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oder: Albträume eines Antiquars
Shaun Bythell ist Buchhändler mit Leib, Seele und Zynismus. An einem zufälligen Tag im Jahr 2014 hatte er die glorreiche Idee, ein Tagebuch über seinen Buchladen zu beginnen, gefüllt mit dem täglichen Wahnsinn, den seltsamsten Kunden und einer bissigen Portion Sarkasmus. Nach “Sieben Arten von Menschen, die man in Buchläden trifft”, ein Buch, das man an Zynismus schwerlich überbieten kann, war es angenehm witzig und herrlich britisch, Shaun Bythells Kampf gegen den Kindle erneut beizuwohnen. Man darf hier keine erstaunliche Handlung erwarten, keinen Spannungsbogen. Es ist und bleibt ein Tagebuch, manches wiederholt sich, manches nervt (Shauns Angelausflüge zum Beispiel), aber am Ende des Tages bleibt ein lebhafter und doch auch unterhaltsamer Einblick in das krisengeschüttelte Geschäft der Bücher und ein Plädoyer für das Leben der unabhängigen Buchhandlungen und des gedruckten Wortes im Zeitalter der digitalen Medien.

15. Sept. 2024
oder: Albträume eines Antiquars
Shaun Bythell ist Buchhändler mit Leib, Seele und Zynismus. An einem zufälligen Tag im Jahr 2014 hatte er die glorreiche Idee, ein Tagebuch über seinen Buchladen zu beginnen, gefüllt mit dem täglichen Wahnsinn, den seltsamsten Kunden und einer bissigen Portion Sarkasmus. Nach “Sieben Arten von Menschen, die man in Buchläden trifft”, ein Buch, das man an Zynismus schwerlich überbieten kann, war es angenehm witzig und herrlich britisch, Shaun Bythells Kampf gegen den Kindle erneut beizuwohnen. Man darf hier keine erstaunliche Handlung erwarten, keinen Spannungsbogen. Es ist und bleibt ein Tagebuch, manches wiederholt sich, manches nervt (Shauns Angelausflüge zum Beispiel), aber am Ende des Tages bleibt ein lebhafter und doch auch unterhaltsamer Einblick in das krisengeschüttelte Geschäft der Bücher und ein Plädoyer für das Leben der unabhängigen Buchhandlungen und des gedruckten Wortes im Zeitalter der digitalen Medien.
15. Sept. 2024







