Tokyo dieser Tage 3

Tokyo dieser Tage 3

Hardcover
4.47

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Beschreibung

In seinem aktuellen dreiteiligen Werk TOKYO DIESER TAGE beschäftigt sich Taiyo Matsumoto mit den Beziehungen zwischen Mangaredakteur: innen und -autor:innen, die in Japan so eng verflochten sind wie auf keinem anderen Comicmarkt der Welt. Er nutzt dieses Thema zu einer Betrachtung von Lebensgefühl und -rhythmus im Tokyo von heute.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Manga
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
240
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

* 1967, bedient in seinen Werken ein breites Themenspektrum zwischen Science-Fiction-Epen, Sport- und Familiengeschichten. Der Durchbruch gelang ihm 1994 mit TEKKON KINKREET. Mit der Serie SUNNY (Carlsen Verlag) folgte die internationale Bekanntheit. Obwohl sich Taiyo Matsumoto erzählerisch und zeichnerisch jenseits des Manga-Mainstream bewegt, ist seine internationale Fangemeinde groß.

Beiträge

5
Alle
3

Leider wird Matsumoto nichts für mich

Ich habe mich jetzt mehr oder weniger durch die Reihe geschleppt aber der Funke ist nicht übergesprungen. Das muss nicht heißen das der Manga an sich schlecht ist aber mein Geschmack ist es nicht. Der Zeichenstil ist besonders aber nicht mein Geschmack bei Manga. Ich hatte zuvor nur die Kurzgeschichtensammlung Blue Spring gelesen dir mir auch nicht so gefallen hat. Ich denke das wird auch mein letzter Matsumoto gewesen sein.

5

Ein perfekter Abschluss für dieses zu tiefst menschliche Werk

Wow, das Warten hat sich definitiv gelohnt. Es gibt wenige Dinge, die ich als perfekt bezeichnen würde. Tokyo dieser Tage ist definitiv perfekt, da es mich sowohl emotional als auch mit der Darstellung seiner Charaktere mehr als nur in den Bann gezogen hat. Aber beziehen wir uns erstmal inhaltlich auf den letzten Band. In Band 3 wird Chosaku fast sowas wie ein zweiter Protagonist. Wir erfahren nochmal hautnah, was das Business aus ihm gemacht hat, wie er über sich selbst denkt, aber auch dass er im tiefsten Inneren einfach nur für seine Tochter und Familie da sein möchte, auch wenn er sich für eine sehr lange Zeit im Band dafür schämt, wie er jetzt ist. Natürlich gibt es auch dazwischen noch tolle Momente, ich will aber nicht alles vorwegnehmen. Shiozawa klappert weiter die ein oder andere Bekanntschaft ab. Dabei trifft er einen Mangaka, der ohne seinen Partner nicht wirklich wieder machen kann. Doch Shiozawa ermutigt ihn, es nochmal zu probieren. Dann geht's zu einem älteren Herrn, der schon im Altersheim lebt, aber sich mit Leib und Seele immer noch seinen Manga widmet. Der Abschnitt war wirklich sehr herzerwärmend. Dann muss er natürlich sein Magazin auch noch rausbringen. Dabei hat sowohl Shiozawa noch zu kämpfen und klappert weder Buchhandlung noch Buchhandlung ab. Als auch Chosaku, der die Seele in seinem Schaffen verloren hat. Doch manchmal reicht es, eine gnädige Seele zu treffen, die einem eine Chance gibt. So passiert, und dass sein Sohn zufällig auch noch eine Buchhandlungskette besitzt, hilft auch. Man merkt einfach, wie Shiozawa ehrlich erleichtert ist, auch mal ein Ja zu hören. Abschließend möchte ich sagen, dass ich so ein Werk auf Deutsch lesen durfte. Ein tolles Werk über Menschlichkeit und das Schaffen von Kreativen, der ständige Kampf zwischen dem, was man möchte und dem, was man muss. Die Geschichte berührt einfach in mehreren Aspekten und wie unser Protagonist schon so passend sagt. Wie man ein Werk wahrnimmt, hängt immer von einem selbst, den Umständen, unter denen man etwas liest,und der Lebenserfahrung ab.

Ein perfekter Abschluss für dieses zu tiefst menschliche Werk
4

Weiterhin ein Nischentitel, der sowohl optisch als auch thematisch nicht unbedingt für jeden etwas ist. Eigentlich passiert gar nichts wirklich Großartiges, aber dennoch fand ich's sehr interessant und spannend zu verfolgen. Im letzten Band begleitet man Shiozawa und einige der Mangaka dabei, wie das Magazin immer mehr Gestalt annimmt und mit welchen Problemen und Sorgen sie alle zu kämpfen haben. Viele zweifeln an sich selbst, bekommen aber durch andere nochmal richtig Mut und gehen dann voll in ihrer Sache auf. Das ist richtig schön zu beobachten. Andererseits wird einem aber auch gezeigt, was alles passieren und schiefgehen kann, wenn sich etwas nicht gut genug verkauft, welche Prioritäten man setzen muss oder ein schwerwiegender Fehler unterläuft und wie man diesen am besten für alle Parteien wieder gut macht. Ja, es gibt keine Action oder einen großen Spannungsbogen, dennoch fasziniert mich “die Geschichte hinter dem Manga” immer sehr! Wer also ebenso Spaß an sowas hat und über den gewöhnungsbedürftigen Zeichenstil hinwegsehen kann, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick hinein werfen! 💖

