
1100 Follower
Endlich neues von I.B. Zimmermann. "Violet – Die Wasserhexe und der Totengott" bildet dabei den 1. Band einer Dilogie.
Ich habe die "Mona"-Reihe von I.B. Zimmermann geliebt und die vollständige Sonderausgabe von der CoF und Buchhandlung Graff zuhause im Regal stehen. Gleiches gilt für "Boris – Blutlinie", auch dieses Werk mochte ich recht gerne und besitze davon noch die CoF Ausgabe. Bei "Violet – Die Wasserhexe und der Totengott" handelt es sich um eine unabhängig lesbare Reihe, die im selben Universum spielt. Wir begleiten die gleichnamige Hexe, ihres Zeichens eine mächtige Wasserhexe, die bereits viele Leben gelebt hat und nun bereits seit längerem am Burnout kratzt, weil sie sehr von ihrer Arbeit benasprucht wird. Als wäre das nicht bereits genug, droht Berlin auch noch von massenhaft Zombies überschwemmt zu werden. Und dann ist da noch Thanatos, kurz Athan genannt, der gutaussehende Totengott mit seiner anziehenden Aura. Was mir besonders gut gefallen hat: Wie bereits bei Mona handelt es sich auch bei Violet um einen neurodivergenten Charakter. Diesmal begegnet uns das Thema AuDHS, also die Kombi-Diagnose Autismusspektrumstörung und ADHS in einem Urban Fantasy-Setting. Ich liebe Repräsentation, in egal welchem Genre. Gerade im Fantasygenre gibt es diese aber noch eher weniger. Charaktere wie Violet geben einem automatisch das Gefühl, mehr gesehen zu werden, selbst wenn es sich bei ihr um eine Wasserhexe handelt. Das Thema Wasserhexe hat I.B. Zimmermann übrigens erneut, wie schon in "Mona" (nur damals mit einer "Feuerhexe"), ausgezeichnet genutzt, um daraus eine Metapher für die Gefühlswelt seiner Protagonistin zu machen. Eine coole und passende Idee. Violet mochte ich als Protagonistin, konnte mich oft in sie hineinversetzen. Ihre inneren Kämpfe fand ich oft nachvollziehbar und gut beschrieben. Ebenfalls angenehm war es, dass Violet mit ihren bereits 34 Jahren (und vielen vorausgehenden Leben) wieder einmal eine etwas "ältere" Protagonistin ist, wenn man da meine letzten Reads aus dem Genre zum Vergleich hinzuzieht. Thanatos, Athan, war mir ebenfalls sympathisch. Schnell merkt man, dass selbst der Totengott mit seinen eigenen Themen zu kämpfen hat und das sein bereits lange andauerndes Leben Spuren hinterlassen hat. Die Dynamik der beiden war gut, auch wenn mir das mit der Tension, trotz einigermaßen eingebrachtet Erklärung dafür, etwas zu schnell ging. Wer "Mona" gelesen hat, weiß um die Zombieproblematik, die bereits dort immer wieder zum Tragen kam. In "Violet" spitzt sich die Lage nun deutlich zu, schon ab Kapitel 1 ist spürbar, welch ermüdenden Kampf die Behörden und ihre Bezirkshexen gegen diese schier endlose Masse an "Hirnlosen" führen. Gegen Ende gipfelt das ganze dann in einer drohenden, beziehungsweise beginnenden Katastrophe. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, zur Veröffentlichung von Band 2 ist leider noch nichts bekannt. Zwischendurch war die Geschichte etwas verwirrend, stellenweise schlichtweg überladen mit all ihren Unwesen (wie hier magische Wesen genannt werden), allerdings warnt der Autor auch im Vorwort genau davor. Hier wurden alle möglichen Mythologien und Fantasywesen zusammengeworfen und wer "Mona" kennt, kann sich zumindest teilweise darauf einstellen, was Lesende hier erwartet. Ich werde Band 2 auf alle Fälle ebenfalls lesen und freue mich schon drauf. Vor allem, da dass Ende vermuten lässt, dass es zumindest ein Wiedersehen mit Balthasar, wenn nicht sogar mit ihm Mona geben wird. Darauf habe ich definitiv Bock. Alles in allem also eine chaotische, eigensinnige, leicht überladene, stellenweise tiefgründige, neurodivergente Urban Fantasystory, die meinem Dopaminhaushalt zuträglich war.

