Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Beschreibung
»Wencke Mühleisen schreibt klar, schnörkellos und klug, mit Empathie für ihre Hauptfigur. Warmherzig, witzig und sehr lesenswert.« Mareike Fallwickl
Als Erika mit ihrem Mann Jan am letzten Abend des gemeinsamen Italienurlaubs in einem Restaurant in Triest sitzt und sich fragt, warum er ihr seit Jahren jegliche körperliche Nähe verweigert, eröffnet ihr Jan, dass er seit anderthalb Jahren ein Verhältnis mit einer anderen Frau hat. Dieses Geständnis trifft Erika völlig unvorbereitet, und so bricht eine ganze Welt für sie zusammen. Doch nur vorübergehend – schon bald regen sich in ihr vor allem Fragen. Welche Möglichkeiten hat eine Frau in der Lebensmitte nach einer langjährigen Ehe? Und ist ihr drängender Wunsch nach Begehren und Nähe in diesem fortgeschrittenen Alter etwa besorgniserregend? Mit Offenheit und Tiefgang schreibt Wencke Mühleisen nuanciert und lebensklug über eine Frau, die herausfindet, dass man nie zu alt ist, um das mit der Liebe noch einmal ganz neu anzugehen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Wencke Mühleisen, geboren 1953, hat eine norwegische Mutter und einen slowenisch-österreichischen Vater. Als Schriftstellerin beschäftigt sie sich mit den Themen Gender, Sexualität, Feminismus und Politik. Sie debütierte als Romanautorin im Jahr 2010 und hat seitdem fünf Romane veröffentlicht.
Beiträge
Humorvoller Frauenroman
„Was ist in meinem Alter sonst noch so üblich“ von Wencke Mühleisen hatte mich direkt neugierig gemacht, nachdem ich das Buch das erste Mal gesehen hatte, denn der Titel hört sich wirklich humorvoll an. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig, ich bin nur so durch die Kapitel geflogen und hatte die knapp 190 Seiten innerhalb weniger Stunden gelesen. Allerdings bin ich mit der Protagonistin Erika nicht wirklich warm geworden, es gab einige Momente die mich verwundert haben und in denen ich kurz innehalten musste. Es ist definitiv ein witziger und aufrüttelnder Roman über das Älterwerden, ich hätte mir allerdings mehr Selbstvertrauen und Mut für Erika gewünscht. „Was ist in meinem Alter sonst noch so üblich“ ist ein kurzweiliger Roman der sich angenehm lesen lässt.
Klappentext und Cover haben mein Interesse geweckt, außerdem die Themen Älterwerden und langjährige Beziehungen, die wohl für die meisten ab dem 50. Lebensjahr vorherrschend sind. Der Inhalt ist schnell erzählt: Erika, 65, erfährt im Urlaub in Italien, von ihrem Mann Jan, mit dem sie seit über vierzig Jahren zusammen ist, dass er eine Geliebte hat. Marie ist fünfzehn Jahre jünger. Jans Untreue stürzt sie in tiefe Verzweiflung. Jan stimmt einer Paartherapie zu, die sich meiner Meinung nach alles andere als hilfreich erweist. Jan bezeichnet seine Frau als selbstmordgefährdet und lamentiert darüber, dass er, um ihr ein Studium zu ermöglichen, als ihr Sohn klein war, beruflich zurückstecken musste. Auch wirft er ihr ihren Ehebruch vor, der zwanzig Jahre zurückliegt. Erikas Gedanken kreisen unaufhörlich um ihre Konkurrentin Marie, sie verachtet sie zutiefst, betrachtet ihre Fotos in den Sozialen Medien und stellt sich die ihrer Meinung nach sehr unattraktive Frau mit ihrem Mann im Bett vor: "Ihre an den Schläfen graue Haare, banale, rot lackierte Nägel an kraftlosen speckigen Händen, schlaffe Brüste, Schwabbelbauch und unförmige Oberschenkel." Überhaupt kreisen ihre Gedanken, wenn nicht um Marie, dann um Sex, den sie sich fortlaufend in allen Details vorstellt. Das dünne Buch besteht auf einem Monolog der unglücklichen Protagonistin, Lösungen werden keine aufgezeigt, das Ende ist offen. Von mir leider keine Leseempfehlung.