Post image
5

Ich habe Tokyo dieser Tage gelesen und hatte das Gefühl, einen sehr stillen, nachdenklichen Spaziergang durch die Manga-Welt zu machen. Der Manga von Taiyō Matsumoto erzählt von einem Manga-Redakteur, der seinen Job kündigt und plötzlich vor der Frage steht, was Manga eigentlich für ihn bedeutet. Beim Lesen fühlte ich mich oft wie ein Beobachter hinter den Kulissen der Manga-Industrie. Besonders gefallen hat mir, wie ruhig und ehrlich die Geschichte erzählt wird. Es geht weniger um Action, sondern um Gespräche, Erinnerungen und Zweifel. Dadurch wirkt alles sehr persönlich. Die Zeichnungen sind typisch für Matsumoto: etwas rau, aber voller Ausdruck. Sie passen perfekt zur melancholischen Stimmung der Geschichte. Für mich ist Tokyo dieser Tage kein Manga, den man schnell durchliest. Ich musste öfter pausieren und über die Figuren und ihre Beziehung zu Manga nachdenken. Gerade das hat das Lesen für mich besonders gemacht.

Ich habe Tokyo dieser Tage gelesen und hatte das Gefühl, einen sehr stillen, nachdenklichen Spaziergang durch die Manga-Welt zu machen. Der Manga von Taiyō Matsumoto erzählt von einem Manga-Redakteur, der seinen Job kündigt und plötzlich vor der Frage steht, was Manga eigentlich für ihn bedeutet.
Beim Lesen fühlte ich mich oft wie ein Beobachter hinter den Kulissen der Manga-Industrie. Besonders gefallen hat mir, wie ruhig und ehrlich die Geschichte erzählt wird. Es geht weniger um Action, sondern um Gespräche, Erinnerungen und Zweifel. Dadurch wirkt alles sehr persönlich.
Die Zeichnungen sind typisch für Matsumoto: etwas rau, aber voller Ausdruck. Sie passen perfekt zur melancholischen Stimmung der Geschichte.
Für mich ist Tokyo dieser Tage kein Manga, den man schnell durchliest. Ich musste öfter pausieren und über die Figuren und ihre Beziehung zu Manga nachdenken. Gerade das hat das Lesen für mich besonders gemacht.
5

Wenn Geschichten bleiben, obwohl sie enden 🖤📖

Mit Taiyo Matsumoto ist es bei mir in letzter Zeit immer intensiver geworden. Seine Werke kriechen langsam, aber sicher tiefer unter die Haut. Umso gespannter war ich auf den Abschluss dieser kurzen Reihe, deren erste beiden Bände mich bereits komplett abgeholt haben. Gleichzeitig habe ich mir den Moment hinausgezögert. Weil ich wusste, dass es weh tun wird, loszulassen. Der Einstieg rund um Kaeru und Toru trifft direkt ins Herz. Diese stille Wucht, mit der das Schicksal zuschlägt, ist kaum auszuhalten. Die Gedanken des zurückbleibenden Kaeru fühlen sich so roh und echt an, dass man ihn einfach nur umarmen möchte. Es ist diese Mischung aus Schmerz, Leere und leiser Hoffnung, die so lange nachhallt. Auch der Hintergrund zur Einstellung des Magazins, der als Auslöser der ganzen Geschichte dient, wird auf eine so typische Matsumoto-Art erzählt. Unaufgeregt und doch voller Bedeutung. Genau diese Art zu erzählen ist es, die mich immer wieder so abholt. Besonders stark fand ich die Einblicke in die Welt der Mangaka, die Kazuo Shiozawa zusammenbringen will. Jede dieser Figuren trägt ihre eigenen Dämonen mit sich herum. Zweifel, kreative Blockaden, das Gefühl, nie gut genug zu sein. Und selbst Erfolg fühlt sich nicht wie einer an, sondern wie ein Kompromiss. Diese Gedanken sind erschreckend nachvollziehbar und bleiben lange im Kopf. Vor allem Chosakus Weg durch seine Krise ist so feinfühlig erzählt, dass man jede Nuance spürt und umso mehr bei seiner Erlösung mitfiebert. Vor allem wo sie so genial optisch dargestellt ist. Dieses Werk lädt zum Nachdenken ein. Über das eigene Leben, über Stillstand und Bewegung, über Entscheidungen und verpasste Chancen. Über Träume, die man verfolgt oder eben nicht. Ich habe mich selten so verstanden gefühlt. Ein Abschluss, der leise kommt und trotzdem alles hinterlässt. Nur Liebe für dieses besondere Werk. 🖤✨

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