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Über das Buch

Katja Wild, Hamburger Studienrätin, glaubt auf einem Foto der Wehrmachtsausstellung ihren Vater erkannt zu haben. Das Foto zeigt ihn bei der Erschießung russischer Zivilisten. Bei Hitlers Machtergreifung war Hans Musbach dreizehn, inzwischen ist er 82 Jahre alt und verbringt seinen Lebensabend in einer Senioren-Residenz mit Elbblick. Als Oberstudienrat mit den Fächern Alte Geschichte, Griechisch und Latein galt er seiner Familie, den Kollegen und Schülern als Humanist des alten Schlages und Spezialist der Erinnerung. Seine Schüler schätzten ihn besonders dafür, daß er sie immer wieder auf die besondere geschichtliche Verantwortung der Deutschen hinwies. Ein Lehrer ohne Fehl und Tadel, ein vorbildlicher Vater. 58 Jahre nach Kriegsende aber glaubt Katja ihn auf diesem Foto erkannt zu haben. Sie weiß, daß sie ihn dazu befragen muß. Widerwillig beginnt er zu erzählen. Doch in ihm leben ganz andere Bilder. Eine schmerzliche, notwendige Reise in die Vergangenheit beginnt.

Editionen (3)

ISBN9783423133203
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.05.05
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

7 Bewertungen

1 Rezensionen

3,4

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  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    4,0

    Die Lehrerin Katja ist entsetzt: bei einem Besuch der Ausstellung "Verbrechen im Osten" ist sie sich sicher, ihren Vater auf einem Foto zu erkennen. Sie wusste bislang nur, dass ihr Vater als Soldat in Russland war. Als möglichen Täter hat sie ihn, ihr großes Vorbild, nie gesehen. Katja nötigt ihrem im Pflegeheim lebenden Vater den Ausstellungskatalog auf verlangt von ihm, ihr die ganze Geschichte zu erzählen. Zögernd und widerwillig beginnt der Vater zu berichten. Doch seine Geschichten klingen so ganz anders. Da geht es um das Leid der deutschen Soldaten, Freundschaft und Heimweh, doch Katja besteht darauf, auch die andere Geschichte zu hören. Ein eindrückliches Buch über das Schweigen der Kriegsgeneration und über die Nachwirkungen auf die Folgegenerationen. Triggerwarnung: es werden teilweise schwere Kriegsverbrechen geschildert.

    21. Juni 2026

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