Yoshios Jugend

Yoshios Jugend

Taschenbuch

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Beschreibung

„Mein Ziel”, so Yoshiharu Tsuge in einem Interview, „war es, mich, wann immer sich mir die Gelegenheit bot, vom traditionellen Geschichtenerzählen zu distanzieren. Man könnte sagen, dass ich an dem, was wir ,Handlung’ nennen, nicht interessiert war.” Die Geschichten, die in Yoshios Jugend versammelt sind, bewegen sich zwischen Traum und Realität, zwischen Alltag und Wahnsinn. Yoshiharu Tsuge blickt zurück auf die Härten der Nachkriegszeit, die Unschuld seiner Anfänge als Mangaka und auf die Ernüchterung, die folgte. Wie Rote Blüten und Der Nutzlose Mann sind die Erzählungen des jungen Yoshio Watakushi-Manga, „Ich-Manga“ voller Introspektion, in denen sich die luzide und entzauberte Beschreibung der Wirklichkeit mit Momenten reiner Lyrik abwechselt, und groteske Porträts sich mit zarten Einbrüchen in die Komödie mischen. Yoshiharu Tsuge blickt zurück auf seine Vergangenheit und schöpft aus Erlebnissen aus seiner Kindheit und als Erwachsener, während sein Stil sich immer wieder neu erfindet. Mit einem Vorwort von Toshiaki Kobayashi und einem Nachwort von Mitsuhiro Asakawa.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Manga
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
416
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Yoshiharu Tsuge, geboren 1937, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, verließ mit 14 die Schule und versuchte, sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. In den 1960er Jahren wurde er zu einem der stilprägendsten Zeichner Japans. Fünf Filme entstanden auf der Grundlage seiner Comics, neun seiner Geschichten wurden für das Fernsehen adaptiert.

Beiträge

1
Alle

Puh, es fällt mir schwer, eine Bewertung für diese Kurzgeschichtensammlung zu finden... Die Ausgabe ist sehr hochwertig und hübsch. Es gibt einen kurzen Abriss über die Zeit, zu der Tsuge diese Geschichten veröffentlicht hat - die 68er mit all ihren Umbrüchen, auch in Japan. Dann geht es auch schon los, mit Stories unterschiedlicher Länge, oft mit sexuellem Inhalt (Triggerwarnung wird auch vom Verlag ausgesprochen), auf jeden Fall immer absurd. Tsuge hat hier viele seiner Träume als Manga umgesetzt und daher finde ich den Inhalt auch nie verstörend. Denn so träumen Menschen nun einmal. Aber mir hat sich fast nie der Sinn ergeben. Immer wenn ich dachte, jetzt offenbart sich die Prämisse, war die Geschichte auch schon vorbei und hat mich ratlos zurückgelassen. Am Ende des Bandes gibt es weitere Infos zu jeder Geschichte; Aussagen von Tsuge, welche Bilder namenhafter Künstler von ihm umgesetzt wurden und warum er Geschichten auf diese Art erzählt. Das allein hat mir dieses Werk nähergebracht und zum ersten Mal kam ich mir nicht verhohnepipelt vor sondern war tief beeindruckt. Für mich persönlich gilt letztlich aber: wenn sich der Sinn einer Kunst für mich nicht von allein offenbart, dann ist sie vielleicht nicht für mich gemacht. Herausforderung hin oder her.

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