Die Protagonistin kommt nicht aus dem Irrgarten ihrer Gefühle raus.
„Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?“ von Wencke Mühleisen erzählt die Geschichte von Jan und Erika, beide 65 Jahre alt und vor der Frage stehend, wie es nun mit ihrer Ehe weitergeht. Jan hat nämlich seiner Frau im Italien-Urlaub eröffnet, dass er eine Affäre mit der 15 Jahre jüngeren Marie hat. Obwohl die Beziehung der beiden in den letzten Jahren eher lieblos und eintönig war und das Paar resigniert Seite an Seite lebte, löst dieses Eingeständnis ein großes Gefühlschaos bei Erika aus. Sie verliert sich in Gedankenspiralen rund um ihren Betrug vor 20 Jahren, wirkt verzweifelt, hat Rachegedanken, spürt aber gleichzeig Sehnsucht nach Liebe. Ihre ganze Welt kreist um ihren Mann, sie lässt kaum den Gedanken an einen Neuanfang ohne ihn zu. Leider fehlt der Geschichte aus meiner Sicht der Perspektivwechsel, trotzt nachvollziehbarer innerer Kämpfe der Protagonistin. Sie dreht sich im Kreis, die Handlung schreit kaum voran. Mich deprimierte diese Stagnation, da das farbenfrohe, optimistisch wirkende Cover das Gegenteil versprach. Erikas Figur wirkte einseitig und unzugänglich. Stellenweise fühlte man auch eine große Distanz zu der Figur, z.B. bei den immer wieder ausufernden und abwertenden Beschreibungen von Marie. Auch das vage, offene Ende war für mich enttäuschend.
Unangenehm
Die Ausgangsidee klang richtig spannend: langjährige Ehe, Affäre, Selbstfindung im Alter. Die Umsetzung hat mich aber total verloren. Der Schreibstil war für mich extrem anstrengend (super lange, verschachtelte Sätze) und ich bin in gar keine Lesefluss gekommen. Am schwierigsten fand ich aber die Protagonistin: Super unsympathisch, abwertend und teilweise wirklich unangenehm in ihrer Ausdrucksweise (vor allem in Bezug auf Marie oder Sex). Auch die Handlung war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Wieso denn überhaupt noch Paartherapie? 🤷🏼♀️ Auch das Ende war seltsam. Leider gar nichts für mich! *Rezensionsexemplar / Werbung (unbezahlt)
Ehrlich thematisierte Emotionen, die vermutlich die meisten Menschen in einer langjährigen Beziehungen an der ein oder anderen Stelle begegnen werden.
Das Buch erzählt die Geschichte von einem Paar, Mitte 60, die eine langjährige Beziehung miteinander haben. In den früheren Jahren der Beziehung gehen die weibliche Person der Beziehung fremd und nun besteht die männliche Person in der Beziehung eine schon länger andauernde Beziehung zu einer anderen weiblichen Person. Die Geschichte ist aus der ich Perspektive der weiblichen Person in der Beziehung geschrieben. Besonders auffallend war für mich die teilweise sehr direkte, beschreibende aber irgendwie auch plump wirkende Sprache, die genutzt wurde. Wenn man darüber weg schauen konnte, hat man verschiedenste Emotionen in den Beschreibungen, aber auch Monologen der erzählenden Instanz erkennen können. Es reichte von Zuneigung, Trauer bis hin zu Wut und Rache. Es wird sehr gut deutlich, was mit dem älter werden an Fragen, Unsicherheiten und Themen hinzu kommt, sich aber im Gegenzug auch viele Themen und Unsicherheiten der jüngeren Jahre offenbar nicht verflüchtigen. Ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig mehr Tiefe und dafür weniger plumpe Beschreibungen gewünscht.
