Vor dem Sturm

Vor dem Sturm

Taschenbuch
5.01
PatriotismusHistorischer RomanWeihnachtenErster Roman

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Beschreibung

Der großartige Auftakt von Fontanes epischem Lebenswerk, der mit der Frage nach der historischen und sozialen Rolle des preußischen Adels ein Thema aufgreift, das ihn bis zu seinem letzten Roman, dem zwei Jahrzehnte später erschienenen ›Stechlin‹ beschäftigte.

Fontanes ›Vor dem Sturm‹ entfaltet ein Panorama der märkischen Adels-, Bürger- und Bauernwelt, rückblickend in die Geschichte und vorausschauend auf die Befreiungskriege gegen Napoleon. Im Mittelpunkt steht der junge Lewin Vitzewitz, der sich in romantischen Literaturzirkeln im fernen Berlin durchaus wohl fühlt, aber von seinem draufgängerischen Vater zu den Waffen gerufen wird – gegen die rückkehrenden Franzosenheere. Es bahnt sich ein Geschehen an, das Lewin beinahe mit dem Tod bezahlen muss.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
928
Preis
19.60 €

Autorenbeschreibung

Theodor Fontane, am 30. Dezember 1819 in Neuruppin (Brandenburg) geboren, wurde zunächst wie sein Vater Apotheker. 1849 entschloss er sich jedoch, seine schriftstellerische Tätigkeit zum Hauptberuf zu machen, und arbeitete fortan als Auslandskorrespondent, Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker. Erst mit fast sechzig Jahren begann er seine berühmten Romane und Erzählungen zu schreiben. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

Beiträge

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Alle
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Nachdem ich in der Schule "Effi Briest" lesen musste, wollte ich eigentlich nichts mehr von Theodor Fontane wissen. Zum Glück liegt die Schule mittlerweile ein Jahrzehnt zurück und ich habe Fontane doch noch eine Chance gegeben. Vor dem Sturm beschreibt die Ereignisse und Stimmungen unmittelbar vor den Befreiungskriegen 1813. Ich befürchtete vor Beginn dass ich mich bei den vielen Personen und Gesprächen die sich über Politik und Nationalismus drehen langweilen würde, besonders wenn sich diese über 900 Seiten hinziehen. Vollkommen unbegründet, war ich doch schon von der ersten Seite und den wundervollen Beschreibungen der winterlichen Landschaft und weihnachtlichen Stimmung gefesselt. An keiner Stelle der ca. 900 Seiten habe ich mich gelangweilt, ich fand jedes Gespräch und jedes Ereignis interessant. Besonders Fontanes Schreibstil hat es mir angetan und die Charaktere die er hier geschaffen hat. Bamme und Hoppenmarieken waren herrlich kontrovers (zumindest für die damalige Zeit) und liebenswert, während die Schorlemmer mit ihrem religiösen Eifer das Gegenteil darstellt und meine Unsympathien auf ihrer Seite hatte. Das Schicksal der Ladalinksis war vorauszusehen, allerdings war ich nicht ganz mit der Darstellung einverstanden Personen derart zu bestrafen, nur weil sie einen unsteten Charakter aufweisen. Zwischenzeitlich musste ich doch mehrmals Schmunzeln, wenn ab ca. der Mitte das Liebeschaos seinen Lauf nimmt. Typ A liebt Frau, die aber mit einem anderen durchbrennt. Schwester von Typ A liebt Typ B der aber wiederum ihre beste Freundin liebt, die aber wiederum Typ A liebt. Passenderweise werden dann noch Typ B und beste Freundin ausversehen in einer Kirche eingesperrt und Typ B wirft sich ihr zu Füßen. Standesunterschiede sind natürlich auch mitinbegriffen. Da macht Fontane mancher Seifenoper Konkurrenz, nur eben mit weitaus mehr Stil. Die Hochzeit am Ende habe ich von Anfang an vorausgeahnt, in dem ganzen Buch gibt es keine zwei weiteren Personen die so gut, wie Topf auf Deckel, zusammenpassen. Nur dass der Herr halt ein Spätzünder ist und es quasi erst auf den letzten Seiten checkt. Aber um mal ehrlich zu sein, Lewin ist ein so schnuckeliger Kerl, ich hätte nach "Effi Briest" nicht erwartet dass Fontane so liebenswerte Männercharaktere schaffen kann. Das letze Mal dass ich eine fiktive Person so süß fand, war vermutlich mit 12 als ich in Rüdiger den kleinen Vampir verknallt war. Am Schluss werden selbst die Standesunterschiede aufgehoben und es gilt wie Bamme so schön ausdrückt: "Denn was heißt es am Ende anders als: Mensch ist Mensch."

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