Tabu

Tabu

Hardcover
2.76

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Beschreibung

Wer entscheidet, was tabu ist? Wenn ein Tabu gebrochen wird, reagiert die Gesellschaft oft reflexartig mit Empörung und Wut. Unbewusste Abwehrmechanismen spielen dabei eine zentrale Rolle. Der Psychiater und Neurowissenschaftler Raphael M. Bonelli liefert eine psychologische Analyse eines Phänomens, das nicht nur die Meinungsfreiheit bedroht, sondern auch unsere politische Kultur prägt. Wie wird ein Thema zum Tabu? Und warum ist es plötzlich verboten, das Offensichtliche zu denken? Mit erhellenden Analysen deckt Bonelli die Bruchlinien einer Gesellschaft auf, die sich selbst als frei und tolerant versteht und doch keinen Raum für abweichende Meinungen lässt. Eine Gesellschaft, die damit Gefahr läuft, genau jene Freiheit zu verlieren, die sie zu verteidigen vorgibt. Das prägende Thema unserer Zeit – tiefgründig, provokant und psychologisch erklärt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
160
Preis
20.00 €

Autorenbeschreibung

Raphael M. Bonelli, geboren 1968, ist Neurowissenschaftler und habilitierter Psychiater. Er arbeitet in der Wiener Innenstadt in eigener Praxis. Forschungsaufenthalte führten ihn an die Harvard University, die University of California Los Angeles (UCLA) die Duke University. Bonelli leitet das RPP-Institut und betreibt damit Social-Media-Kanäle mit insgesamt etwa 350.000 Abonnenten. Er ist Autor mehrerer Bücher über psychologische Themen, seine beiden Bücher »Bauchgefühle« und »Die Weisheit des Herzens« waren SPIEGEL-Bestseller.

Beiträge

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Alle
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Bonelli hat hier einen sehr überzeugenden Beitrag zur aktuellen Gesellschaftspolitik geliefert. Was sind Tabus, wie entstehen sie? Welche sind sinnvoll, welche dienen ausschließlich dem Machterhalt? Es ist auch eine Entlarvung der Sprachverbote des Wokismus.

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Egostreicheln für AfD-Anhänger

Gleich vorweg: Ich habe ein linkes Weltbild und bin daher natürlich nicht zu 100% unvoreingenommen an das Buch herangegangen. Ich versuche aber, alle Menschen aus dem politischen Spektrum zu verstehen und wage mich daher manchmal auch in Gefilde der entgegengesetzten Seite. Dieses Buch war allerdings argumentativ schwach, unterkomplex, realitätsfern, enthält Falschinformationen (nein, das sind keine "alternativen Fakten") und hat sich obendrein ständig selbst widersprochen. Ich gehe davon aus, dass der Autor sich noch nie näher mit linken Diskursen auseinandergesetzt hat. Sonst würde er beispielsweise wissen, dass es zahlreiche linke Content Creator gibt, die gar nicht oder nur inkonsequent gendern. Ich habe noch nie erlebt, dass das jemandem aufgezwungen worden wäre. Auch werden besonders absurde Beispiele herangezogen, die mit Sicherheit nicht repräsentativ für progressiv eingestellte Menschen sind (who is cherry picking now?). Ansonsten frage ich mich auch, wie es eigentlich sein kann, im Fazit von Freiheit und der Würde des Menschen zu sprechen, aber zuvor mehrmals angemerkt zu haben, bestimmte Begriffe wie das N-Wort ja blöderweise nicht mehr ohne Konsequenzen nutzen zu können. Freiheit und Würde sind keine Einbahnstraße. An der Stelle würde es helfen, sich mit der Geschichte Schwarzer Communities auseinanderzusetzen - von denen stammt übrigens auch der woke-Begriff, den Rechte für ihre populistische Agenda beansprucht haben und der auch in diesem Buch auf gefühlt jeder zweiten Seite fällt. Die Krönung des Widerspruchs bildet das Kapitel über Manipulationsmethoden, in der genau das kritisiert wird, was rechtspopulistische Kräfte beherrschen wie kaum jemand anderes und worauf auch in diesem Buch zurückgegriffen wird (ich sage nur cherry picking 🤫). Nicht, dass sich der Autor hier selbst als rechts bezeichnet hätte, allerdings ist das anhand der gewählten Beispiele mehr als eindeutig. Ich könnte ohne Probleme stundenlang darüber aufklären, wo dieses Buch überall falschliegt und hätte immer noch nicht alles gesagt. Nicht, weil ich mich moralisch überhöhen möchte, sondern weil ich selten so einen substanzlosen Unsinn gelesen habe. Auch Religion schützt eben nicht vor Indoktrination und Ideologie. Die haben aber ja immer nur die anderen.

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