für mich war das Ende nur zu „plötzlich“. Das Geheimnis wurde ziemlich schnell am Ende gelüftet und es gab leider kein Prolog, denn ich hätte gerne noch gewusst wie die Protagonisten weiterleben.
2.5 Sterne waren das höchste der Gefühle. Der Schreibstil der Autorin war wirklich toll; flüssig und mitreißend. Ich konnte die Kiesel unter meinen Füßen förmlich spüren und hatte den Duft von Rapsfeldern in der Nase, aber die ganze Thematik war mir einfach zu abgedreht. Ich muss zugeben, dass ich einfach nicht der Typ für (Religions-) Fanatiker bin. Ich kann und will mich da nicht reinversetzen. In meinen Augen ist das alles ein einziges von Menschen erschaffene Hirngespinst. Demnach fand ich es auch schwer mich in Ada hineinzuversetzen. Bei Luca hat das schon besser funktioniert, aber auch das war nicht das gelbe vom Ei. Alles in allem hatte ich, vor allem dem Klappentext nach, was komplett anderes erwartet. Irgendwie erinnert mich das Buch an Ursula Posznaskis Saeculum und das fand ich leider auch nicht sonderlich gut, aber immernoch ein wenig spannender. Tut mir leid für all das Herzblut, das die Autorin in das Buch gesteckt hat, aber es war einfach nicht mein Thema und wirklich "thrillig" (Gibt es das Wort überhaupt? :D) war es auch nicht. Der Verlag sollte demnach nicht nur an seiner Buchbindung arbeiten (es war wirklich ein einziger Kampf dieses Buch offen zu halten), sondern auch an seiner Deklarierung und vor allem an diesem Klappentext, der vielmehr eine Dystopie erwarten lässt, als ein Buch über übertriebene Religiösität.
Die 16-jährige Ada lebt seit ihrer Kindheit in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft mitten im Wald. Sie weiß, dass außerhalb des Dorfes kein Überleben möglich ist, denn draußen in der Welt lauert der „Große Lärm“ und die letzten Tage sind nahe, nur die Menschen im Dorf können gerettet werden. Adas Überzeugungen geraten ins Wanken, als eines Tages Luca ins Dorf kommt. Er ist einer der wenigen Menschen, der von der Dorfgemeinschaft noch vor der Welt gerettet werden konnte. Doch Lucas Erzählungen machen Ada Angst und verunsichern sie zutiefst. Er erzählt Geschichten, die nicht wahr sein können und er spricht Dinge an, die an Hochverrat grenzen. Als sie von ihm auch noch erfährt, dass ihr totgeglaubter Bruder Kassian lebt, muss Ada sich entscheiden: für ein Leben in der vermeintlich sicheren Dorfgemeinschaft oder für die Flucht und das Brechen sämtlicher Regeln. Das Buch wird kapitelweise aus der Sicht dreier verschiedener Jugendlicher - Ada, Luca & Liz- erzählt. Die Autorin beweist dabei sehr gutes Einfühlungsvermögen in die jugendlichen Lebenswelten und zeigt gekonnt auf, wie sehr sich die einzelnen Realitäten, Probleme, Wünsche und Träume der drei Gleichaltrigen unterscheiden. Der Schreibstil im Buch gefällt mir sehr gut, da Gefühle und Stimmungen sehr gut eingefangen werden und für den Leser gut nachzuempfinden sind. Auch Humor in den Beschreibungen und in den Dialogen blitzt oft durch. Ganz besonders positiv hervorzuheben sind meiner Meinung nach jedoch die Protagonisten in dieser Geschichte. Sie sind detailliert und sehr authentisch gezeichnet. Insbesondere Luca ist ein sehr starker Charakter: reif, reflektiert und in seinem Handeln und Agieren überlegt und kritisch. Auch Ada und Liz sind in ihrer Sicht auf die Welt gut nachvollziehbar, vor allem die Beschreibung der Überforderung, der Verzweiflung und Orientierungslosigkeit die Ada erlebt ist überzeugend. Spannung kommt in der Geschichte erst gegen Ende auf, ansonsten dreht sich das Buch um die Beschreibung und Darstellung des Lebens in der religiösen Gemeinschaft. Ich finde das sehr interessant und neu darüber zu lesen. Die Autorin schildert eindrücklich, welche fanatischen Ideen und Überzeugungen hinter dem Leben im Dorf stecken, wie die Bewohner manipuliert und verängstigt werden bis hin zur fast völligen Aufgabe des eigenen Selbsts und wie schwer es ist, sich aus den Fängen der Gemeinschaft zu befreien. Da die Autorin ihre eigene Kindheit und Jugend in einer christlichen Sekte verbracht hat, wirkt die Geschichte umso realitätsnäher und beklemmender. Eine zarte Liebesgeschichte gibt es in dem Buch auch, diese rückt aber nie störend in den Vordergrund oder nimmt zu viel Raum ein, was ich sehr gelungen finde. Als etwas zu viel des Guten empfinde ich die doch sehr häufig eingebauten Zitate über das ganze Buch hinweg. Auch gibt es am Ende der Geschichte eine Entwicklung, die es für meinen Geschmack nicht gebraucht hätte, die ein bisschen gekünstelt wirkt, als hätte es gegen Schluss noch unbedingt eine kleine Wendung geben müssen. Ansonsten - überraschend gute Geschichte mit interessantem, wichtigem Thema und sehr guter Umsetzung!








