Traumtänzer
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Edith Wharton (1862 - 1937) entstammte der New Yorker Patrizierschicht. Als Kind verbrachte sie längere Zeit in Frankreich, Deutschland und Italien, so dass sie, wie sie später meinte, Europa "unausrottbar im Blut" hatte. Sie genoss eine sorgfältige Erziehung, ihre frühen literarischen Neigungen wurden jedoch kaum gefördert; schriftstellerische Ambitionen ziemten sich für Töchter aus ihren Kreisen nicht. Edith Wharton übersiedelte nach einer schwierigen Ehe 1906 nach Paris. Sie widmete sich nun ganz ihrer dichterischen Aufgabe, schrieb Romane, Erzählungen, Reiseberichte, kulturhistorische Essays.Ihre Vielseitigkeit und ihr Erzähltalent wurden mehrfach geehrt: 1921 erhielt sie den Pulitzerpreis, 1923 verlieh ihr die Yale University als erster Frau die Ehrendoktorwürde; es folgten die Goldene Medaille des National Institute of Arts and Letters und die Aufnahme in die American Academy of Arts and Letters. Edith Wharton gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Amerikas.
Beiträge
Traumtänzer (Englisch: Glimpses of the Moon) von Edith Wharton ist mein viertes Buch der Autorin und der erste längere Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Buch erschien 1922, wird dieses Jahr also 100 - eine Tatsache die man dem Roman (abgesehen vom Setting natürlich) allerdings nicht anmerkt. Er liest sich ehrlich gesagt sogar ziemlich modern. Susy und Nick sind eigentlich mittellos, liebäugeln aber dennoch mit der High Society. Sie sind von der Gunst ihrer wohlhabenden Freunde abhängig. Da die meiste Zuwendung junge, frisch vermählte Paare bekommen, beschließen die beiden zu heiraten und so noch mehr vom Wohlwollen der anderen zu profitieren - allerdings zu einem hohen Preis. Ich habe eine gewisse Schwäche für Bücher aus den Goldenen Zwanzigern: damals schien die Welt so wunderbar und im Aufbruch, bevor dann der große Knall kam. Auch hier wird diese Welt lebendig, wenn auch nicht ganz so Charleston-mäßig, wie erhofft. Ich mochte Susy und Nick beide sehr und habe auch wirklich mit ihnen gelitten (ich habe sogar vorab das Ende gelesen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe). Ich fand auch die Entwicklung, die die beiden durchlaufen, gelungen und gut dargestellt. Wie so oft bei Liebesgeschichten habe ich mich allerdings wieder gewundert, warum die beiden nicht einfach miteinander reden, alle Missverständnisse aus dem Weg räumen. Eine sehr schöne Wiederentdeckung und nicht nur für Fans der Zwanziger eine lohnenswerte Lektüre.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Edith Wharton (1862 - 1937) entstammte der New Yorker Patrizierschicht. Als Kind verbrachte sie längere Zeit in Frankreich, Deutschland und Italien, so dass sie, wie sie später meinte, Europa "unausrottbar im Blut" hatte. Sie genoss eine sorgfältige Erziehung, ihre frühen literarischen Neigungen wurden jedoch kaum gefördert; schriftstellerische Ambitionen ziemten sich für Töchter aus ihren Kreisen nicht. Edith Wharton übersiedelte nach einer schwierigen Ehe 1906 nach Paris. Sie widmete sich nun ganz ihrer dichterischen Aufgabe, schrieb Romane, Erzählungen, Reiseberichte, kulturhistorische Essays.Ihre Vielseitigkeit und ihr Erzähltalent wurden mehrfach geehrt: 1921 erhielt sie den Pulitzerpreis, 1923 verlieh ihr die Yale University als erster Frau die Ehrendoktorwürde; es folgten die Goldene Medaille des National Institute of Arts and Letters und die Aufnahme in die American Academy of Arts and Letters. Edith Wharton gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Amerikas.
Beiträge
Traumtänzer (Englisch: Glimpses of the Moon) von Edith Wharton ist mein viertes Buch der Autorin und der erste längere Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Buch erschien 1922, wird dieses Jahr also 100 - eine Tatsache die man dem Roman (abgesehen vom Setting natürlich) allerdings nicht anmerkt. Er liest sich ehrlich gesagt sogar ziemlich modern. Susy und Nick sind eigentlich mittellos, liebäugeln aber dennoch mit der High Society. Sie sind von der Gunst ihrer wohlhabenden Freunde abhängig. Da die meiste Zuwendung junge, frisch vermählte Paare bekommen, beschließen die beiden zu heiraten und so noch mehr vom Wohlwollen der anderen zu profitieren - allerdings zu einem hohen Preis. Ich habe eine gewisse Schwäche für Bücher aus den Goldenen Zwanzigern: damals schien die Welt so wunderbar und im Aufbruch, bevor dann der große Knall kam. Auch hier wird diese Welt lebendig, wenn auch nicht ganz so Charleston-mäßig, wie erhofft. Ich mochte Susy und Nick beide sehr und habe auch wirklich mit ihnen gelitten (ich habe sogar vorab das Ende gelesen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe). Ich fand auch die Entwicklung, die die beiden durchlaufen, gelungen und gut dargestellt. Wie so oft bei Liebesgeschichten habe ich mich allerdings wieder gewundert, warum die beiden nicht einfach miteinander reden, alle Missverständnisse aus dem Weg räumen. Eine sehr schöne Wiederentdeckung und nicht nur für Fans der Zwanziger eine lohnenswerte Lektüre.




