Wiener Straße

Wiener Straße

Hardcover
3.848
Der Kleine Bruder1980Er JahreNeue Vahr SüdMauerfall

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Beschreibung

Ein großer Roman voll schräger Vögel in einer schrägen Welt. Derbe, lustig und bizarr wie seine Protagonisten.

Kreuzberg, Anfang der 80er Jahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berlinern. Jeder reibt sich an jedem. Jeder kann ein Held sein. Alles kann das nächste große Ding werden. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, die es auch gerne mal gemütlich haben, ein deutsches Kakanien in Feindesland.

Wer könnte böser und zugleich lustiger und liebevoller darüber schreiben als Herr-Lehmann-Erfinder Sven Regener?

»Wiener Straße« beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kächeles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen. Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstausstellung, der Kampf um die Einkommensoptionen Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen.
Außer einen!

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
304
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Sven Regener ist Musiker (Element of Crime) und Schriftsteller. Seine Romane Herr Lehmann (2001), Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2008), Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (2013), Wiener Straße (2017) und Glitterschnitter (2021) waren allesamt Bestseller. Sie wurden verfilmt und in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien Sven Regeners Essay Zwischen Depression und Witzelsucht. Humor in der Literatur (2024).

Beiträge

8
Alle
3

Kategorie: einfach mal wegschmökern. "Wiener Straße" bietet, was man erwartet. Den schnodderigen Berlin-Sound von Sven Regener mit endlosen und unterhaltsamesn Gesprächen über kaputte Kaffeemaschinen, selbstgemachten Kuchen und Jobangebote. Beim Lesen höre ich Regeners Element of Crime-Stimme und sehe vor meinem inneren Auge Christian Ulmen als Frank Lehmann. Nette Unterhaltung für zwischendurch.

5

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Einfach ein sehr gutes Episodeenbuch, mit sehr gut gezeichneten Figuren und einfach super lustig.

4

Die Vorgänger fand ich persönlich besser, aber es war nett zu lesen

3

Ich habe die ersten drei Bände der Frank Lehmann-Serie von Sven Regener wirklich sehr gemocht, Herr Lehmann und Neue Vahr Süd sind sogar 5 Sterne-Bücher für mich. Diese Begeisterung kam in Band 4 bei mir nicht mehr auf. Leider. Das Zusammentreffen der Mischpoke in der Wiener Straße in West-Berlin rund um die ArschArt Galerie ist temporeich, mit schlagfertigen Dialogen durchsetzt, wie man es aus den anderen Bänden gewohnt ist. Doch diesmal dreht sich alles um die Kunst, alle machen auf Kunst, alles ist Kunst und wenn etwas mal misslingt im Alltag, dann wird es als Kunst verkauft, z.B. ein verbrannter Apfelkuchen. Keiner hat irgendwelche Talente, aber alle wollen ein Scheibchen von der wilden Punk- und Kunstszene im Berlin des Jahres 1980 für sich abschneiden. Frank Lehmann spielt in diesem Buch nur eine sehr kleine Nebenrolle, ein Sidekick quasi als Putze. In den vorherigen Bänden war er die zentrale Person, der sich stets einen unverbrauchten Blick mit gesunden Menschenverstand auf die Gegebenheiten seiner Umwelt warf, ob die Szene in Berlin oder Bremen, das Elternhaus oder die Zeit bei der Bundeswehr. Die Komik ergab sich aus der Heterogenität der auftretenden Personen. Das ist in der Wiener Straße nicht so. Hier sind alle gleichermaßen durchgeknallt, was an manchen Stellen mir zu bemüht oder auch zu albern vorkam. Egal, war trotzdem schön, die ganzen „Typies“ mal wieder verfolgt zu haben.

5

Unterhaltungslektüre mit zur Absurdität neigendem Humor mit Popkulturstatus.

Sven Regener geht immer. Bekannt von den Herr Lehmann Geschichten (Verfilmung m. Christian Ulmen als Frank Lehmann) schreibt Sven Regener über das Kreuzberg der 80er Jahre und den Haufen liebenswürdiger Kunstgenies und -loser der Wiener Straße und ihren absurden Alltagsproblemen. Ich empfehle im Anschluss Glitterschnitter zu lesen.

4

Die Vorgänger fand ich persönlich besser, aber es war nett zu lesen

3

Ich habe die ersten drei Bände der Frank Lehmann-Serie von Sven Regener wirklich sehr gemocht, Herr Lehmann und Neue Vahr Süd sind sogar 5 Sterne-Bücher für mich. Diese Begeisterung kam in Band 4 bei mir nicht mehr auf. Leider. Das Zusammentreffen der Mischpoke in der Wiener Straße in West-Berlin rund um die ArschArt Galerie ist temporeich, mit schlagfertigen Dialogen durchsetzt, wie man es aus den anderen Bänden gewohnt ist. Doch diesmal dreht sich alles um die Kunst, alle machen auf Kunst, alles ist Kunst und wenn etwas mal misslingt im Alltag, dann wird es als Kunst verkauft, z.B. ein verbrannter Apfelkuchen. Keiner hat irgendwelche Talente, aber alle wollen ein Scheibchen von der wilden Punk- und Kunstszene im Berlin des Jahres 1980 für sich abschneiden. Frank Lehmann spielt in diesem Buch nur eine sehr kleine Nebenrolle, ein Sidekick quasi als Putze. In den vorherigen Bänden war er die zentrale Person, der sich stets einen unverbrauchten Blick mit gesunden Menschenverstand auf die Gegebenheiten seiner Umwelt warf, ob die Szene in Berlin oder Bremen, das Elternhaus oder die Zeit bei der Bundeswehr. Die Komik ergab sich aus der Heterogenität der auftretenden Personen. Das ist in der Wiener Straße nicht so. Hier sind alle gleichermaßen durchgeknallt, was an manchen Stellen mir zu bemüht oder auch zu albern vorkam. Egal, war trotzdem schön, die ganzen „Typies“ mal wieder verfolgt zu haben.

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