Wenn Geschichten bleiben, obwohl sie enden 🖤📖
Mit Taiyo Matsumoto ist es bei mir in letzter Zeit immer intensiver geworden. Seine Werke kriechen langsam, aber sicher tiefer unter die Haut. Umso gespannter war ich auf den Abschluss dieser kurzen Reihe, deren erste beiden Bände mich bereits komplett abgeholt haben. Gleichzeitig habe ich mir den Moment hinausgezögert. Weil ich wusste, dass es weh tun wird, loszulassen. Der Einstieg rund um Kaeru und Toru trifft direkt ins Herz. Diese stille Wucht, mit der das Schicksal zuschlägt, ist kaum auszuhalten. Die Gedanken des zurückbleibenden Kaeru fühlen sich so roh und echt an, dass man ihn einfach nur umarmen möchte. Es ist diese Mischung aus Schmerz, Leere und leiser Hoffnung, die so lange nachhallt. Auch der Hintergrund zur Einstellung des Magazins, der als Auslöser der ganzen Geschichte dient, wird auf eine so typische Matsumoto-Art erzählt. Unaufgeregt und doch voller Bedeutung. Genau diese Art zu erzählen ist es, die mich immer wieder so abholt. Besonders stark fand ich die Einblicke in die Welt der Mangaka, die Kazuo Shiozawa zusammenbringen will. Jede dieser Figuren trägt ihre eigenen Dämonen mit sich herum. Zweifel, kreative Blockaden, das Gefühl, nie gut genug zu sein. Und selbst Erfolg fühlt sich nicht wie einer an, sondern wie ein Kompromiss. Diese Gedanken sind erschreckend nachvollziehbar und bleiben lange im Kopf. Vor allem Chosakus Weg durch seine Krise ist so feinfühlig erzählt, dass man jede Nuance spürt und umso mehr bei seiner Erlösung mitfiebert. Vor allem wo sie so genial optisch dargestellt ist. Dieses Werk lädt zum Nachdenken ein. Über das eigene Leben, über Stillstand und Bewegung, über Entscheidungen und verpasste Chancen. Über Träume, die man verfolgt oder eben nicht. Ich habe mich selten so verstanden gefühlt. Ein Abschluss, der leise kommt und trotzdem alles hinterlässt. Nur Liebe für dieses besondere Werk. 🖤✨







