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Romane

Sommer wie Winter

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Über das Buch

Ein dramatischer Autounfall, bei dem die Geschwister Manu und Alexander schwer verletzt werden, bietet für sechs Familienmitglieder den Anlass, sich mit ihrer Vergangenheit und den traumatisierenden Ereignissen der letzten Monate vor dem Unglück auseinanderzusetzen. Geschehnisse, die beinahe fünfzehn Jahre zurückliegen, kommen ans Tageslicht, woran die Familie zu zerbrechen droht. Mit vier Geschwistern wächst Alexander Sommer als Pflegekind in einem Tiroler Fremdenverkehrsort auf. Der Tourismus boomt, viele Bauernfamilien stellen ihre Höfe auf die Gäste ein, bauen Zimmer aus, errichten Speisesäle. Alexanders Kindheit ist erlebnisreich, aber lieblos;das Leben der Töchter und Söhne ist geprägt von viel Arbeit auf dem Hof, der allgegenwärtigen Kirche, dem Gehorsam den strengen Eltern gegenüber, aber auch von den Gästen, die Familienanschluss suchen. Alexander glaubt, seine leibliche Mutter sei bei einem Autounfall gestorben, bis er im Alter von fünfzehn Jahren auf Hinweise stößt, dass sie ausgewandert sein könnte und ihn zurückgelassen hat. Die Fantasien über die Mutter und ihr Verschwinden werden zu einer jahrelangen Obsession. Kaum ist Alexander volljährig, macht er sich auf die Suche und entdeckt dabei Dinge, die für ihn und seine Pflegefamilie alles verändern … Aus den wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder entsteht in Judith W. Taschlers Debütroman – wie in einem Puzzle – ein packendes Drama eines jungen Mannes auf der Suche nach seiner Herkunft und damit seiner Identität vor der Kulisse einer brüchigen Idylle des Landlebens.

Editionen (3)

ISBN9783854526711
VerlagPicus Verlag
Erscheinungsdatum01.02.11
Seitenzahl199

Rezensionen & Bewertungen

115 Bewertungen

17 Rezensionen

3,9

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  • laroute
    laroute

    132 Follower

    3,0

    Das war eine nette Sommerlektüre - nicht mehr, nicht weniger. In knappen Therapiegesprächen (die gesamte Familie ist in psychologischer Betreuung, der Grund wird am Ende des Buches klar) wird der Kriminalroman erzählt. Irgendwann ist aber recht klar, worauf es hinauslaufen wird.

    8. Juli 2025

  • 3,0

    Mehr Konzept als Gefühl

    „Sommer wie Winter“ ist ein Roman, der sich wenig Mühe gibt, es seinen Leserinnen und Lesern leicht zu machen. Eine klassische Handlung gibt es kaum, stattdessen setzt sich der Text ausschließlich aus Ausschnitten von Therapiegesprächen zusammen. Aus diesen Gesprächsfetzen entsteht nach und nach das Bild einer Figur, die mit Erinnerungen, Verlusten und inneren Blockaden ringt. Vieles bleibt dabei bewusst unausgesprochen, manches muss man sich eher zusammenreimen als wirklich nachlesen. Diese Erzählweise ist zunächst interessant, nutzt sich aber schnell ab. Die Gespräche kreisen oft um ähnliche Themen, die Sprache bleibt sachlich und therapeutisch, wodurch Distanz entsteht. Wirklich nah kommt man der Hauptfigur selten, obwohl gerade das Setting und die aufkeimenden Fragen eigentlich Intimität verspricht. Statt Spannung oder Entwicklung stellt sich stellenweise ein Gefühl von Stillstand ein. So wirkt Sommer wie Winter eher wie ein formales Experiment als wie ein mitreißender Roman: clever konstruiert, aber emotional kühl und auf Dauer etwas ermüdend.

    2. Jan. 2026

  • elarama
    elarama

    215 Follower

    3,5

    Bedrückende Familiengeschichte

    Alexander Sommer wächst als Pflegekind bei den Winters auf. In der Familie schwelen immer mehr Konflikte über die Zeit, die sich an einem Abend entladen und einen Autounfall zur Folge haben. Im Gesprächen mit einem Psychologen im Krankenhaus erzählen dann einzelne Familienmitglieder, wie es zu all dem kam. Die Atmosphäre der Geschichte wird gefühlt immer dichter und lässt ab einem gewissen Punkt erahnen, warum es zu dem Unfall kam. Der Aufbau über die Mitschrift zu den Gesprächen ist erstmal etwas ungewohnt, aber auch da finde ich kommt man schnell hinein. Definitiv ein Buch, das länger nachhallt.

    25. Apr. 2024

3 von 17 Rezensionen

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