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"Spätsommerglück" erzählt von Hannah, deren Mann Fred fünf Jahre zuvor gestorben ist. Seitdem meistert sie ihr Leben alleine, arbeitet als Übersetzerin und verbringt gerne Zeit mit ihrem Sohn. Doch irgendwann merkt sie, dass ihr etwas fehlt. Dass das nicht mehr das ist, was ihr reicht. Und sie beschließt noch einmal ganz von vorne anzufangen. Ihren Job als Übersetzerin gibt sie auf, ihre Zelte in Frankfurt bricht sie ab und reist nach Schweden in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Als Granny Aupair kommt sie in eine warmherzige Familie, die sie schnell in ihrer Mitte aufnehmen. Wäre da nicht der grantige Opa Anders, dem es so gar nicht zu passen scheint, dass Hannah in Schweden ist. "Spätsommerglück" ist bereits mein dritter Roman, den ich von Heike Abidi gelesen habe. Und alle haben mir wirklich gut gefallen. So auch dieser. Die Bücher sind ganz besonders, weil sie als Protagonisten Best Ager haben und keine jungen Erwachsenen. Wir haben hier keine Personen, die quasi noch am Anfang ihres Lebens stehen, sondern die, die schon sehr viel erlebt haben und ihre ganz eigene Geschichte mitbringen. Das verleiht den Geschichten unheimlich Tiefe und unnötige Dramen bleiben uns erspart. Mit Hannah hat Heike Abidi eine Protagonisten geschaffen, die einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und trotzdem nicht aufgegeben hat. Sie zeigt, was es heißt stark zu sein, dabei aber auch die schwachen Momente zuzulassen. Ihr Mann Fred ist in ihren Gedanken und Erinnerungen präsent, was sich unfassbar schön fand. Das hat mich sehr berührt. Auf der anderen Seite haben wir Anders. Ein brummerliger, grantiger Kerl, der seine Fassade so gar nicht fallen lassen möchte. Doch Hannah gibt nicht auf und ist sich sicher, dass mehr dahintersteckt. Nach und nach dürfen auch wir Leser mehr über ihn erfahren und dabei habe ich wieder mal eines gelernt. Wir alle sind die Summe unserer Erfahrungen und Geschichten und wir sollten niemanden aufgrund seines Verhaltens vorschnell verurteilen, weil wir nicht wissen, was dahinter stecken könnte. Aufgrund der Thematik war ich grundsätzlich sehr berührt vom Geschehen. Der Tod eines nahen Familienmitglieds und die damit einhergehenden Einschnitte in das eigene Leben sind mir leider nicht fremd und so konnte ich perfekt mit Hannah mitfühlen. Es tat weh zu lesen, wie sehr sie ihren Mann vermisst, zeigte aber auch, wie groß diese Liebe war. Die Geschichte machte außerdem auch Hoffnung, denn das Leben ist für Hannah deshalb bei weitem nicht zu Ende. Sie findet an vielen Stellen Sinn im Leben und beweist großen Mut, sich - auch gegen Widerstände - in neue Aufgaben zu werfen. Der Schreibstil ist wie immer herrlich zu lesen. Ob die schönen Beschreibungen der Landschaft und Umgebung in der sich Hannah befindet, die Erzählweise der Geschichte oder auch die emotionalen Höhepunkte. Alles ist so herrlich leicht und schön geschrieben, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe und sogar im Auto nicht aufhören konnte. Das Buch hat nicht nur ein ganz wunderbares Cover, nein es steckt auch eine ganz wunderbare Geschichte darin. Eine Geschichte, die zeigt, wie das Leben spielen kann und dass wir auch die größten Herausforderungen bewältigen können, wenn wir nur den Mut dazu haben.
6. Juni 2026
"Spätsommerglück" erzählt von Hannah, deren Mann Fred fünf Jahre zuvor gestorben ist. Seitdem meistert sie ihr Leben alleine, arbeitet als Übersetzerin und verbringt gerne Zeit mit ihrem Sohn. Doch irgendwann merkt sie, dass ihr etwas fehlt. Dass das nicht mehr das ist, was ihr reicht. Und sie beschließt noch einmal ganz von vorne anzufangen. Ihren Job als Übersetzerin gibt sie auf, ihre Zelte in Frankfurt bricht sie ab und reist nach Schweden in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Als Granny Aupair kommt sie in eine warmherzige Familie, die sie schnell in ihrer Mitte aufnehmen. Wäre da nicht der grantige Opa Anders, dem es so gar nicht zu passen scheint, dass Hannah in Schweden ist. "Spätsommerglück" ist bereits mein dritter Roman, den ich von Heike Abidi gelesen habe. Und alle haben mir wirklich gut gefallen. So auch dieser. Die Bücher sind ganz besonders, weil sie als Protagonisten Best Ager haben und keine jungen Erwachsenen. Wir haben hier keine Personen, die quasi noch am Anfang ihres Lebens stehen, sondern die, die schon sehr viel erlebt haben und ihre ganz eigene Geschichte mitbringen. Das verleiht den Geschichten unheimlich Tiefe und unnötige Dramen bleiben uns erspart. Mit Hannah hat Heike Abidi eine Protagonisten geschaffen, die einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und trotzdem nicht aufgegeben hat. Sie zeigt, was es heißt stark zu sein, dabei aber auch die schwachen Momente zuzulassen. Ihr Mann Fred ist in ihren Gedanken und Erinnerungen präsent, was sich unfassbar schön fand. Das hat mich sehr berührt. Auf der anderen Seite haben wir Anders. Ein brummerliger, grantiger Kerl, der seine Fassade so gar nicht fallen lassen möchte. Doch Hannah gibt nicht auf und ist sich sicher, dass mehr dahintersteckt. Nach und nach dürfen auch wir Leser mehr über ihn erfahren und dabei habe ich wieder mal eines gelernt. Wir alle sind die Summe unserer Erfahrungen und Geschichten und wir sollten niemanden aufgrund seines Verhaltens vorschnell verurteilen, weil wir nicht wissen, was dahinter stecken könnte. Aufgrund der Thematik war ich grundsätzlich sehr berührt vom Geschehen. Der Tod eines nahen Familienmitglieds und die damit einhergehenden Einschnitte in das eigene Leben sind mir leider nicht fremd und so konnte ich perfekt mit Hannah mitfühlen. Es tat weh zu lesen, wie sehr sie ihren Mann vermisst, zeigte aber auch, wie groß diese Liebe war. Die Geschichte machte außerdem auch Hoffnung, denn das Leben ist für Hannah deshalb bei weitem nicht zu Ende. Sie findet an vielen Stellen Sinn im Leben und beweist großen Mut, sich - auch gegen Widerstände - in neue Aufgaben zu werfen. Der Schreibstil ist wie immer herrlich zu lesen. Ob die schönen Beschreibungen der Landschaft und Umgebung in der sich Hannah befindet, die Erzählweise der Geschichte oder auch die emotionalen Höhepunkte. Alles ist so herrlich leicht und schön geschrieben, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe und sogar im Auto nicht aufhören konnte. Das Buch hat nicht nur ein ganz wunderbares Cover, nein es steckt auch eine ganz wunderbare Geschichte darin. Eine Geschichte, die zeigt, wie das Leben spielen kann und dass wir auch die größten Herausforderungen bewältigen können, wenn wir nur den Mut dazu haben.
6. Juni 2026





