
2632 Follower
Empfehlung und Warnung 😭
✨Rezensionsexemplar✨ Gestern Abend habe ich diesen herzzerreißenden Banger hier beendet und muss ihn Euch direkt vorstellen! ✨Zitate „Inge rannte um die Lok herum direkt auf die Pumpe neben dem kleinen Bahnhofsgebäude zu, wo Willi schon Position bezogen und zu pumpen begonnen hatte. Und da waren sie wieder: die Hände. Überall Hände, die durch die Ritzen in den Waggons gestreckt wurden, zu kleinen Schüsseln geformt. »Waa-ssär, Waa-ssär«, riefen die Stimmen, die zu den Händen gehörten, und manche klangen ganz kläglich.“ „Diesmal wird es gelingen. Ich werde alles daran setzen.“ „… Es war Mord.“ „Manches kann sich der Mensch einfach nicht vorstellenden und dazu gehört wohl die Endlichkeit.“ Mein erstes Buch von Anja Jonuleit und es geht direkt eine große Warnung an Euch raus, bitte lest es nur auf eigene Gefahr. Man denkt, was soll schon passieren? Der WWII war schrecklich, alles ist gesagt und alles ist bekannt, dann kommt so ein Buch hier um die Ecke 😭😭 und man hat ganz neue Schreckensbilder im Kopf und zwar für immer. ✨Inhalt Deutschland, 1946: Inge wird mit nur 8 Jahren unwillentlich in ein Verbrechen reingezogen und trägt von da an eine Schuld mit sich, die sie nie wieder loslässt. Helga hat im gleichen Jahr begonnen, Tagebuch zu schreiben über das, was sie in der idyllischen Lüneburger Heide, im Schatten von Bergen-Belsen, beobachtet. Diese Aufzeichnungen holen Inge, mittlerweile berühmt, Jahrzehnte später wieder ein… Es geht um Verleumdung und Vertuschung von grausamen Taten. ✨Meinung Es war keine Liebe auf den ersten Blick, zwischen dieser Geschichte und mir. Bis etwas über die Hälfte fühlte sich der Schreibstil distanziert an und die Autorin hat sich damit Zeit gelassen, den Plot auszurollen. Aber dann hat die Spannung mich gepackt und das Buch ging mir komplett unter die Haut. Es konzentriert sich bis zum Ende u.a. auf evtl. weniger bekannte / weniger besprochene Nazi Verbrechen und den Versuch, diese aufzuklären. Wir lesen abwechselnd aus Sicht von Inge und Helga, beide Frauen wachsen einem mit der Zeit ans Herz, auch wenn die erwachsene Inge insbesondere im ersten Drittel nicht gerade sympathisch gezeichnet ist. Es wechseln sich auch die Zeitebenen ab, wir folgen Inge im Damals und im Jetzt und Helga im Damals. Das Geflecht der Charaktere und der geschichtlichen Ereignisse ist dicht, aber leicht zu durchschauen, wenn man konzentriert am Ball bleibt. Das ist definitiv kein Buch für zwischendurch und kein klassisches Lesen zum Vergnügen, es ist ernst, traurig, erschreckend und man weiß gar nicht, wohin mit dem ganzen Schmerz. Aber es ist so so wichtig und es reißt einen mit, für die erste Hälfte habe ich etwas gebraucht, aber die zweite Hälfte habe ich quasi inhaliert. Achtung: die Verbrechen werden sehr detailliert und schonungslos geschildert und es geht um Kinder. Da muss man bereit für sein (ich war es nicht und werde es nie sein). Neben allem anderen schmerzt mein Herz auch sehr für Charakter A, den es wirklich gegeben hat (siehe Nachwort / Danksagung). 😨😨💔💔 ✨Fazit Spätestens am Ende des Buchs, wenn die Autorin die geschichtliche Einordnung aufzeigt, realisiert man nochmal, dass es zwar ein fiktiver Roman ist, aber dieser sich eng an der Realität orientiert. Es ist einfach ein Schlag ins Gesicht und nein, es ist nicht „auch mal gut“ 😭😭. Ich wünsche Euch viel Kraft, wenn Ihr Euch mal für dieses Buch entscheiden solltet. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

24. Apr. 2026