Beschreibung
»Wencke Mühleisen schreibt klar, schnörkellos und klug, mit Empathie für ihre Hauptfigur. Warmherzig, witzig und sehr lesenswert.« Mareike Fallwickl
Als Erika mit ihrem Mann Jan am letzten Abend des gemeinsamen Italienurlaubs in einem Restaurant in Triest sitzt und sich fragt, warum er ihr seit Jahren jegliche körperliche Nähe verweigert, eröffnet ihr Jan, dass er seit anderthalb Jahren ein Verhältnis mit einer anderen Frau hat. Dieses Geständnis trifft Erika völlig unvorbereitet, und so bricht eine ganze Welt für sie zusammen. Doch nur vorübergehend – schon bald regen sich in ihr vor allem Fragen. Welche Möglichkeiten hat eine Frau in der Lebensmitte nach einer langjährigen Ehe? Und ist ihr drängender Wunsch nach Begehren und Nähe in diesem fortgeschrittenen Alter etwa besorgniserregend? Mit Offenheit und Tiefgang schreibt Wencke Mühleisen nuanciert und lebensklug über eine Frau, die herausfindet, dass man nie zu alt ist, um das mit der Liebe noch einmal ganz neu anzugehen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Wencke Mühleisen, geboren 1953, hat eine norwegische Mutter und einen slowenisch-österreichischen Vater. Als Schriftstellerin beschäftigt sie sich mit den Themen Gender, Sexualität, Feminismus und Politik. Sie debütierte als Romanautorin im Jahr 2010 und hat seitdem fünf Romane veröffentlicht.
Beiträge
Humorvoller Frauenroman
„Was ist in meinem Alter sonst noch so üblich“ von Wencke Mühleisen hatte mich direkt neugierig gemacht, nachdem ich das Buch das erste Mal gesehen hatte, denn der Titel hört sich wirklich humorvoll an. Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig, ich bin nur so durch die Kapitel geflogen und hatte die knapp 190 Seiten innerhalb weniger Stunden gelesen. Allerdings bin ich mit der Protagonistin Erika nicht wirklich warm geworden, es gab einige Momente die mich verwundert haben und in denen ich kurz innehalten musste. Es ist definitiv ein witziger und aufrüttelnder Roman über das Älterwerden, ich hätte mir allerdings mehr Selbstvertrauen und Mut für Erika gewünscht. „Was ist in meinem Alter sonst noch so üblich“ ist ein kurzweiliger Roman der sich angenehm lesen lässt.
Klappentext und Cover haben mein Interesse geweckt, außerdem die Themen Älterwerden und langjährige Beziehungen, die wohl für die meisten ab dem 50. Lebensjahr vorherrschend sind. Der Inhalt ist schnell erzählt: Erika, 65, erfährt im Urlaub in Italien, von ihrem Mann Jan, mit dem sie seit über vierzig Jahren zusammen ist, dass er eine Geliebte hat. Marie ist fünfzehn Jahre jünger. Jans Untreue stürzt sie in tiefe Verzweiflung. Jan stimmt einer Paartherapie zu, die sich meiner Meinung nach alles andere als hilfreich erweist. Jan bezeichnet seine Frau als selbstmordgefährdet und lamentiert darüber, dass er, um ihr ein Studium zu ermöglichen, als ihr Sohn klein war, beruflich zurückstecken musste. Auch wirft er ihr ihren Ehebruch vor, der zwanzig Jahre zurückliegt. Erikas Gedanken kreisen unaufhörlich um ihre Konkurrentin Marie, sie verachtet sie zutiefst, betrachtet ihre Fotos in den Sozialen Medien und stellt sich die ihrer Meinung nach sehr unattraktive Frau mit ihrem Mann im Bett vor: "Ihre an den Schläfen graue Haare, banale, rot lackierte Nägel an kraftlosen speckigen Händen, schlaffe Brüste, Schwabbelbauch und unförmige Oberschenkel." Überhaupt kreisen ihre Gedanken, wenn nicht um Marie, dann um Sex, den sie sich fortlaufend in allen Details vorstellt. Das dünne Buch besteht auf einem Monolog der unglücklichen Protagonistin, Lösungen werden keine aufgezeigt, das Ende ist offen. Von mir leider keine Leseempfehlung.
