Vater Goriot

Vater Goriot

3.823
AufopferungGoriotVie PrivéeBankrott

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

In einer Pariser Herberge wohnt im Jahr 1819 der pensionierte Nudelfabrikant »Vater Goriot«. Eines Tages steigt dort auch der ehrgeizige Jurastudent Eugène de Rastignac ab und erlebt Goriots absolute Hingabe an dessen zwei Töchter. Während Rastignac von der feinen Pariser Gesellschaft träumt, verprassen die Töchter hemmungslos das väterliche Vermögen. Als Goriot am Ende verlassen und völlig verarmt stirbt, begreift Rastignac, wie verkommen die von ihm bewunderte Gesellschaft doch ist. »Vater Goriot«, gelesen von Walter Andreas Schwarz, ist Teil von Balzacs Romanwerk »Die menschliche Komödie«, in der er schonungslos die Abgründe seiner Zeit analysiert. Ungekürzte Lesung mit Walter Andreas Schwarz 1 mp3-CD | ca. 8 h 54 min

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Audio-Disc
Seitenzahl
N/A
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Honoré de Balzac (1799–1850) war ein französischer Schriftsteller. Nach seinem Jurastudium in Paris entschied er sich für ein ärmliches Künstlerleben. Riskante Spekulationen stürzten ihn in große Schulden, die er bis zu seinem Tod 1850 abbezahlte. Er gilt wegen seiner genauen Gesellschaftsbeobachtungen als Realist, sein Werk umfasst rund 90 Romane und Erzählungen.

Beiträge

3
Alle
4

Es zerriss mein Leserherz, zu erfahren, wie das Elend des Vaters Goriot seinen Lauf nahm. Der blind Liebende, der erst ganz zuletzt erkannte, in welchen Zustand und Kummer ihn seine unbedingte Liebe trieb. Doch, eine Bedingung gab es, eine Gabe forderte er - dass seine Töchter zuletzt an seiner Seite sind. "Die Welt geht zugrunde, wenn die Rechte der Väter mit Füßen getreten werden.", sagt er und schnürt mir mit seinem Seitenlänge Monolog die Kehle zu. Doch auch Rastignacs Entwicklung habe ich gespannt verfolgt. In ihm erkannte ich, nach Lesen der Biografie vor ein paar Wochen, viel von Balzac selbst. Mitreißend erzählt.

3

Sehr interessantes Buch

Das Buch habe ich auf Instagram gefunden, ich fand es irgendwie interessant, ein Buch zu lesen, von einem Typen, der all sein Geld verloren habe, da dies die Beschreibung vom Buch war. Ich bin also ohne jeden Gedanken an dieses Buch herangetreten. Erst hielt ich es für ein sehr schlechtes Buch aber es enthält ein sehr wichtigen Punkt, es kritisiert den Stellenwert von Geld in unserer Gesellschaft, dass finde ich sehr gut. Die Töchter lieben ihren Vater Goriot über alles, aber als er kein Geld mehr hat, sind die Kinder nicht mehr an ihm interessiert, das finde ich total traurig aber dennoch hat es mich zum nachdenken gebracht. Ich finde, das Buch muss man nicht gelesen haben, es ist schwierig zu lesen, da die Namen der Charaktere französischer Herkunft sind, was mich irritiert hat beim lesen und die Kritik an Geld wird in anderen Klassikern bestimmt auch besprochen, dennoch, wen jemand gezielt das Thema „Kritik an der Gesellschaft“ in einem Buch sucht, würde ich dieses Buch aufjedenfall erwähnen.

4

Wer schon immer wissen wollte, wie es sich Anfang des 19. Jahrhunderts in Paris gelebt hat, der sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen. Balzac bildet hier ein Leben zwischen bürgerlicher Armut und dem Prunk der gehobenen Gesellschaft mit all seinen Schattenseiten ab, von denen die Oberflächlichkeit noch die geringste ist. Ja, die Sprache ist blumig, theatralisch, altmodisch und bewusst, sowie teilweise unfreiwillig, komisch, aber das Bild, das der Autor zeichnet ist in gewisser Weise zeitlos. Denn auch heute gibt es undankbare und nach Geld lechzende Kinder, Menschen, die der grundsätzlichen Auffassung sind, etwas Besseres zu sein und sich über jene, die sie als Pöbel bezeichnen, zu erheben trachten. Gesellschaft bleibt eben Gesellschaft. Etwas, das sich sicher niemals ändern wird. Einige der wortreichen, schwülstigen und über mehrere Seite reichenden Monologe und theatralischen Ausbrüche der Protagonisten haben mich herausgefordert, aber letztlich bleibt ein durchaus positives Lesegefühl zurück. Denn gerade einige der Dialoge sind wirklich verdammt gut und amüsant geschrieben! Anders, aber ein Werk, das sich den Namen Klassiker zurecht verdient hat.

Beitrag erstellen