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Über das Buch

Vergessen kann man nur, was man zuvor erinnert hat.

Katja Wild, Hamburger Studienrätin, glaubt auf einem Foto der Wehrmachtsausstellung ihren Vater erkannt zu haben. Sie weiß, dass ihr Vater Soldat in Russland war. Inzwischen ist er 82 Jahre alt und verbringt seinen Lebensabend in einer Senioren-Residenz mit Elbblick. Der Oberstudienrat mit den Fächern Alte Geschichte, Griechisch und Latein galt seiner Familie, den Kollegen und Schülern als ein Humanist alten Schlages und Spezialist der Erinnerung. Ein Lehrer ohne Fehl und Tadel, ein vorbildlicher Vater. Nun, fast 60 Jahre nach Kriegsende, sieht Katja dieses Foto. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um ihn nach seinen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg zu befragen ... Eine schmerzliche Reise in die Vergangenheit beginnt.

Editionen (3)

ISBN9783641135232
VerlagDVA
Erscheinungsdatum26.11.13
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

7 Bewertungen

1 Rezensionen

3,4

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  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    4,0

    Die Lehrerin Katja ist entsetzt: bei einem Besuch der Ausstellung "Verbrechen im Osten" ist sie sich sicher, ihren Vater auf einem Foto zu erkennen. Sie wusste bislang nur, dass ihr Vater als Soldat in Russland war. Als möglichen Täter hat sie ihn, ihr großes Vorbild, nie gesehen. Katja nötigt ihrem im Pflegeheim lebenden Vater den Ausstellungskatalog auf verlangt von ihm, ihr die ganze Geschichte zu erzählen. Zögernd und widerwillig beginnt der Vater zu berichten. Doch seine Geschichten klingen so ganz anders. Da geht es um das Leid der deutschen Soldaten, Freundschaft und Heimweh, doch Katja besteht darauf, auch die andere Geschichte zu hören. Ein eindrückliches Buch über das Schweigen der Kriegsgeneration und über die Nachwirkungen auf die Folgegenerationen. Triggerwarnung: es werden teilweise schwere Kriegsverbrechen geschildert.

    21. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Ulla Hahn

Ulla Hahn, aufgewachsen im Rheinland, arbeitete nach ihrer Germanistik-Promotion als Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, anschließend als Literaturredakteurin bei Radio Bremen. Schon ihr erster Lyrikband, »Herz über Kopf« (1981), war ein großer Leser- und Kritikererfolg. Ihr lyrisches Werk wurde u. a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Für ihren Roman »Das verborgene Wort« (2001) erhielt sie den ersten Deutschen Bücherpreis. 2009 folgte der Bestseller »Aufbruch«, der zweite Teil des Epos, und auch Teil drei, »Spiel der Zeit« (2014), begeisterte Kritiker wie Leser. »Wir werden erwartet« (2017) bildet den Abschluss ihres autobiografischen Romanzyklus um das Arbeiterkind Hilla Palm. Zuletzt erschienen 2021 ihr Gedichtband »stille trommeln« mit Gedichten aus 20 Jahren und 2022 der Roman »Tage in Vitopia«.

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