Die Protagonistin kommt nicht aus dem Irrgarten ihrer Gefühle raus.
„Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?“ von Wencke Mühleisen erzählt die Geschichte von Jan und Erika, beide 65 Jahre alt und vor der Frage stehend, wie es nun mit ihrer Ehe weitergeht. Jan hat nämlich seiner Frau im Italien-Urlaub eröffnet, dass er eine Affäre mit der 15 Jahre jüngeren Marie hat. Obwohl die Beziehung der beiden in den letzten Jahren eher lieblos und eintönig war und das Paar resigniert Seite an Seite lebte, löst dieses Eingeständnis ein großes Gefühlschaos bei Erika aus. Sie verliert sich in Gedankenspiralen rund um ihren Betrug vor 20 Jahren, wirkt verzweifelt, hat Rachegedanken, spürt aber gleichzeig Sehnsucht nach Liebe. Ihre ganze Welt kreist um ihren Mann, sie lässt kaum den Gedanken an einen Neuanfang ohne ihn zu. Leider fehlt der Geschichte aus meiner Sicht der Perspektivwechsel, trotzt nachvollziehbarer innerer Kämpfe der Protagonistin. Sie dreht sich im Kreis, die Handlung schreit kaum voran. Mich deprimierte diese Stagnation, da das farbenfrohe, optimistisch wirkende Cover das Gegenteil versprach. Erikas Figur wirkte einseitig und unzugänglich. Stellenweise fühlte man auch eine große Distanz zu der Figur, z.B. bei den immer wieder ausufernden und abwertenden Beschreibungen von Marie. Auch das vage, offene Ende war für mich enttäuschend.
Unangenehm
Die Ausgangsidee klang richtig spannend: langjährige Ehe, Affäre, Selbstfindung im Alter. Die Umsetzung hat mich aber total verloren. Der Schreibstil war für mich extrem anstrengend (super lange, verschachtelte Sätze) und ich bin in gar keine Lesefluss gekommen. Am schwierigsten fand ich aber die Protagonistin: Super unsympathisch, abwertend und teilweise wirklich unangenehm in ihrer Ausdrucksweise (vor allem in Bezug auf Marie oder Sex). Auch die Handlung war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Wieso denn überhaupt noch Paartherapie? 🤷🏼♀️ Auch das Ende war seltsam. Leider gar nichts für mich! *Rezensionsexemplar / Werbung (unbezahlt)
Ehrlich thematisierte Emotionen, die vermutlich die meisten Menschen in einer langjährigen Beziehungen an der ein oder anderen Stelle begegnen werden.
Das Buch erzählt die Geschichte von einem Paar, Mitte 60, die eine langjährige Beziehung miteinander haben. In den früheren Jahren der Beziehung gehen die weibliche Person der Beziehung fremd und nun besteht die männliche Person in der Beziehung eine schon länger andauernde Beziehung zu einer anderen weiblichen Person. Die Geschichte ist aus der ich Perspektive der weiblichen Person in der Beziehung geschrieben. Besonders auffallend war für mich die teilweise sehr direkte, beschreibende aber irgendwie auch plump wirkende Sprache, die genutzt wurde. Wenn man darüber weg schauen konnte, hat man verschiedenste Emotionen in den Beschreibungen, aber auch Monologen der erzählenden Instanz erkennen können. Es reichte von Zuneigung, Trauer bis hin zu Wut und Rache. Es wird sehr gut deutlich, was mit dem älter werden an Fragen, Unsicherheiten und Themen hinzu kommt, sich aber im Gegenzug auch viele Themen und Unsicherheiten der jüngeren Jahre offenbar nicht verflüchtigen. Ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig mehr Tiefe und dafür weniger plumpe Beschreibungen gewünscht.