24. Mai 2026
Endlich neues von I.B. Zimmermann. "Violet – Die Wasserhexe und der Totengott" bildet dabei den 1. Band einer Dilogie.
Ich habe die "Mona"-Reihe von I.B. Zimmermann geliebt und die vollständige Sonderausgabe von der CoF und Buchhandlung Graff zuhause im Regal stehen. Gleiches gilt für "Boris – Blutlinie", auch dieses Werk mochte ich recht gerne und besitze davon noch die CoF Ausgabe. Bei "Violet – Die Wasserhexe und der Totengott" handelt es sich um eine unabhängig lesbare Reihe, die im selben Universum spielt. Wir begleiten die gleichnamige Hexe, ihres Zeichens eine mächtige Wasserhexe, die bereits viele Leben gelebt hat und nun bereits seit längerem am Burnout kratzt, weil sie sehr von ihrer Arbeit benasprucht wird. Als wäre das nicht bereits genug, droht Berlin auch noch von massenhaft Zombies überschwemmt zu werden. Und dann ist da noch Thanatos, kurz Athan genannt, der gutaussehende Totengott mit seiner anziehenden Aura. Was mir besonders gut gefallen hat: Wie bereits bei Mona handelt es sich auch bei Violet um einen neurodivergenten Charakter. Diesmal begegnet uns das Thema AuDHS, also die Kombi-Diagnose Autismusspektrumstörung und ADHS in einem Urban Fantasy-Setting. Ich liebe Repräsentation, in egal welchem Genre. Gerade im Fantasygenre gibt es diese aber noch eher weniger. Charaktere wie Violet geben einem automatisch das Gefühl, mehr gesehen zu werden, selbst wenn es sich bei ihr um eine Wasserhexe handelt. Das Thema Wasserhexe hat I.B. Zimmermann übrigens erneut, wie schon in "Mona" (nur damals mit einer "Feuerhexe"), ausgezeichnet genutzt, um daraus eine Metapher für die Gefühlswelt seiner Protagonistin zu machen. Eine coole und passende Idee. Violet mochte ich als Protagonistin, konnte mich oft in sie hineinversetzen. Ihre inneren Kämpfe fand ich oft nachvollziehbar und gut beschrieben. Ebenfalls angenehm war es, dass Violet mit ihren bereits 34 Jahren (und vielen vorausgehenden Leben) wieder einmal eine etwas "ältere" Protagonistin ist, wenn man da meine letzten Reads aus dem Genre zum Vergleich hinzuzieht. Thanatos, Athan, war mir ebenfalls sympathisch. Schnell merkt man, dass selbst der Totengott mit seinen eigenen Themen zu kämpfen hat und das sein bereits lange andauerndes Leben Spuren hinterlassen hat. Die Dynamik der beiden war gut, auch wenn mir das mit der Tension, trotz einigermaßen eingebrachtet Erklärung dafür, etwas zu schnell ging. Wer "Mona" gelesen hat, weiß um die Zombieproblematik, die bereits dort immer wieder zum Tragen kam. In "Violet" spitzt sich die Lage nun deutlich zu, schon ab Kapitel 1 ist spürbar, welch ermüdenden Kampf die Behörden und ihre Bezirkshexen gegen diese schier endlose Masse an "Hirnlosen" führen. Gegen Ende gipfelt das ganze dann in einer drohenden, beziehungsweise beginnenden Katastrophe. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, zur Veröffentlichung von Band 2 ist leider noch nichts bekannt. Zwischendurch war die Geschichte etwas verwirrend, stellenweise schlichtweg überladen mit all ihren Unwesen (wie hier magische Wesen genannt werden), allerdings warnt der Autor auch im Vorwort genau davor. Hier wurden alle möglichen Mythologien und Fantasywesen zusammengeworfen und wer "Mona" kennt, kann sich zumindest teilweise darauf einstellen, was Lesende hier erwartet. Ich werde Band 2 auf alle Fälle ebenfalls lesen und freue mich schon drauf. Vor allem, da dass Ende vermuten lässt, dass es zumindest ein Wiedersehen mit Balthasar, wenn nicht sogar mit ihm Mona geben wird. Darauf habe ich definitiv Bock. Alles in allem also eine chaotische, eigensinnige, leicht überladene, stellenweise tiefgründige, neurodivergente Urban Fantasystory, die meinem Dopaminhaushalt zuträglich war.
24. Mai 2026