Empfehlung und Warnung 😭
✨Rezensionsexemplar✨ Gestern Abend habe ich diesen herzzerreißenden Banger hier beendet und muss ihn Euch direkt vorstellen! ✨Zitate „Inge rannte um die Lok herum direkt auf die Pumpe neben dem kleinen Bahnhofsgebäude zu, wo Willi schon Position bezogen und zu pumpen begonnen hatte. Und da waren sie wieder: die Hände. Überall Hände, die durch die Ritzen in den Waggons gestreckt wurden, zu kleinen Schüsseln geformt. »Waa-ssär, Waa-ssär«, riefen die Stimmen, die zu den Händen gehörten, und manche klangen ganz kläglich.“ „Diesmal wird es gelingen. Ich werde alles daran setzen.“ „… Es war Mord.“ „Manches kann sich der Mensch einfach nicht vorstellenden und dazu gehört wohl die Endlichkeit.“ Mein erstes Buch von Anja Jonuleit und es geht direkt eine große Warnung an Euch raus, bitte lest es nur auf eigene Gefahr. Man denkt, was soll schon passieren? Der WWII war schrecklich, alles ist gesagt und alles ist bekannt, dann kommt so ein Buch hier um die Ecke 😭😭 und man hat ganz neue Schreckensbilder im Kopf und zwar für immer. ✨Inhalt Deutschland, 1946: Inge wird mit nur 8 Jahren unwillentlich in ein Verbrechen reingezogen und trägt von da an eine Schuld mit sich, die sie nie wieder loslässt. Helga hat im gleichen Jahr begonnen, Tagebuch zu schreiben über das, was sie in der idyllischen Lüneburger Heide, im Schatten von Bergen-Belsen, beobachtet. Diese Aufzeichnungen holen Inge, mittlerweile berühmt, Jahrzehnte später wieder ein… Es geht um Verleumdung und Vertuschung von grausamen Taten. ✨Meinung Es war keine Liebe auf den ersten Blick, zwischen dieser Geschichte und mir. Bis etwas über die Hälfte fühlte sich der Schreibstil distanziert an und die Autorin hat sich damit Zeit gelassen, den Plot auszurollen. Aber dann hat die Spannung mich gepackt und das Buch ging mir komplett unter die Haut. Es konzentriert sich bis zum Ende u.a. auf evtl. weniger bekannte / weniger besprochene Nazi Verbrechen und den Versuch, diese aufzuklären. Wir lesen abwechselnd aus Sicht von Inge und Helga, beide Frauen wachsen einem mit der Zeit ans Herz, auch wenn die erwachsene Inge insbesondere im ersten Drittel nicht gerade sympathisch gezeichnet ist. Es wechseln sich auch die Zeitebenen ab, wir folgen Inge im Damals und im Jetzt und Helga im Damals. Das Geflecht der Charaktere und der geschichtlichen Ereignisse ist dicht, aber leicht zu durchschauen, wenn man konzentriert am Ball bleibt. Das ist definitiv kein Buch für zwischendurch und kein klassisches Lesen zum Vergnügen, es ist ernst, traurig, erschreckend und man weiß gar nicht, wohin mit dem ganzen Schmerz. Aber es ist so so wichtig und es reißt einen mit, für die erste Hälfte habe ich etwas gebraucht, aber die zweite Hälfte habe ich quasi inhaliert. Achtung: die Verbrechen werden sehr detailliert und schonungslos geschildert und es geht um Kinder. Da muss man bereit für sein (ich war es nicht und werde es nie sein). Neben allem anderen schmerzt mein Herz auch sehr für Charakter A, den es wirklich gegeben hat (siehe Nachwort / Danksagung). 😨😨💔💔 ✨Fazit Spätestens am Ende des Buchs, wenn die Autorin die geschichtliche Einordnung aufzeigt, realisiert man nochmal, dass es zwar ein fiktiver Roman ist, aber dieser sich eng an der Realität orientiert. Es ist einfach ein Schlag ins Gesicht und nein, es ist nicht „auch mal gut“ 😭😭. Ich wünsche Euch viel Kraft, wenn Ihr Euch mal für dieses Buch entscheiden solltet. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
24. Apr. 2026








