Romane

Wilhelm Meisters Wanderjahre

2,8(6)
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Über das Buch

Johann Wolfgang Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre oder Die Entsagenden Erstdruck: Stuttgart und Tübingen (Cotta) 1821, in erweiterter Form in: Werke, Ausgabe letzter Hand, Stuttgart (Cotta) 1829. Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz, Hamburg: Christian Wegener, 1948 ff. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ludwig Willroider, Der Heimweg des Musikanten, 1910. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

Editionen (5)

ISBN9783843038409
VerlagHenricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin
Erscheinungsdatum23.01.14
Seitenzahl428

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

2 Rezensionen

2,8

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  • danny__
    danny__

    73 Follower

    3,0

    Ich weiß gar nicht so genau was ich zu dem Buch schreiben soll 🤣🙈 Also zunächst mal muss man eigentlich zwingend vorher den ersten Teil lesen (Meister Wilhelms Lehrjahre) und dann kann es eigentlich losgehen. Wilhelm und sein Sohn machen eine Reise die zwei Regeln hat. Man darf Max. 3 Nächte am gleich Ort verweilen und auf der Reise darf niemand sonst sich länger anschließen. Eigentlich eine coole Buchidee. Aber irgendwie ist das bei Goethe irgendwann etwas aus dem Ruder gelaufen . Das Buch ist in drei größere Unterbücher aufgeteilt. Der erste Teil entspricht noch am ehesten einem normalen Buch wobei auch hier schon so leichte Fokussierungsschwierigkeiten auftreten. Beispiel: er lernt jemanden kennen der ihm erzählt wie er seine Frau kennen gelernt hat . Und in dieser Geschichte kommt ein Brief vor der mit der eigentlichen Geschichte aber vor allem mit dem Buch überhaupt nichts zu tun hat. Aber der wird volle 20 Seiten vorgelesen . Diese Zersteuung wird bis zur Unlesbarkeit ausgeweitet wenn z.b jemand auf 30 Seiten beschreibt wie man Stoffe verarbeitet. Also meine Beziehung zu dem Buch ist schwierig. Es erzeugt manchmal Bilder und kleine Geschichten die ich wahrscheinlich nie mehr vergesse und gleichzeitig hat es mich in den Wahnsinn getrieben und ich habe ganze Kapitel überhaupt nicht verstanden. Ich empfehle es nur Menschen die richtig Lust haben sich literarisch herauszufordern. Alles anderen sollten Teil 1 lesen und es dann gut sein lassen

    18. Juli 2026

  • leahsayshi
    leahsayshi

    5 Follower

    1,0

    Erschöpfend langweilig. Gerne würde ich den Roman zusammenfassen, dies fällt allerdings schwer, da er nicht nur unnötig lang ist, sondern auch komplett handlungslos. Grob gesagt geht es um Wilhelm Meister, dem wir zuerst in seinen Lehrjahren begegneten, einem Buch, das als der Bildungsroman schlechthin gelobt wird und in dem der Protagonist sich vom reichen verwöhnten Bübchen zu einem ja, was eigentlich? - entwickelt. Goethe hielt seinen Charakter Wilhelm wohl für gescheit und gestaltete diese Fortsetzung, in der Wilhelm mit seinen Sohn auf Wanderschaft geht, allen möglichen alten und neuen Freunden dabei begegnet, Arzt wird und Natalie, seine Frau, vermisst und ihr entsagt. (Deshalb der Titel "Die Entsagenden"). Die Handlung allerdings ist schwach. Goethe verstieß hier gegen alle Regeln des Romans, er lässt seinen Protagonisten wandern, aber ziellos und ohne Sinn, ständig wirft er dabei lose Phrasen, Philosophien und Novellen ein, die das Lesen bloß noch erschweren. Vielleicht war Goethe den Meister selbst satt - das Buch hatte eine lange Entstehungsgeschichte- und warf nur noch hier und da sein eigenes Gedankengut ein. "Wanderjahre" zählt zu seinem Alterswerk und das macht sich bemerkbar, in Handlung und Charakterentwicklung. Zugegeben, das Buch selbst wirkte auf mich ein wenig senil. Zeitsprünge, Handlungsstränge wurden ausgelassen, vergessen und nie aufgeklärt, Mysterien entwickelt, über die danach nie wieder gesprochen wurde. Es war aussichtslos der Handlung zu folgen. Es hatte eher die Wirkung einer Ideensammlung oder viel mehr Anekdotensammlung, gespickt mit dem Gedankengut der Freimaurer. (Irgendwo in der Handlung wollen die Personen nämlich nach Amerika, um neues, gutes Land für ihre politischen Pläne zu finden.) Wer ein Buch über das gute, alte, deutsche Handwerk vor der Industrialisierung lesen will, für den ist "Wanderjahre" genau das richtige. Das Handwerk wird stets gelobt wie im vorhergehenden Buch das Theater und man ist sich einfach nicht sicher, worauf Goethe hinaus will. Seine Charakter geben nichts davon preis, sie sind weder beständig, noch originell, was den Leser nur verwirrt. Im Vergleich zu seinem Roman "Die Wahlverwandschaften", der viel eindeutiger war und auf etwas hinzulief, ist "Wanderjahre" ein buntes Puzzle - es fehlt nur eben das letzte, so wichtige Teil. Eigentlich schade. Zurecht eines der unpopuläreren Werke Goethes.

    12. März 2016

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